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Sommerferienspaß auf der Museumsinsel Schloss Gottorf

Veranstaltungen im Juli und August 2019

In den Sommerferien findet für Daheimgebliebene und Urlauber der Ferienspaß statt. Die Museen bieten spannende Freizeit für Kinder und Jugendliche an – mit Kunst, Kultur und Archäologie. Die Angebote sind einzeln buchbar, Anmeldung ist erforderlich unter 04621 813 333 oder service@landesmuseen.sh. Kosten: 6 Euro zuzüglich Eintritt, Dauer jeweils zwei Stunden – soweit nicht anders angegeben.

Dienstag, 9. Juli, 11 Uhr: Schatzsuche per GPS, 8 bis12 Jahre

Bei Umbauarbeiten am Schloss wurde eine Schatzkarte gefunden, die dort schon vor Jahrhunderten von einem Herzog versteckt worden sein muss. Die Karte ist ziemlich geheimnisvoll, was bedeuten diese ganzen Zahlen? Sind das etwa Koordinaten? Wie also den Schatz finden? Mit GPS-Geräten geht’s auf die Schatzsuche.

Abbildung: Schatzsuche per GPS © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Mittwoch, 10. Juli, 14 Uhr: Gottorfs next Barockmodel

Eintauchen in die Welt vor 350 Jahren, 7 bis 12 Jahre
Kinder ab 7 Jahren können in die Rolle von barocken Prinzen und Prinzessinnen schlüpfen und sich so präsentieren, als wäre die Welt vor ca. 350 Jahren stehengeblieben. Entsprechende Posen, Körperhaltungen und Gesichtsausdrücke werden vor alten Gemälden eingeübt. Wer mag, kann diesen Moment mit einem Foto für immer verewigen.

Abbildung: Gottorfs next Barockmodel © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen/ Holger Widera

Mittwoch, 17. Juli, 11 Uhr: Bogenschießen wie in der Steinzeit, 10 bis 14 Jahre

Beute machen oder verhungern? Die Kinder werden dieser Frage nicht nur in der Ausstellung auf den Grund gehen, sondern am Burggraben der Museumsinsel ausprobieren, wie schwer oder leicht es war, Jagdbeute zu machen. Dafür stehen originalgetreue Nachbauten von steinzeitlichen Langbögen zur Verfügung.

Abbildung: Bogenschießen wie in der Steinzeit © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen/ Holger Widera

Dienstag, 23. Juli, 11 Uhr: Barockes Lustwandeln, 7 bis 12 Jahre

Heute sagt man Bummeln gehen, aber das passt so gar nicht in die Zeit der Gottorfer Herzöge. Man lustwandelte oder flanierte. Und genauso, wie vor 350 Jahren werden sich die Kinder fühlen. Herrschaftlich gekleidet geht es vornehm in den barocken Garten, denn hier lässt es sich nach Lust und Laune wandeln.

Abbildung: Barockes Lustwandeln © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Mittwoch, 24. Juli, 14 Uhr: Von Drachen und Monstern. Jetzt wird es ungeheuerlich, 6 bis 10 Jahre

Im Schloss verstecken sich so einige Drachen und Fabelwesen. Beim Rundgang gilt es sie zu finden. Außerdem erfahren die Kinder, warum es diese Wesen gibt und welche Geschichten sich dahinter verbergen. Am Ende nimmt jedes Kind sein eigenes Monster mit nach Hause.

Abbildung: Von Drachen und Monstern © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen/ Holger Widera

Donnerstag, 1. August, 11 Uhr: Zwergenspaß auf Schloss Gottorf, 4 bis 7 Jahre

Es geht durch verzweigte Gänge und dämmrige Schlossgewölbe auf zwergenhafte Spurensuche. Dabei entschlüsseln die Kinder geheime Botschaften, hören märchenhafte Geschichten von Rittern, finden verborgene Türen und vielleicht sogar einen Schatz.

Abbildung: Zwergenspaß auf Schloss Gottorf © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen/ Holger Widera

Freitag, 2. August, 11 Uhr / 12.30 Uhr / 14 Uhr: Märchenhaftes im Gottorfer Globus, für Familien

„Hätt ich eine lange Himmelsleiter, stieg ich hinauf zum Mond. Er würde mir Geschichten ins Ohr flüstern…!“ Um 11 Uhr, 12.30 Uhr und 14 Uhr geht es jeweils eine Stunde lang im Gottorfer Globushaus märchenhaft um Geschichten vom guten, alten Mond. Und der Globus, dick und rund wie der Vollmond, steckt auch voller Geschichten. 3 Euro zuzüglich Eintritt.

Abbildung: Märchenerzählerin Susanne Schoppmeier © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Mittwoch, 7. August, 11 Uhr: Der Gottorfer Riesenglobus, 8 bis 12 Jahre

Vor ungefähr 350 Jahren war der mehr als drei Meter große Gottorfer Globus weltberühmt. Außen wie eine Weltkugel bemalt, ist er im Inneren ein Himmel mit Sternenbildern, Fabeltieren und Sagengestalten verziert. Die Kinder erkunden das alte Wunderwerk der Naturwissenschaft und Technik. Im Anschluss werden perönliche Postkarten mit Sternenbildern verziert.

Abbildung: Der Gottorfer Riesenglobus © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Landesmuseen Schleswig-Holstein
Schlossinsel 1 | Schloss Gottorf | 24837 Schleswig | +49(0)4621 – 813 222 |service@schloss-gottorf.de

Öffnungszeiten
März – Oktober: Di-Fr 10-17 Uhr | Sa-So 10-18 Uhr
November bis März: Di-Fr 10-16 Uhr | Sa-So 10-17 Uhr

http://www.schloss-gottorf.de/

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Flensburger Arbeitslosenquote sinkt im September 2018 auf 7,8 %

4.081 Menschen ohne Beschäftigung, 272 weniger als im Vormonat – Arbeitslosenquote durch verdeckte Arbeitslosigkeit aber in Flensburg deutlich höher

Zahl der Flensburger SGB II-Regelleistungsberechtigten („Hartz IV“) sinkt im September um 128 auf 11.430 Personen

Arbeitsmarkt:

Im Stadtgebiet Flensburg sank die Zahl der Arbeitslosen nach Angaben der Agentur für Arbeit Flensburg im Berichtsmonat September 2018 im Vergleich zum Vormonat um 272 (-6,2 Prozent) auf 4.081 Personen.

Im Vorjahresvergleich sank die Zahl der Arbeitslosen um 328 (-7,4 Prozent).
Die offizielle Arbeitslosenquote für den September 2018 lag damit bei 7,8 Prozent (Vormonat 8,3 Prozent, September 2017: 8,7 Prozent)

Entwicklung des Arbeitsmarktes im Agenturbezirk Flensburg

Quelle: Bundesagentur für Arbeit / Agentur für Arbeit Flensburg

Arbeitslosigkeit in Flensburg nach Rechtskreisen:

• SGB III: 1.171 (-89) Personen = 2,2 Prozent, Vormonat 2,4 Prozent, Vorjahresmonat 2,5 Prozent
• SGB II: 2.909 (-183) Personen = 5,6 Prozent, Vormonat 5,9 Prozent, Vorjahresmonat 6,2 Prozent

Arbeitskräftenachfrage:

19 offene Stellen mehr als im Vormonat – 16 weniger als im September 2017

Freie Arbeitsstellen in Flensburg / Quelle: Agentur für Arbeit Flbg.

Im September 2018 waren 848 freie Stellen gemeldet. Die Nachfrage nach Personal in der Stadt Flensburg lag damit im September leicht unter dem Niveau des Vorjahresmonats (-16), stieg aber gegenüber dem Vormonat August (+19). Seit Jahresbeginn wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagenturen Flensburg und des Jobcenters Flensburg insgesamt 2.054 sozialversicherungspflichtige Stellen angezeigt.
Besonders hoch ist die Nachfrage nach Arbeitskräften bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, im Handel und im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Gastgewerbe.

Unterbeschäftigung: Tatsächliche Arbeitslosenquote in Flensburg aufgrund der verdeckten Arbeitslosigkeit bei rund 12 Prozent

Die genannten Arbeitslosenzahlen der Flensburger Arbeitsagentur beeinhalten jedoch nicht die Menschen, die sich in der verdeckten Arbeitslosigkeit oder sog. „Unterbeschäftigung“ befinden. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt.
Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen bzw. ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung werden Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst und realwirtschaftlich bedingte Einflüsse auf den Arbeitsmarkt besser erkannt. Zudem können die direkten Auswirkungen der Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitslosenzahlen nachvollzogen werden. Leider gibt es nur Zahlen zur Unterbeschäftigung für den gesamten Agenturbezirk. Insofern muss für das Flensburger Stadtgebiet von diesen Zahlen ausgehend die tatsächliche Arbeitslosenquote entsprechend hochgerechnet bzw. geschätzt werden.

Komponenten der Unterbeschäftigung: Zahlen für den gesamten Agenturbezirk Flensburg

Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, ergibt sich im September 2018 eine Zahl von 13.670  Arbeitslosen (Vormonat 14.427), zuzüglich der Unterbeschäftigung sind es jedoch  18.249 (Vormonat  18.732). Das sind noch einmal zusätzlich 4.579 Arbeitslose.

Nicht inbegriffen bei der Berechnung der offiziellen Arbeitslosenzahlen und -quote sind aber auch die Arbeitslosen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Gründen als nicht mehr vermittelbar gelten und/oder vorzeitig zwangsverrentet wurden und/oder in den SGB-XII-Leistungsbereich fallen.

Arbeitsuchende:

Nicht  enthalten sind ebenso die erwerbsfähigen Arbeitslosen, die nicht im Leistungsbezug des ALG I oder II stehen, keinen Rechtsanspruch darauf haben oder auf Inanspruchnahme derartiger Leistungen verzichten und sich dennoch als arbeitsuchend gemeldet haben. Zur Gruppe der Arbeitsuchenden gehören neben den offiziell registrierten Arbeitslosen auch 1-Euro-Jobber sowie Teilnehmer staatlich finanzierter Weiterbildungs- oder Trainingsmaßnahmen. Arbeitsuchende sind gemäß § 15 Satz 2 SGB III Personen, die nach einer Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen.

Es ist zu beachten, dass die Zahl der Arbeitsuchenden neben den Arbeitslosen auch Erwerbstätige beeinhaltet, die in einem regulären Beschäftigungsverhältnis stehen oder eine selbständige Tätigkeit ausüben können. Es gehören dazu auch versicherungspflichtig beschäftigte Personen, deren Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis endet, und die sich nach § 38 SGB III spätestens 3 Monate vor der Beendigung bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden müssen. Erfahren sie erst später von der Beendigung, müssen sie sich innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes arbeitssuchend melden. Bei befristeten Arbeitsverhältnissen hat die Arbeitsuchendmeldung mindestens drei Monate vor Fristablauf zu erfolgen. Leider wird in der untenstehenden Aufstellung der Arbeitsagentur nicht genau dargestellt, wie viele von den Arbeitsuchenden in einem regulären Beschäftigungsverhältnis stehen und wie viele nicht. Allgemeine Schätzungen zur Zahl der Nichtleistungsempfänger bei den erwerbslosen Arbeitsuchenden bzw. ihrem Anteil: „Arbeitslosigkeit ohne Arbeitslosengeld – Jede vierte arbeitslose Person im Versicherungssystem ist betroffen“ finden sich hier: arbeitsmarkt-aktuell-04-2014-1

Sie alle gelten nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne und werden somit bei der Berechnung der Arbeitslosenquote nicht berücksichtigt.

Dazu die Zahl der Arbeitsuchenden im Geschäftsstellenbereich Flensburg, der die Stadt Flensburg und Randgemeinden umfasst:

Eckwerte des Arbeitsmarktes für den Geschäftsstellenbereich Flensburg – Arbeitsuchende

Die Zahl der Arbeitsuchenden im Geschäftstellenbereich Flensburg sinkt im September leicht um 219 (-1,9%) auf 11.112 Personen.

Das sind zur  Zahl der gemeldeten Arbeitslosen von 6.059 im Geschäftsstellenbereich Flensburg noch mal 5.053 Personen zusätzlich (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, September 2018, S. 18).

Damit dürfte auch die eigentliche Zahl der „Arbeitslosen“ in Flensburg im September 2018 nicht 4.081 betragen haben, sondern lag hochgerechnet bei mehr als 6.000 Personen und die tatsächliche Arbeitslosenquote weiterhin bei rund 12 Prozent.

Nur geringer Rückgang der Zahl der Arbeitsuchenden im Agenturbezirk

Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, lag im September 2018 die Zahl der Arbeitsuchenden inklusive der statistisch registrierten Arbeitslosen bei 24.566 Personen und damit um 293 (-1,2%) unter der vom August 2018 mit 24.859 Personen (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, September 2018  S. 5). Dies sind im Vergleich zu den für den Agenturbezirk offiziell gemeldeten Arbeitslosenzahl von 13.670 aber immer noch 10.896 Personen zusätzlich. Darunter fallen ebenfalls wieder die Arbeitslosen, deren Arbeitslosengeld I ausgelaufen ist, die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II haben oder die auf Inanspruchnahme derartiger Leistungen verzichten. Sie gelten daher ebenso nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne und tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Und die von der Agentur für den September 2018 offiziell gemeldete Arbeitslosenquote liegt im gesamten Agenturbezirk Flensburg bei 5,4 Prozent. (Vorjahr 6,3 Prozent, Vormonat 5,7 Prozent). Diese Quote dürfte aber angesichts der vorangegangenen Erläuterungen ebenso erheblich höher liegen

Eckwerte des Arbeitsmarktes für den Agenturbezirk Flensburg – Arbeitsuchende

Die September-Zahlen des Jobcenter Flensburg

Die Zahl der SGB II-Bedarfsgemeinschaften sinkt um 79
Die Zahl der Regelleistungsberechtigten (Hartz IV) sinkt um 128

Das Jobcenter Flensburg betreute im September 2018 2.909 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Arbeitslosengeld II); das sind 183 Personen weniger als im Vormonat (- 5,9%) bzw. 244 Personen (-7,7%) weniger als im Vorjahresmonat und der geringste Wert seit Bestehen des Jobcenters (2005).

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften fiel im September im Vergleich zum Vormonat um 79 auf 6.562 (- 1,2%) und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 95 (-1,4%).

Die Zahl der Regelleistungsberechtigten fiel im Vergleich zum Vormonat um 128 auf 11.430 (-1,1%), im Vergleich zum Vorjahresmonat fielen sie um 57 (-0,5%).

Quelle: Jobcenter Flensburg

 

Zum politischen Streit um die Schönung der Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein auch ein Beitrag von Till H. Lorenz vom 3.10.2016 auf shz.de:
Arbeitsagentur in SH : So viele Menschen sind in Schleswig-Holstein wirklich arbeitslos
Tausende Erwerbslose werden aus der Statistik der Arbeitsagentur herausgerechnet – weil die Politik es so möchte.
unter: http://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/so-viele-menschen-sind-in-schleswig-holstein-wirklich-arbeitslos-id14995576.html

Zum Thema verdeckte Arbeitslosigkeit und „Stille Reserve“ ein Beitrag auf Spiegel-Online vom 01.03.2017: Statistiktricks – So wird die Arbeitslosigkeit schöngerechnet

Zeichnet die offizielle Statistik ein geschöntes Bild vom Arbeitsmarkt? Tatsächlich gelten viele nicht als arbeitslos, obwohl sie Arbeit suchen. Verschwiegen werden sie nicht – aber man muss nach ihnen suchen. Unter: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitslosenstatistik-so-hoch-ist-die-verdeckte-arbeitslosigkeit-a-1133354.html

Ein Beitrag des ZDF vom 2.11.2017: Eine Million Arbeitslose mehr – Wie die Arbeitslosenzahl schöngerechnet wird

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich freundlich. Seit Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Doch viele Arbeitslose werden gar nicht mitgezählt. Unter https://www.zdf.de/nachrichten/heute/arbeitslose-wer-in-der-statistik-nicht-beruecksichtigt-wird-100.html

Und zum gleichen Thema ein Beitrag von correktiv.org vom 31. Mai 2017:

Warum eine Million Arbeitslose in der offiziellen Statistik nicht sichtbar sind
Die am Dienstag vorgestellte Arbeitslosenzahl ist um mindestens eine Million zu niedrig. Die geschönte Zahl kommt durch mehrere Gesetzesänderungen zu Stande. Sogar die Bundesagentur für Arbeit spricht sich für eine neue Berechnungsgrundlage aus, damit die offizielle Arbeitslosenzahl mehr der Wirklichkeit entspricht
https://correctiv.org/recherchen/arbeit/artikel/2017/05/31/zeit-fuer-die-echte-arbeitslosenzahl/

 

Flensburger Arbeitslosenquote steigt im August 2018 auf 8,3 %

4.353 Menschen ohne Beschäftigung, 38 mehr als im Vormonat – Arbeitslosenquote durch verdeckte Arbeitslosigkeit in Flensburg weitaus höher

Zahl der Flensburger SGB II-Regelleistungsberechtigten („Hartz IV“) sinkt im August um 83 auf 11.558 Personen

Arbeitsmarkt:

Im Stadtgebiet Flensburg stieg die Zahl der Arbeitslosen nach Angaben der Agentur für Arbeit Flensburg im Berichtsmonat August 2018 im Vergleich zum Vormonat um 38 (0,9 Prozent) auf 4.353 Personen.  Im Vorjahresvergleich sank die Zahl der Arbeitslosen um 353 (-7,5 Prozent).
Die offizielle Arbeitslosenquote für den August 2018 lag damit bei 8,3 Prozent (Vormonat 8,2 Prozent, August 2017: 9,3 Prozent)

Entwicklung des Arbeitsmarktes im Agenturbezirk Flensburg

Quelle: Bundesagentur für Arbeit / Agentur für Arbeit Flensburg

Arbeitslosigkeit in Flensburg nach Rechtskreisen:

• SGB III: 1.261 Personen = 2,4 Prozent, Vormonat 2,4 Prozent, Vorjahresmonat 2,7 Prozent
• SGB II: 3.092 Personen = 5,9 Prozent, Vormonat 5,8 Prozent, Vorjahresmonat 6,6 Prozent

Arbeitskräftenachfrage:

73 offene Stellen weniger als im Vormonat – 108 weniger als im August 2017

Freie Arbeitsstellen in Flensburg / Quelle: Agentur für Arbeit Flbg.

Es gab im August 829 freie Arbeitsstellen, 73 weniger, als im Juli diesen Jahres. 175 sozialversicherungspflichtige Stellen wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagenturen Flensburg und dem Jobcenter Flensburg im August neu gemeldet. 49 weniger, als im Vormonat. Die Nachfrage der Arbeitgeber nach Personal lag in der Stadt Flensburg im August unter dem Niveau des Vorjahresmonats (-108). Besonders bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleitungen, dem Handel und im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen wird Personal gesucht.

Ausbildungsstellenmarkt:

• aktuell unbesetzte Ausbildungsstellen: 155 / +7- oder +4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
• aktuell unversorgte Bewerber/-innen: 158 / -24 oder -13,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Top Ten der unbesetzten Ausbildungsstellen im August

Fachmann /-frau -Systemgastronomie 22 Ausbildungsstellen
Kaufmann/-frau im Einzelhandel 18 Ausbildungsstellen
Verkäufer/in 17 Ausbildungsstellen
Fachkraft Gastgewerbe 11 Ausbildungsstellen
Handelsfachwirt/in (Ausbildung) 7 Ausbildungsstellen
Fachverk.-Lebensm.handwerk – Fleischerei 7 Ausbildungsstellen
Fleischer/in 6 Ausbildungsstellen
Fachkraft – Kurier-/Express- Postdienstl. 5 Ausbildungsstellen
Koch/Köchin 4 Ausbildungsstellen
Anlagenmech. – Sanitär-/Heiz.-Klimatech. 4 Ausbildungsstellen

Tatsächliche Arbeitslosenquote in Flensburg aufgrund der verdeckten Arbeitslosigkeit bei mindestens 12 Prozent

Die genannten Arbeitslosenzahlen der Flensburger Arbeitsagentur beeinhalten jedoch nicht die Menschen, die sich in der verdeckten Arbeitslosigkeit oder sog. „Unterbeschäftigung“ befinden. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt.
Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen bzw. ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung werden Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst und realwirtschaftlich bedingte Einflüsse auf den Arbeitsmarkt besser erkannt. Zudem können die direkten Auswirkungen der Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitslosenzahlen nachvollzogen werden.

Komponenten der Unterbeschäftigung: Zahlen für den gesamten Agenturbezirk Flensburg

Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, ergibt sich im August 2018 eine fast konstante Zahl von 14.427  Arbeitslosen (Vormonat 14.330), zuzüglich der Unterbeschäftigung sind es jedoch  18.724 (Vormonat  18.821).

Nicht inbegriffen bei der Berechnung der offiziellen Arbeitslosenzahlen und -quote sind aber auch die Arbeitslosen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Gründen als nicht mehr vermittelbar gelten und/oder vorzeitig zwangsverrentet wurden und/oder in den SGB-XII-Leistungsbereich fallen.

Arbeitsuchende:

Nicht  enthalten sind ebenso die erwerbsfähigen Arbeitslosen, die nicht im Leistungsbezug des ALG I oder II stehen, keinen Rechtsanspruch darauf haben oder auf Inanspruchnahme derartiger Leistungen verzichten und sich dennoch als arbeitsuchend gemeldet haben. Zur Gruppe der Arbeitsuchenden gehören neben den offiziell registrierten Arbeitslosen auch 1-Euro-Jobber sowie Teilnehmer staatlich finanzierter Weiterbildungs- oder Trainingsmaßnahmen. Arbeitsuchende sind gemäß § 15 Satz 2 SGB III Personen, die nach einer Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen.

Es ist zu beachten, dass die Zahl der Arbeitsuchenden neben den Arbeitslosen auch Erwerbstätige beeinhaltet, die in einem regulären Beschäftigungsverhältnis stehen oder eine selbständige Tätigkeit ausüben können. So gehören dazu auch versicherungspflichtig beschäftigte Personen, deren Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis endet, und die sich nach § 38 SGB III spätestens 3 Monate vor der Beendigung bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden müssen. Erfahren sie erst später von der Beendigung, müssen sie sich innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes arbeitssuchend melden. Bei befristeten Arbeitsverhältnissen hat die Arbeitsuchendmeldung mindestens drei Monate vor Fristablauf zu erfolgen. Leider wird in der untenstehenden Aufstellung der Arbeitsagentur nicht genau dargestellt, wie viele von den Arbeitsuchenden in einem regulären Beschäftigungsverhältnis stehen und wie viele nicht. Allgemeine Schätzungen zur Zahl der Nichtleistungsempfänger bei den erwerbslosen Arbeitsuchenden bzw. ihrem Anteil: „Arbeitslosigkeit ohne Arbeitslosengeld – Jede vierte arbeitslose Person im Versicherungssystem ist betroffen“ finden sich hier: arbeitsmarkt-aktuell-04-2014-1

Sie alle gelten nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne und werden somit bei der Berechnung der Arbeitslosenquote nicht berücksichtigt.

Dazu die Zahl der Arbeitsuchenden im Geschäftsstellenbereich Flensburg, der die Stadt Flensburg und Randgemeinden umfasst.

Eckwerte des Arbeitsmarktes für den Geschäftsstellenbereich Flensburg

Die Zahl der Arbeitsuchenden im Geschäftstellenbereich Flensburg sinkt im August nur leicht um 73 (-0,6%) auf 11.331 Personen.

Das sind zur  Zahl der gemeldeten Arbeitslosen von 6.436 im Geschäftsstellenbereich Flensburg noch mal 4.895 Personen zusätzlich (siehe Arbeitsmarktreport für_AA 119 Flensburg_201808 (1) S. 20-22).

Damit dürfte auch die eigentliche Zahl der „Arbeitslosen“ in Flensburg im August 2018 nicht 4.353 betragen haben, sondern lag hochgerechnet bei mehr als 6.000 Personen und die Arbeitslosenquote weiterhin bei mindestens 12 Prozent.

Mehr Arbeitsuchende im Agenturbezirk

Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, lag im August  2018 die Zahl der Arbeitsuchenden inklusive der statistisch registrierten Arbeitslosen bei 24.859 Personen und damit um 85 (1,3%) über der vom Juli 2018 mit 24.774 Personen (siehe  Arbeitsmarktreport für_AA 119 Flensburg_201808 (1) S. 6). Dies sind im Vergleich zu den für den Agenturbezirk offiziell gemeldeten Arbeitslosenzahl von 14.427 aber immer noch 10.432 Personen zusätzlich. Darunter fallen ebenfalls wieder die Arbeitslosen, deren Arbeitslosengeld I ausgelaufen ist, die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II haben oder die auf Inanspruchnahme derartiger Leistungen verzichten. Sie gelten daher ebenso nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne und tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Und die von der Agentur für den August 2018 offiziell gemeldete Arbeitslosenquote liegt im gesamten Agenturbezirk Flensburg bei 5,7 Prozent. (Vorjahr 6,6 Prozent, Vormonat 5,7 Prozent). Diese Quote dürfte aber angesichts der vorangegangenen Erläuterungen ebenso erheblich höher liegen

Eckwerte des Arbeitsmarktes für den Agenturbezirk Flensburg

Die August-Zahlen des Jobcenter Flensburg

Die Zahl der SGB II-Bedarfsgemeinschaften sinkt um 58
Die Zahl der Regelleistungsberechtigten (Hartz IV) sinkt um 83

Das Jobcenter Flensburg betreute im August 2018 3.092 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Arbeitslosengeld II); das sind 45 Personen mehr als im Vormonat (+1,5%) bzw. 245 Personen (-7,3%) weniger als im Vorjahresmonat und der geringste Wert in einem August seit Bestehen des Jobcenters.

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften fiel im August im Vergleich zum Vormonat um 58 auf 6.641 (- 0,9%) und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 57 (-0,8%).

Die Zahl der Regelleistungsberechtigten fiel im Vergleich zum Vormonat um 83 auf 11.558 (-0,7%), im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg sie um 23 (+0,2%).

Die vorjahresbezogene Steigerung bei den Regelleistungsberechtigten ist in erster Linie auf den Personenkreis der Zufluchtsuchenden zurückzuführen.

 

Zum politischen Streit um die Schönung der Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein auch ein Beitrag von Till H. Lorenz vom 3.10.2016 auf shz.de:
Arbeitsagentur in SH : So viele Menschen sind in Schleswig-Holstein wirklich arbeitslos
Tausende Erwerbslose werden aus der Statistik der Arbeitsagentur herausgerechnet – weil die Politik es so möchte.
unter: http://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/so-viele-menschen-sind-in-schleswig-holstein-wirklich-arbeitslos-id14995576.html

Zum Thema verdeckte Arbeitslosigkeit und „Stille Reserve“ ein Beitrag auf Spiegel-Online vom 01.03.2017: Statistiktricks – So wird die Arbeitslosigkeit schöngerechnet

Zeichnet die offizielle Statistik ein geschöntes Bild vom Arbeitsmarkt? Tatsächlich gelten viele nicht als arbeitslos, obwohl sie Arbeit suchen. Verschwiegen werden sie nicht – aber man muss nach ihnen suchen. Unter: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitslosenstatistik-so-hoch-ist-die-verdeckte-arbeitslosigkeit-a-1133354.html

Ein Beitrag des ZDF vom 2.11.2017: Eine Million Arbeitslose mehr – Wie die Arbeitslosenzahl schöngerechnet wird

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich freundlich. Seit Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Doch viele Arbeitslose werden gar nicht mitgezählt. Unter https://www.zdf.de/nachrichten/heute/arbeitslose-wer-in-der-statistik-nicht-beruecksichtigt-wird-100.html

Und zum gleichen Thema ein Beitrag von correktiv.org vom 31. Mai 2017:

Warum eine Million Arbeitslose in der offiziellen Statistik nicht sichtbar sind
Die am Dienstag vorgestellte Arbeitslosenzahl ist um mindestens eine Million zu niedrig. Die geschönte Zahl kommt durch mehrere Gesetzesänderungen zu Stande. Sogar die Bundesagentur für Arbeit spricht sich für eine neue Berechnungsgrundlage aus, damit die offizielle Arbeitslosenzahl mehr der Wirklichkeit entspricht
https://correctiv.org/recherchen/arbeit/artikel/2017/05/31/zeit-fuer-die-echte-arbeitslosenzahl/

 

Wikingertage Schleswig vom 09. bis 12. August 2018

Fröhliches Fest für die ganze Familie +++ Eine der größten Wikingerveranstaltungen Europas +++ Direkt am Ufer des Ostseefjords Schlei, in der Nähe Haithabus, dem Weltkulturerbe +++ Hunderte Wikinger laden ein +++ Wikingerdorf mit großer Kampfarena und spektakulären, mehrmals täglich stattfindenden Wikingerschaukämpfen +++ Gaukler- und Feuershows +++ Bogenturnier +++ Handwerker-Vorführungen +++ Wikingerschiffe +++ Kinderwikingerdorf +++ zeitgenössische Gastronomie +++ Musik u.v.m.

Veranstalter feiern 20-jähriges Jubiläum +++ Öffnung bereits ab Donnerstag mit großem Familientag zu vergünstigten Eintrittspreisen +++ vergrößertes Kinderwikingerdorf im großen Wikingerdorf +++ Neu inszenierte Kampfshows +++ Gastronomie wird auf zeitgenössische Tavernen umgestellt +++ noch mehr Aktions – & Mitmachprogramme +++ Stadt Schleswig investiert in die Geländesanierung der Königswiese

Mehr Infos hier: http://www.wikingertage.de/

 

Flensburger Arbeitslosenquote im Dezember 2017 bei 8,6 %

45 Arbeitslose weniger als im November

Zahl der SGB II-Regelleistungsberechtigten (Harz IV) steigt

Arbeitsmarkt:

Im Stadtgebiet Flensburg sank die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2017 im Vergleich zum Vormonat um 45 (-1,0 Prozent) auf 4.348 Personen. Im Vorjahresvergleich sank sie leicht um 79 (-1,8 Prozent).
Die Arbeitslosenquote lag somit bei über 8,6 Prozent (Dezember 2016: 8,8 Prozent; Vormonat 8,7 Prozent).

Offene Stellen:

718 sozialversicherungspflichtige Stellen waren in der Stadt Flensburg zu vergeben, 17 oder -2,3 Prozent weniger als vor einem Jahr, 4 oder -0,6 Prozent weniger als im November 2017. Der größte Bedarf bestand bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (182), im Handel, (117), im Bereich Erziehung und Unterricht (94) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (73).“

Über 2.000 Flensburger Arbeitslose tauchen in der Statistik nicht auf – Verdeckte Arbeitslosigkeit bei 13%

Die genannten Arbeitslosenzahlen der Flensburger Arbeitsagentur beeinhalten jedoch nicht die Menschen, die sich in der sog. verdeckten Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung befinden. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, ergibt sich im Dezember 2017 somit ein Anstieg um 700 Personen und eine Zahl von  16.406 Arbeitslosen (Vormonat  15.706), zuzüglich der Unterbeschäftigung sind es 21.418 (Vormonat 20.565). Nicht inbegriffen in der offiziellen Arbeitslosenstatistik sind auch die Arbeitslosen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Gründen als nicht mehr vermittelbar gelten und/oder vorzeitig zwangsverrentet wurden und in den SGB-XII-Leistungsbereich fallen. Entsprechend sind prozentual auch die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen in Flensburg erheblich höher. Mehr dazu im Arbeitsmarktreport für_AA 119 Flensburg_201712 auf bzw. ab Seite 9.

Komponenten der Unterbeschäftigung

Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, Dezember 2017, S. 9

Zum Vergleich untenstehend Zahlen der „arbeitslosen Kunden“ des Jobcenter Flensburg für die Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschuss am 13.11.2017, die einen Eindruck über den Anteil derjenigen Arbeitslosen geben, die in der Flensburger Arbeitslosenstatistik nicht berücksichtigt werden.

Grafik aus der Dokumentation des Jobcenter Flensburg für die Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschuss am 13.11.2017 Foto: Heinz-Werner Jezewski

Allein 1.260 Arbeitslose befanden sich demnach in bereits oben genannten Maßnahmen. 695 waren krank gemeldet, 258 waren Ältere mit Sonderregelungen und 1.175 Personen waren zwar sozialversicherungspflichtig erwerbstätig, brauchten aber dennoch Hilfeleistungen, da unter anderem ihr Einkommen zur Existenzsicherung nicht reichte (z.B. Teilzeitjobber / Geringverdiener). 736 Personen wurden aufgrund von Schule oder Studium, 626 aufgrund von Pflege und Erziehung und 310 Personen aufgrund sonstiger Gründe nicht als arbeitslos gezählt.  Somit bleiben netto rund 2.200 Arbeitslose, die in der offiziellen Arbeitslosenstatistik der Flensburger Arbeitsagentur nicht auftauchen. Damit dürfte die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen in Flensburg im Dezember 2017 nicht 4.348 betragen haben, sondern lag bei etwa 6.600 und die Arbeitslosenquote bei rund 13%.  Rechnet man noch die Arbeitslosen und Arbeitsuchenden dazu, die aus dem Leistungsbezug des ALG I rausgefallen sind und keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, dürfte die Quote sogar noch höher liegen.

Zahl der Arbeitsuchenden steigt

Die Zahl der Arbeitsuchenden betrug im Dezember 2017 im Geschäftsstellenbereich Flensburg, der die Stadt Flensburg und Randgemeinden umfasst,  11.512 Personen, im Vormonat waren es  11.400 (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, November 2017, S. 19) .

Starke Zunahme im Agenturbezirk: Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, lag im Dezember 2017 die Zahl der Arbeitsuchenden bei 27.931 Personen und damit um 1.144 über der des Vormonats von 26.787 Personen (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, Dezember 2017, S. 6). Dies sind im Vergleich zu den offiziell gemeldeten Arbeitslosen über 11.000 Personen zusätzlich. Darunter fallen unter anderem auch Arbeitslose, deren Arbeitslosengeld I ausgelaufen ist und die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II haben, nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne gelten und daher in der Arbeitslosenstatistik nicht auftauchen.

Zahl der SGB II-Bedarfsgemeinschaften steigt – Im Jahresvergleich deutlicher Anstieg der Zahl der Regelleistungsbezieher auf jetzt 11.398 Personen

Jobcenter:

Das Jobcenter Flensburg betreute im Dezember 2017 3.085 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Arbeitslosengeld II); das sind 33 Personen weniger als im Vormonat (-1,1%) bzw. 207 Personen (-6,3 %) weniger als im Vorjahresmonat und der geringste Wert seit Bestehen des Jobcenters Flensburg.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften stieg jedoch im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 66 auf 6.591 (+ 1,0%); im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sie sich um 238 (+3,7%).
Die Zahl der Regelleistungsbezieher erhöhte sich ebenso im Vergleich zum Vormonat um 43 auf 11.398 (+0,4%), im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen sie um 782 (+7,4%).

Die Steigerungen bei den Bedarfsgemeinschaften und den Regelleistungsbeziehern zum Vorjahr sind in erster Linie auf den Personenkreis der Geflüchteten zurückzuführen.

 

Zum politischen Streit um die Schönung der Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein auch ein Beitrag von Till H. Lorenz vom 3.10.2016 auf shz.de:
Arbeitsagentur in SH : So viele Menschen sind in Schleswig-Holstein wirklich arbeitslos
Tausende Erwerbslose werden aus der Statistik der Arbeitsagentur herausgerechnet – weil die Politik es so möchte.
unter: http://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/so-viele-menschen-sind-in-schleswig-holstein-wirklich-arbeitslos-id14995576.html

Ein Beitrag des ZDF vom 2.11.2017: Eine Million Arbeitslose mehr – Wie die Arbeitslosenzahl schöngerechnet wird

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich freundlich. Seit Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Doch viele Arbeitslose werden gar nicht mitgezählt. Unter https://www.zdf.de/nachrichten/heute/arbeitslose-wer-in-der-statistik-nicht-beruecksichtigt-wird-100.html

Und zum gleichen Thema ein Beitrag von correktiv.org vom 31. Mai 2017:

Warum eine Million Arbeitslose in der offiziellen Statistik nicht sichtbar sind
Die am Dienstag vorgestellte Arbeitslosenzahl ist um mindestens eine Million zu niedrig. Die geschönte Zahl kommt durch mehrere Gesetzesänderungen zu Stande. Sogar die Bundesagentur für Arbeit spricht sich für eine neue Berechnungsgrundlage aus, damit die offizielle Arbeitslosenzahl mehr der Wirklichkeit entspricht
https://correctiv.org/recherchen/arbeit/artikel/2017/05/31/zeit-fuer-die-echte-arbeitslosenzahl/

 

Flensburger Arbeitslosenquote steigt im November 2017 auf 8,7 %

Über 2.000 Flensburger Arbeitslose tauchen in der Statistik nicht auf – Verdeckte Arbeitslosigkeit bei 13%

Zahl der SGB II-Regelleistungsberechtigten (Hartz IV) auf konstant hohem Niveau

Arbeitsmarkt:

Aus der Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Flenburg: „Im Stadtgebiet Flensburg stieg die Zahl der Arbeitslosen im November 2017 um leicht 61 (1,4 Prozent) auf 4.393 Personen im Vorjahresvergleich, im Vergleich zum Vormonat um 40 (0,9 Prozent).
Die Arbeitslosenquote stieg auf 8,7 Prozent (November 2016: 8,6 Prozent; Vormonat 8,6 Prozent). 722 sozialversicherungspflichtige Stellen waren in der Stadt Flensburg zu vergeben, 28 oder 4,0 Prozent mehr als vor einem Jahr, 44 oder -14,1 Prozent weniger als im Oktober 2017. Der größte Bedarf bestand bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (184), im Handel (171), im Gesundheits- und Sozialwesen (165) sowie in der Produktion und Fertigung (159).“

Verdeckte bzw. tatsächliche Arbeitslosigkeit bei rund 13 %

Die genannten Arbeitslosenzahlen der Flensburger Arbeitsagentur beeinhalten jedoch nicht die Menschen, die sich in der sog. verdeckten Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung befinden. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, ergibt sich im November 2017 somit ein Anstieg um 500 Personen und eine Zahl von  15.706 Arbeitslosen (Vormonat  15.206), zuzüglich der Unterbeschäftigung sind es 20.538  (Vormonat 19.835). Nicht inbegriffen in der offiziellen Arbeitslosenstatistik sind auch die Arbeitslosen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Gründen als nicht mehr vermittelbar gelten und/oder vorzeitig zwangsverrentet wurden und in den SGB-XII-Leistungsbereich fallen. Entsprechend sind prozentual auch die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen in Flensburg erheblich höher. Mehr dazu im Arbeitsmarktreport für_AA 119 Flensburg_201711 auf bzw. ab Seite 9.

Komponenten der Unterbeschäftigung

Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, November 2017, S. 9

Über 2.000 Arbeitslose tauchen in der Flensburger Statistik der Arbeitsagentur nicht auf

Zum Vergleich untenstehend Zahlen der „arbeitslosen Kunden“ des Jobcenter Flensburg aus dem Juli 2017, die einen Eindruck über den Anteil derjenigen Arbeitslosen geben, die in der Flensburger Arbeitslosenstatistik nicht berücksichtigt werden.

Grafik aus der Dokumentation des Jobcenter Flensburg für die Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschuss am 13.11.2017 Foto: Heinz-Werner Jezewski

Allein 1.260 Arbeitslose befanden sich demnach in bereits oben genannten Maßnahmen. 695 waren krank gemeldet, 258 waren Ältere mit Sonderregelungen und 1.175 Personen waren zwar sozialversicherungspflichtig erwerbstätig, brauchten aber dennoch Hilfeleistungen, da unter anderem ihr Einkommen zur Existenzsicherung nicht reichte (z.B. Teilzeitjobber / Geringverdiener). 736 Personen wurden aufgrund von Schule oder Studium, 626 aufgrund von Pflege und Erziehung und 310 Personen aufgrund sonstiger Gründe nicht als arbeitslos gezählt.  Somit bleiben netto rund 2.200 Arbeitslose, die in der offiziellen Arbeitslosenstatistik der Flensburger Arbeitsagentur nicht auftauchen. Damit dürfte die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen im November 2017 nicht 4.393.betragen haben, sondern lag bei etwa 6.600 und die Arbeitslosenquote bei rund 13%.  Rechnet man noch die Arbeitslosen und Arbeitsuchenden dazu, die aus dem Leistungsbezug des ALG I rausgefallen sind und keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, dürfte die Quote sogar noch höher liegen.

Zahl der Arbeitsuchenden konstant

Die Zahl der Arbeitsuchenden betrug im November 2017 im Geschäftsstellenbereich Flensburg, der die Stadt Flensburg und Randgemeinden umfasst,  11.400 Personen, im Vormonat waren es  11.402 (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, November 2017, S. 19) .

Steigende Zahlen im Agenturbezirk: Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, lag im November 2017 die Zahl der Arbeitsuchenden bei 26.787 Personen und damit um 320 über der des Vormonats von 26.467   Personen (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, November 2017, S. 6). Dies sind im Vergleich zu den offiziell gemeldeten Arbeitslosen über 11.000 Personen zusätzlich. Darunter fallen unter anderem auch Arbeitslose, deren Arbeitslosengeld I ausgelaufen ist und die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II haben, nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne gelten und daher in der Arbeitslosenstatistik nicht auftauchen.

Zahl der SGB II-Bedarfsgemeinschaften bleibt nahezu konstant – Im Jahresvergleich erheblicher Anstieg der Zahl der Leistungsberechtigten

Jobcenter:

Das Jobcenter Flensburg betreute im November 2017 3.118 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Arbeitslosengeld II); das sind 4 Personen weniger als im Vormonat (-0,1%) bzw. 117 Personen (-3,6 %) weniger als im Vorjahresmonat.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ging im November im Vergleich zum Vormonat um 37 auf 6.525 (- 0,6%) zurück; im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen sie um 198 (+3,1%).
Die Zahl der Regelleistungsbezieher verringerte sich im Vergleich zum Vormonat um 49 auf 11.355 (-0,4%), im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen sie um 781 (+7,4%). Die Steigerungen bei den Bedarfsgemeinschaften und den Regelleistungsbeziehern zum Vorjahr sind in erster Linie auf den Personenkreis der Geflüchteten zurückzuführen.

Arbeitsmarktreport Jobcenter Flensburg November 2017

Zum politischen Streit um die Schönung der Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein auch ein Beitrag von Till H. Lorenz vom 3.10.2016 auf shz.de:
Arbeitsagentur in SH : So viele Menschen sind in Schleswig-Holstein wirklich arbeitslos
Tausende Erwerbslose werden aus der Statistik der Arbeitsagentur herausgerechnet – weil die Politik es so möchte.
unter: http://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/so-viele-menschen-sind-in-schleswig-holstein-wirklich-arbeitslos-id14995576.html

Ein Beitrag des ZDF vom 2.11.2017: Eine Million Arbeitslose mehr – Wie die Arbeitslosenzahl schöngerechnet wird

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich freundlich. Seit Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Doch viele Arbeitslose werden gar nicht mitgezählt. Unter https://www.zdf.de/nachrichten/heute/arbeitslose-wer-in-der-statistik-nicht-beruecksichtigt-wird-100.html

Und zum gleichen Thema ein Beitrag von correktiv.org vom 31. Mai 2017:

Warum eine Million Arbeitslose in der offiziellen Statistik nicht sichtbar sind
Die am Dienstag vorgestellte Arbeitslosenzahl ist um mindestens eine Million zu niedrig. Die geschönte Zahl kommt durch mehrere Gesetzesänderungen zu Stande. Sogar die Bundesagentur für Arbeit spricht sich für eine neue Berechnungsgrundlage aus, damit die offizielle Arbeitslosenzahl mehr der Wirklichkeit entspricht
https://correctiv.org/recherchen/arbeit/artikel/2017/05/31/zeit-fuer-die-echte-arbeitslosenzahl/

 

Flensburger Arbeitslosenquote sinkt im Oktober 2017 auf 8,6 %

Verdeckte Arbeitslosigkeit bei rund 12%

Zahl der SGB II-Regelleistungsberechtigten (Hartz IV) weiter auf konstant hohem Niveau

Arbeitsmarkt:

Im Stadtgebiet Flensburg sank die Zahl der Arbeitslosen im Oktober 2017 um 7 (0,2 Prozent) auf 4.353 im Vorjahresvergleich, im Vergleich zum Vormonat um -56 (-1,3 Prozent).
Die Arbeitslosenquote sank auf 8,6 Prozent (Oktober 2016: 8,7 Prozent; September 2017 8,7 Prozent).
766 sozialversicherungspflichtige Stellen waren in der Stadt Flensburg zu vergeben, 72 oder 10,4 Prozent mehr als vor einem Jahr, – 1 oder -0,1 Prozent weniger als im September 2017. Der größte Bedarf bestand im Handel (153), bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, ohne Arbeitnehmerüberlassung (105) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (81).

Verdeckte bzw. tatsächliche Arbeitslosigkeit bei etwa 12 %

Die genannten Arbeitslosenzahlen der Flensburger Arbeitsagentur beeinhalten nicht die Menschen, die sich in der sog. verdeckten Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung befinden. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, ergibt sich im Oktober 2017 somit eine Zahl von  15.206 Arbeitslosen (Vormonat 15.479 ), zuzüglich der Unterbeschäftigung sind es 19.890  (Vormonat 20.009). Entsprechend sind prozentual auch die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen in Flensburg erheblich höher. Mehr dazu im Arbeitsmarktreport für_AA 119 Flensburg_201710 auf bzw. ab Seite 9.

Komponenten der Unterbeschäftigung

Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, Oktober 2017, S. 9

Nicht inbegriffen sind auch die Arbeitslosen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Gründen als nicht mehr vermittelbar gelten und/oder vorzeitig zwangsverrentet wurden und in den SGB-XII-Leistungsbereich fallen. Tatsächlich liegt  die Arbeitslosenquote in Flensburg somit bei etwa 12,0 %. Rechnet man noch die Arbeitslosen und Arbeitsuchenden dazu, die aus dem Leistungsbezug des ALG I rausgefallen sind bzw. keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, dürfte die Quote sogar noch höher liegen.

Zahl der Arbeitsuchenden steigt leicht

Die Zahl der Arbeitsuchenden betrug im Oktober 2017 im Geschäftsstellenbereich Flensburg, der die Stadt Flensburg und Randgemeinden umfasst, 11.406  Personen, im Vormonat waren es  11.402 (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, Oktober 2017, S. 19) .  Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, lag im Oktober 2017 die Zahl der Arbeitsuchenden bei 26.467 Personen und damit um 461 über der des Vormonats von 26.006   Personen (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, Oktober 2017, S. 6). Dies sind im Vergleich zu den offiziell gemeldeten Arbeitslosen über 11.250 Personen zusätzlich. Darunter fallen unter anderem auch Arbeitslose, deren Arbeitslosengeld I ausgelaufen ist und die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II haben, nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne gelten und daher in der Arbeitslosenstatistik nicht auftauchen.

Zahl der SGB II-Bedarfsgemeinschaften bleibt nahezu konstant – Im Jahresvergleich erheblicher Anstieg der Zahl der Leistungsberechtigten

Jobcenter:

Das Jobcenter Flensburg betreute im Oktober 2017 3.122 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Arbeitslosengeld II); das sind 31 Personen weniger als im Vormonat (-1,0%) bzw. 123 Personen (-3,8 %) weniger als im Vorjahresmonat.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ging im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 15 auf 6.562 (- 0,2%) zurück; im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen sie um 219 (+3,5%).
Die Zahl der Regelleistungsbezieher stieg im Vergleich zum Vormonat um 17 auf 11.398 (+0,1%), im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen sie um 897 (+8,5%). Die Steigerungen bei den Bedarfsgemeinschaften und den Regelleistungsbeziehern zum Vorjahr sind in erster Linie auf den Personenkreis der Geflüchteten zurückzuführen.

Arbeitsmarktreport Jobcenter Flensburg Oktober 2017

Zum politischen Streit um die Schönung der Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein auch ein Beitrag von Till H. Lorenz vom 3.10.2016 auf shz.de:
Arbeitsagentur in SH : So viele Menschen sind in Schleswig-Holstein wirklich arbeitslos
Tausende Erwerbslose werden aus der Statistik der Arbeitsagentur herausgerechnet – weil die Politik es so möchte.
unter: http://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/so-viele-menschen-sind-in-schleswig-holstein-wirklich-arbeitslos-id14995576.html

Ein Beitrag des ZDF vom 2.11.2017: Eine Million Arbeitslose mehr – Wie die Arbeitslosenzahl schöngerechnet wird

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich freundlich. Seit Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Doch viele Arbeitslose werden gar nicht mitgezählt. Unter https://www.zdf.de/nachrichten/heute/arbeitslose-wer-in-der-statistik-nicht-beruecksichtigt-wird-100.html

Und zum gleichen Thema ein Beitrag von correktiv.org vom 31. Mai 2017:

Warum eine Million Arbeitslose in der offiziellen Statistik nicht sichtbar sind
Die am Dienstag vorgestellte Arbeitslosenzahl ist um mindestens eine Million zu niedrig. Die geschönte Zahl kommt durch mehrere Gesetzesänderungen zu Stande. Sogar die Bundesagentur für Arbeit spricht sich für eine neue Berechnungsgrundlage aus, damit die offizielle Arbeitslosenzahl mehr der Wirklichkeit entspricht
https://correctiv.org/recherchen/arbeit/artikel/2017/05/31/zeit-fuer-die-echte-arbeitslosenzahl/

 

Flensburger Arbeitslosenquote sinkt im September 2017 auf 8,7 %

Zahl der SGB II-Regelleistungsberechtigten (Hartz IV) sinkt leicht

Arbeitsmarkt:

Im Stadtgebiet Flensburg sank die Zahl der Arbeitslosen im September 2017 um 41 (-0,9 Prozent) auf 4.409 im Vorjahresvergleich, im Vergleich zum Vormonat um -297 (-6,3 Prozent).
Die Arbeitslosenquote sank auf 8,7 Prozent (September 2016: 8,9 Prozent; August 2017 9,3 Prozent).
767 sozialversicherungspflichtige Stellen waren in der Stadt Flensburg zu vergeben, 64 oder 9,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, 46 oder 5,7 Prozent weniger als im August 2017. Der größte Bedarf bestand bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (202), im Handel (134) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (86).

Verdeckte bzw. tatsächliche Arbeitslosigkeit bei etwa 12 %

Die genannten Arbeitslosenzahlen der Flensburger Arbeitsagentur beeinhalten nicht die Menschen, die sich in der sog. verdeckten Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung befinden. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, ergibt sich im September 2017 somit eine Zahl von 15.479 Arbeitslosen (Vormonat 16.230 ), zuzüglich der Unterbeschäftigung sind es  20.047 (Vormonat 20.573 ). Entsprechend sind prozentual auch die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen in Flensburg erheblich höher. Mehr dazu im Arbeitsmarktreport für_AA 119 Flensburg_201709 auf bzw. ab Seite 9.

Komponenten der Unterbeschäftigung

Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, September 2017, S. 9

Nicht inbegriffen sind auch die Arbeitslosen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Gründen als nicht mehr vermittelbar gelten und/oder vorzeitig zwangsverrentet wurden und in den SGB-XII-Leistungsbereich fallen. Tatsächlich liegt  die Arbeitslosenquote in Flensburg somit bei etwa 12,0 %. Rechnet man noch die Arbeitslosen und Arbeitsuchenden dazu, die aus dem Leistungsbezug des ALG I rausgefallen sind bzw. keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, dürfte die Quote sogar noch höher liegen.

Zahl der Arbeitsuchenden in Flensburg sinkt leicht

Die Zahl der Arbeitsuchenden betrug im September 2017 im Geschäftsstellenbereich Flensburg, der die Stadt Flensburg und Randgemeinden umfasst, 11.402  Personen, im Vormonat waren es  11.696 (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, September 2017, S. 19) .  Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, lag im August 2017 die Zahl der Arbeitsuchenden bei 26.006  Personen und damit um 340 unter der des Vormonats von 26.346 Personen (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, September 2017, S. 6). Dies sind im Vergleich zu den offiziell gemeldeten Arbeitslosen über 10.500 Personen zusätzlich. Darunter fallen unter anderem auch Arbeitslose, deren Arbeitlosengeld I ausgelaufen ist und die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II haben und daher nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne gelten.

Zahl der SGB II-Bedarfsgemeinschaften sinkt leicht

Jobcenter:

Das Jobcenter Flensburg betreute im September 2017 3.153 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Arbeitslosengeld II); das sind 184 Personen weniger als im Vormonat (-5,5%) bzw. 131 Personen (-4,0 %) weniger als im Vorjahresmonat.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ging im September im Vergleich zum Vormonat um 48 auf 6.577 (- 0,7%) zurück; im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen sie um 257 (+4,1%).
Die Zahl der Regelleistungsbezieher sank im Vergleich zum Vormonat um 62 auf 11.381 (-0,5%), im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen sie um 949 (+11,5%).
Die Steigerungen der Kennzahlen zum Vorjahr sind in erster Linie auf den Personenkreis der Zufluchtsuchenden zurückzuführen.

Arbeitsmarktreport Jobcenter Flensburg September 2017

Zum politischen Streit um die Schönung der Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein auch ein Beitrag von Till H. Lorenz vom 3.10.2016 auf shz.de:
Arbeitsagentur in SH : So viele Menschen sind in Schleswig-Holstein wirklich arbeitslos
Tausende Erwerbslose werden aus der Statistik der Arbeitsagentur herausgerechnet – weil die Politik es so möchte.
unter: http://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/so-viele-menschen-sind-in-schleswig-holstein-wirklich-arbeitslos-id14995576.html

Und zum gleichen Thema ein Beitrag von correktiv.org vom 31. Mai 2017:

Warum eine Million Arbeitslose in der offiziellen Statistik nicht sichtbar sind
Die am Dienstag vorgestellte Arbeitslosenzahl ist um mindestens eine Million zu niedrig. Die geschönte Zahl kommt durch mehrere Gesetzesänderungen zu Stande. Sogar die Bundesagentur für Arbeit spricht sich für eine neue Berechnungsgrundlage aus, damit die offizielle Arbeitslosenzahl mehr der Wirklichkeit entspricht
https://correctiv.org/recherchen/arbeit/artikel/2017/05/31/zeit-fuer-die-echte-arbeitslosenzahl/

 

Flensburger Arbeitslosenquote steigt im August 2017 auf 9,3 %

Zahl der Arbeitslosen in Flensburg erreicht neuen Höchststand im Jahr 2017

Zahl der SGB II-Regelleistungsberechtigten (Hartz IV) steigt weiter stark an

Arbeitsmarkt:

Im Stadtgebiet Flensburg stieg die Zahl der Arbeitslosen im August 2017 um 98 (2,1 Prozent) auf 4.706 zum Vormonat, im Vorjahresvergleich um 203 (4,5 Prozent).
Die Arbeitslosenquote stieg auf 9,3 Prozent (August 2016: 9,0 Prozent; Vormonat 9,1 Prozent).
813 sozialversicherungspflichtige Stellen waren in der Stadt Flensburg zu vergeben, 40 oder 5,2 Prozent mehr als vor einem Jahr, 32 oder 4,1 Prozent mehr gegenüber Juli 2017. Die größten Bedarfe bestehen im Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (116), in der Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienst-leistungen, ohne Arbeitnehmerüberlassung (113), und im Bereich von Erziehung und Unterricht (100).

Ausbildungsstellenmarkt

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2016 meldeten sich 745 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, 1,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 807 Meldungen für Berufsausbildungsstellen, ein Minus von 1,6 Prozent. Zum Statistikdatum waren 182 Bewerber noch unversorgt und 148 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 1,6 Prozent weniger unversorgte Bewerber und 11,3 Prozent mehr unbesetzte Berufsausbildungsstellen.

Top 5 der gemeldeten Ausbildungsstellen:

1. Kaufmann/-frau im Einzelhandel
2. Kaufmann/-frau im Groß-/Außenhandel – Großhandel
3. Kaufmann/-frau – Büromanagement
4. Verkäufer/in
5. Bankkaufmann/-frau

Top 5 der gesuchten Ausbildungsplätze

1. Verkäufer/-in
2. Kaufmann/-frau – Büromanagement
3. Kaufmann/-frau im Einzelhandel
4. Medizinische/r Fachangestellte/r
5. Kraftfahrzeugmechatroniker – PKW-Technik

Verdeckte Arbeitslosigkeit bzw. Unterbeschäftigung steigt – Tatsächliche Arbeitslosenquote mit 12,5% erheblich höher als die offizielle Quote

Die genannten Arbeitslosenzahlen der Flensburger Arbeitsagentur beeinhalten nicht die Menschen, die sich in der sog. verdeckten Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung befinden. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, ergibt sich im August 2017 somit eine Zahl von 16.230 Arbeitslosen (Vormonat 15.911 ), zuzüglich der Unterbeschäftigung sind es  20.590 (Vormonat 20.399 ). Entsprechend sind prozentual auch die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen in Flensburg erheblich höher. Mehr dazu im Arbeitsmarktreport für_AA 119 Flensburg_201708 auf bzw. ab Seite 9.

Komponenten der Unterbeschäftigung

Komponenten der Unterbeschäftgung, Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, August 2017, S. 9

Nicht inbegriffen sind auch die Arbeitslosen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Gründen als nicht mehr vermittelbar gelten und/oder vorzeitig zwangsverrentet wurden und in den SGB-XII-Leistungsbereich fallen. Tatsächlich liegt  die Arbeitslosenquote in Flensburg somit bei etwa 12,5 %. Rechnet man noch die Arbeitslosen und Arbeitsuchenden dazu, die aus dem Leistungsbezug des ALG I rausgefallen sind bzw. keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, dürfte die Quote sogar noch höher liegen.

Zahl der Arbeitsuchenden in Flensburg steigt leicht

Die Zahl der Arbeitsuchenden betrug im August 2017 im Geschäftsstellenbereich Flensburg, der die Stadt Flensburg und Randgemeinden umfasst, 11.696  Personen, im Vormonat waren es  11.668 (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, August 2017, S. 20) .  Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, lag im August 2017 die Zahl der Arbeitsuchenden bei 26.346 Personen und damit um 367 über der des Vormonats von 25.979 Personen (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, August 2017, S. 6). Dies sind im Vergleich zu den offiziell gemeldeten Arbeitslosen über 10.000 Personen zusätzlich. Darunter fallen unter anderem auch Arbeitslose, deren Arbeitlosengeld I ausgelaufen ist und die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II haben und daher nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne gelten.

Zahl der SGB II-Bedarfsgemeinschaften stagniert auf hohem Niveau. Zahl der Regelleistungsberechtigten nach SGB II („Hartz IV“) in Flensburg erreicht mit 11.443 Menschen neuen Höchststand

Jobcenter:

Das Jobcenter Flensburg betreute im August 2017 3.337 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Arbeitslosengeld II); das sind 16 Personen mehr als im Vormonat (+0,5%) bzw. 48 Personen (+1,5 %) mehr als im Vorjahresmonat.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften veränderte sich im August im Vergleich zum Vormonat nicht und liegt weiterhin bei 6.625 (+/- 0,0%) im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen sie um 293 (+4,6%).
Die Zahl der Regelleistungsbezieher stieg im Vergleich zum Vormonat um 52 auf 11.443 (+0,5%), im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen sie um 976 (+9,3%).
Die Steigerungen der Kennzahlen zum Vormonat wie auch zum Vorjahr sind in erster Linie auf den Personenkreis der Zufluchtsuchenden zurückzuführen.

Arbeitsmarktreport Jobcenter Flensburg August 2017

Zum politischen Streit um die Schönung der Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein auch ein Beitrag von Till H. Lorenz vom 3.10.2016 auf shz.de:
Arbeitsagentur in SH : So viele Menschen sind in Schleswig-Holstein wirklich arbeitslos
Tausende Erwerbslose werden aus der Statistik der Arbeitsagentur herausgerechnet – weil die Politik es so möchte.
unter: http://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/so-viele-menschen-sind-in-schleswig-holstein-wirklich-arbeitslos-id14995576.html

Und zum gleichen Thema ein Beitrag von correktiv.org vom 31. Mai 2017:

Warum eine Million Arbeitslose in der offiziellen Statistik nicht sichtbar sind
Die am Dienstag vorgestellte Arbeitslosenzahl ist um mindestens eine Million zu niedrig. Die geschönte Zahl kommt durch mehrere Gesetzesänderungen zu Stande. Sogar die Bundesagentur für Arbeit spricht sich für eine neue Berechnungsgrundlage aus, damit die offizielle Arbeitslosenzahl mehr der Wirklichkeit entspricht
https://correctiv.org/recherchen/arbeit/artikel/2017/05/31/zeit-fuer-die-echte-arbeitslosenzahl/

 

Veranstaltungen des Kulturhofs Flensburg im Brasseriehof im August 2017

brasseriehof

Moin aus dem Kulturhof,

anbei das neue Programm für den August – für die nicht Verreisten.

Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf unsere Veranstaltungen zum Bedingungslosen Grundeinkommen.

Jeden Donnerstagabend könnt ihr euch zu diesem Thema informieren.

Sei es durch einen Vortrag, die Ausstellung von Portraits von 10 BGE-Akteuren oder via Lesung oder Film.

Außderdem referieren und diskutieren am Dienstag, den 22.8.17 ab 19 Uhr Lokalpolitiker der Grünen sowie der LINKEN über das Grundeinkommen in Schleswig-Holstein.

Die Marktschwärmer haben sich im Hof etabliert und versorgen uns auch im August wieder mit regionalen, frischen und schmackhaften Lebensmitteln.

Ob nun mexikanisch, orientalisch oder westafrikanisch: Für jeden ist etwas dabei.

Bitte beachtet, dass ab August die Cafés am Donnerstag und Sonntag sowie das kamerunische Café am 26.8. bereits um 12 Uhr beginnen, d. h. man kann bei uns an diesen Tagen bereits zu Mittag essen.

Wir wünschen allen einen schönen und erholsamen Sommer:

Euer Kulturhof-Team

Weitere Details zu den jeweiligen Veranstaltungen findet Ihr bei Facebook https://www.facebook.com/brasseriehof.cafe/events und auf der niet- und nagelneuen Webseite des Kulturhofs https://www.kulturhof-flensburg.de/

Was ist der Kulturhof Flensburg e. V.?

Gegründet wurde unser Verein am 15.9.16 im Brasseriehof, wo seit Sommer 2015 die ersten Cafés (Familiennetzwerk „Mit uns für Alle“) stattfanden. Seit 28.2.17 ist er offiziell eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Wir fördern laut Satzung die Völkerverständigung und die Flensburger Stadtkultur. Bis dato haben wir 30 Mitglieder.

Was machen wir?

Jede/r kann bei uns ein Café ausrichten und seine Kultur vorstellen. In Flensburg gibt es Menschen aus ca. 130 Kulturen, sodass ein buntes Programm möglich ist. Bisher gab es im Brasseriehof-Café u. a. folgende Cafés: iranisch, syrisch-orientalisch, kurdisch, türkisch, mexikanisch, kamerunisch, ghanaisch. Wenn auch DU Deine Kultur in Form von köstlichen Speisen und mehr vorstellen möchtest, bist Du herzlich willkommen.

Neben den Cafés, die meist nachmittags stattfinden, veranstaltet der Verein auch Konzerte, bietet Lesungen, Themenabende mit Diskussionen und Ausstellungen an.

Ein besonderes Anliegen ist uns, für den Einbau eines behindertengerechten WCs zu sammeln. Insbesondere die Spenden aus den Hutkonzerten sind dafür vorgesehen.

Auch 2017 werden wir u. a. wieder bei der FLENSBURGER HOFKULTUR (Juli/August) teilnehmen.

Ebenso kann man bei uns dienstags nachmittags via die „Marktschwärmer“ bestelltes Gemüse abholen. Außerdem unterstützen wir ab dem Sommer das Projekt „Foodsharing“.

Aktuelle Termine befinden sich auf unserer Facebook-Seite Brasseriehof-Café https://www.facebook.com/brasseriehof.cafe/events und auf der Webseite des Kulturhofs https://www.kulturhof-flensburg.de/

Wir freuen uns über neue Mitglieder uns weitere spannende Veranstaltungen im Kulturhof Flensburg! Möchtest Du ab und an einen selbstgebackenen Kuchen spenden? Den Schaukasten monatlich gestalten oder die Räumlichkeiten sauber halten?

Dann schaue einfach mal während der Öffnungszeiten herein.

Kulturhof Flensburg e. V., im Brasseriehof, Große Straße 42 – 44, 24937 Flensburg

Wer in unserem Verein mitwirken möchte, wende sich bitte per Mail an Anja Werthebach: werthebach@posteo.de

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