Archiv der Kategorie: Hartz IV

Hier finden sich alle AKOPOL-Beiträge zum Thema „Hartz IV“

Flensburg: Kostenloses Schwimmen lernen in den Herbstferien 2019

Aktion „Ferienschwimmen“ – Anmeldung ab sofort möglich

Flensburg. Das Bildungs- und Sportbüro der Stadt Flensburg bietet auch in diesen Herbstferien gemeinsam mit der Förde Bäder GmbH ein kostenloses Ferienschwimmen vom 07.10. – 18.10.2019 im Campusbad an. Hierbei wird allen Schülerinnen und Schülern der 1. bis einschließlich 5. Klasse mit Wohnsitz in Flensburg die Gelegenheit gegeben, in ihrer schulfreien Zeit das Schwimmen zu erlernen.

Die Anmeldungen liegen in den Schulen bereit. Die Anmeldung ist unter folgendem Link möglich: http://campusbad-fl.de/termin-kurse/

Wir bitten Sie, Ihren Kindern die Teilnahme zu ermöglichen. Anmeldeschluss ist der 30.09.2019.

 

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Wohnungspolitik: Verbände, Organisationen und Initiativen gründen Aktionsbündnis „Wohnen ist Menschenrecht“

Radikaler Kurswechsel in der Wohnungs- und Mietenpolitik gefordert

Berlin. Ein Jahr nach dem Wohngipfel im Bundeskanzleramt hat sich auf den Wohnungsmärkten in Deutschland nichts geändert: Mehr als eine Million bezahlbare Mietwohnungen fehlen, der Bestand an Sozialwohnungen schrumpft weiter, auf jetzt nur noch 1,18 Millionen. Die Mieten haben Rekordniveau erreicht, die Wohnkostenbelastung liegt für Einpersonenhaushalte bei 34 Prozent, für einkommensschwächere Haushalte bei 46 Prozent. Wohnen ist zum Armutsrisiko geworden. Die Angst vor Mietsteigerungen, Verdrängung und Kündigung wächst. Rund 650.000 Menschen sind sogar wohnungslos.

Auch in Flensburg: Wohnungen nur noch für die Reichen?

Das jetzt neu gegründete Bündnis „Wohnen ist Menschenrecht“ schlägt Alarm und fordert einen radikalen Kurswechsel in der Wohnungs- und Mietenpolitik.
Träger des parteipolitisch neutralen Bündnisses sind zurzeit der Deutsche Mieterbund (DMB), der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der Berliner Mieterverein (BMV), ver.di, die BAG Wohnungslosenhilfe (BAG W), die Nationale Armutskonferenz (NAK), Attac, der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs), das Netzwerk Mieten & Wohnen, Bizim Kiez, Mietentscheid Frankfurt und #ausspekuliert. Weitere Träger und Unterstützer des Bündnisses sind angefragt.

Ziel des Bündnisses „Wohnen ist Menschenrecht“ ist, gemeinsam gegen Spaltung, Verdrängung und Wohnungslosigkeit und für bezahlbaren Wohnraum für alle, statt mehr Rendite für wenige, zu kämpfen. Statt untauglicher wohnungspolitischer Gesetzesvorhaben, wie Baukindergeld oder Sonder-AfA für den Mietwohnungsneubau, oder mietrechtlicher Korrekturen homöopathischen Ausmaßes muss die Bundesregierung endlich umsteuern und eine Politik für Mieter und Wohnungssuchende machen.

Das Bündnis „Wohnen ist Menschenrecht“ fordert deshalb mehr Neubau für breite Schichten der Bevölkerung und mehr Mieterschutz vor hohen Wohnkosten und Verdrängung. Das heißt:

  • Eine dauerhafte, bundesweit wirksame Mietpreisbremse für Bestandswohnungen ist zu schaffen, ohne Ausnahmen.
  • Mietpreisüberhöhungen / Mietwucher müssen mit Bußgeldern verfolgt werden, das Wirtschaftsstrafgesetz ist so zu ändern, dass es wieder anwendbar ist.
  • Mieterhöhungsmöglichkeiten sind drastisch einzuschränken.
  • Mieterhöhungen aufgrund energetischer Modernisierungen sollen möglichst warmmietenneutral sein, die Umlage in der jetzigen Form ist abzuschaffen, zumindest aber auf 4 Prozent zu reduzieren.
  • Die Klimaschutzziele von Paris müssen für den Gebäudebestand realisiert werden, die öffentliche Förderung muss um- und ausgebaut werden.
  • Der Kündigungsschutz ist zu verbessern, Eigenbedarfsgründe sind einzuschränken. Die Nachzahlung von Mietschulden muss eine Kündigung – nicht nur die fristlose – unwirksam machen. Kündigungen wegen Vertragsverletzungen dürfen erst nach gerichtlicher Feststellung möglich werden.
  • Soziale Träger müssen stärker vor Verdrängung geschützt werden, Mieterrechte und eine wirksame Mietpreisbremse sind auch im gewerblichen Bereich zu schaffen.
  • Zur Vermeidung von Wohnungsverlusten ist ein wirksames Präventionssystem erforderlich, Zwangsräumungen in die Wohnungslosigkeit müssen verhindert werden.
  • Der soziale und preisgünstige Wohnungsneubau muss deutlich ausgeweitet werden. Bis zum Jahr 2030 ist der Bestand an Sozialmietwohnungen auf 2 Millionen zu erhöhen. Dazu müssen mindestens 150.000 preisgünstige und preisgebundene Wohnungen pro Jahr gebaut und zum Beispiel zusätzliche Preisbindungen über Ankauf und Modernisierung geschaffen werden. Ziel ist der Umbau der Fördersystematik hin zu langfristigen und dauerhaften Bindungen.
  • Die Privatisierung von Wohnungen und Gebäuden der öffentlichen Hand ist auszuschließen. Die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen ist deutlich zu erschweren.
  • Der Milieuschutz ist durch Mietobergrenzen zu stärken, die Ausnahmen vom Genehmigungsvorbehalt bei Umwandung in Eigentumswohnungen sind zu beseitigen und preislimitierte Vorkaufsrechte sind rechtssicher auszugestalten und auszuweiten.
  • Bodenpreise und Bodennutzung sind zu regulieren und stärker an das Gemeinwohl zu binden. Grundstücke der öffentlichen Hand dürfen nicht zum Höchstpreis veräußert werden, sie müssen vorrangig an städtische Wohnungsunternehmen, Genossenschaften und gemeinwohlorientierte Wohnbauakteure auf Erbpachtbasis mit Konzept vergeben werden. Unbebautes Wohnbauland ist stärker zu besteuern, Baugebote müssen ausgesprochen und ausgeweitet werden.
  • Gemeinwohlorientierte Eigentümer und Vermieter sind zu stärken und eine neue Wohnungsgemeinnützigkeit ist einzuführen.
  • Immobilienbesitz ist transparent zu machen, entsprechende Register sind einzuführen.
  • Diskriminierungen an den Wohnungsmärkten sind zu sanktionieren, mehr barrierefreier Wohnraum ist zu schaffen.
  • Die Kosten der Unterkunft sind jährlich realitätsgerecht anzupassen. Das Gleiche gilt für das Wohngeld, hier müssen auch die Heizkosten berücksichtigt werden.

