Blog-Archive

„Tour de Flens“ am 21. Mai ein voller Erfolg

Zwischenstopp beim Mobilitätsmarkt: die Tour de Flens am Alsensund – Foto: Werner Kiwitt

Gute Laune und spannende Zwischenstopps bei der grenzübergreifenden Infotainment-Fahrt am vergangenen Samstag

Anregungen für abgestimmte E-Mobil-Ladesysteme und Energiewende

„Endlich wieder!“ freuten sich einige Elektromobil-Pioniere, die bereits seit 10 Jahren nur noch mit Sonne und Windstrom unterwegs sind. Doch auch die Neu-Einsteiger und Mitfahrende, die noch nie selber hinter dem Lenkrad eines E-Fahrzeuges gesessen hatten, zeigten sich begeistert-von dem Austausch mit den anderen fast 80 Teilnehmern der Tour in vierzig unterschiedlichen Elektro-Fahrzeugen: während der Flensburger Benjamin Flux Beifahrer in seinen noch Pedal-unterstützten Twike einlud, zeigten Andreas und Birgit Aupke aus Egernsund, dass mit einem Tesla sogar ein Wohnmobil auf Tour gehen kann. Auch elektrische Handwerkerfahrzeuge und Kleinbusse waren vertreten. Zwar dominierten Markenhersteller mit 2-500 Kilometer Batterie-Reichweite die Tour, aber die meisten Hingucker lockten umgerüstete Oldtimer wie der VW Käfer von Jesper Thun aus Broager oder der Framo von Hanno Otzen aus Ringsberg.

Zwei unterschiedliche Konzepte der E-Mobilität: Tesla und Twike – Foto: Werner Kiwitt

Nochmal deutlich größer als in früheren Jahren war auch das Interesse der Sonderburger und Flensburger, die erstmals zwei parallele E-Mobilitätsmärkte vor Schloss Sonderborg und im Citti-Park stationär aufsuchen und gleich  kritisch über die anstehenden Herausforderungen der Verkehrswende mitdiskutieren konnten: beim Podiumsgespräch des Klimapaktes im Citti-Park ging es auch um schnelleren Ausbau der Lade-Infrastruktur auf allen öffentlichen und Mieter-Parkplätzen, Car-Sharing und ÖPNV. Sonderborgs Bürgermeister Lauritzen und Peter Rathje von Project Zero begrüßten am dortigen Schloss auch Pedelec- und Lastenrad-Aussteller.

Da waren die Frühaufsteher der „Tour de Flens“ schon lange unterwegs: nach der dänischen „Morgenmad“ und der Begrüßung bei Sonderborg Forsyning ging es mit dem Fahrzeug-Korso zur solaren Fernwärmezentrale der Stadt und einer Biogasanlage von nature energy, die aus Fischabfällen,und organischen Resten der Lebensmittelverarbeitung und Tierhaltung neben Strom und Wärme auch Methan für die Überlandbusse der Region produziert.

Am Nachmittag zeigte Landwirt Henning Knutzen den E-Touristas in Hürup auf seinem Feld, wie durch sorgsame Bodenbearbeitung Humusbildung und damit auch CO2-Speicherung möglich ist – eine Perspektive mit einem weltweit kaum zu unterstützenden Potential im Kampf gegen die Erderhitzung. Neben viel infotainment gab es aber auch viele Gelegenheiten, ganz entspannt die Landschaft nördlich und südlich der Grenze mit blühenden Rapsfeldern, Feldwegen mit Knicks und Reddern zu genießen. „So wie die dänischen Teilnehmer sich über wunderschöne Nebenstraßen in Angeln erfreuten, entdecken die deutschen Teilnehmer Geheimtipps, die sie etwa auch an ihre Urlaubsgäste weitergeben können.“ freut sich Tour-Organisator Werner Kiwitt vom Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, über den grenzübergreifenden Austausch. Der soll nun auch intensiver zur Weiterentwicklung von grenzenlosen Lademöglichkeiten und Bezahlsystemen genutzt werden.

Dass da noch viel zu tun ist, wurde prompt deutlich durch den beim Glücksburger Touristikvereins-Vorsitzenden eingehenden Telefonanruf eines süddeutschen Urlaubers, der vergeblich versuchte, mit seiner deutschen Mastercard an einer E-Ladesäule von Shell in Sonderborg zu laden. „Da wollen wir ran und Kommunen wie Touristiker in der Region ermuntern für eine auch grenzübergreifend abgestimmte Vorgehensweise zum Laden und Abrechnen.“ so Werner Kiwitt. Die diesjährige „Tour de Flens“ wurde dafür begleitet durch ein Filmteam, das mit Mitteln des EU-Sofortprogramms eine entsprechende Dokumentation erstellen soll. So zogen sich letzte Interviews noch lange in den gemütlichen Teil der Tour, die traditionell mit einem Rundgang zu den Neuerungen im artefact-Zentrum und einem Flens am Grillstand ausläuft. Dort waren sich Alle von der erstmals teilnehmenden Glücksburgerin Heike Kaiser bis zur Wasserstoff-Fahrzeug-Fahrerin Simone Lange einig: „So macht Energiewende Spaß!“

Die Tour de Flens stand 2022 unter dem Motto Wir fahren mit Sonne und Wind vom Deich – statt mit Öl aus Putins Reich. und der Schirmherrschaft des amtierenden Ministers für Energiewende, Jan -Philipp Albrecht. Die Flensburger Stadtwerke sowie die Flensburger Brauerei waren als Sponsoren dabei.

Nachhaltig bauen mit Lehm: artefact in Glücksburg bietet ersten Profi-Kurs an – Anmeldeschluss: 05.08.2022

Innovativ und energieeffizient: Lehm-Architektur bei artefact in Glücksburg – Foto: artefact

Qualifizierung zur Fachkraft Lehmbau:
artefact führt in Glücksburg erstmalig Weiterbildung für Bauhandwerk durch

Erstmals in Norddeutschland wird vom 05. bis 23.September 2022 eine berufliche Weiterbildung angeboten, die sich anderswo bereits steigender Nachfrage erfreut.

