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Ausstellung: „Haus der Ewigkeit – Jüdische Friedhöfe“ vom 08.11.2019 – 09.02.2020 im Jüdischen Museum Rendsburg

Vernissage und Eröffnung

am Donnerstag, den  07.11.2019 um 19:00 Uhr
Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8
24768 Rendsburg

Jüdische Friedhöfe. Für die Ewigkeit geschaffen. Scheinbar aus der Zeit gefallen. Versunken und geheimnisvoll liegen sie da und erzählen etwas über die prächtige Vielfalt der einstigen jüdischen Bevölkerung. Die Grabsteine berichten vom sozialen Status und Berufsstand der Menschen und sind so ein Spiegel der reichhaltigen jüdischen Kultur vergangener Zeiten.

Die Ausstellung zeigt 40 schwarz-weiß Fotografien von jüdischen Friedhöfen in Deutschland, Polen, Ukraine und der Tschechischen Republik. Die Fotografen Marcel-Th. und Klaus Jacobs bereisten über 50 Orte und hielten ihre Eindrücke dokumentarisch fest. Aus mehreren Tausend Kleinbildnegativen wurde eine Auswahl erstellt, welche einen kleinen Eindruck der vergangenen Sepulkralkultur wiedergibt. Der Rückblick auf die Geschichte der jeweiligen jüdischen Gemeinden und deren letzte Ruhestätten machen das Ausmaß der Auslöschung jüdischen Lebens und Wirkens in allen vier Ländern deutlich.

Öffnungszeiten:

Di – Sa 12 – 17 Uhr, So 10 – 17 Uhr (Sonntags freier Eintritt)
Schulklassen und andere Gruppen können das Museum nach vorheriger Absprache auch vormittags besuchen

Kontakt:

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | https://jmrd.de/
Information, Reservierung, Buchung: +49 (0) 4331 440 430 | service@landesmuseen.sh

 

Die Hamburger Curiohaus-Prozesse – Ausstellung vom 14.06. – 25.08.2019 im Jüdischen Museum Rendsburg

Herbert Schemmel (rechts), Überlebender des KZ Neuengamme, identifiziert im Hof des Altonaer Gerichtsgefängnisses SS-Angehörige, 1945 © ANg, F 1981-071

NS-Kriegsverbrechen vor britischen Militärgerichten

Eine Wanderausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

„Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht“, schworen die Überlebenden des KZ Buchenwald wenige Tage nach ihrer Befreiung.

Die Bestrafung der für die nationalsozialistischen Gewaltverbrechen Verantwortlichen war ein wichtiges Anliegen der im Krieg gegen Deutschland verbündeten Länder. Der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess fand weltweit Beachtung und gilt als Meilenstein der Rechtsgeschichte. Weniger bekannt ist, dass die Alliierten hunderte weitere Prozesse durchführten.

Das Curiohaus in Hamburg-Rotherbaum war von 1945 bis 1949 der wichtigste Gerichtsort für die Kriegsverbrecherprozesse in der britischen Besatzungszone. Hier fanden 188 Militärgerichtsverfahren gegen 504 Angeklagte statt. Wer waren diese Angeklagten, für welche Verbrechen wurden sie zur Rechenschaft gezogen? Wer waren ihre Opfer?

Die Ausstellung gibt einen Überblick über diese im Curiohaus verhandelten Prozesse und zeigt den Anteil ehemaliger Verfolgter an der juristischen Ahndung. Einführend stellt die Ausstellung Besonderheiten der britischen Strafverfolgung vor. Sie thematisiert Prozesse gegen unterschiedliche Gruppen von Täterinnen und Tätern.

Ein großer Teil der Verfahren richtete sich gegen das Lagerpersonal des KZ Neuengamme. Aber auch Verbrechen an Häftlingen anderer Konzentrationslager wie Ravensbrück, Bergen-Belsen und Groß Rosen kamen hier vor Gericht. Zu den Angeklagten zählten auch Unternehmer und Firmenangestellte, etwa der Hamburger Firma „Tesch & Stabenow“, die „Zyklon B“ an die SS verkaufte und die Konzentrationslager belieferte. Weitere Prozesse richteten sich gegen die Verantwortlichen für Verbrechen an Gestapo-Häftlingen, an Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern und an Kriegsgefangenen.