Lukas Siebenkotten, Deutscher Mieterbund: „Mit unseren Aktionsbündis kämpfen wir gemeinsam für eine andere Wohnungspolitik in Deutschland. Wir brauchen mehr nachhaltigen, sozialen und dauerhaft preisgünstigen neuen Wohnraum. Die Mieten müssen bezahlbar sein und bleiben. Dazu sind eine nicht von Ausnahmen durchlöcherte Mietpreisbremse, wirksame Mietwucherregelungen nach dem Wirtschaftsstrafgesetz und die drastische Einschränkung von Mieterhöhungen, zum Beispiel durch Absenkung der Kappungsgrenzen oder der Modernisierungsumlage, notwendig. Wohnen ist ein Menschenrecht. Deshalb muss der Kündigungsschutz verbessert und müssen Zwangsräumungen verhindert werden.“

Stefan Körzell, Deutscher Gewerkschaftsbund: „Angesichts der zunehmenden Wohnungskrise passt es nicht zusammen, dass die Bundesregierung die Mittel für den sozialen Wohnungsbau von 1,5 auf eine Milliarde Euro im Jahr 2020 absenkt. Wir brauchen jetzt schnell von Bund und Ländern, jährlich mindestens 7 Milliarden Euro zweckgebunden für den Bau von bis zu 150.000 preisgebundenen Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Gegen die Krise hilft nur bauen, bauen und nochmals bauen“.

Franziska Schulte, Berliner Mieterverein: „In unserer täglichen Arbeit mit Mieterinnen und Mietern sehen wir uns häufig in der Situation nach einem Recht zu beraten, was sich für die Menschen wie großes Unrecht anfühlt. „Das können sie doch nicht machen mit uns!“, heißt es oft begleitet von Fassungslosigkeit und Wut. Die Menschen fühlen sich ohnmächtig im Angesicht eines Gesetzes, welches Ihnen die Wohnung, die Heimat oder den bisherigen Lebensstandard nimmt. Modernisierungen, Kündigungen, Zwangsräumungen und reguläre Mieterhöhungsmöglichkeiten machen unfrei und ungleich! Als politisches Organ der Berliner Mieterschaft rufen wir gemeinsam mit zahlreichen Verbänden, Initiativen und Organisationen die Bundesregierung auf, „Wohnen als Ware“ nicht länger zu dulden.“

Sabine Bösing, BAG Wohnungslosenhilfe: „In 2017 waren 650 000 Menschen wohnungslos, so die Schätzung der BAG W. Bezahlbarer Wohnraum ist die Grundvoraussetzung zur Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger mit einer eigenen Wohnung – einschließlich der wohnungslosen Menschen. Allerdings ohne Wohnungen für Wohnungslose und ohne ein systematisches Präventionssystem in jeder Kommune, werden sich Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit nicht bekämpfen lassen.“

Thomas Fritz, Attac: „Um das Recht auf Wohnen gegen die Immobilienspekulation durchzusetzen, brauchen wir eine Zangenbewegung. Zum einen müssen starke Mietendeckel die Investorenerwartungen auf exorbitante Mietsteigerungen durchkreuzen. Zum anderen muss eine Neue Wohnungsgemeinnützigkeit den Aufbau eines öffentlichen Wohnungsbestands mit dauerhaft leistbaren Mieten fördern.“

Sebastin Zachrau, freier zusammenschluss von studen*innenschaften: „Student*innen sind besonders von Wohnungsnot betroffen: Mit geringem Einkommen müssen wir innerhalb kurzer Frist an Orte ziehen, die häufig besonders begehrt sind. Finden wir dort keine Wohnung, ist damit auch der Studienplatz obsolet, und letztlich unsere Berufsfreiheit.“

