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Stadtwerke Flensburg: Neue Preise ab Januar 2019 für Strom, Wasser und Fernwärme

Strompreis steigt erheblich – Fernwärme und Wasser verteuern sich ebenfalls

Gestiegene Beschaffungskosten sorgen für höhere Energiepreise

Flensburg: Die Beschaffungskosten für die Rohstoffe zur Energieproduktion und die Preise für CO2-Zertifikate sind gestiegen. Zum Teil erheblich. Darum müssen, so die Stadtwerke Flensburg, der Strompreis und der Preis für Flensburger Wärme zum 1. Januar 2019 angehoben werden. Wasser verteuert sich ebenfalls.

Zu Beginn des Jahres 2018 hatte das Unternehmen den Strompreis für die Grundversorgung noch um 4,5% senken und die Energiekosten für 2018 insgesamt stabil halten können.

Für 2019 ist das nicht möglich. Die seit Monaten stetig steigenden Rohstoff- und CO2-Zertifikatspreise erhöhen nach Angaben der Stadtwerke die Kosten für die Produktion von Strom und Flensburger Wärme im Flensburger Kraftwerk erheblich. Laut Heinz-Gerhard Gülck, Vertriebsleiter der Stadtwerke konnte das Unternehmen deren Einfluss aber abmildern: „35% der Kostensteigerung geben wir nicht an unsere Kunden weiter. Durch Optimierungen in unseren Prozessen und einige besser als geplant laufende Geschäftsaktivitäten konnten wir die Auswirkungen für unsere Kunden deutlich reduzieren.“  Insgesamt sei die Kostensteigerung aber so hoch, dass die Stadtwerke die Energiepreise zum 1. Januar 2019 wie folgt anpassen müssen:

2019 2018 Differenz
19 vs 18
Strom (Einfachtarif)  
Arbeitspreis ct /kWh 31,15 28,41 2,74
Grundpreis Euro / Jahr 89,88 89,88 0,00
Flensburger Wärme  
Arbeitspreis sekundär Euro / MWh 68,76 65,93 2,83
Arbeitspreis Euro / MWh 67,25 64,48 2,77
Grundpreis Euro / Jahr 529,54 508,20 21,34
Wasser  
Arbeitspreis Euro / m³ 1,72 1,69 0,03
Grundpreis Euro / Jahr 81,88 80,35 1,53

Beim Wasser ist eine Anpassung notwendig, um die höheren Ausgaben für Instandhaltung und Reparaturen im Wassernetz auszugleichen. Es ist die erste Änderung des Grundpreises seit 1. Februar 2011, also seit fast 8 Jahren.

Zusammen gefasst bedeutet das: Für eine Wohnung fallen im nächsten Jahr im Schnitt für Strom, Flensburger Wärme und Trinkwasser rund 7 Euro pro Monat mehr an, für ein Haus sind es 17 Euro.

Stadtwerke Flensburg: Neue Preise ab 2018 für Strom, Wasser und Fernwärme

Strompreis sinkt – Fernwärmepreis steigt

Flensburg: Der Strompreis für die Grundversorgung sinkt im nächsten Jahr ab 1. Januar um 4,5%. Der Wasserpreis geht erstmals nach vier Jahren ohne Anpassung leicht nach oben. Nachdem der Fernwärmepreis in 2017 konstant blieb, steigt er in 2018 um rund 2,8%. In der Summe bleiben die Energiekosten für 2018 stabil.

