Blog-Archive

Mahnwache am 19.01.2019 um „Zwei vor Zwölf“ vor dem Fliegerhorst Schleswig/Jagel und Filmvorführung

Qualitative Abrüstung der Bundeswehr – Fliegerhorst Schleswig-Jagel schließen!

Mahnwache und Filmvorführung

am Sonnabend, den 19. Januar 2019
11:58 Uhr Mahnwache vor dem Tor zum Fliegerhorst Jagel bei Schleswig
13:30 Uhr Film zur Tätertraumatisierung in der Pizzeria Sole Mio, Jagel, Bundesstraße 37

Zum 36. Mal lädt die Deutsche Friedensgesellschaft– Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen zu ihrer Mahnwache am Sonnabend, den 19. Januar 2019 wieder um „Zwei vor Zwölf“, 11.58 Uhr am Drohnen- und Tornadostandort Jagel ein. Im Anschluß daran laden wir zu einer Filmvorführung um 13.30 Uhr in der Pizzeria Sole Mio, Bundesstraße 37 in Jagel ein.

Krieg beginnt in Jagel – Statt immer neuer Kriege: Frieden schaffen ohne Waffen

Seit 2015 treffen sich Kriegsgegner*innen etwa einmal im Monat zu einer Protestaktion am Fliegerhorst Jagel. Inzwischen wissen immer mehr politisch Interessierte in Schleswig-Holstein, dass von Jagel Krieg ausgeht. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir daran arbeiten, im Rest der Republik bekannt zu machen, dass Jagel zum zentralen Drohnenstandort der Bundeswehr ausgebaut wird.

Dagegen wollen wir gemeinsam mit ihnen protestieren.

Wir fordern Verzicht auf Krieg als Mittel der Politik und deswegen:
Fordern wir allgemeine und vollständige Abrüstung.

Wir wollen bei uns beginnen und die Bundeswehr abschaffen.
Wir fordern, die Schließung des Fliegerhorst Jagel, der für die Kriegseinsätze der Bundeswehr als Dreh- und Angelpunkt permanent für weitere Kriegseinsätze ausgebaut wird.
Wir fordern, damit aufzuhören, die Bundeswehr mit Drohnen auszurüsten.
Wir fordern den Verzicht auf Werbung für den Soldatenberuf und Verzicht auf die Rekrutierung neuer Soldatinnen und Soldaten als Schritt zur Abrüstung.
Wir fordern eine medizinische Versorgung und Entschädigung traumatisierter Soldatinnen und Soldaten und Schutz vor der Retraumatisierung, sie erneut in den Krieg zu schicken.

Soldat*innen werden im Krieg traumatisiert

Auch wenn in unserem Protest gegen den Krieg immer die Opfer der Kriegführung der Bundeswehr mit Drohnen und Elektronischer Kampfführung im Bewusstsein bleiben sollten: es wäre falsch, anzunehmen, dass die Soldat*innen, die den Krieg vom sicheren Standort in Deutschland aus führen, dieses unbeschadet tun können. Es gibt ernstzunehmende Hinweise darauf, dass die psychische Belastung von Bildauswertern, die am Krieg der Bundeswehr beteiligt sind, noch größere Auswirkungen hat, als bei den Soldat*innen, die vor Ort im Einsatz sind.
Ein Bundeswehrpsychiater erklärte dies damit, daß die Soldat*innen vor Ort wenigstens das Gefühl haben, sie könnten selbst etwas tun, während die vor dem Bildschirm dem, was sie sehen, ausgeliefert sind, ohne eingreifen zu können. Kein untergebener Soldat weiß, welche Konsequenzen ihre Auswertungsergebnisse haben werden, wenn sie sie pflichtgemäß melden. Aber auch Soldat*innen, die Krieg direkt ausgesetzt sind und erleben, wie ihre Kamerad*innen verletzt oder getötet werden oder selber verletzt werden, sind traumatisiert.
Vor 15 Jahren waren es gerade einmal 100, vor zehn Jahren schon 466 Soldat*innen, die pro Jahr im
Bundeswehrkrankenhaus wegen posttraumatischer Belastungsstörung behandelt werden mussten. Seit 2012 sind es immer über 1000 Behandlungen gewesen und das bei stetig steigendem Bedarf. Die medizinischen Versorgungsstrukturen der Bundeswehr sind auf die zunehmende Zahl der durch ihren Kriegseinsatz psychisch erkrankten Soldaten kaum vorbereitet. Nach Presseberichten unter Berufung auf das Bundesverteidigungsministerium sind nur drei Viertel der vorgesehenen Stellen in den psychiatrischen Abteilungen der Bundeswehrkrankenhäuser besetzt. Zudem würden nur 48 der eingeplanten 160 Betten auch tatsächlich zur Verfügung stehen. Die Zahl der Behandlungen von Soldat*innen durch zivile Psychiater und Psychotherapeuten hat sich mehr als verfünffacht (von 1564 im Jahr 2011 auf 7836 im vergangenen Jahr).
Nach der Mahnwache zeigen wir zu diesem Thema den Film „Ausgedient“. Der Filmemacher Michael Richter begleitete über zwei Jahre lang Bundeswehrsoldaten, die traumatisiert aus dem Auslandseinsatz zurückgekehrt sind. Er zeigt die Soldaten bei der Arbeit, zu Hause, beim Spaziergang im Park, bei der Therapiesitzung im Bundeswehrkrankenhaus. Die Soldaten beschreiben in Interviews, was ihnen im Einsatz widerfahren ist und wie sich ihr Leben dadurch verändert hat. Gegen ihre zum Teil erschütternden Schilderungen schneidet Richter Szenen aus der Ausbildung einer Bundeswehrkompanie, die auf ihren Einsatz in Afghanistan vorbereitet wird. Für diese Soldaten ist der Krieg noch weit weg.

Nachtrag: Wer nicht an der Mahnwache teilnehmen und ebensowenig den Film im Sole Mio sehen konnte, kann ihn jederzeit auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung ansehen http://www.bpb.de/mediathek/217271/ausgedient oder einfach unten auf das Bild klicken.

Hinweis zur Gewaltdarstellung: Der Film zeigt an mehreren Stellen drastische Bilder von toten und verwundeten Soldaten nach Sprengstoffanschlägen, die auf Bundeswehrangehörige in Auslandseinsätzen verübt wurden.

Anfahrt:
Mit der Bahn: Bahnhof Schleswig dann ca. 4 km B77 Richtung Jagel
Bus vom Bahnhof Schleswig nach Jagel um 11:18 Uhr
Mit dem Auto: Autobahn 7 Abfahrt Schleswig-Jagel, B77 Richtung Jagel

Den Einladungsflyer für den 19.01. mit der Anfahrtskizze zum Fliegerhorst und zur Pizzeria Sole Mio gibt es hier 

Mahnwachen gegen Krieg und Militär: Regelmäßig protestieren KriegsgegnerInnen mit unterschiedlichen Aktionen am Fliegerhorst. Das Geschwader ist dadurch als todbringende Bundeswehreinheit bekannt geworden. Infos über gelaufene und zukünftige Aktionen gibt es unter jagel.bundeswehrabschaffen.de

DFG-VK Gruppe Flensburg
v.i.S.d.P.: Dr. Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

Werbeanzeigen

„System Error – Wie endet der Kapitalismus?“ Filmvorführung und Filmgespräch am 13.09.2018 im Kino 51 Stufen in Flensburg

Filmscreening und anschließend Filmgespräch mit Regisseur Florian Opitz

Donnerstag, 13. September 15:00 – 17:00
51 Stufen Kino – Im Deutschen Haus
Friedrich-Ebert-Str. 7, 24937 Flensburg

System Error – Wie endet der Kapitalismus? Der neue Dokumentarfilm von Grimme-Preisträger Florian Opitz wird in Kooperation mit der Europa Universität Flensburg und dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. – BEI am 13.9. noch einmal um 15 Uhr im 51 Stufen Kino – Im Deutschen Haus gezeigt.

Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Regisseur Florian Opitz statt.In seinem neuen Dokumentarfilm SYSTEM ERROR macht sich der zweifache Grimme Preis-Träger Florian Opitz (SPEED, DER GROSSE AUSVERKAUF) auf die Suche nach einer Erklärung für einen der großen Widersprüche unserer Zeit: Warum sind wir so besessen vom Wirtschaftswachstum, obwohl wir wissen, dass es uns am Ende schadet?

SYSTEM ERROR beleuchtet bisher häufig verborgen gebliebene Zusammenhänge und legt die selbstzerstörerischen Zwänge des Systems offen – einem System, an dem wir alle teilhaben, als Beschäftigte, Anleger oder Konsumenten. Denn der Kapitalismus durchdringt unaufhörlich immer mehr Lebensbereiche, verschlingt die Natur und gräbt sich am Ende selbst das Wasser ab – so wie es Karl Marx schon vor 150 Jahren prophezeit hat. Die Frage ist: Sind wir tatsächlich bereit für den Kapitalismus alles zu opfern?

TRAILER zum Film:
https://www.youtube.com/watch?v=_SbJOHvlXLY

Infos zu aktuellen Spielzeiten und Events auch auf der Facebookseite von System Error sowie auf der Website: http://www.systemerror-film.de

FRAUEN*KAMPFTAG 8. März 2018: Demonstration in Flensburg um 17 Uhr ab Norderstr./Toosbüystr.

KAFFEE UND KUCHEN AB 16 UHR IM INFOLADEN SUBTILUS, NORDERSTR. 41 FILMVORFÜHRUNG, KÜFA UND KNEIPENABEND AB 20 UHR IN DER GANZEN BÄCKERREI, HAFERMARKT 10

Das feministische Bündnis Flensburg lädt ein zum Aktionstag anlässlich des Weltfrauen Kampftag am 8. März.

Unter dem Motto WUT MACHT MUT wollen wir gemeinsam unsere Wut über die immer noch patriarchale Gesellschaft auf die Straße tragen.

