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Die Ganze Bäckerei zeigt den Dokumentarfilm: „Die Waffen nieder – Schwerter zu Pflugscharen.“ am 17.11.2017 in Flensburg

Eine kleine Geschichte der Friedenbewegung 1981-2017

Freitag, d. 17.11.2017 um 18.00 Uhr
Die Ganze Bäckerei
Hafermarkt 10, 24943 Flensburg

Mit dem Autoren des Films, Nils-Holger Schomann.

Dokumentarfilm-Essay mit Vielen und von Nils-Holger Schomann

Laufzeit: ca. 91 Minuten in HD & Stereoton

Die Lage in der Welt spitzt sich zu, neben laufenden Kriegen wird immer häufiger mit Gewalt und Krieg gedroht, um vermeintlich damit Probleme zu lösen oder die eigenen Interessen durchzusetzen.

Aufrüstung wird von allen Seiten vorangetrieben. Jüngst stimmte Deutschland gegen die mehrheitlich in der UNO beschlossene Ächtung von Atomwaffen und hat über die atomare Teilhabe der NATO sogar einen teilweisen Zugang zu Atomwaffen, die im Fliegerhorst Büchel in der Eifel lagern und von dort aus mit deutschen Tormado-Flugzeugen eingesetzt werden sollen.

Deja vu? Nicht nur der Lübecker Filmemacher Nils-Holger Schomann fragt: wo ist die Friedensbewegung in dieser Situation?

Und geht auf Spurensuche:

Beginnend etwa 1981, da war er schon in Bonn mit der Kamera dabei, als hundertausende gegen die Aufstellung von Pershing II-Atomraketen in Deutschland protestierten. Das Filmmaterial von damals zeigt: die Friedensbewegung hatte weltweiten Einfluß und schon wenige Jahre später werden die zunächst aufgestellten Raketen von den Großmächten wieder abgebaut.

Spurensuche heute: einige hundert Menschen marschieren Ostern 2016 vor dem Fliegerhorst in Büchel/Pfalz gegen die dort gelagerten 20 Atombomben. Die örtliche Friedensbewegung ist seit vielen Jahren sehr aktiv. Auch in Lübeck gibt es wieder Ostermärsche.

Nils-Holger Schomann ist mit der Kamera dabei wie auch im gleichen Jahr bei den Mahnwachen vor dem Fliegerhorst Jagel, von dort werden Drohneninsätze in der ganzen Welt geplant und später auch gesteuert.
Am 21.08.2017 blockieren etwa 120 Menschen, darunter 70 Musiker der Gruppe Lebenslaute sämtliche Einfahrten des Fliegerhorstes.
Sie werden immer wieder von Polizisten mit ihren Instrumenten weggetragen und setzen sich wieder vor die Kasernentore, während sie musizieren- eine ungewöhnliche, aber gewaltfreie Form des Protestes.
Die Parole: „Schlußakkord für Drohnenmord“ , denn die in Jagel stationierten Drohnen sollen zukünftig nicht nur Luftbilder machen, sondern bald auch bewaffnet werden.
Überall wo die Bundeswehr wirbt, sind Pazifisten vor Ort und sagen: Kein Werben fürs Sterben- Bundeswehr abschaffen!
Ist es ein Zufall, daß die deutsche Armee ausgerechnet in Mali/Afrika eingesetzt wird, genau dort, wo die wichtigsten und größten Uranvorkommen lagern und abgebaut werden?
Der Filmemacher fragt Aktivisten: haben sie das Gefühl, etwas beeinflussen zu können und wird die Friedensbewegung in diesen Zeiten wieder sichtbarer und einflußreicher werden?
Freunde, Bekannte, Aktivisten geben Auskunft und SchauspielerInnen wie Rolf Becker lesen Texte dazu:
Was ist Frieden? Gibt es einen gerechten Frieden? Ist Frieden mehr als die Abwesenheit von Krieg?
Wo steht die Friedensbewegung gerade und kann sie wieder größer und einflußreicher werden ? Gibt es noch andere Fragen, die sich nach Meinung des Publikums stellen? Welche neuen Aktionsformen sprechen die Menschen auf das Thema Krieg und Frieden an ?

Ein Film von und mit:

NILS-HOLGER SCHOMANN (Idee, Bildgestaltung & Montage)

Rolf Becker, Schauspieler (Sprechtexte/Zitate)

Detlef Mielke (Friedensaktivist)

Evelyn Luka (Regie/Redaktion Sprechtexte)

Thore Schomann (Originalton)

Ronald Mehling, Michael Schulze von Glaßer (Kamera)

Gruppe Lebenslaute (mit Musik u.a.von Ton-Steine-Scherben)

Originaltöne & Zitate im Film von Coretta King, Petra Kelly, Berthold Brecht, Karl Marx, Harry Belafonte, Erich Mühsam und vielen Anderen.

