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Zerstörung von Wohnraum im Flensburger Stadtteil Duburg – Sanierung ausschließlich für Spekulanten und Investoren?

Altbaubestand in der Burgstraße (Foto: Jörg Pepmeyer)

Altbaubestand in der Burgstraße auf Duburg (Foto: Jörg Pepmeyer)

Duburg im Fadenkreuz von Spekulanten und Investoren

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Schon seit Jahrzehnten ist der Flensburger Stadtteil Duburg beliebtes Wohnquartier für Menschen aus allen Altersgruppen und sozialen Schichten. In den noch preiswerten Altbauwohungen haben sich viele Menschen ihr Zuhause eingerichtet und schätzen die besondere Attraktivität des Viertels. Fast direkt in der Innenstadt gelegen, mit sehr guten Busverbindungen, Möglichkeiten zum Einkaufen und zu Fuß erreichbaren Ärzten, Krankenhäusern und Apotheken ist das Quartier gleichzeitig auch sozialer Lebensraum mit vielfältigen nachbarschaftlichen Beziehungen und Kontakten. Kein Wunder also, dass Gering- und Normalverdiener, junge Leute, darunter viele Studenten, aber auch ältere Menschen den Stadtteil außerordentlich schätzen. Das sehen mittlerweile wohl auch Investoren und Spekulanten so, die schon seit geraumer Zeit versuchen, ganze Häuserblocks aufzukaufen, um anschließend die Wohnungen nach einer Edel-Sanierung teuer zu vermieten. Daneben gibt es aber auch zahlreiche mit dem Stadtteil verbundene Privatleute und Hausbesitzer, die ihre Häuser mit viel Liebe zum Detail sanieren und noch halbwegs bezahlbare Mieten nach der Modernisierung verlangen.

Kein Abriss der Wohnungen in der Burgstraße!

Die Stadt Flensburg hat mit Beschluss der Kommunalpolitik gleichzeitig Duburg zum Sanierungsgebiet erklärt und die damit verbundenen Sanierungsziele festgelegt. Dazu gehört auch die Entkernung und Belichtung der Hinterhöfe und der Abriss von maroder Bausubstanz. Gleichzeitig kauft die Stadt bzw. die städtische Sanierungsgesellschaft ebenso Grundstücke und Gebäude auf, um sie den Sanierungszielen entsprechend einer neuen Nutzung und Bebauung auch durch Investoren zuzuführen.

Ehemal. coop-Markt Burgstraße

Ehemaliger coop-Markt/Schapptüch Burgstraße (Foto: Jörg Pepmeyer)

Auf den ersten Blick könnte man sagen, das ist doch eine gute Sache, so können zusätzlich staatliche Fördermittel zur Steigerung der Wohnqualität, zum planvollen Erhalt und der Modernisierung des Wohnungsbestandes auf Duburg eingesetzt werden.  Doch wie so oft, täuscht der erste Blick. Denn nicht nur baufällige Objekte fallen der Spitzhacke zum Opfer, sondern mittlerweile auch gut erhaltene, preiswerte Wohnungen. So jetzt auch in der Burgstr. 36/38.

Querriegel Burgstr. 36 38

Querriegel Burgstr. 36/38 (Foto: Jörg Pepmeyer)

Während sich der Abriss des straßenseitigen, ehemaligen Coop-Marktes mit den dahinterliegenden Gebäudeteilen noch als sinnvoll darstellt, ist der Abriss des im städtischen Besitz befindlichen, baulich gut erhaltenen Querriegels mit sechs, jeweils ca. 50-55 qm großen Wohnungen im Hinterhof absolut nicht nachvollziehbar. Die Stadt begründet unter anderem den Abriss des seit Sommer letzten Jahres „entmieteten“ und unbewohnten Hauses mit einer beabsichtigten Durchlüftung und Durchlichtung des vorhandenen Baubestandes. Das wiederum ist angesichts der genaueren Betrachtung des Areals Unsinn. Denn angeblich verschattete Wohnungen in der rückwärtigen Schloßstraße finden sich erst 30 Meter entfernt. Da der Querriegel nach Süden ausgerichtet ist, steht die Sonne im Sommer und selbst im Winter über dem Dach und beleuchtet ausreichend die dahinterliegenden Gebäude und Wohnungen. Auch sonst scheint man sich bei der Stadt und Kommunalpolitik nicht sonderlich intensiv mit den Gegebenheiten vor Ort beschäftigt zu haben. Selbst DIE LINKE hat die Angelegenheit völlig verschlafen. Erst zufällig erfuhren die Bewohner der Burgstraße, Anlieger und Nachbarn vor einigen Tagen von den Abrissplänen der Stadt. Ein Bau-Ingenieur und Sachverständiger, der in den Nachbarhäusern die Beweissicherung durchführte, erläuterte den Bewohnern das Abrissvorhaben und Planungsideen der Stadt.