Im Neubau, doch vor allem im Bereich der Sanierung wird von Hausbesitzern immer häufiger der Baustoff Lehm nachgefragt. Aufgrund des gesunden Innenraumklimas, doch zunehmend auch wegen der hervorragenden Energiebilanz ist innovatives Bauen mit Lehmputzen und Steinen längst mehr als ein Trend. Hinzu kommt, dass in Zeiten von Lieferengpässen und Kostensteigerungen bei Komponenten aus Fernost die regionale Verfügbarkeit als weiterer Vorteil entdeckt wird: überall , wo schon seit Jahrhunderten Städte aus Backsteinen und ungebranntem Lehm errichtet werden, ist der Baustoff in großen Mengen verfügbar, wie oft alte Straßennamen verraten.

Moderne Verarbeitungsmethoden bei der Fachkraft Lehmbau – Foto: artefact

Während andere Baustoffe nach Jahrzehnten oft Bauschutt und Entsorgungskosten hinterlassen, lässt sich Lehm problemlos recyceln und weiterverwenden. Doch lange galt der alte Baustoff als unmodern, im Handwerk wurde das spezifische Knowhow nicht mehr nachgefragt.  Die Renaissance des Lehmbaus begann in Deutschland Ende der Achtziger Jahre. Wenig später wurde der Dachverband Lehm gegründet – im schleswig-holsteinischen Molfsee und auf der Baustelle des Zentrums für nachhaltige Entwicklung, artefact, dessen Tagungs- und Gästehaus in Glücksburg aus lokalem Lehm und anderen regionalen Baustoffen errichtet und 1995 eingeweiht wurde.

Während in Süddeutschland inzwischen alljährlich Handwerkerschulungen durchgeführt werden, ist der dreiwöchige Kurs in Glücksburg für bereits in Bauplanung und -handwerk Vorerfahrene der erste zur Fachkraft Lehmbau in Norddeutschland. In Kooperation mit der Handwerkskammer Flensburg und dem Dachverband Lehm wurden im Vorfeld Lehrpläne abgestimmt, eine Prüfungsordnung verabschiedet und Fachreferenten ausgewählt. Der dreiwöchige Kurs beinhaltet sowohl Theorie– als auch Praxismodule. Nach Bestehen der Prüfung und einem weiteren betriebswirtschaftlichen Modul ist die Eintragung in die Handwerkerrolle möglich.

Infos zur Anmeldung und die Kursbeschreibung gibt es hier als PDF-Datei zum Download:  Infos Kursbeschreibung und Anmeldung-FKL 22 – artefact

artefact – Das Zentrum für nachhaltige Entwicklung
Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg (Ostsee)
Tel.: 04631-61160
artefact.de
info@artefact.de

Tour de Flens am 21. Mai: Die CO₂-neutrale Elektromobil-Rundfahrt um den Fjord der Ideen

„Wir fahren mit Sonne und Wind vom Deich – statt mit Öl aus Putins Reich“

Jetzt noch schnell anmelden! Teilnahme mit und ohne eigenes Elektro-Fahrzeug ist möglich.

Tour de Flens am 21. Mai bietet kostenlosen Erfahrungsaustausch zu fossilfreier Mobilität –  Mit umfangreichem Programm für die grenzübergreifende Infotainment-Fahrt

Täglich eine halbe Milliarde fließen alltäglich aus Erdöl- und Gasverkäufen von Westeuropa in das Reich Putins. Wer schon zuvor aus Klimaschutzgründen überlegte, sich von seinem fossilen Brenner zu verabschieden, hat nun weitere Gründe für den nötigen Ausstieg. Wie und wohin die Reise rein elektrisch gehen könnte, kann bei der 9.Tour de Flens am 21. Mai jeder selbst erfahren: auch noch nicht E-Mobile Mitfahrer haben Gelegenheit, sich während einer grenzübergreifenden Info-Tour mit E-Autofahrern über Reichweiten und Ladesäulen austauschen und Infos aus erster Hand zu bekommen.

Wie werde ich e-mobil? Austausch und Antworten gibt´s auf der Tour de Flens – Foto: Werner Kiwitt

Dutzende verschiedene Fahrzeugtypen werden wieder erwartet, deren Fahrer gern ihre Erfahrungen teilen. Waren bei den ersten Rundfahrten vor 10 Jahren vor Allem Unikate, umgerüstete Unikate und Kleinserienfahrzeuge mit geringer Reichweite am Start, so werden in diesem Jahr auch zahlreiche Serienfahrzeuge fast aller klassischer Automobilbauer erwartet: „Seitdem die Europäische Union endlich Vorgaben zum Umstieg auf höhere E-Quoten gemacht hat, überschlagen sich auch die letzten Bedenkenträger plötzlich mit neuen Modellen.“ freut sich Werner Kiwitt von artefact. „Mogelpackungen fahren bei uns aber nicht mit. Wir wollen zeigen, dass mittlerweile die Reichweiten und das Ladesäulennetz deutlich verbessert wurden, dass aber noch viel mehr passie-ren muss, um E-Mobilität für Mieter und in der Fläche, aber auch mit car-sharing und Umstiegsmöglichkeiten auf Busse und Bahnen attraktiver zumachen“.

Neben rein elektrischen Fahrzeugen sind auch CNG-Fahrzeuge auf Biogasbasis zur Mitfahrt eingeladen. Für fahrzeuglose Interessenten werden Mitfahrgelegenheiten ab Flensburg zum offiziellen Startort in Dänemark organisiert: am Sonntag vormittag kann bei den Versorgungsbetrieben Sonderborg bei Bedarf nachgeladen werden, bevor es nach der offiziellen Begrüßung durch die Organisatoren und Kommunen auf die erste Strecke geht. Neue Solar- und Biogasanlagen sowie Ladestationen werden während des Tages aufgesucht und vorgestellt. Vor Schloss Sonderborg wird ein großer Mobilitätsmarkt aufgesucht, den Projektpartner Project Zero organisiert.

