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Jüdisches Museum Rendsburg verlängert Ludwig Meidner-Ausstellung „Im Nacken das Sternemeer“

Werke aus der Sammlung Bönsch noch bis zum 2. Dezember 2018 zu sehen

Das Jüdische Museum in Rendsburg, das in diesem Jahr sein 30. Jubiläum begeht, verlängert die Ausstellung des expressionistischen Künstlers Ludwig Meidner (1884 –1966) bis zum 2. Dezember. Das Museumsteam um Dr. Carsten Fleischhauer hat entschieden, die gelungene und beim Publikum beliebte Ausstellung während der Jubiläumsfeierlichkeiten weiter laufen zu lassen. Seit 6. Juli sind in der Rendsburger Prinzessinstraße knapp 80 Werke aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch zu sehen. Eigentlich sollte an diesem Sonntag, 21. Oktober, die Ausstellung enden.

Meidner wurde durch sein Verfolgungs- und Verfemungsschicksal unter dem nationalsozialistischen Regime – als Jude und zudem als sogenannter „entarteter“ Künstler – besonders nachhaltig um seine öffentliche Anerkennung gebracht. Erst in den 1980er Jahren wurde er als einer der wichtigen Vertreter des urbanen Expressionismus und eine der interessantesten Doppelbegabungen seiner Zeit wieder entdeckt.

Als bildender Künstler ebenso wie als Schriftsteller und Dichter setzte Ludwig Meidner sich mit dem Krieg auseinander. 1916 bis 1918 diente er als Dolmetscher in einem Kriegsgefangenenlager und verarbeitete seine Erlebnisse in eindringlicher Weise – vor allem in Grafiken, die heute überraschend modern und karikaturesk wirken.

Unmittelbar nach dem Krieg veröffentlichte Ludwig Meidner zwei Bände mit expressionistischer Prosa. Die Lithographien, mit denen er diese Publikationen illustrierte – „Im Nacken das Sternemeer“ (1918) und „Septemberschrei“ (1920) – bilden einen der Schwerpunkte der Ausstellung. Sie zeigt darüber hinaus die fesselnden apokalyptischen Werke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges, Selbstbildnisse sowie Portraits von Künstlerfreunden aus der Weimarer Republik. Weitere Themen sind die religiösen Arbeiten und die eigenwilligen Werke aus der Zeit des englischen Exils.

Seit 2016 sind Schloss Gottorf und die Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch miteinander verbunden. Mit der Ausstellung zu Ludwig Meidner ist der Schauplatz nun erstmals das Jüdische Museum in Rendsburg. Fast 15 Jahre nach der ersten Meidner-Ausstellung – damals lag der Schwerpunkt auf den Ölgemälden – hat sich Museumsleiter Dr. Carsten Fleischhauer bewusst dafür entschieden, gerade diesem Künstler die große Ausstellung im Jubiläumsjahr zu widmen.

Inwieweit Kunstausstellungen zu einem Jüdischen Museum passen und welchen spezifischen Beitrag sie zum Verständnis jüdischer Kultur und Geschichte zu leisten vermögen – das ist immer wieder auch Gegenstand von Debatten. Ludwig Meidner ist einer der wenigen Künstler, bei dem derartige Fragen praktisch gegenstandslos sind. Man kann ihn mit großer Berechtigung als einen „jüdischen Künstler“ bezeichnen, ohne damit eine Fremdzuschreibung vorzunehmen oder sein Werk zu verkürzen.

Öffnungszeiten

Di – Sa 12 – 17 Uhr, So 10 – 17 Uhr (Sonntags freier Eintritt)
Für Schulklassen ist ein Besuch auch am Vormittag möglich.

Ausführlichere Informationen zur Ausstellung gibt es zum Download hier

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

http://www.schloss-gottorf.de/juedisches-museum

 

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Podiumsdiskussion am 09.10.2018 zum 30. Jubiläum: Wozu ein Jüdisches Museum heute?