Jan Kuhnert, Netzwerk Mieten & Wohnen: „Wir brauchen eine langfristig gesicherte Wohnraumversorgung, deshalb fordert das Netzwerk eine neue Wohnungsgemeinnützigkeit, um ein dauerhaft preisgünstiges Angebot insbesondere für Haushalte mit geringem Einkommen zu schaffen. Dazu muss die Wohnungspolitik drastisch umgesteuert werden und der staatliche Bodenbesitz gezielt für neue dauergebundene Wohnungen genutzt werden, die Wohnungen der öffentlichen Hand mit einer dauerhaften Mietpreis- und Belegungsbindung gesichert werden.“

Kathrin Ottovay, Bizim Kiez: „Wir sind eine Nachbarschaftsinitiative, doch wir wissen: Verdrängung durch Immobilienspekulation ist kein auf unseren Kiez beschränktes Problem. Die Mieten sind zu hoch, nahversorgendes Kleingewerbe und Soziales rechtlos, unsere Nachbarschaften bloße Anlageobjekte. Als Teil der kämpferischen Mietenbewegung grätschen wir dazwischen, und dieses Aktionsbündnis ist ein weiterer Baustein für solidarische Städte: Mieten richtig deckeln, Gewerbemietrecht reformieren, Umwandlungsverbot, gemeinnütziger Neubau und Kommunalisierung auch durch Enteignung, denn Wohnraum gehört in die Hand der Gesellschaft, nicht an die Börse.“

Die nächsten Aktionen:

  • Am 19. September wird eine Menschenkette zwischen Bundeskanzleramt und Bundesinnenministerium gebildet. So soll ein Zeichen gesetzt werden, damit die Bundesregierung endlich Wohnungsnot und Mietenwahnsinn wirksam bekämpft. Das Bündnis ruft alle Mieterinnen und Mieter auf, mitzumachen. Treffpunkt und Kundgebung: 19. September 2019, 14.45 Uhr, Washingtonplatz / Berliner Hauptbahnhof

Im Oktober/November werden an verschiedenen Orten in Deutschland Diskussionen zu unterschiedlichen Wohnthemen mit Betroffenen geführt. Dabei sollen Informations-Clips entstehen, die auf den Webseiten des Bündnisses www.menschenrecht-wohnen.org eingestellt werden. Hier gibt es dann auch weitere Informationen zum Aktionsbündnis, zu Trägern und Unterstützern und zu weiteren Vorhaben.

 

Regelsätze bei Hartz IV: Paritätischer Gesamtverband fordert 582 Euro

Pressemeldung vom 18. September 2019

Anlässlich der Erhöhung der Hartz IV-Leistungen um acht Euro auf 432 Euro ab nächstem Jahr erneuert der Paritätische Wohlfahrtsverband seine Kritik an den Regelsätzen. Nach neuesten Berechnungen der Forschungsstelle des Paritätischen müssten die Regelsätze auf mindestens 582 Euro erhöht werden.

„Die Bundesregierung setzt ihre traurige Tradition fort und gönnt Bezieherinnen und Beziehern von Hartz IV auch im kommenden Jahr kaum mehr“, kritisiert der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Ulrich Schneider. Die Bundesregierung hat erneut lediglich die Lohn- und Preisentwicklung fortgeschrieben. Notwendig wäre aber eine Erhöhung, die auch die Teilhabe der Menschen am Leben wieder ermöglicht. Schneider weiter: „Damit wird Armut in Deutschland weiter zementiert und die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben.“ Eine Erhöhung um 150 statt fünf Euro wäre dringend notwendig.

Ein weiterer Punkt, der beim Verband auf Kritik stößt, sind die ebenfalls geringen Steigerungen für Kinder, die zwischen 250 und 328 Euro je nach Altersstufe bekommen sollen. „Für Erwachsene ist Armut schlimm, für Kinder aber eine Katastrophe“, so Schneider. Für sie bleiben damit viele Türen verschlossen, die für andere Kinder außerhalb Hartz IV-Haushalten selbstverständlich offen stehen. Ulrich Schneider weiter: „Der Zoobesuch, das Eis oder einfach mal am Sonntag Pizza essen gehen ist nicht drin. Deswegen sprechen wir uns für eine existenzsichernde Kindergrundsicherung aus, die auch die Teilhabe für die Kleinsten ermöglicht!“

Eine weiterer Zustand, den der Verband kritisiert, sind die Sanktionen gegen Hartz IV-Bezieher*innen, die Zuwendungen für kleinste Vergehen drastisch reduzieren oder sogar ganz streichen können. „Hier müssen wir wegkommen von Bestrafungen hin zu einem echten Hilfesystem“, findet Ulrich Schneider. Statt zu sanktionieren müssten Qualifizierungs- und Arbeitsmarktförderungen sowie der soziale Arbeitsmarkt ausgebaut werden, so der Hauptgeschäftsführer.

„Hartz IV“: Höhere Regelsätze ab 2020

Grundsicherung und Sozialhilfe

Wer auf Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II angewiesen ist, bekommt ab Januar 2020 mehr Geld. Alleinstehende Erwachsene erhalten dann 432 Euro im Monat – acht Euro mehr als bisher. Die Regelsätze für Kinder und Jugendliche steigen ebenfalls.

Wer in Deutschland in eine Notlage gerät und nicht selbst für seinen Unterhalt sorgen kann, hat Anspruch auf staatliche Leistungen. Diese Leistungen werden jährlich überprüft und angepasst. Zum kommenden Jahr werden die Leistungssätze deshalb erneut steigen. Das Bundeskabinett hat der Erhöhung zugestimmt.

