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Jetzt gibt´s was auf´s Dach – Mieterstrom der Stadtwerke Flensburg für Mieter und Vermieter

Preiswerter und grüner Strom vom Dach für alle Hausbewohner

Flensburg: Mit dem Gesetz zur Förderung von Mieterstrom profitieren jetzt Mieter und Vermieter gemeinsam von den Vorteilen der Energiewende, wenn sie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ihres Mietshauses installieren. Das Produkt dazu mit der kompletten Umsetzung von der Beratung bis zur späteren Abrechnung liefern die Stadtwerke Flensburg.

Sie sind gleich ganz am Anfang bei der Konzeption und Beratung dabei, denn jede Photovoltaikanlage (PV) ist ein individuelles Projekt, dass auf die speziellen Rahmenbedingungen angepasst werden muss. Im zweiten Schritt folgt die Realisierung, d.h. der Bau der PV-Anlage auf dem Dach des Hauses mit Unterstützung der Stadtwerke. Und sobald alles steht und der erste umweltschonende Strom fließt, erfolgt die Abrechnung auf Basis des Mieterstromgesetzes, die die Stadtwerke ebenfalls für Mieter und Vermieter übernehmen.

Oliver Rein, Leiter des Bereiches Dienstleistungen bei den Stadtwerken: „Das Prinzip dabei ist ganz einfach: Der Vermieter investiert in eine Photovoltaikanlage auf dem Dach seines Mietshauses. Der dort produzierte umweltfreundliche Öko-Strom wird direkt an seine Mieter geliefert. Da der Strom direkt vor Ort produziert und verbraucht wird, nutzt er nicht die Stromnetze. Dadurch entfallen Kostenbestandteile, die sonst im Strompreis enthalten sind, wie Netzentgelte, Konzessionsabgaben, Umlagen und Stromsteuer. Lediglich die EEG-Umlage wird in voller Höhe fällig.“

Kann der Strom nicht von den Mietern verbraucht werden, weil gerade kein Bedarf vorliegt, wird er in das Stromnetz eingespeist und nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vergütet. Benötigen die Mieter mehr Strom als die Anlage erzeugt, dann werden sie aus dem Netz versorgt.

Frank Feustel, Vertrieb Stadtwerke Flensburg, führt einige weitere Vorteile des Mieterstroms für den Eigentümer der Immobilie an: „Der Vermieter erhöht mit der PV-Anlage den Wert seines Vermietobjektes, tut etwas für sein Image, denn er leistet einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und kann sich den Mieterstrom im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) anrechnen lassen.“

Für die Mieter ist das Mieterstrommodell ebenfalls sehr vorteilhaft. Sie zahlen für den Mieterstrom weniger als für herkömmliche Stromprodukte. Die Strom-Ersparnis für einen Zwei-Personen-Haushalt kann dann schnell 40 bis 50 Euro pro Jahr betragen. Und der Mieter tut aktiv etwas für die Energiewende: Er bezieht Ökostrom aus der Sonne direkt vor Ort und belastet nicht die Stromnetze.

Übrigens, ein ähnliches Modell mit grünem Strom vom Dach bieten die Stadtwerke auch für Unternehmen, öffentliche Träger und Institutionen nicht nur in Flensburg an!

Siehe hierzu den folgenden Artikel:

Stadtwerke Flensburg steigen in das Geschäft mit der Photovoltaik ein – Mit einem neuen Pachtmodell für Photovoltaik-Anlagen wollen die Stadtwerke dem grünen Strom weiter auf die Sprünge helfen
https://akopol.wordpress.com/2016/08/24/stadtwerke-flensburg-steigen-in-das-geschaeft-mit-der-photovoltaik-ein/

 

Stadtwerke Flensburg mit einem zukunftsweisenden Ökostrom-Modell für Mehrfamilienhäuser

Mieterstrommodell – die große Unbekannte

Flensburg: Die Stadtwerke Flensburg haben beim Marktforschungsinstitut Innofact eine Umfrage zum „Mieterstrommodell“ in Auftrag gegeben. Ergebnis: Das Angebot „Mieterstrommodell“ ist 65% der Befragten unbekannt. Und die restlichen 35% haben auch nur eine ziemlich vage Vorstellung davon, was das ist.

Das Prinzip des Mieterstrommodells ist eigentlich ganz einfach: Der Vermieter investiert in eine Photovoltaikanlage auf dem Dach seines Mietshauses. Der dort produzierte, umweltfreundliche Öko-Strom wird direkt an seine Mieter geliefert. Dabei entfallen Kostenbestandteile des Strompreises wie Netzentgelte, Konzessionsabgaben, Umlagen und Stromsteuer. Wird der Strom von den Mietern nicht verbraucht, weil der Bedarf gerade fehlt, wird er in das Stromnetz eingespeist und nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vergütet. Benötigen die Mieter mehr Strom als die Anlage erzeugt, werden sie aus dem Netz versorgt.

Der Vermieter erhöht mit der PV-Anlage den Wert seiner Immobilie und tut etwas für sein Image. Der Mieter zahlt für den Mieterstrom weniger als für herkömmlichen Strom.

Diese Vorteile des Mieterstrommodells sind bei den rund 600 Befragten offensichtlich nicht angekommen. Denn nach einer kurzen Erklärung des Angebotes wurden die Teilnehmer gefragt, ob sie sich grundsätzlich eine Teilnahme am Mieterstrommodell vorstellen könnten. Und nach der Erklärung war das Interesse schon groß: Unabhängig von Alter, Geschlecht und Region können sich etwa zwei Drittel eine Teilnahme an dem Mieterstrommodell vorstellen. Nur 18% der Befragten sprachen sich dagegen aus.

Die Anforderungen, die die Befragten stellten, waren deutlich. Für 78% käme die Teilnahme nur in Frage, wenn dadurch ihre Stromkosten verringert werden. Gleichzeitig gaben 18% der Befragten an, dass sie dafür eine geringe Mieterhöhung akzeptieren würden.

Bei der Frage nach einer eigenen finanziellen Beteiligung der Mieter zeigte sich ein eher gemischtes Bild. Für 30% der Befragten kommt eine Beteiligung in Frage. Gleichzeitig lehnten 41% eine finanzielle Beteiligung ab.

Fazit ist: Mieterstrommodelle sind in Deutschland noch weitestgehend unbekannt. Dennoch ist die Bereitschaft hoch, daran teilzunehmen, wenn die Vorteile erklärt werden.

Solarenergie im Mehrfamilienhaus

Grüner Strom vom Dach für alle Hausbewohner

Mit dem „Mieterstrom“ bieten die Stadtwerke Flensburg im eigenen Netzgebiet die Möglichkeit, mit Solarstrom aus einer Fotovoltaikanlage auch Mietwohnungen zu versorgen.

Denn bisher war der Traum vom grünen Strom aus eigener Solarproduktion nur für Hausbesitzer lukrativ. Mieter haben zum einen oft das Problem, nicht frei über die Dachflächen ihres Gebäudes verfügen zu können. Zum anderen macht ihnen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den Traum von einer CO2-neutralen Energieversorgung schwer. Denn per Gesetz handelt es sich bei der Nutzung von Strom vom Dach einer Mietwohnung nämlich nicht um Eigenstromverbrauch – Letzterer ist aber Voraussetzung für die Vorteile der eigenen FV-Anlage. Nur so winkt die Befreiung von Netznutzungsentgelten und Konzessionsabgaben.
Abhilfe schafft das Mieterstrommodell der Stadtwerke Flensburg. Damit können FV-Anlagen auf den Dächern von Mehrfamilienhäusern installiert und der Strom allen Mietern zur Verfügung gestellt werden. Jede Mieteinheit behält dabei ihren eigenen Stromzähler, allerdings erhält das Gebäude zwei neue Geräte: Ein Zähler erfasst den Solarstrom vom Dach, ein weiterer misst, wie viel Strom zusätzlich aus
dem Netz bezogen beziehungsweise wie viel nicht genutzter Solarstrom eingespeist wird. Die Energie vom Dach wird nach Nutzung auf alle Parteien verteilt und deren Netzbezug reduziert. Mit dem fortschreitenden Einbau smarter Messgeräte wird auch eine exakte Zuordnung möglich sein.
Im Juli hat die Bundesregierung ein Gesetz zum Mieterstrom in Kraft gesetzt. Dies macht den Bau und die Nutzung von FVAnlagen auf Mehrfamilienhäusern für die Vermieter deutlich attraktiver. Sie haben seit dem 25. Juli 2017 einen Förderanspruch und erhalten einen Mieterstromzuschlag zwischen 2,2 Cent/kWh und 3,8 Cent/kWh.

