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Lockdown wird verlängert: So geht es weiter an Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein

Land erstattet im Januar Beiträge für Kita und Ganztagsbetreuung an Schulen

KIEL. Das Land wird im Januar 2021 die Beiträge für Kita und Ganztagsbetreuung an Schulen erstatten. Das haben Finanzministerin Monika Heinold, Sozialminister Dr. Heiner Garg und Bildungsministerin Karin Prien gestern in Kiel bekannt gegeben. Zur Entlastung der Eltern stellen wir rund 25 Millionen Euro zur Verfügung. Damit können wir den Januar beitragsfrei gestalten. Wir verbinden diesen Beschluss mit dem Ziel, die Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren, erklärte Finanzministerin Monika Heinold.

Die Landesregierung geht davon aus, dass für die Erstattung der Kita– und Ganztagsbetreuungsbeiträge an die Träger für einen Monat rund 25 Millionen Euro benötigt werden. Rund 15 Millionen Euro sollen über die noch freien Mittel für die Kompensation aus dem Frühjahr finanziert werden, die verbleibenden rund 10 Millionen Euro über den mit dem Notkredit aufgelegten Härtefallfonds.

Sozialminister Dr. Heiner Garg: Angesichts der aktuellen epidemiologischen Lage ist es notwendig, den Lockdown fortzuführen. Wir setzen dabei alles daran, auch in dieser besonders schwierigen Situation Eltern und ihre Kinder weiterhin bestmöglich zu unterstützen. Deswegen werden wir die Eltern im gesamten Januar von den Kita-Beiträgen freistellen.

Kita-Notbetreuung wird fortgesetzt

Der Kita-Betrieb in Schleswig-Holstein wird sich an dem bekannten Stufenkonzept orientieren. Die Betretungsverbote werden fortgeführt. Eine Notbetreuung wird aber auch weiterhin zur Verfügung stehen, sodass folgende Zielgruppen betreut werden können, wenn Eltern keine alternative Betreuungsmöglichkeit zur Verfügung haben:

  • Kinder, deren (mindestens ein) Erziehungsberechtigter in Bereichen der kritischen Infrastrukturen dringend tätig ist und
  • Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden und darüber hinaus
  • Kinder, die einen täglichen hohen Pflege- und Betreuungsaufwand haben,
  • Kinder, die aus Sicht des Kindeswohls besonders schützenswert sind.

Angebote der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege können durchgeführt, auf eine Notbetreuung beschränkt oder eingestellt werden. Auch wenn Kitas somit weiterhin im Rahmen einer Notbetreuung geöffnet haben, gilt der eindringliche Appell an die Eltern, wenn immer es möglich ist, ihre Kinder nicht in die Kita oder Kindertagespflege zu bringen, sondern Zuhause zu betreuen. Ziel der Landesregierung ist es, die Kitas wieder im Regelbetrieb zu öffnen, sobald das Infektionsgeschehen es zulässt

Erstattung der Elternbeiträge

Für den Monat Januar werden Eltern von den Kosten der Kindertagesbetreuung entlastet. So wird das Land unabhängig davon, ob die Eltern ihr Kind zu Hause betreuen oder die Notbetreuung in Anspruch nehmen müssen, die Kosten der Elternbeiträge übernehmen. Dies gilt auch für den Bereich der Kindertagespflege. Das konkrete Verfahren der Abwicklung soll analog des Verfahrens im Frühjahr 2020 erfolgen. Die Details wird das Land mit den kommunalen Landesverbänden und mit den Trägerverbänden klären.

Erhöhung des Kinderkrankengeldes

Der Bund wird gesetzlich regeln, dass das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 für 10 zusätzliche Tage pro Elternteil und 20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende gewährt wird. Dieser Anspruch soll – anders als bisher – auch dann gelten, wenn Eltern ihre Kinder zu Hause betreuen müssen, weil die Betreuungseinrichtung pandemiebedingt geschlossen ist bzw. der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wurde.

Erstattung von Verdienstausfall

Die behördlich angeordneten Betretungsverbote ermöglichen es nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) außerdem, dass berufstätige Eltern 67 Prozent ihres entstandenen Verdienstausfalls für längstens zehn Wochen, Alleinerziehende für längstens 20 Wochen erstattet bekommen können.