Erhöhung auch für Kinder und Jugendliche

Ab 1. Januar 2020 erhalten Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe sowie Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung 1,88 Prozent mehr Geld. Neben den Leistungen für die Erwachsenen steigen auch die Sätze für ältere Kinder und Jugendliche. Sie erhöhen sich um jeweils sechs Euro auf 308 und 328 Euro. Für Kinder bis zu sechs Jahren erhöht sich der Satz um fünf Euro auf dann 250 Euro. Mit der Anpassung gewährleisten die Regelsätze auch im kommenden Jahr ein menschenwürdiges Existenzminimum.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil erklärte zur Anpassung der Regelsätze: „Es gehört zum Kern unseres sozialen Rechtsstaates, dass alle Menschen über genügend finanzielle Mittel verfügen, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.“ Es sei wichtig, dass alle Menschen in Deutschland auf den Sozialstaat als verlässlichen Partner bauen könnten.

Regelbedarfe werden jährlich fortgeschrieben

Das Statistische Bundesamt errechnet die sogenannte Fortschreibung der Regelbedarfe jährlich anhand eines Mischindex. Dieser setzt sich zu 70 Prozent aus der Preisentwicklung und zu 30 Prozent aus der Nettolohnentwicklung zusammen.

Die Preisentwicklung wird ausschließlich aus regelbedarfsrelevanten Waren und Dienstleistungen ermittelt. Dazu gehören neben Nahrungsmitteln und Kleidung etwa auch Fahrräder und Hygieneartikel. Kosten für Zeitungen und Friseurbesuche fließen ebenso in die Berechnung ein. Die Nettolohnentwicklung wird auf Grundlage der durchschnittlichen Lohn- und Gehaltsentwicklung berechnet.

Der Bundesrat muss der Verordnung noch zustimmen.

Diese Regelsätze gelten ab Januar 2020

Veränderung gegenüber 2019 in Klammern

Zusätzlich werden die tatsächlichen Kosten für Unterkunft und Heizung übernommen, soweit sie angemessen sind. Die Leistungen orientieren sich am Niveau der Mieten auf dem örtlichen Wohnungsmarkt.

Regelsätze bei Hartz IV: Paritätischer Gesamtverband fordert 582 Euro

Pressemeldung vom 18. September 2019

Anlässlich der Erhöhung der Hartz IV-Leistungen um acht Euro auf 432 Euro ab nächstem Jahr erneuert der Paritätische Wohlfahrtsverband seine Kritik an den Regelsätzen. Nach neuesten Berechnungen der Forschungsstelle des Paritätischen müssten die Regelsätze auf mindestens 582 Euro erhöht werden.

„Die Bundesregierung setzt ihre traurige Tradition fort und gönnt Bezieherinnen und Beziehern von Hartz IV auch im kommenden Jahr kaum mehr“, kritisiert der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Ulrich Schneider. Die Bundesregierung hat erneut lediglich die Lohn- und Preisentwicklung fortgeschrieben. Notwendig wäre aber eine Erhöhung, die auch die Teilhabe der Menschen am Leben wieder ermöglicht. Schneider weiter: „Damit wird Armut in Deutschland weiter zementiert und die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben.“ Eine Erhöhung um 150 statt fünf Euro wäre dringend notwendig.

Ein weiterer Punkt, der beim Verband auf Kritik stößt, sind die ebenfalls geringen Steigerungen für Kinder, die zwischen 250 und 328 Euro je nach Altersstufe bekommen sollen. „Für Erwachsene ist Armut schlimm, für Kinder aber eine Katastrophe“, so Schneider. Für sie bleiben damit viele Türen verschlossen, die für andere Kinder außerhalb Hartz IV-Haushalten selbstverständlich offen stehen. Ulrich Schneider weiter: „Der Zoobesuch, das Eis oder einfach mal am Sonntag Pizza essen gehen ist nicht drin. Deswegen sprechen wir uns für eine existenzsichernde Kindergrundsicherung aus, die auch die Teilhabe für die Kleinsten ermöglicht!“

Eine weiterer Zustand, den der Verband kritisiert, sind die Sanktionen gegen Hartz IV-Bezieher*innen, die Zuwendungen für kleinste Vergehen drastisch reduzieren oder sogar ganz streichen können. „Hier müssen wir wegkommen von Bestrafungen hin zu einem echten Hilfesystem“, findet Ulrich Schneider. Statt zu sanktionieren müssten Qualifizierungs- und Arbeitsmarktförderungen sowie der soziale Arbeitsmarkt ausgebaut werden, so der Hauptgeschäftsführer.

 

Fest der Solidarität am 21.09.2019 im Hafermarkt in Flensburg

Samstag, 21. September um 20:00 Uhr
Hafermarkt Flensburg
Heinrichstrasse 8, 24937 Flensburg

Am 21.09.2019 öffnet der Hafermarkt Flensburg (Heinrichstraße 8) um 20 Uhr seine Türen, um viele Gäste zu einem Fest der Solidarität einzuladen.

Unsere Solidarität gilt dem Befreiungskampf der Kurdinnen und Kurden in Rojava / Nordsyrien, die sich in der großen Gefahr eines militärischen Angriffs der Türkei befinden. Die Erlöse dieses Festes gehen an die Organisation Heyva Sor a kurd, die eine medizinische Infrastruktur und Versorgung der Bevölkerung in Rojava / Nordsyrien aufbauen will.

