Hotelneubau an der Bahnhofstraße: Naturschutz in Flensburg – Nur eine Farce?

Scharfe Kritik am Bauvorhaben

Die Zahl der Hotelprojekte in Flensburg wächst beständig. Nun soll auch in der Bahnhofstraße ein neues großes Hotel entstehen, das von der Steigenberger-Kette betrieben werden soll. Die beiden Investoren Ralf Hansen und Jan Duschkewitz wollen dabei nicht nur einen siebenstöckigen Neubau zwischen Bahnhofstraße und Schleswiger Straße platzieren, sondern gleichzeitig auch ein ebenso hohes Parkhaus bauen. Auch die angrenzenden Flächen um das alte Postgebäude sollen umgekrempelt werden.
Insbesondere für das Parkhaus müssten die Investoren allerdings bis hinauf in den Hang zur Schleswiger Straße bauen. Damit sind aber erhebliche Risiken verbunden, vor allem was die Hangstatik angeht, und gleichzeitig müssten für das gesamte Bauvorhaben eine große Anzahl von stattlichen und geschützten Bäumen bzw. ein kleiner Wald weichen. Dagegen laufen die betroffenen Nachbarn an der Schleswiger Straße Sturm.
Claus Kühne übt als Anwohner der Schleswiger Straße und Nachbar des zukünftigen Hotels in einem Leserbrief scharfe Kritik an dem Vorhaben und verweist auf die besonderen Naturschutzbelange. Nach seinem Leserbrief folgen Hinweise auf zwei Beiträge zum Thema auf shz.de:

Naturschutz in Flensburg – nur eine Farce?

Claus Kühne, Flensburg

Die Planer des Hotels an der Bahnhofstraße ließen in der Presse verlauten: „Wir sind in der Spur“, das mag sein, aber eine ganze Reihe von Bürgern meinen, in der falschen Spur.

Bereits im ersten Absatz heißt es, „Das Quartier“ würde „städtebaulich prägen“, das sehe ich allerdings auch so, doch leider nur negativ! Sowohl das gigantische Hotel (35 m), als auch das noch gigantischere Parkhaus, wären eine städtebauliche und -planerische Fehlleistung- eine Zumutung!

Weiter heißt es: „Der Eingriff in den Hangbereich würde minimiert, es müssten weniger Bäume weichen“.
„Es sollen allerdings auch neue Bäume gepflanzt werden“

Ist den Flensburgem eigentlich bekamrt, dass sog. ,Ersatzpflanzungen´ in Eggebek vorgenommen werden? Z. Zt. blühen u.a. über 150 Jahre alte. prächtige Linden in dem Gebiet. die man unbedingt anschauen sollte, will man diese den Bürgem entziehen?

In einem Schreiben des „Umweltministeriums, Kiel“ vom 28. Mai d. J. wurde mir versichert, dass es sich bei dem genannten Gebiet um eine Waldfläche handelt, die unter besonderem Schutz stehen würde; diesen Status aufzuheben sei sehr schwierig, nachzulesen unter § 9 LWaldg., zumal der Wald für die Erholung der Bevölkerung von wesentlicher Bedeutung sei.

Es geht allerdings nicht nur um Gesundheit und Wohlbefinden, sondem auch um den Erhalt eines
Kulturguts der Stadt; bekanntlich wurden genannte Linden im Auftrag des „VVF Verschönerungsvereins Flensburg“ für die Bürger gepflanzt. Ich denke, weder der VVF, noch die Umweltverbände würden einer Zerstörung des Waldes tatenlos zustimmen.

Vorgeschlagene Alternativen wurden leider bisher abgelehnt, man will unbedingt Hotel und
Parkhaus. Ich hoffe immer noch auf die Einsicht der Parteien und Gremien.