Die Angst vor der Gentrifizierung geht um

Mehr und mehr verdichtet sich daher in der Nachbarschaft der Verdacht, dass das bald freie Terrain einem Investor zur Neubebauung mit neuen Wohnungen angeboten werden soll. Die Angst im Viertel geht um, dass zunehmend preiswerter Wohnraum durch Sanierung, spekulativem Leerstand und Abriss vernichtet wird und die einheimische Bevölkerung systematisch verdrängt werden soll. Denn die kann die Mieten für die zukünftigen, teureren Wohnungen nicht mehr bezahlen. Stattdessen ziehen Gutverdiener und Vermögende in das ehemals sozial durchmischte Viertel ein. Somit wird die Sanierung zum Startschuss für die sogenannte Gentrifizierung.

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Spekulativer Leerstand auf Duburg (Foto: Jörg Pepmeyer)

Ärgerlich auch, dass in den Sanierungszielen nicht festgelegt ist, wie hoch beim Neubau von Wohnungen auf Duburg der Anteil von Sozialwohnungen sein soll. Ganz davon abgesehen, dass es auch preiswerter Wohnungen für diejenigen Duburger bedarf, die keinen Anspruch auf eine Sozialwohnung haben, wie z.B. SGB II („Hartz IV“) und SGB XII (Grundsichering im Alter)-Leistungsempfänger. Insbesondere Rentner werden aufgrund der zu erwartenden Armutsrenten in den nächsten 10-15 Jahren in Flensburg dringenst preiswerte Wohnungen benötigen. Wenn die Stadt auf Duburg preiswerte Wohnungen anstatt sie zu erhalten, durch Abriss vom Markt wegnimmt, wird dies zu enormen sozialen Problemen führen.

Kommunalpolitik muss reagieren!

Enttäuschend ist ebenso, dass keine der Ratsparteien sich gegen eine derartige „Sanierung“ stellt. Ebensowenig wurde die Bevölkerung im Stadtteil vorab durch eine Einwohnerversammlung oder Postwurfsendung ausreichend informiert oder konkret und aktiv in die Diskussion um die Neuplanung einbezogen. Insofern sollten die Kommunalpolitiker der Stadt Flensburg und dem Vorhaben des Sanierungsträgers erheblich kritischer gegenüberstehen und vor allem auf der nächsten Sitzung des Planungsausschusses am kommenden Dienstag die entsprechenden Fragen und Forderungen stellen. Denn hier geht es um die Zukunft eines ganzen Stadteils und seiner Bevölkerung. Und darum, dass die Wohnungen in der Burgstraße erstmal erhalten und wieder vermietet werden.

Aktuelle Meldung: Wohnungen in der Burgstr. 36 werden derzeit unbewohnbar gemacht

Offensichtlich hat die Stadt Angst, dass das Hinterhaus in der Burgstr. 36 noch kurzfristig Ziel einer Besetzung werden könnte. So wurden heute Vormittag, wohlgemerkt Samstag, von einem Vorrauskommando Türen und Zargen und die noch vorhandenen Einbauküchen aus den Wohungen herausgerissen und die Überreste aus den Fenstern geworfen. Anscheinend ist man auch dabei die sanitären Anlagen zu zerstören. So sollen die Wohnungen unbewohnbar gemacht werden. Das, obwohl es überhaupt noch gar keine von den Ratsausschüssen abgesegneten Pläne zur weiteren Nutzung oder Neubebauung des Geländes gibt. Hier geht es einfach nur um das sinnlose Zerstören von Wohnraum. Am Dienstag soll im Planungsausschuss über die Sanierungsvorhaben auf Duburg diskutiert werden, aber schon im Vorwege schaffen die Stadt und das Abrisskommando bereits Tatsachen. Es ist schlichtweg ein Trauerspiel und sorgt für viel Verdruss bei der Bevölkerung und Nachbarschaft im Viertel. Ganz davon abgesehen, dass das Vertrauen in die politischen und städtischen Institionen weiter abnimmt.

Zum Abriss der Wohnungen in der Burgstraße auch ein Beitrag von Holger Ohlsen im Flensburger Tageblatt vom 15.4.2016 Drohender Abriss im Stadtteil Duburg : Flensburg: Stadtsanierung macht Wohnraum platt unter: http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/flensburg-stadtsanierung-macht-wohnraum-platt-id13266896.html

Zum Beitrag von Holger Ohlsen erschien am 2. Mai 2016 ein bemerkenswerter Leserbrief von Hans-Peter Thun und Talesia Thun im Flensburger Tageblatt, den wir unseren LeserInnnen ganz besonders an´s Herz legen möchten: „Frustriert und resigniert“
Leserbrief zum shz-Artikel „Stadtsanierung macht Wohnraum platt“ vom 15. April unter: https://akopol.wordpress.com/2016/05/03/stadtsanierung-in-flensburg-leserbrief-zum-abriss-von-wohnungen-auf-duburg/

Mehr zum Thema Wohnungsbau und fehlendem Wohnraum in Flensburg

6.000 (!) Wohnungen, müssten bis 2023 neu gebaut werden , um den steigenden Bedarf in Flensburg abzudecken. D. h.  pro Jahr etwa 850 Wohnungen. Und um den Verlust der Wohnungen abzudecken, die in den kommenden Jahren aus der Sozialbindung herausfallen, müsste der Anteil der Sozialwohnungen beim Neubau mindestens 25% betragen. Kaum vorstellbar beim derzeitigen Bautempo
Dazu auch ein Beitrag von Holger Ohlsen vom 26. Oktober 2015 im Flensburger Tageblatt
Zu wenig günstiger Wohnraum : Es fehlen 1000 Wohnungen in Flensburg unter: http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/es-fehlen-1000-wohnungen-in-flensburg-id11043281.html

Zum gleichen Thema auch ein AKOPOL-Beitrag mit Daten, Zahlen und Fakten vom 20.01.2016: Am Bedarf vorbeigebaut: Flensburg braucht eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft! unter:
https://akopol.wordpress.com/2016/01/20/am-bedarf-vorbeigebaut-flensburg-braucht-eine-kommunale-wohnungsbaugesellschaft/

Flensburger Stadtdialog am 8.5.2013 zum Thema „Standortsicherung und Stadtentwicklung mittels Breitbandversorgung“

EINLADUNG ZUM STADTDIALOG

THEMA: „STANDORTSICHERUNG UND STADTENTWICKLUNG MITTELS BREITBANDVERSORGUNG“

08.05.2013 | 16 Uhr | Europaraum im Rathaus | Rathausplatz 1 | 24937 Flensburg

Der aktuelle Stadtdialog beleuchtet die Wichtigkeit des Breitbandausbaus vor dem Hintergrund der Bedeutung des Internets in unserer Gesellschaft.

Unser Referent, Herr Eugen Kölling, Geschäftsführer und Gesellschafter der mr. net services GmbH & Co. KG, ein Unternehmen der Flensburgermr. net group, wird den Fokus vor allem richten auf
• Entwicklung des Internets (Vergangenheit, Gegenwart u. Zukunft)
• Breitbandbedarf/Konsumverhalten
• Zukünftige Form des Fernsehens
• Daseinsvorsorge/Wachstumspotentiale
• Breitbandausbau im internationalen/nationalen Vergleich
• City-Carrier 2.0
• Praxisbeispiele

Als Dienstleister und Vorleistungslieferant im Telekommunikationsmarkt steht mr. net services für individuelle Breitbandkonzepte für schnelles Internet, Fernsehen und Festnetztelefonie aus einer Hand. Typische Kunden sind Energieversorger, Stadtwerke und Wohnungsunternehmen, die über eigene Zugangsnetze verfügen.
Die Stärke der mr. net services liegt in der Entwicklung von regionalen Vertriebs- und Marketingkonzepten, indem durch eine besondere Identifikation zwischen Produkt und Region eine entsprechende Wirtschaftlichkeit des Breitbandausbaus erreicht werden kann.
Das Unternehmen beteiligt sich an europaweiten Ausschreibungen, um auf Basis eines kommunaloder privatfinanzierten Zugangsnetzes das schnelle Internet in unterversorgte Gebiete als Service-Provider zu bringen.

Der Fachbereich Entwicklung und Innovation möchte den Stadtdialog in Flensburg verfestigen.
Es werden Themen der Stadtentwicklung, die von besonderem Interesse sind, aufgerufen und einer öffentlichen Debatte unterzogen. Über Ihre Teilnahme freut sich der Fachbereich.

Dr. Peter Schroeders, Leiter des Fachbereichs Entwicklung und Innovation der Stadt Flensburg

Hier geht´s zum Flyer Flensburger Stadtdialog 8.5.2013

Zielgruppenorientierte Wohnungsmarktanalyse Flensburg: Immer weniger Wohnungen für Menschen mit kleinen Einkommen

Zukünftig dramatische Verschärfung der Situation auf dem Flensburger Wohnungsmarkt – Studie fordert mehr Engagement im sozialen Wohnungsbau

Öffentliche Diskussion der Daten und Ergebnisse  vor der politischen Entscheidung über die „Grundsätze und Leitlinien für die Steuerung des Wohnungsbaus in Flensburg“ nicht erwünscht.

Bereits im November 2011 hatten der Umwelt- und Planungsausschuss und der Finanzausschuss in öffentlicher Sitzung die Fortschreibung der aus dem Jahr 2008 stammenden zielgruppenorientierten Wohnungsmarktanalyse beschlossen. Zusätzlich wurden dafür 25.500 Euro zur Verfügung gestellt. Mit der Aktualisierung sollte ein Instrument für die weiteren stadtplanungs- und wohnungsbaupolitischen Entscheidungen und Beschlüsse der Ausschüsse und Ratsversammlung geschaffen werden. Ebenso sollten auf Grundlage der neuen Analyse die „Grundsätze und Leitlinien für die Steuerung des Wohnungsbaus in Flensburg“ angepasst und neu formuliert werden. Jetzt sollen die überarbeiteten Grundsätze und Leitlinien mit einem begleitenden Antrag auf der nächsten SUPA-Sitzung am 16.4.2013 und am 25.4. von der Ratsversammlung verabschiedet werden.

Immer weniger Sozialwohnungen in Flensburg – In Zukunft droht massive Wohnungsnot vor allem für Rentner und Geringverdiener

Wenn die Kommunalpolitik und das Land nicht reagieren, wird es in Zukunft in Flensburg kaum noch Sozialwohnungen geben. Hier die Prognose bis 2045 Quelle: Ziegruppenorientie Wohnungsmarktanalyse Flensburg 2012, S. 30Gebundener Wohnraum in Flensburg

Daten und Ergebnisse der Analyse zu brisant?