Ein eigener Ausstellungsabschnitt ist den Nachwirkungen der Prozesse gewidmet. Angesichts des Kalten Krieges kam die alliierte Strafverfolgung abrupt zum Stillstand. Als Kriegsverbrecher Verurteilte wurden in den 1950er-Jahren vorzeitig aus der Haft entlassen und konnten nach bundesdeutscher Rechtsprechung Entschädigung beantragen. Viele Täterinnen und Täter wurden nie zur Verantwortung gezogen.

Öffnungszeiten:

Di – Sa 12 – 17 Uhr, So 10 – 17 Uhr (Sonntags freier Eintritt)
Schulklassen und andere Gruppen können das Museum nach vorheriger Absprache auch vormittags besuchen

Kontakt:

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | https://jmrd.de/
Information, Reservierung, Buchung: +49 (0) 4331 440 430 | service@landesmuseen.sh

 

Jüdisches Museum in Rendsburg: Die „Neue Rechte“ und die Juden – Vortrag am 12.03.2019

 

Fotomontage zur Ausstellung „Angezettelt“ © Landesmuseen Schloss Gottorf 2019

Dienstag, 12. März, 19 Uhr: Die „Neue Rechte“ und die Juden. Antisemitismus, Erinnerungspolitik, Pro-Israelismus

Im Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute“ führt der Berliner Historiker Dr. Marcus Funck in ein zuletzt viel diskutiertes Thema ein: Das Verhältnis der „Neuen Rechten“ zu den Juden.
Mit der AfD ist eine in Teilen völkisch ausgerichtete rechte Partei in die Parlamente eingezogen. Ihr völkisch-rechtsradikaler Flügel ist eng mit der „Neuen Rechten“ verwoben. Deren Verhältnis zu Juden in Deutschland, zu einer kritischen Erinnerungskultur und zu Israel ist höchst widersprüchlich.
Wie lassen sich also die Orientierungen der ‚Neuen Rechten‘ einordnen? In welchem Verhältnis stehen sie zu klassischen antisemitischen Positionen der radikalen Rechten? Und was bedeutet dies für in Deutschland lebende Juden? Dr. Marcus Funck, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Studiengangsleiter am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, hat sich intensiv mit dem Entstehen der „Neuen Rechten“ und ihren Beziehungen zur AfD befasst.

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 4 Euro, Anmeldung nicht erforderlich.

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

http://www.schloss-gottorf.de/juedisches-museum

 

Jüdisches Museum in Rendsburg: Vortrag und Workshops im März 2019

Mittwoch, 6. März, 14.30 Uhr: Workshop für Multiplikatoren „Antisemitismus heute. Wie Verschwörungstheorien entstehen und wirken.“ – Jetzt anmelden!

Allein von Januar bis März 2017 wurden bundesweit 179 antisemitische Straftaten erfasst, darunter fünf Gewalttaten und 30 Propagandadelikte. Der wachsende Antisemitismus in Europa gefährdet nicht nur Juden, sondern stellt einen Angriff auf unsere demokratischen Werte dar. Antisemitismus zeigt sich in verschiedenen Formen, er ist wandelbar und manchmal nicht auf den ersten Blick zu erkennen.
Der dreistündige Workshop, der im Rahmen der Sonderausstellung „Angezettelt“ stattfindet, richtet sich an Multiplikatoren und bietet:
– ein grundlegendes Verständnis der Funktionsweisen und der Anziehungskraft von Antisemitismus und Verschwörungstheorien;
– Ansatzpunkte, um das Thema im pädagogischen Kontext einzubringen und junge Menschen zu sensibilisieren;
– die Erarbeitung von praxisbezogenen Strategien der Primärprävention im Bereich der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit.
Ein Angebot in Zusammenarbeit mit: Regionales Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Kiel, AKJS Schleswig-Holstein e.V., AWO Schleswig-Holstein. Am Dienstag, 19. März, und am Mittwoch, 20. März, findet jeweils ab 9 Uhr ein vergleichbarer Workshop für Schüler statt.