Wut macht Mut!

Seit über 100 Jahren wird der 8. März als internationaler Kampftag für Frauen*rechte begangen. Gemeinsam tragen weltweit Frauen, Lesben, Transfrauen und viele andere Feministinnen ihre Wut auf die Straße!
Wenn wir von Frauen* sprechen, meinen wir alle Personen, die aufgrund ihrer Selbstdarstellung oder ihrer Außenwahrnehmung als weiblich gesehen,gesellschaftlich einsortiert und behandelt werden.
Nach wie vor, werden Mädchen* und Frauen* eher dazu erzogen friedlich, freundlich, fröhlich, höflich und kontrolliert zu sein. Aber eigentlich sollten Frauen* täglich vor Wut aus der Haut fahren dürfen, weil sie sich täglich ihrer Haut erwehren müssen!

Hier ist unsere Wut:

Wir sind wütend, weil Frauen* tagtäglich auf unterschiedlichen Ebenen Gewalt erleben.
Wir sind wütend, weil Frauen* nicht geglaubt wird, wenn sie von dieser Gewalt berichten.
Wir sind wütend, weil diese Gewalt nach wie vor „normal“ ist in dieser Gesellschaft.
Wir sind wütend auf eine Gesellschaft, in der es „normal“ ist, dass es nur Frauen und Männer und sonst nichts gibt.
Wir sind wütend auf eine Gesellschaft, in der „normale“ Frauen und Männer weiß sind und nur sich gegenseitig begehren.
Wir sind wütend auf eine Gesellschaft in der weiße, deutsche, heterosexuelle Gewalt gegen Menschen mit anderen Hautfarben, Kulturen, sexuellen Orientierungen als „normal“ hin genommen wird.
Wir sind wütend, weil es in dieser Gesellschaft „normal“ ist, dass Frauen* mit ihren Körpern für Konsumgüter werben und Kaufkraft steigern sollen.
Wir sind wütend über die Bestrebungen, Prostitution als „normalen“ Beruf anzuerkennen, dabei ist sie ein organisiertes Verbrechen der Freier, Bordellbetreiber und Zuhälter an Frauen* und Menschenrechtsverletzung.
Wir sind wütend, weil Frauen* bei gleicher Arbeit viel weniger verdienen als Männer, dafür aber mehr unbezahlte Haus- und Erziehungsarbeit leisten.
Wir sind wütend, weil totalitäre MachthaberInnen und ausbeuterische Regierungen in dieser Welt Kriege führen wie aktuell z. B. in Syrien und basisdemokratische Alternativen wie z.B. kurdische Frauen*räte in Nordsyrien und Nordirak nicht anerkannt werden.
Wir sind wütend, weil die Herrschenden für ihre Kriege nun auch Frauen* rekrutieren.
Wir sind wütend, weil diese Kriege angeblich den Wohlstand weniger weißer deutscher Männer sichern sollen, aber weltweit Menschen die Lebensgrundlagen entziehen und dadurch zur Flucht zwingen.
Wir sind wütend, weil Frauen* auf der Flucht verschieden Formen von Gewalt ausgesetzt sind und sexualisierte Gewalt nicht einmal als Asylgrund anerkannt ist.

Mut macht Wut!

Wut auch über Macht, die nach wie vor ungleich verteilt ist!
Macht muß abgegeben und gebrochen werden!
Die Macht weniger macht die Ohnmacht für viele!
Wir machen am 8. März gemeinsame Aktionen, um uns selbst zu ermächtigen!

Wut macht Mut!

Am 8. März gehen wir gemeinsam auf die Straße! Wir nehmen uns Raum, wir sagen laut unsere Meinung, wir zeigen unsere Stärke! Denn Wut macht Mut! Wir haben den Mut, offen die eigene Wut zu zeigen!

Denn:

Mut tut gut!

Mut, selbstbestimmt das eigene Leben in die Hand zu nehmen!
Mut, sich gegen sexistische Anmache und gewalttätige Übergriffe zu wehren!
Mut, sich gegen kapitalistische Ausbeutung zu wehren!
Mut, rassistischer Hetze entschlossen entgegen zu treten!
Mut, mit den angeblichen Schönheitsidealen der Männer zu brechen!
Mut, die Stimme zu erheben gegen alltäglichen Sexismus, Kulturdominanz und Rassismus!
Mut, frauenverachtende gewalttätige Strukturen, insbesondere Militär abzuschaffen!
Mut, die fremde Hand und den abschätzenden Blick vom eigenen Körper abzuschütteln!
Mut, sich mit anderen zusammen zu schließen!
Mut, die andere solidarisch zu unterstützen und sich kennen zu lernen!
Mut, eine eigene Sprache zu finden!
Mut, laut NEIN! zu sagen!

8. März – Internationaler Frauen*kampftag!

Ein guter Tag, Wut über anhaltende Ungleichbehandlung auf die Straße zu tragen.