Aber anscheinend hält man die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der Wohnungsmarktanalyse vor allem in der Verwaltung für zu brisant, als dass man sie in aller Konsequenz in die neuen Grundsätze und Leilinien wirklich hätte einarbeiten wollen. Nicht nur, dass die bereits im Dezember fertig gestellte 100-seitige Studie, sowie die Zusammenfassung der Ergebnisse mit den Handlungsempfehlungen  nur jeweils einmal in Papierform den Fraktionen erst Anfang März zugingen, auch eine öffentliche Debatte darüber möchte man in der Verwaltung offenbar vermeiden. Zwar war auf der Sitzung des mit zehn VerwaltungsmitarbeiterInnen und sieben Kommunalpolitikern bestückten Wohnungspolitischen Ratschlages am 13. März als TOP 5 die Vorstellung und eine erste Diskussion über Zahlen und Ergebnisse vorgesehen. Aufgrund angeblicher Zeitprobleme des zuständigen Leiters des Fachbereich Entwicklung und Innovation, Dr. Peter Schroeders, fand eine Debatte darüber jedoch nicht statt. (Die umfangreiche Analyse gibt´s hier:   Zielgruppenorientierte Wohnungsmarktanalyse Flensburg 2012 Weiteres Material gibt es am Ende dieses Beitrags als PDF-Dateien zum Herunterladen.)

Dabei sind die vorliegenden Daten und Ergebnisse geradezu alarmierend. Sie sagen bis zum Jahr 2025 einen dramatischen Anstieg der Armut in Flensburg voraus und eine außerordentlich erhöhte Nachfrage nach preiswertem Wohnraum. Besonders SeniorInnen werden zukünftig vermehrt von Altersarmut betroffen  sein, aber ebenso wird die Zahl der Geringverdiener und der Menschen, die zukünftig auf staatliche Transferleistungen in Flensburg angewiesen sein werden, exorbitant steigen. In den Handlungsempfehlungen zur Analyse wird deshalb unter anderem ein erheblich stärkeres Engagement im  sozialen Wohnungsbaus angemahnt. Für Dr. Peter Schroeders aber kein Grund, eine breite öffentliche Debatte über die Ergebnisse der Studie, wie aber auch deren Handlungsempfehlungen und deren Bedeutung für die zukünftige Steuerung des Wohnungsbaus in Flensburg in Gang zu setzen. Nur, das hat nicht er zu entscheiden, sondern das liegt in der Verantwortung der politischen Akteure!

AKOPOL-Fraktion fordert Bürgerbeteiligung bei der Festlegung der wohnungsbaupolitischen Grundsätze und Leitlinien und eine feste Quote von Sozialwohnungen beim Neubau von Geschosswohnungen in Flensburg

Hinsichtlich der generellen wohnungsbaupolitischen Position der AKOPOL-Fraktion und dem jetzigen Entwurf zur Beschlussvorlage „Fortschreibung der Grundsätze/Leitlinien für die Steuerung des Wohnungsbaus in Flensburg“ RV-37/2013 haben wir unsere Position bereits im Mai letzten Jahres in einem Beitrag im AKOPOL-Blog dargelegt: Debatte um die Fortschreibung der „Grundsätze und Leitlinien für die Steuerung des Wohnens in Flensburg“ – Neubau von Wohnungen nur für den Mittelstand?

Zwar bezog sich dieser Beitrag auf den ersten Entwurf der Grundsätze und Leitlinien, dennoch gilt dies weiterhin auch für die jetzt überarbeitete Version. In diesem Zusammenhang und im Rahmen der obigen Ausführungen halten wir zusätzlich und ergänzend die Festlegung konkreter sozialpolitischer Grundsätze und Leitlinien für die Steuerung des Wohnens in Flensburg für zwingend notwendig, sowie eine klare Festlegung, wie hoch beim Neubau von Geschosswohnungen der Anteil öffentlich geförderter Sozialwohnungen sein soll.

Zudem ist derzeit in keinem der von Flensburger Investoren und/oder Wohnungsbaugenossenschaften geplanten Bauvorhaben, also Wasserturm und Munketoft/Sandberg von Sozialwohnungen die Rede. Dies gilt auch für die geplanten 500-700 Wohneinheiten im Bahnhofsumfeld. Lediglich beim Projekt der vier Holzhochhäuser in der Eckener Straße des Berliner Planungs- und Architektenbüros sind Sozialwohnungen ausdrücklich vorgesehen. Interessanterweise funktioniert dieses Projekt ohne klassische Investoren, die sind nämlich im Rahmen eines Baugruppenkonzeptes, mit dem später eine Genossenschaft realisiert wird, die Bewohner und Eigentümer selbst. Da spart man eine Menge Geld, das sich sonst die Investoren und Banken einstecken. Warum nicht dieses Modell auch bei anderen Wohnungsbauprojekten in Flensburg nutzen?

