Archiv der Kategorie: IG Ostufer und Klarschiff

Artikel und Posts über die IG Ostufer und das Projekt Klarschiff

DIE LINKE Flensburg fordert eine offene und demokratische Planung am Ostufer

Flensburger Hafen und Ostufer – Im Fadenkreuz von Investoren und Immobilienspekulanten

Mit neuen Vorschlägen und 20 Eckpunkten zur Planung am Ostufer überraschte vor kurzem die Flensburger SPD-Fraktion die Öffentlichkeit. Siehe hierzu auch den Beitrag im Flensburger Tageblatt  vom 10.8.2017: Ostufer: SPD drückt aufs Gaspedal – Ratsfraktion stellt 20 Eckpunkte für künftige Entwicklung vor / Investments nicht blockieren, wenn sie sich einfügen – Quelle: https://www.shz.de/17525441 ©2017

Freie Bahn für Investoren und Immobilienspekulanten am Ostufer?

Aber offensichtlich hat die SPD wenig aus dem Streit um den vor mehr als zehn Jahren angedachten Neubaus eines Hotels am Ostufer gelernt. Nach dem Scheitern dieses Projekts hatte es ein wahres Erdbeben in der Flensburger Kommunalpolitik gegeben und die Wählergemeinschaft „Wir in Flensburg – WiF“, in der sich viele Gegner des Hotelprojekts und auch AKOPOL-MitstreiterInnen organisiert hatten, zog bei der Kommunalwahl 2008 mit 22,3% als stärkste Fraktion in die Flensburger Ratsversammlung ein. In der Stadtverwaltung und Teilen der Ratsparteien hatte man danach erkannt, dass man solche Planungen nicht gegen die BürgerInnen durchsetzen kann. Anschließend gab es zahlreiche Planungs-Workshops mit Bürgerbeteiligung zur Zukunft und Gestaltung des Ostufers und Hafenquartiers. Die konnten auch mit sehr konkreten Ergebnissen und Vorschlägen aufwarten. Das scheint die SPD aber nicht mehr zu interessieren. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die SPD-Fraktion es potenten Investoren und Immobilienspekulanten nun ermöglichen will, ohne große Bürgerbeteiligung sich am Ostufer austoben zu dürfen. Dass der für Flensburg immer noch wichtige Wirtschaftshafen am Ostufer damit ebenso auf der Strecke bleiben könnte, wird wohlwissend in Kauf genommen.  Zum neuerlichen Streit um die Zukunft des Flensburger Hafens und Ostufers erreichte uns jetzt eine Stellungnahme der Flensburger Ratsfraktion DIE LINKE:

Die SPD erklärt in Sachen Ostufer: Wir haben fertig!
Die Ratsfraktion DIE LINKE sagt: Ziel ist nicht „schnell fertig“ – Ziel ist eine offene, demokratische Planung!!

Vom Koch und seinen Kellnern

Es war keine leichte Geburt, als der Rat 2015 die Entscheidung traf, eine ganzheitliche Planung für das Ostufer in die Wege zu leiten und erst nach deren Fertigstellung über Ausschreibung und Wettbewerbe über die Weitergabe der Flächen zu entscheiden. Damals schon wollte der Flensburger Investor Torsten Koch zügig einen der Silos erwerben und lukrativ umnutzen. Diese Entscheidung des Rates ist deshalb zustande gekommen, weil DIE LINKE in Flensburg mit großem Aufwand die Pläne des Kochs und der Kellner aus den Fraktionen (SPD, Grüne und CDU) durchkreuzt hat.

Nun wird wieder gedrängelt: Herr Koch möchte aus einem der denkmalgeschützten Silos ein (unbestritten hübsches) Bürohaus machen – und das bitte ganz schnell!

Wo in Flensburg ein Koch ist, sind auch die Kellner nicht weit. So wurde Torsten Koch schon mal in den von der SPD geführten Planungsausschuss eingeladen und durfte dort – natürlich ganz unverbindlich – seine Pläne vorstellen.

Aber nicht genug damit: Als erste Ratsfraktion möchte die SPD jetzt schnell „Leitplanken für die Entwicklung des Ostufers definieren, denn es ist Zeit Nägel mit Köpfen zu machen“, so der SPD-Ratsherr Helmut Trost.

Hui, dafür haben sich die Sozialdemokraten nicht nur die unzähligen Workshop-Ergebnisse zur Gestaltung des Ostufers zu eigen gemacht, sondern es auch gleich noch zur dogmenfreien Zone erklärt.  So will die SPD „in jedem Einzelfall entscheiden, ob Flächen verkauft oder nur verpachtet werden.“ Damit  erklärt sie einen Ratsbeschluss zu einem überflüssigen Dogma, nach dem Flächen an der Wasserkante grundsätzlich nicht verkauft werden sollen.

Die SPD teilt also im Vorwege schon mal an die aus, die schon ein Plänchen für das lukrative Ostufer in der Schublade liegen haben. Die Fraktionsvorsitzende der LINKEN, Gabi Ritter, ist sich sicher: „Die Leitplanken der SPD werden schnell zu undurchlässigen Mauern, die das offene Verfahren in feste Bahnen zwingen.“

Ganzheitliche Planung mit größtmöglicher Öffentlichkeitsbeteiligung, wie es der Ratsbeschluss von 2015 will, braucht aber Zeit. – Und nicht nur Gestaltung und Nutzung, sondern vor allem  die Frage, ob wir unsere Hafengrundstücke für alle Zeiten aus der öffentlichen Hand geben wollen, muss von den Flensburgerinnen und Flensburgern entschieden werden. Daran sollte sich auch die SPD halten!

Unsere Gesellschaft für Stadtsanierung ist mit ihrer Voruntersuchung dabei, alle Optionen für die Entwicklung des Ostufers zu erarbeiten. Dort wird auch gerade an einer weiteren großen Veranstaltung gearbeitet, die Anfang Oktober stattfinden soll.

Daher sollten sich die Kellner der SPD nicht zu früh und nicht zu schnell die Füße wundlaufen.  Aufgabe der Ratsversammlung ist es, zum Wohle der Menschen in dieser Stadt zu entscheiden. Die Erfüllung von Investorenträumen sollte dabei nicht – schon gar nicht für die SPD – im Vordergrund stehen.

Für DIE LINKE ist klar: Die kommunale Demokratie braucht keine übereifrigen Kellner, sondern verlässliche Planung!

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Hafen verkaufen oder weiterentwickeln? – Diskussionsveranstaltung des SSW am 19.03.2017 in Flensburg

Der SSW lädt zu einem politischen Brunch zur Neugestaltung der Flensburger Wasserkante ein

Im Tivoli-Saal der ehemaligen Christian-Paulsen-Schule, Südergraben 36, Flensburg soll am Sonntag den 19. März 2017 ab 11 Uhr bei Kaffee und Snacks über das obige Thema diskutiert werden.

Anmeldung erbeten unter Mail: kay@syfo.de; Tel. 0461-14408127.

Dass im Hafen mehr Segel als Container unterwegs sind, ist wohl schon jedem aufgefallen. Wie soll Flensburg auf den Wandel reagieren? Wie kann man bestehende, laute Betriebe mit neuen Freizeitangeboten kombinieren? Sollen die Silos abgerissen und die Bahnstrecken überbaut werden? Oder soll die einzige Hafenbahn an der Ostsee Mittelpunkt eines autofreien Hafens werden? Oder muss doch mehr in den Hochwasserschutz investiert werden?
Viele Fragen und nur wenige Antworten.

Der SSW erarbeitet derzeit ein neues Hafen-Konzept und bittet die Flensburgerinnen und Flensburger um ihre Meinung. Die SSW-Ratsherren Edgar Möller und Glenn Dierking stellen zu Beginn die Eckpunkte des SSW zur Diskussion.

 

Hotelstreit: IG Ostufer wehrt sich gegen Vorwürfe von Hermann Höft

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Animation des vor zehn Jahren am Ballastkai geplanten Hotels von Hermann Höft und Gerd Theilen

Anlässlich der offiziellen Eröffnung des Hotel Hafen Flensburg erschien am 17.01.2017 im Flensburger Tageblatt unter der Überschrift „Vier Sterne für Flensburgs neue Perle“ (nachzulesen unter: http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/vier-sterne-fuer-flensburgs-neue-perle-id15856071.html ) ein Beitrag, in dem der Flensburger Bauunternehmer Hermann Höft die Kritiker und Gegner des von ihm und dem Investor Gerd Theilen ursprünglich an der Hafenostseite geplanten Hotels auf´s Korn nahm. Er warf ihnen in dem Tageblatt-Artikel vor: „Die Gegner des Hotels haben gelogen und betrogen, am Ende knickte die Politik ein.“ Das hat die IG Ostufer, die mit ihren MitstreiterInnen vor zehn Jahren maßgeblich an der Verhinderung dieses Hotelprojekts am Ballastkai beteiligt war, veranlasst in einer Pressemitteilung ihre Sicht der Dinge darzustellen:

Zum Bericht „4 Sterne für Flensburgs neue Perle“ vom 17.1.2017

Hermann Höft hat in seiner Rede anlässlich der feierlichen Eröffnung des „Hotel Hafen Flensburg“ darauf hingewiesen, dass es bereits vor rund 10 Jahren zu einem Hotelneubau an der Hafenostseite hätte kommen können.
Wenn – ja wenn sich nicht eine Vielzahl von Flensburger Bürgern gegen den Bau des von den Investoren Theilen und Höft geplanten Hotelkolosses ausgesprochen hätten.
Die IG-Ostufer war der Sprecher dieser Bürger/innen und hatte die Baupläne einmal genauer unter die Lupe genommen.
Sie war zu dem Schluss gekommen, dass es sich zwar um einen brillanten Architektenentwurf handelte, der gerne an einem anderen Standort realisiert werden könne. Der geplante Standort dagegen wo heute Klarschiff steht war für dieses Gebäude völlig ungeeignet und das Bauwerk passte an dieser Stelle so gar nicht in das Panorama unseres Hafens.
Hinzu kam noch, dass für den Neubau an dieser Stelle das historische Kailagerhaus II geopfert werden musste.
Die Flensburger Bürger/innen waren gegen den monströsen Hotelbau, der an diesem Standort das Hafenbild so negativ beeinflussen würde.
Sie bekundeten ihr Missfallen in einer Unterschriftenaktion.
Die Unterschriften von gut 9.000 Ablehnern wurden dem Stadtpräsidenten übergeben.
Diese praktizierte Bürgerbeteiligung brachte letztendlich die politische Kehrtwende.
Wenn Hermann Höft heute behauptet, dass die Gegner dieses Monsterhotels am Standort des Kailagerhauses II gelogen und betrogen hätten, dann können wir das nicht anders werten als die Äußerung eines Bauunternehmers, der noch immer nicht begriffen hat, dass auch ein Herman Höft den Bürgerwillen nicht mit Füßen treten darf.
Stattdessen wurden die Flensburger Bürger/innen von den Investoren Theilen und Höft belogen und betrogen, indem sie ihnen versprachen, im Erdgeschoss von Klarschiff eine Markthalle einzurichten und den Lautrupsbach auf beiden Seiten des Gebäudes offenzulegen.
Jeder kann heute sehen, was aus diesen Versprechungen geworden ist. Wie heißt es so schön: „Wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen schmeißen“.

Der Vorstand der
IG Ostufer

http://www.ig-ostufer.de

 

Nun doch eine Industrieansiedlung an der Flensburger Harniskaispitze?

Produktion von Luftschiffen: Neuanfang mit innovativem und seriösem Unternehmensprojekt an der Harniskaispitze

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Nach dem Scheitern des Tycoon/Highship-Projekts überschlagen sich derzeit die Ereignisse im Flensburger Rathaus. Es soll nämlich, so wurde von hochrangigen Vertretern der Verwaltung vertraulich mitgeteilt, ein Unternehmen geben, das gestützt von einer kapitalstarken und global agierenden Investorengruppe am Hafenostufer (sprich Klarschiff) einen Anlegeplatz für Luftschiffe bauen und einen ständigen Linienverkehr mit den dänischen Inseln organisieren will. Nicht nur das, die Luftschiffe sollen ebenso auf dem bald frei werdenden Gelände an der Harniskaispitze zusammengebaut und weltweit vertrieben werden.

Gleichzeitig sollen bei einem Investitionsvolumen von derzeit 46,3 Mio. Euro mindestens 135 hochqualifizierte Arbeitsplätze in dem neuen Maintenance- und Facility-Center an der Harniskaispitze entstehen. Dort soll ebenso die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens angesiedelt und ein Schulungscenter für die Luftschiffpiloten gebaut werden. Das Land stehe dem Vorhaben ohne Vorbehalte positiv gegenüber, teilte ein Sprecher der WTSH und des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministeriums mit, die die Verhandlungen zwischen dem Unternehmen und der Stadt Flensburg derzeit begleiten. Üppige Fördermittel im Falle der Ansiedlung des Unternehmens in Flensburg seien aus Kiel ebenso in Aussicht gestellt worden.

