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Leserbrief zu Barriere-Check: Meldemöglichkeit schaffen für Hinweise und Mängel

„Mit dem Rollstuhl vom Nordermarkt zur Hafenspitze“ – so berichtete das Flensburger Tageblatt am 7. April 2021 über den Barriere-Check von VCD, Seniorenbeirat und einer Vielzahl anderer Flensburger Gruppierungen. Regina Bunge, stellvertretende Landesvorsitzende des VdK Nord, ergänzt den Bericht mit dem hier abgedruckten Leserbrief. Darin schließt sie sich der Forderung nach einer Meldemöglichkeit für festgestellte Erschwernisse an.

Foto: SF Beispiel aus dem Barriere-Check: Die kleinen Vorderräder des Rollstuhls können sich in grobem Kopfsteinpflaster und im Gullygitter verfangen. Dann besteht Sturzgefahr.

“Mit dem Rollstuhl vom Nordermarkt zur Hafenspitze”
Leserbrief zum Bericht des Flensburger Tageblatt am 7. April 2021


Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für den Bericht „Mit dem Rollstuhl vom Nordermarkt zur Hafenspitze“ (Flensburger Tageblatt, 7. April 2021) über unseren Barriere-Check. Ziel jeder Verkehrsraumgestaltung muss sein, möglichst allen Menschen, ob mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl, ob sehbehindert oder blind, Mobilität und Teilhabe zu ermöglichen. Dafür setzen wir uns ein. Wir sind sehr dankbar, dass Frau Hartten, Technische Betriebsleiterin beim TBZ, regelmäßig an unseren Begehungen teilnimmt.

Bei unseren Begehungen stellen wir immer wieder Hürden und Erschwernisse fest. Diese betreffen in etwa der Hälfte der Fälle die Oberfläche des Fußwegs (Pflasterung, taktile Signale, Stolperstellen). Zu einem geringeren Teil, rund 15 Prozent, geht es um die Verkehrsführung, insbesondere von Rad- und Fußwegen. Zu Nachbesserungen kommt es nur sehr zögerlich.

Keine Meldemöglichkeit für Hinweise – Zuständigkeit unklar

Leider gibt es bislang keinerlei Möglichkeit, die gefundenen Hinweise und Mängel nachhaltig zu dokumentieren. Die Meldung im TBZ-Mängelmelder ist offensichtlich nicht erwünscht, denn die Einträge wurden auf „gelöst“ gesetzt, ohne dass sie beseitigt sind. Die Weitergabe an andere Stellen und die tatsächliche Zuständigkeit ist unklar. Wir freuen uns über die Einladung zu einem Gespräch mit den Verantwortlichen beim TBZ, um diesen Fragen nachzugehen.

Mit Blick auf eine nachhaltige Dokumentation und schrittweise Verbesserung ist es unerlässlich, dass in absehbarer Zeit eine Meldemöglichkeit für solche Anliegen geschaffen wird. Eine entsprechende Schnittstelle sollte es ermöglichen, die Meldungen an die jeweils zuständige Stelle weiterzuleiten, sei sie nun beim TBZ oder bei der Stadt.

Aktiv Schritte zur Verbesserung vornehmen

Ziel ist es, dass sich Junge und Alte, Behinderte und Nichtbehinderte, weitgehend sicher und angstfrei im Verkehrsraum bewegen können. Dies Ziel lässt sich freilich nur schrittweise erreichen. Doch die Schritte dorthin müssen auch aktiv unternommen werden.

Regina Bunge
Stv. Landesvorsitzende des Sozialverband VdK Nord und Barriere-Check-Teilnehmerin


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