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8. Dänisch-deutscher Musikschultag am 25. Mai 2019 in Haderslev/DK

Am Samstag den 25. Mai 2019 von 10-17 Uhr richtet Haderslev den 8. Deutsch-dänischen Musikschultag aus. Die Stadtmitte ist an diesem Tag Austragungsort für ein musikalisches Fest mit knapp 1.400 Musikschülerinnen und –schülern aus der Kulturregion Sønderjylland-Schleswig, die zusammen über 60 Stunden Musik darbieten. Der Eintritt zu allen 11 Bühnen, ob draußen oder drinnen, ist frei.

Aus jeder der sieben teilnehmenden Musikschulen der deutsch-dänischen Grenzregion kommen große Gruppen von Schülerinnen und Schülern in die Stadt. Auch von der Musikschule Flensburg sind wieder viele Ensembles und Orchester dabei. Als besonderes Highlight tritt ein deutsch-dänisches Streicherprojekt mit über 100 Schülern mit einem extra einstudierten Programm auf. Gabriel Koeppen, Leiter der Musikschule Flensburg, spricht von einer bundesweit einmaligen grenzübergreifenden Kooperation: ”Die beteiligten nördlichen Musikschulen treffen sich über die Grenzen hinaus, um die Qualität und Vielfalt ihrer Arbeit zu präsentieren”.

Ganze 92 Events beinhaltet das Programm, das alle Genres abdeckt: von Rock und Pop über Weltmusik und Elektro bis Klassisch. Die Veranstaltung wird offiziell um 10 Uhr auf der Hauptbühne auf dem Platz „Gravene“ eröffnet. Der Musikschulleiter Jesper Ry Jørgensen heißt die Gäste willkommen und Kjeld Thrane (Zweiter Vorsitzender des Kulturausschusses Sønderjylland-Schleswig sowie Vorsitzender der Kultur- und Freizeitausschusses der Haderslev Kommune) wird die Eröffnungsansprache halten.
Umrahmt werden die vielen Musikerlebnisse unter anderem durch Cafés und Restaurants mit Außenplätzen und unterschiedlichen Aktivitäten. Die Läden der Stadt erwarten ihre Kunden mit
verlängerten Öffnungszeiten. Außerdem werden am Kannikepladsen einige der 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung vorgestellt. Der Musikschultag endet um 16:30 Uhr auf der Hauptbühne.

Hilfreiche Links für Teilnehmer und Besucher:

Hintergrund des Musikschultags

Der Deutsch-dänische Musikschultag ist das Ergebnis der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der sieben Gebietskörperschaften Stadt Flensburg, Kreis Schleswig-Flensburg und Kreis Nordfriesland auf deutscher Seite sowie der dänischen Kommunen Tønder, Aabenraa, Sønderborg und Haderslev auf der dänischen.
Im Rahmen dieser Kooperation findet jährlich der Musikschultag statt, der wechselweise bei einem der sieben Partner stattfindet. Die Musikschülerinnen und –schüler aus der gesamten Region spielen in der Gastgeberstadt auf 10-15 Bühnen Musik.
Der Musikschultag ist ein Projekt der Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig. Die Kulturvereinbarung der Kulturregion Sønderjylland-Schleswig begreift sich als eine Plattform zur regionalen Zusammenarbeit, die darüber hinaus aber auch eine europäische Dimension beinhaltet.

Info

Datum: 25. Mai, 10-17 Uhr
Ort: Auf 11 Bühnen in der Stadtmitte von Haderslev – In der Apotekergade 11, 6100 Haderslev ist
ein Infocenter eingerichtet.
Teilnehmer*innen: 1.400 Schülerinnen und Schüler aus der Kulturregion Sønderjylland-Schleswig
Das Programm online:
https://issuu.com/haderslevmusikskole/docs/dansktyskmusikskoledag_program_apri
App (ab KW21): http://dtm.haderslevmusikskole.dk

Weitere Informationen:  https://www.kulturfokus.de/kulturregion/kulturvereinbarungsoenderjylland-schleswig/

Region Sønderjylland- Schleswig
Lyren 1 ● DK-6330 Padborg
Tel. +45 7467 0501 ● Fax +45 7467 0521
www.region.dkwww.region.dewww.pendlerinfo.org
www.kulturfokus.dkwww.kulturfokus.de

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Regionale Einkommensunterschiede in Deutschland – Schleswig-Holstein und Flensburg weiter im Lohnkeller

Sabine Zimmermann, MdB DIE LINKE: Endlich für gleichwertige Lebensverhältnisse sorgen

Der Landkreis Görlitz war Ende des Jahres 2017 mit einem Medianentgelt von 2.183 Euro brutto für sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte der Kreis in Deutschland mit dem niedrigsten Medianentgelt, die Stadt Ingolstadt verfügte mit 4.635 Euro über das höchste Medianentgelt.

Bei den vier Regionen in Deutschland mit den höchsten Medianentgelten – Ingolstadt (4.635 Euro), Erlangen (4.633 Euro), Wolfsburg (4.622 Euro) und Böblingen (4.596 Euro) – beträgt das Medianentgelt mehr als das doppelte des Medianentgeltes der Kreise mit den niedrigsten Medianentgelten, Görlitz (2.183 Euro), Erzgebirgskreis (2.191 Euro), Vorpommern-Rügen (2.194 Euro) und Elbe-Elster (2.215 Euro).

Dies geht aus der neuen Statistik zu sozialversicherungspflichtigen Bruttoarbeitsentgelten der Bundesagentur für Arbeit hervor, die die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann ausgewertet hat.

