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Bunte Innenstadt am Samstag 24. Juni 2017 von 10 – 16 Uhr in Flensburg

Die kulturelle Flaniermeile in der Flensburger Fußgängerzone

Um die bunte Vielfalt Flensburgs einmal im Jahr all denen zu zeigen, die gerne in unserer Fußgängerzone flanieren, gibt es die Bunte Innenstadt, ein Fest der Kultur und Kulturen. Die Bunte Innenstadt gibt allen Kulturschaffenden die Möglichkeit, sich einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren, und den Flanierenden die Gelegenheit, sich an der kulturellen Vielfalt Flensburgs zu erfreuen.

Dabei ist die ganze Palette von Musik über Literatur, Theater, Kunst jeglicher Art, Kulturen, bis zu Kleingartenvereinen, Tanzclubs etc. auf dieser Flaniermeile vertreten, jedes Jahr mit wachsender Belegschaft.

Das Programm und weitere Infos unter: http://www.bunte-innenstadt.de/ und auf Facebook:  https://www.facebook.com/bunteinnenstadt

Flensburgerin Beate Clasen-Liebers veröffentlicht ihren neuen Roman „Der Sommer, der eine Stadt veränderte“

Filz, Intrigen und Profite – Ein Roman nicht weit weg von der Flensburger Wirklichkeit

Die auch dem Arbeitskreis Kommunalpolitik freundschaftlich verbundene Aktivistin und zivilgesellschaftliche Akteurin Beate Clasen-Liebers hat mit „Der Sommer, der eine Stadt veränderte“ einen außerordentlicht spannenden Roman veröffentlicht. Ähnlichkeiten mit Flensburg sind nicht rein zufällig.

Das meint Manfred Enderle, Deutsche Literaturgesellschaft zum neuen Roman von Beate Clasen-Liebers:

Gleich zu Beginn möchte ich auf die hervorragenden Kenntnisse der Autorin in Bezug auf kommunale, finanzielle, soziale und politische Gegebenheiten und Zusammenhänge hinweisen!! Der Text erscheint sehr authentisch und die Autorin hat bewundernswerte epische Fähigkeiten!
Dieser Tatsachenroman (?) bricht vor allem eine Lanze für Normalbürger, für die Schwachen, Kranken, Obdachlosen und Gestrauchelten. Das ist wohl das löblichste an diesem Opus magnum und vermutlich auch die Intention der Autorin.
Nachfolgend einige Passagen bzw. Statements, die herausragen:
Die Apothekerin Frau Kurz, die man als Protagonistin bezeichnen kann, muss sich mit der aufwendigen und immer stärker zunehmenden Bürokratie im Gesundheitswesen abmühen.
Sie ist auch politisch sehr interessiert und kämpft mit Gesinnungsgenossen gegen die Privatisierung eines kommunalen Heizkraftwerkes, die einem Investoren-Konsortium eine hohe Rendite verspricht.
Es geht, wie üblich, um Gewinnmaximierung und Immobilien-Deals, die ein Investoren-Clan realisieren möchte.
Weiter gibt es einen Konflikt zwischen der Johannes-Gemeinde und der Ansgar-Gemeinde
Der beliebte Pastor Frank Volkert (Johannes-Gemeinde) hat den einflussreichen Propst Christiansen (Ansgar-Gemeinde) gegen sich. Dieser Propst umgibt sich gerne mit den Betuchten, lässt sich von ihnen hofieren und unterstützt sogar deren zwielichtige Geschäfte. Seit Jahren macht er der Johannes-Gemeinde das Leben schwer, verhindert Aktivitäten, die zum Beispiel die Jugendlichen und die Arbeitslosen fördern könnten (u. a. Methadon-Projekt).
„Seit Jahrzehnten bestimmen wenige Personen, was in der Stadt geschehen soll und was nicht. Die meisten von ihnen sitzen im Rat. Und der Rest gehört zu der oberen Klasse, wie Unternehmer Hossel, Immobilienmakler Denker, Möbelhausbesitzer Fescher, Fabrikant Kruskowski, aber auch Bankdirektor Klebe. Und eben die Hauptakteure, die Investmentbanker, die sogenannten Finanzdienstleister Emmerding und Sibbert. Diese üben Einfluss auf die politischen Vertreter aus. Entsprechende Personen in der Stadtverwaltung sind dabei behilflich.
Auch das Gebäude der beliebten Musikschule soll verkauft werden, weil man an der Stelle ein gewinnträchtiges Vier-Sternehotel bauen will.
Zur Durchsetzung ihrer Interessen schrecken die Geldgierigen auch nicht vor einem Überfall auf den beliebten und in sozialen Belangen äußerst engagierten Pastor Volkert zurück. Er wird schwer verletzt und liegt kurze Zeit im Koma. In diesem Zusammenhang kommt auch der Bankdirektor Klebe ums Leben.
Ein Whistleblower wird gebrandmarkt, obwohl er zur Klärung einiger unzumutbarer Sauereien beigetragen hatte. Er konnte es mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbaren, dass eine bestimmte Clique wieder einmal auf Kosten der Bürger Kasse machen wollte.
Die Staatsanwaltschaft konstatiert, dass es hier ein enges Netzwerk gibt, dass sich konsequent auf Kosten der Bürger der Stadt bereichert, in enger Zusammenarbeit mit einigen Mitarbeitern der Verwaltung, insbesondere mit dem Mitarbeiter Greiter, der bestochen wurde.
Mindestens einer der involvierten Unternehmer verschiebt Millionen auf ein Schließfach in Panama. Steuerhinterziehung! Es handelt sich dabei um den forschen Arbeitgebertyp Kruskowski, der nur seine eigene Gewinnmaximierung im Kopf hat. Ein Interesse oder gar eine Empathie für seine Mitarbeiter ist in seinem Menschenbild nicht vorhanden.
Auf sein Konto geht auch das trostlose Schicksal des fast zu Tode gekommenen Dennis Forster. In diesem Zusammenhang kann man den bürokratischen Wust der Arbeits- und Sozialämter kennenlernen.
Der Fall Dennis Foster zeigt auch, wie unmenschlich das System sich entwickelt hat und dass es dadurch potenziert wird, dass bestimmte Menschen sich als Elite verstehen, sich als Herrscher aufspielen und meinen, sich über alle moralischen Normen hinwegsetzen zu können.der-sommer-der-eine-stadt-veraenderte

Lesung: Silke Scheuermann liest aus »Wovon wir lebten«, Montag, 6. März 2017, um 19.30 Uhr werkstatt der Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung in Flensburg

Einladung

Buchvorstellung und Lesung mit Silke Scheuermann –
die Autorin liest aus ihrem neuen Roman
»Wovon wir lebten«

Viel gelobt wurde die Autorin Silke Scheuermann für ihre Gedichtbände und und ihre Romane, vor allem für die Beziehungs-Novelle „Die Stunde zwischen Hund und Wolf“ – jetzt kommt sie mit einem umfänglichen Entwicklungsroman.
Im Mittelpunkt der über 500 Seiten starken Geschichte stwovon-wir-lebten_eht Marten Wolf, der aus einem zerrissenen Elternhaus stammt und sich bereits in jungen Jahren um die alkoholkranke Mutter und die kleine Schwester kümmern muss. Große Erwartungen an das Leben hat Marten nicht.
Er wächst in einem Umfeld auf, das von illegalen Geschäften, Schlägereien und Sex beherrscht wird. Nach einer Lehre und Schichtarbeit in einem hessischen Großbetrieb nehmen Drogen seinen Alltag gefangen. In der Entzugsklinik lernt er Peter kennen, einen ehemaligen Restaurant- und Clubbesitzer. Dieser entdeckt Martens Talent zum Kochen. Als die beiden gemeinsam das Edellokal Happy Rabbit in Frankfurt eröffen, scheint das Happyend nah – bis das kriminelle Milieu ihn wieder einzuholen droht.

Beinhart lässt Silke Scheuermann ihren Protagonisten diese Tour de Force durchlaufen und durchleiden: Ohne Schnörkel und Beschönigungen, in einer authentischen und direkten Sprache nimmt der Leser teil an Martens Leben – sowohl mit seinen tragischen Wendungen als auch mit den glücklichen Fügungen. Auffällig ist die Genauigkeit und Einfühlsamkeit der Autorin in ihren männlichen Helden, auch wenn der über weite Strecken nicht gerade ein Sympathieträger ist.

„Wovon wir lebten“ ist ein Roman, der sehr zu loben ist – ein Lesevergnügen!

Lesung:
Silke Scheuermann liest aus »Wovon wir lebten«

Montag, 6. März 2017,  um 19.30 Uhr
werkstatt der Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, Große Str. 34
Eintritt: 6,– Euro ( 4,– Euro erm.)
Platzreservierung erbeten unter Tel. 24 901

Eine Veranstaltung in Kooperation mit „Tigerberg e.V.“

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