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Bürgerinitiative nimmt Stellung zum Umzug der Flensburger Brauerei nach Schleswig-Schuby

Das ursprünglich für den Brauereiumzug vorgesehene Gelände an der Westerallee aus der Vogelperspektive – Foto: Bernd Schütt

Angreifbar ist nur, wer sich angreifbar macht.

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Flensburger Westen zu den Plänen der Flensburger Brauerei, ihre Logistik nach Schleswig zu verlegen

Genau das waren die Pläne, Betriebsteile der Flensburger Brauerei in die Westerallee zu verlegen, von Anfang an: Angreifbar. Es durfte daher nicht verwundern, dass sich bereits in der ersten Bürgeranhörung in einer randvoll gefüllten Bürgerhalle des Rathauses im Februar 2019 massive Kritik aus den Reihen der Bürger Bahn brach und letzten Endes zur Gründung einer Bürgerinitiative führte. Es entbehrt nicht einer gewissen Arroganz, wenn aus tausenden gesammelter Unterschriften, hunderten von Besuchern unserer Veranstaltungen und fast 200 unterschriebenen Prozessvollmachten gegen die vorgelegten Pläne nun der Widerstand nur „einzelner Interessenvertreter“ gemacht werden soll. Die Bürgerinitiative Flensburger Westen legt Wert auf die Feststellung, dass sie nicht aus einer kleinen Gruppe wohlhabender Nörgler besteht, sondern einen breiten Bevölkerungsdurchschnitt besorgter Flensburger Bürger repräsentiert und diesen als Sprachrohr dient. Allen (teils sehr persönlichen) Anfeindungen
zum Trotz hat uns diese breite Unterstützung aus der Bevölkerung immer wieder motiviert und getragen, so dass wir uns bei allen auf das herzlichste für die große Unterstützung bedanken.

Im Unterschied zu anderen Initiativen haben wir uns dabei von Anfang an nicht auf ein bloßes Dagegen beschränkt. Vielmehr haben wir uns in offen geführten Gesprächen mit der Geschäftsleitung der Brauerei, der Verwaltungsspitze, der Kommunalpolitik und den Eigentümern des von uns favorisierten Alternativgrundstückes immer und immer wieder für eine bessere Lösung, nämlich einen verträglicheren Standort im Stadtgebiet Flensburgs eingesetzt.
Diese Alternative ist auch heute noch machbar und – das zeigen unsere Rechenmodelle – wirtschaftlich vernünftig erreichbar. Ihre Umsetzung scheiterte bislang an einer Mischung aus fehlender Krisenbewältigungskompetenz, mangelhafter Kommunikationsfähigkeit, lückenhafter Informationspolitik, mangelnder Kompromissfähigkeit und leider auch einem gerüttelten Maß an Unprofessionalität mancher Beteiligter. Wir haben versucht, diese Risse zu kitten und Mediator zwischen den teils gegenläufigen Interessen zu sein. Dafür wurden wir unverständlicherweise gescholten.

Es ist zu kurz gedacht, der Bürgerinitiative heute die alleinige Verantwortung für die Entscheidung der Brauerei, die Logistik in Schleswig anzusiedeln, zuschieben zu wollen. Die Inszenierung der Brauerei in einer Art Opferrolle wird der Sache nicht gerecht. Nicht die Bürgerinitiative hat eine Planung vorgelegt, die offensichtlich keine rechtssichere Basis für eine Unternehmensansiedlung sein konnte. Die Bürgerinitiative hat, nachdem man ihr aus der Politik deutlich machte, das Alternativgrundstück sei (Zitat:) „abgefrühstückt“, lediglich den Finger in die Wunden einer offenkundig rechtswidrigen Planung gelegt. Es ist anzunehmen, dass die Brauerei eine eigene juristische Expertise eingeholt hat, die zu dem gleichen Ergebnis kam. Warum sollte die Brauerei sonst von fehlender Rechtssicherheit ausgehen?

Die Bürgerinitiative stellt sich ihrer Mitverantwortung für die eingetretene Situation.

In gleicher Weise muss sich die Brauerei der eigenen Verantwortung stellen, warum sie es ablehnte, eine wirtschaftlich vernünftige Lösung am Alternativstandort im direkten Gespräch mit den dortigen Eigentümern zu suchen. Stattdessen schob sie diesen Ball der Stadtverwaltung zu.

In gleicher Weise müssen sich die Gesellschafter der Brauerei der eigenen Verantwortung stellen, warum sie (Beispiel Queisser) ihrer Heimatstadt umgehend den Rücken kehren, wenn es schwierig wird. Parteispenden vermögen dies nicht zu kitten.

In gleicher Weise muss sich die Verwaltungsspitze der eigenen Verantwortung stellen, eine rechtswidrige, jedenfalls nicht genügend rechtssichere Planung vorgelegt zu haben, sowie den aufkommenden Konflikt nicht zielführend begleitet und gelöst zu haben. Mehrfache Terminanfragen unsererseits, um Lösungsvorschläge vorstellen zu können, wurden von Frau Oberbürgermeisterin Lange nicht einmal beantwortet.

In gleicher Weise muss sich schließlich und endlich auch die nun aufjaulende Kommunalpolitik ihrer eigenen Verantwortung stellen, unseren Argumenten und Lösungsvorschlägen nicht genügend zugehört zu haben, auf lückenhafter Faktenlage schwerwiegende Entscheidungen für Flensburg getroffen zu haben und in „Kampfabstimmungen“ zwischen dem Planungsausschuss und dem Finanzausschuss dafür gesorgt zu haben, der Verwaltung Fesseln für die Verhandlung mit den Eigentümern des Alternativgrundstücks angelegt zu haben. Demokratie und Rechtsstaat müssen es aushalten, wenn Bürger unterschiedlicher Auffassung sind und wenn Bürger ihre verfassungsmäßigen Rechte wahrnehmen. Es ist Aufgabe von Politik, zuzuhören und den Bürgerwillen zu repräsentieren. Mit Ausnahme einer einzigen Ratsfraktion, für deren Unterstützung wir uns hiermit sehr bedanken, haben alle anderen Fraktionen die Sprengkraft ihres Handelns nicht erkannt.

Flensburg hat kein Problem mit nörgelnden Bürgern. Flensburg hat ein Problem damit, wie Politik und Verwaltung mit dem Bürgerwillen umgehen. Wie ist es anders zu erklären, dass sich derzeit so viele bürgerschaftliche, teils sogar militante Protestbewegungen in Flensburg gebildet haben wie nie zuvor? Es besteht nach wie vor Handlungsbedarf!

Siehe dazu auch den Stadtblog-Beitrag:
Flensburger Brauerei entscheidet sich gegen Standort Westerallee und für Umzug nach Schleswig-Schuby unter: https://akopol.wordpress.com/2020/07/19/flensburger-brauerei-entscheidet-sich-gegen-standort-westerallee-und-fur-umzug-nach-schleswig-schuby/

Nähere Infos zum Projekt an der Westerallee auch online in der „Gläsernen Akte“

Siehe zum Thema auch den Stadtblog-Beitrag vom 1.2.2020: Offener Brief der Bürgerinitiative Flensburger Westen an die Oberbürgermeisterin Simone Lange unter: https://akopol.wordpress.com/2020/02/01/offener-brief-der-buergerinitiative-flensburger-westen-an-die-oberbuergermeisterin-simone-lange/

Siehe dazu ebenso den Stadtblog-Beitrag von 16.11.2019: Umzug Flensburger Brauerei: Turbulente Bürger*innenversammlung in der Bürgerhalle des Rathauses unter: https://akopol.wordpress.com/2019/11/16/umzug-flensburger-brauerei-turbulente-buergerinnenversammlung-in-der-buergerhalle-des-rathauses-2/

Und den Stadtblog-Beitrag vom 16.11.2019:
Umzug der Flensburger Brauerei an die Westerallee: Kritische Stellungnahme von Cordelia Feuerhake zur Veranstaltung im Rathaus
Zum Ablauf der Bürger*innenversammlung im Rathaus am 13.11. und zur Berichterstattung darüber erreichte uns ein Kommentar von Cordelia Feuerhake. Sie ist unter anderem Mitglied im Flensburger Naturschutzbeirat, der sich nachdrücklich gegen die Planungen an der Westerallee ausgesprochen hatte. Frau Feuerhake begründet sehr ausführlich und nachvollziehbar ihre Kritik am Ablauf der Veranstaltung und dem Vorhaben an der Westerallee.
Weiterlesen unter https://akopol.wordpress.com/2019/11/16/umzug-der-flensburger-brauerei-an-die-westerallee-kritische-stellungnahme-von-cordelia-feuerhake-zur-veranstaltung-im-rathaus/

Erhalt des Flensburger Bahnhofswalds: Crowdfunding für Klage auf Startnext – Supportvideo auf YouTube

Gegen den geplanten Bau von Hotel und Parkhaus im Bahnhofstal will die Bürgerinitiative Bahnhofsviertel Flensburg Klage erheben. Für die dafür anfallenden Kosten braucht sie jeden Euro.

Bitte spendet für den Erhalt des Bahnhofswaldes in Flensburg auf Startnext.

Wer die Initiative unterstützen und sich am Crowdfunding beteiligen möchte, findet weitere Informationen unter: https://www.startnext.com/bahnhofswald-flensburg-retten

Spenden sind auch jederzeit möglich hier:
Spendenkonto bei der GLS-Bank
IBAN DE42 4306 0967 1018 7219 01
Kontoinhaberin Chr. Schmitz-Strempel
Verwendungzweck: „Bahnhofswald“

Wenn ihr Fragen vorab habt, bitte per E-Mail an wald@grain.one

Eine wichtige Botschaft aus dem Wald … teilen, liken, unterstützen …

Ebenso halten seit Oktober Klimaaktivist*innen den Flensburger Bahnhofswald besetzt, um dessen Rodung zu Gunsten eines Hotel- und Parkhausneubaus zu verhindern.

Kontakt zu den Aktivist*innen der Waldbesetzung:

rodung@nirgendwo.info

Twitter: @boomdorp

Weitere Informationen:

Bürgerinitiative Bahnhofsviertel Flensburg: https://bahnhofsviertelflensburg.wordpress.com/

und auf Facebook: https://www.facebook.com/BahnhofsviertelFlensburg

Mehr Infos zum Thema Hotel- und Parkhausprojekt am Flensburger Bahnhofswald auch hier

Flensburger Bahnhofswald: Crowdfunding für Klage

Gegen den geplanten Bau von Hotel und Parkhaus im Bahnhofstal wird die Bürgerinitiative Bahnhofsviertel Flensburg Klage erheben. Dafür hat sie ein Crowdfunding gestartet, das zur Finanzierung einer Normenkontrollklage beitragen soll. Wer das Ziel der Initiative unterstützen und sich am Crowdfunding beteiligen möchte, findet weitere Informationen unter: https://www.startnext.com/bahnhofswald-flensburg-retten

Ebenso halten seit einer Woche halten Klimaaktivist*innen den Flensburger Bahnhofswald besetzt, um dessen Rodung zu Gunsten eines Hotel- und Parkhausneubaus zu verhindern.

Kontakt zu den Aktivist*innen der Waldbesetzung:

rodung@nirgendwo.info

Twitter: @boomdorp

Weitere Informationen:

Bürgerinitiative Bahnhofsviertel Flensburg: https://bahnhofsviertelflensburg.wordpress.com/
Zur Besetzung im Dannenröder Wald: https://waldstattasphalt.blackblogs.org/
Zum Hambacher Forst auf https://hambacherforst.org/
Zur Besetzung in Keyenberg auf https://unserallerwald.noblogs.org/ bzw https://twitter.com/UnserAllerWald
Zum Teutoburger Wald auf https://www.pro-teuto.de/
Zum Steigerwald auf https://twitter.com/keinhektarmehr
Zu Rumänien: https://www.robinwood.de/pressemitteilungen/protest-gegen-zerstörung-rumänischer-urwälder-für-stromtrasse

Mehr Infos zum Thema Hotel- und Parkhausprojekt am Flensburger Bahnhofswald auch hier

Flensburger Bahnhofswald seit einer Woche besetzt

Protestplakate am besetzten Bahnhofswald – Foto: Jörg Pepmeyer

Seit einer Woche halten Klimaaktivist*innen den Flensburger Bahnhofswald besetzt, um dessen Rodung zu Gunsten eines Hotel- und Parkhausneubaus zu verhindern.

Einen ersten Etappensieg sehen sie auf ihrer Seite: „Bereits die erste Woche hat gezeigt, dass die Besetzung als Aktionsform nötig ist. Denn sonst hätten die Rodungsarbeiten bereits begonnen“, erklärte eine Aktivistin. Am zweiten Tag der Besetzung rückten Arbeiter an, inspizierten das Gelände – und zogen wieder ab. In der vergangenen Woche bauten die Baumbesetzer*innen ihr in luftiger Höhe errichtetes „böömdörp“ (Baumdorf) weiter aus. Sie errichteten weitere Plattformen und Verbindungen zwischen den Baumhäusern, die nun auch für das zunehmend ungemütlicher werdende Herbstwetter gerüstet sind.

Aktivist*innen erklettern einen von der Fällung bedrohten Ahornbaum – Foto: Jörg Pepmeyer

Auch am Boden ist einiges los. Aktivist*innen sind rund um die Uhr vor Ort ansprechbar, Presse und interessierte immer willkommen. Immer wieder bleiben Passant*innen stehen, freuen sich über die Aktion und diskutieren mit den Aktivisten*innen. Eine Unterstützungsgruppe auf Telegram hat bereits 100 Mitglieder und Busfahrer*innen grüßen regelmäßig. Viele bieten auf Anfrage schnelle Hilfe oder liefern von sich aus große Mengen an Heißgetränken, Essen und anderen Versorgungsgütern. „Es ist einfach geil hier“, sagt jemand. Denn mit der Besetzung sei auch ein „Kreativ-Freiraum“ geschaffen worden, in den sich viele einbringen können. Vieles passiere „von alleine, aus einer Eigendynamik heraus“. Auch Wissen wird weitergegeben. Interessiere lernen, wie man klettert, Bäume besetzt oder andere Aktionen macht. Ab und an kommt auch die Polizei vorbei – und betont momentan keinen Anlass für eine Räumung zu sehen.

Der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Arne Rüstemeier, war ebenfalls persönlich vor Ort. Er versteht die Aufregung nicht. Schließlich würden für jeden gefällten Baum anderswo vier neue gepflanzt. Die seien jedoch kein angemessener Ersatz für die teilweise 150 Jahre alten Bäume, die im Bahnhofswald nun weichen sollen, entgegnen die Umweltschützer*innen.

Auf dem Gehweg am Bahnhofswald – Foto: Jörg Pepmeyer

Eine 150-jährige Buche etwa nimmt pro Tag bis zu 24 Kilogramm CO2 auf, so viel wie ein Kleinwagen im Durchschnitt auf 150 Kilometer in die Luft pustet. Sie produziert täglich rund 11.000 Liter Sauerstoff, das entspricht in etwa dem Tagesbedarf von 26 Menschen. Über ihre Blätter verdunstet sie täglich bis zu 500 Liter Wasser und sorgt damit für ein kühleres Stadtklima und sauberere Luft. Neupflanzungen könnten das allenfalls in Jahrzehnten ersetzen. Doch das Erdklima steuert rasant auf eine ganze Reihe von Kipppunkten zu, deren Überschreiten katastrophale Kettenreaktionen hervorruft. Einer dieser Punkte wird erreicht, wenn die Kapazitäten der Wälder zur Kohlenstoffbindung zu weit abfallen. Dann geht uns buchstäblich die Luft aus.

Diese Denkweise, nach der man getrost roden könne, wenn man nur für Ersatzpflanzungen sorge, ist leider normal und weit verbreitet, beklagen die Aktivist*innen. Und das sei ein riesiges Problem, das sich nicht nur am Bahnhofswald äußere. Allein für Flensburg nennen sie vier weitere Beispiele. Am Museumsberg sollen Bäume gefällt werden, damit Tourist*innen einen besseren Blick auf die Förde haben. Ebenso soll es Teilen des Baumbestandes im Christiansenpark ergehen. Gerüchteweise soll es an der Nordspitze vom Harniskai Pappeln und in der Duburger Straße Kastanien an den Kragen gehen.

„Dass der Konflikt sogar hier in einer relativ kleinen Stadt wie Flensburg eine solche Dynamik erzeugt, zeigt, wie verfehlt die Prioritäten der Politik sind.“ Doch man könne, wenn man nur wolle. „Es werden Banken gerettet und Konzerne wie Lufthansa mit aller Kraft über Wasser gehalten. Kapitalinteressen sind offenbar wichtiger als Umweltbelange: Bäume, Klima und Stadtökologie interessieren kaum“, schimpft eine der Besetzerinnen. Wären sie nicht hier, hätte man im Bahnhofwald wohl längst Fakten geschaffen. Deshalb freut sich auch die Bürgerinitiative Bahnhofsviertel Flensburg über die Initiative der jungen Klimaschützer*innen. Sie sammelt noch Spenden, um den Hotel- und Parkhausbau mit einer Klage zu stoppen. Die Besetzung verschafft ihnen Zeit.

Gegen den geplanten Bau von Hotel und Parkhaus im Bahnhofstal wird die Bürgerinitiative Bahnhofsviertel Flensburg Klage erheben. Dafür hat sie ein Crowdfunding gestartet, das zur Finanzierung einer Normenkontrollklage beitragen soll. Wer das Ziel der Initiative unterstützen und sich am Crowdfunding beteiligen möchte, findet weitere Informationen unter: https://www.startnext.com/bahnhofswald-flensburg-retten

Kontakt zu den Aktivist*innen der Waldbesetzung:

rodung@nirgendwo.info

Twitter: @boomdorp

Weitere Informationen:

Zum Flensburger Bahnhofswald: https://bahnhofsviertelflensburg.wordpress.com/
Zur Besetzung im Dannenröder Wald: https://waldstattasphalt.blackblogs.org/
Zum Hambacher Forst auf https://hambacherforst.org/
Zur Besetzung in Keyenberg auf https://unserallerwald.noblogs.org/ bzw https://twitter.com/UnserAllerWald
Zum Teutoburger Wald auf https://www.pro-teuto.de/
Zum Steigerwald auf https://twitter.com/keinhektarmehr
Zu Rumänien: https://www.robinwood.de/pressemitteilungen/protest-gegen-zerstörung-rumänischer-urwälder-für-stromtrasse

Mehr Infos zum Thema Hotel- und Parkhausprojekt am Flensburger Bahnhofswald auch hier

Flensburger Brauerei entscheidet sich gegen Standort Westerallee und für Umzug nach Schleswig-Schuby

Das ursprünglich für den Brauereiumzug vorgesehene Gelände an der Westerallee aus der Vogelperspektive – Foto: Bernd Schütt

Aktuelle Meldung vom 16.04.2021:

Flensburger Brauerei bestätigt Pläne für Schleswig

Wie die Flensborg Avis heute meldet, ist die geplante Erweiterung der Flensburger Brauerei in der Westerallee vom Tisch. Die Brauerei hat sich ein sechs Hektar großes Grundstück im Gewerbegebiet Schleswig-Schuby an der A 7 gesichert und will dort ihr neues Logistikzentrum aufbauen.

Mehr dazu auch in einem Beitrag auf Flensborg Avis Online vom 16.04.2021:  Flensburger Brauerei bestätigt Pläne für Schleswig – Die geplante Erweiterung der Flensburger Brauerei in der Westerallee ist vom Tisch. https://www.fla.de/flensborg/lokalt/27995/eilmeldung-flensburger-brauerei-will-nach-schleswig

Die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange schreibt dazu in einer Stellungnahme am 16.04.2021 auf Facebook:

Eine Info zur Entwicklung der Flensburger Brauerei

Die Flensburger Brauerei wird natürlich auch weiterhin unser Flens in Flensburg brauen. Der Hauptstandort wird Flensburg bleiben und der steht auch außer Frage.

Die Erweiterungsnotwendigkeiten, die das Unternehmen im Bereich Logistik hat, werden im Gewerbegebiet Schuby realisiert, somit sind die Pläne an der Westerallee erst einmal vom Tisch. Die Gewerbeflächen dort werden aber dringend benötigt und deshalb werden wir dort weiter planen.

Ich bedaure es sehr, dass die Brauerei die Pläne nicht in Flensburg realisieren kann, aber ich stehe auch für regionale Entwicklung und für gemeinsame Lösungen für unsere Nordregion. Wir werden alles daran setzen, gute wirtschaftliche Lösungen für alle zu finden und das in guter Zusammenarbeit. Mit der Brauerei haben wir stets sehr gut zusammengearbeitet und dafür danke ich! Diese Zusammenarbeit werden wir fortsetzen, im Sinne der Stadt und im Sinne der Region.

Bürgerinitiative Flensburger Westen: Planungen würden einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten

Alternativstandort Schäferhaus Nord sei geeigneter

In einer 40-seitigen Stellungnahme hat die „Bürgerinitiative Flensburger Westen“ die Ablehnung einer Umsiedlung wesentlicher Betriebsteile der Flensburger Brauerei an die Westerallee unterstrichen. Juristisch sei das Vorhaben gleich aus mehreren Gründen zum Scheitern verurteilt, heißt es in dem umfangreichen Papier. Die Stellungnahme, die zahlreiche Aspekte des laufenden Planungsverfahrens detailliert beleuchtet, wurde bereits im Juli 2020 bei der Flensburger Stadtverwaltung eingereicht.

Geltungsbereich des Bebauungsplans: Auf der markierten Fläche soll die Brauerei neu bauen dürfen. In unmittelbarer Nachbarschaft eines Wohngebiets.

In der Eingabe wird auf zahlreiche Mängel bei der für eine Umsiedlung notwendigen Änderung des Flächennutzungsplans und des Landschaftsplan „Erweiterung des Gewerbegebiets Westerallee“ hingewiesen, die einer gerichtlichen Prüfung nicht standhalten würden. Gleiches gelte für die Änderung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Flensburger Westen“. So spricht die Stellungnahme von schweren Mängeln bei der öffentliche Auslegung der Pläne durch die Stadt, von einer fehlerhaften Ausweisung der für die Umsiedlung vorgesehenen Flächen als Gewerbe- statt als Industriegebiet sowie von der Verletzung eines „elementaren Grundsatzes städtebaulicher Planung“. Dabei verweist die Stellungnahme auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, nach dem „Wohngebiete und die nach ihrem Wesen umgebungsbelastenden Industriegebiete möglichst nicht nebeneinander liegen sollten“. Durch die von der Stadt vorgelegten Planung drängten sich Konflikte auf, die der Bewältigung im jetzigen Verfahren zwingend bedurft hätten.

Wörtlich heißt es in der Stellungnahme: „Das geplante Vorhaben lässt sich nicht auf einen ‚Logistikstandort‘ verkleinern. Es ist und bleibt ein Industriebetrieb. Die Bürgerinitiative hat deshalb stets von einer schleichenden Industrialisierung des Plangebiets gesprochen und sich des Versuchs erwehrt, das Plangebiet schrittweise von einem Landschaftsschutzgebiet zu einer der vorhandenen Wohnbebauung naherückenden Industriefläche zu konvertieren. Die Ausweisung (nur) als Gewerbegebiet mag trickreich sein – zulässig ist sie indes nicht.“

Kernaussagen der Stellungnahme im Überblick:

– Der Standort Westerallee ist falsch gewählt. Der von der Bürgerinitiative immer wieder ins Spiel gebrachte Alternativstandort Schäferhaus Nord ist geeigneter, weil deutlich verträglicher. Die Auswahl der Standortkriterien und deren konkrete Bewertung wird kritisch hinterfragt. Wesentliche, deutlich für Schäferhaus Nord sprechende Kriterien wurden im Auswahlprozess außer Betracht gelassen, wie u.a. die bessere verkehrliche Anbindung an Schiene und Autobahn, das deutlich höhere Erweiterungspotential der dortigen Flächen oder ein deutlich geringerer Nutzungskonflikt zwischen Brauereibetrieb und Wohngebieten.

– Die Überplanung einer Ansiedlungsfläche für die Brauerei muss aus immissionsschutzrechtlichen Gründen als Industriegebiet und nicht als Gewerbegebiet erfolgen. Die Verträglichkeit eines Industriegebiets an der Westerallee ist jedoch nicht gegeben. Die Fläche lässt sich nicht auf einen Logistikstandort reduzieren. Bereits heute betreffen die Verlagerungspläne nach Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigungspflichtige Anlagen.

– Die geplanten massiven Gebäude (wie z.B. ein 35 Meter hohes Hochregallager) und der hohe Grad an Versiegelung einer heute unter Landschaftsschutz stehenden Biotopfläche sind nur durch Überschreitung gesetzlich zulässiger Höchstmaße bei der überbaubaren Fläche und der
Baumasse umsetzbar. Das zeigt, dass das Vorhaben schon heute für die zur Verfügung stehenden Fläche vollkommen überdimensioniert ist.

– Die eingeholten Gutachten zu den Problemthemen Verkehr, Lärm und Umwelt weisen deutliche Schwächen und Ungenauigkeiten auf. Viele relevante Themen werden nicht genügend aufgearbeitet und dadurch kleingeredet, wie z.B. die Leistungsfähigkeit des Flensburger Stadtverkehrs durch hinzukommende Shuttle-Verkehre zwischen Munketoft und Westerallee oder die durch das Vorhaben verursachten Emissionen an Lärm, Feinstaub, Stickoxiden oder Aerosolen.

Die Stellungnahme endet mit dem Fazit, dass sich das Engagement der BI nicht gegen das Unternehmen Flensburger Brauerei richtet, sondern gegen einen falsch gewählten Standort.

Zur kompletten Stellungnahme der Bürgerinitiative geht es hier: Offene Stellungnahme der Burgerinitiative Flensburger Westen vom 10.07.2020

Nähere Infos zum Projekt an der Westerallee auch online in der „Gläsernen Akte“

Siehe zum Thema auch den AKOPOL-Beitrag vom 1.2.2020: Offener Brief der Bürgerinitiative Flensburger Westen an die Oberbürgermeisterin Simone Lange unter: https://akopol.wordpress.com/2020/02/01/offener-brief-der-buergerinitiative-flensburger-westen-an-die-oberbuergermeisterin-simone-lange/

Siehe dazu ebenso den AKOPOL-Beitrag von 16.11.2019: Umzug Flensburger Brauerei: Turbulente Bürger*innenversammlung in der Bürgerhalle des Rathauses unter: https://akopol.wordpress.com/2019/11/16/umzug-flensburger-brauerei-turbulente-buergerinnenversammlung-in-der-buergerhalle-des-rathauses-2/

Und den AKOPOL-Beitrag vom 16.11.2019:
Umzug der Flensburger Brauerei an die Westerallee: Kritische Stellungnahme von Cordelia Feuerhake zur Veranstaltung im Rathaus
Zum Ablauf der Bürger*innenversammlung im Rathaus am 13.11. und zur Berichterstattung darüber erreichte uns ein Kommentar von Cordelia Feuerhake. Sie ist unter anderem Mitglied im Flensburger Naturschutzbeirat, der sich nachdrücklich gegen die Planungen an der Westerallee ausgesprochen hatte. Frau Feuerhake begründet sehr ausführlich und nachvollziehbar ihre Kritik am Ablauf der Veranstaltung und dem Vorhaben an der Westerallee.
Weiterlesen unter https://akopol.wordpress.com/2019/11/16/umzug-der-flensburger-brauerei-an-die-westerallee-kritische-stellungnahme-von-cordelia-feuerhake-zur-veranstaltung-im-rathaus/

Nachbarschaftsinitiative begrünt Hang in der Flensburger Schloßstraße

Musikalische Einweihung der Grünfläche: Rechts neben der Skulptur Bildhauerin Wibke Kaese

Mit einem Fest wurde die Neugestaltung der Grünfläche gefeiert

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Am Samstagnachmittag feierte die „Nachbarschaftsinitiative Hangbegrünung Schloßstraße“ den vorläufigen Abschluss ihrer Aktion auf der öffentlichen Grünfläche unterhalb der ehemaligen Paulus Paulsen Schule im Stadtteil Duburg. Gleichzeitig wurde zu diesem Anlass eine Skulptur enthüllt.
Mit dabei zahlreiche Anwohner und ihre Familien, und all diejenigen, die an der Umsetzung des Projektes beteiligt waren. Sie erlebten eine äußerst bunte Feier, bei der viel geklönt und gelacht, und bei handgemachter Musik ebenso viel gesungen wurde.

Gundolf Matthiesen und Gartenbaumeister Oleg Ceban sprechen über die Pflege der Weinstöcke

Rückblick: Bereits im letzten Sommer hatten sich Anwohner aus der Flensburger Schloß- und Burgstraße zu einer Nachbarschaftsinitiative zusammengetan. Ein Beweggrund war der Verlust eines den Hang prägenden, fast hundertjährigen Mirabellenbaums durch Pilzbefall und Windbruch.
Gemeinsam überlegte man daher, wie man das Areal neu gestalten könne. Es wurden Ideen gesammelt und Pläne entwickelt. Mit viel Engagement warb die Initiative dann in den folgenden Monaten um Unterstützung für ihr Vorhaben. Mit dem TBZ der Stadt Flensburg wurde ein entsprechender Pachtvertrag abgeschlossen. Es wurden Geld und Sachspenden, Sträucher und Blühpflanzen gesammelt. Anschließend wurden von Mitgliedern der Nachbarschaftsinitiative in diesem Frühjahr verschiedene Pflanzen gesetzt, darunter auch Weinstöcke und ein Feigenbaum. Die Gärtnerei von Oleg Ceban aus Sörup unterstützte das Projekt durch die Pflanzung von drei Obstbäumen.
Über die Flensburger Werkkunstschule konnte mit Wibke Kaese eine junge Holzbildhauerin gewonnen werden, die den verbliebenen Mirabellen-Stumpf in den vergangenen zwei Wochen zu einer Skulptur umgestaltete. Eine finanzielle Unterstützung gab es hierfür durch den Flensburger Stadtteilfond “Wir im Quartier”.

Die Nachbarschaft beim Feiern

Mittlerweile ist die Grünfläche zu einem wahren Paradies für Insekten geworden. Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge bevölkern die blühenden Sträucher und Blumen. Da im Sommer nicht gemäht wird, finden sich dort ebenso verschiedene Wildgräser, seltene Kräuter und Blumen. Zusätzlich wurde eine Futter- und Wasserstelle für Singvögel eingerichtet.

Die Mitglieder der Nachbarschaftsinitiative werten ihre Aktion als besonderen Erfolg und als wirksames Mittel, um nicht nur etwas für den Arten- und Umweltschutz zu tun, sondern auch um den Zusammenhalt der Menschen im Stadtviertel zu stärken. Sie wünschen sich daher, dass auch in anderen Stadtteilen sich BürgerInnen zusammenfinden, um öffentliche Grünflächen und Brachen ökologisch aufzuwerten, entsprechend zu bepflanzen und zu gestalten. “Dazu ist es nicht notwendig einen Verein zu gründen. Man kann sich auch wie eine Bürgerinitiative organisieren. Allerdings braucht es Verantwortliche, die dann auch den Vertrag mit dem TBZ unterzeichnen, in dem festgelegt wird, wie die zukünftige Betreuung solch einer Fläche organisiert wird. Und man sollte sich darüber im Klaren sein, dass damit ein regelmäßiger Arbeitseinsatz verbunden ist,” so abschließend Gundolf Matthiesen, einer der Initiatoren des Projekts.

Mediterranes Flair in der Schloßstraße: Palme gepflanzt!

Nachtrag: Hier ein aktuelles Video vom 21.04.2020 von Gundolf Matthiesen vom Hang in der Schloßstraße
Da steht neuerdings nicht nur eine Hanf-Palme, sondern unter anderem auch ein Feigenbaum, ein Olivenbaum und ein Zitronenbäumchen.

Geplante Lagerung von atomaren Bauschutt in Harrislee: Scharfe Kritik der Flensburger Ratsfraktion DIE LINKE an den Grünen

Über den Streit um die mögliche Lagerung von atomaren Bauschutt in Harrislee berichtete vor ein paar Tagen das Flensburger Tageblatt sehr ausführlich. (Den Link zum Nachlesen sowie weitere Infos gibt es am Ende dieses Beitrages)

Gestern erschien im FT dann noch ein Artikel, der sich mit der Haltung der Flensburger Grünen beschäftigte. DIE LINKE-Fraktion nimmt dies zum Anlass, ihre Ablehnung des Vorhabens noch mal deutlich zu machen und kritisiert dabei vor allem scharf die Grünen.

Wir dokumentieren daher untenstehend die Pressemitteilung der Flensburger Ratsfraktion DIE LINKE vom 24.7.2017:

Ratsfraktion DIE LINKE zum AKW-Bauschutt: Stadt Flensburg muss nun Farbe bekennen

Mit Verwunderung nimmt die DIE LINKE Flensburg die Pressemitteilung der Flensburger Grünen (FT v. 24.07.2017) zur Kenntnis. (Die PM der Grünen findet man hier )

Offensichtlich setzen die Grünen auf das mangelnde Langzeitgedächtnis der Menschen, denn es war die Ratsfraktion genau dieser Partei, die (zusammen mit SPD und CDU) im Sommer letzten Jahres den Nachbargemeinden Harrislee, Handewitt und Ellund sowie den dänischen Nachbarn mit Anlauf in den Rücken gesprungen ist, um „ihren“ Minister Robert Habeck zu schützen.

Wir erinnern uns:

Die Ratsfraktion DIE LINKE hatte zusammen mit der WiF einen Resolutionsentwurf im Rat der Stadt Flensburg zur Abstimmung gebracht, in der sich die Stadt Flensburg mit den betroffenen Umlandgemeinden jenseits und diesseits der Grenze uneingeschränkt solidarisch erklärt und die Deponierung des Bauschutts ablehnt.

Dieser Entwurf wurde in Bausch und Bogen abgelehnt. Aus dem Resolutionsentwurf wurde mit den Stimmen von Bündnis90/ Die Grünen, CDU und SPD eine wachsweiche Anfrage nach einer Informationsveranstaltung sowie ein allgemeiner Appell an Kraftwerkbetreiber und Landesregierung, die allgemeinen Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Wozu es für lauter Selbstverständlichkeiten eines Appells bedarf, wissen wohl nur die oben genannten Fraktionen. Fakt ist, dass eine rückhaltlose Unterstützung für die Nachbarn in Harrislee anders aussieht.

Auch Flensburg ist betroffen. Der Wind in Flensburg weht oft aus Harrislee und bringt den Staub der Deponie mit und eine Kontaminierung des Grundwassers würde auch die Flensburger Verbraucher*innen treffen. Die Fraktionsvorsitzende Gabi Ritter merkt dazu an: „Flensburg, Handewitt, Glücksburg und die dänischen Nachbargemeinden sind von einer möglichen Deponierung gleichermaßen betroffen und sitzen alle im selben Boot. Nur, dassFlensburg die anderen rudern lässt.“

DIE LINKE in Flensburg würde sich freuen, wenn sich Bündnis 90/ Die Grünen und ihre „große Koalition“ eines Besseren besinnen und sich deutlich gegen eine wie auch immer geartete und geplante Deponierung in der Region aussprechen würden. Als „Oberzentrum“ darf Flensburg seine Umlandgemeinden in dieser Frage nicht im Regen stehen lassen.

Zum Thema hat die Bürgerinitiative Atommüll Einlagerung Stopp Harrislee auch eine Broschüre veröffentlicht, die gibt´s auch auf der Homepage der Initiative zum Download:

„versteckt − verteilt − verharmlost: AKW-ABRISS − Wie uns Atomindustrie und Politik ihren radioaktiven Müll unterjubeln“

June 05, 2017

Seit einem Jahr stellen wir Fragen. Wir suchen, sammeln und bündeln Informationen zum AKW-Abriss und zur Freigabe von radioaktiven Stoffen in die Abfallwirtschaft.

Die Ergebnisse unserer Recherchen haben wir in eine 28-seitige Broschüre gepackt, die zum Download bereitsteht und in Kürze auch in gedruckter Form erhältlich ist. Die baesh.de-Broschüre richtet sich an alle, die ohne Vorkenntnisse einen schnellen und leicht verständlichen Überblick zu einem komplexen Thema suchen und sich nicht länger den Verharmlosungskampagnen der Atomindustrie und Ministerien aussetzen wollen.

Alle Inhalte haben wir deutschlandweit von Umweltverbänden, Ärzten, Physikern und Biologen überprüfen lassen. „Versteckt – Verteilt – Verharmlost“ behandelt die Situation standortunabhängig für ganz Deutschland und wird von mehr als 20 Organisationen und Initiativen unterstützt.

Druckexemplare sind in Kürze über die Online-Shops von ausgestrahlt.de und IPPNW.de erhältlich.

Mehr zum Thema und der oben genannte Beitrag des Flensburger Tageblattes:

Flensburger Tageblatt vom 24. Juli 2017: Atommüll : Die Endlagersuche geht los – auch in SH
Der Bund erlässt eine Veränderungssperre für alle potenziellen Standorte – Minister Habeck schließt nicht aus, dass es sein Land trifft – Quelle: https://www.shz.de/17390281 ©2017

Flensburger Tageblatt vom 21. Juli 2017: Beton von Atomkraftwerken : AKW-Müll in Harrislee – die Atomdebatte beginnt von vorn
Kommunalpolitik und Bürgerinitiative in Harrislee sehen sich wieder am Anfang einer Diskussion, die sie schon hinter sich glaubten. – Quelle: https://www.shz.de/17359196 ©2017

Flensburger Tageblatt vom 7. Juli 2016: Abfälle vom Kernkraftwerksrückbau : Nein zu Habeck-Plänen: Harrislee beendet Atommüll-Debatte – Quelle: https://www.shz.de/14215346 ©2017

Hier geht´s zur Bürgerinitiative Atommüll Einlagerung Stopp Harrislee unter: https://www.baesh.de/aktuell

CCS-Protest trifft Kunst – Kundgebung am 21.9.2012 an der Hafenspitze in Flensburg

Einladung der Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager e. V.

Aktion und Kundgebung im Rahmen der Aktion „CCS-Protest trifft Kunst“

Freitag, 21. September 2012, Beginn 15.00 Uhr, Hafenspitze Flensburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu unserer Aktion  „CCS-Protest trifft Kunst“  –  verbunden mit einer öffentlichen Kundgebung  am 21. September –  möchten wir Sie herzlich einladen.

Mit dieser Aktion wollen wir darauf hinweisen, dass  CCS insbesondere das Trink- und Grundwasser – die wichtigste Lebensgrundlage der Menschheit – für Jahrhunderte bedroht.

Unsere Kontakte zu dänischen Bürgerinitiativen und Umweltschutzorganisationen haben es uns ermöglicht, für zwei Tage das Umweltflüchtlings-Schiff „MS Anton“ zu chartern. Die Aktion soll den gemeinsamen Widerstand gegen die CO2-Verpressung in Schleswig-Holstein in Richtung Berlin, Kopenhagen, Investoren und Konzernen deutlich machen.

Das dänische Außenministerium unterstützt im Rahmen des Hilfsprogramms DANIDA das „Flüchtlingsschiff“, das auf die 200 Mio. Umweltflüchtlinge aufmerksam machen soll, die es infolge des Klimawandels geben wird. Die Kunstobjekte auf dem Schiff sind  ca. 1,60 m große, eindrucksvolle Bronze-Figuren,  die der namhafte dänische Künstler Jens Galschiot geschaffen hat.

Auf der Weltklimakonferenz 2011 in Durban wurde nach jahrelangem  Druck der Kohlelobby CCS als Klimaschutzmaßnahme anerkannt. Zusätzlich zu den Folgen des Klimawandels soll in den Entwicklungsländern eine völlig unausgereifte Technik etabliert werden, die keine Versicherung versichern will, insbesondere das Trinkwasser für Jahrhunderte gefährdet  und zudem den Klimawandel verschärft!

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Rensink

Vorstand
Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager e. V.
25917 Stadum
Pferdekoppel 15
vorstand@kein-co2-endlager.de
www.kein-co2-endlager.de

Anmerkung:  Die Aktion „CCS-Protest trifft Kunst“  findet am 21. und 22.09.12 statt.  

Siehe auch zum gleichen Thema den Artikel von Reinhard Wolff in der TAZ vom 20.8.2012:

CCS-Technologie in Dänemark – Sprudelndes Öl dank CO2

Um das letzte Öl aus Feldern unter dem Meeresboden herauszuholen, will Dänemark CO2 in die Bohrlöcher verpressen. Entstehen Lecks, könnte das Wasser versauern. Weiterlesen unter: http://www.taz.de/!99998/

 

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