Der Grund für den sinkenden Strompreis sind vorrangig die gesunkenen, vorgelagerten Netznutzungsentgelte. Diese werden von den großen, überregionalen Stromnetzbetreibern erhoben, um die Stromnetze zu betreiben und neue Leitungen zu bauen. Die Kosten dafür werden über die Netzentgelte über den regionalen Stromanbieter an den Verbraucher weitergegeben. Während die Steuern und Umlagen u.a. auch die für die Förderung der erneuerbaren Energien sich zum nächsten Jahr nur leicht verändern und sich alle Abgaben und Umlagen unter dem Strich nahezu ausgleichen, gehen die vorgelagerten Netznutzungsentgelte deutlich nach unten. Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke will diese Senkung komplett weitergeben: „Wir können die vorgelagerten Netznutzungsentgelte zwar nicht beeinflussen, aber wir können entscheiden, wie wir damit umgehen. Wir wollen und werden die signifikante Senkung dieser Entgelte 1:1 durchreichen und komplett an unsere Kunden weitergeben, sodass wir damit den Strompreis senken können.“ Heinz-Gerhard Gülck, Vertriebsleiter der Stadtwerke ergänzt: „Je nach Größe des Haushaltes sinken dadurch im nächsten Jahr die Stromkosten um rund 30 bis 60 Euro. Ich möchte hier auch noch einmal herausstellen, dass wir mit diesem Arbeitspreis unter dem Niveau des Jahres 2013 liegen.“

Im Detail geht der Arbeitspreis für Strom in der Grundversorgung von 29,96 Ct/kWh auf 28,41 Ct/kWh nach unten. Der Grundpreis bleibt konstant.

Nachdem die Stadtwerke den Wasserpreis vier Jahre lang konstant halten konnten, wird dieser für 2018 leicht angepasst werden. Er geht um 3 Ct für 1.000 Liter (=1 m³) Wasser nach oben. In Zahlen sind das 1,69 Euro pro m³ in 2018 im Vergleich zu 1,66 Euro für die Jahre 2014 bis 2017. Der Grundpreis bleibt hier wie beim Strom konstant.

Für die Fernwärme hatten die Stadtwerke den Preis im Jahr 2017 nicht verändert. Die Ausgaben für den Substanzerhalt in den Netzen und in der Energieerzeugung machen hier eine Anpassung für 2018 notwendig. So steigt der Grundpreis für Fernwärme um 1%. Die Arbeitspreise für das Primär- und Sekundärnetz gehen um 3,5% nach oben (Primär: von 62,30 auf 64,48 und Sekundär von 63,70 auf 65,93 Euro/MWh). Das macht bei einer Wohnung 1,43 Euro pro Monat und bei einem Haus 5,45 Euro mehr.

In Summe werden Wohnungsinhaber im nächsten Jahr für Strom, Fernwärme und Trinkwasser 0,93 Euro weniger und Hausbesitzer 0,62 Euro mehr ausgeben. Prozentual sind das -0,72 bzw. 0,2 %.

Elektromobilität – Stadtwerke Flensburg unterstützen bei der Installation von E-Ladestationen

Flensburg: Die Stadtwerke Flensburg bauen ihr Dienstleistungsangebot aus: Neben der Planung, Auswahl und Konzeption von Ladestationen für Elektroautos bieten die Stadtwerke zukünftig allen gewerblichen Interessenten auch die Realisierung, Betriebsführung, Abrechnung und Wartung der Ladestationen an.

Dieses Angebot richtet sich an Unternehmen, die ihren Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern – bei Wohnungsbaugesellschaften auch ihren Mietern – eine Lademöglichkeit für Elektroautos zur Verfügung stellen möchten. Auch für Hotels und Gastronomie bieten E-Ladestationen ein attraktives Angebot für ihre Gäste.

Mit ihrem neuen Angebot treiben die Stadtwerke den Ausbau einer leistungsfähigen, flächendeckenden und sicheren Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität in der Region weiter voran. „E-Mobilität ist bislang noch kein Selbstläufer, wie die Zulassungszahlen verdeutlichen. Ein wichtiger Punkt, um die Akzeptanz für Elektromobilität zu erhöhen und den Markthochlauf zu beschleunigen, ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur. Hier wollen wir gern mit unserem Know-How unterstützen.“ so Oliver Rein, Abteilungsleiter Dienstleistungen bei den Stadtwerken. „Als Mitglied des Klimapaktes sehen wir es zudem als unsere Aufgabe an, den Klimaschutz in der Region weiter zu fördern.“

Die Stadtwerke Flensburg unterstützen dabei im Vorfeld bei der Planung und Konzeption und beraten gern bezüglich Leistung, Anzahl und Modell der Ladestationen. Im Betrieb übernehmen die Stadtwerke den Abrechnungsservice sowie innerhalb des Netzgebietes Flensburg, Glücksburg und Harrislee auch die jährliche Wartung.

Den Strom liefern die Stadtwerke Flensburg gleich atomstromfrei und ökologisch in der richtigen Qualität mit.

Windgas aus Flensburg – Die EnergieGenossenschaft lädt ein zu Information und Diskussion am 25.3.2014 in Flensburg

EnergiegenossenschaftDie Energiewende nördlich und südlich der deutsch-dänischen Grenze

Zeit: Dienstag, 25. März 2014 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr
Ort: Stadtwerke Flensburg, Batteriestraße 48, 24939 Flensburg

Die EnergieGenossenschaft Flensburg lädt ein zum Austausch mit Experten aus der Wind – und Wasserstoffbranche, aus der Politik, der Wirtschaft und mit Bürgern und Bürgerinnen.
Diskutieren Sie mit uns über unser Konzept Power to Gas, als die zukünftige wirtschaftliche Chance für Flensburg und Umgebung, um lokale und regionale Kreisläufe nachhaltig zu sichern.

Im Podium:
• Simone Lange, MdL für Flensburg
• Maik Render, Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg
• Reinhard Christiansen, ARGE Netz
• Dr. Werner Diwald, Encon-Europe, Berlin und Prenzlau
• Ove Petersen, GP Joule, Reußenköge
• Frank von Bahlen, Greentec Campus Nordfriesland
• Ulrich Jochimsen, Aufsichtsrat EnergieGenossenschaft Flensburg

Als Gast wird Dr. Frank Nägele, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein anwesend sein. Wir werden
ihm im Rahmen dieser Veranstaltung unser Konzept überreichen.

Mit freundlichen Grüßen
Ursula Thomsen-Marwitz / Otto Hübner
Vorstand EGFL eG i. G.

Flensburg * Brixstraße 34c * post@energiegenossenschaft-flensburg.de

Tel. 0461 3155521 * Mobil: 015153712913 *

http://ees-ev.de/

Stadtwerke Flensburg übernehmen Stromnetz der Nachbargemeinde Harrislee

Schleswig-Holstein Netz AG und Stadtwerke Flensburg einigen sich über Übertragung der Stromnetze in Harrislee

(Pressemitteilugn der Stadtwerke Flensburg) Die Schleswig-Holstein Netz AG und die Stadtwerke Flensburg haben den Vertrag zum Kauf des Harrisleer Stromnetzes unterschrieben. Die Stadtwerke Flensburg werden damit zum 1. Januar 2014 Eigentümer der Stromleitungen der Grenzgemeinde mit allen Rechten und Pflichten.
Bereits im Jahr 2009 hatte sich der Flensburger Energieversorger kurz nach der Ausschreibung um die Stromnetz-Konzession in Harrislee beworben. Nach intensiven Verhandlungen unterschrieben am 16. Dezember 2011 Harrislees damaliger Bürgermeister Dr. Wolfgang Buschmann und Stadtwerke Flensburg Geschäftsführer Maik Render den sogenannten Stromnetz-Konzessions-Vertrag, der dazu berechtigt, in einer Stadt oder Gemeinde ein Stromnetz zu betreiben. Dies war Startschuss und Basis für den nächsten Verhandlungsblock. Denn Eigentümer des Stromnetzes war nicht die Gemeinde Harrislee, sondern die Schleswig-Holstein Netz AG, mit der ein Kaufpreis für das Stromnetz gefunden werden musste. Da es sich hier technisch, finanziell und vor allem strategisch um ein großes Projekt für die Stadtwerke handelt, war zu erwarten, dass dieser Prozess Zeit in Anspruch nehmen würde
Maik Render, Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg freut sich über den konstruktiven Verhandlungsverlauf: „Natürlich gibt es bei Verkäufen von Stromnetzen immer einen Interessenkonflikt. Ein Verkäufer soll etwas verkaufen, was er gar nicht verkaufen möchte. Der Käufer vermutet deswegen einen zu hohen Preis. Wenn beide Parteien sich das vor Augen halten und es schaffen, ausschließlich auf der Sachebene zu sprechen, kommen beide auch zu einem vernünftigen Ergebnis. Sicher ist es bei den Gesprächen mit der Schleswig-Holstein Netz AG auch mal hart zur Sache gegangen, aber eben nur um die Sache und immer mit gegenseitiger Wertschätzung. Herr Dr. Andreas Ostmann als Verhandlungsführer auf unserer Seite hat ein für beide Seiten tragfähiges Ergebnis erzielt. Und das ohne anwaltliche oder gerichtliche Unterstützung!“
Über den Kaufpreis für das Harrisleer Stromnetz ha-ben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.
Bei einem Blick auf die Landkarte, ist schnell erkenn-bar, wie gut die Orte Flensburg und Harrislee aus Stromnetz-Sicht zusammen passen. Die Harrisleer können sich darauf verlassen, dass die Stadtwerke Flensburg in Harrislee die gleichen hohen Standards an die Versorgungssicherheit und Stromversorgunganlegen, wie dies in Flensburg seit Jahrzehnten der Fall ist.
Das Stromnetz in Harrislee hat eine Länge von 153 Kilometern – dadurch wächst das Flensburger Strom-netz mit einer Länge von 1.085 Kilometern um 14 Prozent auf fast 1.240 Kilometer. Zu den 306 Netzstationen in Flensburg kommen 59 Harrisleer hinzu. Die Zählerzahl erhöht sich um 6.600 aus Harrislee oder etwa 10 Prozent auf insgesamt 70.600.

„Power to Gas“ – Info- und Diskussionsveranstaltung der EnergieGenossenschaft Flensburg am 22.8.2013 im Tableau Kulturcafé

Mehr alternative Energien für Flensburg!

Wir laden ein zu einem Dialog zwischen BürgerInnen und ExpertenInnen zum Thema: „Power to gas – eine große Chance für Flensburg und Umgebung“ mit:

Henning Brüggemann, Bürgermeister und Vorstand Klimapakt e.V., Flensburg

Ulrich Jochimsen, Netzwerk Dezentrale EnergieNutzung e.V/ Aufsichtsrat EGFL

Simone Lange, MdL (SPD) Schleswig-Holstein

Dirk Peddinghaus, Bundestagskandidat (SPD)

Ursula Thomsen-Marwitz, Vorstand EGFL

am Donnerstag,  22.08.2013
20.00 Uhr im Tableau Kulturcafe
Kurze Str. 1 , 24937 Flensburg

Die EnergieGenossenschaft Flensburg unterstützt den Vorschlag vieler FlensburgerInnen, in der Stadt verstärkt nach Dachflächen zu suchen, die sich für Solarmodule eignen. Das vor allem auch deshalb, weil Solarstrom aus Photovoltaik-Modulen mittlerweile auch wirtschaftlich attraktiv und konkurrenzfähig ist. Im September 2008 stellten die Grünen im Umwelt- und Planungsausschuss einen Antrag auf die Erstellung eines Solarkatasters, mit dem geeignete Dachflächen erfasst werden sollten. Wir halten dieses Kataster für besonders wichtig und notwendig und sind gespannt, wann dieses endlich der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Die Gründungsidee der Energiegenossenschaft Flensburg ist die Energiewende mit Power to gas für Flensburg und Umgebung. Die Industrie siedelte sich bisher dort an, wo günstige und sichere Energiequellen für die nächsten Jahrzehnte garantiert sind. Wind und Sonne stehen aber kostenlos überall zur Verfügung.

Hier hätte Flensburg eine gute Chance auf Arbeitsplätze und vermutlich auch, dass junge Menschen nach dem Studium in dieser Region bleiben. Eine zukünftige Einwohnerzahl von 100000 wäre dann eine realistische Größe. Flensburg, bereits in der Vorreiterrolle der Fernwärme, könnte auch hier dezentrale und kommunale Pionierarbeit leisten.

Weitere Hinweise in der Einladung: Energiegenossenschaft Flensburg 22.8. PDF

Mehr zur EnergieGenossenschaft Flensburg unter: http://www.energiegenossenschaft-flensburg-eg-i-g.de/

Solarstrom jetzt konkurrenzfähig – Eine Alternative auch für die Stadt Flensburg

Solarstrom erstmals preiswerter als Atomstrom

Vor vier Jahren sagten mir der ehemalige Vorstandsvorsitzende und Chef der Stadtwerke Flensburg, Matthias Wolfskeil im Brustton der Überzeugung, wie auch Peter Köhler, ehemaliger Aufsichtsratsratsvorsitzender, seines Zeichens zudem damals DGB-Vorsitzender in Flensburg, dass Solar-Strom niemals konkurrenzfähig sein wird. Aus diesem Grund würden sich die Flensburger Stadtwerke grundsätzlich nicht mit diesem Thema beschäftigen. Wie schnell sich jedoch die Zeiten ändern können, beweist der untenstehende Artikel von Nils-Viktor Sorge im manager magazin vom 9.8.2013.
Politik, Wirtschaft und BürgerInnen in dieser Stadt sollten sich daher in Zukunft der Alternative Solarstrom zuwenden und prüfen, welche Dachflächen in der Stadt mit Solarkollektoren ausgerüstet werden können. Vielleicht sollten die Stadtwerke sogar in dieses Geschäftsfeld einsteigen. Wie heißt es so schön, wer zu spät kommt, den bestraft sonst das Leben.

Jörg Pepmeyer

Solarstrom‬ billiger als Atom‬ – Das blaue Wunder

Im Herbst sinken die Solarstrom-Subventionen unter zehn Cent pro Kilowattstunde. Damit ist Elektrizität aus Fotovoltaik erstmals günstiger als aus neuen Atomkraftwerken – vor wenigen Jahren galt das als ausgeschlossen. Für Energiekonzerne wie Eon und RWE wird eine Horrorvorstellung Realität.“ (kps) Weiterlesen unter: http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/a-915672.html

Stadtwerke Flensburg investieren in moderne Gas- und Dampfturbinenanlage

Stadtwerke Flensburg vergeben zweistelligen Millionenauftrag in der Region

(Presseinfo der Stadtwerke Flensburg) Im Rahmen des Kesselneubauprojektes „Kessel 12“ ersetzen die Stadtwerke Flensburg bis zum Jahr 2015 zwei alte Kohle-Kessel durch eine moderne Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD). Dafür investieren sie insgesamt 128 Millionen Euro, die auf verschiedene Einzellose aufgeteilt werden. Das zweitgrößte Einzellos in zweistelliger Millionenhöhe ist jetzt in der Region an die Firma TIG Group GmbH (ehemals Wulff Deutschland GmbH) in Husum vergeben worden. Dafür erhalten die Stadtwerke den Abhitzekessel für die neue Gas- und Dampfturbinenanlage.

Den Kaufvertrag für den neuen Anlagenteil haben die Vertragspartner am Freitag den 15. Februar 2013  bei den Stadtwerken unterzeichnet. Karsten Müller-Janßen, Projektleiter des Kesselneubauprojektes, freut sich über die regionale Vergabe: „Wir haben die Anlage, wie eine Vielzahl anderer Lose auch, europaweit ausgeschrieben und ich freue mich sehr darüber, dass ein Husumer Unternehmen es geschafft hat, sich gegen die überregionalen Wettbewerber durchzusetzen. Dadurch verbleiben Kapital und Wertschöpfung in der Region.“
Mit der Montage des neuen Kessels wird die TIG Group voraussichtlich im April 2014 beginnen. Mitte des darauf folgenden Jahres geht er in Betrieb und soll die erste Energie produzieren.
Dirk Roschek, Leiter der Erzeugung bei den Stadtwerken erklärt: „Der Abhitzekessel dient innerhalb der Gas- und Dampfturbinenanlage zur Nutzung der Abgase aus der Gasturbine. Mit den Abgasen wird im Abhitzekessel 525°C heißer Dampf erzeugt, den die Stadtwerke zur Strom- und Fernwärmeerzeugung einsetzen.“
Durch die optimale, im Prinzip mehrstufige, Ausnutzung des Brennstoffes Erdgas erzielt die gesamte GuD-Anlage einen Wirkungsgrad von mehr als 92%, der somit mehr als 10% über dem aktuellen Gesamt-Wirkungsgrad des aktuellen Kraftwerks liegt. Mit dem teilweisen Ersatz der Kohle durch Erdgas reduziert das Unternehmen bei gleicher Energieproduktion den spezifischen CO2-Ausstoss um 40%.
Die Stadtwerke betreiben in ihrem Flensburger Heizkraftwerk drei Wirbelschichtkessel für die Wärme- Grundversorgung mit einem Mix aus Steinkohle, Ersatzbrennstoffen und Holzhackschnitzeln. Für die Spitzenlasten sind drei weitere Kessel sowie für einen Störungsfall in der Batteriestraße vier Reserveheizwerke vorhanden. Nach Inbetriebnahme der neuen, mit Erdgas betriebenen Anlage werden auch noch die oben aufgeführten Brennstoffe weiter eingesetzt. Aus den verschiedenen Energieträgern (Kohle, Ersatzbrennstoffe (EBS), Holzhackschnitzel und Erdgas) ergeben sich neue, unterschiedlichste Kombinationsmöglichkeiten und Fahrweisen. Sie können den jeweiligen Marktgegebenheiten bei der Brennstoffbeschaffung und dem Verkauf von Strom an der Börse flexibler als bisher angepasst werden.

Campusbad Flensburg: Zukünftig als Tochter unter dem Dach der Stadtwerke

Stadtwerke Flensburg übernehmen Campusbad

(Gemeinsame Pressemitteilung Stadtwerke Flensburg/Stadt Flensburg) Wenn die verantwortlichen Gremien zustimmen und die letzten offenen Fragen positiv beantwortet sind, werden die Stadtwerke Flensburg Betreiber des Flensburger Campusbades. Damit wäre sichergestellt, dass der Betrieb des Bades ohne Unterbrechung weitergeführt werden kann und die Flensburger ein betriebsbereites Schwimmbad in der Stadt nutzen können. Badegäste und Vereine haben dann einen starken kommunalen Partner, auf den sie sich langfristig verlassen können.

Das ist ein wichtiges Ergebnis einer Arbeitsgruppe der Stadt Flensburg unter Leitung des Oberbürgermeisters Herrn Simon Faber und Führung der Stadtwerke Flensburg durch Herrn Dr. Andreas Ostmann sowie Herrn Thomas Rasmussen, Geschäftsführer der Flensburger Friedhöfe, die in den letzten Wochen intensiv an einer Zukunftslösung für den Weiterbetrieb des Campusbades gearbeitet hat. Neben Vertretern der Verwaltung haben sich mit Frau Erika Vollmer (WiF), Frau Ellen KittelWegner (Bündnis 90/Grüne), Herrn Dr. Frank Markus Döring (CDU), Herrn Rolf Helgert (SPD) und Herrn Thorsten Kjærsgaard (SSW) auch Vertreter der Flensburger Ratsfraktionen in den vergangenen Wochen mit der aktuellen Ausgangslage und möglichen Lösungsszenarien zum Weiterbetrieb des Campusbades beschäftigt. Diese Arbeit erfolgte mit fachlicher Unterstützung der Stadtwerke Flensburg sowie externen Anwaltskanzleien in gesellschaftsrechtlichen, steuerlichen, finanziellen und wirtschaftlichen Fragen. Da die Stadtwerke Flensburg von Beginn an Mitglied der Arbeitsgruppe waren, konnten sie  den Entscheidungsprozess aktiv mitgestalten.

Der Flensburger Oberbürgermeister Simon Faber ist froh, eine optimale Lösung gefunden zu haben: „Ich freue mich, dass wir konstruktiv, zielorientiert und in sehr kurzer Zeit zu einem Ergebnis gekommen sind, dass nicht nur kurzfristig den Betrieb des Schwimmbetriebes sicherstellt, sondern auch eine langfristige Perspektive für das Campusbad darstellt. Viele dringend zu klärende Detailfragen haben wir bereits geklärt. So ist es möglich, den Badbetrieb unterbrechungsfrei aufrechtzuerhalten. Hier möchte ich auch dem Insolvenzverwalter danken, der kooperativ mit uns zusammen gearbeitet hat. So konnten wir sowohl die schwierige Phasen der vorläufigen Insolvenz als auch die Eröffnung der Insolvenzverwaltung für die Aqua Vital zufriedenstellend lösen.“

Neben der Lösung für die aktuelle Situation hat die Arbeitsgruppe parallel an zukünftigen Betriebskonzepten gearbeitet. Dabei werden voraussichtlich die Stadtwerke Flensburg eine entscheidende Rolle übernehmen. Allerdings sind noch letzte steuerliche Fragen zu klären, die das favorisierte Konzept gefährden könnten.

Als Basis für ein neues Betreiberkonzept soll eine   Betreibergesellschaft als Tochtergesellschaft der Stadtwerke Flensburg GmbH gegründet werden. Diese könnte die Rolle der bisherigen Aqua Vital GmbH übernehmen. Damit haben die jetzigen Mitarbeiter eine konkrete Perspektive für die Fortführung ihrer Beschäftigung. Für die Aktivitäten der Badegäste, sowie Schwimm- und Sportvereine sieht es somit ebenfalls sehr gut aus. Dieses Ergebnis konnte nur durch die konstruktive Begleitung aller Beteiligten erreicht werden.

Die wichtigsten Weichenstellungen sind somit erfolgt. Auch die CommerzReal hat über die MARBANA – die das Campusbad errichtet hat – ihren konstruktiven Beitrag zum Gelingen geleistet. Auf dieser Ebene sind in den kommenden Wochen noch weitere Gespräche notwendig, um die nächsten Aktivitäten einzuleiten.

Dr. Andreas Ostmann, der neben seiner Funktion als Einzelprokurist und kaufmännischer Leiter der Stadtwerke Flensburg die Arbeitsgruppe fachlich geführt hat, freut sich auf die neue Herausforderung: „Sobald wir die strategische Ausrichtung verabschiedet und alle offenen Fragen geklärt haben, können wir uns dem operativen Geschäft zuwenden und schauen, wie wir das Campusbad und seine Angebote für die Besucher noch interessanter machen können.“

Begleitend haben bereits erste Gespräche zwischen den Stadtwerken Flensburg und der Fördeland Therme in Glücksburg stattgefunden. Dabei stehen für beide Bäder eine möglichst hohe Auslastung, eine Minimierung der Kosten und Optimierung der Abläufe und Prozesse im Vordergrund. Gerade im operativen Badbetrieb könnten sich erhebliche Optimierungspotentiale ergeben.

Peer Holdensen, Unternehmenssprecher, Stadtwerke Flensburg GmbH
Clemens Teschendorf, Pressesprecher, Stadt Flensburg

Mehr Artikel zum Thema Campus-Bad Flensburg, wie auch zu ÖPP bzw. PPP  im AKOPOL-Blog unter: https://akopol.wordpress.com/category/campusbad/

Stadtwerke Flensburg nutzen überschüssigen Strom mit neuem Elektrodenheizkessel

Stadtwerke Flensburg nehmen Stromheizung in Betrieb

(Presseinfo der Stadtwerke Flensburg) Am 30. Januar 2013 haben der Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein Herr Dr. Robert Habeck, Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzender Rolf Helgert, Geschäftsführer Maik Render, Erzeugungsleiter Dirk Roschek und Projektleiter Claus Hartmann den neuen Elektrodenheizkessel gemeinsam mit einem Druck auf den „grünen Knopf“ bei winterlichen Temperaturen in Betrieb genommen.

Stadtwerke FL. INbetriebnahme Elektrodenheizkessel

Der rund 2 Millionen Euro teure Elektrodenheizkessel erhitzt kaltes Wasser auf eine Temperatur von knapp unter 100°C. Das heiße Wasser wird danach in einem großen Wärmespeicher „gelagert“ und letztendlich zur Flensburger Fernwärme- und Warmwasserversorgung eingesetzt. Betriebswirtschaftlich rechnet sich der Elektrodenheizkessel immer dann, wenn die Stadtwerke Strom günstig an der Strombörse einkaufen können. Das ist der Fall, wenn in Deutschland deutlich mehr Strom produziert als benötigt wird. Bei diesem Überangebot muss das Stromnetz entlastet werden, um eine Überlastung des Stromnetzes zu vermeiden. Neben dem planmäßigen Einsatz an der Strombörse soll der Elektrodenheizkessel auch das Stromübertragungsnetz entlasten, indem er Strom aus kurzfristigen Lastschwankungen abnimmt.

Je größer das Überangebot an Strom ist, desto günstiger sind die Preise. Das kann so weit gehen, dass Strom zu negativen Preisen angeboten wird, d.h. die Stadtwerke erhalten Geld dafür, dass sie Strom vom Markt nehmen. Um die Weihnachtszeit 2012 zum Beispiel lag der Strompreis aufgrund eines großen Überangebotes bei bis zu minus 200 Euro pro Megawattstunde (MWh). Für die Stadtwerke rechnet sich der Elektrodenheizkessel bereits ab einem Strompreis von unter 10 Euro pro MWh. Im Normalfall liegt der Börsenpreis für Strom bei rund 50 Euro pro MWh.

Claus Hartmann, Projektleiter für den neuen Elektrodenheizkessel bei den Stadtwerken Flensburg ist sicher, dass jetzt Strom abgenommen werden kann: „Vor der offiziellen Inbetriebnahme haben wir natürlich Tests mit dem neuen Kessel gefahren und die ersten Megawattstunden abgenommen. Auch das erste heiße Fernwärmewasser haben wir bereits produziert. Alles lief problemlos und der Wirkungsgrad für die Heißwasserproduktion lag nahe bei 100%. Durch die Abnahme von ohnehin vorhandenem Strom sparen wir effektiv CO2-Emissionen ein, da für die damit erzeugte Wärme keine Steinkohle und Ersatzbrennstoffe verbrannt werden müssen.“

Der Leiter des Kraftwerks, Dirk Roschek, ergänzt: „An extrem warmen Sommertagen könnte der sonst benötigte Kohlekessel im Kraftwerk sogar ganz abgestellt werden. Und ganz nebenbei haben wir uns mit dem Elektrodenheizkessel auch eine zusätzliche kleine Erzeugungsanlage für Fernwärme gebaut, die die Versorgungssicherheit in Flensburg weiter erhöht.“

Stadtwerke-Geschäftsführer Maik Render freut sich über die bundesweite Aufmerksamkeit des Projektes: „Die Kombination aus Elektrodenheizkessel und Wärmespeicher, die eine aus heutiger Sicht sinnvolle Möglichkeit zur Stromspeicherung darstellt, ist unseres Wissens die erste bundesweit. Die Anwesenheit unseres Energiewendeministers Herr Dr. Habeck zeigt, dass auch die Landesregierung dieses innovative Projekt entsprechend würdigt. Wir erhalten dazu aus ganz Deutschland Anfragen und haben schon einigen, auch großen, Wettbewerben die Anlage vor Ort präsentiert.“

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