Musikalisch wird der Abend ab 21 Uhr von Koma Car Demsal (Kiel) und Safarband (Kiel) begleitet. Gemeinsam möchten wir die kurdische Kultur feiern und unsere Solidarität mit dem Befreiungskampf in Rojava zum Ausdruck bringen. Wir freuen uns auf viele Gäste!

Veranstalter: RASH Flensburg https://www.facebook.com/rash.flensburg/ und Solidaritätskomitee Rojava

Wohn- und Kulturprojekt Hafermarkt auf Facebook: https://www.facebook.com/hafermarkt/

 

 

 

Piano-Bar und Duo „Immoment“ am 20.09.2019 im Kulturhof Flensburg

Jazz trifft auf Rap

Freitag 20.09.2019, Beginn 19 Uhr
Kulturhof im Brasseriehof, Große Straße 42-44, Flensburg

Von 19 bis 21 Uhr wird der vielseitige Flensburger Pianist und Komponist Nick Nordmann am Klavier für gemütliche Piano-Bar-Stimmung sorgen.

Wir bieten einen gemütlichen Übergang in den Feierabend, das Wochenende wird chillig eingestimmt, bereits ab 18 Uhr gibt es Leckereien aus der Küche, was will man mehr? Ein geselliges Miteinander auf den gemütlichen Sofas des Cafés ist angesagt!

Ab 21 Uhr werden dann Nick Nordmann und Arvid Blixen als das Duo Immoment gemeinsam Musik machen: Arvid am Mikrofon und Nick am Klavier. Jazz trifft auf Rap, Es geht um Improvisation, es geht darum, aus dem Moment etwas zu machen. Etwas zu kreieren. Wahrnehmen. Im Moment sein.

Für die schönen Klänge und als Spende für den Brasseriehof freuen wir uns über einen Beitrag „in den Hut“.

 

Aktuelle Termine und weitere Details zu den jeweiligen Veranstaltungen findet Ihr auch bei Facebook https://www.facebook.com/Kulturhof.Flensburg/ und auf der Webseite des Kulturhofs https://www.kulturhof-flensburg.de/

Was ist der Kulturhof Flensburg e. V.?

Gegründet wurde unser Verein am 15.9.16 im Brasseriehof, wo seit Sommer 2015 die ersten Cafés (Familiennetzwerk „Mit uns für Alle“) stattfanden. Seit 28.2.17 ist er offiziell eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Wir fördern laut Satzung die Völkerverständigung und die Flensburger Stadtkultur.

Was machen wir?

Jede/r kann bei uns ein Café ausrichten und seine Kultur vorstellen. In Flensburg gibt es Menschen aus ca. 130 Kulturen, sodass ein buntes Programm möglich ist. Bisher gab es im Brasseriehof-Café u. a. folgende Cafés: iranisch, syrisch-orientalisch, kurdisch, türkisch, mexikanisch, kamerunisch, ghanaisch. Wenn auch DU Deine Kultur in Form von köstlichen Speisen und mehr vorstellen möchtest, bist Du herzlich willkommen.

Neben den Cafés, die meist nachmittags stattfinden, veranstaltet der Verein auch Konzerte, bietet Lesungen, Themenabende mit Diskussionen und Ausstellungen an.

Ein besonderes Anliegen ist uns, für den Einbau eines behindertengerechten WCs zu sammeln. Insbesondere die Spenden aus den Hutkonzerten sind dafür vorgesehen.

Außerdem unterstützen wir das Projekt „Foodsharing“.

Wir freuen uns über neue Mitglieder uns weitere spannende Veranstaltungen im Kulturhof Flensburg! Möchtest Du ab und an einen selbstgebackenen Kuchen spenden? Den Schaukasten monatlich gestalten oder die Räumlichkeiten sauber halten?

Dann schaue einfach mal während der Öffnungszeiten herein.

Kulturhof Flensburg e. V., im Brasseriehof, Große Straße 42 – 44, 24937 Flensburg

Wer in unserem Verein mitwirken möchte, wende sich bitte per Mail an Anja Werthebach: werthebach@posteo.de

Afro-Beat-Party zur Langen Nacht der Museen in Flensburg am 14.09.2019 ab 22:00 Uhr im Schifffahrtsmusuem

ZAMBLÉ – PANAFRIKA – The traditional Sound from Afrika
dieses Jahr unser Beat-Party-Gast im Schiffahrtsmuseum.

ZAMBLÉ kommt aus Burkina Faso und ist Tänzer, Choreograph und Musiker. Aus traditionellen afrikanischen Rhythmen entwickelt er seinen besonderen Stil in Kombination mit Jazz, Funk und Hip Hop.
Er arbeitet als Künstler Tanz und Musikpädagoge an verschiedenen Orten und in internationalen Tanzkompanien u. a. im National Ballett der Elfenbeinküste und bei dem internationalen Filmfestival FESPACO.
ZAMBLÉ, ein geborener Tänzer und Chorograph wird bei seinem Auftritt in Flensburg von Freunden aus verschiedenen Nationalitäten begleitet, die gemeinsam einen musikalischen Bogen von feurig-spritzigen, traditionellen afrikanischen Rythmen zu lyrischen Liedern auf der NGONI (der afrikanischen Harfe) spannen..
Ein Muss für jeden Liebhaber von afrikanischen traditionellen Musik und feurigen Rhythmen.

Zwischen den Auftritten Party mit DJ – oder Rum-Tasting (5,00 €) oder Schnack an der Bar, vorher Film in der Färöer-Ausstellung oder Schiffsimulator fahren….

