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Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange will für SPD-Bundesvorsitz kandidieren

„Ein erster Schritt, die SPD wieder zu dem zu machen, was sie einst war: eine stolze Partei der sozialen Gerechtigkeit.“

Angesichts der Führungsdebatte in der Bundes-SPD hat nun auch die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange ihren Hut in den Ring geworfen und will für den Bundesvorsitz der SPD kandidieren.

Dabei würde sie vorraussichtlich gegen die  bisherige Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und ehemalige Arbeitsminsiterin Andrea Nahles antreten. Simone Lange, die für die SPD in der Flensburger Ratsversammlung saß und ebenfalls Abgeordnete des schleswig-holsteinischen Landtages war, möchte bei der Neubesetzung des SPD-Bundesvorstandes vor allem den Mitgliedern wieder eine Stimme geben und spricht sich gegen Pläne des SPD-Vorstands aus, Frau Nahles ohne die Parteibasis wirklich zu beteiligen schon vorab als Bundesvorsitzende zu inthronisieren. Sie fordert dafür eine offene Debatte und nicht eine Wahl, bei der lediglich der Vorschlag der Parteiführung von der Mitgliederbasis abgewunken wird.

In einem offenen Brief an den Bundesvorstand der SPD begründet Simone Lange ihre Absicht:

Liebe Genossinnen und Genossen,

wie so viele habe ich in den letzten Tagen die Diskussion um die Neubesetzung des Bundesvorsitzes unserer Partei verfolgt. Ich kann das Gefühl der Ohnmacht vieler Mitglieder gegenüber denen, die in Berlin Entscheidungen treffen, ohne die Basis einzubeziehen, sehr gut nachvollziehen.

Das Amt der Bundesvorsitzenden ist von weitreichender Bedeutung für die gesamte Partei und das gesamte Land und darf nicht von einer kleinen Gruppe intern festgelegt werden. Ich finde, es sollte eine offene Diskussion um die Besetzung geben, jedes Mitglied muss die Möglichkeit haben, sich über Kandidatinnen und Kandidaten zu informieren und seine oder ihre Meinung dazu abzugeben. Eine Einzel-Kandidatur, die von Funktionsträgerinnen und -trägern beschlossen und ohne große Diskussion durchgewunken wird, kann kein Zeichen für einen Aufschwung oder einen Neuanfang sein. Sie wird nur das Ohnmachtsgefühl vieler bestätigen.

Ich werbe für eine Basiskandidatur und möchte den Mitgliedern wieder eine Stimme geben und sie an diesem Entscheidungsprozess ernsthaft beteiligen. Ich möchte der Partei eine Wahl ermöglichen. Das wäre ein erster Schritt, den Mitgliedern wieder das Gefühl zu geben, dass sie es sind, die die Stimmung und die Richtung der Partei bestimmen. Ein erster Schritt, die SPD wieder zu dem zu machen, was sie einst war: eine stolze Partei der sozialen Gerechtigkeit.

Ich habe mich daher entschlossen, mich für das Amt der Bundesvorsitzenden zu bewerben und möchte euch als erste darüber in Kenntnis setzen. Viele von euch haben mich dazu ermutigt, andere haben mich auf das hingewiesen, was daraus folgen kann. All denen möchte ich an dieser Stelle noch einmal danken. Ich bin überzeugt davon, dass dieser Schritt jetzt notwendig ist, denn mutige Politik braucht mutige Entscheidungen.

Eure

Simone

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Eilmeldung: Kulturhauptstadt-Kandidatur von Sonderburg und Flensburg gescheitert – Internationale Jury entscheidet sich für Aarhus

Jury entscheidet sich für Aarhus – Kandidatur Sonderburgs gescheitert, aber nicht vergeblich!

Flensburg. Nach fast vierjähriger Vorbereitung und einer spannenden letzten Phase des Bewerbungsmarathons hat die internationale Jury, bestehend aus 6 dänischen Vertretern und 7 Vertretern aus anderen europäischen Ländern, ihr Urteil gefällt. Nachdem beide dänische Kandidaten für die zweite Bewerbungsrunde zugelassen wurden, hat sich die Jury nun letztendlich für den heimlichen Favoriten Aarhus entschieden.
„Unsere Anstrengungen, den Titel nach Sonderburg und in die Grenzregion zu holen sind damit zwar gescheitert, die Kandidatur war aber keinesfalls vergeblich“, kommentiert Flensburgs Oberbürgermeister Simon Faber die Entscheidung. „Mit der vereinbarten kulturellen Zusammenarbeit auch über die Kandidatur hinaus haben wir das Ziel, eine europäische Kulturregion zu werden, formuliert und werden dieses in den kommenden Jahren mit Leben füllen“, so Faber weiter. „Unseren Freunden in Aarhus gratulieren wir natürlich zu ihrem Sieg. Mit der vereinbarten Zusammenarbeit der beiden Städte, unabhängig von der Titelvergabe, haben wir es aber eigentlich mit zwei Gewinnern des heutigen Tages zu tun“.
Auch die beiden Kreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland bedauern, dass Sonderburg den Titel nicht gewonnen hat, schauen aber mit Zuversicht auf die künftige kulturelle Zusammenarbeit in der Region. „Ich bedauere dieses Votum“,  wertet Schleswig-Flensburgs Landrat, Dr. Wolfgang Buschmann, die Entscheidung. „Doch schon die Bewerbung hat uns noch mehr zusammengeschweißt. Jetzt heißt es, all die positiven Elemente in den Focus zu nehmen und unser gemeinsames Potential in der deutsch-dänischen Kulturregion „Sønderjylland-Schleswig“ weiter zu entwickeln.
„Schon die Zusammenarbeit im Vorfeld der Bewerbung hat das Wir-Gefühl der Region gestärkt“, stellt der nordfriesische Landrat Dieter Harrsen fest. „Dabei sind sehr viele gute Ideen entstanden, die jetzt nicht einfach in den Aktenschrank gehängt werden dürfen. Auch ohne die Fördermittel aus Brüssel sollten wir die Ärmel aufkrempeln und die besten Vorschläge gemeinsam verwirklichen.“
Die in der gemeinsamen Bewerbung entwickelte Vision einer „Countryside Metropolis“ wird also auch ohne den Titel Kulturhauptstadt weiter mit Leben gefüllt werden. Denn die darin enthaltenen Ansätze einer wirtschaftlich starken und kulturell vielfältigen Entwicklung des ländlichen Raumes sind für die Zukunft der gemeinsamen Region unabdingbar.

Clemens Teschendorf, Stadt Flensburg, Pressestelle des Rathauses

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