Anmeldung ist erforderlich unter 04331 440 430 oder service@landesmuseen.sh

Szene im Jüdischen Museum Rendsburg © Landesmuseen Schloss Gottorf 2019

Dienstag, 12. März, 19 Uhr: Die „Neue Rechte“ und die Juden. Antisemitismus, Erinnerungspolitik, Pro-Israelismus

Im Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute“ führt der Berliner Historiker Dr. Marcus Funck in ein zuletzt viel diskutiertes Thema ein: Das Verhältnis der „Neuen Rechten“ zu den Juden.
Mit der AfD ist eine in Teilen völkisch ausgerichtete rechte Partei in die Parlamente eingezogen. Ihr völkisch-rechtsradikaler Flügel ist eng mit der „Neuen Rechten“ verwoben. Deren Verhältnis zu Juden in Deutschland, zu einer kritischen Erinnerungskultur und zu Israel ist höchst widersprüchlich.
Wie lassen sich also die Orientierungen der ‚Neuen Rechten‘ einordnen? In welchem Verhältnis stehen sie zu klassischen antisemitischen Positionen der radikalen Rechten? Und was bedeutet dies für in Deutschland lebende Juden? Dr. Marcus Funck, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Studiengangsleiter am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, hat sich intensiv mit dem Entstehen der „Neuen Rechten“ und ihren Beziehungen zur AfD befasst.

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 4 Euro, Anmeldung nicht erforderlich.

Fotomontage zur Ausstellung „Angezettelt“ © Landesmuseen Schloss Gottorf 2019

Dienstag, 19. März, und Mittwoch, 20. März, jeweils 9 Uhr: Workshop für Schüler „Antisemitismus heute. Wie Verschwörungstheorien entstehen und wirken.“ – Jetzt anmelden!

In den Workshops für Schulklassen (Sekundarstufe I und II) schauen sich die Teilnehmer gemeinsam an, was so anziehend ist an Verschwörungstheorien und wie leicht es ist, glaubhafte Behauptungen zu einer Erzählung zu machen. Dabei verbinden sie Theorie mit praktischen Übungen, um Muster und Wirkungsweise von menschenverachtenden, verschwörerischen Erzählungen auf die Schliche zu kommen.
Ein Angebot in Zusammenarbeit mit: Regionales Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Kiel, AKJS Schleswig-Holstein e.V., AWO Schleswig-Holstein.

Anmeldung unter 04331 440 430, service@landesmuseen.sh

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

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Jüdisches Museum Rendsburg verlängert Ludwig Meidner-Ausstellung „Im Nacken das Sternemeer“

Werke aus der Sammlung Bönsch noch bis zum 2. Dezember 2018 zu sehen

Das Jüdische Museum in Rendsburg, das in diesem Jahr sein 30. Jubiläum begeht, verlängert die Ausstellung des expressionistischen Künstlers Ludwig Meidner (1884 –1966) bis zum 2. Dezember. Das Museumsteam um Dr. Carsten Fleischhauer hat entschieden, die gelungene und beim Publikum beliebte Ausstellung während der Jubiläumsfeierlichkeiten weiter laufen zu lassen. Seit 6. Juli sind in der Rendsburger Prinzessinstraße knapp 80 Werke aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch zu sehen. Eigentlich sollte an diesem Sonntag, 21. Oktober, die Ausstellung enden.

Meidner wurde durch sein Verfolgungs- und Verfemungsschicksal unter dem nationalsozialistischen Regime – als Jude und zudem als sogenannter „entarteter“ Künstler – besonders nachhaltig um seine öffentliche Anerkennung gebracht. Erst in den 1980er Jahren wurde er als einer der wichtigen Vertreter des urbanen Expressionismus und eine der interessantesten Doppelbegabungen seiner Zeit wieder entdeckt.

Als bildender Künstler ebenso wie als Schriftsteller und Dichter setzte Ludwig Meidner sich mit dem Krieg auseinander. 1916 bis 1918 diente er als Dolmetscher in einem Kriegsgefangenenlager und verarbeitete seine Erlebnisse in eindringlicher Weise – vor allem in Grafiken, die heute überraschend modern und karikaturesk wirken.

Unmittelbar nach dem Krieg veröffentlichte Ludwig Meidner zwei Bände mit expressionistischer Prosa. Die Lithographien, mit denen er diese Publikationen illustrierte – „Im Nacken das Sternemeer“ (1918) und „Septemberschrei“ (1920) – bilden einen der Schwerpunkte der Ausstellung. Sie zeigt darüber hinaus die fesselnden apokalyptischen Werke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges, Selbstbildnisse sowie Portraits von Künstlerfreunden aus der Weimarer Republik. Weitere Themen sind die religiösen Arbeiten und die eigenwilligen Werke aus der Zeit des englischen Exils.