Minister Dr. Garg: Der Schutz von Kindern hat weiterhin höchste Priorität. So werden selbstverständlich auch weiterhin Eltern und Kinder, die besonders belastet sind mit den vorhandenen Angeboten der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe unterstützt.

Schulen

Das Aussetzen des Präsenzunterrichtes hat ein Ziel: Möglichst schnell und dauerhaft unter eine landesweite Inzidenz von 50 zu kommen, betonte Bildungsministerin Karin Prien heute in Kiel. Je eher wir dieses Ziel erreichen, desto eher können alle Schülerinnen und Schüler wieder in den Präsenzunterricht gehen. Mehr noch, wir streben diese niedrige Inzidenz insbesondere an, damit die Schulen wieder im Präsenzunterricht öffnen können.

Ab dem 11. Januar sollen die Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein in der Distanz lernen, der Präsenzunterricht in den Schulen ist ausgesetzt. Man wolle allen Schülerinnen und Schülern im Land ermöglichen, dass sie ihre Bildungslaufbahnen wie geplant fortsetzen können. Deshalb würden die Abschlussjahrgänge ab Montag entsprechende Lern- und Vorbereitungsangebote in den Schulen in Präsenz bekommen. Die Angebote finden in Kleingruppen mit Abstand und Hygienekonzept statt und es gilt natürlich weiterhin die Maskenpflicht, betonte Prien. Wie schon im Frühjahr werde es auch nun eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1-6 geben.

Prien warnte vor falschen Erwartungen an die Digitalisierung. Schule sei darauf ausgerichtet, dass Kinder und Jugendliche persönlich zusammenkommen. Die Vielzahl der eingeleiteten Maßnahmen solle vor allem den Auswirkungen der Pandemie entgegensteuern: Seit März 2020 haben wir mit unzähligen Maßnahmen versucht, die Schäden in Grenzen zu halten, die die Pandemie unserem Bildungssystem zufügt. Schule ist ein besonders wertvoller Ort. Der Unterricht im Klassenverband dient nicht nur dazu Wissen zu vermitteln. Er ist ein sozialer Raum, ein Lernraum und für manche Kinder und Jugendliche auch ein Schutzraum. Selbst das beste Lernmanagementsystem, selbst die perfekte Videokonferenz, können das Erlebnis gemeinsamen Lernens im Klassenraum nicht ersetzen. Am Ende dieser Phase wolle man daher die Erfahrungen im Lernen auf Distanz auch wissenschaftlich evaluieren.

Ende Januar werden wir dann abhängig vom Infektionsgeschehen, den Inzidenzwerten und der Entwicklung der Mutationen des Virus sowie der Beschlusslage von Bund und Ländern sehen, ob und unter welchen Bedingungen wir die Schulen im Februar wieder schrittweise für den Präsenzunterricht öffnen können, sagte die Ministerin. Klar sei aber auch, dass es schon vorher zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts kommen könne, wenn in Schleswig-Holstein die Zahl der Neuinfektionen dauerhaft deutlich unter der Grenze von 50 pro 100.000 Einwohner liege.

Für die Zeit nach dem Lockdown habe das Bildungsministerium zudem, wie im Dezember angekündigt, den Corona-Reaktionsplan überarbeitet. Zukünftig werden wir in Landkreisen, in denen die Inzidenz über 50 pro 100.000 Einwohner steigt, automatisch für die Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 7 in den Wechselunterricht gehen, und selbstverständlich werden wir auch weiterhin eine Inzidenzabhängige Maskenpflicht in unseren Schulen haben, so Karin Prien.

Berufliche Schulen

Für die Beruflichen Schulen teilt das fachlich zuständige Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus folgende Regelungen für die Zeit nach dem 11. Januar mit: Auch in den berufsbildenden Schulen und Regionalen Berufsbildungszentren findet bis Ende des Monats im Grundsatz kein Präsenzunterricht statt. Ausnahmen gibt es in dieser Zeit für Unterricht in Abschlussklassen, für die Durchführung von Prüfungen und das Schreiben wichtiger Klassenarbeiten.