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE erklärt dazu:

„Von gleichwertigen Lebensverhältnissen kann in Deutschland nicht gesprochen werden. Es ist beschämend, dass Ostdeutschland flächendeckend von niedrigen Löhnen gekennzeichnet ist. Aber auch im Westen gibt es abgehängte Regionen. Wenn die Bundesregierung es ernst meint mit ihrem erklärten Ziel, gleichwertige Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in allen Regionen zu unterstützen, darf es nicht bei Lippenbekenntnissen und Ankündigungen bleiben.“

Zimmermann weiter:

„Die Bundesregierung muss die Rahmenbedingungen für mehr gute Arbeit schaffen, die besonders in den Niedriglohnregionen zu wenig vorhanden ist. Dazu gehört unter anderem die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro die Stunde und die Abschaffung von Niedriglohnbeschäftigung in Form der Leiharbeit. Zudem müssen Tarifverträge und Tarifbindung gestärkt werden, insbesondere durch verbesserte Regelungen zur Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen.“

Schleswig-Holstein und Flensburg bleiben hinter den alten Bundesländern zurück

Ergänzend dazu die Daten und Zahlen für Schleswig-Holstein und Flensburg:

Beim Vergleich der mittleren Bruttoarbeitsentgelte sozialversicherter Vollzeitbeschäftigter ist nach der neuen Statistik der Bundesagentur für Arbeit von allen Bundesländern Hamburg mit 3.619 Euro Spitzenreiter.

Ende vergangenen Jahres verdiente ein Vollzeitbeschäftigter in Schleswig-Holstein im Mittel jedoch nur 2.958 Euro brutto im Monat. Das sind rund 250 Euro weniger als der Wert für die gesamte Republik und knapp 380 Euro weniger als im westdeutschen Mittel.

Die Landeshauptstadt Kiel belegt von allen 15 Kreisen und kreisfreien Städten in Schleswig-Holstein mit  3.304 Euro den Spitzenplatz, vor Lübeck und dem Kreis Pinneberg mit jeweils 3.036 Euro. Flensburg liegt mit 2.986 Euro auf Platz sieben. Der Kreis Ostholstein ist mit 2.636 Euro Schlusslicht. Die Kreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland liegen mit 2.715 bzw. mit 2.768 Euro auf Platz 14 bzw. 13. https://www.linksfraktion.de/fileadmin/user_upload/PDF_Dokumente/entgelt_sortiert.pdf

Hier die Daten und Zahlen für die Kreise und kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein:

Median (mittleres) monatliches Bruttoarbeitsentgelt sozialversicherter Vollzeitbeschäftigter (Stichtag 31.12.2017) in €

Gefiltert aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Siehe unter: https://www.linksfraktion.de/fileadmin/user_upload/PDF_Dokumente/entgelt_sortiert.pdf

In der Stadt Flensburg zeigen sich große Unterschiede zwischen den Beschäftigtengruppen:

·  Männer erzielten im Jahr 2017 in Flensburg meist ein deutlich höheres Bruttomonatsentgelt als Frauen. So lag das Mittel für sie bei 4.135 € brutto im Monat gegenüber nur 2.914 € bei den Frauen. Dieser große Verdienstunterschied erklärt sich wesentlich durch die geschlechtsspezifischen Tätigkeitsschwerpunkte; so arbeiten Frauen häufig im Dienstleistungssektor mit einem relativ niedrigeren Entlohnungsniveau gegenüber dem Produzierenden Gewerbe, wo Männer häufiger tätig sind. Aber auch die Lohndiskriminierung von Frauen hat einen Einfluss auf dieses Lohngefälle. Allerdings gibt es eine derartig große und vergleichbare Spreizung des Lohngefälles zwischen Männern und Frauen nur noch im Kreis Segeberg.

·  In Flensburg ist der Abstand zwischen gering- und gutverdienenden Beschäftigten beachtlich. Jene mit Hochschulabschluss kommen im Schnitt auf einen fast doppelt so hohen Bruttoverdienst wie jene Vollzeitbeschäftigte ohne abgeschlossene Berufsausbildung.

·  Ein besonders Problem ist jedoch, dass jeder zweite Vollzeitbeschäftige im Mittel weniger als 2.986 Euro brutto im Monat verdient. Aufgrund vielfach gebrochener Erwerbsbiografien reicht das für eine auskömmliche und armutsfeste Rente aber nur bedingt. Dies gilt vor allem für Frauen. Insofern dürften diese Menschen zukünftig von Altersarmut verstärkt betroffen sein.

Zum gleichen Thema auch der AKOPOL-Beitrag vom 28.09.2012: DGB-Studie zu regionalen Einkommensunterschieden – Flensburg im Lohnkeller unter: https://akopol.wordpress.com/2012/09/28/dgb-studie-zu-regionalen-einkommensunterschieden-flensburg-im-lohnkeller/

Dazu auch vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) vom 12.02.2018: Aktuelle Daten und Indikatoren: Regionale Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen in Deutschland
Unter: http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/Regionale_Lohnunterschiede_Frauen_Maenner.pdf

 

 

 

 

 

Lesvos: The Beautiful Prison – Filmvorführung und Diskussion am 11.01.2018 in Flensburg

Donnerstag, 11.01.2018, 19:00 – 21:00 Uhr
Die ganze Bäckerei
Hafermarkt 10, 24943 Flensburg

Film und Diskussion:

Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit den Geschichten und Erfahrungen von fünf Frauen auf der griechischen Insel #Lesvos. Lesvos war einer der wichtigsten Anlaufpunkte für Menschen, die sich auf dem Weg nach #Europa befinden.
Die Frauen im Film haben alle ihre eigene Geschichte darüber, wie sie die Insel erreichten. Zusammen bieten sie eine einzigartige Perspektive auf das, was auf Lesbos passiert ist und passiert:
Von den ersten Flüchtlingen auf der Insel, den Bedingungen im Flüchtlingslager Moria, autonomes Leben, Freundschaft und gegenseitige Hilfe in einem besetzten Gebäude mitten in Lesbos Hauptstadt.
Auf diese Weise zeigt der Dokumentarfilm die Brutalitäten des europäischen Grenzregimes. Gleichzeitig zeigt es Wege auf, in denen Menschen individuell und kollektiv versuchen, Momente und Räume der Menschlichkeit, Autonomiewürde und Freiheit herauszuarbeiten

The documentary engages with the stories and experiences of five women on the Greek island Lesvos. Lesvos has been one of the main arrival point for people on the move towards Europe. The women depicted in the movie all have their own story about how they reached the island. Together they offer a unique perspective on what happened and is happening on Lesvos: From the first refugees arriving on the island, the conditions in refugee camp Moria, autonomous living,  friendship and mutual aid in a squatted building in the middle of Lesvos‘ capital. This way the documentary shows the brutalities of the European border regime. At the same time it shows ways in which people, individually and collectively, try to carve out moments and spaces of humanity, autonomy dignity and freedom

www.lesvos-beautiful-prison.com

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein in Kooperation mit Aktivist*innen aus die ganze bäckerei

„Integrationsstress – Deutschland und die Einheit Europas“ Öffentlicher Vortrag von Prof. Michael Schefczyk am 5.7.2017 in der Dänischen Zentralbibliothek Flensburg

Vortrag von Prof. Dr. Michael Schefczyk (Universität Karlsruhe)

am Mittwoch, 5. Juli 2017 um 18:00–20:00 Uhr
Dänische Zentralbibliothek für Südschleswig,
Norderstraße 59,
24939 Flensburg

Der Euro sollte helfen, die politische Vereinigung Europas zu fördern. Doch die Einheitswährung hat das Gegenteil bewirkt. Die Lebensbedingungen in den Krisenländern haben sich drastisch verschlechtert; auch die ökonomisch besser gestellten Nordländer wären ohne den Euro wirtschaftlich besser gefahren. Alle scheinen sich einig, dass das Eurosystem dringend auf eine neue Grundlage gestellt werden muss. Doch die Vorstellungen darüber, wie dies zu geschehen habe, gehen insbesondere zwischen deutschen und amerikanischen Ökonomen auseinander.
Der Vortrag untersucht aus politikphilosophischer Sicht konkurrierende Vorschläge zur Neugestaltung des Eurosystems. Ist es wirklich so, dass die deutsche Seite – wie die Nobelpreisträger Paul Krugman und Joseph Stiglitz meinen – grundlegende ökonomische Zusammenhänge nicht versteht und mit selbstsüchtiger Verblendung das Eurosystem in den Abgrund reißt?

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Philosophie mittenmang“ des Philosophischen Seminars der Europa-Universität Flensburg. Den Flyer zu der gesamten Reihe finden Sie hier

IST MAN MITTENDRIN.

Mittendrin tobt das Leben und das ist manchmal schwer zu verstehen. Viele Debatten laufen schnell und verzweigt, Standpunkte sind schwer zu finden, komplexe Gedanken fallen oft aus der Berichterstattung. Hier kann die Philosophie wertvolle Hilfestellungen geben, sie kann aufklären und kritische Perspektiven einnehmen.
Bei „Philosophie mittenmang“, der Veranstaltungsreihe des Philosophischen Seminars der EUF, diskutieren Philosophinnen und Philosophen mit allen Interessierten über aktuelle und bewegende Themen aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft. Und dazu gehen sie mittenmang in die Stadt, dorthin, wo sich drängende Fragen stellen: in Krankenhäuser, Schulen, Bibliotheken etc.

Eine Veranstaltungsreihe des
Philosophischen Seminars der
Europa-Universität Flensburg.
Organisation:
Prof. Dr. Anne Reichold
Prof. Dr. David P. Schweikard
philosophie@uni-flensburg.de
www.uni-flensburg.de/philosophie

6. Dänisch-Deutscher Musikschultag/dansk-tysk musikskoledag am 10.06.2017 in Tønder/DK

Musik ohne Grenzen

1400 Mitwirkende von 7 deutschen und dänischen Musikschulen, 80 Ensembles und Orchester musizieren auf 11 Bühnen drinnen und draußen. Unter anderem tritt das Folk Baltica Ensemble mit dem bekannten Folkmusiker Harald Haugaard auf. Das JazzcoastOrchestra der Musikschule Flensburg ist ebenso ein Leckerbissen der Veranstaltung. Der Eintritt ist frei.

Am Sonnabend, dem 10. Juni 2017, kann man eine einzigartige Zusammenarbeit über die deutsch-dänische Grenze hinweg erleben. Dann treffen sich mehr als 1.000 Musiker und Schüler der Musikschulen zum 6. Dänisch-deutschen Musikschultag, der in diesem Jahr in Tondern stattfindet. Die Teilnehmer kommen von den sieben Musikschulen in der Region Sønderjylland – Schleswig; nämlich: Tønder, Haderslev, Aabenraa, Sønderborg, Flensburg, Husum und Schleswig. Von 10.00 bis 17.00 Uhr wird sowohl klassische als auch rhythmische Musik mit Solisten, Ensembles, Chören, Bands, Bigbands und Sinfonieorchestern geboten. Der Eintritt zu allen elf Bühnen, ob draußen oder drinnen, ist frei.