Angesichts der Tatsache, dass bereits jetzt schon 1/4 der Bevölkerung in Flensburg in sog. „mietgedeckelten“ Wohnungen leben, also entweder Wohngeld beziehen, in Sozialwohnungen leben, oder ihre Miete vom Jobcenter, bzw. Sozialamt nach SGB II oder XII (Stichwort „KDU“ ) bezahlt bekommen, halten wir auch die derzeitigen Aktivitäten und die Position der beiden Flensburger Wohnungsgenossenschaften SBV und FAB für kontraproduktiv. Insbesondere die Aussagen von Herrn Michael Kohnagel (Geschäftsführer des FAB) in der Sitzung des Gleichstellungsausschusses am 6.2.2013, dass der FAB am Munketoft/Sandberg keine Wohnungen mehr für Menschen mit kleineren Einkommen mehr plane, halten wir für eine Täuschung, denn ursprünglich wurden die SUPA-Ausschuss-Mitglieder mit einer anderslautenden Aussage gelockt, um ihre Zustimmung für das Bauvorhaben des FAB zu geben. (Mehr zu Kohnagels Ausführungen auch in der Niederschrift des Gleichstellungsausschuss vom 6.2.2013 unter TOP 3. in den Unterlagen am Ende des Beitrags)

Die AKOPOL-Fraktion fordert daher:

  • Keine Verabschiedung der o. g. Beschlussvorlage vor einer breiten öffentlichen Diskussion der Daten, Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der Wohnungsmarktanalyse im SUPA und vor allem auch im Sozialausschuss.
  • Wir fordern gleichzeitig vor der Beschlussfassung eine öffentliche Bürgerversammlung unter dem Titel „Wohnungsbaupolitische Konferenz Flensburg“ durch den Oberbürgermeister Simon Faber einzuberufen, in der VertreterInnen der Stadtteilforen, des Mietervereins, der Behinderten-Einrichtungen, der Senioren- und der Sozialverbände, des Arbeitskreises Soziale Gerchtigkeit und anderen gesellschaftlichen Gruppen, wie aber auch die Akteure der Wohnungswirtschaft, sich zum Entwurf der Grundsätze und Leitlinien äußern können und die Ergebnisse der Wohnungsmarktanalyse zusammenfassend dargestellt werden.
  • Die AKOPOL-Fraktion ist gleichzeitig der Auffassung, wenn wir schon als Stadt privaten, wie auch genossenschaftlichen Investoren städtische Grundstücke zur Wohnbebauung verkaufen, dann sollten wir auch konsequent die Forderung nach der Schaffung von öffentlich geförderten Wohnungen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus stellen. Die AKOPOL-Fraktion fordert deshalb beim Neubau von Geschosswohnungen mindestens einen Anteil von 15% Sozialwohnungen.  Es bleibt aber festzustellen, dass selbst dieser Anteil den derzeitigen Verlust an Sozialwohnungen, wie auch der Wohnungsmarkt-Analyse zu entnehmen ist, noch nicht mal ausgleichen würde.

Jörg Pepmeyer (AKOPOL-Fraktionsvorsitzender)

Untenstehend weiteres Material zum Thema und die genannten Unterlagen und Beschlussvorlagen:

Mehr hierzu auch in einem Artikel von Holger Ohlsen im Flensburger Tageblatt vom 06. April 2013 „Analyse des Wohnungsmarktes: Flensburg wächst – die Armut auch“ auf shz-online unter: http://www.shz.de/nachrichten/lokales/flensburger-tageblatt/artikeldetails/artikel/flensburg-waechst-die-armut-auch.html

Die umfangreiche Analyse gibt´s hier:   Zielgruppenorientierte Wohnungsmarktanalyse Flensburg 2012

Hier geht´s zur Zusammenfassung der Zielgruppenorientierten Wohnungsmarktanalyse und zu den daraus folgenden Handlungsempfehlungen Zusammenfassung Wohnungsmarktanalyse

Hier geht´s zur Beschlussvorlage RV-37/2013 Beschlussvorlage_RV-37-2013

Hier gibt´s die neu angepassten „Grundsätze und Leitlinien für die Steuerung des Wohnungsbaus in Flensburg“ Grundsaetze_-_Leitlinien

Niederschrift der Sitzung des Gleichstellungsausschusses am 6.2.2013 mit den Ausführungen des FAB-Chefs Kohnagel unter TOP 3: Oeffentliche_Niederschrift_Gleichstellungsausschuss_06.02.2013

Hier geht´s zur Beschlussvorlage des FInanzausschusse aus dem November 2011 zur Fortschreibung der Wohnungsmarktanalyse Beschlussvorlage_FA-40-2011

Zur schleswig-holsteinischen Wohnungsmarkt- und Mietenentwicklungvon 2007 bis einschl. 2012 (Zahlen für Flensburg auf S. 104-108) siehe auch das
Mietgutachten für das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein
Ergebnisbericht zur Wohnungsmarkt- und Mietenentwicklung
Bearbeitung: Jürgen Veser (IfS) Renate Szameitat (GEWOS) Thomas Thrun (IfS) Dr. Johannes Promann (GEWOS)
im Auftrag des Innenministeriums des Landes Schleswig-Holstein
17. Juni 2013 unter: http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/W/wohnen/Downloads/Wohnraum/mietgutachten.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Flensburger Stadtdialog am 6.3.2013: „Boom im Norden? – Wachstumschancen im Rahmen der Globalisierung“

Einladung zum Stadtdialog

Thema: „Boom im Norden? – Wachstumschancen im Rahmen der Globalisierung“

Mittwoch 06.03.2013 | 16 Uhr | Europaraum im Rathaus | Rathausplatz 1 | Flensburg

Der nächste Stadtdialog wird durch den einführenden Vortrag von Herrn Prof. Dr. Thomas Straubhaar, Leiter des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) und Professor der Universität Hamburg, einen besonderen Impuls erhalten und insbesondere folgende Fragen behandeln:

1. Welche Chancen haben das nördliche Deutschland und Nordeuropa für Beschäftigung und Wertschöpfung?

2. Wie sollten Städte (trotz klammer Finanzlage) ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken?

3. Welche Qualitäten muss Flensburg entwickeln, um sich zwischen den Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen dauerhaft erfolgreich zu positionieren?

Prof. Straubhaar ist dafür bekannt, die globalen ökonomischen Zusammenhänge so anschaulich und lehrreich darzustellen, dass er stets Anfragen der Medien für Interviews zu beantworten hat. Der SHZ wird den Stadtdialog mit Prof. Straubhaar begleiten und Chefredakteur Dr. Helge Matthiesen die Moderation übernehmen.

Der Fachbereich Entwicklung und Innovation möchte den Stadtdialog in Flensburg verfestigen. Es werden Themen der Stadtentwicklung, die von besonderem Interesse sind, aufgerufen und einer öffentlichen Debatte unterzogen. Über Ihre Teilnahme freut sich der Fachbereich.

Dr. Peter Schroeders

Hier geht´s zum Flyer für die Veranstaltung: stadtdialog flensburg 6.3.2013

Öffentliche Bürgerinformation zur zukünftigen Wohnbebauung am Wasserturm in Flensburg am 26.2.2013

WasserturmNeue Wohnbebauung am Wasserturm – Bürgerversammlung im SBV-Gemeinschaftshaus

(Pressemitteilung der Stadt Flensburg) Die Stadt Flensburg lädt zur öffentlichen Bürgerinformation am Dienstag, 26. Februar um 19 Uhr im „360 Grad“-Gemeinschaftshaus des Selbsthilfebauvereins, Mürwiker Straße 28-30 ein.
Für die seit Jahren vorgesehene Wohnbebauung am Wasserturm hat eine Flensburger Investorengemeinschaft ein Konzept entwickelt, das eine Mischung von Geschosswohnungsbauten und Eigenheimen vorsieht. Insgesamt sollen rund 160 Wohneinheiten in unterschiedlichen Größen entstehen. Die Erschließung ist über die Straße Am Volkspark geplant. Für die Entwicklung sind ein Bebauungsplan und die Änderung des Flächennutzungsplans sowie des Landschaftsplans erforderlich.
Vorgestellt und diskutiert werden sollen die Pläne für die Erschließung und die Wohnbebauung sowie die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung. Allen Anwesenden wird Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben. Der aktuelle Planungsstand kann ab 18.30 Uhr eingesehen werden.
Die Leitung der Bürgerversammlung erfolgt durch Axel Kohrt vom Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung.

Claudia Takla Zehrfeld, Fachbereich Entwicklung und Innovation, Tel. 0461 852805

Kommentar der AKOPOL-Fraktion:

Wir finden es außerordentlich schade, dass bei diesem Investoren-Projekt die Schaffung von Wohnungen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus bisher nicht vorgesehen ist. Wir sind der Meinung, dass Flensburg aber ebenso dringend auch bezahlbare und familiengerechte Neubau-Wohnungen für Menschen braucht, die aufgrund ihrer Einkommenssituation nicht in der Lage sind Wohneigentum bilden zu können. Vielleicht überlegt sich der SBV ja als Mitglied der Investorengemeinschaft, sich in dieser Hinsicht stark zu machen.

i. A. Jörg Pepmeyer, AKOPOL-Fraktionsvorsitzender

Planungsauftakt für ein Maritimes Dienstleistungszentrum in Flensburg

Entwicklungskonzept für Fahrensodde

foto_2_fahrensodde_20-internet_500x283(Pressemitteilung der Stadt Flensburg) Die Ratsversammlung hat gestern den Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan gefasst. Ziel der Planung ist die Entwicklung eines Maritimen Dienstleistungszentrums auf dem Grundstück Fahrensodde 20. Neben einer Sicherung des Standortes für die heutigen Nutzer des Geländes soll der Naherholungswert für alle Flensburgerinnen und Flensburger erhöht werden. Nähere Informationen gibt es im Internet unter http://www.flensburg.de/bauen-wohnen/planungen/fahrensodde-befragung/index.php oder direkt bei der Stadt- und Landschaftsplanung im Technischen Rathaus, Am Pferdewasser 14. Kontaktperson: Claudia Takla Zehrfeld, Fachbereich Entwicklung und Innovation, Stadt Flensburg, Tel. 0461 852805

Thomas Hansen, Pressestelle der Stadt Flensburg

Mehr zu diesem Projekt auch in einem ausführlichen Beitrag von Joachim Pohl auf SHZ-Online vom 10.1.2013: Einstimmig fürs Dienstleistungszentrum – Neue Zukunft für Fahrensodde 20 unter: http://www.shz.de/nachrichten/lokales/flensburger-tageblatt/artikeldetails/artikel/neue-zukunft-fuer-fahrensodde-20.html

Zur Historie:

Auf der SUPA-Sitzung am 18. Mai 2010 stellte die Verwaltung unter TOP 2: „44. Änderung des Flächennutzungsplans („Fahrensodde“) vorhabenbezogener Bebauungsplan „Fahrensodde 20“ (VEP-Nr. 34) Aufstellungsbeschluss zur Planung, Erschließung und Vermarktung von Teilflächen des ehemaligen DASA-Geländes“ ihre Vorstellungen zur Wohnbebauung auf dem Gelände vor. Diese Verwaltungsvorlage wurde allerdings von der Mehrheit des SUPA verworfen und man einigte sich später auf das obige Verfahren. Der Beschlusstext mit der Darstellung der unterschiedlichen Positionen der SUPA-Mitglieder und die Verwaltungsvorlage für die SUPA-Sitzung vom 18.5.2010 zur Wohnbebauung finden sich hier: Beschlussvorlage_RV-51-2010  und  Beschlusstext_RV-51-2010_-oeffentlich-_Ausschuss_fuer_Umwelt-_Planung_und_Stadtentwicklung_18.05.2010

Flensburger Stadtdialog am 30.01.2013 zum Thema Kulturförderung als Motor der Stadtentwicklung

Einladung zum Flensburger Stadtdialog

Thema: „KULTURFÖRDERUNG ALS MOTOR DER STADTENTWICKLUNG – IST DA S MIT DEN BISHERIGEN MITTELN DER KULTURFÖRDERUNG MÖGLICH?“

30.01.2013 | 16 Uhr | Theodor Rieve Zimmer | Technisches Rathaus | Am Pferdewasser 14 | 24937 Flensburg

Der Stadtdialog möchte Fragen der Stadtentwicklung mit denen der kulturellen Entwicklung verknüpfen und hat den Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Stephan Opitz eingeladen. Es geht um die Frage, warum, wo und in welcher Form der Staat ins kulturelle Marktgeschehen eingreifen sollte.
Dabei gilt es einen differenzierten Blick jenseits eines rein selbstbezüglichen „Kultur muss sein!“ zu riskieren und die strukturellen, wertebezogenen und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Kultur zu untersuchen, denn schließlich sollten in einer Demokratie öffentliche Mittel nachvollziehbar  ausgegeben werden. Die Kulturausgaben bilden keinen unangreifbaren Monolithen, sondern stehen im politischen Wettbewerb, z.B. mit Bildungs-, Umwelt- und Sozialpolitik.
Prof. Dr. Stephan Opitz ist Professor für Kulturmanagement an der Christian-Albrechts- Universität zu Kiel. Er ist auch (teilzeitbeschäftigt) Leiter des Referats für kulturelle Grundsatzangelegenheiten im Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein. Bis Ende 1999 leitete er das von ihm begründete Nordkolleg Rendsburg. Neben seiner umfangreichen publizistischen Tätigkeit zu literarischen und kulturwissenschaftlichen Themen betreut Prof. Opitz auch den Nachlass von Peter Rühmkorf; eine Aufgabe, die ihm bereits zu Lebzeiten des Dichters übertagen wurde.

Der Fachbereich Entwicklung und Innovation möchte den Stadtdialog in Flensburg verfestigen. Es werden Themen der Stadtentwicklung, die von besonderem Interesse sind, aufgerufen und einer öffentlichen Debatte unterzogen.

Über Ihre Teilnahme freut sich der Fachbereich.
Dr. Peter Schroeders

Hier geht´s zum Veranstaltungsflyer Flyer Flensburger Stadtdialog 30.1.2013

Flensburger Finanzausschuss beschließt Finanzierung der Kulturregion Sønderjylland-Schleswig

Grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit

(Pressemitteilung der Stadt Flensburg) Der Finanzausschuss der Stadt Flensburg hat in seiner Sitzung am 29.11.2012 die finanzielle Beteiligung Flensburgs an der Kulturregion Sønderjylland-Schleswig beschlossen. Damit unterstützt Flensburg ebenso wie die Nachbarkreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg die grenzüberschreitende Kulturregion mit einem Betrag von knapp 170.000 € für die Jahre von 2013 bis 2016.

Die zu Beginn des Jahres 2013 startende Kulturregion soll für eine bessere Sichtbarkeit des jeweiligen Kulturangebots auf der anderen Seite der Grenze sorgen, deutsch-dänische Kulturprojekte finanziell unterstützen und auch Ideen aus der Sonderburger Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas aufgreifen und umsetzen.

Partner der Kulturregion sind die vier dänischen Kommunen Apenrade, Hadersleben, Sonderburg und Tondern sowie die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg und die Stadt Flensburg. Das dänische Kulturministerium in Kopenhagen unterstützt die Kulturregion finanziell und auch Kulturministerin Anke Spoorendonk hat eine finanzielle Förderung durch das Land Schleswig-Holstein in Aussicht gestellt. Insgesamt steht damit ein Betrag von über 500.000 € pro Jahr für die grenzüberschreitende Arbeit der Kulturregion Sønderjylland-Schleswig zur Verfügung.