Der seit dem 1. Januar 2021 für die Berufliche Bildung zuständige Minister Dr. Bernd Buchholz erklärte, dass ab 1. Februar wieder Präsenzunterricht vorgesehen sei, wenn das Infektionsgeschehen dies ermögliche. In Kreisen mit einem Inzidenzwert von über 50 gilt allerdings die Einschränkung, dass maximal 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Präsenzform unterrichtet werden dürfen. Bei Klassengrößen von über 15 Jugendlichen sei durch Teilung der Gruppe oder entsprechend große Räume sicherzustellen, dass ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird.

Mit dieser Regelung schaffen wir für die Schulen einen klaren Handlungsrahmen, gewähren ihnen zugleich aber auch die erforderliche Flexibilität, um den Schulbetrieb sachgerecht gestalten zu können, so Buchholz.

Aktuelle Corona-Meldungen der Stadtverwaltung Flensburg

Liebe Flensburger*innen, wir möchten Sie hier über die aktuelle Situation in Flensburg informieren.

08.01.21

Fallzahlen – Stand: 17.45 Uhr

609 nachweislich Infizierte, 452 genesen, 9 Verstorbene, 420 Verdachtsfälle in Quarantäne

Inzidenz: 109, Inzidenz für den 09.01.2021: 121

Zahl der im Flensburger Impfzentrum geimpften Personen: 300

Die Zahl der Impfungen ist abhängig von der vom Land Schleswig-Holstein bereitgestellten Impfstoffmenge.

Mehr Informationen auf der Corona-Seite der Stadt Flensburg

 

 

Jetzt gibt´s was auf´s Dach – Mieterstrom der Stadtwerke Flensburg für Mieter und Vermieter

Preiswerter und grüner Strom vom Dach für alle Hausbewohner

Flensburg: Mit dem Gesetz zur Förderung von Mieterstrom profitieren jetzt Mieter und Vermieter gemeinsam von den Vorteilen der Energiewende, wenn sie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ihres Mietshauses installieren. Das Produkt dazu mit der kompletten Umsetzung von der Beratung bis zur späteren Abrechnung liefern die Stadtwerke Flensburg.

Sie sind gleich ganz am Anfang bei der Konzeption und Beratung dabei, denn jede Photovoltaikanlage (PV) ist ein individuelles Projekt, dass auf die speziellen Rahmenbedingungen angepasst werden muss. Im zweiten Schritt folgt die Realisierung, d.h. der Bau der PV-Anlage auf dem Dach des Hauses mit Unterstützung der Stadtwerke. Und sobald alles steht und der erste umweltschonende Strom fließt, erfolgt die Abrechnung auf Basis des Mieterstromgesetzes, die die Stadtwerke ebenfalls für Mieter und Vermieter übernehmen.

Oliver Rein, Leiter des Bereiches Dienstleistungen bei den Stadtwerken: „Das Prinzip dabei ist ganz einfach: Der Vermieter investiert in eine Photovoltaikanlage auf dem Dach seines Mietshauses. Der dort produzierte umweltfreundliche Öko-Strom wird direkt an seine Mieter geliefert. Da der Strom direkt vor Ort produziert und verbraucht wird, nutzt er nicht die Stromnetze. Dadurch entfallen Kostenbestandteile, die sonst im Strompreis enthalten sind, wie Netzentgelte, Konzessionsabgaben, Umlagen und Stromsteuer. Lediglich die EEG-Umlage wird in voller Höhe fällig.“

Kann der Strom nicht von den Mietern verbraucht werden, weil gerade kein Bedarf vorliegt, wird er in das Stromnetz eingespeist und nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vergütet. Benötigen die Mieter mehr Strom als die Anlage erzeugt, dann werden sie aus dem Netz versorgt.

Frank Feustel, Vertrieb Stadtwerke Flensburg, führt einige weitere Vorteile des Mieterstroms für den Eigentümer der Immobilie an: „Der Vermieter erhöht mit der PV-Anlage den Wert seines Vermietobjektes, tut etwas für sein Image, denn er leistet einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und kann sich den Mieterstrom im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) anrechnen lassen.“

Für die Mieter ist das Mieterstrommodell ebenfalls sehr vorteilhaft. Sie zahlen für den Mieterstrom weniger als für herkömmliche Stromprodukte. Die Strom-Ersparnis für einen Zwei-Personen-Haushalt kann dann schnell 40 bis 50 Euro pro Jahr betragen. Und der Mieter tut aktiv etwas für die Energiewende: Er bezieht Ökostrom aus der Sonne direkt vor Ort und belastet nicht die Stromnetze.

