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Lesetipps für die Corona-Pause in Flensburg

Hi,
was tun – so gefesselt an „Haus & Hof“?

Lesen natürlich – z.B. zu sozial-ökologischen Themen, hier sind 3 interessante Neuerscheinungen auf den Markt gekommen:

1. Postwachstumsstadt. Konturen einer solidarischen Stadtpolitik
978-3-96238-199-8  –   EUR 22,00 (Erscheinungsdatum: 05.03.2020)

Städte ohne Wachstum – eine bislang kaum vorstellbare Vision. Doch Klimawandel, Ressourcenverschwendung, wachsende soziale Ungleichheiten und viele andere Zukunftsgefahren stellen das bisherige Allheilmittel Wachstum grundsätzlich infrage. Wie wollen wir heute und morgen zusammenleben? Wie gestalten wir ein gutes Leben für alle in der Stadt? Während in einzelnen Nischen diese Fragen bereits ansatzweise beantwortet werden, fehlt es noch immer an umfassenden Entwürfen und Transformationsansätzen, die eine fundamental andere, solidarische Stadt konturieren. Diesen Versuch wagt das Projekt Postwachstumsstadt. In diesem Buch werden konzeptionelle und pragmatische Aspekte aus verschiedenen Bereichen der Stadtpolitik zusammengebracht, die neue Pfade aufzeigen und verknüpfen. Die Beiträge diskutieren städtische Wachstumskrisen, transformative Planung und Konflikte um Gestaltungsmacht. Nicht zuletzt wird dabei auch die Frage nach der Rolle von Stadtutopien neu gestellt. Dadurch soll eine längst fällige Debatte darüber angestoßen werden, wie sich notwendige städtische Wenden durch eine sozialökologische Neuorientierung vor Ort verwirklichen lassen.

2. Paech, Niko / Folkers, Manfred – All you need is less. Eine Kultur des Genug aus ökonomischer und buddhistischer Sicht
978-3-96238-058-8   –   EUR 20,00 (Erscheinungsdatum: 17.03.2020)

Achtsamkeit ist heute in aller Munde. Menschen hinterfragen das »Haben« kritisch und suchen nach Lebenssinn. Längst geht es dabei nicht mehr nur um Freizeit, es geht darum, das gesamte Dasein anders zu gestalten. Dieser Haltung steht das Modell des Homo oeconomicus gegenüber, in dem sich der Mensch als Arbeitskraft und Konsument wiederfindet. Doch gegen die Steigerungslogik der westlichen Zivilisation regt sich Widerstand. An der Spitze der Postwachstums-Ökonomen steht Niko Paech und fordert dazu auf, sich vom materiellen Überfluss zu befreien. Was revolutionär wirkt, ist im Buddhismus »normal«; dort ist die Fokussierung auf das Sein oder das Denken in Zyklen schon seit 2.500 Jahren gelebte Praxis. Sind Degrowth und Buddhismus in ihrem Kern gar Seelenverwandte? Was können die westlichen Gesellschaften vom Buddhismus lernen, um den zerstörerischen Wachstumspfad zu verlassen? Die Autoren bringen beide »Denkrichtungen« zusammen und entwerfen einen attraktiven Weg für die Moderne.Manfred Folkers ist Buchautor und Dharma-Lehrer. Er unterrichtet Qigong, leitet bundesweit Entschleunigungs-Seminare und ist seit 2009 Mitglied des Rates der Deutschen Buddhistischen Union. Prof. Dr. Niko Paech ist einer der profiliertesten Wachstumskritiker Europas und wurde mit seinem Buch »Befreiung vom Überfluss« (2012) zum führenden Vordenker der Postwachstumsökonomie im deutschsprachigen Raum. Paech ist außerplanmäßiger Professor an der Universität Siegen im Studiengang »Plurale Ökonomik«.

