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Wie weiter, Werft? – Hofgespräch des DGB mit Michael Schmidt am 01.10.2020 in Flensburg

Donnerstag 1. Oktober, 18 Uhr
Unter dem Zeltdach im Hinterhof des Gewerkschaftshauses
Große Str. 21-23 in Flensburg

Anmeldung erbeten

Gefühlt kaum ein Jahr ohne Hiobsbotschaft von der Flensburger Werft mit – danke dafür! – Rettung in letzter Sekunde. Dabei nahm die Stammbelegschaft beständig ab, Eigentümer wechselten so schnell wie die zu bauenden Schiffsmodelle.

Das geht aber nicht nur Flensburg so. Deutschlandweit taucht ,,Werft“´in den öffentlichen Debatten fast immer in Kombination mit ,,Krise“ auf.
Höchste Zeit für uns mal wieder einen Blick auf die Branche zu werfen, aber im Speziellen auch auf die FSG: ist ,,das Gröbste“ mindestens für absehbare Zeit wieder einmal überstanden? Reicht die halbierte
Stammbelegschaft, um ein Schiff zu bauen? Gibt es überhaupt eine Perspektive aus der Kurzarbeit? Was verspricht der neue Eigentümer?
Das sind nur einige der Fragen die wir mit
Michael Schmidt, Geschäftsführer der IGM FL, besprechen wollen.
Darauf freuen wir uns sehr – genauso wie auf euch !

Coronabedingt teilnahmebegrenzt und nur nach bestätigter Anmeldung
unter flensburg@dgb.de.

V.i.S.d.P.: DGB SH Nordwest, S. Uhl, Stadtverband Flensburg, Große Straße 21-23.

Tennor Holding von Lars Windhorst darf Flensburger Werft kaufen

Die noch nicht fertig gestelle „Honfleur“ am Ausrüstungspier der Flensburger Werft – Foto: Jörg Pepmeyer

Gläubigerversammlung stimmt Verkauf zu – Neustart der Werft Ende August

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Die Gläubigerversammlung hat dem Verkauf der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft und einem Schuldenschnitt zugestimmt. Ebenso stimmte sie einem Vergleich mit dem norwegischen Siem-Konzern, der 2014 die Werft übernommen hatte, zu. Damit können Investor Lars Windhorst und seine Tennor Holding die insolvente Werft voraussichtlich Ende August übernehmen und den Werftbetrieb weiterführen. Insolvenzverwalter Dr. Christoph Morgen teilte nach der Gläubigerversammlung auf dem Flensburger Werftgelände mit, dass der Kaufvertrag bereits schon unterschrieben sei. Damit würden fast 350 der ehemals mehr als 650 Werft-Beschäftigten ihren Arbeitsplatz behalten. Anfang August waren aufgrund der unsicheren Zukunft der Werft 300 von ihnen in eine Transfergesellschaft gewechselt.

Ende August soll dann mit dem Bau zweier RoRo-Fähren die Werft wieder neu starten. Die beiden Schiffbauaufträge im Wert von 100 Millionen Euro hatte Investor Lars Windhorst bereits vor ein paar Wochen zugesagt. Ob die Fertigstellung der noch am Ausrüstungskai der Werft liegenden „Honfleur“ und ursprünglich von Brittany Ferries in Auftrag gegebenen Großfähre in Flensburg erfolgt, ist allerdings noch nicht sicher. Sollte sich der neue Werft-Eigentümer dafür entscheiden, könnten viele Ex-Beschäftigte, die jetzt in der Transfergesellschaft untergekommen sind, wieder in Arbeit gesetzt werden. Der Betriebsrat der Werft und die IG Metall wünschen sich daher eine entsprechende Entscheidung des neuen Eigentümers.

Flensburger Werft: Kaum noch Hoffnung auf Rettung

Eröffnung des Insolvenzverfahrens für die FSG: Gläubiger werden aus den Verkaufserlösen des Werfteigentums bedient, zu dem auch die noch nicht fertiggestellte RoRo-Fähre Honfleur gehört. – Foto: Jörg Pepmeyer

700  Beschäftigte sollen in Transfergesellschaft überführt werden

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Nach Pressemeldungen werden für die Werft die nächsten Schritte im Rahmen des Insolvenzverfahrens eingeleitet. Auf einer Betriebsversammlung informierte die Geschäftsführung der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft die Belegschaft über den Stand der Dinge. Bisher konnte noch kein Käufer für die Werft gefunden werden. Zwar gebe es entsprechende Verhandlungen mit der deutsch-russischen Pella Sietas Gruppe, die hätten aber bisher noch zu keinem Ergebnis geführt. Es sei ebensowenig absehbar, ob es überhaupt zu einem Verkauf kommt.

