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Ausstellungseröffnung “Von nahen und fernen Erinnerungsorten“ am 10.12.2012 im Rathaus Flensburg

(Pressemitteilung der Stadt Flensburg) Oft werden an bestimmte Orte verknüpfte Erinnerungen an viele nachfolgende Generationen weitergegeben. Handelt es sich um Orte, die für eine Gruppe von Menschen – meist derselben Nation – von historischer Bedeutung sind, werden an diesen Orten manchmal Mahnmale, Denkmäler oder Museen errichtet.

In der heutige Migrationsgesellschaft haben wir es mit einer großen Komplexität an unterschiedlichen Gruppen und Individuen zu tun, so dass in den Schulklassen viele Kinder sitzen, die durch andere Kulturen und Religionen geprägt sind und mit den unterschiedlichen – z.B. konfessionellen, geschlechterspezifischen oder ethnischen –  Gedächtnisorten ihrer Eltern und Großeltern aufwachsen, die sie auf ihre Art verarbeiten müssen.

Es ist daher ein wichtiges Ziel in der Lehramtsausbildung, den Umgang mit dieser Vielfalt historisch bedeutender Orte einzuüben und die Sensibilität für die vielfältigen Weisen, Orte mit Bedeutung zu versehen und dadurch Identität zu stiften, zu schärfen.

Aus diesem Grunde sollte sich Studierende der Universität Flensburg der Aufgabe annehmen, einen Erinnerungsort freier Wahl z.B. auf einem Poster zu visualisieren.  Viele Studierende wählten „regionale“ Erinnerungsorte aus ihrem näheren Erfahrungsraum wie z.B. den Idstedtlöwen. Andere entschieden sich für „globale“ Orte, die ihnen u.a. aus den  Ghana-Praktika der Universität Flensburg bekannt waren wie z.B. Cape Coast Castle, die zentrale „Sklavenburg“ für den Dreieckshandel, der auch der Stadt Flensburg ihren wirtschaftlichen Erfolg brachte.

Das Resultat ist ein bunter Mix an Werken, der für die Öffentlichkeit zu der kleinen Ausstellung “Von nahen und fernen Erinnerungsorten“ zusammengestellt worden ist. Diese zeigt, dass mehr und mehr Studierende sich für globale Verarbeitungsprozesse von Geschichte, wie der Kolonialismus sie hinterlassen hat, verantwortlich fühlen und wird ca. eine Woche lang im Flensburger Rathaus zu sehen sein.

Zur Ausstellungseröffnung am Montag, den 10. Dezember um 18.30 Uhr durch Stadtpräsident Dr. Christian Dewanger und Prof. Bea Lundt (Institut für Geschichte, Universität Flensburg)  in der Bürgerhalle des Flensburger Rathauses laden wir sie daher herzlich ein.

Ausstellungsende ist der 18.12.2012.

Kathrin Ove, Stadt Flensburg, Pressestelle des Rathauses

Einwohnerversammlung zum Strategieprozesss der Stadt Flensburg am 29. Mai 2012 in der Bürgerhalle des Rathauses

Strategiediskussion – Die Meinung der BürgerInnen ist gefragt!

(Stadt Flensburg) Der Hauptausschuss der Stadt Flensburg hat beschlossen, für die strategische Ausrichtung der zukünftigen Arbeit neue Ziele zu definieren.
Aus diesem Beschluss leitet sich der Strategieprozess ab, der inzwischen mehrere Phasen durchlaufen hat. Beginnend mit einer repräsentativen Bürgerbefragung im Januar 2010 wurden Handlungsfelder abgeleitet, die in Arbeitsgruppen zusammengesetzt aus Politik, Verwaltung und externen Experten und moderiert von der Fachhochschule Flensburg weiter bearbeitet wurden.
Der Prozess wurde nach einiger Zeit des Stillstands nach dem Amtsantritt von Oberbürgermeister Simon Faber erneut aufgegriffen. Diesmal bekam ein so genanntes Kreativteam, bestehend aus vier Verwaltungsmitarbeitern den Auftrag, die Ansätze wieder aufzugreifen und unterstützt durch eine Reihe von Interviews einen Zwischenbericht zu fertigen.
Diesen nahm der Hauptausschuss im Dezember 2011 schließlich zur Kenntnis.
Im März und April 2012 wurden dann die zehn strategischen Handlungsfelder zu sechs Themengruppen zusammengefasst und von regionalen und überregionalen Experten bewertet und ergänzt. Diese Expertenanhörungen fanden bewusst ohne die Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Politik statt.
Die jeweiligen Ergebnisse der Expertenhearings wurden jeweils im Hauptausschuss vorgestellt.