3. Konicz, Tomasz – Klimakiller Kapital.  Wie ein Wirtschaftssystem unsere Lebensgrundlagen zerstört
978-3-85476-692-6   –   EUR 20,00   (Erscheinungsdatum: 19.03.2020)

Der bei uns im früheren „Initiativkreis Flensburg“ schon oft diskutierte Tomasz Konicz hat nun sein „opus magnum“ herausgebracht – mit allen Facetten einer radikalen „Wachstums“-Kritik!
Angesichts der eskalierenden Klimakrise bricht sich in der Öffentlichkeit der meisten Industrieländer mühsam, allen Widerständen zum Trotz, eine fundamentale Erkenntnis bahn: Nichts wird so bleiben, wie es ist. Es ist ein grundlegender, fundamentaler Wandel notwendig, um den sich beschleunigenden klimatischen Umbrüchen, den drohenden Kollaps ganzer Ökosysteme adäquat und schnell begegnen zu können. Die Klimakrise muss folglich als die größte Gefahr für den Zivilisationsprozess im 21. Jahrhundert begriffen werden. Das, was sich vor allem ändern muss, ist unsere Gesellschaft, so die Kernthese dieses Buches. Der zu einer naturartigen Selbstverständlichkeit geronnene, von inneren Widersprüchen getriebene Kapitalismus muss radikal infrage gestellt werden. Das Kapital ist einerseits die Ursache der Klimakrise, es verstärkt aber auch die gesellschaftlichen Folgen des Klimawandels. Die Unvereinbarkeit von Kapital und Klimaschutz, die auf der grundlegenden systemischen wie der politischen und kulturellen Ebene reflektiert wird, lässt die Überwindung der destruktiven kapitalistischen Wirtschaftsweise zu einer Überlebensnotwendigkeit der Menschheit im 21. Jahrhundert avancieren. Abschließend zeigt Tomasz Konicz, wie Wege in einen klimaverträglichen Postkapitalismus aussehen könnten.

Tomasz Konicz (Jahrgang 1973) arbeitet seit gut 15 Jahren als freier Journalist und Publizist mit den Schwerpunktthemen Krisenanalyse und Ideologiekritik. Publizistische Tätigkeit u. a. für Konkret, Telepolis, Neues Deutschland. Buchveröffentlichungen: Politik in der Krisenfalle (2012), Krisenideologie. Wahn und Wirklichkeit spätkapitalistischer Krisenverarbeitung (2013), Aufstieg und Zerfall des Deutschen Europa (2015), Kapitalkollaps (2016), Faschismus im 21. Jahrhundert (2018).

Beste Grüsse!

Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, Große Str. 34, Flensburg

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Passt auf euch auf!

 

 

„Flamme sein!“ – Lesung und Buchvorstellung mit Robert M. Zoske am 23.10.2018 in der Ossietzky-Buchhandlung Flensburg

»Flamme sein!«

Robert M. Zoske liest aus der Biographie über den von den Nazis hingerichteten Widerstandskämpfer der Weissen Rose, Hans Scholl.
Zoske hat mit seiner Arbeit die Forschungsgeschichte einen großen Schritt voran gebracht und bringt dem Leser den mit seinen Konflikten und Widersprüchen ringenden Menschen Hans Scholl nah.

Aber wie kam der 23-Jährige dazu, sein Leben im Kampf gegen Hitler zu riskieren? fragt Robert Zoske. Der Autor zeichnet ein neues, tief beeindruckendes Bild von einem jungen Mann, der anfänglich getragen von einer Naturmystik zur Hitlerjugend kam, dort zum Fähnleinführer aufstieg, dessen Freiheitsdrang aber seine größte, kompromisslose Leidenschaft war – die ihn schliesslich zum Gegner der Nazis machte.
„Ganz leben oder gar nicht!“, notierte Hans Scholl, und es ist erstaunlich, welche Erfahrungen sich in seinem kurzen Leben verdichten. Er liebte Jungen und Mädchen, schrieb Gedichte und Erzählungen. Zoske dokumentiert bislang unveröffenlichte Texte und stellt die Vorbilder heraus, die die Flugblätter der Weißen Rose beeinflussten, die überwiegend Hans Scholl verfasste und zusammen mit seinen Mitstreitern verbreitete. „Es lebe die Freiheit“, waren seine letzten Worte.

Dieses gut lesbare, fesselnd geschriebene Buch lässt dieses Vermächtnis eindrucksvoll lebendig werden.

Dienstag, 23. Oktober 2018 um 19.30 Uhr in der „Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung“, Große Str. 34, Flensburg

Eintritt 6,- €/ erm. 4,- €

 

Lesung: „From Democracy to Freedom“ am 16.10.2018 um 19:30 Uhr in der Ossietzky-Buchhandlung Flensburg

»From Democracy to Freedom«

Der Unterschied zwischen Regierung und Selbstbestimmung

Die Übersetzer*innen lesen aus »From Democracy to Freedom« von CrimethInc., das von der Black Mosquito Crew, Flensburg, 2018 ins deutsche übersetzt wurde und jetzt im Unrast Verlag erschienen ist.

Das Buch diskutiert die Schwächen, Hindernisse und Fehlentwicklungen, die die Geschichte der Demokratie immer begleitet haben – und formuliert Bedingungen für deren Weiterentwicklung. Darüberhinaus dokumentiert der Band eine Fülle von Fallbeispielen aus unterschiedlichen Ländern und Kontinenten, die allesamt wichtige Anregungen für die Diskussion liefern.

Dienstag, 16. Oktober 2018 um 19.30 Uhr in der „Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung“, Große Str. 34, Flensburg

 

Sechs Wochen auf der Scholle – Lesung mit Christa Iversen am 21.03.2018 in der Ossietzky-Buchhandlung Flensburg

Einladung zur Lesung und Buchvorstellung:

Christa Iversen: Sechs Wochen auf der Scholle, 141 Seiten, Taschenbuch, ABL Bauernblatt Verlag, 2017, Preis 9,80 €, ISBN-10: 3930413620

„Am Ende der Leitung war ein Herr Bendixen, Testamentsvollstrecker aus Flensburg, der mir mitteilte, dass vor einem Monat mein leiblicher, mir unbekannter, Vater gestorben und ich einzige Erbin seines landwirtschaftlichen Betriebes sei. Sein Name war Karl-Peter Brodersen aus Abderup nahe der dänischen Grenze. Mein Leben wurde schlagartig durcheinander geschüttelt.“

So beginnt die Erzählung von Christa Iversen, die als Gewerkschafterin und über ihre Beratungsarbeit für Frauen in Flensburg bekannt ist. Die gebürtige Schwäbin hat „daneben“ zusammen mit ihrem Mann 33 Jahre einen Bauernhof in der Nähe Flensburgs bewirtschaftet.

Die Geschichte „Sechs Wochen auf der Scholle“ führt eine junge süddeutsche Sozialpädagogin  auf einen Bauernhof in Norddeutschland. Sie lernt das Dorf und seine liebenswerten, manchmal  skurrilen Bewohner kennen, erfährt hautnah deren Probleme zwischen Neubürgern und Alteingesessenen,  mit Verschuldung, Höfesterben, gesunkenem Milchpreis, Alkoholismus, Selbstmord. Sie erlebt  Dorffeste, die nicht selten aus dem Ruder laufen, nimmt teil an Wettbewerben und fantasievollen  Protestaktionen. Und sie muss eine Entscheidung treffen: Bleiben und den Hof übernehmen oder Rückkehr in den Süden?

Christa Iversen kann erzählen – und sie hat etwas zu erzählen!

Mittwoch, 21. März 2018, 19.30 Uhr in der „Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung“, Große Str. 34
Eintritt: 6,– Euro ( 4,– Euro erm.)
in Kooperation mit dem Verein „Tigerberg e.V.“

Platzreservierung erbeten unter Tel.: 0461-29601

 

Lesung: Silke Scheuermann liest aus »Wovon wir lebten«, Montag, 6. März 2017, um 19.30 Uhr werkstatt der Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung in Flensburg

Einladung

Buchvorstellung und Lesung mit Silke Scheuermann –
die Autorin liest aus ihrem neuen Roman
»Wovon wir lebten«

Viel gelobt wurde die Autorin Silke Scheuermann für ihre Gedichtbände und und ihre Romane, vor allem für die Beziehungs-Novelle „Die Stunde zwischen Hund und Wolf“ – jetzt kommt sie mit einem umfänglichen Entwicklungsroman.
Im Mittelpunkt der über 500 Seiten starken Geschichte stwovon-wir-lebten_eht Marten Wolf, der aus einem zerrissenen Elternhaus stammt und sich bereits in jungen Jahren um die alkoholkranke Mutter und die kleine Schwester kümmern muss. Große Erwartungen an das Leben hat Marten nicht.
Er wächst in einem Umfeld auf, das von illegalen Geschäften, Schlägereien und Sex beherrscht wird. Nach einer Lehre und Schichtarbeit in einem hessischen Großbetrieb nehmen Drogen seinen Alltag gefangen. In der Entzugsklinik lernt er Peter kennen, einen ehemaligen Restaurant- und Clubbesitzer. Dieser entdeckt Martens Talent zum Kochen. Als die beiden gemeinsam das Edellokal Happy Rabbit in Frankfurt eröffen, scheint das Happyend nah – bis das kriminelle Milieu ihn wieder einzuholen droht.

Beinhart lässt Silke Scheuermann ihren Protagonisten diese Tour de Force durchlaufen und durchleiden: Ohne Schnörkel und Beschönigungen, in einer authentischen und direkten Sprache nimmt der Leser teil an Martens Leben – sowohl mit seinen tragischen Wendungen als auch mit den glücklichen Fügungen. Auffällig ist die Genauigkeit und Einfühlsamkeit der Autorin in ihren männlichen Helden, auch wenn der über weite Strecken nicht gerade ein Sympathieträger ist.

„Wovon wir lebten“ ist ein Roman, der sehr zu loben ist – ein Lesevergnügen!

Lesung:
Silke Scheuermann liest aus »Wovon wir lebten«

Montag, 6. März 2017,  um 19.30 Uhr
werkstatt der Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, Große Str. 34
Eintritt: 6,– Euro ( 4,– Euro erm.)
Platzreservierung erbeten unter Tel. 24 901

Eine Veranstaltung in Kooperation mit „Tigerberg e.V.“

Welttag des Buches 23.4.2013: Vier Lesungen prominenter Dichter im April in Flensburg

Stimmenvielfalt – Lyrik mal vier

Zum Welttag des Buches (23. April) finden in Flensburg in den kommenden zwei Wochen vier Lesungen statt. Prominente Dichter lesen in drei Buchhandlungen und der Stadtbibliothek aus dem neuen Gedichtband „Stimmenvielfalt“, der die vielfältige poetische Landschaft Schleswig-Holsteins von der Vergangenheit bis in die Gegenwart behandelt.

Die Termine und Orte

Montag, 15. April, um 19.30 Uhr, Arne Rautenberg, Buchhandlung Hugendubel, Holm 37

Mittwoch, 17. April, um 19.30 Uhr, „Emmy Ball-Henning“, Henner Wachholtz und Sarah Nielsen, Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, Große Straße 34

Dienstag, 23. April, um 19.30 Uhr, Doris Runge, Stadtbibliothek, Süderhofenden 40

Donnerstag, 25. April, um 19.30 Uhr, Henning Ahrens, Bücher Rüffer, Holm 19-21

Eintritt: 6,- Euro, Kombiticket für alle Veranstaltungen: 18 Euro VVK jeweils an den Veranstaltungsorten

Emma Goldman „Gelebtes Leben“ – Lesung und Gespräch mit Marlen Breitinger am 8.10.2012 in der Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, Flensburg

Emma Goldman – Anarchistin, Revolutionärin, Agitatorin und Frauenrechtlerin

Marlen Breitinger, Übersetzerin und Schauspielerin, ist mit einer szenischen Lesung aus Emma Goldmans Autobiografie „Gelebtes Leben“ auf Tournee

Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung in Kooperation mit Tigerberg (e.V.)
Große Straße 34, 24937 Flensburg
Montag, 8. Oktober 2012, 19.30 Uhr

Eintritt: frei
Mit freundlicher Unterstützung und Förderung durch die Rosa Luxemburg Stiftung SH: werkstatt utopie & gedächtnis e.V.

Anmeldung erbeten unter: info@cvo-buchladen.de

Mit freundlichen Grüßen,
Henning Nielsen

Mehr zu Emma Goldman und ihrer Autobiografie „Gelebtes Leben“:

»Das gut 900seitige Werk ist eine erstaunlich aufregende Lektüre. Das liegt nicht nur daran, dass das Leben Emma Goldmans über die Jahrzehnte und Kontinente hinweg überaus aktiv und ereignisreich war (…). Es ist auch dem Tonfall geschuldet, in dem Emma Goldman dies alles beschreibt: der leidenschaftlichen, gleichsam atemlosen Getriebenheit, die sich durch die Seiten zieht, und die einen hineinzieht in das Entsetzen, die Entrüstung, das Engagement der Autorin.« Catherine Newmark, Deutschlandradio Kultur

Emma Goldman (1869–1940), Anarchistin, Revolutionärin, Agitatorin, Frauenrechtlerin, beschreibt ihr ungewöhnliches, aufregendes Leben. Sie ist Sigmund Freud, Peter Kropotkin, Ernest Hemingway und Lenin begegnet, hat sich gegen die Wehrpflicht eingesetzt und für die Rechte der Arbeiter, der Frauen und Kinder und für die freie Liebe gekämpft. »Gelebtes Leben« ist das Zeugnis einer kämpferischen, unabhängigen Frau.

Emma Goldman, »die rote Emma«, war zu ihren Lebzeiten eine gleichermaßen verehrte wie gefürchtete Symbolfigur des Anarchismus. Sie wurde bekannt durch ihre Schriften, ihre Reden und ihre engagierten Kampagnen für die Rechte der Arbeiter, für Geburtenkontrolle, gegen die Wehrpflicht und für die Friedensbewegung.

»Goldmans Autobiografie ist nicht nur ein spannendes Zeitdokument der anarchistischen Bewegung. (…) Es ist zugleich das Selbstporträt einer Frau, die zwischen dem Wunsch nach sexueller und persönlicher Erfüllung und dem Drang, gegen Unterdrückung zu kämpfen, hin- und hergerissen ist. Vor allem hinterlässt es grenzenlose Bewunderung für eine Frau, die gegen alle Widerstände immer ihren eigenen Weg gegangen ist. Trotz der über 900 Seiten liest sich ihre Autobiografie wie ein atemlos geschriebener Roman, voller Leben und Engagement.«
Claire Horst, Missy Magazin

Emma Goldman  „Gelebtes Leben“ – Autobiografie (Überarbeitete Neuausgabe)
Mit einem Vorwort von Ilija Trojanow.
Aus dem Englischen übersetzt von Marlen Breitinger, Renate Orywa und Sabine Vetter, überarbeitet und mit einer Chronik versehen von Tina Petersen. Erschienen bei Edition Nautilus. Gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen, Großformat, 928 Seiten, mit 48 Fotografien illustriert, Preis €  34,90

Spannende Filmdokumentation über Emma Goldman auf youtube:

Lesung mit Christof Wackernagel am 5.9.2012 in der Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, Flensburg

Christof Wackernagel liest aus „Der Fluch der Dogon“ ein Kriminalroman

Lesung und Gespräch in der
Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, Große Straße 34, Flensburg
Mittwoch, 5. September 2012, 19.30 Uhr

Eintritt: € 6,- / ermäßigt € 4,-

Die Veranstaltung wird gefördert vom Kulturbüro der Stadt Flensburg.

»Aber die Mundwinkel der tausend Jahre alten Maske der Dogon kräuselten sich befriedigt, während aus ihren hohlen Augen geschossene unsichtbare Giftpfeile die Münchner Luxusmeile durchbohrten.«

Stefan hat Deutschland schon vor Jahrzehnten den Rücken gekehrt und lebt als Schreiner in Mali, er fühlt sich nahezu heimisch in Bamako unter seinen malischen Freunden. Für einen der reichsten Männer der Stadt eine Küche anzufertigen, scheint ihm ein lukrativer Auftrag, doch dann begegnet er dessen Frau und verliebt sich auf der Stelle – was Folgen hat! Denn Fatoumata ist, wenn auch unfreiwillig, in die Kunstschiebergeschäfte ihres Ehemanns verwickelt.

In München ermittelt Oberstaatsanwalt Dr. Ludwig Höfl wegen der Einfuhr geraubter Kulturgüter aus Afrika und lässt den Galeristen Philipp Laube hochgehen, der eine heilige Maske des malischen Dogon-Volkes für seine Galerie »Dialog der Kulturen« ergattert hatte. Ausgerechnet Fatoumata wird als Vermittlerin eingesetzt …

Mit ironischer Fabulierlust verbindet Christof Wackernagel Bamako mit München zu einem atmosphärisch dichten Spannungsroman, in dem es um Kunstraub, Geheimnisse, eine BKA-Fahnderin, Wirrnisse der Liebe, Kulturaustausch mit reichlich Missverständnissen geht.

Ein Roman mit viel Lokalkolorit, voller überraschender und dramatischer Wendungen, in dem nichts so ist, wie es scheint, und Flüche von Dogon-Zauberern zuweilen sehr ähnliche Wirkungen haben wie deutsche Gründlichkeit und Bürokratie.

„Der Fluch der Dogon“ ist bei Edition Nautilus erschienen, Broschur, 160 Seiten, Preis € 12,90

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Christof Wackernagel, geb. 1951 in Ulm, Jugend und Kindheit in München. Schauspieler und Schriftsteller, war Mitglied der RAF, Inhaftierung bis 1987; lebt seit 2003 überwiegend in Bamako, Mali. Neben Film- und Fernsehrollen, als Hörspielautor und Theater-Dramaturg tätig sowie seit 1982 diverse Buchveröffentlichungen. Diesen Herbst erschien »es – Traumtrilogie« (zu Klampen).

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