Dazu ein Beitrag auf shz.de. Dort gibt es auch eine entsprechende Planskizze, die das Problem des Hangs verdeutlicht, wie aber auch die Fläche markiert ist, wo jetzt noch die Bäume stehen. Carlo Jolly am 1. Febrauer 2018 auf shz.de Hotel und Parkhaus am Flensburger Bahnhof : Ohne Brücke zur Schleswiger Straße Quelle: https://www.shz.de/18964206 ©2018

Carlo Jolly am 28. Dezember 2017 auf shz.de Hotel- und Parkhaus-Planung in Flensburg : Es rumort am Hang des Mühlenteichs
Nachbarn an der Schleswiger Straße sind besorgt, dass eine geplante Parkpalette die Statik des sensiblen Geländes verändern könnte – Quelle: https://www.shz.de/18671291 ©2018

Joachim Pohl am 25. Juni 2018 auf shz.de Hotels in Flensburg : Steigenberger an der Bahnhofstraße
Von den drei aktuellen konkreten Hotel-Planungen ist das an der Bahnhofstraße das jüngste. Ebenso wie das am Rathaus geplante wird es das Quartier, in dem es vorgesehen ist, städtebaulich prägen. Die beiden Flensburger Investoren Ralf Hansen und Jan Duschkewitz haben es für das derzeit unbebaute Areal zwischen der Bahnhofstraße und dem Hang hinauf zur Schleswiger Straße vorgesehen.
Quelle: https://www.shz.de/20242492 ©2018

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FerienLeseClub in der Stadtbibliothek Flensburg

Leseförderung in den Sommerferien

Flensburg. Es ist wieder soweit: zum achten Mal öffnen sich in der Stadtbibliothek Flensburg die Türen für den FerienLeseClub! Seit dem 22.6.2018 werden dort die Anmeldungen angenommen und am 3.7.2018 geht das Lesevergnügen los.

Der landesweite FerienLeseClub ist ein Leseförderungsprojekt der Büchereizentrale Schleswig-Holstein.
Schülerinnen und Schüler, die nach den Sommerferien mindestens in die 3. Klasse kommen, melden sich in der Stadtbibliothek Flensburg für den FerienLeseClub an. Mit Clubkarte und Logbuch (Lesetagebuch) ausgestattet lesen sie während der Sommerferien aus einer ca. 800 Bücher umfassenden aktuellen Auswahl ihre Lieblingsbücher. Im Logbuch notieren sie, was sie gelesen haben und wie es ihnen gefallen hat. In der Bibliothek bekommen die Kinder zu jedem Buch Fragen gestellt, deren Beantwortung im Logbuch bestätigt wird.

Die Abschlussparty mit vielen Überraschungen findet am 25. August 2018 von 15.30 Uhr bis 18 Uhr statt. Auf dieser Party oder in der darauf folgenden Woche bekommen die TeilnehmerInnen auch ihre Bronze-, Silber-, oder Goldzertifikate überreicht.

Die Zertifikate können die SchülerInnen in der Schule ihren Lehrkräften zeigen, um die erfolgreiche Teilnahme am FLC im nächsten Zeugnis eintragen zu lassen.

Auch in diesem Jahr ist der Arena-Verlag als Förderer im FLC dabei. Für Klassen, die landesweit die meisten Bücher lesen, gibt es die Möglichkeit, Buchpakete für die Schulbücherei zu gewinnen. Hierbei soll die Anmeldung direkt bei der Büchereizentrale erfolgen. Fragen dazu beantwortet die StadtBibliothek gerne.

Restplätze für vergünstigte Ferienfreizeiten sichern!

Ferienwerk: Noch Restplätze zu vergeben

Flensburg. Für Familien mit geringem Einkommen, insbesondere die, die staatliche Leistungen
wie z.B. Wohngeld oder Hartz IV, Kinderzuschlag beziehen oder über das Asylbewerber-Leistungsgesetz Zahlungen erhalten, fördert das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Flensburg Ferienfreizeiten.
Dazu sind noch Restplätze zu vergeben.

Auskünfte und Anmeldungen :
Stadt Flensburg, Kinder- und Jugendbüro, Schützenkuhle 26, 24937 Flensburg
Tel. 0461 / 852750 – Matina Korb

Ferienpasseröffnungsfest an der Hafenspitze Flensburg am 6. Juli ab 14 Uhr

Flensburg. Am Freitag, den 06. Juli findet an der Flensburger Hafenspitze das Ferienpasseröffnungsfest statt.