Hier gibt es eine kleine Preview https://vimeo.com/channels/1315763

Weitere Infos zur Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/161356971270429/

 

Von Jagel geht Krieg aus – Mahnwache und Filmvorführung am 14.10.2017

Samstag, 14. Oktober 2017:
11:57 Uhr Mahnwache vor dem Tor zum Fliegerhorst Jagel
13:30 Uhr Film „Die Waffen Nieder! – Schwerter zu Pflugscharen“: Jagel, Pizzeria Sole Mio Bundesstraße 37

Von Jagel geht Krieg aus

Mit Tornado Kampfflugzeugen und Heron Großdrohnen beteiligt sich das Geschwader aus Schleswig-Jagel an den Kriegen in Afghanistan, Irak, Syrien und Mali. Die Spione aus Jagel liefern die Zielkoordinaten, das Töten übernehmen dann die Verbündeten. Somit ist die militärische Aufklärung des Geschwaders 51 der Bundeswehr eine Vorbereitung zum Mord.

Der Fliegerhorst Jagel wird weiter aufgerüstet

Kampfdrohnen vom Typ Heron TP soll das Geschwader in 2 Jahren erhalten. Mit Luft-Boden-Raketen ausgestattet können sie direkt ins Kampfgeschehen eingreifen. SoldatInnen des Geschwaders können dann auf Knopfdruck töten.
Schon jetzt werden auf dem Fliegerhorst Jagel DrohnenpilotInnen im Simulator ausgebildet. Schon jetzt werden dort die über Mali von den Drohnen gesammelten Daten zu Zielkoordinaten ausgewertet..
Der Fliegerhorst Jagel wird weiter für die automatisierten Kriege der Zukunft mit unbemannten Kampfmaschinen und elektronischer Kampfführung ausgebaut.
Das idyllische Dorf Jagel wird dadurch zu einem Ort des Todes.

Mahnwachen gegen Krieg und Militär

Regelmäßig protestieren KriegsgegnerInnen mit unterschiedlichen Aktionen am Fliegerhorst. Das Geschwader ist dadurch als todbringende Bundeswehreinheit bekannt geworden.
Der Dokumentarfilmer Nils-Holger Schomann hat einige dieser Aktionen mit seiner Kamera begleitet und Szenen aus Jagel in einem Dokumentarfilm verarbeitet, der gerade fertig geworden ist.

Zum Film:

Die Waffen Nieder! – Schwerter zu Pflugscharen

Wo ist die Friedensbewegung heute angesichts neuer Kriege, neuer Bedrohung und verstärkter Aufrüstung der Bundeswehr, war seine Arbeitsfrage. Wer engagiert sich in der Bundesrepublik Deutschland noch für Frieden, einem Staat, der in der UNO einen Vertrag zur Abschaffung von Atomwaffen nicht unterzeichnet, nicht einmal daran mitarbeitet?
Er geht auf Spurensuche: Bereits 1981 war er in Bonn mit der Kamera dabei, als hunderttausende gegen die Aufstellung von Pershing II-Atomraketen in Deutschland protestierten. Das Filmmaterial von damals zeigt: Die Friedensbewegung hatte weltweiten Einfluss und schon wenige Jahre später werden die zunächst aufgestellten Atomraketen von den Großmächten wieder abgebaut.
Spurensuche heute: Einige hundert Menschen marschieren Ostern 2016 vor dem Fliegerhorst in Büchel/Pfalz gegen die dort gelagerten 20 Atombomben. Nils-Holger Schomann ist wieder mit der Kamera dabei wie auch im gleichen Jahr bei den Mahnwachen vor dem Fliegerhorst Jagel, von dem aus Drohneneinsätze in der ganzen Welt organisiert werden.

Am 21.08.2017 blockieren etwa 100 Menschen, darunter 80 MusikerInnen der Gruppe Lebenslaute sämtliche Einfahrten des Fliegerhorstes.
Sie werden immer wieder von Polizisten mit ihren Instrumenten weggetragen und setzen sich wieder vor die Tore, während sie musizieren – eine ungewöhnliche, aber gewaltfreie Form des Protestes.
Im Film kommen Menschen zu Wort, die über Jahrzehnte aktiv geblieben sind gegen Krieg und für Frieden. Nils-Holger Schomann stellt seinen Film in Jagel vor und freut sich im Anschluss eine kreative Diskussion über die Weiterentwicklung der Friedensbewegung.

Den Einladungs-Flyer mit der Anfahrtskizze und weiteren Infos zum 14.10. gibt es hier

DFG-VK Gruppe Flensburg
Dr. Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
v.i.S.d.P-: Siglinde Cüppers, Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

Infos über gelaufene und zukünftige Aktionen gibt es unter jagel.bundeswehrabschaffen.de

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