Den Flyer zur Demo gibt es hier: FrauentagWutMachtMut

Mehr Infos und das Programm zu den Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauentag 2018 in Flensburg gibt es in dem AKOPOL-Beitrag:

Internationaler Frauentag 2018 in Flensburg mit vielen spannenden Veranstaltungen und einer Demonstration am 8. März unter: https://akopol.wordpress.com/2018/02/21/internationaler-frauentag-2018-in-flensburg-mit-vielen-spannenden-veranstaltungen-und-einer-demonstration-am-8-maerz/

 

Abendworkshop und Schreibwerkstatt: „Besser verstanden werden – Schreiben für die Öffentlichkeit“ am 23.03.2018 im Textilmuseum Neumünster

Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt herzlich ein zu Filmvorführung und Gespräch „erfolgreich engagiert“

Besser verstanden werden – Schreiben für die Öffentlichkeit

Freitag, 23. März 2018, 17.00 bis 21.00 Uhr
Tuch + Technik – Textilmuseum
Kleinflecken 1, 24534 Neumünster

Sie engagieren sich in ehren- oder hauptamtlich in einem Verein, einer Partei oder einer Initiative. Sie wollen sich oder ihre Positionen auf ihrer Internetseite, einem Flyer oder einer Bürgerzeitung darstellen. Sie wollen ansprechende Texte verfassen. Doch wie formuliert man einen Text, der Interesse weckt? Wie kann eine ansprechende Titelzeile aussehen? Wie kann man Inhalte knapp, präzise und gleichzeitig korrekt nahebringen?

Der Abendworkshop „Schreiben für die Öffentlichkeit“ vermittelt Ihnen die entsprechenden Grundlagen. Bringen Sie gerne ein Beispiel aus Ihrem Alltag mit. Einige ihrer Beispiele werden im Workshop exemplarisch besprochen.

Trainerin: Gwendolin Jungblut Juristin, Journalistin, Trainerin und Moderatorin. Seit 2007 ist sie Mitinhaberin von The LeaderShip – Agentur für Wahlen, Führung, Strategie.

Wichtige Hinweise: Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 20 begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei und nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung per E-Mail. Wir reichen einen Abendimbiss. Fahrtkosten können nicht erstattet werden.

Weitere Details finden Sie in der Einladung: 180323_Workshop_Schreiben. Wir freuen uns auf Sie!

Bitte melden Sie sich per Mail an unter hamburg@fes.de oder unter www.fes.de/lnk/35p

Wir freuen uns, wenn Sie unsere Einladung an Interessierte weiterleiten!

Friedrich-Ebert-Stiftung

www.julius-leber-forum.de

Mahnwache vor dem Fliegerhorst Schleswig/Jagel am 10.02.2018 und Filmvorführung NATIONAL BIRD

Vom Fliegerhorst Schleswig-Jagel geht Krieg aus

Mahnwache und Filmvorführung

Sonnabend 10. Februar 2018
11:57 Uhr Mahnwache vor dem Tor zum Fliegerhorst Jagel bei Schleswig
13:30 Uhr Film NATIONAL BIRD:  Pizzeria Sole Mio, Jagel, Bundesstraße 37

NATIONAL BIRD

Wohin geht die Reise, Amerika?

Dokumentarfilm über den Drohnenkrieg von Sonia Kennebeck

Zum 24. Mal lädt die Deutsche Friedensgesellschaft– Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen zu ihrer Mahnwache am Sonnabend, den 10. Februar 2018 wieder um „Drei vor Zwölf“, 11.57 Uhr an den Drohnen- und Tornadostandort Jagel ein. Im Anschluß daran laden wir zu einer Filmvorführung um 13.30 Uhr in der Pizzeria Sole Mio, Bundesstraße in Jagel ein:

NATIONAL BIRD

Ein Dokumentarfilm über den Drohnenkrieg der USA gegen „den Terror“ von Sonia Kennebeck, Ines Hofmann Kanna, Wim Wenders und Errol Morris.
Zur Handlung von National Bird: Die Filmautorin lässt im Film National Bird drei Veteran*innen zu Wort kommen, die im Krieg gegen den Terror für die US Air Force im Einsatz gewesen sind. Sie waren in unterschiedlichen Funktionen der modernen Kriegsführung an Präventivschlägen, also gezielten Tötungen mit Drohnen (unbemannten Luftfahrzeugen) beteiligt. Sie wollten nicht länger darüber schweigen, was sie in ihren Einsätzen gesehen und erlebt haben. Ihre Aufgabe war es, mittels der ferngesteuerten Flugobjekte Spähmissionen zu vollführen und gegebenenfalls auch zu töten. Ihre Arbeit war moralisch bedenklich und streng geheim. Fehler wurden vertuscht und der psychische Stress war enorm.
Die Filmemacherin Sonia Kennebeck begleitete die drei Veteran*innen des US Militärs über drei Jahre hinweg und dokumentierte zudem, wie das Aufdecken von Staatsgeheimnissen das Leben der drei Soldat*innen für immer veränderte.
Der Dokumentarfilm kann dazu beitragen, zu verstehen, wie der Drohneneinsatz vorbereitet und organisiert wird, welche technischen Voraussetzungen dafür nötig sind und wie militärische Spionage und Kampfeinsatz zusammenwirken und ineinander übergehen. Was sich davon auf den Fliegerhorst Jagel übertragen lässt, wird im anschließenden Gespräch verdeutlicht. Es gibt einen Beschluss des Bundestages, dass auch die Bundeswehr über Kampfdrohnen vom Typ Heron TP ab 2019 verfügen will. Ob oder wie sich der Drohnenkrieg der Bundeswehr vom im Film gezeigten Drohnenkrieg der USA unterscheiden wird, bleibt Gegenstand der Diskussion. Mehr zum Film auch unter: http://nationalbirdfilm.com/