Übrigens, ein ähnliches Modell mit grünem Strom vom Dach bieten die Stadtwerke auch für Unternehmen, öffentliche Träger und Institutionen nicht nur in Flensburg an!

Siehe hierzu den folgenden Artikel:

Stadtwerke Flensburg steigen in das Geschäft mit der Photovoltaik ein – Mit einem neuen Pachtmodell für Photovoltaik-Anlagen wollen die Stadtwerke dem grünen Strom weiter auf die Sprünge helfen
https://akopol.wordpress.com/2016/08/24/stadtwerke-flensburg-steigen-in-das-geschaeft-mit-der-photovoltaik-ein/

 

Stadtwerke Flensburg mit einem zukunftsweisenden Ökostrom-Modell für Mehrfamilienhäuser

Mieterstrommodell – die große Unbekannte

Flensburg: Die Stadtwerke Flensburg haben beim Marktforschungsinstitut Innofact eine Umfrage zum „Mieterstrommodell“ in Auftrag gegeben. Ergebnis: Das Angebot „Mieterstrommodell“ ist 65% der Befragten unbekannt. Und die restlichen 35% haben auch nur eine ziemlich vage Vorstellung davon, was das ist.

Das Prinzip des Mieterstrommodells ist eigentlich ganz einfach: Der Vermieter investiert in eine Photovoltaikanlage auf dem Dach seines Mietshauses. Der dort produzierte, umweltfreundliche Öko-Strom wird direkt an seine Mieter geliefert. Dabei entfallen Kostenbestandteile des Strompreises wie Netzentgelte, Konzessionsabgaben, Umlagen und Stromsteuer. Wird der Strom von den Mietern nicht verbraucht, weil der Bedarf gerade fehlt, wird er in das Stromnetz eingespeist und nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vergütet. Benötigen die Mieter mehr Strom als die Anlage erzeugt, werden sie aus dem Netz versorgt.

Der Vermieter erhöht mit der PV-Anlage den Wert seiner Immobilie und tut etwas für sein Image. Der Mieter zahlt für den Mieterstrom weniger als für herkömmlichen Strom.

Diese Vorteile des Mieterstrommodells sind bei den rund 600 Befragten offensichtlich nicht angekommen. Denn nach einer kurzen Erklärung des Angebotes wurden die Teilnehmer gefragt, ob sie sich grundsätzlich eine Teilnahme am Mieterstrommodell vorstellen könnten. Und nach der Erklärung war das Interesse schon groß: Unabhängig von Alter, Geschlecht und Region können sich etwa zwei Drittel eine Teilnahme an dem Mieterstrommodell vorstellen. Nur 18% der Befragten sprachen sich dagegen aus.

Die Anforderungen, die die Befragten stellten, waren deutlich. Für 78% käme die Teilnahme nur in Frage, wenn dadurch ihre Stromkosten verringert werden. Gleichzeitig gaben 18% der Befragten an, dass sie dafür eine geringe Mieterhöhung akzeptieren würden.

Bei der Frage nach einer eigenen finanziellen Beteiligung der Mieter zeigte sich ein eher gemischtes Bild. Für 30% der Befragten kommt eine Beteiligung in Frage. Gleichzeitig lehnten 41% eine finanzielle Beteiligung ab.

Fazit ist: Mieterstrommodelle sind in Deutschland noch weitestgehend unbekannt. Dennoch ist die Bereitschaft hoch, daran teilzunehmen, wenn die Vorteile erklärt werden.

Solarenergie im Mehrfamilienhaus

Grüner Strom vom Dach für alle Hausbewohner

Mit dem „Mieterstrom“ bieten die Stadtwerke Flensburg im eigenen Netzgebiet die Möglichkeit, mit Solarstrom aus einer Fotovoltaikanlage auch Mietwohnungen zu versorgen.

