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Öffentliche Ringvorlesung „Astronomie und Raumfahrt“ der Hochschule Flensburg

Hochschule startet ins Weltall

Vier Veranstaltungen im Juni und Juli mit hochkarätigen Wissenschaftlern, spannenden Vorträgen und freiem Eintritt

Ein Höhepunkt ist sicher der Vortrag vom Chef der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Doch auch die weiteren Gäste der öffentlichen Ringvorlesung „Astronomie und Raumfahrt“ haben es in sich.

Warum man überhaupt zu einer Mission zu einem Kometen gestartet ist, wie man auf unbekanntem Terrain landet und was man auf dem Kometen vorfindet. Darum geht es in den ersten beiden Vorträgen im Rahmen der Ringvorlesung „Astronomie und Raumfahrt“ an der Hochschule Flensburg. Vor Andrea Accomazzo, verantwortlich für die Flugbahnberechnung auf dem Weg zum Kometen, wird dazu Holger Sierks für Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung sprechen. Sierks war bereits bei der ersten Vortragsreihe zu diesem Thema Ende 2015 dabei. Die Premiere war ein voller Erfolg: „Nicht nur Studierende, sondern auch zahlreiche Gäste aus der Stadt und der Umgebung waren begeistert von den Vorträgen“, sagt Rainer Christiansen, Leiter des Menke Planetariums der Hochschule in Glücksburg.

Christiansens Kollege von der Hamburger Sternwarte, Jochen Liske, wird über „Dunkle Energie und Riesenteleskope“ sprechen. Den Höhepunkt der Reihe bildet sicher der Vortrag von Jan Wörner. Der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA zieht einen Vergleich zur amerikanische Weltraumbehörde NASA. „Der Vortrag wird die Ähnlichkeiten und die Unterschiede von NASA und ESA darstellen und die veränderte Positionierung der heutigen Raumfahrt im Vergleich zu den Aktivitäten im kalten Krieg erläutern“, verrät Rainer Christiansen.

Die Termine:

08. Juni: „Von Steilhängen und Staubfontänen – Der Rosetta-Komet“,
Dr. Holger Sierks, Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung

15. Juni: „Rosetta Flight Operations Challenges
How and why we orbited and landed on a comet”,
Andrea Accomazzo, Head/Solar and Planetary Missions Division ESA

22. Juni: „Dunkle Energie und Riesenteleskope“,
Prof. Dr. Jochen Liske, Hamburger Sternwarte – Universität Hamburg

13. Juli: ESA – die europäische NASA?
Prof. Dr.-Ing. Jan Wörner, ESA Generaldirektor

Die ersten drei Vorträge finden im Hörsaal H14, der letzte im Audimax statt. Beginn ist jeweils 18 Uhr. Der Eintritt für die öffentliche Ringvorlesung ist frei.

Mehr zur Veranstaltung unter: https://hs-flensburg.de/hochschule/aktuelles/2017/5/31/hochschule-startet-ins-weltall

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„Es lebe die Freiheit!“ – Ausstellung und Veranstaltungsreihe zum Widerstand junger Menschen gegen den Nationalsozialismus – 15.10. bis 3.11.2012 – Zentrale Hochschulbibliothek Flensburg

Ausstellungseröffnung

Montag, 15. Oktober, 18.00 Uhr, im Foyer der Zentralen Hochschulbibliothek

Vortrag und Einführung in die Ausstellung durch den Politikwissenschaftler Thomas Altmeyer M. A. vom Studienkreis Deutscher Widerstand

Die Jugend war ein wichtiger Pfeiler beim Ausbau der nationalsozialistischen Herrschaft; sie sollte Garant für die Zukunft des Systems sein. Hitlerjugend und Bund Deutscher Mädel wurden zur Verpflichtung für eine ganze Generation.