„Das ist eine wegweisende Entscheidung, die es uns ermöglicht, die erfolgreiche deutsch-dänische Zusammenarbeit im kulturellen Bereich weiter auszubauen. In der Region Sønderjylland-Schleswig startet die erste grenzüberschreitende Kulturregion Europas!“, freut sich Dr. Peter Schroeders, Leiter des Fachbereichs Entwicklung und Innovation bei der Stadt Flensburg. Der Vorsitzende des Kulturausschusses der Flensburger Ratsversammlung, Max Stark, begrüßt vor allem, „dass die gute Zusammenarbeit, die im Rahmen der Bewerbung Sonderburgs als Europäische Kulturhauptstadt etabliert wurde, nun in einem neue Rahmen fortgeführt werden kann“. „Das deutsch-dänische Grenzland ist eine spannende und kulturell vielfältige Region, von der wir gemeinsam profitieren können. In diesem Rahmen hat das Oberzentrum Flensburg auch eine gewisse Vorbildfunktion“, so Stark weiter.

Clemens Teschendorf, Pressestelle der Stadt Flensburg

Vorstellung des Wohnbauflächenkatasters der Stadt Flensburg am 27.11.2012

Präsentation auf der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses

am 27.11.2012 | um 16 Uhr | Theodor Rieve Zimmer | Technisches Rathaus | Am Pferdewasser 14 | 24937 Flensburg

(Pressemitteilung der Stadt Flensburg) Die Stadt Flensburg hat ein Wohnbauflächenkataster zusammengestellt, welches in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung am 27. November der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Das Kataster stellt alle derzeit vorhandenen potenziellen Flächen dar, auf denen eine wohnbauliche Entwicklung möglich ist. Hierzu gehören Flächen, für die bereits Baurecht besteht, Flächen bei denen die Bauleitplanung begonnen aber nicht abgeschlossen ist und Flächen bei denen in anderen Zusammenhängen eine Bebauung bereits diskutiert wurde.

Die weitere wohnbauliche Entwicklung ist besonders wichtig für die Stadt, da die Flensburger Einwohnerzahl erst kürzlich wieder die 90.0000 überschritten hat. Die seit Jahren anhaltend positiven Vorausberechnungen der Landesplanung sagen ein weiteres Wachstum voraus, für das in den nächsten Jahren ein quantitativ und qualitativ ausreichendes Wohnraumangebot bereitgestellt werden muss. Der Schwerpunkt der Wohnbauentwicklung hat sich in der letzten Zeit vom Einfamilienhausbau in Richtung Geschosswohnungsbau verlagert. Vor diesem Hintergrund soll das Wohnbauflächenkataster potenziellen Investoren und Projektentwicklern die Potenziale Flensburgs verdeutlichen und dadurch die Deckung der Wohnraumnachfrage unterstützen.

Thomas Hansen, Pressestelle Stadt Flensburg, Fachbereich Entwicklung und Innovation

Flensburger Stadtdialog am 14.11.2012 im Technischen Rathaus

EINLADUNG ZUM STADTDIALOG

THEMA: „ZWISCHEN INTERNET UND INNENSTADT WO FINDET EINZELHANDEL KÜNFTIG STATT? VERÄNDERUNGEN DER EINZELHANDELSLANDSCHAFT UND IHRE FOLGEN FÜR DIE STADTENTWICKLUNG“

am 14.11.2012 | um 16 Uhr | Theodor Rieve Zimmer | Technisches Rathaus | Am Pferdewasser 14 | 24937 Flensburg

Der Stadtdialog wirft seinen Fokus auf das spannende Gebiet des Einzelhandels und die Wechselwirkungen zur Stadtentwicklung. Es ist gelungen, Herrn Heinrich Grüter, ein ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet, als Referenten für unsere aktuell anstehende Veranstaltung zu gewinnen. Er wird die verschiedenen Fassetten der Einzelhandelsentwicklung beleuchten und dabei insbesondere auf folgende Fragen eingehen:

Welche Impulse gehen von der Entwicklung des privaten Verbrauchs aus?

Welche räumlichen Auswirkungen auf Einzelhandelsstandorte sind zu erwarten?

Welche Beiträge muss die Stadtentwicklung leisten, um den innerstädtischen Einzelhandel als herausragenden Frequenzbringer und immobilienwirtschaftlichen Leistungsträger zu erhalten?

Herr Dipl.-Volkswirt Heinrich Grüter ist Hauptgeschäftsführer des Verbands der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels Nord e.V. (VGM), ein Interessenverband überwiegend mittelständischer Unternehmen aller Handelsstufen. Ziel und Aufgabe des Verbands ist es, seine überwiegend in städtebaulich integrierten Lagen angesiedelten Mitgliedsunternehmen bei weitreichenden strategischen Entscheidungen entsprechend den aktuellen Anforderungen des Marktes zukunftsweisend zu beraten und die Belange dieser Unternehmen zu vertreten.

Der Fachbereich Entwicklung und Innovation möchte den Stadtdialog in Flensburg verfestigen. Es werden Themen der Stadtentwicklung, die von besonderem Interesse sind, aufgerufen und einer öffentlichen Debatte unterzogen. Über Ihre Teilnahme freut sich der Fachbereich.

Dr. Peter Schroeders, Leiter Fachbereich Entwicklung und Innovation

Hier geht´s zum Flyer der Veranstaltung: 20121114_stadtdialog_dinA4_100x

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