Denn bisher war der Traum vom grünen Strom aus eigener Solarproduktion nur für Hausbesitzer lukrativ. Mieter haben zum einen oft das Problem, nicht frei über die Dachflächen ihres Gebäudes verfügen zu können. Zum anderen macht ihnen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den Traum von einer CO2-neutralen Energieversorgung schwer. Denn per Gesetz handelt es sich bei der Nutzung von Strom vom Dach einer Mietwohnung nämlich nicht um Eigenstromverbrauch – Letzterer ist aber Voraussetzung für die Vorteile der eigenen FV-Anlage. Nur so winkt die Befreiung von Netznutzungsentgelten und Konzessionsabgaben.
Abhilfe schafft das Mieterstrommodell der Stadtwerke Flensburg. Damit können FV-Anlagen auf den Dächern von Mehrfamilienhäusern installiert und der Strom allen Mietern zur Verfügung gestellt werden. Jede Mieteinheit behält dabei ihren eigenen Stromzähler, allerdings erhält das Gebäude zwei neue Geräte: Ein Zähler erfasst den Solarstrom vom Dach, ein weiterer misst, wie viel Strom zusätzlich aus
dem Netz bezogen beziehungsweise wie viel nicht genutzter Solarstrom eingespeist wird. Die Energie vom Dach wird nach Nutzung auf alle Parteien verteilt und deren Netzbezug reduziert. Mit dem fortschreitenden Einbau smarter Messgeräte wird auch eine exakte Zuordnung möglich sein.
Im Juli hat die Bundesregierung ein Gesetz zum Mieterstrom in Kraft gesetzt. Dies macht den Bau und die Nutzung von FVAnlagen auf Mehrfamilienhäusern für die Vermieter deutlich attraktiver. Sie haben seit dem 25. Juli 2017 einen Förderanspruch und erhalten einen Mieterstromzuschlag zwischen 2,2 Cent/kWh und 3,8 Cent/kWh.

Übrigens, ein ähnliches Modell mit Ökostrom vom Dach bieten die Stadtwerke auch für Unternehmen, öffentliche Träger und Institutionen nicht nur in Flensburg an!

Siehe hierzu die folgenden Artikel:

Stadtwerke Flensburg steigen in das Geschäft mit der Photovoltaik ein – Mit einem neuen Pachtmodell für Photovoltaik-Anlagen wollen die Stadtwerke dem grünen Strom weiter auf die Sprünge helfen
https://akopol.wordpress.com/2016/08/24/stadtwerke-flensburg-steigen-in-das-geschaeft-mit-der-photovoltaik-ein/

Stadtwerke Flensburg installieren vier Photovoltaik-Anlagen auf Schuldächern – Sonnenenergie für nordfriesische Schüler
https://akopol.wordpress.com/2017/10/24/stadtwerke-flensburg-installieren-vier-photovoltaik-anlagen-auf-schuldaechern/

Stadtwerke Flensburg installieren vier Photovoltaik-Anlagen auf Schuldächern

Sonnenenergie für nordfriesische Schüler

Flensburg: Gemeinsam haben der Schulverband Eiderstedt und die Stadtwerke Flensburg Photovoltaikanlagen auf den Dächern von vier Schulen installiert. Die Kooperation erfolgt über ein Pachtmodell. So erzeugen die Schulen umweltfreundlichen Strom aus regenerativer Energie, den sie auch selbst nutzen möchten.

Alle vier Photovoltaikanlagen der Schulen in den nordfriesischen Orten St.-Peter-Ording und Garding werden zusammen rund 100.000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr erzeugen. Der Gesamtverbrauch der Schulen liegt bei rund 133.000 kWh pro Jahr. Rein rechnerisch produzieren die Schulen so drei Viertel ihres Stromverbrauchs selbst vor Ort. Umweltfreundlich und ressourcenschonend.

