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Wir sind Wasser – Ein Aktionswochenende am 21. und 22. März in der Phänomenta Flensburg

AKOPOL-Veranstaltungshinweise: Achtung, zahlreiche Veranstaltungen fallen wegen der Corona-Krise aus!

Die unten stehende Veranstaltung wurden bereits vor einiger Zeit geplant und entsprechend frühzeitig als Veranstaltungshinweis im AKOPOL-Blog eingestellt. Aufgrund der Corona-Krise finden jedoch viele Veranstaltungen in den kommenden Tagen und Wochen nicht statt. In welchem Umfang und wann diese nachgeholt werden, bitten wir unsere Blog-LeserInnen bei den VeranstalterInnen nachzufragen.

Samstag, 21. März und Sonntag 22. März 2020 von 12:00 bis 18:00 Uhr
Phänomenta Flensburg
Norderstrasse 157-163, 24939 Flensburg

Anlässlich des Weltwassertags veranstaltet die Phänomenta ein Aktionswochendene rund um das kühle Nass. Unter dem Motto „Wasser – schätzen und schützen.“ öffnet das Science Center an beiden Tagen von 12 bis 18 Uhr seine Türen und erwartet Jung und Alt mit einem bunten Programm:

Pop-Up-Bühne und Schiffsbühne

Wasser in der Literatur: kurze Lesungen – jeder darf vortragen, alle dürfen zuhören.
Darstellende und musikalische Aufführungen
Wasserbar und Verkostung
Wasser-Licht-Projektionen
Experimentierstationen

Kreativecke

Boote falten
Mandalas gestalten
Aquarien und Meeresbewohner basteln
Gedanken und Ideen einfangen
Rätselpfad durchs Haus

 

Aktions- und Infotische

Buntes Workshopprogramm von 12:30 – 18 Uhr von der HSF, EUF und Phänomenta
Kneippverein Flensburg mit Arm-Tauchbecken
Ostseelabor mit Strandfunden
„Fill-Up! Wir sind Wasser“ – ein Schulprojekt der Kurt-Tucholsky-Schule und der Alexander-Behm-Schule
Wasserschule Ramsharde: Eine ganze Schule trinkt Wasser

Vortragsprogramm

Samstag, 21.03.2020

13 Uhr: Prof. Dr. Iulia-Karin Patrut, Europa-Universität Flensburg, Seminar für Germanistik, „Poetiken der maritimen Überfahrt. Wie die Seefahrt-Literatur Europa formt.“

14 Uhr: Prof. Dr. rer. nat. Lutz Fiesser, Begründer der Phänomenta, „Wasser klebt, reibt und bremst?“

15 Uhr: Dr. Christine Börtitz, Europa-Universität Flensburg, Abteilung Ökologie, „Wasser und Baumwolle – Welche Auswirkungen hat der Baumwollanbau auf die Gewässerökologie der Anbaugebiete?“

16 Uhr: Prof. Dr. Christian Stolz, Europa-Universität Flensburg, Abteilung Biologie und ihre Didaktik, Physische Geographie,  „Wasser als landschaftsformendes Element.“

17 Uhr: Prof. Dipl. Ing. Bernhard Albiker, FH Kiel (bis 2007), Bauingenieur für Geotechnik, „Unterirdisches Wasser, sichtbar in der Wirkung.“

Sonntag, 22.03.2020

13 Uhr: Torben Möller,  Sportwissenschaftler, Osteopath, Heilpraktiker, „Der vierte Aggregatzustand und seine Wirkung auf den menschlichen Körper.“

14 Uhr: Prof. Dr. med. Prof. h.c. Dirk Kieback, Chefarzt der Frauenklinik, Diakonissenkrankenhaus Flensburg, „Fruchtwasser  – unsre erstes Wasser.“

15 Uhr: Dr. med. Klaus Weil, Chefarzt der Klinik für Geriatrie und Frührehabilitation, Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital „Wasser im Alter – die überragende Bedeutung einer ausreichender Flüssigkeitszufuhr gerade im Alter.“

16 Uhr: Nikola Penker, 2. Vorsitzende Kneippverein Flensburg e.V. „Teenager-Begegnung mit Vadder Kneipp“

17 Uhr: Prof. Dr. Matthias Bauer, Europa-Universität, Seminar für Germanistik, „Elementengewalt und Lebenselexier – Wasser in der Literatur.“

Öffentliche Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ mit Prof. Dr. Peter Heering am 2. Dezember um 18 Uhr in der Phänomenta Flensburg

Zwischen Fach, Vermittlung und Bildung: Vermeintliche Verfügbarkeiten und die Wahrnehmung der Naturwissenschaften

Prof. Dr. Peter Heering, Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte, EUF

Montag, 2. Dezember 2019 von 18:00 bis 21:00
Phänomenta Flensburg
Norderstrasse 157-163, 24939 Flensburg

In Hartmut Rosas gesellschaftstheoretischen Analyse erscheinen die Naturwissenschaften als einer der Faktoren, die die (scheinbar) zunehmende Verfügbarkeit innerhalb der Welt erzeugen und damit die Resonanz immer weniger auftreten lassen. Fraglich bleibt hierbei, welches Bild von Naturwissenschaft dieser Darstellung zugrunde liegt und wie ein derartiges Bild entstehen kann. Neben naturwissenschaftlichem Unterricht kommen hier vermutlich auch populärwissenschaftliche Darstellungen sowie öffentlichkeitswirksam agierende Akteur*innen aus dem Bereich der Naturwissenschaften in Frage. Gerade vor diesem Hintergrund lassen sich dann auch Beiträge zu aktuellen Diskussionen, die auf eine technische Lösbarkeit aktueller Probleme setzen, in eine andere Perspektive setzen.
Am Montag den 02.12. um 18.00 Uhr in der Phänomenta Flensburg

Spannende Vorträge für das breite Publikum auf der Ringvorlesung im Wintersemester 2019 – Montags um 18 Uhr in der Phänomenta

Seit dem Sommersemester 2013 findet in jedem Semester die Ringvorlesung in Kooperation mit der Phänomenta und der Flensburger Volkshochschule im Vortragssaal der Phänomenta (Norderstraße 157-163) 
statt. Die Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen präsentieren hier ihre selbstgewählten Themen. Ein jährlich wechselndes Oberthema stellt einen Bezug zwischen den Vorträgen her. Auf der Seite der Europa Universität Flensburg ist ebenfalls das aktuelle Programm mit den zugehörigen Zusammenfassungen und das Archiv der Ringvorlesung zu finden. Die klassische Form der 14-tägigen Beiträge aus der Europa-Universität Flensburg wird in diesem Semester aus besonderem Anlass zu einem wöchentlichen Format ausgeweitet.

Die Europa-Universität Flensburg hat im von Stifterverband und Klaus Tschira Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“ gewonnen. Daher wird sich die Universität im Herbstsemester 2019 mit Hartmut Rosas Buch „Unverfügbarkeit“ beschäftigen. Um diese Thematik auch einem breiten Stadtpublikum zu präsentieren, werden im Wechsel Lehrende der Universität und externe Gäste aus ihrer fachlichen oder persönlichen Perspektive heraus Beiträge leisten.

Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“

Den Programm-Flyer für die Ringvorlesung gibt es hier

Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa hat sich seit geraumer Zeit mit Fragen von Kontrolle und Glück und dem Verhältnis der beiden zueinander beschäftigt. In seinem neuen Band „Unverfügbarkeit“ stellt er als eine zentrale These auf, dass die Menschen in der modernen Welt immer mehr verfügbare Möglichkeiten haben und vermeintlich ihr Glück über diese Verfügbarkeiten finden. Andererseits sei es gerade das Unverfügbare, welches beim Eintreten zu wahren Glücksmomenten führt, da es die Distanz zwischen Mensch und Welt durch seine Unkontrollierbarkeit verringert. Ein an Rosa sehr eng angelehntes Beispiel für eine solche „Unverfügbarkeit“ ist eine weiße Weihnacht in Flensburg – jede und jeder kann sich wohl die Glücksgefühle vorstellen, die Menschen haben, wenn es am Nachmittag des 24. Dezembers anfängt zu schneien. Ideal verfügbar dagegen wäre ein Pizzalieferservice, der 24 Stunden an 365 Tagen die Auswahl unter 100 verschiedene Pizzen ermöglicht. Und was macht das mit den Menschen …

In der Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ werden wie in jedem Semester Lehrende der Universität sich mit dem Thema aus der Perspektive ihres Faches auseinandersetzen. Bereichert werden diese Diskussionen durch Beiträge externer Gäste, die durch eine universitäre Arbeitsgruppe eingeladen und andere Zugänge zu der durch Rosas Buch aufgeworfenen Thematik einbringen werden.

Insofern versucht die Ringvorlesung in diesem Semester die Unverfügbarkeit zugänglich zu machen.

Ort und Zeit

Die jeweiligen Einzelvorträge finden immer Montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr in der Phänomenta statt. Ausnahme ist der Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Rosa, der am 9.12. im Audimax der Uni auf dem Campus stattfindet.

Programm

Termin Vortragende*r Titel
02.12. Prof. Dr. Peter Heering, Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte, EUF Zwischen Fach, Vermittlung und Bildung: Vermeintliche Verfügbarkeiten und die Wahrnehmung der Naturwissenschaften
09.12.

Achtung: im Audimax der EUF

Prof. Dr. Hartmut Rosa, Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Autor von „Unverfügbarkeit“ Unverfügbarkeit in der Kritik
Veranstalter:

Öffentliche Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ mit Prof. Dr. Susanne Royer am 18. November um 18 Uhr in der Phänomenta Flensburg

(Un-)Verfügbarkeit, Knappheit & Wirtschaften

Prof. Dr. Susanne Royer, International Institut für Management und ökonomische Bildung, Abteilung Strategisches und internationales Management, EUF

Montag, 18. November 2019 von 18:00 bis 21:00
Phänomenta Flensburg
Norderstrasse 157-163, 24939 Flensburg

In meinem Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung geht es um (Un-)Verfügbarkeit und Knappheit im Hinblick auf das Wirtschaften. Der Fokus liegt auf unternehmerischen Organisationsstrukturen als Grundlage für eine Auseinandersetzung mit (Un-)verfügbarkeit und Knappheit im Kontext von Wirtschaften. Eine über die reine Binnenorientierung hinausgehende Organisationslehre wird skizziert, indem Spielregeln und deren ineinandergreifende Wirkung – innerhalb des Unternehmens, aber auch über Unternehmensgrenzen hinaus – aufgezeigt werden.
Am Montag den 18.11. um 18.00 Uhr in der Phänomenta Flensburg

Spannende Vorträge für das breite Publikum auf der Ringvorlesung im Wintersemester 2019 – Montags um 18 Uhr in der Phänomenta

Seit dem Sommersemester 2013 findet in jedem Semester die Ringvorlesung in Kooperation mit der Phänomenta und der Flensburger Volkshochschule im Vortragssaal der Phänomenta (Norderstraße 157-163) 
statt. Die Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen präsentieren hier ihre selbstgewählten Themen. Ein jährlich wechselndes Oberthema stellt einen Bezug zwischen den Vorträgen her. Auf der Seite der Europa Universität Flensburg ist ebenfalls das aktuelle Programm mit den zugehörigen Zusammenfassungen und das Archiv der Ringvorlesung zu finden. Die klassische Form der 14-tägigen Beiträge aus der Europa-Universität Flensburg wird in diesem Semester aus besonderem Anlass zu einem wöchentlichen Format ausgeweitet.

Die Europa-Universität Flensburg hat im von Stifterverband und Klaus Tschira Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“ gewonnen. Daher wird sich die Universität im Herbstsemester 2019 mit Hartmut Rosas Buch „Unverfügbarkeit“ beschäftigen. Um diese Thematik auch einem breiten Stadtpublikum zu präsentieren, werden im Wechsel Lehrende der Universität und externe Gäste aus ihrer fachlichen oder persönlichen Perspektive heraus Beiträge leisten.

Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“

Den Programm-Flyer für die Ringvorlesung gibt es hier

Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa hat sich seit geraumer Zeit mit Fragen von Kontrolle und Glück und dem Verhältnis der beiden zueinander beschäftigt. In seinem neuen Band „Unverfügbarkeit“ stellt er als eine zentrale These auf, dass die Menschen in der modernen Welt immer mehr verfügbare Möglichkeiten haben und vermeintlich ihr Glück über diese Verfügbarkeiten finden. Andererseits sei es gerade das Unverfügbare, welches beim Eintreten zu wahren Glücksmomenten führt, da es die Distanz zwischen Mensch und Welt durch seine Unkontrollierbarkeit verringert. Ein an Rosa sehr eng angelehntes Beispiel für eine solche „Unverfügbarkeit“ ist eine weiße Weihnacht in Flensburg – jede und jeder kann sich wohl die Glücksgefühle vorstellen, die Menschen haben, wenn es am Nachmittag des 24. Dezembers anfängt zu schneien. Ideal verfügbar dagegen wäre ein Pizzalieferservice, der 24 Stunden an 365 Tagen die Auswahl unter 100 verschiedene Pizzen ermöglicht. Und was macht das mit den Menschen …

In der Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ werden wie in jedem Semester Lehrende der Universität sich mit dem Thema aus der Perspektive ihres Faches auseinandersetzen. Bereichert werden diese Diskussionen durch Beiträge externer Gäste, die durch eine universitäre Arbeitsgruppe eingeladen und andere Zugänge zu der durch Rosas Buch aufgeworfenen Thematik einbringen werden.

Insofern versucht die Ringvorlesung in diesem Semester die Unverfügbarkeit zugänglich zu machen.

Ort und Zeit

Die jeweiligen Einzelvorträge finden immer Montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr in der Phänomenta statt. Ausnahme ist der Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Rosa, der am 9.12. im Audimax der Uni auf dem Campus stattfindet.

Programm

Termin Vortragende*r Titel
18.11. Prof. Dr. Susanne Royer, Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung, Abteilung Strategisches und Internationales Management, EUF (Un-)Verfügbarkeit, Knappheit & Wirtschaften
25.11. Andrea Jänisch, Reitlehrerin und Pferdetrainerin Unverfügbarkeit im Mensch-Tier-Verhältnis
02.12. Prof. Dr. Peter Heering, Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte, EUF Zwischen Fach, Vermittlung und Bildung: Vermeintliche Verfügbarkeiten und die Wahrnehmung der Naturwissenschaften
09.12.

Achtung: im Audimax der EUF

Prof. Dr. Hartmut Rosa, Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Autor von „Unverfügbarkeit“ Unverfügbarkeit in der Kritik
Veranstalter:

Öffentliche Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ mit Mignon Remé am 11.11. um 18 Uhr in der Phänomenta Flensburg

Unverfügbarkeit und Improvisation

Mignon Remé, Schauspielerin, Mitbegründerin des Improtheaters „Hidden Shakespeare“

Montag, 11. November 2019 von 18:00 bis 21:00
Phänomenta Flensburg
Norderstrasse 157-163, 24939 Flensburg

Was hat Improvisationstheater mit Unverfügbarkeit – so wie sie von Hartmut Rosa in seinem gleichnamigen Essay beschrieben wird – zu tun?
Auf den zweiten Blick eine ganze Menge.
Improvisationstheater ist eine flüchtige Kunst, die nur entstehen kann, wenn alle Beteiligten sich darauf einlassen, das Ergebnis des Vorgangs nicht beherrschen zu wollen, sondern es entstehen zu lassen. Dieser Vorgang verlangt die Bereitschaft, nur bedingte Kontrolle über das Ergebnis zu haben, was wiederum nur dadurch geschehen kann, dass die Improvisierenden ganz „im Moment“ sind, hören, sehen, sich berühren lassen und reagieren.
Das klingt so einfach und ist dennoch schwieriger als gedacht.
Eine Herausforderung ist der Umgang mit der Bewertung.
Da sowohl der Vorgang des Improvisierens, als auch dessen Ergebnis fast immer unserer und der Bewertung dritter unterliegen – und wir wünschen uns so sehr, dass diese Bewertung positiv ausfällt – versuchen wir gern, die Außenwirkung zu beeinflussen und das Ergebnis zu planen – soll es doch lustig, gehaltvoll, spannend oder berührend sein.
Doch genau die Berechnung, Einflussnahme und die Planung – also der Wunsch, das Ergebnis verfügbar zu machen – widersprechen dem Anspruch des Improvisationstheaters, offen für das Unerwartete zu sein, spontan zu reagieren und darauf zu vertrauen, dass unsere Geistesgegenwart, unsere Emotionalität und unsere Phantasie uns helfen, so zu reagieren, dass etwas entsteht und sich entwickelt – ein Dialog, eine Szene, ein ganzes Drama.
Gerade die Unberechenbarkeit macht den Kern und den Reiz des Improvisationstheaters aus – das Tun ist tatsächlich spannender als das Ergebnis – und die Bereitschaft, sich unvoreingenommen und ohne Plan auf Situationen und Ideen eines Gegenübers einzulassen, ist eine Fertigkeit, die uns in allen Lebensbereichen zu Gute kommt.
Zu diesem Thema werde ich also sprechen und Fragen beantworten und im Rahmen der räumlichen Möglichkeiten Übungen mit den Anwesenden durchführen, denn die Erfahrung am eigenen Leib ist eindringlicher als eine rein theoretische Abhandlung.
Für die Teilnahme an den Übungen braucht es keine Vorbildung, allenfalls ein bisschen Neugier, Mut und Humor.

Spannende Vorträge für das breite Publikum auf der Ringvorlesung im Wintersemester 2019 – Montags um 18 Uhr in der Phänomenta

Seit dem Sommersemester 2013 findet in jedem Semester die Ringvorlesung in Kooperation mit der Phänomenta und der Flensburger Volkshochschule im Vortragssaal der Phänomenta (Norderstraße 157-163) 
statt. Die Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen präsentieren hier ihre selbstgewählten Themen. Ein jährlich wechselndes Oberthema stellt einen Bezug zwischen den Vorträgen her. Auf der Seite der Europa Universität Flensburg ist ebenfalls das aktuelle Programm mit den zugehörigen Zusammenfassungen und das Archiv der Ringvorlesung zu finden. Die klassische Form der 14-tägigen Beiträge aus der Europa-Universität Flensburg wird in diesem Semester aus besonderem Anlass zu einem wöchentlichen Format ausgeweitet.

Die Europa-Universität Flensburg hat im von Stifterverband und Klaus Tschira Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“ gewonnen. Daher wird sich die Universität im Herbstsemester 2019 mit Hartmut Rosas Buch „Unverfügbarkeit“ beschäftigen. Um diese Thematik auch einem breiten Stadtpublikum zu präsentieren, werden im Wechsel Lehrende der Universität und externe Gäste aus ihrer fachlichen oder persönlichen Perspektive heraus Beiträge leisten.

Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“

Den Programm-Flyer für die Ringvorlesung gibt es hier

Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa hat sich seit geraumer Zeit mit Fragen von Kontrolle und Glück und dem Verhältnis der beiden zueinander beschäftigt. In seinem neuen Band „Unverfügbarkeit“ stellt er als eine zentrale These auf, dass die Menschen in der modernen Welt immer mehr verfügbare Möglichkeiten haben und vermeintlich ihr Glück über diese Verfügbarkeiten finden. Andererseits sei es gerade das Unverfügbare, welches beim Eintreten zu wahren Glücksmomenten führt, da es die Distanz zwischen Mensch und Welt durch seine Unkontrollierbarkeit verringert. Ein an Rosa sehr eng angelehntes Beispiel für eine solche „Unverfügbarkeit“ ist eine weiße Weihnacht in Flensburg – jede und jeder kann sich wohl die Glücksgefühle vorstellen, die Menschen haben, wenn es am Nachmittag des 24. Dezembers anfängt zu schneien. Ideal verfügbar dagegen wäre ein Pizzalieferservice, der 24 Stunden an 365 Tagen die Auswahl unter 100 verschiedene Pizzen ermöglicht. Und was macht das mit den Menschen …

In der Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ werden wie in jedem Semester Lehrende der Universität sich mit dem Thema aus der Perspektive ihres Faches auseinandersetzen. Bereichert werden diese Diskussionen durch Beiträge externer Gäste, die durch eine universitäre Arbeitsgruppe eingeladen und andere Zugänge zu der durch Rosas Buch aufgeworfenen Thematik einbringen werden.

Insofern versucht die Ringvorlesung in diesem Semester die Unverfügbarkeit zugänglich zu machen.

Ort und Zeit

Die jeweiligen Einzelvorträge finden immer Montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr in der Phänomenta statt. Ausnahme ist der Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Rosa, der am 9.12. im Audimax der Uni auf dem Campus stattfindet.

Programm

Termin Vortragende*r Titel
11.11. Mignon Remé, Schauspielerin, Mitbegründerin des Improtheaters „Hidden Shakespeare“ Unverfügbarkeit und Improvisation
18.11. Prof. Dr. Susanne Royer, Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung, Abteilung Strategisches und Internationales Management, EUF (Un-)Verfügbarkeit, Knappheit & Wirtschaften
25.11. Andrea Jänisch, Reitlehrerin und Pferdetrainerin Unverfügbarkeit im Mensch-Tier-Verhältnis
02.12. Prof. Dr. Peter Heering, Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte, EUF Zwischen Fach, Vermittlung und Bildung: Vermeintliche Verfügbarkeiten und die Wahrnehmung der Naturwissenschaften
09.12.

Achtung: im Audimax der EUF

Prof. Dr. Hartmut Rosa, Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Autor von „Unverfügbarkeit“ Unverfügbarkeit in der Kritik
Veranstalter:

Öffentliche Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ mit Dr. Jörn Bockmann am 04.11. um 18 Uhr in der Phänomenta Flensburg

Himmel, Hölle, Fegefeuer. Über die (Un)-Verfügbarkeit des Jenseitsschicksals im Mittelalter

PD Dr. Jörn Bockmann, Institut für Sprache, Literatur und Medien, Semiar für Germanistik, EUF

Montag, 4. November 2019 von 18:00 bis 21:00
Phänomenta Flensburg
Norderstrasse 157-163, 24939 Flensburg

Die Menschen in Zeiten Zeit vor der Aufklärung sahen sich einer beständigen Angst vor einem schrecklichen Jenseitsschicksal ausgesetzt. Nach der Einschätzung des Kirchenvaters Augustinus waren die meisten zur Hölle verdammt (‚massa damnata‘) und nur wenige für das Himmelreich bestimmt. Wen wundert es, wenn angesichts dieser Bedrohung alles unternommen wurde, um das abzuwenden? Im Spätmittelalter war die Jenseitsfüsorge bekanntlich ein nicht geringer Teil des geistlichen und auch täglichen Lebens geworden. Stifungen für Klöster und Kirchen, die ein ewig währendes Fürbitten gewähren sollten, sind genauso Ausdruck davon wie der Ablasshandel – lauter Versuche, das Unverfügbare verfügbar zu machen.
DIe theologischen Positionen des Mittelalters in Bezug auf die Verfügbarkeit oder Unverfügbarkeit des Jenseitsschicksals sind keineswegs einheitlich: Ihnen lässt sich in der dennoch das Problembewusstsein ablesen, auf der einen Seite Gott und seinen Willen nicht verfügbar zu machen, auf der anderen Seite dem Menschen die Handlungssouveränität nicht ganz zu nehmen. Im Vortrag geht es nicht so sehr um die expliziten theologischen Diskussionen der Vormoderne, sondern um die Reflexe des Problems in der Literatur. Dazu werden Stationen aus der (hauptsächlich: volkssprachigen Literatur) vom 12. bis zum 15. Jahrhundert behandelt, die Fragen stellen und oft genug auch Antworten geben, die überraschen.

Am Montag den 04.11. um 18.00 Uhr in der Phänomenta Flensburg

Spannende Vorträge für das breite Publikum auf der Ringvorlesung im Wintersemester 2019 – Montags um 18 Uhr in der Phänomenta

Seit dem Sommersemester 2013 findet in jedem Semester die Ringvorlesung in Kooperation mit der Phänomenta und der Flensburger Volkshochschule im Vortragssaal der Phänomenta (Norderstraße 157-163) 
statt. Die Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen präsentieren hier ihre selbstgewählten Themen. Ein jährlich wechselndes Oberthema stellt einen Bezug zwischen den Vorträgen her. Auf der Seite der Europa Universität Flensburg ist ebenfalls das aktuelle Programm mit den zugehörigen Zusammenfassungen und das Archiv der Ringvorlesung zu finden. Die klassische Form der 14-tägigen Beiträge aus der Europa-Universität Flensburg wird in diesem Semester aus besonderem Anlass zu einem wöchentlichen Format ausgeweitet.

Die Europa-Universität Flensburg hat im von Stifterverband und Klaus Tschira Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“ gewonnen. Daher wird sich die Universität im Herbstsemester 2019 mit Hartmut Rosas Buch „Unverfügbarkeit“ beschäftigen. Um diese Thematik auch einem breiten Stadtpublikum zu präsentieren, werden im Wechsel Lehrende der Universität und externe Gäste aus ihrer fachlichen oder persönlichen Perspektive heraus Beiträge leisten.

Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“

Den Programm-Flyer für die Ringvorlesung gibt es hier

Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa hat sich seit geraumer Zeit mit Fragen von Kontrolle und Glück und dem Verhältnis der beiden zueinander beschäftigt. In seinem neuen Band „Unverfügbarkeit“ stellt er als eine zentrale These auf, dass die Menschen in der modernen Welt immer mehr verfügbare Möglichkeiten haben und vermeintlich ihr Glück über diese Verfügbarkeiten finden. Andererseits sei es gerade das Unverfügbare, welches beim Eintreten zu wahren Glücksmomenten führt, da es die Distanz zwischen Mensch und Welt durch seine Unkontrollierbarkeit verringert. Ein an Rosa sehr eng angelehntes Beispiel für eine solche „Unverfügbarkeit“ ist eine weiße Weihnacht in Flensburg – jede und jeder kann sich wohl die Glücksgefühle vorstellen, die Menschen haben, wenn es am Nachmittag des 24. Dezembers anfängt zu schneien. Ideal verfügbar dagegen wäre ein Pizzalieferservice, der 24 Stunden an 365 Tagen die Auswahl unter 100 verschiedene Pizzen ermöglicht. Und was macht das mit den Menschen …

In der Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ werden wie in jedem Semester Lehrende der Universität sich mit dem Thema aus der Perspektive ihres Faches auseinandersetzen. Bereichert werden diese Diskussionen durch Beiträge externer Gäste, die durch eine universitäre Arbeitsgruppe eingeladen und andere Zugänge zu der durch Rosas Buch aufgeworfenen Thematik einbringen werden.

Insofern versucht die Ringvorlesung in diesem Semester die Unverfügbarkeit zugänglich zu machen.

Ort und Zeit

Die jeweiligen Einzelvorträge finden immer Montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr in der Phänomenta statt. Ausnahme ist der Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Rosa, der am 9.12. im Audimax der Uni auf dem Campus stattfindet.

Programm

Termin Vortragende*r Titel
04.11. PD Dr. Jörn Bockmann,  Institut für Sprache, Literatur und Medien, Seminar für Germanistik, EUF Himmel, Hölle, Fegefeuer. Über die (Un)-Verfügbarkeit des Jenseitsschicksals im Mittelalter
11.11. Mignon Remé, Schauspielerin, Mitbegründerin des Improtheaters „Hidden Shakespeare“ Unverfügbarkeit und Improvisation
18.11. Prof. Dr. Susanne Royer, Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung, Abteilung Strategisches und Internationales Management, EUF (Un-)Verfügbarkeit, Knappheit & Wirtschaften
25.11. Andrea Jänisch, Reitlehrerin und Pferdetrainerin Unverfügbarkeit im Mensch-Tier-Verhältnis
02.12. Prof. Dr. Peter Heering, Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte, EUF Zwischen Fach, Vermittlung und Bildung: Vermeintliche Verfügbarkeiten und die Wahrnehmung der Naturwissenschaften
09.12.

Achtung: im Audimax der EUF

Prof. Dr. Hartmut Rosa, Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Autor von „Unverfügbarkeit“ Unverfügbarkeit in der Kritik
Veranstalter:

Öffentliche Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ mit Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer am 28.10. um 18 Uhr in der Phänomenta Flensburg

„Vom Mangel an Resonanz“
Die Zunahme gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer
Soziologe und Gewaltforscher, Universität Bielefeld

Montag, 28. Oktober 2019 von 18:00 bis 21:00
Phänomenta Flensburg
Norderstrasse 157-163, 24939 Flensburg

„Das soziale und politische Klima hat sich in den letzten beiden entsicherten Jahrzehnten dramatisch abgekühlt, es ist z.T. vereist. Dazu gehören die Entwicklungen von Einstellungen in Teilen der Bevölkerung zur Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Danach geraten Menschen allein aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit und unabhängig von ihren individuellen Verhalten in die Abwertung und Diskriminierung oder auch Gewalt.
Was sind Ursachen? Das Erklärungskonzept basiert auf einer Theorie sozialer Desintegration, in der Anerkennungsprobleme und auch Wahrnehmungsdefizite, also auch mangelnde Resonanzen, eine wichtige Rolle einnehmen.“ – Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer

Spannende Vorträge für das breite Publikum auf der Ringvorlesung im Wintersemester 2019 – Montags um 18 Uhr in der Phänomenta

Seit dem Sommersemester 2013 findet in jedem Semester die Ringvorlesung in Kooperation mit der Phänomenta und der Flensburger Volkshochschule im Vortragssaal der Phänomenta (Norderstraße 157-163) 
statt. Die Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen präsentieren hier ihre selbstgewählten Themen. Ein jährlich wechselndes Oberthema stellt einen Bezug zwischen den Vorträgen her. Auf der Seite der Europa Universität Flensburg ist ebenfalls das aktuelle Programm mit den zugehörigen Zusammenfassungen und das Archiv der Ringvorlesung zu finden. Die klassische Form der 14-tägigen Beiträge aus der Europa-Universität Flensburg wird in diesem Semester aus besonderem Anlass zu einem wöchentlichen Format ausgeweitet.

Die Europa-Universität Flensburg hat im von Stifterverband und Klaus Tschira Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“ gewonnen. Daher wird sich die Universität im Herbstsemester 2019 mit Hartmut Rosas Buch „Unverfügbarkeit“ beschäftigen. Um diese Thematik auch einem breiten Stadtpublikum zu präsentieren, werden im Wechsel Lehrende der Universität und externe Gäste aus ihrer fachlichen oder persönlichen Perspektive heraus Beiträge leisten.

Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“

Den Programm-Flyer für die Ringvorlesung gibt es hier

Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa hat sich seit geraumer Zeit mit Fragen von Kontrolle und Glück und dem Verhältnis der beiden zueinander beschäftigt. In seinem neuen Band „Unverfügbarkeit“ stellt er als eine zentrale These auf, dass die Menschen in der modernen Welt immer mehr verfügbare Möglichkeiten haben und vermeintlich ihr Glück über diese Verfügbarkeiten finden. Andererseits sei es gerade das Unverfügbare, welches beim Eintreten zu wahren Glücksmomenten führt, da es die Distanz zwischen Mensch und Welt durch seine Unkontrollierbarkeit verringert. Ein an Rosa sehr eng angelehntes Beispiel für eine solche „Unverfügbarkeit“ ist eine weiße Weihnacht in Flensburg – jede und jeder kann sich wohl die Glücksgefühle vorstellen, die Menschen haben, wenn es am Nachmittag des 24. Dezembers anfängt zu schneien. Ideal verfügbar dagegen wäre ein Pizzalieferservice, der 24 Stunden an 365 Tagen die Auswahl unter 100 verschiedene Pizzen ermöglicht. Und was macht das mit den Menschen …

In der Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ werden wie in jedem Semester Lehrende der Universität sich mit dem Thema aus der Perspektive ihres Faches auseinandersetzen. Bereichert werden diese Diskussionen durch Beiträge externer Gäste, die durch eine universitäre Arbeitsgruppe eingeladen und andere Zugänge zu der durch Rosas Buch aufgeworfenen Thematik einbringen werden.

Insofern versucht die Ringvorlesung in diesem Semester die Unverfügbarkeit zugänglich zu machen.

Ort und Zeit

Die jeweiligen Einzelvorträge finden immer Montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr in der Phänomenta statt. Ausnahme ist der Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Rosa, der am 9.12. im Audimax der Uni auf dem Campus stattfindet.

Programm

Termin Vortragende*r Titel
28.10. Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Institut für interdisziplinäre Gewalt-und Konfliktforschung der Universität Bielefeld Vom Mangel an Resonanz II: Die Zunahme gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
04.11. PD Dr. Jörn Bockmann,  Institut für Sprache, Literatur und Medien, Seminar für Germanistik, EUF Himmel, Hölle, Fegefeuer. Über die (Un)-Verfügbarkeit des Jenseitsschicksals im Mittelalter
11.11. Mignon Remé, Schauspielerin, Mitbegründerin des Improtheaters „Hidden Shakespeare“ Unverfügbarkeit und Improvisation
18.11. Prof. Dr. Susanne Royer, Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung, Abteilung Strategisches und Internationales Management, EUF (Un-)Verfügbarkeit, Knappheit & Wirtschaften
25.11. Andrea Jänisch, Reitlehrerin und Pferdetrainerin Unverfügbarkeit im Mensch-Tier-Verhältnis
02.12. Prof. Dr. Peter Heering, Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte, EUF Zwischen Fach, Vermittlung und Bildung: Vermeintliche Verfügbarkeiten und die Wahrnehmung der Naturwissenschaften
09.12.

Achtung: im Audimax der EUF

Prof. Dr. Hartmut Rosa, Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Autor von „Unverfügbarkeit“ Unverfügbarkeit in der Kritik
Veranstalter:

Öffentliche Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ der Europa-Universität, Phänomenta und Volkshochschule Flensburg

Spannende Vorträge für das breite Publikum auf der Ringvorlesung im Wintersemester 2019 – Montags um 18 Uhr in der Phänomenta

Seit dem Sommersemester 2013 findet in jedem Semester die Ringvorlesung in Kooperation mit der Phänomenta und der Flensburger Volkshochschule im Vortragssaal der Phänomenta (Norderstraße 157-163) 
statt. Die Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen präsentieren hier ihre selbstgewählten Themen. Ein jährlich wechselndes Oberthema stellt einen Bezug zwischen den Vorträgen her. Auf der Seite der Europa Universität Flensburg ist ebenfalls das aktuelle Programm mit den zugehörigen Zusammenfassungen und das Archiv der Ringvorlesung zu finden. Die klassische Form der 14-tägigen Beiträge aus der Europa-Universität Flensburg wird in diesem Semester aus besonderem Anlass zu einem wöchentlichen Format ausgeweitet.

Die Europa-Universität Flensburg hat im von Stifterverband und Klaus Tschira Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“ gewonnen. Daher wird sich die Universität im Herbstsemester 2019 mit Hartmut Rosas Buch „Unverfügbarkeit“ beschäftigen. Um diese Thematik auch einem breiten Stadtpublikum zu präsentieren, werden im Wechsel Lehrende der Universität und externe Gäste aus ihrer fachlichen oder persönlichen Perspektive heraus Beiträge leisten.

Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“

Den Programm-Flyer für die Ringvorlesung gibt es hier

Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa hat sich seit geraumer Zeit mit Fragen von Kontrolle und Glück und dem Verhältnis der beiden zueinander beschäftigt. In seinem neuen Band „Unverfügbarkeit“ stellt er als eine zentrale These auf, dass die Menschen in der modernen Welt immer mehr verfügbare Möglichkeiten haben und vermeintlich ihr Glück über diese Verfügbarkeiten finden. Andererseits sei es gerade das Unverfügbare, welches beim Eintreten zu wahren Glücksmomenten führt, da es die Distanz zwischen Mensch und Welt durch seine Unkontrollierbarkeit verringert. Ein an Rosa sehr eng angelehntes Beispiel für eine solche „Unverfügbarkeit“ ist eine weiße Weihnacht in Flensburg – jede und jeder kann sich wohl die Glücksgefühle vorstellen, die Menschen haben, wenn es am Nachmittag des 24. Dezembers anfängt zu schneien. Ideal verfügbar dagegen wäre ein Pizzalieferservice, der 24 Stunden an 365 Tagen die Auswahl unter 100 verschiedene Pizzen ermöglicht. Und was macht das mit den Menschen …

In der Ringvorlesung „Unverfügbarkeit“ werden wie in jedem Semester Lehrende der Universität sich mit dem Thema aus der Perspektive ihres Faches auseinandersetzen. Bereichert werden diese Diskussionen durch Beiträge externer Gäste, die durch eine universitäre Arbeitsgruppe eingeladen und andere Zugänge zu der durch Rosas Buch aufgeworfenen Thematik einbringen werden.

Insofern versucht die Ringvorlesung in diesem Semester die Unverfügbarkeit zugänglich zu machen.

Ort und Zeit

Die jeweiligen Einzelvorträge finden immer Montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr in der Phänomenta statt. Ausnahme ist der Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Rosa, der am 9.12. im Audimax der Uni auf dem Campus stattfindet.

Programm

Termin Vortragende*r Titel
16.09. Dr. Bernd Sommer, Norbert Elias Center for Transformation Design & Research, EUF Beschleunigung, Resonanz, Unverfügbarkeit. Eine Einführung in Hartmut Rosas kritische Theorie der Gesellschaft
23.09. Samira El Ouassil, Schauspielerin und Medienwissenschaftlerin Vom Mangel an Resonanz I: Rezo und die Politik
30.09. Prof. Dr. Anders Ehlers Dam, Institut für Sprache, Literatur und Medien, Dänisches Seminar, EUF Unverfügbarkeit und Intensität. Kulturkritische Perspektiven bei Sören Kierkegaard und Hartmut Rosa
07.10. Renate Kuschke, Qigong und Taijiquan Lehrerin Vom Nutzen des Nutzlosen – Einblick in die Weisheitstradition des Daoismus
21.10. Dr. Pascal Delhom, Interdisziplinäres Institut für Sozial- und Humanwissenschaften, Philosophisches Seminar, EUF Unverfügbarkeit: Eine Frage der Haltung?
28.10. Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Institut für interdisziplinäre Gewalt-und Konfliktforschung der Universität Bielefeld Vom Mangel an Resonanz II: Die Zunahme gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
04.11. PD Dr. Jörn Bockmann,  Institut für Sprache, Literatur und Medien, Seminar für Germanistik, EUF Himmel, Hölle, Fegefeuer. Über die (Un)-Verfügbarkeit des Jenseitsschicksals im Mittelalter
11.11. Mignon Remé, Schauspielerin, Mitbegründerin des Improtheaters „Hidden Shakespeare“ Unverfügbarkeit und Improvisation
18.11. Prof. Dr. Susanne Royer, Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung, Abteilung Strategisches und Internationales Management, EUF (Un-)Verfügbarkeit, Knappheit & Wirtschaften
25.11. Andrea Jänisch, Reitlehrerin und Pferdetrainerin Unverfügbarkeit im Mensch-Tier-Verhältnis
02.12. Prof. Dr. Peter Heering, Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte, EUF Zwischen Fach, Vermittlung und Bildung: Vermeintliche Verfügbarkeiten und die Wahrnehmung der Naturwissenschaften
09.12.

Achtung: im Audimax der EUF

Prof. Dr. Hartmut Rosa, Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Autor von „Unverfügbarkeit“ Unverfügbarkeit in der Kritik
Veranstalter:

Einladung zur Abschlussveranstaltung des Projekts „Ein Flensburg für ALLE!“ am 14.11.2017

Inklusionsprojekt von Stadt Flensburg, Europa Universität Flensburg, die Mürwiker und Lebenshilfe gGmbH

Flensburg. Die Stadt Flensburg lädt alle Interessierten zur Abschlussveranstaltung des Inklusionsprojekts „Ein Flensburg für ALLE!“ am Dienstag, 14. November von 16.30 bis 18. 30 Uhr bei den Mürwikern im „Cafe lebensART“, Treeneweg 10 ein.

Vor vier Jahren haben sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam auf den Weg gemacht um zu überlegen, wie Flensburg im Bereich der Freizeitgestaltung barrierefreier werden könnte. Daraus entstand das Projekt „EIN Flensburg für ALLE!“, welches von der Aktion Mensch gefördert wurde. Die Kooperationspartner Stadt Flensburg, die Europa Universität Flensburg, die Mürwiker, die Lebenshilfe Flensburg gGmbH, sowie weitere Bündnispartner haben sich dieser Aufgabe mit viel Engagement gewidmet.
Dieser Prozess war nur unter der Einbeziehung von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, Aktiven und Entscheidungsträgern aus allen gesellschaftlichen Bereichen möglich. Es wurden Schulungen in Unternehmen zu den Themen Barrierefreiheit und Inklusion durchgeführt, Übersetzungen in leichter Sprache getätigt und es wurde der „Flensburger PLUSpunkt“ entwickelt und an Geschäftstreibende und Institutionen vergeben. Der „PLUSpunkt“ steht in erster Linie für eine wertschätzende Haltung gegenüber Menschen mit einer Beeinträchtigung.
Um dieses Projekt und alle Beteiligten zu würdigen und zu schauen, wie es mit dem positiven Engagement weiter geht, sind alle Interessierten zur Abschlussveranstaltung am 14. November eingeladen.

Mehr zum Projekt unter http://www.ein-flensburg-für-alle.de/

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