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Licht ins Dunkel der Drohnenkriege bringen – Mahnwache vor dem Fliegerhorst Schleswig/Jagel am 21.11.2019

Einladung zur Mahnwache mit Laternenumzug

am 21. November 2019 ab 16.00 Uhr
Treffpunkt: Hauptzufahrt zum Fliegerhorst Jagel

Vom Fliegerhorst Jagel aus wird der Drohnenkrieg der Bundeswehr mit der Kampfdrohne Heron I und der bewaffneten Kampfdrohne Heron TP organisiert.

Schon gewußt:

Der CO2-Ausstoß einer Flugstunde eines Kampfflugzeuges Tornado entspricht dem eines Menschen, der 100 Jahre lebt.

Der CO2 Ausstoß bei der Explosion entspricht etwa dem Gewicht des militärischen Sprengstoff TNT,

Um die im Krieg zerstörten Gebäude, Plätze und Straße aufzubauen wird Zement benötigt, für einen Raum von 20 qm etwa 3.000 kg Zement. Bei der Herstellung des Zementes entweicht ebenso viel CO2 in die Atmosphäre. Für den Wiederaufbau der teilweise zerstörten syrischen Stadt Aleppo entsteht dadurch eine Klimabelastung von etwa 3.200.000.000 Kg Co2. Das ist mehr als die 2,5 Millionen Einwohner in 5 Jahren an CO2 ausstoßen. Dabei ist der Energieverbrauch der Baufahrzeuge und der Betonmischer nicht mitgerechnet.

Wir laden Euch herzlich ein, hoffen auf rege Teilnahme an der Mahnwache und beim Laternelaufen. bringt dazu Laternen mit, Sturmlaternen, Kinderlaternen, Gartenfackeln etc. Deren CO2-Ausstoß ist minimal.

Wir bitten um Weiterverbreitung der Einladung.

Den Flyer zur Veranstaltung mit weiteren Informationen gibt es hier

Anfahrtskizze zum Fliegerhorsz Jagel

Mahnwachen gegen Krieg und Militär:

Militär löst keine Probleme, denn im Krieg gibt es nur Verlierer: Menschen, die ihr Leben und ihre Gesundheit verlieren, deren Lebensgrundlagen und Existenzen zerstört werden, dazu gehören auch die Soldat*innen. Auch wenn die Kriege längst vorbei sind, leiden die Menschen immer noch an den Folgen wie Verelendung und politische Instabilität. Kriege sind keine Naturkatastrophen. Kriege werden von Menschen vorbereitet, organisiert und Menschen stellen sich für Kriegshandlungen zur Verfügung. Daher kann Krieg und Militär auch durch Menschen beendet und abgeschafft werden.

Seit dreieinhalb Jahren treffen sich deshalb Menschen aus der Region etwa monatlich am Fliegerhorst Jagel, um gegen die Aufrüstung der Bundeswehr mit Cyberkrieg, Drohnen und Elektronischer Kampfführung mit unterschiedlichen Aktionen zu protestieren. Das Geschwader ist dadurch als todbringende Bundeswehreinheit bekannt geworden. Infos über gelaufene und zukünftige Aktionen gibt es unter jagel.bundeswehrabschaffen.de

DFG-VK Gruppe Flensburg
v.i.S.d.P.: Siglinde & Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

Mahnwache am 19.10.2019 um „Zwei vor Zwölf“ vor dem Fliegerhorst Schleswig/Jagel

Krieg ist gegen die Natur

Sonnabend, 19. Oktober 2019 um 11.58 Uhr, „Zwei vor Zwölf“
Mahnwache vor dem Tor zum Drohnen- und Tornadostandort Jagel bei Schleswig

Militär zerstört Natur,

zum Beispiel:
· im Krieg gegen Syrien und gegen den Irak Einsatz vor allem durch den Einsatz von weißem Phosphor und Uranmunition,
· im Krieg gegen Jugoslawien durch den Einsatz von Uranmunition,
· im Vietnam-Krieg durch Entlaubung des Dschungels und Napalm,
· durch die Atomwaffeneinsätze in Hiroshima und Nagasaki

Krieg, Militär und Rüstungsindustrie sind Hauptverursacher von Treibhausgasemissionen, Feinstaubbelastungen und Umweltkatastrophen weltweit. Im Kyoto Protokoll und den anderen UN-Klimadokumenten einschließlich der Charta von Paris wurden diese von den Regierungen, auf Druck der NATO-Staaten, allerdings absichtlich ausgeklammert und in Statistiken nicht extra ausgewiesen. Treibhausgase von Miltärflugzeugen und –fahrzeugen werden dem Verkehr zugeschrieben. Treibhausgase ´aus der Kriegswaffenproduktion werden der Industrie zugeschrieben.
Staatliche Militärapparate gehören zu den größten Verbrauchern von Energie und anderen Ressourcen und verschlingen jährlich weltweit 1,8 Billionen Dollar an Rüstungsausgaben, etwa 250 Dollar pro Einwohner, mehr als ein Mensch im Südsudan zum Leben hat. Dabei sind Privat- und Söldnerarmeen noch nicht einmal mitgerechnet. Die Armeen weltweit verursachen enorme Mengen an klimaschädlichen Emissionen: bei der Produktion, dem Handel, Export und Transport von Waffen, bei Manövern und vor allem durch Kriegseinsätze selbst und bei den Besatzungen.
Die Emissionen der Bundeswehr steigen mit den zunehmenden Auslandseinsätzen, mit der wachsenden Kriegslogistik der Bundeswehr und mit dem angestrebten Ausbau der Streitkräfte und der Militärausgaben.
Die militärbedingten Emissionen entstehen nicht nur durch die unglaublich vielen Flugstunden der Kampfjets in Kriegseinsätzen in unserem heutigen Zeitalter der luftgestützten Kriegsführung. Bei Einsätzen werden Drohnen nund Aufklärungsflugzeuge in die Luft geschickt. Die damit verbundenen Bombardierungen setzen zusätzliche Treibhausgase, Feinstaub und Gifte frei.