Dazu Rainer Balsmeier, Schulverband Eiderstedt, „Mich freut es sehr, dass wir mit den von den Stadtwerken errichteten PV-Anlagen unseren Schülern das Energiesparen noch viel bewusster machen und auch praktisch zeigen können, wie das funktioniert. Damit leisten auch wir unseren Beitrag zur Schonung unserer Umwelt.“

Oliver Rein, Abteilungsleiter Dienstleistungen bei den Stadtwerken ergänzt: „Mit den PV-Anlagen sparen die Schulen jährlich rund 65.000 kg CO2 ein. Gleichzeitig entlasten sie durch die Produktion direkt vor Ort auch das stark belastete Stromnetz.“

Das Pachtmodell für Photovoltaikanlagen ist das passende Angebot für Geschäftskunden sowie öffentliche Einrichtungen. Es funktioniert über eine wechselseitige Pacht: Der Kunde überlässt den Stadtwerken das Dach seines Gebäudes zur Installation einer PV-Anlage. Diese pachtet er dann über einen festen Zeitraum und zahlt eine monatliche Pacht. Die produzierte Energie nutzt er für seinen eigenen Verbrauch und senkt somit seine Strombezugskosten. Überschüssigen Strom speist er in das Netz ein und erhält dafür eine festgelegte Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die Stadtwerke übernehmen die Planung, den Bau und die Finanzierung der Anlage in Kooperation mit regionalen Partnern. Eine PV-Anlage rechnet sich insbesondere durch den Eigenverbrauch. Darum wird jede Anlage auf Basis der Verbrauchsstruktur des Kunden individuell geplant und auf eine möglichst hohe Eigenverbrauchsquote hin optimiert.

Bereits ab dem ersten Jahr senkt der Pächter fortan seine Energie-Kosten. Innerhalb der Vertragslaufzeit von 20 Jahren sind hohe Einsparungen bei den Strombezugskosten möglich. Der Clou: Nach Laufzeit-Ende kann die Anlage auf dem Dach des Pächters verbleiben und erzeugt weiter Strom. Da er dann keine Pacht mehr zahlt, produziert die Anlage quasi kostenlosen Strom und die Ersparnis steigt exponentiell an.

Ansprechpartner bei den Stadtwerken Flensburg ist Oliver Rein, Telefon 0461 – 487 1525.

Offener Ganztag an den Flenburger Grundschulen geht neue Wege

Neuorganisation des Offenen Ganztags an den städtischen Grundschulen

Flensburg. In einer gemeinsamen Sitzung des Bildungsausschusses und des Jugendhilfeausschusses am vergangenen Mittwoch wurde die Neuorganisation des Offenen Ganztags an den Flensburger Grundschulen mehrheitlich auf den Weg gebracht. Beide Fachausschüsse folgten damit dem von einer extra eingerichteten Steuergruppe entwickelten Eckpunktepapier, das die zukünftigen Standards zur Qualität und Struktur des Offenen Ganztags an den Grundschulen festlegt.
Im noch zu erstellenden Rahmenkonzept sind insbesondere qualitative Verbesserungen verbindlich aufzunehmen. „Mit der Herabsenkung des Personalschlüssels auf 1:15 und Festlegung der Anforderungen an die Qualifikation des Betreuungspersonals werde den Bedürfnissen der Kinder, der Eltern und auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nunmehr Rechnung getragen“, meint der Vorsitzende des Bildungs- und Sportausschusses Jochen Haut. „Ein wichtiger Schritt für die pädagogische Arbeit bedeute für ihn auch, dass das Bildungsangebot im Ganztag zukünftig mit dem jeweiligen Schulprogramm abgestimmt werden soll.“
Ellen Kittel-Wegner, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, freut sich über eine positive Begleiterscheinung, die mit der Neuorganisation der Ganztagsbetreuung einhergeht:“ Aufbauend auf dem Qualitätssprung in der Kita-Betreuung bringen wir nun auch deutlich mehr Verlässlichkeit in die Schulkindbetreuung. Mit dem neuen Modell bauen wir Kooperationsmöglichkeiten und Netzwerke im Sozialraum aus und ermöglichen für Eltern eine noch viel bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, in dem wir eine höhere Flexibilität der Buchungsmöglichkeiten inklusive Randzeiten ermöglichen.“
Nachdem heute der Finanzausschuss sich ebenfalls mehrheitlich für die Vorlage ausgesprochen hat, geht die Verwaltung davon aus, dass die Neuorganisation nach der Ratsversammlung am 20.07. auf den Weg gebracht werden kann. „Das Eckpunktepapier stellt einen Meilenstein für das den Unterricht an unseren Grundschulen ergänzende Betreuungsangebot dar“, freut sich Bürgermeister Brüggemann, der den gesamten Entwicklungsprozess als Mitglied der Steuergruppe begleitet hat.

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