Zu den weiteren Stopps gehört natürlich wie in allen Jahren der traditionelle hotdog-Test vor den Ochsen-Inseln, bevor es hinter den triple-Chargern in Padborg zum Citti-Park Flensburg geht, wo die Veranstaltungspartner vom Klimapakt einen Mobilitätsmarkt mit vielen Ausstellern planen. Nach weiteren Stopps endet die Infofahrt mit einem Rundgang und gemütlichem after-tour-Austausch im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg. „Wir wollen die Hemmschwelle für den Umstieg reduzieren und nicht zuletzt auch den Spaß am lautlosen Dahingleiten weitergeben. Das emobile Fahrgefühl muss man einfach mal ausprobiert haben!“

Auch Leihfahrzeuge für Touristen sind diesmal am Start und können von Vermietern für ihre Ur-laubsgäste ausgeliehen werden. Die „Tour de Flens“, die unter der Schirmherrschaft des schles-wig-holsteinischen Energiewende-Ministers Jan Philipp Albrecht steht, wird von der Flensburger Brauerei und den Stadtwerken unterstützt.

Öffentliche Podiumsdiskussion bei der E-Mobilitätsmesse im CITTI-PARK Flensburg

Am Samstag den 21.05.22 findet im Rahmen des Flensburger E-Mobilitätsmarktes ab 14.00 Uhr eine öffentliche Podiumsdiskussion in der Shopping-Mall im CITTI-PARK Flensburg statt. Es diskutieren rund um das Themenfeld E-/H-Mobilität: Jens Sandmeier (Wirtschafts- und Technologietransfergesellschaft Schleswig Holstein), Jan Obenauer (Elektro Obenauer), Jürn Kruse (GP Joule) sowie Jördes Wüstermann (Klimaschutzmanagement Stadt Flensburg)

Das Programm in der Übersicht:

08:00 Uhr: Lade-Möglichkeit und Kaffee bei Sønderborg Forsyning, Elholm, Ellegårdsvej 8

08:30 Uhr: Registrierung, Kaffee und Morgenmad

09:15 Uhr: Begrüßung durch Gastgeber und Veranstalter

Fahrt zur BiogasanlageVollerup Glansager,

09:45 Uhr: Führung Peter Blomgren, nature energy,

10:45 Uhr: Weiterfahrt zum Schloss Sønderborg

11:00 Uhr: Begrüßung beim Mobilitätsmarkt und Rundgang

11:30 Uhr: Kurzfahrten zum Alsik Hotel und zur Aussichtsplattform in der 16.Etage

12:00 Uhr: Weiterfahrt über Grasten zu den Ochseninseln

12:30 Uhr: Stärkung bei Fjordperle und „Annie´s“ in Sønderhav

13:00 Uhr: Weiterfahrt nach Padborg Industrivej und Zwischenstop am Triplecharger

13:30 Uhr: Eintreffen der Teilnehmer beim E-Mobilitätsmarkt beim CITTIPARK Flensburg -Begrüßungsinfos, Podiumsdiskussion m. Jens Sandmeier u.a.

14:45 Uhr: Weiterfahrt vom CITTIPARK mit Zwischenstop Ladesäulen-Einweihung

15:45 Uhr: Boben Op, Hürup: die Humusrevolution macht ernst: CO2-Anreicherung in der Landwirtschaft, Führung mit Henning Knutzen zu Hanfanbau und Kohlenstoffhandel

16:30 Uhr: Weiterfahrt nach Glücksburg

17:00 Uhr: artefact: Führung zur sun oyster und Solar-Kegeldachanlage im Klimapark Werner Kiwitt

17:30 Uhr: Grillen und Flens…

19:45 Uhr: Abschluss oder Weiterfeiern

Bereits mehr als 30 Fahrzeuge, darunter 15 verschiedene Marken und Typen von Twike bis Tesla, vom umgerüsteten VW bis zum serienmäßigen Elektro-Transporter haben sich angemeldet. Viele bieten Mitfahrgelegenheiten an. Wer sich über Car-sharing und Dörps-Mobile austauschen will, findet sicher einen Platz und Austauschpartner; auch Flensburgs Bürgermeisterin Simone Lange berichtet ihren Mitfahrern gern über ihre Erfahrungen mit ihrem Wasserstoff-Fahrzeug.  Derzeit können sich noch weitere geimpfte und getestete Interessierte für die Fahrt ab Flensburg und Sonderborg bei www.tour-de-flens.eu anmelden.

Zudem wird die diesjährige Tour mit Unterstützung des EU-Sofortprogramms  von einem Film-Team begleitet werden, um Eindrücke von der Tour um die schönste Förde der Welt und  Anregungen für den grenzübergreifenden Austausch zu Lademöglichkeiten, Leihfahrzeugen  weiterzutragen.

Über folgenden Link lässt sich sehen, wer/welche Fahrzeuge bereits dabei sind
Die Teilnehmerliste für die Webseite ist hier: link_public , reduzierte Informationen

Weitere Infos zu Programm und Anmeldung zur kostenlosen Mitfahrt finden sich unter www.Tour-de-Flens.eu .

artefact – Das Zentrum für nachhaltige Entwicklung
Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg (Ostsee)
Tel.: 04631-61160
artefact.de
info@artefact.de

Tour de Flens am 21. Mai: Die CO₂-neutrale Infotainment-Tour mit Elektrofahrzeugen rund um den Fjord der Ideen

„Wir fahren mit Sonne und Wind vom Deich – statt mit Öl aus Putins Reich“

Jetzt anmelden!

Tour de Flens am 21. Mai bietet kostenlosen Erfahrungsaustausch zu fossilfreier Mobilität –  Mit umfangreichem Programm für die grenzübergreifende Infotainment-Fahrt 

Teilnahme mit und ohne eigenes Elektro-Fahrzeug ist möglich.

Täglich eine halbe Milliarde fließen alltäglich aus Erdöl- und Gasverkäufen von Westeuropa in das Reich Putins. Wer schon zuvor aus Klimaschutzgründen überlegte, sich von seinem fossilen Brenner zu verabschieden, hat nun weitere Gründe für den nötigen Ausstieg. Wie und wohin die Reise rein elektrisch gehen könnte, kann bei der 9.Tour de Flens am 21. Mai jeder selbst erfahren: auch noch nicht E-Mobile Mitfahrer haben Gelegenheit, sich während einer grenzübergreifenden Info-Tour mit E-Autofahrern über Reichweiten und Ladesäulen austauschen und Infos aus erster Hand zu bekommen.