Stadt und Land hätten umfangreiche Recherchen über das Projekt, das Unternehmen und die Investoren angestellt. Das Konzept sei bereits technisch umgesetzt und ausgereift und kein Fake, wie im Falle der Firma Highship. Ebenso hätten das Unternehmen und die Investoren einen überzeugenden Nachweis ihrer Liquidität und Kapitalausstattung beibringen können. Ein Debakel, wie zuletzt mit Tycoon/Highship werde es daher nicht geben, heißt es aus dem Flensburger Rathaus.

Mehr zu dem innovativen Konzept des neuen Vorhabens an der Harniskaispitze unter: http://www.kanarenexpress.com/1000003/1000050/0/39315/aktuelles.html

Dieser Artikel wurde uns dankenswerterweise von der Redaktion des Grubenhundes bzw. Klaus Eisenzahn zur Verfügung gestellt und findet sich in der heutigen Flensburg-Ausgabe „Der Grubenhund“  auf S. 1

 

Niemals aufgeben! – Offener Brief der IG Ostufer an die Flensburger Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit

,,Klarschiff“‘ wächst in den Flensburger Himmel…
Ein Mahnmal an Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit

.                                                                                                      IG Ostufer, im Januar 2012

Wie ein Krebsgeschwür im historischen Stadtbild wächst der monströse Neubau „Klarschiff“ Tag für Tag höher und zeigt Flensburgern und Besuchern der Stadt das klägliche Versagen aller Verantwortlichen auf.
Trotz der Proteste vieler Tausend Bürger, trotz der Vorschläge aller Stadtdenker, entgegen den Meinungen und Warnungen zahlreicher Fachleute, blieb die Stadt stur bei ihrer verheerenden Planung.
Jetzt sieht auch der Dümmste, was dieser modernistische und völlig unpassende, überdimensionierte Luxuswohnbau für die (touristische) Zukunft unserer Stadt bedeutet:
Die Zerstörung des historischen Stadtpanoramas, um das uns andere Städte bisher beneideten und das der Stadtdenker Prof. Kähler als würdig für den Eintrag als Weltkulturerbe befand.
Die Vernichtung des natürlichen Ufers im Zentrum der Stadt, das mit seiner Flora und Fauna als beliebter Treffpunkt für erholungssuchende Bürger und zahllose Touristen überaus populär war.
Die Errichtung von Teilen des ersten Geschosses zeigt schon heute, wie sehr der Bau in das Stadtbild eingreift
Schon verschwinden die alten, schönen Bürgerhäuser des Ostufers hinter dem Betonbau.
Die Sichtachse vom Ballastkai zur Westseite des Hafens wird aus vielen Blickrichtungen so unterbrochen, dass wohl mit dem Wachsen des Gebäudes das historische Panorama weitgehend verschwinden wird.
Mindestens genauso schwer, wenn nicht schwerer wiegt der Verlust des über 6000 qm großen Areals, die der Bau verschlingt und damit für die Nutzung im Tourismus und als Naherholungspark für die Bürger verloren ging
Hier hat die Stadt eine Jahrhundertchance vertan, diesen grünen Bereich in bester Südlage zu einer touristischen Perle zu entwickeln, wie es Bürger seit Jahren fordem und die IG—Ostufer in vielen Vorschlägen unterbreitete.
Geradezu zerstörerisch auf die Tourismuspläne der Stadt (Kapitänsweg rund um den Hafen) wirkt sich schon heute der Abriss des fast 100jährigen, gut erhaltenen Kailagerhauses aus, auf dessen Grund jetzt „Klarschiff“ entsteht
Die IG-Ostufer hatte bereits detaillierte Pläne für die Umgestaltung der traditionsreichen Flugzeughalle mit ihrem prägnanten Tonnendach – einschließlich ihrem Umfeld — entwickelt Diese hätte sich harmonisch in unser Hafenpanorama eingefügt. Sie sahen eine Markt-Mehrzweckhalle mit gastronomischen Einrichtungen vor. In ihr sollten maritime Veranstaltungen, Märkte, Konzerte und andere kulturelle Events stattfinden, um so einen touristischen „Frequenzbringer“ für den gesamten Hafen und unsere Stadt aufzubauen.
Es ist zu befürchten, dass auch die kläglichen Reste am Ostufer (Hafenspitze bis ca Fischereiverein) angesichts klammer Stadtkassen ebenfalls ,,vermarktet“ werden und damit der Bürger dann dort vollständig ausgesperrt ist
Deshalb unsere Forderung und Bitte an die Verantwortlichen in der Verwaltung und Politik:
Schluss mit dem Ausverkauf der Grundstücke – Das Ostufer gehört(e) allen Bürgern!

Reinhard Thomas

Bauprojekt Klarschiff: Offener Brief der IG Ostufer an die Flensburger Ratsfraktionen

IG Ostufer legt neue Pläne zur Gestaltung des Hafen-Ostufers am Ballastkai vor

In einem Offenen Brief wendet sich die IG Ostufer gegen das Bauprojekt Klarschiff und legt eigene, alternative Planungen vor (siehe auch unter IG Ostufer Plan-Entwurf Ballastkai und www.ig-ostufer.de ) Untenstehend nun der Offene Brief:

IG-Ostufer, Flensburg

                                                                                                      Flensburg, 12. Juli 2011

An die Fraktionen im Rat der Stadt Flensburg:
WIF, SSW, CDU, SPD, FDP, Bündnis 90 /Die Grünen, Akopol, Die Linke und den Oberbürgermeister.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Auch zum diesjährigen Dampfrundum, am 8. – 10. Juli, war die Bürgerinitiative IG-Ostufer wieder mit einem Stand am Hafen vertreten, um die Bürger über das Vorhaben der Stadt, am Ostufer Luxuswohnungen zu errichten, zu informieren.
Jetzt, wo sich der große Baukomplex “Klarschiff“ durch Bauzaun und hohes Baugerät abzeichnet und Flensburgern und Besuchern vor Augen führt, was diese „Landnahme“
bedeutet, werden Empörung und Ablehnung lauter denn je. Allen wird klar, wie der Bau
die beliebte Flaniermeile am Ostufer so beschädigt, dass von diesem einmaligen Ort so
gut wie nichts mehr übrigbleibt.

Das Versprechen der Stadt und der Investoren, dass der Hafenbesucher doch vor dem Gebäude noch weitergehen könne (wohin?), wirkt da schon eher tragisch-komisch. Eine einmalige Chance, unsere Stadt durch eine bürgerfreundliche Gestaltung des Ufers touristisch ganz nach vorne zu bringen wurde vertan. Alle Anregungen von Bürgern, Besuchern, Stadtdenkern, kompetenten Persönlichkeiten und der Bürgerinitiative IG Ostufer brachten die Politik nicht von ihrem verheerenden Fehler ab.
Die IG Ostufer sammelte über 12.700 Stimmen gegen eine solche kolossale Bebauung des Ostufers. Sie erhielt damit mehr Stimmen als jede Partei zur Kommunalwahl 2008, wo die stärkste Fraktion in Flensburg, WIF, 6498 Stimmen auf sich vereinigte.
Eine Bürgerbefragung, wie von der IG-Ostufer gefordert, hätte die Zerstörung des Ostufers verhindert. Deshalb unterstützen wir die Volksinitiative des Landesverbandes „Mehr Demokratie e.V.“ die eine größere Beteiligung der Bürger bei entscheidenden kommunalen Bauprojekten fordert. Wir sammelten dafür rund 470 Unterschriften und nahmen eine Welle der Sympathie für unseren Einsatz entgegen.
Die Auswirkungen auf die Entwicklung der Stadt durch diesen Eingriff in ein weitgehend natürlich erhaltenes Ufer im Herzen unserer Heimatstadt sind noch nicht abzusehen.
Eines steht jetzt schon fest: Flensburg hat sich ärmer gemacht.

Reinhard Thomas

Neuer AKOPOL Blog

Liebe Anne, liebe Margret, liebe Uschi, lieber Niklas, lieber Ludwig,

liebe interessierte BürgerInnen Flensburgs,

nun hat AKOPOL auch einen eigenen Blog, in dem alle wichtigen politischen Aktivitäten dokumentiert werden und der zur öffentlichen und transparenten Kommunikation über Politik, Soziales, Kultur und Wirtschaft in dieser Stadt anregen möchte.

Viel Spaß, Jörg Pepmeyer

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