Eintritt 10,00/6,00 € im VVK, 12,00/6,00 € AK für alle drei Museen

Untenstehend das gesamte Programm für die „Lange Nacht der Flensburger Museen“ am 14. September.

Mit einer Überraschungs-Performance der Flensburger Künstlerin Elke Mark startet die Nacht auf dem Museumsberg ab 18 Uhr.

Im Mittelpunkt stehen danach die Ausstellungen „Kunst der Färöerim Hans-Christiansen-Haus, Wellen Warten Wiederkehrim Schifffahrtsmuseum sowie „Wale in der Flensburger Förde im Naturwissenschaftlichen Museum mit spannenden Kurzführungen.

Eine außergewöhnliche Auswahl an Katalogen, Bildern und kuriosen Erbstücken – natürlich nicht aus dem Museumsbestand – wird auf dem hauseigenen Flohmarkt angeboten.

Als ein besonderes Highlight moderiert Björn Högsdal in der Aula auf dem Museumsberg einen Poetry Slam. Mit dabei sind Selina Seemann, bekannt von den Poetry Slams op Platt, der zweimalige SH-Champion Florian Hacke, Stefan Schwarck, Mitglied der Lesebühne „Irgendwas mit Möwen“, und die Nachwuchs-Slammerin Sarah Garstenstein. Passend zu den Ausstellungen dreht sich natürlich auch beim Slammen alles um den hohen Norden.

Musikalisch wird das Programm mit einem Harfenkonzert von Julia Gollner im stimmungsvoll beleuchteten Rokokosaal bereichert.

Mitsingen ist danach erlaubt beim Musiker und Gesangstherapeuten Herbert Wendt-Friedrichsen, der gemeinsam mit den Gästen seine Lieder anstimmt.

Tatkraft ist auch bei den künstlerischen Mitmachaktionen erwünscht. Als besonderer Gast wird der Klangkünstler Heiko Wommelsdorf im Studio 15 | 25 erwartet, der mit den Teilnehmenden kreativ arbeiten wird.

Zu nächtlicher Stunde lockt eine Fledermaus-Führung mit Bat-Detektor im Christiansenpark und der Nachtwächter führt um 23 Uhr sicher in das Schifffahrtsmuseum. Auch hier erwartet die Besucher ab 18 Uhr ein buntes Programm für alle Sinne. Man kann sich am Schiffssimulator auf Nachtfahrt begeben, Maschinen und Motoren bestaunen oder in der Sonderausstellung WELLEN. WARTEN. WIEDERKEHR die Färöer Fischerfamilie Kallsoy in ihrem Kampf gegen die riesigen Schiffe der Fischerei-Konzerne begleiten.

Der Dokumentarfilm „Das Meer – Liebe an Bord“ (2018) der Regisseurin Eir í Ólavsstovu zeugt von dem unverwüstlichen Optimismus, mit dem das Fischerpaar dem drohenden Verlust seiner kulturellen Identität begegnet.

Zur kulturellen Identität Flensburgs hingegen gehört der Rum: Lernen Sie die geschmackliche Vielfalt dieser Spirituose auf einem Rum-Tasting kennen!

Und da die Nacht bekanntlich auch zum Tanzen da ist, beginnt ab 22 Uhr die beliebte Afrobeat-Party. Live on Stage: das afrikanische Quintett Stéphane Zamblé & Band. Die westafrikanischen Musiker vereinen feurige Rhythmen mit lyrischen Klängen – absolut tanzbar!

Ein Kombiticket beinhaltet Eintritt zu allen Veranstaltungen (ohne Rum Tasting).
Karten gibt es für 10/6 € im Vorverkauf in den Museen oder für 12/6 € an den Abendkassen.

Weitere Informationen unter www.museen-flensburg.de.

Poetry Slam zur Langen Nacht der Museen in Flensburg am 14.09.2019 um 19:30 Uhr auf dem Museumsberg

Selina Seemann © Uwe Lehmann, Flensburg

Zu Themen wie Norden und Skandinavien treten am 14.09. vier norddeutsche Poet*innen bei der Langen Nacht der Museen in Flensburg miteinander in den Wettbewerb. Sie haben ein Zeitlimit von sechs Minuten & dürfen keine Requisiten benutzen, wer den Abend für sich entscheidet, entscheidet allein das Publikum!

Mit dabei sind:

Selina Seemann – bekannt von den Poetry Slams op Platt
Sarah Garstenstein – hochkarätige Newcomerin
Florian Hacke – zweifacher & amtierender Schleswig-Holstein-Meister im Poetry Slam
Stefan Schwarck – Finalist der SH-Meisterschaften

Moderation: Björn Högsdal – bekanntester Slam-Aktivist des Landes

Untenstehend das gesamte Programm für die „Lange Nacht der Flensburger Museen“ am 14. September.

Mit einer Überraschungs-Performance der Flensburger Künstlerin Elke Mark startet die Nacht auf dem Museumsberg ab 18 Uhr.

Im Mittelpunkt stehen danach die Ausstellungen „Kunst der Färöerim Hans-Christiansen-Haus, Wellen Warten Wiederkehrim Schifffahrtsmuseum sowie „Wale in der Flensburger Förde im Naturwissenschaftlichen Museum mit spannenden Kurzführungen.

Eine außergewöhnliche Auswahl an Katalogen, Bildern und kuriosen Erbstücken – natürlich nicht aus dem Museumsbestand – wird auf dem hauseigenen Flohmarkt angeboten.