Ab 1. August wird das Amtsgericht Flensburg voraussichtlich das Insolvenzverfahren für die Werft eröffnen. Dies würde bedeuten, dass das Eigentum der Werft einzeln verkauft werden kann. Dazu gehört auch die noch nicht fertiggestellte RoRo-Fähre Honfleur, für die es bisher noch keinen Käufer gibt. Aus den Erlösen würden dann die Gläubiger der Werft bezahlt.

Gleichzeitig soll für die rund 700 von Arbeitslosigkeit bedrohten Beschäftigten die Gründung einer Transfergesellschaft vorbereitet werden.

Mehr dazu auch in einer Meldung des NDR vom 14.07.2020: Nächste Stufe der Insolvenz – FSG bereitet sich vor unter:  https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Naechste-Stuefe-der-Insolvenz-FSG-bereitet-sich-vor,fsg328.html

Norweger steigen aus – Investor Lars Windhorst übernimmt Flensburger Werft vollständig

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Nach einer Meldung des Wirtschaftsministeriums in Kiel hat der Investor Lars Windhorst die angeschlagene Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) vollständig übernommen. Seine Investmentgesellschaft Tennor Holding B.V. sei nun alleiniger Eigentümer, teilte die FSG am letzten Freitag mit. Die norwegische Siem Europe habe ihre restlichen Geschäftsanteile an Windhorsts frühere Sapinda Holding übertragen. Die Sapinda Holding war Anfang des Jahres bei der 1872 gegründeten FSG eingestiegen und hatte 76 Prozent der Anteile übernommen. Im Mai wurde die Sapinda in Tennor umbenannt.

Der norwegische Konzern Siem Industries – seit September 2014 an der FSG beteiligt – kündigte an, weiter eng mit Tennor, den Kunden sowie den Lieferanten der FSG zusammenzuarbeiten, um das langfristige Wachstum und somit die Zukunft der Werft zu sichern. Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft hatte im April für das vergangene Jahr bei einem Umsatz von 213 Millionen Euro einen Nettoverlust von 111 Millionen Euro ausgewiesen. Vor allem die Verzögerungen bei einem Neubau waren Schuld an den tiefroten Zahlen.

Ebenfalls am Freitag teilte die FSG mit, dass sie ein weiteres sogenanntes Ro-Ro-Schiff an Siem übergeben habe. Es sei das bereits siebte Schiff. Die «Leevsten» ist knapp 210 Meter lang, 26 Meter breit und hat eine Tragfähigkeit von 11 900 Tonnen. Die Fähre habe einen Tiefgang von 6,45 Metern und verfüge über eine Ladekapazität von 4076 Spurmetern. Ein Spurmeter entspreche einem laufenden Meter Ladespur von zwei Metern Breite.

Demonstration und Kundgebung für die Arbeitsplätze und die Zukunft der Küste am 8.4.2013 in Kiel

Demo Maritime Konferenz  KielChancen für die Küste nutzen! Dafür gehen wir am 8. April in Kiel auf die Straße.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung ist im größten Maße fahrlässig gegenüber der Natur, den Mensch und den Arbeitsplätzen.

Da am 8. April die Achte Nationale Maritime Konferenz in Kiel stattfindet, an der auch die Bundeskanzlerin teilnimmt, werden wir zu einer Demonstration mit Kundgebung aufrufen.

Wir werden am Montag, 8. April mit einem Bus nach Kiel fahren (dir entstehen natürlich keine Kosten!):

8.30 Uhr:   Achtung – Der Bus wird aufgrund des Jahrmarktes nicht wie geplant von der Exe fahren können, nun ist der Treffpunkt der Parkplatzder Eckener-Schule auf der anderen Straßenseite. Dort stehen euch Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Die Uhrzeit ändert sich nicht.

und
8.45 Uhr:   Bus-Abfahrt FSG
10.30 Uhr:   Demonstrationszug zur Sparkassen-Arena-Kiel (ehemalige Ostseehalle)
13.00 Uhr:   nach der Kundgebung Rückfahrt mit dem Bus

Wir gehen auf die Straße, weil wir von der Bundesregierung fordern:
– Energiewende beschleunigen!
– Finanzierung von Schiffbau und Offshore-Anlagen in Deutschland sichern
– Sicherung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen in gefährdeten Betrieben
– Mehr Geld für Forschung und Entwicklung sowie Innovationen

Meldet euch unbedingt bei mir (bis 2. April) an und teilt mit, wie viele von euch mitkommen.

Ich danke und wünsche eine erholsame Osterzeit.

Michael Schmidt
IG Metall Flensburg
1. Bevollmächtigter

Rote Str. 1
24937 Flensburg

fon.:   04 61 / 1 44 40 22
mobil:  01 70 / 33 33 219
mail:   michael.schmidt@igmetall.de
fax:    04 61 / 1 44 40 29

Homepage http://netkey40.igmetall.de/homepages/flensburg/

Mitglied werden: https://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/view_beitrittsformular.htm

Hier geht´s zum Demo-Flyer: Aufruf_Maritime_Konferenz

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