Militärische Aktionen müssen tagtäglich eingeübt werden. Eine Flugstunde des Jagdflugzeugs Eurofighter erzeugt mit 11 Tonnen Kohlenstoffdioxid so viel, wie durchschnittlich eine in Deutschland lebende Person im gesamten Jahr produziert. Eine Flugstunde des Mehrzweckkriegsflugzeugs Tornado erzeugt mit 12 Tonnen Kohlendioxid so viel, wie ein Diesel-PKW mit 1.500 Fahrstunden.

Nicht nur die Luftwaffe, auch die Marine, Landstreitkräfte und das Cyber-Kommando produzieren Kohlendioxid. Ein Kampfpanzer Leopard 2 wiegt zwar nur 35mal so viel wie ein Diesel-PKW (VW Passat), verbraucht aber einhundertmal so viel Kraftstoff pro Kilometer.

Die Bundeswehr ist bei 18 Auslandseinsätze weltweit mit ihren umweltschädlichen Kriegsschiffen Kriegsflugzeugen und Fahrzeugen dabei. 2018 gab es 24 Kriege und bewaffnete Konflikte. Doch nicht nur die Ein- und Ausübung von Krieg beschleunigen die Erderwärmung. Es sind auch die Unfälle, die damit einhergehen. Vor einem Jahr, im September 2018, brannte wochenlang ein Moor im Emsland. Die Ursache war eine Raketenschießübung der Bundeswehr auf einem Truppenübungsplatz. Dieser eine Fehlschuß verursachte einen wochenlang nicht zu löschenden Brand und setzte enorme Mengen an Treibhausgasen und Feinstaub frei, mehr als durch alle steuerfinanzierten CO2-Einsparmaßnahmen eines ganzen Jahres vermieden wurden.

Das ist kein Einzelfall und erstaunt nicht, denn die Bundeswehr übt ständig den Krieg und die Zerstörung ein: Die Zerstörung von menschlichen Leben, die Zerstörung der Umwelt und die Zerstörung des Klimas! Nichts ist zerstörerischer als die Militär und Rüstungsindustrie. Zerstörung ist ihre Aufgabe, es ist ihr Wesenskern.
Militäraktionen zerstören nachhaltig. In der Nord- und Ostsee sind nach dem Zweiten Weltkrieg mehr als 1,6 Millionen Tonnen Munition versenkt worden. Darunter sind auch chemische Waffen. Die voranschreitende Korrosion setzt Giftstoffe frei.

Selbst ein begrenzter Atomkrieg, z.B. zwischen Indien und Pakistan würde durch die enorme Feinstaubbelastung in der Atmosphäre einen sofortigen radikalen Klimawandel auslösen, nur in die andere Richtung: Nuklearer Winter mit der Folge von fehlenden Ernten und Verhungern aller Menschen auf der Erde.

Die Bundesregierung redet davon, dass der Klimawandel Kriege hervorrufen wird. Die Bundesregierung redet von Klimaschutzmaßnahmen und von von der Bundeswehr, die dabei hilfreich sein soll. Jetzt soll die Bundeswehr in Thüringen, in Bayern und in Sachsen-Anhalt in den Wäldern eingesetzt werden, um abgestorbene Bäume fortzuschaffen und gegen den Borkenkäfer vorzugehen. Doch Militär ist kein Waldschutz! Kriege verschärfen den Klimawandel, das Militär ist und kann kein Klimaschutz sein.

Die Abschaffung der Bundeswehr – das ist Klimaschutz!

Postkartenaktion zur Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages der Vereinten Nationen.

Keine neuen Atomwaffen ! Keine „nukleare Teilhabe“!
Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen!

Wir verteilen diese Postkarten, die sich an die Parteien des schleswigholsteinischen Landtages richten. Es werden die Politiker*innen dieser Parteien damit aufgefordert, sich über die Ländervertretung dafür einzusetzen, dass die Bundesrepublik Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet.
Statt atomarer Abrüstung erleben wir weltweit eine wachsende atomare Unsicherheit. Während abgeschlossene Rüstungskontroll- und Abrüstungsmaßnahmen für Atomwaffen aufgekündigt werden, weigert sich die Bundesregierung bislang, dem Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen von 2017 beizutreten.
Über 70 Staaten haben ihn unterzeichnet und die ersten 26 Staaten haben den Vertrag bereits ratifiziert: Der Heilige Stuhl, Guayana, Thailand, Mexico, Cuba, Palästina, Venezuela, Palau, Österreich, Vietnam, Costa Rica, Nicaragua, Uruguay, Neuseeland, Cook Island, Gambia, Samoa, San Marino, Vanuatu, St. Lucia, El Salvador, Südafrika, Panama, St. Vincent und die Grenadinen, Bolivien, Kasachstan……. und es werden immer mehr. Es wäre ein wichtiges friedenspolitisches Signal wenn der NATO-Staat Bundesrepublik Deutschland sich diesen Staaten anschließt und den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet.
Die Stadt Flensburg hat sich dem ICAN-Städteappell für die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages bereits angeschlossen.
Damit dieser Appell nicht alleine steht, ist es notwendig, daß sich auch viele Flensburgerinnen und Flensburger persönlich dafür einsetzen:
Die Entwicklung neuer atomarer Waffensysteme mit flexibleren Einsatzmöglichkeiten zu verhindern und dafür zu sorgen, dass die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen unterschreibt und der Bundestag ihn ratifiziert. Das können Sie mit der Postkartenaktion zum Ausdruck bringen.
Wenn es nicht gelingt, die Entwicklung und Anschaffung neuer und flexibler Atomwaffen zu verhindern, wird der vorsätzliche Einsatz von neuen atomaren Massenvernichtungswaffen damit wahrscheinlicher. Die Gefahr versehentlicher, atomarer Kettenreaktionen bei kriegerischen oder krisenhaften Eskalationen unter Beteiligung der Atommächte nimmt deutlich zu. Durch die atomare Aufrüstung werden notwendige Ressourcen vergeudet, die zum Kampf gegen die Umweltzerstörung, Klimaschutz und weltweite Armutsbekämpfung notwendig wären

Das Flugblatt zur Aktion gibt es hier: Flugblatt zur PostkarteFL

Krieg beginnt in Jagel – Statt immer neuer Kriege: Frieden schaffen ohne Waffen

Seit 2015 treffen sich Kriegsgegner*innen etwa einmal im Monat zu einer Protestaktion am Fliegerhorst Jagel. Inzwischen wissen immer mehr politisch Interessierte in Schleswig-Holstein, dass von Jagel Krieg ausgeht. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir daran arbeiten, im Rest der Republik bekannt zu machen, dass Jagel zum zentralen Drohnenstandort der Bundeswehr ausgebaut wird.

Dagegen wollen wir gemeinsam mit ihnen protestieren.

Wir fordern Verzicht auf Krieg als Mittel der Politik und deswegen:
Fordern wir allgemeine und vollständige Abrüstung.

Wir wollen bei uns beginnen und die Bundeswehr abschaffen.
Wir fordern, die Schließung des Fliegerhorst Jagel, der für die Kriegseinsätze der Bundeswehr als Dreh- und Angelpunkt permanent für weitere Kriegseinsätze ausgebaut wird.
Wir fordern, damit aufzuhören, die Bundeswehr mit Drohnen auszurüsten.
Wir fordern den Verzicht auf Werbung für den Soldatenberuf und Verzicht auf die Rekrutierung neuer Soldatinnen und Soldaten als Schritt zur Abrüstung.

Anfahrt:
Mit der Bahn: Bahnhof Schleswig dann ca. 4 km B77 Richtung Jagel
Bus vom Bahnhof Schleswig nach Jagel um 11:18 Uhr
Mit dem Auto: Autobahn 7 Abfahrt Schleswig-Jagel, B77 Richtung Jagel

Den Einladungsflyer für den 19.10. mit der Anfahrtskizze zum Fliegerhorst gibt es hier: https://akopol.files.wordpress.com/2019/09/krieg-ist-gegen-die-natur-1.pdf

Mahnwachen gegen Krieg und Militär: Regelmäßig protestieren KriegsgegnerInnen mit unterschiedlichen Aktionen am Fliegerhorst. Das Geschwader ist dadurch als todbringende Bundeswehreinheit bekannt geworden. Infos über gelaufene und zukünftige Aktionen gibt es unter jagel.bundeswehrabschaffen.de

DFG-VK Gruppe Flensburg
v.i.S.d.P.: Dr. Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

Fest der Solidarität am 21.09.2019 im Hafermarkt in Flensburg

Samstag, 21. September um 20:00 Uhr
Hafermarkt Flensburg
Heinrichstrasse 8, 24937 Flensburg

Am 21.09.2019 öffnet der Hafermarkt Flensburg (Heinrichstraße 8) um 20 Uhr seine Türen, um viele Gäste zu einem Fest der Solidarität einzuladen.

Unsere Solidarität gilt dem Befreiungskampf der Kurdinnen und Kurden in Rojava / Nordsyrien, die sich in der großen Gefahr eines militärischen Angriffs der Türkei befinden. Die Erlöse dieses Festes gehen an die Organisation Heyva Sor a kurd, die eine medizinische Infrastruktur und Versorgung der Bevölkerung in Rojava / Nordsyrien aufbauen will.

Musikalisch wird der Abend ab 21 Uhr von Koma Car Demsal (Kiel) und Safarband (Kiel) begleitet. Gemeinsam möchten wir die kurdische Kultur feiern und unsere Solidarität mit dem Befreiungskampf in Rojava zum Ausdruck bringen. Wir freuen uns auf viele Gäste!

Veranstalter: RASH Flensburg https://www.facebook.com/rash.flensburg/ und Solidaritätskomitee Rojava

Wohn- und Kulturprojekt Hafermarkt auf Facebook: https://www.facebook.com/hafermarkt/

 

 

 

Mahnwache am Hafen von Damp am 25.05.2019

Keine Kriegsvorbereitung, Ostsee entmilitarisieren!

Sonnabend, 25. Mai 2019 ab 11.00 Uhr

Die deutsche Marine zerstört das Leben in der Ostsee auch ohne Krieg

Die Ostsee ist ein gefährdetes Binnenmeer. Außer der militärischen Bedrohungen durch Großmanöver leidet sie unter zahlreichen Umweltbelastungen. Die Bundeswehr will in diesem Jahr Anspreng- und Beschussversuche, Unterwassersprengungen an einer ausgemusterten Fregatte F122 vor Damp durchführen. Das gefährdet die empfindliche Meeres-Flora und Fauna und bedroht insbesondere Meeressäuger, wie die Schweinswale.Mehr und ausführlichere Informationen zur Aktion in Damp auch in dem Flyer: MarinerüstungA4quer

Dazu auch der Bericht des NDR vom 15.3.2019: Ostsee: Streit um Sprengversuche geht weiter von Julia Weigelt
Eine ausgemusterte Fregatte der Bundeswehr soll beschossen werden, um Erkenntnisse zur Schiffssicherheit zu gewinnen. Die Versuche vor der schleswig-holsteinischen Ostseeküste mussten – auch wegen Protesten von Anwohnern – schon zwei Mal verschoben werden. Weiterlesen unter: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Streit-um-Marine-Ansprengversuche-geht-weiter,streitkraefte534.html

Veranstalter: DFG-VK
v.i.S.d.P.: Siglinde & Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

 

 

 

 

 

8. Dänisch-deutscher Musikschultag am 25. Mai 2019 in Haderslev/DK

Am Samstag den 25. Mai 2019 von 10-17 Uhr richtet Haderslev den 8. Deutsch-dänischen Musikschultag aus. Die Stadtmitte ist an diesem Tag Austragungsort für ein musikalisches Fest mit knapp 1.400 Musikschülerinnen und –schülern aus der Kulturregion Sønderjylland-Schleswig, die zusammen über 60 Stunden Musik darbieten. Der Eintritt zu allen 11 Bühnen, ob draußen oder drinnen, ist frei.

Aus jeder der sieben teilnehmenden Musikschulen der deutsch-dänischen Grenzregion kommen große Gruppen von Schülerinnen und Schülern in die Stadt. Auch von der Musikschule Flensburg sind wieder viele Ensembles und Orchester dabei. Als besonderes Highlight tritt ein deutsch-dänisches Streicherprojekt mit über 100 Schülern mit einem extra einstudierten Programm auf. Gabriel Koeppen, Leiter der Musikschule Flensburg, spricht von einer bundesweit einmaligen grenzübergreifenden Kooperation: ”Die beteiligten nördlichen Musikschulen treffen sich über die Grenzen hinaus, um die Qualität und Vielfalt ihrer Arbeit zu präsentieren”.

Ganze 92 Events beinhaltet das Programm, das alle Genres abdeckt: von Rock und Pop über Weltmusik und Elektro bis Klassisch. Die Veranstaltung wird offiziell um 10 Uhr auf der Hauptbühne auf dem Platz „Gravene“ eröffnet. Der Musikschulleiter Jesper Ry Jørgensen heißt die Gäste willkommen und Kjeld Thrane (Zweiter Vorsitzender des Kulturausschusses Sønderjylland-Schleswig sowie Vorsitzender der Kultur- und Freizeitausschusses der Haderslev Kommune) wird die Eröffnungsansprache halten.
Umrahmt werden die vielen Musikerlebnisse unter anderem durch Cafés und Restaurants mit Außenplätzen und unterschiedlichen Aktivitäten. Die Läden der Stadt erwarten ihre Kunden mit
verlängerten Öffnungszeiten. Außerdem werden am Kannikepladsen einige der 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung vorgestellt. Der Musikschultag endet um 16:30 Uhr auf der Hauptbühne.

Hilfreiche Links für Teilnehmer und Besucher:

Hintergrund des Musikschultags

Der Deutsch-dänische Musikschultag ist das Ergebnis der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der sieben Gebietskörperschaften Stadt Flensburg, Kreis Schleswig-Flensburg und Kreis Nordfriesland auf deutscher Seite sowie der dänischen Kommunen Tønder, Aabenraa, Sønderborg und Haderslev auf der dänischen.
Im Rahmen dieser Kooperation findet jährlich der Musikschultag statt, der wechselweise bei einem der sieben Partner stattfindet. Die Musikschülerinnen und –schüler aus der gesamten Region spielen in der Gastgeberstadt auf 10-15 Bühnen Musik.
Der Musikschultag ist ein Projekt der Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig. Die Kulturvereinbarung der Kulturregion Sønderjylland-Schleswig begreift sich als eine Plattform zur regionalen Zusammenarbeit, die darüber hinaus aber auch eine europäische Dimension beinhaltet.

Info

Datum: 25. Mai, 10-17 Uhr
Ort: Auf 11 Bühnen in der Stadtmitte von Haderslev – In der Apotekergade 11, 6100 Haderslev ist
ein Infocenter eingerichtet.
Teilnehmer*innen: 1.400 Schülerinnen und Schüler aus der Kulturregion Sønderjylland-Schleswig
Das Programm online:
https://issuu.com/haderslevmusikskole/docs/dansktyskmusikskoledag_program_apri
App (ab KW21): http://dtm.haderslevmusikskole.dk

Weitere Informationen:  https://www.kulturfokus.de/kulturregion/kulturvereinbarungsoenderjylland-schleswig/

Region Sønderjylland- Schleswig
Lyren 1 ● DK-6330 Padborg
Tel. +45 7467 0501 ● Fax +45 7467 0521
www.region.dkwww.region.dewww.pendlerinfo.org
www.kulturfokus.dkwww.kulturfokus.de

„Sport statt Krieg“ – Mahnwache und Aktion am 25.05.2019 vor dem Fliegerhorst Schleswig/Jagel

Krieg beginnt in Jagel – Wir laufen für den Frieden

Sonnabend, 25. Mai 2019 um 10.00 Uhr

Mahnwache vor dem Tor zum Fliegerhorst Jagel bei Schleswig

Vom Fliegerhorst Jagel geht Krieg aus

Auch am 25. Mai 2019, wenn hunderte Läufer*innen bei ihrem 10 mal 10 km Staffellauf von Husum nach Damp in Schleswig-Holstein eine Strecke über das längste Rollfeld des Fliegerhorstes laufen, beteiligen sich SoldatInnen aus Jagel an Kriegen. Während hunderte SportlerInnen mit ihrem Staffellauf die engste Region zwischen Nord- und Ostsee mit Leben erfüllen, bringen Soldat*innen aus Jagel Tod, Krankheit und Elend nach Afghanistan, Irak, Syrien und Mali.

Kampfdrohnen für das Geschwader aus Jagel

Schon jetzt ist das taktische Luftwaffengeschwader aus Jagel die einzige Einheit der Bundeswehr, die für die Drohnen Heron 1 und G-Heron-TP zuständig ist. Seit Februar 2019 werden Drohnenpiloten und Waffensystemoffiziere vom Standort Jagel in Islrael an der Kampfdrohne G-Heron-TP ausgebildet. Damit schreitet die Automatisierung der Kriegsführung weiter fort. Die Aufrüstung der Bundeswehr mit dieser Kampfdrohne kostet uns Steuerzahlern etwa eine Milliarde Euro.

Kaum Geld für Sport

Für Sporthallen, Schwimmhallen, Sportplätze und die Förderung des Breitensports stehen diese Steuermittel nicht zur Verfügung. Sportförderung ist in Deutschland Ländersache: Schleswig-Holstein gibt für Sportförderung 20 Millionen Euro aus. Ministerin Monika Heinold bezeichnet die „Entscheidung, 20 Millionen Euro für Spitzen- wie Breitensport zu mobilisieren, ist ein großer Wurf. Der echte Norden ist ein echtes Sportland. Die Jamaika-Koalition möchte, dass das so bleibt.“ Es sind aber gerade einmal Zwei Prozent der Kosten der Drohne.

In Schleswig-Holstein gibt es 2.555 Sportvereine. Diese sind alle zusammen so viel wert wie ein halbes Promille des Drohnenprojektes. Innenminister Hans-Joachim Grote sagt stolz: „Allein in diesem Jahr hat das Land den Breitensport im echten Norden mit 560.000 Euro unterstützt. Das ist die höchste Förderung des Breitensports in Schleswig-Holstein, die es bislang gegeben hat“

Tarnbegriff Aufklärung

Bisher verstecken Bundeswehr und Bundesregierung ihre Beteiligung an Kriegen hinter dem Tarnbegriff „Aufklärung“. Militärische Aufklärung geht aber jeder gezielten Tötung, jedem Kriegsgeschehen voraus. Seit zehn Jahren liefern Soldatinnen und Soldaten des Luftwaffengeschwaders „Immelmann“ aus Schleswig-Jagel Daten für militärische Lagebilder, die von Tornados und Drohnen gewonnen werden. Diese Daten sind die Grundlage für die Bombardierung. Die Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten aus Jagel sind dadurch mitverantwortlich für die tödlichen Folgen der Kriegshandlungen.

Statt immer neuer Kriege:

Frieden schaffen ohne Waffen

Den Einladungsflyer für den 26.05. mit ausführlichen Informationen zur Aktion am Fliegerhorst gibt es hier: SportStattKrieg250519

Mehr Informationen unter: www.bundeswehrabschaffen.de

DFG-VK Gruppe Flensburg
v.i.S.d.P.: Siglinde & Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

 

 

Mahnwache am 19.01.2019 um „Zwei vor Zwölf“ vor dem Fliegerhorst Schleswig/Jagel und Filmvorführung

Qualitative Abrüstung der Bundeswehr – Fliegerhorst Schleswig-Jagel schließen!

Mahnwache und Filmvorführung

am Sonnabend, den 19. Januar 2019
11:58 Uhr Mahnwache vor dem Tor zum Fliegerhorst Jagel bei Schleswig
13:30 Uhr Film zur Tätertraumatisierung in der Pizzeria Sole Mio, Jagel, Bundesstraße 37

Zum 36. Mal lädt die Deutsche Friedensgesellschaft– Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen zu ihrer Mahnwache am Sonnabend, den 19. Januar 2019 wieder um „Zwei vor Zwölf“, 11.58 Uhr am Drohnen- und Tornadostandort Jagel ein. Im Anschluß daran laden wir zu einer Filmvorführung um 13.30 Uhr in der Pizzeria Sole Mio, Bundesstraße 37 in Jagel ein.

Krieg beginnt in Jagel – Statt immer neuer Kriege: Frieden schaffen ohne Waffen

Seit 2015 treffen sich Kriegsgegner*innen etwa einmal im Monat zu einer Protestaktion am Fliegerhorst Jagel. Inzwischen wissen immer mehr politisch Interessierte in Schleswig-Holstein, dass von Jagel Krieg ausgeht. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir daran arbeiten, im Rest der Republik bekannt zu machen, dass Jagel zum zentralen Drohnenstandort der Bundeswehr ausgebaut wird.

Dagegen wollen wir gemeinsam mit ihnen protestieren.

Wir fordern Verzicht auf Krieg als Mittel der Politik und deswegen:
Fordern wir allgemeine und vollständige Abrüstung.

Wir wollen bei uns beginnen und die Bundeswehr abschaffen.
Wir fordern, die Schließung des Fliegerhorst Jagel, der für die Kriegseinsätze der Bundeswehr als Dreh- und Angelpunkt permanent für weitere Kriegseinsätze ausgebaut wird.
Wir fordern, damit aufzuhören, die Bundeswehr mit Drohnen auszurüsten.
Wir fordern den Verzicht auf Werbung für den Soldatenberuf und Verzicht auf die Rekrutierung neuer Soldatinnen und Soldaten als Schritt zur Abrüstung.
Wir fordern eine medizinische Versorgung und Entschädigung traumatisierter Soldatinnen und Soldaten und Schutz vor der Retraumatisierung, sie erneut in den Krieg zu schicken.

Soldat*innen werden im Krieg traumatisiert

Auch wenn in unserem Protest gegen den Krieg immer die Opfer der Kriegführung der Bundeswehr mit Drohnen und Elektronischer Kampfführung im Bewusstsein bleiben sollten: es wäre falsch, anzunehmen, dass die Soldat*innen, die den Krieg vom sicheren Standort in Deutschland aus führen, dieses unbeschadet tun können. Es gibt ernstzunehmende Hinweise darauf, dass die psychische Belastung von Bildauswertern, die am Krieg der Bundeswehr beteiligt sind, noch größere Auswirkungen hat, als bei den Soldat*innen, die vor Ort im Einsatz sind.
Ein Bundeswehrpsychiater erklärte dies damit, daß die Soldat*innen vor Ort wenigstens das Gefühl haben, sie könnten selbst etwas tun, während die vor dem Bildschirm dem, was sie sehen, ausgeliefert sind, ohne eingreifen zu können. Kein untergebener Soldat weiß, welche Konsequenzen ihre Auswertungsergebnisse haben werden, wenn sie sie pflichtgemäß melden. Aber auch Soldat*innen, die Krieg direkt ausgesetzt sind und erleben, wie ihre Kamerad*innen verletzt oder getötet werden oder selber verletzt werden, sind traumatisiert.
Vor 15 Jahren waren es gerade einmal 100, vor zehn Jahren schon 466 Soldat*innen, die pro Jahr im
Bundeswehrkrankenhaus wegen posttraumatischer Belastungsstörung behandelt werden mussten. Seit 2012 sind es immer über 1000 Behandlungen gewesen und das bei stetig steigendem Bedarf. Die medizinischen Versorgungsstrukturen der Bundeswehr sind auf die zunehmende Zahl der durch ihren Kriegseinsatz psychisch erkrankten Soldaten kaum vorbereitet. Nach Presseberichten unter Berufung auf das Bundesverteidigungsministerium sind nur drei Viertel der vorgesehenen Stellen in den psychiatrischen Abteilungen der Bundeswehrkrankenhäuser besetzt. Zudem würden nur 48 der eingeplanten 160 Betten auch tatsächlich zur Verfügung stehen. Die Zahl der Behandlungen von Soldat*innen durch zivile Psychiater und Psychotherapeuten hat sich mehr als verfünffacht (von 1564 im Jahr 2011 auf 7836 im vergangenen Jahr).
Nach der Mahnwache zeigen wir zu diesem Thema den Film „Ausgedient“. Der Filmemacher Michael Richter begleitete über zwei Jahre lang Bundeswehrsoldaten, die traumatisiert aus dem Auslandseinsatz zurückgekehrt sind. Er zeigt die Soldaten bei der Arbeit, zu Hause, beim Spaziergang im Park, bei der Therapiesitzung im Bundeswehrkrankenhaus. Die Soldaten beschreiben in Interviews, was ihnen im Einsatz widerfahren ist und wie sich ihr Leben dadurch verändert hat. Gegen ihre zum Teil erschütternden Schilderungen schneidet Richter Szenen aus der Ausbildung einer Bundeswehrkompanie, die auf ihren Einsatz in Afghanistan vorbereitet wird. Für diese Soldaten ist der Krieg noch weit weg.

Nachtrag: Wer nicht an der Mahnwache teilnehmen und ebensowenig den Film im Sole Mio sehen konnte, kann ihn jederzeit auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung ansehen http://www.bpb.de/mediathek/217271/ausgedient oder einfach unten auf das Bild klicken.

Hinweis zur Gewaltdarstellung: Der Film zeigt an mehreren Stellen drastische Bilder von toten und verwundeten Soldaten nach Sprengstoffanschlägen, die auf Bundeswehrangehörige in Auslandseinsätzen verübt wurden.

Anfahrt:
Mit der Bahn: Bahnhof Schleswig dann ca. 4 km B77 Richtung Jagel
Bus vom Bahnhof Schleswig nach Jagel um 11:18 Uhr
Mit dem Auto: Autobahn 7 Abfahrt Schleswig-Jagel, B77 Richtung Jagel

Den Einladungsflyer für den 19.01. mit der Anfahrtskizze zum Fliegerhorst und zur Pizzeria Sole Mio gibt es hier 

Mahnwachen gegen Krieg und Militär: Regelmäßig protestieren KriegsgegnerInnen mit unterschiedlichen Aktionen am Fliegerhorst. Das Geschwader ist dadurch als todbringende Bundeswehreinheit bekannt geworden. Infos über gelaufene und zukünftige Aktionen gibt es unter jagel.bundeswehrabschaffen.de

DFG-VK Gruppe Flensburg
v.i.S.d.P.: Dr. Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

Mahnwache mit Musik und Tanz am 15.12.2018 vor dem Fliegerhorst Schleswig/Jagel

Tanz auf dem Vulkan

Vom Fliegerhorst Jagel bei Schleswig geht Krieg aus. In Afghanistan, Mali, dem Irak und Syrien beteiligen sich SoldatInnen des Luftwaffengeschwaders mit Drohnen und Kampfflugzeugen am Kriegsgeschehen. Wir begegnen Tod und Zerstörung, die von Jagel ausgehen mit unserer Lebensfreude, mit Musik und
Tanz.

Das Geschwader vom Fliegerhorst Jagel kann nicht mehr heimlich Krieg führen

Seit dreieieinhalb Jahren können die Bundeswehrspione vom Fliegerhorst Jagel nicht mehr ohne öffentliche Proteste Krieg führen. Etwa monatlich erklären KriegsgegnerInnen aus der Region auf Mahnwachen vor der Hauptzufahrt zum Fliegerhorst, wie sich das dortige Bundeswehrgeschwader an Kriegen beteiligt.
Im Afghanistankrieg lenken SoldatInnen aus Jagel seit 2010 Großdrohnen. Davor lieferten sie mit Tornados Zielkoordinaten – das Bombardieren übernahmen dann die Verbündeten aus Großbritannien und den USA. Auch im Malikrieg spionieren SoldatInnen aus Jagel mit Großdrohnen Ziele aus – die Bildauswertung für diesesKriegsgebiet geschieht auf dem Fliegerhorst Jagel.

Wir wissen um die Grausamkeiten, die vom Fliegerhorst Jagel ausgehen – und dennoch lassen wir uns unsere Lebensfreude nicht nehmen, wir singen und tanzen.

Angeleitete Volkstänze aus Europa

Auf der Jahresabschlussmahnwache am 15. Dezember 2018 wollen wir vor dem Tor zum Fliegerhorst gemeinsam tanzen.

Gemeinsame Fahrt zur Tanzmahnwache in Jagel

Anfahrt mit dem Auto: Autobahn 7 Abfahrt Schleswig-Jagel, B77 Richtung Jagel. Knapp 1km hinter dem Autohof Jagel geht es rechts zum Flughafen.

Von Hamburg aus fahren einige KriegsgegnerInnen gemeinsam mit der Bahn. Anmeldung per E-Mail: erikarudolph@gmx.de.

Wer von Flensburg aus eine Mitfahrgelegenheit benötigt, meldet sich bitte bei flensburg@bundeswehrabschaffen.de an. Weitere Informationen bei:
www.jagel.bundeswehrabschaffen.de

Mahnwachen gegen Krieg und Militär: Regelmäßig protestieren KriegsgegnerInnen mit unterschiedlichen Aktionen am Fliegerhorst. Das Geschwader ist dadurch als todbringende Bundeswehreinheit bekannt geworden. Infos über gelaufene und zukünftige Aktionen gibt es unter jagel.bundeswehrabschaffen.de

Den Einladungsflyer für den 15.12. mit der Anfahrtskizze zum Fliegerhorst gibt es hier

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Flensburg
Dr. Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

Licht ins Dunkel der Drohnenkriege bringen – Mahnwache vor dem Fliegerhorst Schleswig/Jagel am 15.11.2018

Einladung zur Mahnwache mit Laternenumzug

am 15. November 2018 ab 16.00 Uhr
Treffpunkt: Hauptzufahrt zum Fliegerhorst Jagel

Mit Spionagedrohnen beteiligt sich die Bundeswehr an Kriegen.

Angriff auf einen zivilen Konvoi – Bild aus NATIONAL BIRD, Dokumentarfilm von Sonia Keenebeck, Wim Wrenders & Errol Morris

Im Krieg in Afghanistan lieferte die Drohne Heron I seit 2010 Bilder und Videos, aus denen Lagebilder und Lagepläne erstellt und Ziele ausgewählt wurden, die danach mit Bomben und Raketen der beteiligten NATO-Armeen zerstört worden sind.
Seit 2016 ist die Drohne Heron I ununterbrochen im Krieg in Mali eingesetzt. Auch hier liefert sie in „Echtzeit“ Bilder und Videos, die über die Satellitenempfangsstation Gelsdorf mit schneller Datenleitung nach Jagel geschickt werden. An diesem Standort beschäftigen sich die Soldatinnen und Soldaten rund um die Uhr mit der Auswertung dieser Bilder. Ihre Aufgabe besteht darin, sich Bilder mit Kriegshandlungen anzusehen: zerstörte Häuser, verletzte und getötete Menschen. Diese Bilder sind real, sie sind zeitgleich aufgenommen worden, um in Echtzeit zur Auswertung zu kommen. In Jagel werden die Drohnendaten in verwertbare Bilder übersetzt, zusammen mit anderen Informationen werden daraus neue Kriegspläne entwickelt. Dann sehen die Bildauswerten-den in Echtzeit weitere zerstörte Häuser, verletzte und getötete Menschen.

Psychische Erkrankungen der SoldatInnen sind Folge der Kriegsbeteiligung

Soldatinnen und Soldaten, die hier diese Arbeit erledigen, zählen formal nicht zu denen, die an Kriegseinsätzen im Ausland teilnehmen. Dennoch greifen sie tagtäglich in die Kriegshandlungen aktiv ein. Da sie die Folgen ihres Handelns auf ihrem Bildschirm ansehen müssen, gehören sie zu der Gruppe der Soldatinnen und Soldaten, die von der Posttraumatischen Belastungsstörung betroffen sind
Denn sie können die Belastung und den Stress, dem sie ausgesetzt sind, nicht körperlich ausagieren, wie Soldatinnen und Soldaten im Kriegseinsatz. Sie tragen diese Bilder und Eindrücke mit sich herum, können nicht mehr schlafen und grübeln über ihre Eindrücke. Ihre Familien leiden darunter, weil sie für Familienmitglieder nicht ansprechbar und erreichbar sind, denn sie dürfen über die Bildauswertung nicht sprechen, das unterliegt militärischer Geheimhaltung.
Sie können auch nicht ausblenden, dass ihre Auswertung der Bilder und Videos zu erneuten Kriegshandlungen führen. Auch dabei haben sie nur begrenzte Einflussmöglichkeiten, denn auch die Informationen anderer Soldatinnen und Soldaten aus anderen militärischen Quellen tragen zur Entscheidung über die weiteren Kriegshandlungen bei.

Zukünftig wird vom Bundeswehrstandort und Fliegerhorst Jagel auch der Drohnenkrieg mit der Spionagedrohne Heron I und der bewaffneten Kampfdrohne Heron TP organisiert.

Die bewaffnete Kampfdrohne Heron TP soll ab 2019 der Bundeswehr zur Verfügung stehen. Ihr Einsatz wird vom Drohnenstandort Jagel aus organisiert. Drohnen begleiten und unterstützen die militärischen Angriffe. Drohnen unterstützen Militärflugzeuge, Panzer und Infanterie bei Kriegseinsätzen. Drohnen sind für die Führung von Kriegen zur Rekolonisierung unverzichtbar, das Mittel der Wahl, denn wie im klassischen Kolonialismus wird von der Kolonialmacht der Krieg wieder mit technologischer Überlegenheit geführt, nicht mit Mannschaftsstärke. Solche Kriege werden von der Bundeswehr in Mali und Afghanistan geführt.
Beim derzeitigen Stand der technischen Entwicklung sorgen Drohnen für die militärische Überlegenheit der reichen Staaten gegenüber den weniger entwickelten, aber oft rohstoffreichen und militärstrategisch interessant gelegenen Staaten.

Qualitative Abrüstung der Bundeswehr: Fliegerhorst Schleswig-Jagel schließen!

Seit 2015 treffen sich Kriegsgegner*innen etwa einmal im Monat zu einer Protestaktion am Fliegerhorst Jagel. Inzwischen wissen immer mehr politisch Interessierte in Schleswig-Holstein, dass von Jagel Krieg ausgeht.
Gemeinsam mit Ihnen wollen wir daran arbeiten, im Rest der Republik bekannt zu machen, dass Jagel zum zentralen Drohnenstandort der Bundeswehr ausgebaut wird. Dagegen wollen wir gemeinsam mit ihnen protestieren.

Wir fordern, damit aufzuhören, die Bundeswehr mit Drohnen auszurüsten.

Wir fordern eine medizinische Versorgung und Entschädigung traumatisierter Soldatinnen und Soldaten und Schutz vor der Retraumatisierung, sie erneut in den Krieg zu schicken.

Wir fordern den Verzicht auf Werbung für den Soldatenberuf und Verzicht auf die Rekrutierung neuer Soldatinnen und Soldaten als Schritt zur Abrüstung.

Wir fordern, die Schließung des Fliegerhorst Jagel, der für die Kriegseinsätze der Bundeswehr Dreh- und Angelpunkt ist und permanent für weitere Kriegseinsätze ausgebaut wird.

Wir fordern Verzicht auf Krieg als Mittel der Politik und deswegen: Fordern wir allgemeine und vollständige Abrüstung.

Wir wollen bei uns beginnen und die Bundeswehr abschaffen.

Den Flyer zur Veranstaltung mit weiteren Informationen gibt es hier

Anfahrtskizze zum Fliegerhorsz Jagel

Mahnwachen gegen Krieg und Militär:

Militär löst keine Probleme, denn im Krieg gibt es nur Verlierer: Menschen, die ihr Leben und ihre Gesundheit verlieren, deren Lebensgrundlagen und Existenzen zerstört werden, dazu gehören auch die Soldat*innen. Auch wenn die Kriege längst vorbei sind, leiden die Menschen immer noch an den Folgen wie Verelendung und politische Instabilität. Kriege sind keine Naturkatastrophen. Kriege werden von Menschen vorbereitet, organisiert und Menschen stellen sich für Kriegshandlungen zur Verfügung. Daher kann Krieg und Militär auch durch Menschen beendet und abgeschafft werden.

Seit zweieinhalb Jahren treffen sich deshalb Menschen aus der Region etwa monatlich am Fliegerhorst Jagel, um gegen die Aufrüstung der Bundeswehr mit Cyberkrieg, Drohnen und Elektronischer Kampfführung mit unterschiedlichen Aktionen zu protestieren. Das Geschwader ist dadurch als todbringende Bundeswehreinheit bekannt geworden. Infos über gelaufene und zukünftige Aktionen gibt es unter jagel.bundeswehrabschaffen.de

DFG-VK Gruppe Flensburg
v.i.S.d.P.: Siglinde & Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

Mahnwache am Hafen von Damp am 26.05.2018

Sonnabend, 26. Mai 2018 ab 11.00 Uhr

Die deutsche Marine zerstört das Leben in der Ostsee auch ohne Krieg

Die Ostsee ist ein gefährdetes Binnenmeer. Außer der militärischen Bedrohungen durch Großmanöver leidet sie unter zahlreichen Umweltbelastungen. Die Bundeswehr will im Herbst 2018 Anspreng- und Beschussversuche, Unterwassersprengungen an einer ausgemusterten Fregatte F122 vor Damp durchführen. Das gefährdet die empfindliche Meeres-Flora und Fauna und bedroht insbesondere Meeressäuger, wie die Schweinswale.

Mehr und ausführlichere Informationen zur Aktion in Damp auch in dem Flyer Mahnwache Damp 260518

Veranstalter: DFG-VK
v.i.S.d.P.: Siglinde & Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

 

 

 

 

Zur Protestmeile und Mahnwache am 26.5. der Beitrag der Naturfreunde Schleswig-Holstein: Protestmeile: Ostsee schützen – keine Sprengversuche! unter: https://www.naturfreunde.de/termin/protestmeile-ostsee-schuetzen-keine-sprengversuche

Dazu auch der NABU Schleswig-Holstein: Sprengungen der Bundesmarine in der Ostsee – Gefahr für Meeressäugetiere und größte Uferschwalbenkolonie  unter: https://schleswig-holstein.nabu.de/news/2018/23733.html

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