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Offener Brief der IG Ostufer an Flensburgs Oberbürgermeister Simon Faber zum Thema Hafenhotel und Bürgerbeteiligung

IG Ostufer fordert Bürgerbefragung zum Thema Hafenhotel

Auf dem letzten Treffen der IG Ostufer beschlossen die Anwesenden einen Brief an Flensburgs Oberbürgermeister Simon Faber zu senden. Hintergrund sind die ständigen Diskussionen in der Stadt hinsichtlich des möglichen Baus eines Tagungshotels am Hafenufer.
Mit ihrem Schreiben folgt die IG Ostufer Fabers „Rat, den er uns sicherlich mit der Einladung zum Symposium `Bürgerbeteiligung´ geben wollte und bitten ihn um Unterstützung. Nach unserer Meinung wäre das in Sachen Hafenhotel eine Bürgerbefragung“, so Reinhard Thomas von der IG Ostufer in einer begleitenden Mail. Wir dokumentieren deshalb untenstehend den Offenen Brief der IG Ostufer:

IG-Ostufer Flensburg
Gerd Strufe
Weesrieser Straße 6
24999 Wees
Tel. 04631 443686

An den Oberbürgermeister der Stadt Flensburg
Simon Faber
Rathaus
24937 Flensburg

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir bedanken uns für Ihre freundliche Einladung zum Symposium zur Bürgerbeteiligung, die am Donnerstag, dem 6. November im Rieve-Zimmer des technischen Rathauses stattfand.
Der Vortrag von Herrn Prof. Julian Petrin, der in Hamburg das Bürger-Stadt-Labor NEXT HAMBURG gründete, wurde von unseren anwesenden Mitgliedern mit großem Interesse verfolgt und in der anschließenden Diskussion vertieft.
Das Ziel von NEXT HAMBURG ist es, gemeinsam mit vielen Menschen Impulse für die Stadtentwicklung zu setzen.
Wir, die IG.-Ostufer verfolgen seit Jahren, wie Sie wissen, ähnliche Ziele.
Ganz besonders geht es uns um den Erhalt des grünen Ostufers im Innenhafen, an dem die Bürger mit ihren Herzen hängen und das für den Tourismus ein nicht wegzudenkendes Alleinstellungsmerkmal darstellt.
Eine weitere Bebauung dieses einmaligen Uferstreifens mit einem Tagungshotel würde dieses Kleinod im Herzen unserer Stadt für immer zerstören.
Nicht nur die Flensburger Bürger, sondern auch die Touristen sprechen sich vehement gegen eine derartige Zerstörung unseres Stadtbildes aus.
Die IG.-Ostufer würde es deshalb begrüßen, wenn Sie sich Kraft Ihres Amtes für die Interessen der Flensburger und ihrer Gäste einsetzen würden.
Wir schlagen deshalb eine Bürgerbefragung vor, wie sie Prof. Petrin bei dem Projekt „NEXT HAMBURG“ durchgeführt hat.
Sollten Sie sich dazu jedoch nicht durchringen können, fordern wir eine Beteiligung der IG-Ostufer an dem von Ihnen ins Leben gerufen „AK-Tagungshotel“.
Die IG.-Ostufer hat zusammen mit Flensburger Bürgern bereits seit Jahren Pläne über die zukünftige, umweltfreundliche Ausgestaltung des Ostufers entwickelt.
Diese würden wir Ihnen gerne noch einmal vorstellen.
Zu einer klimafreundlichen Stadt gehört auch ein naturbelassenes, innerstädtisches Erholungsgebiet, über das wir gottlob noch verfügen und das wir bewahren möchten.

Mit freundlichen Grüßen,
Gerd Strufe,
1. Vorsitzender IG.- Ostufer

Mehr auf der Seite der IG Ostufer unter: http://www.ig-ostufer.de

Nachtrag vom 29.11.2013:

Oberbürgermeister Simon Faber antwortet auf Offenen Brief der IG Ostufer

Unser Brief vom 25. November ist beim OB Simon Faber angekommen.
Er hat sich telefonisch bei mir gemeldet, er akzeptiert unsere Forderung auf Teilnahme im Arbeitskreis Tagungshotel.
Er will sensibel darauf achten, dass keine Interessengruppen übergangen werden. Dem OB zufolge soll jede Ratsfraktion einen Vertreter benennen, der am Arbeitskreis (AK) teilnimmt.
Diese Vertreter tagen schon Anfang Dezember. Im Januar 2014 soll der AK dann auf alle Interessengruppen erweitert werden.
Der OB erwartet Kompromissbereitschaft von allen Seiten, die hab ich ihm auch zugesagt. Ich habe ihm aber auch sehr deutlich gesagt, dass wir keinesfalls noch einmal so eine “Verhohnepiepelung” wie beim Masterplan Hafen mitmachen werden.
Es sollen alle in Frage kommenden Hotelstandorte erörtert werden und dann von allen der bestmögliche ermittelt werden. Konkrete Ergebnisse sollen dann aber schon im Sommer erreicht sein.
Das lässt den Zeitdruck erkennen, mit dem das Hotelprojekt von der Bauverwaltung betrieben wird.

Gerd Strufe

IG-Ostufer

Einwohnerversammlung zum Strategieprozesss der Stadt Flensburg am 29. Mai 2012 in der Bürgerhalle des Rathauses

Strategiediskussion – Die Meinung der BürgerInnen ist gefragt!

(Stadt Flensburg) Der Hauptausschuss der Stadt Flensburg hat beschlossen, für die strategische Ausrichtung der zukünftigen Arbeit neue Ziele zu definieren.
Aus diesem Beschluss leitet sich der Strategieprozess ab, der inzwischen mehrere Phasen durchlaufen hat. Beginnend mit einer repräsentativen Bürgerbefragung im Januar 2010 wurden Handlungsfelder abgeleitet, die in Arbeitsgruppen zusammengesetzt aus Politik, Verwaltung und externen Experten und moderiert von der Fachhochschule Flensburg weiter bearbeitet wurden.
Der Prozess wurde nach einiger Zeit des Stillstands nach dem Amtsantritt von Oberbürgermeister Simon Faber erneut aufgegriffen. Diesmal bekam ein so genanntes Kreativteam, bestehend aus vier Verwaltungsmitarbeitern den Auftrag, die Ansätze wieder aufzugreifen und unterstützt durch eine Reihe von Interviews einen Zwischenbericht zu fertigen.
Diesen nahm der Hauptausschuss im Dezember 2011 schließlich zur Kenntnis.
Im März und April 2012 wurden dann die zehn strategischen Handlungsfelder zu sechs Themengruppen zusammengefasst und von regionalen und überregionalen Experten bewertet und ergänzt. Diese Expertenanhörungen fanden bewusst ohne die Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Politik statt.
Die jeweiligen Ergebnisse der Expertenhearings wurden jeweils im Hauptausschuss vorgestellt.

Am Dienstag, dem 29.05.2012 um 19.00 Uhr sollen die nun vorliegenden Ergebnisse in der Bürgerhalle des Rathauses allen interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern und der Ratsversammlung vorgestellt werden.

Danach wird allen die Gelegenheit gegeben, sich zu diesem Prozess und seinen Ergebnissen zu äußern und diese gemeinsam zu diskutieren.
Ergänzungs- und Veränderungsvorschläge können dann bis zum 31. Juli 2012 über die Ratsfraktionen oder per Mail an die Adresse strategie@flensburg.de eingebracht werden. Wichtig ist dabei, zu beachten, dass nur konkrete Maßnahmenvorschläge berücksichtigt werden können. Ebenso können bestehende Maßnahmen ergänzt oder gestrichen werden. Textbeiträge der Kommentare werden in der Schlussredaktion nicht berücksichtigt! Entscheiden, welche Vorschläge Berücksichtigung finden, wird die Ratsversammlung.
Die Ergebnisse des Strategieprozesses sollen schließlich im Herbst 2012 in einen Beschluss der Ratsversammlung über die strategischen Ziele der Stadt Flensburg münden. Anschließend soll die Zielerreichung in einer jährlichen Klausurtagung von Politik und Verwaltung überprüft und ggf. angepasst werden.

Hier geht´s zu den Ergebnissen, Berichten und zur Info-Seite Strategieprozess der der Stadt Flensburg: http://www.flensburg.de/politik-verwaltung/stadtverwaltung/strategieprozess/index.php

Kritische Anmerkungen zur Strategiediskussion vom Vorsitzenden des Seniorenbeirats Dr. Ekkehard Krüger

Im Rahmen der Strategiediskussion gab es auch am 15.5.2012 eine sogenannte Denkwerkstatt zum Strategieprozess der Stadt Flensburg. Ekkehard Krüger hat die vorliegenden Ergebnisse der Arbeitsgruppen und der Denkwerkstatt noch mal einer kritischen Prüfung unterzogen und hierzu Anmerkungen formuliert, die wir nebenstehend dokumentieren: Kritische Anmerkungen Ekkehard Krüger

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