Der Tag steht ganz im wahrsten Sinne des Wortes im Zeichen von Musik ohne Grenzen – denn viele der Ensembles haben Mitglieder aus deutschen und dänischen Musikschulen. Außerdem ist die Veranstaltung eine großartige Kooperation der vier Kommunen auf dänischer Seite sowie der Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg und der Stadt Flensburg auf deutscher Seite. Tonderns Bürgermeister Henrik Frandsen eröffnet den Musiktag um 10.00 Uhr in der Schweizerhalle im Tønder Kulturhus; danach geht es in der ganzen Stadt los. Zur Eröffnung spielt das Deutsch-dänische Streicherprojekt, ein Musikschulprojekt mit Streichmusikschülern von allen Musikschulen aus der ganzen Region.

Sind auch dabei: Das JazzcoastOrchestra der Musikschule Flensburg Mehr zum Orchester unter http://www.jazzcoastorchestra.de/

In diesem Jahr sind die Tønder Kulturskole (Kulturschule) und die Gemeinde Tondern Gastgeber für den Deutsch-dänischen Musikschultag mit Teilnehmern von den sieben Musikschulen in der Region Sønderjylland – Schleswig. Gleichzeitig bieten an diesem Tag auch die Künstler der Tønder Kulturskole im Tønder Skulpturpark Kunstaktivitäten an, an denen das Publikum gratis teilnehmen kann. Die Kunstwerke sollen dann noch am selben Tag als Bühnenkulisse zur Aufführung des Balletts genutzt werden. Im Skulpturenpark kann man auch die Balletttruppe der Kulturschule bei den Proben für den späteren Auftritt auf dem Marktplatz beobachten. Die eigentliche Aufführung vom Ballett „Das häßliche Entlein” findet um 16.00 Uhr auf dem Marktplatz statt, mit den neu hergestellten Kunstwerken als Kulisse.

Die Filmklassen der Tønder Kulturskole dokumentieren die Aufführung in der ganzen Stadt. Außerdem kann man auf einem Markt in der Fußgängerzone professionelle Künstler und Kunsthandwerker aus der ganzen Region Sønderjylland – Schleswig erleben. Für diesen Kunsthandwerkermarkt ist „Højer Kunst og Kultur” verantwortlich. Alle Geschäfte erweitern aus Anlass diesen Tages ihre Öffnungszeiten bis 16.00 Uhr. Der Musiktag wird um 16.30 Uhr auf dem Marktplatz abgerundet. Dann tritt das Folk Baltica Ensemble zusammen mit dem bekannten Folkmusiker Harald Haugaard auf.

Den Programm-Flyer zur Veranstaltung gibt es hier: Programmflyer DDM 2017

Mehr zur Veranstaltung auch unter: http://dänisch-deutscher-musikschultag.com/

Frühlingsfest am 20.05.2017 ab 15 Uhr in der Bergmühle Flensburg

Herzliche Einladung zum Frühlingsfest & 25 Jährigen Jubiläum der Deutsch-Griechischen Gesellschaft zur Flensburg e.V.

Verbringen Sie mit uns einen vielfältigen Nachmittag und Abend. Es gibt Livemusik und Tanzvorführungen, Tanz für alle, griechische Spezialitäten wie z.B. Souvlaki (Fleischspieße vom Holzkohlegrill), griechischer Wein und andere Überraschungen. Bringen Sie Ihre Familie und Freunde mit. Für Kinder gibt es auch einen Kinder-Spiele Bereich.

Die Feierlichkeit findet statt, am 20. Mai 2017 ab 15:00 bis ??:?? Uhr in der Bergmühle, Flensburg.

Diese Veranstaltung ist auch eine weitere Aktion zur Verstärkung unserer Spendensammlung für Krankenstationen in Griechenland.

Wir würden uns sehr darüber freuen, Sie zum Frühlingsfest begrüßen zu dürfen und bedanken uns im Voraus für ihre Unterstützung.

Veranstalter: Deutsch-Griechische Gesellschaft zu Flensburg e.V. www.dgg-flensburg.de

Atomgefahren im Ostseeraum – Diskussion und Vortrag am 17.5.2017 in Flensburg

Mittwoch, 17.05.2017, 19:00 – 21:00 Uhr
Die ganze Bäckerei
Hafermarkt 10, 24943 Flensburg

Die Ostsee ist infolge des minimalen Wasseraustausches mit dem Atlantik eines der am radioaktivsten belasteten Meere der Welt. Tschernobyl, Atomwaffentests und die WWA Sellafield waren die größten Verschmutzer in der Vergangenheit. Heute sind vor allem die vielen sogeannten „zivilen“ Atomanalgen zur fortgesetzten Verschmutzung durch die Freisetzung großer Mengen Radionuklide verantwortlich. Mehrere Regierungen im Wassereinzugsgebiet der Ostsee wollen diese radioaktive Kontamination der Region noch verstärken, wenn sie neue Uranabbaue, Atommülllager und Reaktorprojekte vorantreiben. Bis heute waren hier mehr als 60 Atomanlagen in Betrieb, laufen noch oder sollen demnächst errichtet werden.

Das Wasser verbindet die Gesellschaften im Wassereinzugsgebiet der Ostsee und macht sie zu engen Nachbarn – selbst wenn einige von ihnen mehr als tausend Kilometer voneinander entfernt liegen. Es umfasst die Hauptflächen von sieben Ländern: Dänemark, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen und Polen. Russland, Deutschland und Belarus stellen weitere Gebiete des Wassereinzugsgebiets dieses Meeres. Die Ostsee ist nicht nur eine wichtige Nahrungsquelle für Millionen Menschen, sondern auch ein bedeutendes Erholungsgebiet für viele weitere – und sie ist Transportmittel für giftige Immissionen aus mehr als 60 Atomanlagen, die Schadstoffe an Luft und Wasser abgeben. Somit verbindet die Ostsee Bedürfnisse und Interessen von menschlichen Zivilisationen aus einem großen Gebiet und formt damit eine einmalige Gemeinschaft.

Die Präsentation soll das Bewusstsein für die Risiken, denen wir durch die Atomkraft rund um die Ostsee ausgesetzt sind, erhöhen. Sie wird einen Überblick liefern und bietet detailliertere Einblicke zu konkreten Anlagen. Außerdem wird ein Eindruck von den Anti-Atom-Bewegungen in der Ostsee-Region verschafft.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein mit atomicbaltic.nuclear-heritage.net

Armutsbericht 2017: Anstieg der Armut in Deutschland auf neuen Höchststand.

Armutskongress in Berlin: Veranstalter  fordern in einem Aufruf zur Bundestagswahl eine armutspolitische Offensive

Organisationen und Verbände beklagen skandalöse Zunahme der Armut bei allen Risikogruppen

Armutsrisiko in Schleswig-Holstein steigt rasant

Die Armut in Deutschland ist auf einen neuen Höchststand von 15,7 Prozent angestiegen, so der Befund des aktuellen Armutsberichts des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, der dieses Jahr wieder unter Mitwirkung weiterer Verbände und Fachorganisationen erscheint. Nach Aussagen des Verbandes markiert dieser Höchstwert einen mehrjährigen Trend wachsender Armut. Er fordert die Politik zu einem entschlossenen Handeln in der Arbeitsmarktpolitik, beim Wohnungsbau, in der Bildung und dem Ausbau sozialer Dienstleistungen und Angebote in den Kommunen auf. Voraussetzung für eine offensive Armutsbekämpfung sei ein rigoroser Kurswechsel in der Steuer- und Finanzpolitik.

Erstmals ermöglicht der Bericht des Paritätischen einen Zehn-Jahres-Vergleich. Auffällig sei dabei der Rückgang der Armutsquote in allen ostdeutschen Bundesländern mit Ausnahme Berlins. Auf der anderen Seite stieg die Armut in allen westdeutschen Bundesländern mit Ausnahme Hamburgs und Bayerns merkbar an. Als besondere Problemregionen identifiziert der Bericht im Zehn-Jahres-Vergleich die Länder Berlin und Nordrhein-Westfalen. Unter Berücksichtigung der Bevölkerungszahl, der Bevölkerungsdichte und der längerfristigen Trends müssten das Ruhrgebiet und Berlin als die armutspolitischen Problemregionen Deutschlands angesehen werden.

Bei allen bekannten Risikogruppen habe die Armut im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zugenommen: Bei Erwerbslosen auf 59 Prozent, bei Alleinerziehenden auf 44 Prozent, bei kinderreichen Familien auf 25 Prozent, bei Menschen mit niedrigem Qualifikationsniveau auf 32 Prozent und bei Ausländern auf 34 Prozent. Alarmierend sei im Zehn-Jahres-Vergleich insbesondere die Armutsentwicklung bei Rentnerinnen und Rentnern. Ihre Armutsquote stieg zwischen 2005 und 2015 von 10,7 auf 15,9 Prozent und damit um 49 Prozent, ein völliger „Ausreißer in der Armutsstatistik“. Durchgreifende Reformen in der Alterssicherung seien daher unausweichlich, um Altersarmut vorzubeugen.

Der Armutsbericht enthält neben empirischen Daten zur Armutsentwicklung in Deutschland Analysen zur Lebenssituation und Armut einzelnen Personengruppen (Alleinerziehende, Kinder und Jugendliche, Arbeitslose, Alte Menschen, Geflüchtete, Migranten, Menschen mit psychischer Erkrankung, Menschen mit Behinderung) sowie zu Querschnittsthemen (Wohnungslosigkeit, Gesundheit und Armut). Herausgeber des Armutsberichts sind Der Paritätische Gesamtverband, das Deutsche Kinderhilfswerk, der Volkssolidarität Bundesverband, die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, der Deutsche Kinderschutzbund, der Verband alleinerziehender Mütter und Väter, der Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte, die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie, PRO ASYL und die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL).

Gemeinsam fordern die Organisationen von der Politik entschlossenes Handeln und eine Sozialpolitik, die alle Menschen mitnimmt. Es sei Zeit für einen sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel, um Armut zu bekämpfen und eine Verringerung sozialer Ungleichheit zu erreichen.

Am 27. und 28. Juni 2017 veranstalteten die Organisationen einen großen armutspolitischen Hauptstadtkongress, für den u.a. auch der DGB und die Nationale Armutskonferenz als Mitveranstalter gewonnen werden konnten. Infos bzw. Links zu diesem Kongress mit einer umfangreichen Online-Dokumentation und den Armutsbericht gibt es nach dem Beitrag über Schleswig-Holstein untenstehend. Ebenso wie ein kritischer Beitrag aus der Wochenzeitung der Freitag zum kürzlich veröffentlichten 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung.

Arm – Reich: Zerrissenes Schleswig-Holstein

Zum Armutsrisiko in Schleswig-Holstein auch der Bericht im Flensburger Tageblatt vom Freitag, den 3. März 2017 auf Seite 3

Zur Armutssituation in Flensburg siehe auch den AKOPOL-Beitrag
Sozialatlas 2016 für Flensburg liegt vor – Altersarmut nimmt weiter zu
Zahl der Leistungsempfänger/innen im Bereich SGB II („Hartz IV“), III und XII weiterhin auf hohem Niveau – Mehr Empfänger/innen von Grundsicherung im Alter
unter: https://akopol.wordpress.com/2016/12/06/sozialatlas-2016-fuer-flensburg-liegt-vor-altersarmut-nimmt-weiter-zu/

Sozialatlas 2017 für Flensburg liegt vor – Weiterhin hohe Armutsquote
Bevölkerungszahl wächst auf 94.227 Personen
Fast 20.000 FlensburgerInnen brauchen staatliche Transferleistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes unter: https://akopol.wordpress.com/2017/10/18/sozialatlas-2017-fuer-flensburg-liegt-vor-weiterhin-hohe-armutsquote/

Den genannten Armutsbericht des Paritätischen gibt es hier: https://www.armutskongress.de/fileadmin/files/Dokumente/AK_Dokumente/armutsbericht-2017.pdf  weitere Infos und eine detaillierte Suchfunktion nach Postleitzahlen finden Sie im Internet unter: http://www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/armutsbericht/

Armutskongress 2017 in Berlin

Unter dem Motto „Umsteuern: Armut stoppen, Zukunft schaffen.“ fand am 27. und 28. Juni 2017 der zweite Armutskongress in Berlin statt.

Beim Armutskongress 2016 sind die TeilnehmerInnen den Fragen nachgegangen, was Armut in einem reichen Land bedeutet, wo Armut systematisch produziert wird und wer die Betroffenen sind. Schwerpunkt in diesem Jahr war es zu zeigen, wie eine Gesellschaft ohne Armut aussehen kann. Im Bundestagswahljahr 2017 wurden klare Forderungen an die Politik formuliert. Dazu stellten am 27.6.2017 Organisationen und Gewerkschaften einen Aufruf zur Bundestagswahl vor.

Dokumentation des Armutskongress 2017 jetzt online

Vorträge, Impulsforen, Workshops und Open Space – auch in diesem Jahr hatten die Veranstalter ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Für alle, die nicht dabei sein konnten oder für diejenigen, die sich gerne weiter mit den Kongressinhalten befassen möchten, gibt es eine Online-Dokumentation. Hier können Sie sich die Vorträge noch mal ansehen oder anhören, die Inputs in den Foren nachlesen oder sich Präsentationen ansehen. Hier geht´s zur  Dokumentation https://www.armutskongress.de/armutskongress-2017/dokumentation/

Mehr zum Armutskongress am 27. und 28. Juni 2017 in Berlin auch unter: www.armutskongress.de

Im Gegensatz zu den Ergebnissen des Armutsbericht des Paritätischen steht der 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, der Mitte April 2017 vom Bundeskabinett beschlossen wurde

Dazu schreibt der Freitag am 14.07.2017 unter dem Titel

Armut ist das Letzte

Bundestag – Die Große Koalition hat den Armutsbericht lange verschleppt und unangenehme Wahrheiten darin getilgt

Im April hatte das Kabinett mit anderthalbjähriger Verspätung Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung verabschiedet. Grund für die große Terminüberschreitung waren Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Großen Koalition. Man stritt über das Verhältnis von Armut, Reichtum und Demokratie. Kanzleramt und das Finanzministerium, beide CDU-geführt, verbaten sich die Feststellung, dass ein sehr Reicher im Zeitalter des organisierten Lobbyismus auch politisch einflussreicher als ein „Normalbürger“ ist. Daher wollten die CDU-Ministerien auch nicht ausführlich dargestellt wissen, dass sich Arme immer weniger an Wahlen beteiligen – und man deshalb von einer Krise der politischen Repräsentation sprechen kann. Selbst der Hinweis, dass extreme soziale Ungleichheit das Wirtschaftswachstum und damit den Wohlstand einer Gesellschaft beeinträchtigt, wurde im Rahmen der ersten Ressortabstimmung aus dem Ursprungsentwurf des Arbeits- und Sozialministeriums unter Leitung von Andrea Nahles (SPD) gestrichen. Weiterlesen hier

Hier geht es zum 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung http://www.armuts-und-reichtumsbericht.de/DE/Bericht/Der-fuenfte-Bericht/fuenfter-bericht.html

 

Die offene Gesellschaft – die Debatte: 14. Januar 2016 um 19:00 Uhr im Audimax auf dem Campus in Flensburg

Das Flüchtlingsthema ebenso wie die terroristische Bedrohung werfen dieselbe große Frage auf:

Welches Land wollen wir sein?

Zwei epochale Geschehnisse kommen im Herbst 2015 zusammen: die Angriffe des islamistischen Terrorismus und die globalen Flüchtlingsbewegungen. Beides trifft Europa und seine einzelnen Staaten in ihrem Selbstverständnis und in ihrer Identität. Für uns heißt das: Welche Gesellschaft wollen wir sein?

An der Europa-Universität Flensburg diskutieren

am Donnerstag, den 14. Januar 2016 um 19:00 Uhr im Audimax auf dem Campus

diese Frage:

Detlev Buck, Regisseur, Autor, Schauspieler, Produzent,

Prof. Dr. Harald Welzer, Direktor der Stitung Futurzwei und Honorarprofessr für Transformationsdesign an der EUF,

Jan Christophersen, Autor u.a. des Buches: „Schneetage,

Katrine Hoop, Bloggerin und Mitbegründerin von Refugees welcome Flensburg.

Moderation: Kathrin Fischer, Pressesprecherin EUF

Die Debatte findet mit den Bürgerinnen und Bürgern statt – jede und jeder der Eingeladenen hat in einem siebenminütigen Statement die Möglichkeit, seine/ihre Vision von dem Land, in dem er/sie leben möchte, zu beschreiben – im Anschluss debattieren alle Anwesenden untereinander. Dafür wird es Saalmikrophone geben.

Im Anschluss an die Debatte gibt es im Foyer des Audimax noch die Möglichkeit, bei einem Glas Wein weiter zu diskutieren.

Mehr zur Veranstaltung auch auf Facebook unter: https://www.facebook.com/events/500984340108129/

Nachtrag vom 15.01.2016 – Zur Veranstaltung auch ein Bericht auf SPIEGEL-Online vom 15.01.2016 von Annette Langer

Flüchtlinge in Deutschland: „Und plötzlich war das Abenteuer da“

Welches Land wollen wir sein?“ war die Frage, der sich Hunderte Besucher der gleichnamigen Debattenreihe der Stiftung Futurzwei am Donnerstagabend stellen wollten. Das Audimax an der Europa-Universität in Flensburg war brechend voll, die Hoffnung auf Antworten spürbar groß. Wie aber schafft man es, mitten im Abenteuer innezuhalten und sich zu überlegen, wohin es wohl führen mag? Weiterlesen unter: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/fluechtlinge-detlev-buck-und-harald-welzer-diskutieren-ueber-einwanderung-a-1072201.html

Offene Gesellschaftwww.die-offene-gesellschaft.de

 

Wirtschaftskraft und Einkommen: Flensburg Schlusslicht in Schleswig-Holstein

FOCUS-MONEY-Ranking: Flensburg belegt im nationalen Vergleich einen der hinteren Plätze und ist Schlusslicht in Schleswig-Holstein

Das es um die Wirtschaftskraft und die Einkommen in unserer Stadt nicht gut bestellt ist, belegt wieder einmal ein Beitrag  von FOCUS-MONEY vom 2.1.2014. In einem großen Ranking hat FOCUS-MONEY 388 der insgesamt 402 Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland verglichen. Der Sieger kommt aus Bayern. Flensburg belegt bei dem Ranking Platz 342. Nur sieben westdeutsche Kreise und kreisfreie Städte stehen wirtschaftlich noch schlechter da, als Flensburg.

Es stellt sich unwillkürlich die Frage: Welche Ideen und Vorschläge haben die in der Flensburger Ratsversammlung vertretenen Parteien und Gruppierungen diesen Zustand zu ändern? Welche Ideen hierzu haben die Wirtschaftsverbände und die Gewerkschaften in unserer Stadt?

Hier die Daten für Flensburg (Stadt)

Rang unter den 388 Landkreisen

342

Veränderung der Bevölkerung von 2011 zu 2012 in Prozent

0,80

Verfügbares Einkommen privater Haushalte je Einwohner (2011) in Euro

17.702

Veränderung der Erwerbstätigenzahl von 2010 zu 2011 in Prozent

-1,31

Arbeitslosenquote (2012) in Prozent

11,30

Veränderung des Bruttoinlandsprodukts von 2010 zu 2011 in Prozent

0,69

Bruttowertschöpfung1 je Erwerbstätigen (2011) in Euro

50.805

Investitionen im verarbeitenden Gewerbe je Beschäftigten (2011) in Euro

4.980

Mehr in dem FOCUS-MONEY-Beitrag Das große Landkreis-Ranking – Das sind die erfolgreichsten Regionen Deutschlands unter: http://www.focus.de/immobilien/kaufen/landkreis-ranking-2013-das-sind-die-erfolgreichsten-regionen-deutschlands_id_3511653.html

Ebenso hierzu auch ein Beitrag des Flensburger Tageblattes vom 3.1.2014 Nord-Süd-Gefälle – Wo in SH die Wirtschaft brummt  unter: http://www.shz.de/schleswig-holstein/wirtschaft/wo-in-sh-die-wirtschaft-brummt-id5331036.html

Ein Kommentar von Jörg Pepmeyer

Flensburg: Das Armenhaus Schleswig-Holsteins?

Ein Grund für die Misere der Stadt dürfte sein, dass Flensburg über kein wirklich professionelles Instrument der Wirtschaftsförderung bzw. -ansiedlung verfügt. Die dafür beauftragte WIREG ist mit ihrer Aufgabe offensichtlich seit Jahren völlig überfordert. Seit dem Jahr 2000 sind allein in der Region Flensburg über 5.000 mit hoher Wertschöpfung verbundene Industriearbeitsplätze verloren gegangen. Auch nicht ansatzweise konnte dieser Verlust ausgeglichen werden.

Stadt, Politik und auch die ehemalige CDU-FDP-Landesregierung haben es in den vergangenen Jahren versäumt, entsprechende Weichenstellungen vorzunehmen, um Flensburg für die Ansiedlung neuer Industrie- und Dienstleistungsunternehmen mit hoch wertschöpfenden Arbeitsplätzen tatsächlich attraktiv zu machen. Bestes Negativ-Beispiel für die Peinlichkeiten derartiger Bemühungen ist die angedachte Unternehmensansiedlung an der Harniskaispitze. Und ohne die beiden Universitäten sähe die wirtschaftliche Lage in Flensburg noch weitaus trostloser aus.

Es ist unverständlich, warum auch bei der jetzigen Landesregierung angesichts der kommenden Belt-Querung und ihrer möglichen negativen Folgen für unsere Region nicht die Alarmglocken läuten. Insofern wäre ein konzertiertes und professionelles Handeln von Stadt, Politik, Landesregierung, Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften mehr als notwendig. Dies bedeutet auch, offensiver Flensburg und seine Ressourcen, wie z. B. die beiden Hochschulen zu vermarkten, um in Zukunft innovative Industrie- und Dienstleistungsunternehmen in Flensburg ansiedeln zu können. Nur leider gibt es derzeit kein wirklich überzeugendes, koordinierendes und konzertiertes Vermarktungs- und Unternehmensansiedlungskonzept der Stadt, in dem die beiden Unis den ihnen gebührenden Stellenwert haben. Die Unis würden sich dort gerne einbringen, aber derzeit wurschtelt man sich in Flensburg eher planlos durch.

Und auch die entsprechenden städtischen Branding-Arbeitsgruppen und Veranstaltungen haben nicht wirklich zu brauchbaren Ergebnissen geführt. Alles wie gehabt. Und der zum Teil mit dieser Aufgabe betraute Fachbereich Entwicklung und Innovation ist in dieser Hinsicht so kreativ und innovativ wie ein Besenstiel. Ganz davon abgesehen, dass manche seiner Vorschläge an der sozialen und wirtschaftlichen Realität der Stadt vorbei gehen.

Insofern sollten die Stadt Flensburg, vertreten durch ihren Oberbürgermeister Simon Faber, die KommunalpolitikerInnen, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften, die beiden Hochschulen und die Landesregierung schleunigst überlegen, wie sie gemeinsam mit den BürgerInnen der Stadt etwas für Flensburgs Zukunft tun können. Sonst dürfte Flensburg dauerhaft nicht nur zum Armenhaus Schleswig-Holsteins werden.

Untenstehend ergänzend noch Hinweise und Daten zur Einkommenssituation und -struktur in Flensburg:

Was die Einkommensverteilung in Flensburg angeht, so kann man in der Regionaldatenbank Deutschland unter: https://www.regionalstatistik.de/genesis/online über die Tabelle Lohn- und Einkommensteuer nach Größenklassen des Gesamtbetrags der Einkünfte – Jahressumme –
regionale Tiefe: Kreise und krfr. Städte (hier kreisfreie Stadt Flensburg), entsprechende Daten, zumindest was die zu versteuernden Einkommen angeht, bis einschließlich 2007 bekommen. Danach betrug die Gesamtsumme der zu versteuernden Löhne und Einkommen im Jahr 2007 in Flensburg insgesamt 1.115,428 Mio. Euro, was einem Steuer-Gesamtaufkommen von 183,841 Mio. Euro entsprach. Dabei erzielten von den insgesamt etwas mehr als 40.600 Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen knapp 9.500 Steuerpflichtige, also deutlich weniger als ein Viertel ein Gesamteinkommen von 672,004 Mio. Euro, mit einem Steueraufkommen von 146,248 Mio. Euro. Das entspricht etwa einem Anteil von knapp 80% am gesamten Steueraufkommen. Etwas mehr als 4.600 Steuerpflichtige erzieleten sogar ein zu versteuerndes Gesamteinkommen von mehr als 472 Mio. Euro, bei einem Steueraufkommen von insgesamt etwas mehr als 116 Mio. Euro.

Übrigens lag der Median bei der Einkommensverteilung, also der Wert, der die eine Hälfte von der anderen Hälfte der EinkommensbezieherInnen scheidet, bei ca. 19.000 Euro. Auf den Monat gerechnet etwa 1.580 Euro. Anders ausgedrückt, die Hälfte der steuerpflichtigen Flensburger EinkommensbezieherInnen verfügte 2007 über ein Jahres-Einkommen, das an diesem Wert oder erheblich darunter lag. Allerdings sagen diese Zahlen nichts über die steuerfreien Einkommen derjenigen FlensburgerInnen aus, die komplett von staatlichen Transferleistungen z.B. nach SGB II, III, IX und XII leben müssen. Diese Zahlen kann man zum Teil dem Flensburger Sozialatlas entnehmen. Mehr und detaillierte Einzelheiten zu den obigen Einkommensdaten in der entsprechenden Tabelle unter: https://akopol.files.wordpress.com/2011/12/lohn-und-einkommensteuerjahressumme-flensburg-verteilung-20071.pdf

Vergleichsdaten zur Einkommensverteilung aus dem Jahr 2004, sowie weitere Struktur-Daten aus 2010 und 2011 finden sich ebenso in dem AKOPOL-Blog-Beitrag Armut und soziale Spaltung in Flensburg – Strukturdaten dokumentieren wirtschaftlichen Abwärtstrend der Stadt https://akopol.wordpress.com/2011/12/31/armut-und-soziale-spaltung-in-flensburg-strukturdaten-dokumentieren-wirtschaftlichen-abwartstrend-der-stadt/

Jede/r zweite Vollzeitbeschäftigte mit sozialversichertem Job verdiente 2010 zudem in der Stadt Flensburg weniger als 2.573 € brutto im Monat. Mehr zur regionalen Einkommens- und Lohnstruktur in dem AKOPOL-Beitrag DGB-Studie zu regionalen Einkommensunterschieden – Flensburg im Lohnkeller unter: https://akopol.wordpress.com/2012/09/28/dgb-studie-zu-regionalen-einkommensunterschieden-flensburg-im-lohnkeller/

Flensburger Sozialatlas 2010/11/12/13/14

Der Flensburger Sozialatlas mit Daten zur sozialen Situation der Bevölkerung in Flensburg

Nachtrag: Wer sich einen groben Überblick über die Flensburger Sozialdaten und deren Veränderung in den letzten Jahren verschaffen möchte, dem sei auch ein Blick in den Sozialatlas der Stadt Flensburg empfohlen. Allerdings sind die Daten des Sozialatlas leider nicht qualitativ aufbereitet, fehlen zudem wichtige Strukturdaten. Auch methodisch gibt es erhebliche Defizit bei der Datenerhebung. Dies erschwert eine qualitative Interpretation der im Sozialatlas präsentierten Daten und lässt für realistische Schlussfolgerungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der sozialen Verhältnisse in der Stadt wenig Raum. Für die politische Debatte sind die Daten des Sozialatlas daher nur bedingt hilfreich und nutzbar. Hier geht´s zum Flensburger Sozialatlas 2010 Sozialatlas 2010 , Sozialatlas 2011 sozialatlas_2011 , Sozialatlas 2012 Flensburger Sozialatlas 2012 , Sozialatlas 2013 sozialatlas_2013 und Sozialatlas 2014 sozialatlas 2014

 

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