Als ein besonderes Highlight moderiert Björn Högsdal in der Aula auf dem Museumsberg einen Poetry Slam. Mit dabei sind Selina Seemann, bekannt von den Poetry Slams op Platt, der zweimalige SH-Champion Florian Hacke, Stefan Schwarck, Mitglied der Lesebühne „Irgendwas mit Möwen“, und die Nachwuchs-Slammerin Sarah Garstenstein. Passend zu den Ausstellungen dreht sich natürlich auch beim Slammen alles um den hohen Norden.

Musikalisch wird das Programm mit einem Harfenkonzert von Julia Gollner im stimmungsvoll beleuchteten Rokokosaal bereichert.

Mitsingen ist danach erlaubt beim Musiker und Gesangstherapeuten Herbert Wendt-Friedrichsen, der gemeinsam mit den Gästen seine Lieder anstimmt.

Tatkraft ist auch bei den künstlerischen Mitmachaktionen erwünscht. Als besonderer Gast wird der Klangkünstler Heiko Wommelsdorf im Studio 15 | 25 erwartet, der mit den Teilnehmenden kreativ arbeiten wird.

Zu nächtlicher Stunde lockt eine Fledermaus-Führung mit Bat-Detektor im Christiansenpark und der Nachtwächter führt um 23 Uhr sicher in das Schifffahrtsmuseum. Auch hier erwartet die Besucher ab 18 Uhr ein buntes Programm für alle Sinne. Man kann sich am Schiffssimulator auf Nachtfahrt begeben, Maschinen und Motoren bestaunen oder in der Sonderausstellung WELLEN. WARTEN. WIEDERKEHR die Färöer Fischerfamilie Kallsoy in ihrem Kampf gegen die riesigen Schiffe der Fischerei-Konzerne begleiten.

Der Dokumentarfilm „Das Meer – Liebe an Bord“ (2018) der Regisseurin Eir í Ólavsstovu zeugt von dem unverwüstlichen Optimismus, mit dem das Fischerpaar dem drohenden Verlust seiner kulturellen Identität begegnet.

Zur kulturellen Identität Flensburgs hingegen gehört der Rum: Lernen Sie die geschmackliche Vielfalt dieser Spirituose auf einem Rum-Tasting kennen!

Und da die Nacht bekanntlich auch zum Tanzen da ist, beginnt ab 22 Uhr die beliebte Afrobeat-Party. Live on Stage: das afrikanische Quintett Stéphane Zamblé & Band. Die westafrikanischen Musiker vereinen feurige Rhythmen mit lyrischen Klängen – absolut tanzbar!

Ein Kombiticket beinhaltet Eintritt zu allen Veranstaltungen (ohne Rum Tasting).
Karten gibt es für 10/6 € im Vorverkauf in den Museen oder für 12/6 € an den Abendkassen.

Weitere Informationen unter www.museen-flensburg.de.

Lange Nacht der Museen am 14.09.2019 ab 18 Uhr in Flensburg

Die drei Städtischen Museen präsentieren sich mit ihrer „Langen Nacht der Flensburger Museen“ am 14. September.

Mit einer Überraschungs-Performance der Flensburger Künstlerin Elke Mark startet die Nacht auf dem Museumsberg ab 18 Uhr.

Im Mittelpunkt stehen danach die Ausstellungen „Kunst der Färöerim Hans-Christiansen-Haus, Wellen Warten Wiederkehrim Schifffahrtsmuseum sowie „Wale in der Flensburger Förde im Naturwissenschaftlichen Museum mit spannenden Kurzführungen.

Eine außergewöhnliche Auswahl an Katalogen, Bildern und kuriosen Erbstücken – natürlich nicht aus dem Museumsbestand – wird auf dem hauseigenen Flohmarkt angeboten.

Als ein besonderes Highlight moderiert Björn Högsdal in der Aula auf dem Museumsberg einen Poetry Slam. Mit dabei sind Selina Seemann, bekannt von den Poetry Slams op Platt, der zweimalige SH-Champion Florian Hacke, Stefan Schwarck, Mitglied der Lesebühne „Irgendwas mit Möwen“, und die Nachwuchs-Slammerin Sarah Garstenstein. Passend zu den Ausstellungen dreht sich natürlich auch beim Slammen alles um den hohen Norden.

Musikalisch wird das Programm mit einem Harfenkonzert von Julia Gollner im stimmungsvoll beleuchteten Rokokosaal bereichert.

Mitsingen ist danach erlaubt beim Musiker und Gesangstherapeuten Herbert Wendt-Friedrichsen, der gemeinsam mit den Gästen seine Lieder anstimmt.

Tatkraft ist auch bei den künstlerischen Mitmachaktionen erwünscht. Als besonderer Gast wird der Klangkünstler Heiko Wommelsdorf im Studio 15 | 25 erwartet, der mit den Teilnehmenden kreativ arbeiten wird.

Zu nächtlicher Stunde lockt eine Fledermaus-Führung mit Bat-Detektor im Christiansenpark und der Nachtwächter führt um 23 Uhr sicher in das Schifffahrtsmuseum. Auch hier erwartet die Besucher ab 18 Uhr ein buntes Programm für alle Sinne. Man kann sich am Schiffssimulator auf Nachtfahrt begeben, Maschinen und Motoren bestaunen oder in der Sonderausstellung WELLEN. WARTEN. WIEDERKEHR die Färöer Fischerfamilie Kallsoy in ihrem Kampf gegen die riesigen Schiffe der Fischerei-Konzerne begleiten. Der Dokumentarfilm „Das Meer – Liebe an Bord“ (2018) der Regisseurin Eir í Ólavsstovu zeugt von dem unverwüstlichen Optimismus, mit dem das Fischerpaar dem drohenden Verlust seiner kulturellen Identität begegnet.

Zur kulturellen Identität Flensburgs hingegen gehört der Rum: Lernen Sie die geschmackliche Vielfalt dieser Spirituose auf einem Rum-Tasting kennen!

Und da die Nacht bekanntlich auch zum Tanzen da ist, beginnt ab 22 Uhr die beliebte Afrobeat-Party. Live on Stage: das afrikanische Quintett Stéphane Zamblé & Band. Die westafrikanischen Musiker vereinen feurige Rhythmen mit lyrischen Klängen – absolut tanzbar!

Ein Kombiticket beinhaltet Eintritt zu allen Veranstaltungen (ohne Rum Tasting).
Karten gibt es für 10/6 € im Vorverkauf in den Museen oder für 12/6 € an den Abendkassen.

Weitere Informationen unter www.museen-flensburg.de.

Hartz IV: Sozialgericht Berlin verurteilt Jobcenter zur Übernahme der Brillen-Kosten

Ein Urteil des Sozialgerichts Berlin vom 28.08.2019 Az: S 114  AS 1147/17

Untenstehend dokumentieren wir eine Meldung von Harald Thomé, Referent für Arbeitslosen- und Sozialhilferecht und Sozialrechtsexperte. Wichtig auch für alle Leistungsempfänger nach SGB II / „Hartz IV“ in Flensburg.

Harald Thomé schreibt auf seiner Facebook-Seite:
„Sozialgericht Berlin verurteilt Jobcenter zur Übernahme von Brillenkosten als Vorraussetzung zur Integration in den Arbeitsmarkt

Im Vorliegen taufrischen Urteil hat das SG Berlin zur Übernahme der Kosten zur Anschaffung einer Brille in Höhe von 602 EUR verurteilt. Als Anspruchsgrundlage wurde das Vermittlungsbudget nach § 16 Abs. 1 SGB II iVm § 44 Abs. 1 SGB III genannt. Da nur mit ausreichender Sehhilfenversorgung eine Einsatzfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erreicht werden kann.

Also eine klare und richtige Ansage, sinngemäß: wer nicht gucken kann, kann auch nicht Arbeiten.“

Mehr zum Urteil und die Urteilsbegründung des Sozialgerichts Berlins auf der Facebook-Seite von Harald Thomé unter: https://www.facebook.com/harald.thome.3/posts/1237955213031625 und: https://harald-thome.de/fa/redakteur/Harald_2019/SG_Berlin_v.__28.08.23019_-_S_114_AS_1147-17.pdf

Achtung: Das Urteil bzw. die Begründung kann auch für entsprechende Widersprüche oder Klagen gegen das jeweils zuständige Jobcenter (z. B. auch in Flensburg) oder Sozialzentrum dienen, falls eine derartige Kostenerstattung verweigert wird. Aber der Anspruch muss individuell begründet werden. Man kann nicht einfach sagen, weil das Sozialgericht in Berlin so entschieden hat, müsst ihr mir jetzt die Kosten für meine neue Brille erstatten.

Warum im Rahmen des Vermittlungsbudgets? Es geht in diesem Fall darum, die Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt generell zu verbessern, sozusagen als vorausschauende Leistung. Die Förderung aus dem Vermittlungsbudget ist eine Sozialleistung zur Unterstützung der Anbahnung oder Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Es handelt sich um eine Ermessensleistung, die in § 44 SGB III (bis 31. März 2012: § 45 SGB III a.F.) gesetzlich geregelt ist. https://de.wikipedia.org/wiki/Vermittlungsbudget

Bei rechtlichen Fragen und im Streitfall besser einen Rechtsbeistand oder zumindest eine entsprechende Beratungsstelle kontakten!

Bevor es zu ernsthaften Konflikten mit den MitarbeiterInnen der Jobcenter bei der Bewilligung von Leistungen nach dem SGB II und XII kommt, sollte man im Streitfall entweder eine entsprechende Beratungsstelle oder einen Rechtsbeistand kontakten. Da Rechtsanwalt Dirk Audörsch zahlreiche Mandanten bei Rechtsstreitigkeiten und Klagen gegen Sozialzentren bzw. Jobcenter vertritt und als Sozialrechtsexperte gilt, empfehlen wir allen Klagewilligen in solch einem Fall bzw. vor einem Widerspruch oder einer Klage mit ihm Kontakt aufzunehmen. Die Erstberatung in Hartz IV-Angelegenheiten ist im Regelfall kostenfrei:

Dirk Audörsch, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Sozialrecht

Osterender Chaussee 4
25870 Oldenswort
Fon: 04864-271 88 99
Fax: 04864- 271 75 11
email: info@rechtundschlichtung.de

Siehe dazu auch den AKOPOL-Beitrag vom 01.09.2019: Brille vom Jobcenter – geht doch unter: https://akopol.wordpress.com/2019/09/01/brille-vom-jobcenter-geht-doch/

Und den AKOPOL-Beitrag vom 06.11.2017: SGB II-Leistungsempfänger hat Anspruch auf Kostenerstattung der Brillenreparatur – Bundessozialgericht: Brillenreparatur gilt als Sonderbedarf unter: https://akopol.wordpress.com/2017/11/06/sgb-ii-leistungsempfaenger-hat-anspruch-auf-kostenerstattung-der-brillenreparatur/

Mehr zum Thema „Hartz IV“ und Sozialrecht auch im AKOPOL-Blog unter: https://akopol.wordpress.com/hartz-iv/

 

 

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