Nur wenige fanden den Mut, sich zu widersetzen. Die Ausstellung des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933–1940 ,,Es lebe die Freiheit – Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus“ erinnert an diese standhaften Jugendlichen und will mit ihrem Beispiel Mut machen. Viele der jugendlichen Aktivisten, die sich – allein oder in Gruppen – gegen das NS-System zur Wehr setzten, bezahlten ihre Zivilcourage mit dem Leben. Gegen den Strom zu schwimmen und sich gegen Unrecht zu wehren, heißt immer, ein hohes Risiko einzugehen – damals wie heute.

Die Ausstellung würdigt den mutigen Einsatz von: Bernhard Becker, Marianne Cohn, Eugen Herman-Friede, Heinz Gärtner, Hans Gasparitsch, Hanno Günther, Hildegard Hammermann, Helmut Hirsch, Wera Jeske, Michael Jovy, Walter Klingenbeck, Lorenz Knorr, Gertrud Liebig, Gerhard Liebold, Robert Limpert, Günter Pappenheim, Anton Reinhard, Georgia Taneva, Bruno Tesch.

Dargestellt wird außerdem das Wirken der Baum-Gruppe, der Edelweißpiraten, der Roten Kapelle, der Swing-Jugend, der Weißen Rose sowie des jugendlichen Widerstands.

Den Programmflyer zur Ausstellung mit den Beschreibungen und Terminen der begleitenden Veranstaltungen gibt´s hier: es_lebe_die_freiheit föyer

Allgemeine Infos zur Biografie der jugendlichen AktivistInnen und zur Ausstellung

Weitere Infos zur Biografie der jugendlichen AktivistInnen, wie auch zur Konzeption und didaktischen Idee der Ausstellung finden sich in einem Beitrag von Thomas Altmeyer: „Es lebe die Freiheit!“ Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus – Über die neue Ausstellung des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933–1945 unter: Altmeyer – Es lebe die Freiheit

Trägerkreis und Veranstalter: Der Trägerkreis “erinnern um zu lernen – gedenken um zu verändern” hat sich seit 1998 durch seine Novemberreihen zu den Themen “60 Jahre Reichspogromnacht” (1998), “Frauen in Konzentrationslagern” (2000), ”Kinder im KZ Theresienstadt” (2002), “Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma” (2004), „Oneg Shabbat – Das Untergrundarchiv des Warschauer Ghettos“ (2006), „Vor aller Augen – Fotodokumente des nationalsozialistischen Terrors in der Provinz“ (2008) und „Die Rote Kapelle“ (2010) in Flensburg und darüber hinaus einen Namen gemacht.

Dem Trägerkreis gehören an: Evangelisches Frauenwerk Flensburg, Evangelische Studierenden-Gemeinde Flensburg und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Flensburg. Weiter zählen zu den Veranstaltern im Jahr 2012: Zentrale Hochschulbibliothek Flensburg, Kulturbüro der Stadt Flensburg, DGB Region Schleswig-Holstein Nordwest, IG Metall Flensburg und der Kirchenkreis Schleswig Flensburg.

Zum Thema auch ein Buch-Tipp

Elisabeth Zöller: Wir tanzen nicht nach Führers Pfeife – Ein Tatsachen-Thriller über die Edelweißpiraten. Ganz neu erschienen im Hanser-Verlag, Hard-Cover, 352 Seiten, empfohlen ab 12 Jahren, Preis 16.90 €, ISBN 978-3-446-24024-7

Zum Inhalt: 1943, in den Trümmern Kölns. Der 17-jährige Paul ist in den Augen der Nationalsozialisten Halbjude. Als er in ein Lager gebracht werden soll, taucht er in der zerbombten Stadt unter. Auf seiner Flucht lernt er Franzi, deren Bruder und einige andere Jungen kennen, die mit der HJ nichts zu tun haben wollen. Sie treffen sich am alten Bunker, rauchen und erzählen sich Naziwitze. Manchmal verteilen sie auch Flugblätter oder planen Sabotageakte. Als einer von ihnen bei einem Überfall erschossen wird, nimmt ihr Leben eine dramatische Wende: Sie geraten ins Visier der Gestapo. Ein spannendes Jugendbuch über den Widerstand im Nationalsozialismus.

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