Am Dienstag, dem 29.05.2012 um 19.00 Uhr sollen die nun vorliegenden Ergebnisse in der Bürgerhalle des Rathauses allen interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern und der Ratsversammlung vorgestellt werden.

Danach wird allen die Gelegenheit gegeben, sich zu diesem Prozess und seinen Ergebnissen zu äußern und diese gemeinsam zu diskutieren.
Ergänzungs- und Veränderungsvorschläge können dann bis zum 31. Juli 2012 über die Ratsfraktionen oder per Mail an die Adresse strategie@flensburg.de eingebracht werden. Wichtig ist dabei, zu beachten, dass nur konkrete Maßnahmenvorschläge berücksichtigt werden können. Ebenso können bestehende Maßnahmen ergänzt oder gestrichen werden. Textbeiträge der Kommentare werden in der Schlussredaktion nicht berücksichtigt! Entscheiden, welche Vorschläge Berücksichtigung finden, wird die Ratsversammlung.
Die Ergebnisse des Strategieprozesses sollen schließlich im Herbst 2012 in einen Beschluss der Ratsversammlung über die strategischen Ziele der Stadt Flensburg münden. Anschließend soll die Zielerreichung in einer jährlichen Klausurtagung von Politik und Verwaltung überprüft und ggf. angepasst werden.

Hier geht´s zu den Ergebnissen, Berichten und zur Info-Seite Strategieprozess der der Stadt Flensburg: http://www.flensburg.de/politik-verwaltung/stadtverwaltung/strategieprozess/index.php

Kritische Anmerkungen zur Strategiediskussion vom Vorsitzenden des Seniorenbeirats Dr. Ekkehard Krüger

Im Rahmen der Strategiediskussion gab es auch am 15.5.2012 eine sogenannte Denkwerkstatt zum Strategieprozess der Stadt Flensburg. Ekkehard Krüger hat die vorliegenden Ergebnisse der Arbeitsgruppen und der Denkwerkstatt noch mal einer kritischen Prüfung unterzogen und hierzu Anmerkungen formuliert, die wir nebenstehend dokumentieren: Kritische Anmerkungen Ekkehard Krüger

Ratsversammlung am 26.1.: Aktuelle Stunde zum Thema „Armut in Flensburg“ nicht erwünscht?

Gemeinsame Presseerklärung der Fraktion DIE LINKE und der AKOPOL-Fraktion in der Flensburger Ratsversammlung

Armut ist nicht aktuell? Armut ist immer aktuell!

Die Fraktionen DIE LINKE und Akopol halten es nicht für nachvollziehbar, dass der Stadtpräsident Dr. Dewanger eine von ihnen für die kommende Ratsversammlung am 26.1. beantragte Aktuelle Stunde zum Thema „Armut in Flensburg“ abgelehnt hat.

Die Begründung hierzu (siehe [1]) ist fadenscheinig und entbehrt jeder Grundlage. „Anläßlich der Veröffentlichung des Sozialatlasses ist es überdeutlich, dass das Thema Armut in Flensburg einer breiten politischen Debatte bedarf.“ so LINKEN-Fraktionschef Hans von Bothmer, Akopol-Chef Pepmeyer ergänzt: „Wir sind auch der Meinung, dass es keine verordneten Sprech- und Denkverbote in der politischen Debatte geben darf. Es obliegt nicht dem Stadtpräsidenten zu entscheiden, welche Themen für die Fraktionen der Ratsversammlung in der politischen Debatte  gerade wichtig und aktuell sind.“
Die Fraktionen DIE LINKE. und Akopol werden diesen Eingriff in die demokratische Diskussionskultur nicht widerstandslos hinnehmen.

Anlagen
[1] Ablehnung des Stadtpräsidenten vom 20. Januar 2012
[2] Auszug aus der Geschäftsordnung der Ratsversammlung zum Thema „Aktuelle Stunde“

[1] ———————————
Sehr geehrter Herr Pepmeyer,
sehr geehrter Herr von Bothmer,

gem. § 10 unserer Hauptsatzung kann eine Aktuelle Stunde für Themen beantragt werden, die

1. von allgemeinem Interesse und Belang und

2. aktuell – im zeitlichen Sinne – sind.

Das von Ihnen benannte Thema ist ein inhaltlich aktuelles aber nicht in der zeitlichen Dimension.

Aus diesem Grunde kann ich Ihrem Antrag nicht stattgeben und Ihnen nur die Möglichkeit offerieren, fristgerecht einen erneuten Antrag zu stellen, aus dem die zeitliche Aktualität und Notwendigkeit der Behandlung in dieser Ratsversammlung hervorgeht.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Christian Dewanger
Stadtpräsident
———————————

[2] ———————————
Geschäftsordnung der Ratsversammlung § 10
Aktuelle Stunde
(1) Zur Erörterung von Themen, die von allgemeinem und aktuellem Interesse für die Stadt Flensburg sind, kann eine Aktuelle Stunde beantragt werden.
Antragsberechtigt sind die Fraktionen oder mindestens fünf Mitglieder der Ratsversammlung. Die Aktuelle Stunde kann nicht alleiniger Anlaß einer Sitzung sein.
(2) Im Antrag ist das Thema der Aktuellen Stunde kurz und sachlich zu formulieren.
Dabei sind Wertungen und Unterstellungen zu vermeiden.
3) Der Antrag ist bei der Stadtpräsidentin oder dem Stadtpräsidenten schriftlich spätestens am 3. Arbeitstag vor der Sitzung einzureichen. Er muß an diesem Tag bis 12.00 Uhr im Büro der Stadtpräsidentin oder des Stadtpräsidenten eingegangen sein.
(4) In der Regel soll in einer Sitzung nur ein Thema in der Aktuellen Stunde behandelt werden. Liegen mehrere Anträge zu verschiedenen Themen vor, so wird das Thema behandelt, dessen Behandlung zuerst beantragt worden ist.
Die Stadtpräsidentin oder der Stadtpräsident ist berechtigt, einem anderen Thema wegen dessen besonderer Aktualität den Vorzug zu geben.
(5) Die vorliegenden Anträge sind den Fraktionsvorsitzenden unverzüglich unter Angabe des Antrages, der in der Aktuellen Stunde behandelt wird, mitzuteilen.
Die nicht berücksichtigten Anträge gelten als erledigt.
(6) Über die von der Stadtpräsidentin oder dem Stadtpräsidenten nach den Absätzen 4 und 5 zu treffenden Entscheidungen ist eine Aussprache nicht zulässig.
Die Entscheidungen dürfen auch nicht bei der Beratung anderer Tagesordnungspunkte erörtert werden.
(7)1 Die Dauer der Aktuellen Stunde ist auf eine Zeitstunde beschränkt. Die Stadtpräsidentin oder der Stadtpräsident soll das Wort abwechselnd nach der Fraktionszugehörigkeit der Rednerinnen und Redner unter Beachtung der Reihenfolge von Wortmeldungen erteilen. Die Redezeit der   Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters wird nicht mitgerechnet.
(8) Die Redezeit beträgt für jede Rednerin und jeden Redner höchstens fünf Minuten.
(9) Die Verlesung von Erklärungen ist unzulässig. Anträge zur Sache können nicht gestellt werden. Der Antrag auf Übergang zur Tagesordnung ist nicht zulässig.

zu finden unter: http://www.flensburg.de/imperia/md/content/asp/flensburg/buergerservice/sonstiges/hescaeftsordnung-ratsversammlung.pdf

Flensburger Sozialatlas 2013

Der Flensburger Sozialatlas mit Daten zur sozialen Situation der Bevölkerung in Flensburg sozialatlas_2013

Nachtrag: Wer sich einen groben Überblick über die Flensburger Sozialdaten und dem Armutsrisiko verschaffen möchte, dem sei auch ein Blick in den Sozialatlas der Stadt Flensburg empfohlen. Allerdings sind die Daten des Sozialatlas leider nicht qualitativ aufbereitet, fehlen zudem wichtige Strukturdaten. Auch methodisch gibt es erhebliche Defizit bei der Datenerhebung. Dies erschwert eine qualitative Interpretation der im Sozialatlas präsentierten Daten und lässt für realistische Schlussfolgerungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der sozialen Verhältnisse in der Stadt wenig Raum. Für die politische Debatte sind die Daten des Sozialatlas daher nur bedingt hilfreich und nutzbar.

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