Der Eintritt ist frei.

Anfahrt:
Mit der Bahn: Bahnhof Schleswig dann ca. 4 km B77 Richtung Jagel
Bus vom Bahnhof Schleswig nach Jagel um 11:18 Uhr
Mit dem Auto: Autobahn 7 Abfahrt Schleswig-Jagel, B77 Richtung Jagel

Den Einladungsflyer für den 10.02. mit der Anfahrtskizze zum Fliegerhorst und zur Pizzeria gibt es hier 

Mahnwachen gegen Krieg und Militär: Regelmäßig protestieren KriegsgegnerInnen mit unterschiedlichen Aktionen am Fliegerhorst. Das Geschwader ist dadurch als todbringende Bundeswehreinheit bekannt geworden. Infos über gelaufene und zukünftige Aktionen gibt es unter jagel.bundeswehrabschaffen.de

DFG-VK Gruppe Flensburg
v.i.S.d.P.: Dr. Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

Film + Gespräch: „Man bleibt immer ich“ – 100 Jahre Leben – 29.11.2017 um 18 Uhr im Capitol in Schleswig

Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt herzlich ein  zu Filmvorführung und Gespräch

„Man bleibt immer ich“ – 100 Jahre Leben

am Mittwoch, 29.November 2017, 18.00 Uhr
im Capitol Filmpalast, Capitolplatz 4, 24837 Schleswig

100 Plus: Die Generation der Hochbetagten in Deutschland wächst stetig an, aktuell sind über 17.500 Menschen im „vierten“ Lebensabschnitt angekommen. Den 100-und-mehr-Jährigen ist der Dokumentarfilm „Ü100“ von Regisseurin Dagmar Wagner gewidmet. Die Portraitreihe gibt einen raren Einblick in den Alltag von Hochbetagten, jenseits von Klischees und Verklärung.

Zum Gespräch über Alters- und Rollenbilder im Wandel haben wir Dagmar Wagner gemeinsam mit Birte Pauls eingeladen. Diskutieren Sie mit, was in Gesellschaft, Politik und Forschung geschehen muss, damit Senioren, Angehörige und Beschäftigte im Pflege- und Gesundheitssektor unterstützt werden. Die Moderation übernimmt Michael Radtke, Publizist.

Birte Pauls ist Mitglied des Landtages in Schleswig-Holstein, stellv. Vorsitzende der SPD-Fraktion und Sozialpolitische Sprecherin u.a. für Pflege und Senioren.

Dagmar Wagner, ist Kommunikationswissenschaftlerin und Regisseurin. Sie arbeitet als Privatbiografin und ist beratend tätig zum Querschnittsthema „Älterwerden“.

„Ü 100“ – acht über Hundertjährige und ihre Lebenswelt, Buch + Regie: Dagmar Wagner, D, 2016, 83 min.

Bitte melden Sie sich an per Email hamburg@fes.de  oder unter: www.fes.de/lnk/31r

Diese Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.

Wir freuen uns, wenn Sie unsere Einladung an Interessierte weiterleiten!

Friedrich-Ebert-Stiftung

www.julius-leber-forum.de

Die Ganze Bäckerei zeigt den Dokumentarfilm: „Die Waffen nieder – Schwerter zu Pflugscharen.“ am 17.11.2017 in Flensburg

Eine kleine Geschichte der Friedenbewegung 1981-2017

Freitag, d. 17.11.2017 um 18.00 Uhr
Die Ganze Bäckerei
Hafermarkt 10, 24943 Flensburg

Mit dem Autoren des Films, Nils-Holger Schomann.

Dokumentarfilm-Essay mit Vielen und von Nils-Holger Schomann

Laufzeit: ca. 91 Minuten in HD & Stereoton

Die Lage in der Welt spitzt sich zu, neben laufenden Kriegen wird immer häufiger mit Gewalt und Krieg gedroht, um vermeintlich damit Probleme zu lösen oder die eigenen Interessen durchzusetzen.

Aufrüstung wird von allen Seiten vorangetrieben. Jüngst stimmte Deutschland gegen die mehrheitlich in der UNO beschlossene Ächtung von Atomwaffen und hat über die atomare Teilhabe der NATO sogar einen teilweisen Zugang zu Atomwaffen, die im Fliegerhorst Büchel in der Eifel lagern und von dort aus mit deutschen Tormado-Flugzeugen eingesetzt werden sollen.

Deja vu? Nicht nur der Lübecker Filmemacher Nils-Holger Schomann fragt: wo ist die Friedensbewegung in dieser Situation?

Und geht auf Spurensuche:

Beginnend etwa 1981, da war er schon in Bonn mit der Kamera dabei, als hundertausende gegen die Aufstellung von Pershing II-Atomraketen in Deutschland protestierten. Das Filmmaterial von damals zeigt: die Friedensbewegung hatte weltweiten Einfluß und schon wenige Jahre später werden die zunächst aufgestellten Raketen von den Großmächten wieder abgebaut.

Spurensuche heute: einige hundert Menschen marschieren Ostern 2016 vor dem Fliegerhorst in Büchel/Pfalz gegen die dort gelagerten 20 Atombomben. Die örtliche Friedensbewegung ist seit vielen Jahren sehr aktiv. Auch in Lübeck gibt es wieder Ostermärsche.

Nils-Holger Schomann ist mit der Kamera dabei wie auch im gleichen Jahr bei den Mahnwachen vor dem Fliegerhorst Jagel, von dort werden Drohneninsätze in der ganzen Welt geplant und später auch gesteuert.
Am 21.08.2017 blockieren etwa 120 Menschen, darunter 70 Musiker der Gruppe Lebenslaute sämtliche Einfahrten des Fliegerhorstes.
Sie werden immer wieder von Polizisten mit ihren Instrumenten weggetragen und setzen sich wieder vor die Kasernentore, während sie musizieren- eine ungewöhnliche, aber gewaltfreie Form des Protestes.
Die Parole: „Schlußakkord für Drohnenmord“ , denn die in Jagel stationierten Drohnen sollen zukünftig nicht nur Luftbilder machen, sondern bald auch bewaffnet werden.
Überall wo die Bundeswehr wirbt, sind Pazifisten vor Ort und sagen: Kein Werben fürs Sterben- Bundeswehr abschaffen!
Ist es ein Zufall, daß die deutsche Armee ausgerechnet in Mali/Afrika eingesetzt wird, genau dort, wo die wichtigsten und größten Uranvorkommen lagern und abgebaut werden?
Der Filmemacher fragt Aktivisten: haben sie das Gefühl, etwas beeinflussen zu können und wird die Friedensbewegung in diesen Zeiten wieder sichtbarer und einflußreicher werden?
Freunde, Bekannte, Aktivisten geben Auskunft und SchauspielerInnen wie Rolf Becker lesen Texte dazu:
Was ist Frieden? Gibt es einen gerechten Frieden? Ist Frieden mehr als die Abwesenheit von Krieg?
Wo steht die Friedensbewegung gerade und kann sie wieder größer und einflußreicher werden ? Gibt es noch andere Fragen, die sich nach Meinung des Publikums stellen? Welche neuen Aktionsformen sprechen die Menschen auf das Thema Krieg und Frieden an ?

Ein Film von und mit:

NILS-HOLGER SCHOMANN (Idee, Bildgestaltung & Montage)

Rolf Becker, Schauspieler (Sprechtexte/Zitate)

Detlef Mielke (Friedensaktivist)

Evelyn Luka (Regie/Redaktion Sprechtexte)

Thore Schomann (Originalton)

Ronald Mehling, Michael Schulze von Glaßer (Kamera)

Gruppe Lebenslaute (mit Musik u.a.von Ton-Steine-Scherben)

Originaltöne & Zitate im Film von Coretta King, Petra Kelly, Berthold Brecht, Karl Marx, Harry Belafonte, Erich Mühsam und vielen Anderen.

Hier gibt es eine kleine Preview https://vimeo.com/channels/1315763

Weitere Infos zur Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/161356971270429/

 

Von Jagel geht Krieg aus – Mahnwache und Filmvorführung am 14.10.2017

Samstag, 14. Oktober 2017:
11:57 Uhr Mahnwache vor dem Tor zum Fliegerhorst Jagel
13:30 Uhr Film „Die Waffen Nieder! – Schwerter zu Pflugscharen“: Jagel, Pizzeria Sole Mio Bundesstraße 37

Von Jagel geht Krieg aus

Mit Tornado Kampfflugzeugen und Heron Großdrohnen beteiligt sich das Geschwader aus Schleswig-Jagel an den Kriegen in Afghanistan, Irak, Syrien und Mali. Die Spione aus Jagel liefern die Zielkoordinaten, das Töten übernehmen dann die Verbündeten. Somit ist die militärische Aufklärung des Geschwaders 51 der Bundeswehr eine Vorbereitung zum Mord.

Der Fliegerhorst Jagel wird weiter aufgerüstet

Kampfdrohnen vom Typ Heron TP soll das Geschwader in 2 Jahren erhalten. Mit Luft-Boden-Raketen ausgestattet können sie direkt ins Kampfgeschehen eingreifen. SoldatInnen des Geschwaders können dann auf Knopfdruck töten.
Schon jetzt werden auf dem Fliegerhorst Jagel DrohnenpilotInnen im Simulator ausgebildet. Schon jetzt werden dort die über Mali von den Drohnen gesammelten Daten zu Zielkoordinaten ausgewertet..
Der Fliegerhorst Jagel wird weiter für die automatisierten Kriege der Zukunft mit unbemannten Kampfmaschinen und elektronischer Kampfführung ausgebaut.
Das idyllische Dorf Jagel wird dadurch zu einem Ort des Todes.

Mahnwachen gegen Krieg und Militär

Regelmäßig protestieren KriegsgegnerInnen mit unterschiedlichen Aktionen am Fliegerhorst. Das Geschwader ist dadurch als todbringende Bundeswehreinheit bekannt geworden.
Der Dokumentarfilmer Nils-Holger Schomann hat einige dieser Aktionen mit seiner Kamera begleitet und Szenen aus Jagel in einem Dokumentarfilm verarbeitet, der gerade fertig geworden ist.

Zum Film:

Die Waffen Nieder! – Schwerter zu Pflugscharen

Wo ist die Friedensbewegung heute angesichts neuer Kriege, neuer Bedrohung und verstärkter Aufrüstung der Bundeswehr, war seine Arbeitsfrage. Wer engagiert sich in der Bundesrepublik Deutschland noch für Frieden, einem Staat, der in der UNO einen Vertrag zur Abschaffung von Atomwaffen nicht unterzeichnet, nicht einmal daran mitarbeitet?
Er geht auf Spurensuche: Bereits 1981 war er in Bonn mit der Kamera dabei, als hunderttausende gegen die Aufstellung von Pershing II-Atomraketen in Deutschland protestierten. Das Filmmaterial von damals zeigt: Die Friedensbewegung hatte weltweiten Einfluss und schon wenige Jahre später werden die zunächst aufgestellten Atomraketen von den Großmächten wieder abgebaut.
Spurensuche heute: Einige hundert Menschen marschieren Ostern 2016 vor dem Fliegerhorst in Büchel/Pfalz gegen die dort gelagerten 20 Atombomben. Nils-Holger Schomann ist wieder mit der Kamera dabei wie auch im gleichen Jahr bei den Mahnwachen vor dem Fliegerhorst Jagel, von dem aus Drohneneinsätze in der ganzen Welt organisiert werden.

Am 21.08.2017 blockieren etwa 100 Menschen, darunter 80 MusikerInnen der Gruppe Lebenslaute sämtliche Einfahrten des Fliegerhorstes.
Sie werden immer wieder von Polizisten mit ihren Instrumenten weggetragen und setzen sich wieder vor die Tore, während sie musizieren – eine ungewöhnliche, aber gewaltfreie Form des Protestes.
Im Film kommen Menschen zu Wort, die über Jahrzehnte aktiv geblieben sind gegen Krieg und für Frieden. Nils-Holger Schomann stellt seinen Film in Jagel vor und freut sich im Anschluss eine kreative Diskussion über die Weiterentwicklung der Friedensbewegung.

Den Einladungs-Flyer mit der Anfahrtskizze und weiteren Infos zum 14.10. gibt es hier

DFG-VK Gruppe Flensburg
Dr. Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
v.i.S.d.P-: Siglinde Cüppers, Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

Infos über gelaufene und zukünftige Aktionen gibt es unter jagel.bundeswehrabschaffen.de

„VIACRUCIS MIGRANTE – Kreuzweg der Migrant_innen“ am 29. Juni in der Neustadt 12 in Flensburg

Filmvorführung in Anwesenheit des Regisseurs Hauke Lorenz:

Donnerstag, 29. Juni 19:00 – 21:00
Neustadt 12, Eingang Links, 24939 Flensburg

Eintritt frei!

Gemeinsam mit amnesty international hat die Missionszentrale der Franziskaner einen Film über die Situation von Migrantinnen und Migranten in Mexiko produziert, der im letzten Jahr bei den Filmfestspielen Schleswig Holstein seine Premiere feierte.

Nicht nur die Flucht über das Mittelmeer nach Europa ist lebensgefährlich, sondern auch eine Reise durch Mexiko in die USA kann tödlich enden. Der Dokumentarfilm „Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen“ gibt Menschen auf dem beschwerlichen Weg ins „Gelobte Land“ eine Stimme.

„Viacrucis Migrante“ ist ein Dokumentarfilm über Männer, Frauen und Kinder, die vor den existenziell bedrohlichen Verhältnissen in ihren Heimatländern Honduras, El Salvador und Guatemala Richtung Norden fliehen. Sie begeben sich auf eine lebensgefährliche Reise mit ungewissem Ausgang. Kurz hinter der südmexikanischen Grenze finden sie eine Herberge mit Menschen, die ihnen dabei helfen wollen, das Martyrium der mindestens 1.700 Kilometer langen Reise Richtung USA zu überstehen

Schauen Sie den Trailer unter folgendem Link:
http://viacrucismigrante.com/

Die Film-Besprechung mit Daten zum Film auf der Seite des Film-Fest Schleswig-Holstein

Gastgeber: Amnesty International Mexiko und ZentralamerikaKoordinationsgruppe CASA

und Kunst Kulturbaustelle 8001 e. V.  

Lokale Auswirkungen der Wasserprivatisierung in Europa – Diskussion und Vortrag mit Dr. Werner Rügemer am 3.7.2013 im Kühlhaus Flensburg

Wasser ist Menschenrecht – Veranstaltungsreihe der Flensburger Kulturwerkstatt Kühlhaus mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein

„Wir sind Zeugen einer unerwarteten Entwicklung: Wasser fließt nicht länger stromabwärts, sondern Wasser fließt zum Geld.“ Robert F. Kennedy Jr. (Zitiert in Roddick, Anita (2004): Troubled Waters, White River Junction: Chelesa Green Publishing Company, Einleitung)

Die letzte Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Wasser ist Menschenrecht“ am 3.7. in der Kulturwerkstatt Kühlhaus*** in Flensburg (Mühlendamm 25) beschließt Dr. Werner Rügemer mit einem Vortrag zu den lokalen Auswirkungen der Wasserprivatisierung in Europa und dem Kampf um die Rekommunalisierung privatisierter Wasserwerke. Mehr zur Veranstaltungsreihe und den Terminen im Flyer-Wasser  und in den untenstehenden Links: 03.07.2013 – Von der Privatisierung zur Rekommunalisierung – Gast: Werner Rügemer und unter http://www.sh.rosalux.de/

Lokale Auswirkungen der Wasserprivatisierung in Europa

Von der Privatisierung zur Rekommunalisierung

Diskussion / Vortrag
03.07.2013 | 18:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Kulturwerkstatt Kühlhaus Flensburg, Mühlendamm 25
Mit Werner Rügemer, Publizist

In dieser letzten Veranstaltung erwarten wir den renommierten Publizisten und Sachbuchautoren Werner Rügemer.

Er beschäftigt sich seit langem mit der Privatisierung kommunaler und staatlicher Dienstleistungen, wie Private Public Partnership und Cross Border Leasing. Werner Rügemer wird die Wirkungsmechanismen der Privatisierungsmodelle am Beispiel Wasser ausführen. Wie ist der aktuelle Stand der Wasserprivatisierung in Deutschland, in der EU und weltweit einzuordnen und zu bewerten? Welche Auswirkungen auf die Demokratie und Partizipation hat die Privatisierung? Mit welchen wirksamen Gegenstrategien können Initiativen vor Ort sich gegen die Privatisierung öffentlicher Güter wehren? Wie könnte eine gelungene Re -Kommunalisierung des öffentlichen Gutes aussehen?

Am Ende des Vortrages bleibt Zeit, offen gebliebene Fragen zu klären und sich gemeinsam Gedanken darüber zu machen, dass der Wassersektor nur einer von vielen ist, die im Blickfeld der Globalplayer stehen…

Werner Rügemer ist Publizist, Sachbuchautor und Lehrbeauftragter, sowie Mitglied von Transparency International und des wissenschaftlichen Beirats von Attac Deutschland.

Weltweit wird seit den neunziger Jahren die Wasserversorgung privatisiert. Unter Privatisierung wird landläufig eine Beteiligung privater Unternehmen verstanden. Das reicht von der Übernahme einzelner Aufgaben in der Wasserversorgung durch private Betriebe bis hin zur kompletten Übernahme des Versorgungssystems durch multinationale Großkonzerne. Die Wasserversorgung wird den Marktgesetzen unterworfen; ein öffentliches Gut wird kommerzialisiert.  Zahlreiche Initiativen wenden sich entschieden gegen die Privatisierung der öffentlichen Wasserversorgung. Der Zugang zu Wasser ist ein Grundrecht, das nicht Gewinninteressen unterworfen werden darf. Privatisierungen in Portugal führten bereits zu Preissteigerungen von bis zu 400 Prozent. In Städten wie Berlin engagieren sich Bürger bei Wassertischen für die Rekommunalisierung der Wasserversorgung. Wasser wird bei den Vereinten Nationen als soziales und kulturelles Gut definiert.

Unsere Veranstaltungsreihe möchte die Folgen der Privatisierung und Kommerzialisierung am Beispiel des öffentlichen Guts Wasser darstellen und Anregungen zur Entwicklung von Gegenstrategien geben.

„Wir sind Zeugen einer unerwarteten Entwicklung: Wasser fließt nicht länger stromabwärts, sondern Wasser fließt zum Geld.“ Robert F. Kennedy Jr. (Zitiert in Roddick, Anita (2004): Troubled Waters, White River Junction: Chelesa Green Publishing Company, Einleitung)

Links zum weiterlesen:

Wasser ist ein Menschenrecht – Right2Water – Erwin Pelzig Neues aus der Anstalt http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=TJQY0wxoTsE

%d Bloggern gefällt das: