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Videodokumentation zum Ostermarsch 2020 in Jagel

Videodokumentation vom Friedenskanal Hamburg mit Videomaterial von Ursula Vonberg

Rund 70 Menschen hatten sich am Karfreitag vor dem Drohnen- und Tornado-Standort im schleswig-holsteinischen Jagel versammelt, um für eine friedliche Welt ohne Krieg, Gewalt und Armeen zu demonstrieren.

Aufgerufen zu der Aktion hatte die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK). Nachdem der traditionelle Ostermarsch vom Bahnhof Schleswig zum Fliegerhorst Jagel nicht stattfinden konnte, wurde entsprechend den behördlichen Auflagen aufgrund der Corona-Epidemie der Veranstaltungsablauf geändert und zu einer Kundgebung und Mahnwache am Eingang des Drohnen- und Tornadostandortes aufgerufen. Zum Ablauf der Ostermarschaktion hat nun der Friedenskanal Hamburg eine Videodokumentation mit Hintergrundinfomationen und den Beiträgen der RednerInnen erstellt, die seit kurzem im Netz zu sehen ist.

(Dazu auch der AKOPOL-Bericht vom 11.04.2020:
Ostermarsch in Jagel 2020: Friedensaktivisten demonstrieren trotz Corona
unter: https://akopol.wordpress.com/2020/04/11/ostermarsch-in-jagel-2020-friedensaktivisten-demonstrieren-trotz-corona/)

Zur Veranstaltung in Jagel die Videodokumentation vom Friedenskanal Hamburg:

00:01 Einleitung mit Fotostrecke
02:21 Konrad Tempel – Initiator des ersten Ostermarsches vor 60 Jahren
10:19 Musik „Wonderful world“
12:50 Helga Tempel – Organisatorin des ersten Ostermarsches
21:32 Musik „Wir wollen Frieden – kein Militär“
22:49 Detlef Mielke – Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinte
KriegsdienstgegnerInnen
34:44 Musik
34:57 Monika Koops – Ver.di AK Frieden
40:03 Eindrücke Fotostrecke mit Musik
40:31 Ralf Cüppers – Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinte
KriegsdienstgegnerInnen
43:05 Eindrücke Fotostrecke mit Musik
43:50 Siglinde Cüppers – Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinte
KriegsdienstgegnerInnen

 

 

Ostermarsch in Jagel 2020: Friedensaktivisten demonstrieren trotz Corona

Protestaktion vor dem Eingang des Fliegerhorstes in Jagel – Foto: Ursula Vonberg

Erfolgreiche Ostermahnwache und Kundgebung am Karfreitag vor dem Fliegerhorst Jagel

Text und Fotos von Jörg Pepmeyer, Siglinde Cüppers, Ralf Cüppers und Ursula Vonberg

Videodokumentation vom Friedenskanal Hamburg mit Videomaterial von Ursula Vonberg

Rund 70 Menschen versammelten sich bei sonnigem Frühlingswetter am Karfreitag vor dem Drohnen- und Tornado-Standort im schleswig-holsteinischen Jagel, um für eine friedliche Welt ohne Krieg, Gewalt und Armeen zu demonstrieren.

Aufgerufen zu der Aktion hatte die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK). Nachdem der traditionelle Ostermarsch vom Bahnhof Schleswig zum Fliegerhorst aufgrund behördlicher Auflagen nicht stattfinden konnte, wurde entsprechend der Veranstaltungsablauf geändert und zu einer Kundgebung und Mahnwache am Eingang des Drohnen- und Tornadostandortes aufgerufen. Dafür hatte die für die Genehmigung der Kundgebung zuständige Kreisbehörde die Veranstalter verpflichetet, entsprechend der Landesverordnung vom 02.04.2020 nach § 3, Abs. 2 für besondere Corona-Vorsichtsmaßnahmen zu sorgen. Die wurden dann auch sehr vorbildlich befolgt und eingehalten. Damit war die Kundgebung eine der wenigen genehmigten Protestaktionen am Karfreitag in der Republik.

Die KundgebungsteilnehmerInnen vor dem Eingangstor des Fliegerhorstes Jagel – Foto: Jörg Pepmeyer

Neben TeilnehmerInnen aus ganz Schleswig-Holstein waren auch FriedenaktivistInnen aus Hamburg und anderen Bundesländern angereist, darunter auch die Urgesteine der Ostermarschbewegung, Helga und Konrad Tempel.

Konrad Tempel war Initiator des Ostermarsches in Bergen-Hohne vor exakt 60 Jahren. Er schilderte die politischen Umstände und Schwierigkeiten bei der Vorbereitung und Durchführung des ersten Ostermarsches in Deutschland. (Mehr dazu auch in einem NDR-Beitrag und in einem Interview mit ihm auf SPIEGEL-Online).

Helga Tempel, die ebenfalls seit den 60er Jahren Ostermärsche mitorganisiert, berichtete über die Stationierung der Atomwaffen in Deutschland und die Proteste dagegen.

Detlef Mielke (DFG-VK) ergänzte, dass nach Hamburg, Bremen, Berlin und Rheinland-Pfalz auch Schleswig-Holstein die Iniative unterstützen muss, dass die Bundesrepublik Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterschreibt. Er forderte auf, besonders auf die Bündnis 90 Grünen einzuwirken, denen bislang die Bündnistreue mit CDU und FDP in der Koalition offensichtlich wichtiger sei, als das Atomwaffenverbot und das Leben auf der Erde.

Monika Koops von der Arbeitsgemeinschaft Frieden der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Hamburg wies darauf hin, dass Geld, das für Rüstung ausgegeben wird, dringend für die Finanzierung des Gesundheitswesens benötigt wird und forderte dazu auf, die gewekschaftliche Initiative Abrüsten statt Aufrüsten zu unterstützen.

Siglinde Cüppers (DFG-VK) forderte offene Grenzen für Alle und die Abschaffung des Asylanerkennungsverfahrens als Ausdruck struktureller Gewalt.

Dr. Ralf Cüppers (DFG-VK) hatte bereits in seiner Begrüßung darauf hingewiesen, dass im Schatten von Corona die Kriege der Bundeswehr weitergeführt würden und deshalb die Friedensaktivitäten weiterhin auf der Straße stattfinden müssten.

Siglinde Cüppers und Dr. Ralf Cüppers, die ebenso verantwortlich für die Anmeldung und Organisation der Kundgebung in Jagel waren, werteten die gesamte Aktion als überaus großen Erfolg. Es habe sich gezeigt, dass zivilgesellschaftlicher Widerstand und Protest und die Wahrnehmung des Demonstrationsrechts trotz der Corona-Krise sehr wohl möglich und nötig seien. Anschließend wurde vereinbart die nächste Mahnwache mit Kundgebung am 1. Mai in Jagel durchzuführen. Dann wollen die FriedenaktivistInnen von Schleswig aus nach Jagel marschieren. (Mehr zu ihrem Anliegen und die vollständigen Beiträge der RednerInnen von der Osteraktion gibt es hier: http://bundeswehrabschaffen.de/cms/aktionen/jagel/jagel200410.htm )

Zur Veranstaltung auch eine Videodokumentation vom Friedenskanal Hamburg, ein weiteres Video von der Transparentkette und abschließend eine Fotostrecke:

00:01 Einleitung mit Fotostrecke
02:21 Konrad Tempel – Initiator des ersten Ostermarsches vor 60 Jahren
10:19 Musik „Wonderful world“
12:50 Helga Tempel – Organisatorin des ersten Ostermarsches
21:32 Musik „Wir wollen Frieden – kein Militär“
22:49 Detlef Mielke – Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinte
KriegsdienstgegnerInnen
34:44 Musik
34:57 Monika Koops – Ver.di AK Frieden
40:03 Eindrücke Fotostrecke mit Musik
40:31 Ralf Cüppers – Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinte
KriegsdienstgegnerInnen
43:05 Eindrücke Fotostrecke mit Musik
43:50 Siglinde Cüppers – Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinte
KriegsdienstgegnerInnen

Zum Abschluss der Kundgebung bildeten die TeilnehmerInnen am Fliegerhorst eine Transparentkette. Natürlich immer im gebührenden Corona-Abstand. Video von Ursula Vonberg 

Fotostrecke mit Fotos von Jörg Pepmeyer:

Helga Tempel und Detlef Mielke

Siglinde Cüppers und Detlef Mielke

Konrad Tempel

Dr. Ralf Cüppers

Monika Koops

Musikalische Untermalung

Atomwaffenverbot unterzeichnen!

Der Aufruf zum Ostermarsch 2020Kundgebung am Karfreitag 10.04.2020 ab 12.30 Uhr vor dem Fliegerhorst Jagel unter:
https://akopol.wordpress.com/2020/04/02/ostermarsch-2020-kundgebung-karfreitag-10-04-2020-ab-12-30-uhr-vor-dem-fliegerhorst-jagel/

 

Die Ganze Bäckerei zeigt den Dokumentarfilm: „Die Waffen nieder – Schwerter zu Pflugscharen.“ am 17.11.2017 in Flensburg

Eine kleine Geschichte der Friedenbewegung 1981-2017

Freitag, d. 17.11.2017 um 18.00 Uhr
Die Ganze Bäckerei
Hafermarkt 10, 24943 Flensburg

Mit dem Autoren des Films, Nils-Holger Schomann.

Dokumentarfilm-Essay mit Vielen und von Nils-Holger Schomann

Laufzeit: ca. 91 Minuten in HD & Stereoton

Die Lage in der Welt spitzt sich zu, neben laufenden Kriegen wird immer häufiger mit Gewalt und Krieg gedroht, um vermeintlich damit Probleme zu lösen oder die eigenen Interessen durchzusetzen.

Aufrüstung wird von allen Seiten vorangetrieben. Jüngst stimmte Deutschland gegen die mehrheitlich in der UNO beschlossene Ächtung von Atomwaffen und hat über die atomare Teilhabe der NATO sogar einen teilweisen Zugang zu Atomwaffen, die im Fliegerhorst Büchel in der Eifel lagern und von dort aus mit deutschen Tormado-Flugzeugen eingesetzt werden sollen.

Deja vu? Nicht nur der Lübecker Filmemacher Nils-Holger Schomann fragt: wo ist die Friedensbewegung in dieser Situation?

Und geht auf Spurensuche:

Beginnend etwa 1981, da war er schon in Bonn mit der Kamera dabei, als hundertausende gegen die Aufstellung von Pershing II-Atomraketen in Deutschland protestierten. Das Filmmaterial von damals zeigt: die Friedensbewegung hatte weltweiten Einfluß und schon wenige Jahre später werden die zunächst aufgestellten Raketen von den Großmächten wieder abgebaut.

Spurensuche heute: einige hundert Menschen marschieren Ostern 2016 vor dem Fliegerhorst in Büchel/Pfalz gegen die dort gelagerten 20 Atombomben. Die örtliche Friedensbewegung ist seit vielen Jahren sehr aktiv. Auch in Lübeck gibt es wieder Ostermärsche.

Nils-Holger Schomann ist mit der Kamera dabei wie auch im gleichen Jahr bei den Mahnwachen vor dem Fliegerhorst Jagel, von dort werden Drohneninsätze in der ganzen Welt geplant und später auch gesteuert.
Am 21.08.2017 blockieren etwa 120 Menschen, darunter 70 Musiker der Gruppe Lebenslaute sämtliche Einfahrten des Fliegerhorstes.
Sie werden immer wieder von Polizisten mit ihren Instrumenten weggetragen und setzen sich wieder vor die Kasernentore, während sie musizieren- eine ungewöhnliche, aber gewaltfreie Form des Protestes.
Die Parole: „Schlußakkord für Drohnenmord“ , denn die in Jagel stationierten Drohnen sollen zukünftig nicht nur Luftbilder machen, sondern bald auch bewaffnet werden.
Überall wo die Bundeswehr wirbt, sind Pazifisten vor Ort und sagen: Kein Werben fürs Sterben- Bundeswehr abschaffen!
Ist es ein Zufall, daß die deutsche Armee ausgerechnet in Mali/Afrika eingesetzt wird, genau dort, wo die wichtigsten und größten Uranvorkommen lagern und abgebaut werden?
Der Filmemacher fragt Aktivisten: haben sie das Gefühl, etwas beeinflussen zu können und wird die Friedensbewegung in diesen Zeiten wieder sichtbarer und einflußreicher werden?
Freunde, Bekannte, Aktivisten geben Auskunft und SchauspielerInnen wie Rolf Becker lesen Texte dazu:
Was ist Frieden? Gibt es einen gerechten Frieden? Ist Frieden mehr als die Abwesenheit von Krieg?
Wo steht die Friedensbewegung gerade und kann sie wieder größer und einflußreicher werden ? Gibt es noch andere Fragen, die sich nach Meinung des Publikums stellen? Welche neuen Aktionsformen sprechen die Menschen auf das Thema Krieg und Frieden an ?

Ein Film von und mit:

NILS-HOLGER SCHOMANN (Idee, Bildgestaltung & Montage)

Rolf Becker, Schauspieler (Sprechtexte/Zitate)

Detlef Mielke (Friedensaktivist)

Evelyn Luka (Regie/Redaktion Sprechtexte)

Thore Schomann (Originalton)

Ronald Mehling, Michael Schulze von Glaßer (Kamera)

Gruppe Lebenslaute (mit Musik u.a.von Ton-Steine-Scherben)

Originaltöne & Zitate im Film von Coretta King, Petra Kelly, Berthold Brecht, Karl Marx, Harry Belafonte, Erich Mühsam und vielen Anderen.

Hier gibt es eine kleine Preview https://vimeo.com/channels/1315763

Weitere Infos zur Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/161356971270429/

 

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