Übrigens, ein ähnliches Modell mit Ökostrom vom Dach bieten die Stadtwerke auch für Unternehmen, öffentliche Träger und Institutionen nicht nur in Flensburg an!

Siehe hierzu die folgenden Artikel:

Stadtwerke Flensburg steigen in das Geschäft mit der Photovoltaik ein – Mit einem neuen Pachtmodell für Photovoltaik-Anlagen wollen die Stadtwerke dem grünen Strom weiter auf die Sprünge helfen
https://akopol.wordpress.com/2016/08/24/stadtwerke-flensburg-steigen-in-das-geschaeft-mit-der-photovoltaik-ein/

Stadtwerke Flensburg installieren vier Photovoltaik-Anlagen auf Schuldächern – Sonnenenergie für nordfriesische Schüler
https://akopol.wordpress.com/2017/10/24/stadtwerke-flensburg-installieren-vier-photovoltaik-anlagen-auf-schuldaechern/

Energieberatung der Verbraucherzentrale am 2. & 7. März 2017 in Flensburg: Lohnt sich eine Solarstromanlage?

Strom aus einer privaten Solarstromanlage – das bedeutet Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen und ein gutes Klimagewissen.

Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen für die Anlagen in den vergangenen Jahren kontinuierlich verändert. Viele Verbraucher sind daher unsicher, ob sich eine Photovoltaikanlage noch rentiert. Dipl. Ing. Jürgen Tiedge, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, erläutert die Voraussetzungen für eine lohnende Investition.

Ist Solarstrom wirtschaftlich?

„Ausgangspunkt für eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ist zunächst der Anschaffungspreis der Anlage“, erklärt Tiedge. „Hier gibt es gute Nachrichten: Solarstromanlagen sind in den vergangenen zwölf Monaten nochmals günstiger geworden.“ Die Großhandelspreise für Solarmodule sind 2016 um etwa 15% gesunken.

Selbsterzeugten Strom nutzen

Des Weiteren ist zu klären, wie viel Geld sich mit der Anlage sparen lässt. „Jede einzelne Anlage muss sorgfältig und individuell geplant werden, damit sie zum voraussichtlichen Stromverbrauch passt“, betont Tiedge. Der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms ist stets die rentablere Variante, da jede selbst genutzte Kilowattstunde PV-Strom nicht beim Stromanbieter gekauft werden muss. In einem typischen Haushalt können zumeist 20 bis 30 Prozent des erzeugten Stroms selbst verbraucht werden. Dieser Anteil lässt sich deutlich erhöhen, wenn die Anlage mit einem Batteriespeicher ausgestattet wird. Mit dem Speicher steht auch nachts oder an wolkigen Tagen Sonnenstrom zur Verfügung. Die Preise für Batteriespeicher sind 2016 ebenfalls gesunken. Zudem gibt es für Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschuss bei der Kreditanstalt für Wideraufbau (kfW). Den Tilgungszuschuss kann auch erhalten, wer bei einer bereits vorhandenen Solaranlage einen Batteriespeicher nachrüstet. Dennoch, so Tiedge, sollte immer im Einzelfall geprüft werden, ob sich die Anschaffung eines Speichers lohnt.

Nicht verbrauchten Strom verkaufen

Ein weiterer Faktor hinsichtlich der Rentabilität der Solarstromanlage ist der Verdienst durch den nicht selbst verbrauchten Strom. Die Vergütung für ins Netz eingespeisten Strom liegt im Februar 2017 bei 12,3 Cent pro Kilowattstunde für Anlagen bis 10 Kilowatt. Im ersten Halbjahr 2017 darf sogar mit einer leichten Erhöhung der Vergütung gerechnet werden.

verbraucherzentraleUnabhängig beraten lassen

Ob eine Photovoltaikanlage sinnvoll realisiert werden kann, hängt nicht zuletzt von den Standortgegebenheiten ab. Vor der Anschaffung sollte daher genau geprüft werden, ob die Dachfläche in Bezug auf Ausrichtung, Neigung, Verschattungsfreiheit und Tragfähigkeit überhaupt für das geplante Vorhaben geeignet ist. Eine ausführliche Beratung sowie eine Einschätzung zur Wirtschaftlichkeit gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

In Flensburg findet diese dienstags und donnerstags in der Beratungsstelle Flensburg, Schiffbrücke 65, statt. Der nächste Termin ist am 2. & 7. März und muss unter 0461 / 28 604 vereinbart werden.

Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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