Hochkarätig besetzte Runde am Dienstag, 9. Oktober, ab 19 Uhr im Jüdischen Museum Rendsburg

Blick ins Museum © Landesmuseen Schloss Gottorf 2018 (Foto: Marcus Dewanger)

Mit einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion am Dienstag, 9. Oktober, 19 Uhr, nimmt das Jubiläumsjahr des Jüdischen Museums weiter an Fahrt auf. Aus Anlass das 30-jährigen Bestehens diskutieren Ilja Cinciper vom Verband jüdischer Studierender Nord, Léontine Meijer-van Mensch vom Jüdischen Museum Berlin, Historikerin und Ausstellungsmacherin Dr. Katrin Pieper (Die Exponauten, Berlin) sowie der Historiker Prof. Dr. Karl Heinrich Pohl (CAU Kiel) über die Frage „Wozu ein Jüdisches Museum heute?“ Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung statt. Anmeldung bis 5. Oktober erbeten unter info@jmrd.de und 04331 440430. Der Eintritt ist frei.

1988 wurde das Jüdische Museum Rendsburg als Ausdruck einer bundesweiten geschichtspolitischen und kulturellen Neuorientierung im Umgang mit dem Holocaust eröffnet. Welche Aufgaben und Funktionen haben Jüdische Museen vor dem Hintergrund von steigendem Antisemitismus bei gleichzeitig oft kaum öffentlich sichtbarem jüdischen Leben heutzutage? Diese und weitere Fragen stehen im Fokus der Podiumsdiskussion, die von Dr. Harald Schmid (Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinischer Gedenkstätten) moderiert wird. Die Veranstaltung wird durch den Offenen Kanal Kiel aufgezeichnet.

Jüdisches Museum

Prinzessinstraße 7–8
24768 Rendsburg

04331 440430

Noch bis zum 21. Oktober läuft im Jüdischen Museum die Ausstellung:

„Ludwig Meidner. Im Nacken das Sternemeer“

Ludwig Meidner (1884-1966) wurde durch ein doppeltes Verfolgungs- und Verfemungsschicksal unter dem nationalsozialistischen Regime – als Jude und zudem als sogenannter „entarteter“ Künstler – besonders nachhaltig um seine öffentliche Anerkennung gebracht. Erst in den 1980er Jahren wurde er als einer der wichtigen Vertreter des urbanen Expressionismus und eine der interessantesten Doppelbegabungen seiner Zeit wieder entdeckt.

Die Ausstellung zeigt die fesselnden apokalyptischen Werke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges ebenso wie die subtilen Selbstbildnisse und die Portraits von Künstlerfreunden aus der Zeit der Weimarer Republik.

Weitere Schwerpunkte sind die religiösen Arbeiten und die eigenwilligen Werke aus der Zeit im englischen Exil. Bis 21. Oktober 2018 sind in der Rendsburger Prinzessinstraße knapp 80 Werke aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch zu sehen.

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

http://www.schloss-gottorf.de/juedisches-museum

 

Streitgespräch am 19.09.2018 im Jüdischen Museum Rendsburg: „Gibt es jüdische Kunst?“

Mittwoch, 19. September, 18 Uhr, im Jüdischen Museum, Prinzessinstraße 7-8 in Rendsburg

Das Jüdische Museum lädt am Mittwoch, 19. September, um 18 Uhr zu einem Streitgespräch ein. Thema: „Gibt es jüdische Kunst?“ Das Museum nimmt die aktuelle Meidner-Sonderausstellung zum Anlass, diese Frage mit den Besuchern zu diskutieren. Museumspädagogin Dr. Silke Ettling und Museumsleiter Dr. Carsten Fleischhauer stellen ausgewählte Kunstwerke in der Sonderausstellung und in der Dauerausstellung des Museums vor, hinterfragen die gängigen Einordnungen und tauschen kontroverse Argumente aus. Alle Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, an der Diskussion teilzunehmen.

Die aktuelle Sonderausstellung zeigt Werke des expressionistischen Künstlers Ludwig Meidner. Dieser kann mit einigem Grund als ein „jüdischer Künstler“ bezeichnet werden, da er sich zeitlebens intensiv mit seinen jüdischen Wurzeln, mit religiösen Themen und der Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Religion beschäftigt hat. Dagegen war etwa der große Impressionist Max Liebermann zwar ebenfalls ein bekennender Jude – aber in seiner Kunst hat das nie einen erkennbaren Niederschlag gefunden. Noch einmal anders sieht es bei Meidners Zeitgenossen Felix Nussbaum aus, der erst durch die Verfolgung der Nationalsozialisten dazu gezwungen wurde, sich mit jüdischer Identität auseinanderzusetzen. Auch die Werke vieler anderer Künstlerinnen und Künstlern haben das Attribut „jüdisch“ eher als Fremdzuschreibung erhalten. Aber wodurch wird ein Kunstwerk eigentlich zu „jüdischer Kunst“? Und gibt es die überhaupt?

Kosten: 2 € zzgl. Museumseintritt

Noch bis zum 21. Oktober läuft im Jüdischen Museum die Ausstellung:

„Ludwig Meidner. Im Nacken das Sternemeer“

Ludwig Meidner (1884-1966) wurde durch ein doppeltes Verfolgungs- und Verfemungsschicksal unter dem nationalsozialistischen Regime – als Jude und zudem als sogenannter „entarteter“ Künstler – besonders nachhaltig um seine öffentliche Anerkennung gebracht. Erst in den 1980er Jahren wurde er als einer der wichtigen Vertreter des urbanen Expressionismus und eine der interessantesten Doppelbegabungen seiner Zeit wieder entdeckt.

Die Ausstellung zeigt die fesselnden apokalyptischen Werke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges ebenso wie die subtilen Selbstbildnisse und die Portraits von Künstlerfreunden aus der Zeit der Weimarer Republik.

Weitere Schwerpunkte sind die religiösen Arbeiten und die eigenwilligen Werke aus der Zeit im englischen Exil. Bis 21. Oktober 2018 sind in der Rendsburger Prinzessinstraße knapp 80 Werke aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch zu sehen.

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

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Tag des offenen Denkmals am 09.09.2018 im Jüdischen Museum Rendsburg

Führung mit Dr. Frauke Dettmer am Sonntag, 9. September

Synagoge Rendsburg, Blick nach Süden mit Frauenempore, 1933, Friedrich Schröder

Zum Tag des Offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, ist das Jüdische Museum Rendsburg von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei, alle Besucher werden mit einem Gratis-Kaffee empfangen.
Um 12 Uhr bietet das Museum eine kostenlose Führung mit Dr. Frauke Dettmer an. Thema der Führung ist – entsprechend dem diesjährigen Motto des Tages des offenen Denkmals: „Entdecken, was uns verbindet“.

Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Noch bis zum 21. Oktober läuft im Jüdischen Museum die Ausstellung:

„Ludwig Meidner. Im Nacken das Sternemeer“

Ludwig Meidner (1884-1966) wurde durch ein doppeltes Verfolgungs- und Verfemungsschicksal unter dem nationalsozialistischen Regime – als Jude und zudem als sogenannter „entarteter“ Künstler – besonders nachhaltig um seine öffentliche Anerkennung gebracht. Erst in den 1980er Jahren wurde er als einer der wichtigen Vertreter des urbanen Expressionismus und eine der interessantesten Doppelbegabungen seiner Zeit wieder entdeckt.

Die Ausstellung zeigt die fesselnden apokalyptischen Werke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges ebenso wie die subtilen Selbstbildnisse und die Portraits von Künstlerfreunden aus der Zeit der Weimarer Republik.

Weitere Schwerpunkte sind die religiösen Arbeiten und die eigenwilligen Werke aus der Zeit im englischen Exil. Bis 21. Oktober 2018 sind in der Rendsburger Prinzessinstraße knapp 80 Werke aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch zu sehen.

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

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Kunstgespräch am 14.08.2018 im Jüdischen Museum Rendsburg: „Ludwig Meidner. Im Nacken das Sternemeer“

Begleitprogramm zur Ausstellung am Dienstag, 14. August, um 18 Uhr

Ein Kunstgespräch in der Meidner-Ausstellung des Jüdischen Museums bietet Dr. Silke Ettling am Dienstag, 14. August, um 18 Uhr an.

Ludwig Meidner (1884-1966) wurde durch ein doppeltes Verfolgungs- und Verfemungsschicksal unter dem nationalsozialistischen Regime – als Jude und zudem als sogenannter „entarteter“ Künstler – besonders nachhaltig um seine öffentliche Anerkennung gebracht. Erst in den 1980er Jahren wurde er als einer der wichtigen Vertreter des urbanen Expressionismus und eine der interessantesten Doppelbegabungen seiner Zeit wieder entdeckt.

Die Ausstellung zeigt die fesselnden apokalyptischen Werke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges ebenso wie die subtilen Selbstbildnisse und die Portraits von Künstlerfreunden aus der Zeit der Weimarer Republik.

Weitere Schwerpunkte sind die religiösen Arbeiten und die eigenwilligen Werke aus der Zeit im englischen Exil. Bis 21. Oktober 2018 sind in der Rendsburger Prinzessinstraße knapp 80 Werke aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch zu sehen.

Eintritt: 2 Euro zuzüglich Museumseintritt.

Ausführlichere Informationen zur Ausstellung und das ganze Begleitprogramm zum Download gibt es hier

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

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Kuratorenführung am 22.07.2018 im Jüdischen Museum Rendsburg: „Ludwig Meidner. Im Nacken das Sternemeer“

Begleitprogramm zur Ausstellung am Sonntag, 22. Juli, 14 Uhr, mit Thekla Hansen

Eine Kuratorenführung in der Meidner-Ausstellung des Jüdischen Museums bietet Thekla Hansen am Sonntag, 22. Juli, um 14 Uhr an. Die Kunsthistorikerin führt in die Ausstellung ein und gibt einen umfassenden Überblick über das Leben und Werk des vielseitigen expressionistischen Künstlers.

Ludwig Meidner (1884-1966) wurde durch ein doppeltes Verfolgungs- und Verfemungsschicksal unter dem nationalsozialistischen Regime – als Jude und zudem als sogenannter „entarteter“ Künstler – besonders nachhaltig um seine öffentliche Anerkennung gebracht. Erst in den 1980er Jahren wurde er als einer der wichtigen Vertreter des urbanen Expressionismus und eine der interessantesten Doppelbegabungen seiner Zeit wieder entdeckt.

Als bildender Künstler ebenso wie als Schriftsteller und Dichter setzte Ludwig Meidner sich mit dem Krieg auseinander. 1916 bis 1918 diente er als Dolmetscher in einem Kriegsgefangenenlager und verarbeitete seine Erlebnisse in eindringlicher Weise – vor allem in Grafiken, die heute überraschend modern und karikaturesk wirken.

Unmittelbar nach dem Krieg veröffentlichte Ludwig Meidner zwei Bände mit expressionistischer Prosa. Die Lithographien, mit denen er diese Publikationen illustrierte – „Im Nacken das Sternemeer“ (1918) und „Septemberschrei“ (1920) – bilden einen der Schwerpunkte der Ausstellung.

Die Ausstellung zeigt die fesselnden apokalyptischen Werke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges ebenso wie die subtilen Selbstbildnisse und die Portraits von Künstlerfreunden aus der Zeit der Weimarer Republik. Weitere Schwerpunkte sind die religiösen Arbeiten und die eigenwilligen Werke aus der Zeit im englischen Exil. Bis 21. Oktober 2018 sind in der Rendsburger Prinzessinstraße knapp 80 Werke aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch zu sehen.

Eintritt: frei, 2 Euro für die Führung

Ausführlichere Informationen zur Ausstellung und das ganze Begleitprogramm zum Download gibt es hier

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

http://www.schloss-gottorf.de/juedisches-museum

 

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