Seit 2016 sind Schloss Gottorf und die Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch miteinander verbunden. Mit der Ausstellung zu Ludwig Meidner ist der Schauplatz nun erstmals das Jüdische Museum in Rendsburg. Fast 15 Jahre nach der ersten Meidner-Ausstellung – damals lag der Schwerpunkt auf den Ölgemälden – hat sich Museumsleiter Dr. Carsten Fleischhauer bewusst dafür entschieden, gerade diesem Künstler die große Ausstellung im Jubiläumsjahr zu widmen.

Inwieweit Kunstausstellungen zu einem Jüdischen Museum passen und welchen spezifischen Beitrag sie zum Verständnis jüdischer Kultur und Geschichte zu leisten vermögen – das ist immer wieder auch Gegenstand von Debatten. Ludwig Meidner ist einer der wenigen Künstler, bei dem derartige Fragen praktisch gegenstandslos sind. Man kann ihn mit großer Berechtigung als einen „jüdischen Künstler“ bezeichnen, ohne damit eine Fremdzuschreibung vorzunehmen oder sein Werk zu verkürzen.

Öffnungszeiten

Di – Sa 12 – 17 Uhr, So 10 – 17 Uhr (Sonntags freier Eintritt)
Für Schulklassen ist ein Besuch auch am Vormittag möglich.

Ausführlichere Informationen zur Ausstellung gibt es zum Download hier

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

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Jüdisches Museum Rendsburg: Ausstellungseröffnung zum 30. Jubiläum mit Live-Hörspiel

Die „3 Herren“ aus Kiel sind zu Gast am Dienstag, 23. Oktober, um 19 Uhr

Seit ein paar Monaten haben Besucher des Jüdischen Museums Rendsburg die Möglichkeit sich aktiv mit ihren Fragen, Geschichten und Erinnerungen in die Museumsarbeit einzubringen. Zur Beantwortung der Frage „Wozu ein Jüdisches Museum heute?“ wurden in die drei bestehenden Dauerausstellungen des Hauses Mitmach-Stationen eingefügt. Ergebnis dieses Prozesses ist eine

Jubiläumsausstellung, die am Dienstag, 23. Oktober, um 19 Uhr eröffnet wird.

Foto: Die „3 Herren“ lösen am 23. Oktober im Jüdischen Museum Rendsburg einen kniffeligen Fall, bei dem sie sich auf eine Reise in die Zukunft begeben © Rotbock Hörspiele

Nach der inhaltlichen Einführung durch die Initiatoren, Museumsleiter Dr. Carsten Fleischhauer sowie Dr. Silke Ettling und Claudia Kuhn (Bildung und Vermittlung), spielen die „3 Herren“ aus Kiel ein eigens für diesen Anlass verfasstes „Museum-Special“.

Detektiv Isaak Weinstein, Inspektor Walther Jefferson sowie dem renommierten Physiker Julius Steinberg begeben sich im Jüdischen Museum in einem ganz besonderen Fall auf eine Reise in die Zukunft. Dort müssen sie feststellen, dass ihnen das Verbrechen seine düsteren Schatten entgegenwirft. Zusammen müssen die Ermittler ihr kriminalistisches Geschick beweisen, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Ein spannendes und humorvolles Live-Krimi-Hörspiel der Extra-Klasse.

Die 3 Herren werden gesprochen von Christian Kock (Walther Jefferson), Ingo Rotkowsky (Isaak Weinstein) und Kai-Peter Boysen (Julius Steinberg).

Karten für 6 Euro (ermäßigt für 4 Euro) können reserviert werden unter info@jmrd.de oder Telefon 04331 440 430.

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

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Podiumsdiskussion am 09.10.2018 zum 30. Jubiläum: Wozu ein Jüdisches Museum heute?

Hochkarätig besetzte Runde am Dienstag, 9. Oktober, ab 19 Uhr im Jüdischen Museum Rendsburg

Blick ins Museum © Landesmuseen Schloss Gottorf 2018 (Foto: Marcus Dewanger)

Mit einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion am Dienstag, 9. Oktober, 19 Uhr, nimmt das Jubiläumsjahr des Jüdischen Museums weiter an Fahrt auf. Aus Anlass das 30-jährigen Bestehens diskutieren Ilja Cinciper vom Verband jüdischer Studierender Nord, Léontine Meijer-van Mensch vom Jüdischen Museum Berlin, Historikerin und Ausstellungsmacherin Dr. Katrin Pieper (Die Exponauten, Berlin) sowie der Historiker Prof. Dr. Karl Heinrich Pohl (CAU Kiel) über die Frage „Wozu ein Jüdisches Museum heute?“ Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung statt. Anmeldung bis 5. Oktober erbeten unter info@jmrd.de und 04331 440430. Der Eintritt ist frei.

1988 wurde das Jüdische Museum Rendsburg als Ausdruck einer bundesweiten geschichtspolitischen und kulturellen Neuorientierung im Umgang mit dem Holocaust eröffnet. Welche Aufgaben und Funktionen haben Jüdische Museen vor dem Hintergrund von steigendem Antisemitismus bei gleichzeitig oft kaum öffentlich sichtbarem jüdischen Leben heutzutage? Diese und weitere Fragen stehen im Fokus der Podiumsdiskussion, die von Dr. Harald Schmid (Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinischer Gedenkstätten) moderiert wird. Die Veranstaltung wird durch den Offenen Kanal Kiel aufgezeichnet.

Jüdisches Museum

Prinzessinstraße 7–8
24768 Rendsburg

04331 440430

Noch bis zum 21. Oktober läuft im Jüdischen Museum die Ausstellung:

„Ludwig Meidner. Im Nacken das Sternemeer“

Ludwig Meidner (1884-1966) wurde durch ein doppeltes Verfolgungs- und Verfemungsschicksal unter dem nationalsozialistischen Regime – als Jude und zudem als sogenannter „entarteter“ Künstler – besonders nachhaltig um seine öffentliche Anerkennung gebracht. Erst in den 1980er Jahren wurde er als einer der wichtigen Vertreter des urbanen Expressionismus und eine der interessantesten Doppelbegabungen seiner Zeit wieder entdeckt.

Die Ausstellung zeigt die fesselnden apokalyptischen Werke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges ebenso wie die subtilen Selbstbildnisse und die Portraits von Künstlerfreunden aus der Zeit der Weimarer Republik.

Weitere Schwerpunkte sind die religiösen Arbeiten und die eigenwilligen Werke aus der Zeit im englischen Exil. Bis 21. Oktober 2018 sind in der Rendsburger Prinzessinstraße knapp 80 Werke aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch zu sehen.

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

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Streitgespräch am 19.09.2018 im Jüdischen Museum Rendsburg: „Gibt es jüdische Kunst?“

Mittwoch, 19. September, 18 Uhr, im Jüdischen Museum, Prinzessinstraße 7-8 in Rendsburg

Das Jüdische Museum lädt am Mittwoch, 19. September, um 18 Uhr zu einem Streitgespräch ein. Thema: „Gibt es jüdische Kunst?“ Das Museum nimmt die aktuelle Meidner-Sonderausstellung zum Anlass, diese Frage mit den Besuchern zu diskutieren. Museumspädagogin Dr. Silke Ettling und Museumsleiter Dr. Carsten Fleischhauer stellen ausgewählte Kunstwerke in der Sonderausstellung und in der Dauerausstellung des Museums vor, hinterfragen die gängigen Einordnungen und tauschen kontroverse Argumente aus. Alle Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, an der Diskussion teilzunehmen.

Die aktuelle Sonderausstellung zeigt Werke des expressionistischen Künstlers Ludwig Meidner. Dieser kann mit einigem Grund als ein „jüdischer Künstler“ bezeichnet werden, da er sich zeitlebens intensiv mit seinen jüdischen Wurzeln, mit religiösen Themen und der Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Religion beschäftigt hat. Dagegen war etwa der große Impressionist Max Liebermann zwar ebenfalls ein bekennender Jude – aber in seiner Kunst hat das nie einen erkennbaren Niederschlag gefunden. Noch einmal anders sieht es bei Meidners Zeitgenossen Felix Nussbaum aus, der erst durch die Verfolgung der Nationalsozialisten dazu gezwungen wurde, sich mit jüdischer Identität auseinanderzusetzen. Auch die Werke vieler anderer Künstlerinnen und Künstlern haben das Attribut „jüdisch“ eher als Fremdzuschreibung erhalten. Aber wodurch wird ein Kunstwerk eigentlich zu „jüdischer Kunst“? Und gibt es die überhaupt?

Kosten: 2 € zzgl. Museumseintritt

Noch bis zum 21. Oktober läuft im Jüdischen Museum die Ausstellung:

„Ludwig Meidner. Im Nacken das Sternemeer“

Ludwig Meidner (1884-1966) wurde durch ein doppeltes Verfolgungs- und Verfemungsschicksal unter dem nationalsozialistischen Regime – als Jude und zudem als sogenannter „entarteter“ Künstler – besonders nachhaltig um seine öffentliche Anerkennung gebracht. Erst in den 1980er Jahren wurde er als einer der wichtigen Vertreter des urbanen Expressionismus und eine der interessantesten Doppelbegabungen seiner Zeit wieder entdeckt.

Die Ausstellung zeigt die fesselnden apokalyptischen Werke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges ebenso wie die subtilen Selbstbildnisse und die Portraits von Künstlerfreunden aus der Zeit der Weimarer Republik.

Weitere Schwerpunkte sind die religiösen Arbeiten und die eigenwilligen Werke aus der Zeit im englischen Exil. Bis 21. Oktober 2018 sind in der Rendsburger Prinzessinstraße knapp 80 Werke aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch zu sehen.

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

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Tag des offenen Denkmals am 09.09.2018 im Jüdischen Museum Rendsburg

Führung mit Dr. Frauke Dettmer am Sonntag, 9. September

Synagoge Rendsburg, Blick nach Süden mit Frauenempore, 1933, Friedrich Schröder

Zum Tag des Offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, ist das Jüdische Museum Rendsburg von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei, alle Besucher werden mit einem Gratis-Kaffee empfangen.
Um 12 Uhr bietet das Museum eine kostenlose Führung mit Dr. Frauke Dettmer an. Thema der Führung ist – entsprechend dem diesjährigen Motto des Tages des offenen Denkmals: „Entdecken, was uns verbindet“.

Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Noch bis zum 21. Oktober läuft im Jüdischen Museum die Ausstellung:

„Ludwig Meidner. Im Nacken das Sternemeer“

Ludwig Meidner (1884-1966) wurde durch ein doppeltes Verfolgungs- und Verfemungsschicksal unter dem nationalsozialistischen Regime – als Jude und zudem als sogenannter „entarteter“ Künstler – besonders nachhaltig um seine öffentliche Anerkennung gebracht. Erst in den 1980er Jahren wurde er als einer der wichtigen Vertreter des urbanen Expressionismus und eine der interessantesten Doppelbegabungen seiner Zeit wieder entdeckt.

Die Ausstellung zeigt die fesselnden apokalyptischen Werke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges ebenso wie die subtilen Selbstbildnisse und die Portraits von Künstlerfreunden aus der Zeit der Weimarer Republik.

Weitere Schwerpunkte sind die religiösen Arbeiten und die eigenwilligen Werke aus der Zeit im englischen Exil. Bis 21. Oktober 2018 sind in der Rendsburger Prinzessinstraße knapp 80 Werke aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch zu sehen.

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

http://www.schloss-gottorf.de/juedisches-museum

 

Kunstgespräch am 14.08.2018 im Jüdischen Museum Rendsburg: „Ludwig Meidner. Im Nacken das Sternemeer“

Begleitprogramm zur Ausstellung am Dienstag, 14. August, um 18 Uhr

Ein Kunstgespräch in der Meidner-Ausstellung des Jüdischen Museums bietet Dr. Silke Ettling am Dienstag, 14. August, um 18 Uhr an.

Ludwig Meidner (1884-1966) wurde durch ein doppeltes Verfolgungs- und Verfemungsschicksal unter dem nationalsozialistischen Regime – als Jude und zudem als sogenannter „entarteter“ Künstler – besonders nachhaltig um seine öffentliche Anerkennung gebracht. Erst in den 1980er Jahren wurde er als einer der wichtigen Vertreter des urbanen Expressionismus und eine der interessantesten Doppelbegabungen seiner Zeit wieder entdeckt.

Die Ausstellung zeigt die fesselnden apokalyptischen Werke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges ebenso wie die subtilen Selbstbildnisse und die Portraits von Künstlerfreunden aus der Zeit der Weimarer Republik.

Weitere Schwerpunkte sind die religiösen Arbeiten und die eigenwilligen Werke aus der Zeit im englischen Exil. Bis 21. Oktober 2018 sind in der Rendsburger Prinzessinstraße knapp 80 Werke aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch zu sehen.

Eintritt: 2 Euro zuzüglich Museumseintritt.

Ausführlichere Informationen zur Ausstellung und das ganze Begleitprogramm zum Download gibt es hier

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

http://www.schloss-gottorf.de/juedisches-museum

 

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