Von 14:00 bis 18:00 Uhr können alle Kinder mit Spiel, Spaß und Sport in die Sommerferien starten. Historische Spiele wie Apfelbeißen, Kegeln, Ringe werfen, Strohsackschlagen oder Sackhüpfen werden von „Weltentor“-Aktionskünstlern angeboten. Die DLRG-Glücksburg wird Wasserspiele präsentieren. Mitarbeiter*innen vom Haus der Kinder und Jugend aus Harrislee werden die Kinder mit Stockbrot und Axtwerfen begeistern. Die Jugendpflege Glücksburg und der Stadtjugendring e.V. haben Bastelspiele rund um den Ferienpass vorbereitet.

Noch schnell anmelden für den Kinderflohmarkt!

Das Team des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Flensburg bietet leckere Cocktails, Freundschaftsbänder und einen Kinderflohmarkt an. Hier können die Kinder verhandeln, verkaufen und tauschen und ihre Ferienkasse aufbessern.

Für einen kostenlosen Platz können sich die jungen Verkaufstalente bis Freitag 13:00 Uhr beim Kinder-und Jugendbüro per Mail (Fleps.Samuel@flensburg.de) anmelden.

Das Spielmobilteam der Stadt Flensburg ist im Kinder-und Jugendbüro in der Schützenkuhle 26 unter 0461 85 2981 oder per Mail Fleps.Samuel@flensburg.de zu erreichen.

Death Café – „Sarggeschichten on Tour“ am 06.07.2018 im Café LuaLe in der Norderstraße 134

Flensburg. Die Stadt Flensburg lädt alle Interessierten zum nächstem Death-Café unter dem Titel „Sarggeschichten“ am Freitag, 6. Juli um 15.00 Uhr ins Café am LuaLe in der Norderstraße 134 ein.

„Sarggeschichten“ nennen junge Menschen aus Berlin ihre Filme, mit denen sie Antworten auf verschiedene Fragen geben. Zum Beispiel:“ Was passiert nach einem plötzlichen Tod?“ oder „Was ist eine Hausaufbahrung?“ oder  „Wie gibt man dem Verstorbenen eine Platz im Leben?“

Sarah Benz vom Sarggeschichten Team aus Berlin wird einige der kurzen Filme zeigen und mit diesen Impulsen bei Kaffee und Kuchen lebendige Gespräche anregen.

Wer mehr wissen möchte schaut unter www.sarggeschichten.de nach.

Was ist das Death-Café?

Das Death Café wird von der Stadt Flensburg initiiert und im Rahmen des Projektes „SelbstBestimmt im Alter!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und von der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. unterstützt.
Es ist eine Einladung zu Gesprächen über die End-lichkeit des Lebens. Bei jedem Treffen gibt es zum Beginn einen Impuls von unterschiedlichen Menschen oder Gruppen, dann wird in gemütlicher, respektvoller und achtsamer Atmosphäre bei Kaffee, Tee und Kuchen erzählt und zugehört. Bei allen Impulsen wird aus sehr vielfältigen Blickwinkeln auf die Themen Tod, Sterben und Trauer geschaut.

Das Death Café ist keine Selbsthilfegruppe sondern eine Einladung an alle, die sich darüber austauschen möchten, was es für unser Leben und unseren Alltag bedeutet, dass das Leben end-lich ist.

Der Besuch des Death Cafés ist kostenlos.

Neubau und Erweiterung des Lidl-Marktes Zur Bleiche 4 – Information vor Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens

Flensburg. Es liegt ein Antrag vor, den Lidl-Markt durch einen Neubau in der Verkaufsfläche von rund 800 m² auf rund 1.400 m² zu erweitern. Das neue Gebäude soll eingeschossig werden (mit Pultdach) und die Anordnung auf dem Grundstück wird der heute bekannten Situation entsprechen. Vorgesehen sind insgesamt 103 Kfz-Stellplätze, davon 2 für Menschen mit erheblichen Gehbehinderungen und 5 für Kunden mit Kleinkind. Die Anlieferung erfolgt auf der Gebäuderückseite unter einem Vordach und die Müllbehälter sind eingehaust. Ein eigenständiger Bäcker ist nicht mehr vorgesehen und stattdessen ein Back-Shop-Angebot integriert.

Das Vorhaben liegt außerhalb des Geltungsbereiches eines Bebauungsplanes und erfordert daher das gemeindliche Einvernehmen, dass es sich in die nähere Umgebung einfügt. Hierzu ist eine Beschlussfassung in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung am 21. August vorgesehen.

Der Öffentlichkeit wird die Gelegenheit gegeben sich auf der Internetseite der Stadt Flensburg in der Rubrik „Bauen & Wohnen\Aktuelle Bauanfragen“ http://www.flensburg.de/Wohnen-Wirtschaft/Stadt-und-Landschaftsplanung/Bauleitplanung-und-Satzungen/Aktuelle-%C3%96ffentlichkeitsbeteiligung/index.php?object=tx%7c2306.296.1&NavID=2306.341 zu informieren. Bis zum 16. August können Stellungnahmen abgegeben werden, die vor der Beschlussfassung an die Ausschussmitglieder weitergeleitet werden.

Die Verwaltung empfiehlt die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens.

 

„Die Identitären“ – Vortrag und Diskussion mit Natascha Strobl und Julian Bruns am 12.07.2018 in der Alten Meierei in Kiel

Jugendbewegung der neuen Rechten in Europa

12.07.2018, 19:00 – 22:00 Uhr
Alte Meierei, Hornheimer Weg 2, 24113 Kiel

Vortrag und Diskussion mit Natascha Strobl und Julian Bruns, Autor*innen des ersten Handbuches über die Identitären.

In Berlin haben sie im Herbst 2016 eine Veranstaltung mit Jacob Augstein und Margot Käßmann zu sprengen versucht, haben sie das Brandenburger Tor und die Bundesgeschäftsstelle der Grünen besetzt.

Julian Bruns, Kathrin Glösel, Natascha Strobl – Die Identitären Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa – Unrast-Verlag, 320 S., 18,00 €

In Österreich unterstützten sie die Präsidentschaftskampagne Norbert Hofers von der FPÖ, in Frankreich den Front National, in Deutschland sind sie sind eng mit der AfD verbunden. Im Sommer 2017 versuchten sie mit einem Schiff auf dem Mittelmeer NGOs einzuschüchtern und bei der Rettung von
Flüchtlingen zu behindern.

Die Identitären sind Teil einer Strategie der Neuen Rechten, die dieses Spektrum auf die Straßen geführt hat. Sie stellen den aktivistischen und jugendlichen Teil der Neuen Rechten dar, dem es mit ursprünglich linken Aktionsformen und intelligenter Nutzung Sozialer Medien gelingt, den Diskurs weiter nach rechts zu verschieben.

Wo kommen sie her, was ist von ihnen weiter zu befürchten und welche Gegenstrategien bieten sich an? Diese Fragen werden Natascha Strobl und Julian Bruns, Autor_innnen des ersten Handbuches über die Identitäre Bewegung, beantworten und zur Diskussion stellen.

Donnerstag | 12. Juli 2018 | 19 Uhr | Alte Meierei (Hornheimer Weg 2, Kiel)

Wie immer gibt es zusätzlich spitzenmäßige vegane Snacks, einen gut gedeckten Propaganda-Tisch vom Libertären Laden, Infoblock, Klönschnack und kühle Getränke am Tresen.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Antifa-Café, Reihe „Rechtsruck und autoritäre Formierung in Europa. Bestandsaufnahmen, Analysen und Gegenstrategien“

 

Röhms Kindergarten maskiert sich als „Revolutionäres Kollektiv“

Zum Revolutionären Kollektiv Flensburg ein Beitrag der DKP-Gruppe Flensburg

DKP Flensburg

Röhms Kindergarten missbraucht die Werkzeugfahne

Als Kommunisten könnten wir uns darüber freuen, das Symbol der Werkzeugfahne, Hammer und Sichel im Flensburger Stadtbild zu sehen. Leider ist es immer so lieblos und dilettantisch dahingeschmiert, dass es eher abschreckt als Sympathien weckt. Die Schmierer unterzeichnen mit RK und haben recht wenig mit kommunistischer Politik zu tun. Marxistische und leninistische Bildung ist bei ihnen nicht vorhanden, jedenfalls nicht bei ihnen zu erkennen, dafür einfach platte Gewaltverherrlichung, die mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten linker Politiker verknüpft wird. Dies dient der Verächtlichmachung des Kommunismus durch angebliche „Kommunisten“. Die Gewaltverherrlichung der Gruppe „Revolutionäres Kollektiv“ RK ist mit dem „linken Radikalismus als Kinderkrankheit des Kommunismus“ nicht allein zu erklären. Die hat nur wenig mit Mao Tse Tung zu tun, aber sehr viel mit dem Faschismus von Mussolini und Ernst Röhm. Nicht nur die vom RK propagierte „innerlinke“ Gewalt ist menschenverachtend sondern deren Gewaltfetischismus generell, auch dann…

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Feierabendführung mit Midgaard Skalden am 5. Juli und archäologisch-botanische Spurensuche am 8. Juli

Veranstaltungen in Haithabu

Zwei interessante Veranstaltungen stehen in der kommenden Woche auf dem Programm bei den Wikinger Häusern in Haithabu: Eine Feierabendführung am 5. Juli und eine archäobotanische Führung am 8. Juli.

Die Theatergruppe Midgaard Skalden spielt Szenen aus dem Leben der Wikinger. © Andreas Volkmar 2018

Am  Donnerstag, den 5. Juli laden das Wikinger Museum Haithabu und die Theatergruppe Midgaard Skalden ab 17.30 Uhr zu einer abendlichen Zeitreise in die Welt der Wikinger ein.

Museumsleiterin Ute Drews nimmt die Besucher mit auf einen spannenden Streifzug durch die rekonstruierten Wikinger Häuser am Haddebyer Noor. Wie lebten und arbeiteten die Menschen hier vor 1000 Jahren? Was passierte auf den weiträumigen Landebrücken, wenn Schiffe aus fernen Ländern ihre Waren anlieferten? Anhand ausgewählter Fundbeispiele wird das facettenreiche Leben in Haithabu an diesem Abend lebendig. Und bevor man sich versieht, ist man mittendrin im frühen Mittelalter, wenn Midgaard Skalden Szenen aus dem Leben der Wikinger am Originalschauplatz aufführt. Kosten: 10 Euro pro Person, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dr. Helmut Kroll auf den Spuren der Landschaftsgeschichte in Haithabu © Wikinger Museum Haithabu 2018

Am Sonntag, 8. Juli, lädt das Wikinger Museum Haithabu um 14 Uhr zu einer ganz besonderen Führung ein: Dr. Helmut Kroll begibt sich mit den Gästen auf eine spannende archäologisch-botanische Spurensuche in das historische Gelände von Haithabu.

Die Ausgrabungen am Haddebyer Noor vor den Toren Schleswigs brachten nicht nur Schiffsreste, Werkzeuge, Krüge, Kämme und Schmuck zum Vorschein, sondern auch botanische Schätze. Pflanzenreste, Samen und Pollen wurden geborgen und eingehend untersucht und bilden die Grundlage des wikingerzeitlichen Gartenkonzepts des Museums.

In lockerer Art und Weise, gespickt mit großem Fachwissen erläutert der Archäo-Botaniker die Entwicklung von Landschaft und Vegetation seit der Wikingerzeit und geht auf die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten der Pflanzen ein. Wozu nutzten die Wikinger beispielsweise die Rinde der Linde? Aus welchen Kräutern kochten die Frauen von Haithabu ihre Suppen? Wie sah die Pflanzenwelt im frühen Mittelalter im Umfeld von Haithabu aus und wie hat sie sich seitdem verändert? Auf diese und andere Fragen gibt es an diesem Nachmittag Antworten.

Die Führung startet um 14 Uhr im Kassenbereich des Wikinger Museum Haithabu. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Kosten: 2 Euro zzgl. Eintritt.

 

Flensburger Arbeitslosenquote im Juni 2018 weiterhin bei 8,3 %

25 Arbeitslose weniger als im Vormonat – Arbeitslosenquote durch verdeckte Arbeitslosigkeit in Flensburg weitaus höher

Zahl der Flensburger SGB II-Regelleistungsberechtigten („Hartz IV“) steigt im Juni  um 32 auf 11.663 Personen

Arbeitsmarkt:

Im Stadtgebiet Flensburg sank die Zahl der Arbeitslosen nach Angaben der Agentur für Arbeit Flensburg im Juni 2018 im Vergleich zum Vormonat um 25 (-0,6 Prozent) auf 4.321.  Im Vorjahresvergleich sank die Zahl der Arbeitslosen im Juni 2018 um 166 (3,7 Prozent).
Die Arbeitslosenquote lag damit wie im Vormonat bei 8,3 Prozent (Juni 2017: 8,9 Prozent)

17 offene Stellen mehr als im Vormonat – 9 mehr als im Juni 2017

832 sozialversicherungspflichtige Stellen waren in der Stadt Flensburg zu vergeben, 9 oder 1,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, +17 oder +2,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der größte Bedarf bestand bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (215), im Handel (137) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (88).

Ausbildungsstellenmarkt:

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2017 meldeten sich in der Stadt Flensburg 663 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, genau so viel wie im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 768 Meldungen für Berufsausbildungs-stellen, ein Plus von 0,7 Prozent.

Top 5 der gemeldeten Ausbildungsstellen:

1. Kaufmann/-frau im Einzelhandel
2. Verkäufer/in
3. Kaufmann/-frau – Büromanagement
4. Fachmann/-frau für Systemgastronomie
5. Handelsfachwirt/in (Ausbildung)

Top 5 der gesuchten Ausbildungsplätze:

1. Verkäufer/-in
2. Kaufmann/-frau – Büromanagement
3. Kaufmann/-frau im Einzelhandel
4. Medizinische/r Fachangestellte/r
5. Kraftfahrzeugmechatroniker – PKW-Technik

Entwicklung des Arbeitsmarktes im Agenturbezirk Flensburg

Quelle: Bundesagentur für Arbeit / Agentur für Arbeit Flensburg

Tatsächliche Arbeitslosenquote in Flensburg aufgrund der verdeckten Arbeitslosigkeit bei mindestens 12%

Die genannten Arbeitslosenzahlen der Flensburger Arbeitsagentur beeinhalten jedoch nicht die Menschen, die sich in der sog. verdeckten Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung befinden. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt.

Komponenten der Unterbeschäftigung: Zahlen für den gesamten Agenturbezirk Flensburg

Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, Juni 2018, S. 9

Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, ergibt sich im Juni 2018 eine Zahl von 14.071 Arbeitslosen (Vormonat  14.598 ), zuzüglich der Unterbeschäftigung sind es jedoch 18.793 (Vormonat  19.337). Nicht inbegriffen in der offiziellen Arbeitslosenstatistik sind aber auch die Arbeitslosen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Gründen als nicht mehr vermittelbar gelten und/oder vorzeitig zwangsverrentet wurden und in den SGB-XII-Leistungsbereich fallen.  (Mehr dazu auch im Arbeitsmarktreport für_AA 119 Flensburg_201806 ) Entsprechend sind prozentual auch die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen in Flensburg erheblich höher, wie die gleich folgenden Zahlen verdeutlichen.

Arbeitsuchende werden bei der Arbeitslosenquote nicht mitgerechnet

Über 5.000 Arbeitsuchende tauchen in der Statistik des Geschäftsstellenbereichs Flensburg nicht als Arbeitslose auf

Zu der offiziellen Zahl Arbeitslosenzahl kommen noch die Arbeitslosen hinzu, die aus dem Leistungsbezug des ALG I rausgefallen sind, keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben und als arbeitsuchend gemeldet sind. Unten die Zahl der Arbeitsuchenden im Geschäftsstellenbereich Flensburg, der die Stadt Flensburg und Randgemeinden umfasst.

Eckwerte des Arbeitsmarktes für den Geschäftsstellenbereich Flensburg

Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, Juni 2018, S. 20

Zahl der Arbeitsuchenden im Geschäftstellenbereich Flensburg sinkt im Vergleich zum Vormonat nur um 55 (-0,5%) auf 11.327 Personen

Somit betrug die Zahl der Arbeitsuchenden im Juni 2018 im Geschäftsstellenbereich Flensburg insgesamt 11.327 Personen, im Vormonat waren es 11.382. Das sind zur  Zahl der gemeldeten Arbeitslosen von 6.310 im Geschäftsstellenbereich Flensburg noch mal 5.017 Personen zusätzlich (siehe Arbeitsmarktreport für_AA 119 Flensburg_201806 S. 20).

Damit dürfte auch die eigentliche Zahl der Arbeitslosen in Flensburg im Juni 2018 nicht 4.321 betragen haben, sondern lag hochgerechnet bei mehr als 6.000 Personen und die tatsächliche Arbeitslosenquote bei mindestens 12%.

Etwas weniger Arbeitsuchende im Agenturbezirk

Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, lag im Juni 2018 die Zahl der Arbeitsuchenden und inklusive der statistisch registrierten Arbeitslosen bei 24.462 Personen und damit um 248 (-1,0%) unter der vom Mai 2018 mit 24.710 Personen (siehe Arbeitsmarktreport für_AA 119 Flensburg_201806 S. 6). Dies sind im Vergleich zu den für den Agenturbezirk offiziell gemeldeten Arbeitslosenzahl von 14.071 aber immer noch 10.391 Personen zusätzlich. Darunter fallen wieder die Arbeitslosen, deren Arbeitslosengeld I ausgelaufen ist und die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II haben oder die auf Inanspruchnahme derartiger Leistungen verzichten. Sie gelten daher ebenso nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne und tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Und die von der Agentur für den Juni 2018 offiziell gemeldete Arbeitslosenquote liegt im gesamten Agenturbezirk Flensburg bei 5,6 Prozent. (Vorjahr 6,3 Prozent, Vormonat 5,8 Prozent). Diese Quote dürfte aber angesichts der vorangegangenen Erläuterungen ebenso erheblich höhher liegen

Eckwerte des Arbeitsmarktes für den Agenturbezirk Flensburg

Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, Juni 2018, S. 6

Die Juni-Zahlen des Jobcenter Flensburg

Die Zahl der SGB II-Bedarfsgemeinschaften in Flensburg fällt um 11, im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht sie sich aber um 77.

Die Zahl der Regelleistungsberechtigten (Hartz IV) steigt um 32 Personen, im Jahresvergleich steigt sie aber um 256 auf jetzt 11.663 Personen.

Das Jobcenter Flensburg betreute im Juni 2018 3.179 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Arbeitslosengeld II); das sind 3 Personen mehr als im Vormonat (+0,1%) bzw. 103 Personen (-3,1%) weniger als im Vorjahresmonat und der geringste Wert in einem Juni seit Bestehen des Jobcenters.

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften fiel im Juni im Vergleich zum Vormonat um 11 auf 6.725 (- 0,2%); im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sie sich um 77 (+1,2%).

Die Zahl der Regelleistungsberechtigten stieg im Vergleich zum Vormonat um 32 auf 11.663 (+0,3%), im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg sie um 256 (+2,2%).

Die Steigerungen bei den Bedarfsgemeinschaften und den Regelleistungsberechtigten
sind weiterhin in erster Linie auf den Personenkreis der Zufluchtsuchenden zurückzuführen.

 

Zum politischen Streit um die Schönung der Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein auch ein Beitrag von Till H. Lorenz vom 3.10.2016 auf shz.de:
Arbeitsagentur in SH : So viele Menschen sind in Schleswig-Holstein wirklich arbeitslos
Tausende Erwerbslose werden aus der Statistik der Arbeitsagentur herausgerechnet – weil die Politik es so möchte.
unter: http://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/so-viele-menschen-sind-in-schleswig-holstein-wirklich-arbeitslos-id14995576.html

Ein Beitrag des ZDF vom 2.11.2017: Eine Million Arbeitslose mehr – Wie die Arbeitslosenzahl schöngerechnet wird

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich freundlich. Seit Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Doch viele Arbeitslose werden gar nicht mitgezählt. Unter https://www.zdf.de/nachrichten/heute/arbeitslose-wer-in-der-statistik-nicht-beruecksichtigt-wird-100.html

Und zum gleichen Thema ein Beitrag von correktiv.org vom 31. Mai 2017:

Warum eine Million Arbeitslose in der offiziellen Statistik nicht sichtbar sind
Die am Dienstag vorgestellte Arbeitslosenzahl ist um mindestens eine Million zu niedrig. Die geschönte Zahl kommt durch mehrere Gesetzesänderungen zu Stande. Sogar die Bundesagentur für Arbeit spricht sich für eine neue Berechnungsgrundlage aus, damit die offizielle Arbeitslosenzahl mehr der Wirklichkeit entspricht
https://correctiv.org/recherchen/arbeit/artikel/2017/05/31/zeit-fuer-die-echte-arbeitslosenzahl/

 

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