Wie werde ich e-mobil? Austausch und Antworten gibt´s auf der Tour de Flens – Foto: Werner Kiwitt

Dutzende verschiedene Fahrzeugtypen werden wieder erwartet, deren Fahrer gern ihre Erfahrun-gen teilen. Waren bei den ersten Rundfahrten vor 10 Jahren vor Allem Unikate, umgerüstete Unikate und Kleinserienfahrzeuge mit geringer Reichweite am Start, so werden in diesem Jahr auch zahlreiche Serienfahrzeuge fast aller klassischer Automobilbauer erwartet: „Seitdem die Europäische Union endlich Vorgaben zum Umstieg auf höhere E-Quoten gemacht hat, überschlagen sich auch die letzten Bedenkenträger plötzlich mit neuen Modellen.“ freut sich Werner Kiwitt von artefact. „Mogelpackungen fahren bei uns aber nicht mit. Wir wollen zeigen, dass mittlerweile die Reichweiten und das Ladesäulennetz deutlich verbessert wurden, dass aber noch viel mehr passie-ren muss, um E-Mobilität für Mieter und in der Fläche, aber auch mit car-sharing und Umstiegsmöglichkeiten auf Busse und Bahnen attraktiver zumachen“.

Neben rein elektrischen Fahrzeugen sind auch CNG-Fahrzeuge auf Biogasbasis zur Mitfahrt eingeladen. Für fahrzeuglose Interessenten werden Mitfahrgelegenheiten ab Flensburg zum offiziellen Startort in Dänemark organisiert: am Sonntag vormittag kann bei den Versorgungsbetrieben Sonderborg bei Bedarf nachgeladen werden, bevor es nach der offiziellen Begrüßung durch die Organisatoren und Kommunen auf die erste Strecke geht. Neue Solar- und Biogasanlagen sowie Ladestationen werden während des Tages aufgesucht und vorgestellt. Vor Schloss Sonderborg wird ein großer Mobilitätsmarkt aufgesucht, den Projektpartner Project Zero organisiert.

Zu den weiteren Stopps gehört natürlich wie in allen Jahren der traditionelle hotdog-Test vor den Ochsen-Inseln, bevor es hinter den triple-Chargern in Padborg zum Citti-Park Flensburg geht, wo die Veranstaltungspartner vom Klimapakt einen Mobilitätsmarkt mit vielen Ausstellern planen. Nach weiteren Stopps endet die Infofahrt mit einem Rundgang und gemütlichem after-tour-Austausch im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg. „Wir wollen die Hemmschwelle für den Umstieg reduzieren und nicht zuletzt auch den Spaß am lautlosen Dahingleiten weitergeben. Das emobile Fahrgefühl muss man einfach mal ausprobiert haben!“

Auch Leihfahrzeuge für Touristen sind diesmal am Start und können von Vermietern für ihre Ur-laubsgäste ausgeliehen werden. Die „Tour de Flens“, die unter der Schirmherrschaft des schles-wig-holsteinischen Energiewende-Ministers Jan Philipp Albrecht steht, wird von der Flensburger Brauerei und den Stadtwerken unterstützt.

Öffentliche Podiumsdiskussion bei der E-Mobilitätsmesse im CITTI-PARK Flensburg

Am Samstag den 21.05.22 findet im Rahmen des Flensburger E-Mobilitätsmarktes ab 14.00 Uhr eine öffentliche Podiumsdiskussion in der Shopping-Mall im CITTI-PARK Flensburg statt. Es diskutieren rund um das Themenfeld E-/H-Mobilität: Jens Sandmeier (Wirtschafts- und Technologietransfergesellschaft Schleswig Holstein), Jan Obenauer (Elektro Obenauer), Jürn Kruse (GP Joule) sowie Jördes Wüstermann (Klimaschutzmanagement Stadt Flensburg)

Weitere Infos zu Programm und Anmeldung zur kostenlosen Mitfahrt finden sich unter www.Tour-de-Flens.eu .

artefact – Das Zentrum für nachhaltige Entwicklung
Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg (Ostsee)
Tel.: 04631-61160
artefact.de
info@artefact.de

9. Tour de Flens am 21. Mai: „Wir fahren mit Sonne und Wind vom Deich – statt mit Öl aus Putins Reich“

Jetzt anmelden!

Tour de Flens am 21. Mai bietet kostenlosen Erfahrungsaustausch zu fossilfreier Mobilität – Nun steht das Programm der grenzübergreifenden Infotainment-Fahrt 

Anmeldephase beginnt –  Teilnahme mit und ohne eigenes Elektro-Fahrzeug ist möglich.

– Täglich eine halbe Milliarde fließen alltäglich aus Erdöl- und Gasverkäufen von Westeuropa in das Reich Putins. Wer schon zuvor aus Klimaschutzgründen überlegte, sich von seinem fossilen Brenner zu verabschieden, hat nun weitere Gründe für den nötigen Ausstieg. Wie und wohin die Reise rein elektrisch gehen könnte, kann bei der 9.Tour de Flens am 21. Mai jeder selbst erfahren: auch noch nicht E-Mobile Mitfahrer haben Gelegenheit, sich während einer grenzübergreifenden Info-Tour mit E-Autofahrern über Reichweiten und Ladesäulen austauschen und Infos aus erster Hand zu bekommen.

Wie werde ich e-mobil? Austausch und Antworten gibt´s auf der Tour de Flens – Foto: Werner Kiwitt

Dutzende verschiedene Fahrzeugtypen werden wieder erwartet, deren Fahrer gern ihre Erfahrun-gen teilen. Waren bei den ersten Rundfahrten vor 10 Jahren vor Allem Unikate, umgerüstete Unikate und Kleinserienfahrzeuge mit geringer Reichweite am Start, so werden in diesem Jahr auch zahlreiche Serienfahrzeuge fast aller klassischer Automobilbauer erwartet: „Seitdem die Europäische Union endlich Vorgaben zum Umstieg auf höhere E-Quoten gemacht hat, überschlagen sich auch die letzten Bedenkenträger plötzlich mit neuen Modellen.“ freut sich Werner Kiwitt von artefact. „Mogelpackungen fahren bei uns aber nicht mit. Wir wollen zeigen, dass mittlerweile die Reichweiten und das Ladesäulennetz deutlich verbessert wurden, dass aber noch viel mehr passie-ren muss, um E-Mobilität für Mieter und in der Fläche, aber auch mit car-sharing und Umstiegsmöglichkeiten auf Busse und Bahnen attraktiver zumachen“.

Neben rein elektrischen Fahrzeugen sind auch CNG-Fahrzeuge auf Biogasbasis zur Mitfahrt eingeladen. Für fahrzeuglose Interessenten werden Mitfahrgelegenheiten ab Flensburg zum offiziellen Startort in Dänemark organisiert: am Sonntag vormittag kann bei den Versorgungsbetrieben Sonderborg bei Bedarf nachgeladen werden, bevor es nach der offiziellen Begrüßung durch die Organisatoren und Kommunen auf die erste Strecke geht. Neue Solar- und Biogasanlagen sowie Ladestationen werden während des Tages aufgesucht und vorgestellt. Vor Schloss Sonderborg wird ein großer Mobilitätsmarkt aufgesucht, den Projektpartner Project Zero organisiert.

Zu den weiteren Stopps gehört natürlich wie in allen Jahren der traditionelle hotdog-Test vor den Ochsen-Inseln, bevor es hinter den triple-Chargern in Padborg zum Citti-Park Flensburg geht, wo die Veranstaltungspartner vom Klimapakt einen Mobilitätsmarkt mit vielen Ausstellern planen. Nach weiteren Stopps endet die Infofahrt mit einem Rundgang und gemütlichem after-tour-Austausch im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg. „Wir wollen die Hemmschwelle für den Umstieg reduzieren und nicht zuletzt auch den Spaß am lautlosen Dahingleiten weitergeben. Das emobile Fahrgefühl muss man einfach mal ausprobiert haben!“

Auch Leihfahrzeuge für Touristen sind diesmal am Start und können von Vermietern für ihre Ur-laubsgäste ausgeliehen werden. Die „Tour de Flens“, die unter der Schirmherrschaft des schles-wig-holsteinischen Energiewende-Ministers Jan Philipp Albrecht steht, wird von der Flensburger Brauerei und den Stadtwerken unterstützt.

Weitere Infos zu Programm und Anmeldung zur kostenlosen Mitfahrt finden sich unter www.Tour-de-Flens.eu .

artefact – Das Zentrum für nachhaltige Entwicklung
Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg (Ostsee)
Tel.: 04631-61160
artefact.de
info@artefact.de

Nachhaltig bauen mit Lehm: artefact in Glücksburg bietet ersten Profi-Kurs an

Innovativ und energieeffizient: Lehm-Architektur bei artefact in Glücksburg – Foto: artefact

Qualifizierung zur Fachkraft Lehmbau:
artefact führt in Glücksburg erstmalig Weiterbildung für Bauhandwerk durch

Erstmals in Norddeutschland wird vom 05. bis 23.September 2022 eine berufliche Weiterbildung angeboten, die sich anderswo bereits steigender Nachfrage erfreut.

Im Neubau, doch vor allem im Bereich der Sanierung wird von Hausbesitzern immer häufiger der Baustoff Lehm nachgefragt. Aufgrund des gesunden Innenraumklimas, doch zunehmend auch wegen der hervorragenden Energiebilanz ist innovatives Bauen mit Lehmputzen und Steinen längst mehr als ein Trend. Hinzu kommt, dass in Zeiten von Lieferengpässen und Kostensteigerungen bei Komponenten aus Fernost die regionale Verfügbarkeit als weiterer Vorteil entdeckt wird: überall , wo schon seit Jahrhunderten Städte aus Backsteinen und ungebranntem Lehm errichtet werden, ist der Baustoff in großen Mengen verfügbar, wie oft alte Straßennamen verraten.

Moderne Verarbeitungsmethoden bei der Fachkraft Lehmbau – Foto: artefact

Während andere Baustoffe nach Jahrzehnten oft Bauschutt und Entsorgungskosten hinterlassen, lässt sich Lehm problemlos recyceln und weiterverwenden. Doch lange galt der alte Baustoff als unmodern, im Handwerk wurde das spezifische Knowhow nicht mehr nachgefragt.  Die Renaissance des Lehmbaus begann in Deutschland Ende der Achtziger Jahre. Wenig später wurde der Dachverband Lehm gegründet – im schleswig-holsteinischen Molfsee und auf der Baustelle des Zentrums für nachhaltige Entwicklung, artefact, dessen Tagungs- und Gästehaus in Glücksburg aus lokalem Lehm und anderen regionalen Baustoffen errichtet und 1995 eingeweiht wurde.

Während in Süddeutschland inzwischen alljährlich Handwerkerschulungen durchgeführt werden, ist der dreiwöchige Kurs in Glücksburg für bereits in Bauplanung und -handwerk Vorerfahrene der erste zur Fachkraft Lehmbau in Norddeutschland. In Kooperation mit der Handwerkskammer Flensburg und dem Dachverband Lehm wurden im Vorfeld Lehrpläne abgestimmt, eine Prüfungsordnung verabschiedet und Fachreferenten ausgewählt. Der dreiwöchige Kurs beinhaltet sowohl Theorie– als auch Praxismodule. Nach Bestehen der Prüfung und einem weiteren betriebswirtschaftlichen Modul ist die Eintragung in die Handwerkerrolle möglich. Infos zur Anmeldung und die Kursbeschreibung gibt es hier als PDF-Datei zum Download:  Infos Kursbeschreibung und Anmeldung-FKL 22 – artefact

Weitere Infos für Interessierte bei artefact – Das Zentrum für nachhaltige Entwicklung
Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg (Ostsee)
Tel.: 04631-61160
artefact.de
info@artefact.de

Landesweiter Workshop „Grünkohl statt Braunkohle“ für junge Aktive am 29.-31.10.2021 in Glücksburg

Fridays-for-Future-Workshop „Grünkohl statt Braunkohle“ für junge Aktive am 29.-31.10.2021 im Zentrum für nachhaltige Entwicklung „artefact“ in Glücksburg – Foto: artefact

Raus aus der Braunkohle – rein in den Grünkohl – was kann ich selber machen?

Jetzt anmelden!

Vor den Bundestagswahlen war die fridays-for-future-Generation auf der Straße, um von der nächsten Bundesregierung eine ambitionierte Klimaschutzpolitik einzufordern. Doch viele Jugendliche wollen auch selber etwas gegen die drohende Erderhitzung tun.

„Raus aus der Braunkohle – rein in den Grünkohl!“ – so lautet das Motto einer Workshop-Reihe, die noch vor der Corona-Pandemie im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, gestartet wurde. An zwei Wochenenden nahmen bereits Schüler und Studierende teil, an denen Energiestrategiesimulationen und Rollenspiele etwa zum Thema Erdgaspipelines und Flüssiggas für Schleswig-Holstein zum Programm gehörten.  Beim nächsten Workshop geht es nun um eigene Handlungsfelder wie die Planung einer CO2-armen Klassenfahrt oder dem Bau eines solaren Handy-Ladegeräts.

Insbesondere schleswig-holsteinische Jugendliche können sich anmelden zum Workshop am Wochenende 29.-31. Oktober im artefact-Zentrum, das selber mit lokalen Baustoffen errichtet ist und sich komplett erneuerbar mit Strom und Wärme versorgt. Dank der Unterstützung der Bingo Projektförderung, der Lighthouse Foundation und dem Verein zur Förderung der Energiewende in Schleswig-Holstein liegt die Teilnahmegebühr im Taschengeldbereich.

Weitere Infos zur Anmeldung gibt´s unter: https://www.artefact.de/projekte/fridays-for-future-workshop/

und in der nebenstehenden PDF-Datei: fff-Workshop211029-Rein in den Grünkohl Anmeldung

artefact
Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg (Ostsee)
Tel.: 04631-61160
artefact.de
info@artefact.de

Zentrum für nachhaltige Entwicklung in Glücksburg freut sich über Auszeichnung

Von der Kita bis zur Erwachsenenbildung: Zweifache Auszeichnung der artefact-Bildungsangebote durch RENN-Nord

MINOLTA DIGITAL CAMERA

Wie kann die Energeiwende europäisch aussehen? „Changing the Game“ im artefact-Workshop – Foto: artefact

Das Glücksburger artefact-Zentrum hat mit gleich zweien seiner Bildungsformate beim Norddeutschland-Wettbewerb des Projektes SEGEL SETZEN /20/21 von BNUR und RENN.nord gewonnen.

Dr. Maria Grewe von RENN.nord (RENN – Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien) betont, wie wichtig gerade in Krisenzeiten außerschulische Angebote sind: „Bildung und Aufklärung sind Grundpfeiler für die Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen am gesellschaftlichen Gemeinwohl. Sie tragen maßgeblich zur Verringerung von Diskriminierung und Ungleichheit bei.“ Alina Cornelissen von RENN.nord erläutert: „Wir möchten mit unserem Wettbewerb einen kleinen finanziellen Anschub für die Umsetzung der zahlreichen guten Ideen geben, die bei uns eingereicht worden sind.“ Aus ganz Schleswig-Holstein kamen die Beiträge, insgesamt 30 Projekte wurden jetzt ausgezeichnet.

Den ersten Platz gab es für artefact in der Kategorie „Kita“ für das Projekt „Klima-Kig: neue Energien in die Kitas!“, in dem bereits die Jüngsten in Kindergärten der Region Flensburg mit Experimenten für das Thema Klimaschutz nachhaltig begeistert werden. Katharina Uhlig, Bildungsreferentin bei artefact, hofft, dass das zwei Jahre lang in Schafflund erprobte Konzept nach der Sommerpause fortgesetzt und auch in andere Kitas getragen werden kann. „Wir planen, auch zusätzliche Multiplikatorenkurse für Mitarbeiter*innen anderer Kitas zu entwickeln.“

In der Kategorie Jugendliche wurde außerdem die Online-Version des Planspiels „Changing the game“ ausgezeichnet, bei dem die Teilnehmer*innnen spielerisch in Gruppen das bestehende Energieversorgungssystem in ein zukunftweisendes und umweltfreundlicheres Szenario für das Jahr 2030 umwandeln können. Das Energiestrategiespiel, das 2009 an der Universität Kopenhagen entwickelt und von artefact für den deutschsprachigen Raum angepasst wurde, wurde bislang von hunderten Schülern, Klimamanagern und anderen Teilnehmern in Deutschland und Österreich unter Anleitung eines geschulten Trainers in vor Ort-Workshops mit Infotafeln, Karten und Legosteinen realisiert. Artefact-Mitarbeiter Niklas Neumeyer arbeitet derzeit an einer digitalen Fassung des Simulationsspiels, die damit eine nochmal deutlich größere Zielgruppe erreichen soll.
Das Team von artefact freut sich sehr und bedankt sich bei RENN.nord für die Auszeichnung!

Weitere Infos: artefact
Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg (Ostsee)
Tel.: 04631-61160
artefact.de
info@artefact.de

artefact in Glücksburg: Zentrum für nachhaltige Entwicklung investiert in die Zukunft

Das Zentrum für nachhaltige Entwicklung „artefact“ in Glücksburg – Foto: artefact

Neue Dachhaut, pädagogische und technische Innovationen

Auch ohne Gäste und Besucher tut sich derzeit viel im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact. Wo noch im Herbst Jugendliche aus Ratzeburg ein Seminar zu Fridays for future durchführten, stapelten sich in den letzten Wochen Maurerkübel und Dachbalken.
„Das ist wohl der einzige Vorteil der Pandemie“ meint Geschäftsführer Werner Kiwitt bei der Bauabnahme des erneuerten Dachs: „Angesichts geplatzter Seminar- und Urlaubsbuchungen konnten die Fachfirmen konsequent ihre Arbeiten durchziehen.“ Die Dachdeckerfirma Davidsen aus Flensburg und Holzverbindung aus Wees hatten bis zu fünf Fachleute gleichzeitig im Einsatz, um Bauschäden in Fassaden und Dachkonstruktionen zu beheben und gleichzeitig die Voraussetzungen für nachhaltige Attraktivierungen zu schaffen. Große Dachflächen wurden mit witterungsresistenten Materialien wie Resitrix eingedeckt, die nicht nur über Jahrzehnte wasserdicht, sondern auch die notwendige Grundlage sind für die geplante umfangreiche Begrünung unterschiedlicher Dachformen.
„Im Frühjahr sollen all diese Flächen mit unterschiedlichen flachwurzelnden Kräutern und anderen Pflanzen belegt werden, um damit Artenvielfalt und Bienenweide auf die Dächer zu holen und nebenher die darunterliegenden Räume zu klimatisieren.“ so Kiwitt. „Doch auch innovative Solartechniken auf dem Dach und im Energieerlebnispark sind in Planung.“

Allein aus eigener Kraft könnte der gemeinnützige Bildungsträger die Investitionen von 450.000 € nicht aufbringen.  Als eine der ersten Bildungseinrichtungen für Nachhaltigkeit wurde artefact soeben landesweit von gleich drei Ministerien zum viertenmal rezertifiziert, da die selbstentwickelten non-formalen Bildungskonzepte nicht nur Schulklassen, sondern auch die Besucher im Gästehaus und Touristen im Energieerlebnispark erreichen.  Zuschüsse vom Land, der Aktivregion und der Bingo Projektförderung konnten auch aufgrund des überregionalen Bekanntheitsgrades eingeworben werden.

Das artefact-Team will die Herausforderungen von Klimakrise und drohender Heisszeit noch stärker einbeziehen in das handlungsorientierte Konzept für den Energieerlebnispark, der im Frühjahr auch einen neuen Namen bekommen soll. Zur Deckung der Eigenleistungen wurde eine Spendenkampagne gestartet, die die Investitionen in die nächsten Jahrzehnte ermöglichen sollen. Über bereits 49.000,- € kann sich das zehnköpfige artefact-Team freuen: „Viele Besucher, die Motivation und Anregungen von hier mitgenommen haben, wollen nun auch selber beitragen zu einer enkeltauglichen Zukunft.“ so Kiwitt: Vom 10,- €-Beitrag eines Schülers bis zur Belegschaft einer Firma, die „statt Weihnachtsfest“  7.500,- Euro gespendet hat, reicht die Palette der Unterstützer. „Das gibt Auftrieb für die Herausforderungen, die wir nach Corona zu meistern haben.“

Weitere Infos: artefact
Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg (Ostsee)
Tel.: 04631-61160
artefact.de
info@artefact.de

Global lernen, lokal bauen bei artefact in Glücksburg (Ostsee) – Film zur Pionierarbeit von artefact

Vom globalen Lernen zum lokalen Bauen: Film zur Pionierarbeit von artefact in Glücksburg

Neue Dämmstoffausstellung wird vorbereitet

Finn Goulding (links) und andere Besucher begutachten den Film in der neuen Dämmstoffaustellung – Foto: frei, artefact

Tiny houses mit Seegrasdämmung gelten inzwischen als hipp, Lehmwände im Wohnzimmer gehören bei gesundheitsbewussten Bauherr*innen zum guten Ton. Seit Jahrzehnten erproben artefact und alle Bewohner der ungewöhnlichen Gästehäuser das Wohnraumklima solch unkonventioneller Baustoffe am eigenen Leib – und sind meist begeistert. Zehntausende Testschläfer nahmen Anregungen mit nach hause und entwickelten manchmal eigene Ideen und sogar Firmen daraus. Der Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung würdigte deshalb vor Jahresfrist die Pionierarbeit von artefact und finanzierte die mit bewegtbild-Flensburg realisierte Herstellung eines Films, der nun bei artefact und auch auf der homepage des gemeinnützigen Bildungsträgers und bei youtube online zu sehen ist: https://www.youtube.com/watch?v=gmwt6v8j1gU
„Vom Pionier zum Trendsetter“ begleitet Bauherren und Handwerker auf Baustellen oder bei der Fortbildung zum Dämmstoffeinbau im artefact-Zentrum, lässt Bewohner selbst zu Wort kommen über ihre Gründe für und Erfahrungen mit Baustoffen, die gesünder für Mensch und Klima und nicht einmal unbedingt teurer für´s Portemonnaie sind als Öl-basierte Materialien. Eine Ausstellung zu Dämmstoffen im Vergleich wurde auf der Basis wissenschaftlicher Auswertungen einer Klasse der Fachschule für Technik der Eckener-Schule Flensburg erstellt und soll im Frühjahr offiziell eingeweiht werden.

artefact
Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg (Ostsee)
Tel.: 04631-61160
artefact.de
info@artefact.de

Global lernen, lokal bauen bei artefact in Glücksburg (Ostsee)

 

Von Schleswig-Holstein nach China: Bildungskonzepte von artefact machen Schule

Trotz Corona-Lockdown und geschlossenem Energie-Erlebnispark kam in den letzten Wochen keine Langeweile im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg auf. Großflächige Dacharbeiten werden derzeit von Fachfirmen durchgeführt, um eine sturmfeste Grundlage  für eine Erweiterung der Dachbegrünung und eine ungewöhnliche Solaranlage zu schaffen.

Katharina Uhlig und Werner Kiwitt stellen die Klimabildungs-App für Jiangsu vor – Foto: artefact

Unter Dach fehlen zwar derzeit alle Gäste, ob Schulklasse oder Winterurlauber, doch vor Ort und in zahlreichen home offices arbeitete monatelang ein internationales Team. Im Auftrag der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GIZ erstellten mehrere Experten für schulische und außerschulische Klimabildung ein Kompendium von Methoden und Unterrichtsmaterialien auf der Basis schleswig-holsteinischer Erfahrungen, die in den nächsten Jahren in einer der modernsten Provinzen Chinas zum Einsatz kommen könnten.

Diplomingenieur Zhongping Wu aus Flensburg, die beiden Kreisfachberater des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein, IQSH, und Fachleute für naturwissenschaftlichen Unterricht und BNE, Gunnar Hansen und Elona Gutschlag gehörten ebenso zum Team wie eine Firma in Bejing, die mit der Entwicklung der ersten chinesischen Apps für Schüler zu Klimaschutz und eigenem ökologischem Fußabdruck beauftragt wurde. Nach sechs Monaten intensiver Recherchen und Austausch über unterschiedliche digitale Formate konnten nun die beiden artefact-Mitarbeiter im Team, Werner Kiwitt und die unter anderem für digitale Bildungsangebote zuständige Referentin Katharina Uhlig, die ersten analogen Ausdrucke des 200-Seiten-Werks und die Android-App präsentieren.   

Sehr gespannt auf die Konzepte und Anwendbarkeit ist Hu Qiying, die Projektdirektorin des GIZ-Büros in Nanjing, der alten Königsstadt und jetzigen Hauptstadt der Provinz Jiangsu. Das dortige Low Carbon Development Project hat ehrgeizige Ziele zur Senkung der Klimagase in der industriereichen Provinz im Norden von Shanghai. Als ehemalige Studentin des Studiengangs Energy and Environmental Management an der Universität Flensburg führte sie im vergangenen Jahr eine Delegation nach Sonderborg und Flensburg, um mehr von der Umsetzung der lokalen Klimapakt-Konzepte zu erfahren sowie nach Glücksburg, wo das Zentrum für nachhaltige Entwicklung seit nunmehr dreißig Jahren mit Deutschlands erstem Energieerlebnispark und vor Allem außerschulichen Angeboten für zukunftsfähige Lebensweisen qualifiziert und motiviert.

Aus der Idee eines fachpädagogischen Transfer -Projektes wurde eine internationale Ausschreibung, die das artefact-Team um Projektleiter Werner Kiwitt mit ihrem Angebot gewinnen konnte. Für Kiwitt, der sieben Jahre mit dem Schwerpunkt Curriculumentwicklung im Ausland arbeitete und zuletzt mehrere Hochschulen in Bolivien zur Ausbildung in erneuerbaren Energien beriet, war das Projekt trotzdem eine Herausforderung: „Aufgrund von Corona musste der geplante.Projektablauf völlig verändert werden. Statt erster Workshops mit chinesischen Schülern und Lehrern und direktem Einblick in die regionalen Voraussetzungen mussten wir sehr viel mutmaßen und als Trockenübung dokumentieren. Umso gespannter sind wir nun, ob und wie die Kooperation fortgesetzt wird.“ Als ein mögliches Handlungsfeld wurde auf chinesischen Wunsch hin explizit ein Zukunftsprojekt  in die Materialsammlung eingearbeitet: für eine chinesische Sommerschule im artefact Energieerlebnispark, der „im Jahr nach Corona“ neu öffnen wird als Klimapark Glücksburg – aber das ist eine andere Geschichte.

artefact lädt am 20. und 21.9. zum Besuch im Energie-Erlebnispark in Glückburg ein

Freier Eintritt in den Powerpark

Das Thema Klimawandel ist endlich in der Bundespolitik angekommen. Am Freitag, dem 20. September ist bundesweiter Klima-Streik- und Aktionstag von fridays-for-future, an dem sich auch in Flensburg viele Schüler, Eltern und Großeltern beteiligen. Doch auch Diejenigen, die sich vormittags nicht frei nehmen oder streiken können, haben die Möglichkeit, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Welche Handlungsfelder zum Energiewende-selber-machen sich Jedem auch persönlich bieten, zeigt das Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg, schon seit fast 30 Jahren an Beispielen wie Hausbau, Energieeffizienz, Mobilität und erneuerbaren Energien auf. Am Freitag nachmittag bis 18 Uhr sowie am Samstag 21.09. lädt das artefact-Team alle Aktiven und Neugierigen von 10 bis 18 Uhr zum kostenlosen Besuch in den Energie-Erlebnispark ein.

Voraussetzung: die CO2-arme Anreise mit Bus oder Fahrrad. Vor Allem die zahlreichen Neu-Bürger auf dem Glücksburger Bremsberg sind herzlich zum Schnupperbesuch eingeladen. “Für alte und neue Nachbarn bieten wir am Samstag um 14 Uhr eine kostenlose Führung durch das Zentrum und parallel für die Kinder eine Power-Rallye an.” so Geschäftsführer Werner Kiwitt: “So lernen auch wir mal die neuen Nachbarn kennen. Und
Anreise zu Fuß und Rad ist besonders einfach.”

artefact
Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg (Ostsee)
Tel.: 04631-61160
artefact.de
info@artefact.de

Der Powerpark

Der Energie – Erlebnispark für Jung und Alt zeigt Ihnen auf einem einzigartigen Gelände, wie Energie erzeugt und umgewandelt wird: aus Sonnenstrahlen in Strom (elektrische Energie), von Reibung in Wärme (thermische Energie), durch Auftrieb in Wind und vieles mehr.

Was im Physikunterricht Theorie blieb, kann hier „begriffen” werden – und macht auch noch Spaß!

An mehr als 35 Stationen können Forscher und Forscherinnen zwischen 7 und 70 dem „fossilen” Treibhauseffekt auf die Spur kommen und Ideen entwickeln für Bauen, Wohnen und Leben, die „nachhaltig” funktionieren.
Ob bei der Nutzung erneuerbarer Energien wie Biogas, Photovoltaik oder der modernen Brennstoffzelle: Der Powerpark bietet Zukunftstechniken zum Anfassen.
Wieviel wiegt ein Kilowatt? Fließt Wasser auch bergauf? Wie kommt die Sonne in die Steckdose?
Dies und vieles mehr können Sie in Deutschlands erstem Energie-Erlebnis-Park erkunden.

Auf der schwarzen Wegestrecke erlebt man die Umwandlung in einer Energieform in die nächste!
Mit der „Watt-Wanderung” (graue Wegestrecke) wird’s so richtig knifflig:
Wieviel Energie verbrauch’ ich wofür? Wo kommt sie her, wo führt sie hin?
Mit der Sonnenuhr beginnt die Zukunft (gelbe Strecke): effektive Nutzung fossiler und Einsatz regenerativer Energie.
Auf „Zeitleisten” im sternförmigen Wegenetz entdecken Sie die Geschichte der Energienutzung.

An mehr als 30 Stationen bietet der Powerpark Infotainment für alle Altersgruppen: „Forschern zwischen 7 und 70 Jahren” wird Gelegenheit geboten, Wissen und Kräfte zu messen. Und das alles auf spielerische unterhaltsame Art.

%d Bloggern gefällt das: