Archiv der Kategorie: Hartz IV

Hier finden sich alle AKOPOL-Beiträge zum Thema „Hartz IV“

„Platzangst“: Der Flensburger Sportverein Roter Stern e.V. braucht dringend Unterstützung – Bitte Petition unterzeichnen!

Der Sportverein Roter Stern Flensburg e.V. wendet sich mit einer Mail und einem Aufruf an verschiedene Flensburger Organisationen und die Flensburger Öffentlichkeit, um auf seine problematische Situation aufmerksam zu machen.

Dazu gibt es auch die Möglichkeit die folgende Petition zu unterzeichnen: https://www.rotersternflensburg.de/base/platzangst-2/

Liebe Damen und Herren,

mit dieser Mail wendet sich der Roter Stern Flensburg e.V. an verschiedene Flensburger Organisationen, um auf unsere problematische Situation aufmerksam zu machen. Mittlerweile existiert der Verein seit fast zehn Jahren und steht immer noch ohne eigenen Platz, Umkleiden, ausreichende Trainingszeiten und ohne ein Vereinsheim dar. Weitere Informationen und die von uns angedachten Lösungen entnehmen Sie bitte dem ausführlichen Unterstützer*innenschreiben und dem kürzeren Flyer. (Untenstehend)

Wir freuen uns, wenn Sie sich über unsere Situation durch die angehängten Schriftstücke informieren und freuen uns über jede Reaktion darauf. Wenn Sie unsere Platzangstkampagne unterstützen wollen, setzen wir Sie gerne auf die Unterstützer*innenliste. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Mail an: platzangst@rotersternflensburg.de.

Auch über finanzielle oder ideologische Unterstützung freuen wir uns sehr. Außerdem möchten wir unser Anschreiben explizit als Gesprächsangebot verstanden wissen. Gerne treffen wir uns persönlich mit Ihnen.

Mit sportlichen Grüßen

Johannes Wollny
1. Vorsitzender Roter Stern Flensburg e.V.
www.rotersternflensburg.de

Das untenstehende Unterstützer_innen-Schreiben gibt es hier zum Weitergeben und Download

Roter Stern Flensburg e.V.
Norderstraße 37
24937 Flensburg
platzangst@rotersternflensburg.de
Flensburg, den 17.10.2018

Roter Stern Flensburg e.V. hat „Platzangst“

Geschichte des Roten Sterns:

2009 gründete sich der alternative Sportverein Roter Stern Flensburg e.V., der sich für leistungsdruckbefreiten Sport frei von Rassismus und Sexismus, sowie einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt einsetzt. Die Mitgliedszahl verzehnfachte sich in den letzten 10 Jahren von 20 Mitgliedern auf 223 Mitglieder dieses Jahr. Bot der Verein 2009 lediglich die Sportarten Fußball und Kickboxen an, gehören nun auch Rugby, Tischfußball, Dart, Akrobatik und Hula-Hoop, Basketball, Ultimate Frisbee, E-Sports, Skateboarding und Tischtennis zum festen Angebot.

Da zu den Anfangszeiten des Roten Sterns keine Platzzeiten in Flensburg zu bekommen waren, wichen die Fußballer nach Glücksburg aus. Später wurde dem Roten Stern die Sportanlage der Comenius-Schule in Flensburg stark zeitlich begrenzt zugesprochen. An diesem Standort fühlt sich der Verein zu Hause, da der Rote Stern Flensburg sich stark sozial engagiert und für Integration einsetzt.
In diesem Stadtteil gibt es keinen vergleichbaren Sportverein, sodass der Rote Stern dort Strukturen schafft und weiter schaffen wird. Das Training im Winter findet allerdings auch heute noch in Glücksburg statt, wenn die Sportfläche an der Comenius-Schule unbespielbar ist. Die dadurch entstehenden Kosten muss der Verein selbst tragen.

Aktuelle Situation:

Die Fußballsparte des Roten Sterns darf den Platz der Comenius-Schule wöchentlich viermal 90 min nutzen. Diese Regelung gilt allerdings nicht in denFerienzeiten, im Spätherbst, im Winter, zum Frühlingsbeginn und bei Regen. Der Rote Stern Flensburg darf die Kabinen, Duschen und Toiletten der Comenius-Schule während der Trainingszeiten nicht in Anspruch nehmen. Diese stehen nur während der Heimspiele zur Verfügung, allerdings kommt es nicht selten vor, dass die Spielerinnen und Spieler sich in der Aula der Schule umziehen müssen, um den Gastteams eine eigene Kabine anbieten zu können.
Die genehmigte Platznutzungszeit für alle Sparten beträgt sechs Stunden. Hinzu kommen drei Stunden auf dem Kunstrasenplatz des TSB am Schützenhof. Der tatsächliche Bedarf des Vereins ist etwa dreimal so hoch und beträgt mindestens 18 Stunden für die drei Rasensportsparten Fußball, Rugby und Ultimate Frisbee.

Außerdem würde der Rote Stern gerne ein Junior*innentraining anbieten, welches aufgrund der fehlenden Infrastruktur bisher nicht möglich ist. Dieses würde ebenfalls einmal pro Woche 60 min benötigen. Die Diskrepanz zwischen tatsächlich genehmigter Platznutzungszeit und dem realen Bedarf ist somit immens hoch.

Im Jahr 2018 suchte zudem eine Maulwurfsfamilie den Rasenplatz der Comenius-Schule heim, sodass der Platz für viele Monate nicht bespielbar war. Das Heimrecht für die Spiele der Fußballer*innen musste abgegeben werden, sodass zusätzliche Kosten durch Fahrten entstanden sind. Ein Training war häufig nicht möglich, da nicht immer alternative Plätze gefunden werden konnten.
Die derzeitige Situation gestaltet sich so, dass die zwei Herrenteams mit 30 bis 40 Leuten auf dem Kunstrasenplatzes des TSB unterkommen. Eine sinnvolle Unterteilung dieser großen Trainingsgruppe ist auf Grund der geringen Platzzeiten nicht möglich. Für die Old Boys und das Frauenteam konnten bisher keine Trainingsmöglichkeiten für den Winter realisiert werden. Die Rugby- und Frisbeesparte trainieren beide auf öffentlichen Grünflächen oder am Strand, da diese bisher keine bzw. zu wenig Platzzeiten bekommen konnten. Auch ihre Situation wird sich im Winter extrem verschlechtern.

Seit Vereinsgründung ist der Rote Stern Flensburg zusätzlich auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für ein Vereinsheim, dieses sollte im besten Falle auch die Dartsparte beherbergen können, da deren aktuelle Räumlichkeiten in naher Zukunft nicht mehr genutzt werden können. Wie sich die Situation der Dartsparte in den kommenden Monaten gestalten wird, ist leider weiterhin vollkommen offen.

Forderungen:

Neben dem aktuellen Sportplatz der Comenius-Schule soll der Neubau der Schule Ramsharde entstehen. Bisher wurde der Rote Stern Flensburg in die Planungsprozesse nicht mit einbezogen. Um den Verein für neue Mitglieder attraktiv zu gestalten und den Trainings-, sowie den Spielbetrieb aller Teams aufrecht erhalten zu können, fordert derVerein:

1) Den Einbezug in die Planungsprozesse der Schule Ramsharde
2) Einen Kunstrasenplatz
3) Eine Flutlichtanlage
4) Den Zugang zu Umkleiden, Duschen und Toiletten auch zu den Trainingszeiten
5) Ein Vereinsheim in Platznähe

Der Rote Stern Flensburg fordert als Mitnutzer der angrenzenden Anlagen eine Einbeziehung in die laufenden Planungsprozesse der Schule Ramsharde. Ein Kunstrasenplatz ist in unseren Augen die einzige Möglichkeit, den hohen Belastungen der vielen Trainingszeiten Stand zu halten. Dadurch wäre das ganze Jahr über ein Trainings- und Spielbetrieb gesichert.
Durch eine Flutlichtanlage wäre es auch im Winter möglich, auf dem eigenen Platz zu trainieren und Trainingsausfahrten nach Glücksburg könnten der Vergangenheit angehören.
Der Zugang zu Umkleiden, Duschen und Toiletten während der Trainingszeiten ist normalerweise eine Selbstverständlichkeit.
Ein Vereinsheim sollte jedem Verein zur Verfügung stehen und auch der Rote Stern Flensburg benötigt ein solches, um das Vereinsleben zu stärken und nicht in fremde Räume in Flensburg ausweichen zu müssen.

Unterstützung für den Roten Stern Flensburg

Die Nordstadt braucht einen integrationsfördernden und strukturstärkenden Verein wie den Roten Stern, welcher für Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem sozialen Status offen steht!
Auch der erste Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) betonte gegenüber der SHZ: „Ein Verein wie der Rote Stern Flensburg, der sich gerade in der aktuellen Situation in Deutschland um die Integration von Flüchtlingen bemüht, hat sportpolitisch eine hohe Strahlkraft“. Eben diese uns so wichtige Integrationsarbeit wird durch fehlende Infrastruktur stark erschwert!

Seit 10 Jahren ist der Rote Stern Flensburg der einzige Verein in der Stadt Flensburg, der für das Fußballtraining keinen festen Trainingsplatz mit Kabinen hat und deshalb auf der ständigen Suche nach Trainingsorten, sowie Zeiten ist.

Durch die steigenden Mitgliederzahlen und das vergrößerte Spartenangebot wird die Gesamtsituation immer schlechter für den Verein. Der Mitgliedsbeitrag des Roten Sterns ist günstig und fair, sodass unabhängig vom Einkommen eine Mitgliedschaft ermöglicht werden kann.
Daher haben wir uns entschlossen, in der Öffentlichkeit nach Unterstützung zu suchen. Der Rote Stern Flensburg möchte nicht nur für die Mitglieder attraktiv bleiben, sondern auch für neue Mitglieder und die Nachbarschaft in der Neustadt ein wichtiger Bezugspunkt bleiben.

Unsere Öffentlichkeitskampagne und die von uns aufgestellten Forderungen kosten nicht nur Arbeit, sondern auch Geld. Dafür benötigen wir finanzielle Unterstützung!

Unterstützen Sie uns:
IBAN DE45 2175 0000 0186 0084 54
BIC NOLADE21NOS
Verwendungszweck: Platzangst

Die Unterstützungsmöglichkeiten für Privatpersonen bestehen in einer Unterschriftenliste, einer Fördermitgliedschaft im Verein, die Teilnahme an der Solipartyreihe, dem Kauf eines Soli-T-Shirts oder dem Besuch von Ligaspielen der Fußballteams. Vereine, Initiativen, Firmen und andere Gruppierungen können ihre Unterstützung mit ihrer Unterschrift zeigen, unser Infomaterial auslegen oder an den Verein spenden.

Mit sportlichen Grüßen

Johannes Wollny
1. Vorsitzender Roter Stern Flensburg e.V.
www.rotersternflensburg.de

Hier gibt es das untenstehende und kürzere Informationsschreiben zum Weitergeben und -senden als Flyer zum Download

 

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Treffen der „Aufstehen“-Gruppe am 11.11. um 10 Uhr im „Kulturhof“ (Große Str. 42-44) in Flensburg

Sonntag d. 11.11. um 10 Uhr im Kulturhof Flensburg (Große Str. 42-44, im „Brasseriehof“, Zugang von Große Str. und Speicherlinie).

„Aufstehen“-Gruppentreffen entscheidet am 11.11. über erste Aktionen

Nach nur zwei Monaten und einem ersten Brainstormtreffen im Oktober will die Sammlungsbewegung „Aufstehen“ in den drei nördlichsten Kreisen Schleswig-Holsteins konkret werden. Beim nächsten Treffen am Sonntag den 11.11. um 10 Uhr im Kulturhof Flensburg (Große Str. 42-44) sollen zu den wichtigsten Themen, die in einer Internetumfrage besonders oft gewählt wurden, erste konkrete Aktionen besprochen werden.

Schon jetzt zeichnet sich in einem Vorergebnis deutlich ab, dass Themen wie gerechte Einkommen, soziale Gerechtigkeit, Umwelt, Gesundheit und Pflege sowie Alterseinkommen ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Herman U. Soldan ist eines der rund 160 Mitglieder und meint dazu: „Das zeigt doch sehr deutlich, dass ‚Aufstehen’ sich zu einer konstruktiven sozialen Bewegung entwickelt, in der nicht Frust geschoben, sondern eine konkrete Verbesserung der derzeitigen Verhältnisse in den Mittelpunkt gerückt wird.“

Schon in den kommenden Wochen soll es die ersten Veranstaltungen und Aktionen in der Öffentlichkeit geben, nicht nur in Flensburg, sondern wenn möglich auch in Nordfriesland und dem Schleswiger Landkreis.

Auch in der gerade wieder neu entfachten Mindestlohn-Debatte hat sich „Aufstehen“ jüngst deutlich positioniert und fordert „eine Politik, die den Mindestlohn nicht um lächerliche 35 Cent anhebt, sondern so weit, dass man nach 40 Jahren Vollzeitarbeit eine Rente bekommt mit der man nicht zum Amt muss. Das wären 12 Euro Mindestlohn!“. Damit zielt „Aufstehen“ auch auf eine konsequente Bekämpfung der Armut, von der inzwischen fast jede/r Sechste bedroht oder direkt betroffen ist.

„Das darf nicht wieder nur eine kurze Schlagwortdebatte werden“, erklärt „Aufstehen“-Mitglied Dennis Franzen, „das kennen wir schon zur Genüge. Wir wollen deshalb deutlich als soziale Bewegung auftreten und den notwendigen Druck entfalten, damit neben der Diskussion endlich auch politisches Handeln gegen Lohndumping und drohende Armut erfolgt, das wirklich etwas an den Zuständen ändert!“

Noch ein paar praktische Hinweise:
– Der Treffpunkt liegt recht zentral (5 Min. zu Fuß vom ZOB).
– Parkmöglichkeiten im P-Haus Speicherlinie oder am Hafen.
– Über eine kleine Spende für die Raummiete freuen wir uns.
– Kaffee, Tee und kalte Getränke sind gegen Spende erhältlich.

„Aufstehen“ Flensburg, Schleswig, Nordfriesland auf Facebook: https://www.facebook.com/groups/992564350904620/

Kontaktperson für Nachfragen: Dennis Franzen

E-Mail: aufstehen-nord@gmx.de

Schulbedarfskampagne: Jetzt Schulcomputer beim Jobcenter/Sozialamt beantragen!

Aus aktuellem Anlass ein Beitrag der bundesweiten Erwerbsloseninitiative Tacheless, den man in voller Länge hier findet: https://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/aktuelles/d/n/2426/

Immer mehr Sozialgerichte verurteilen Jobcenter zur Übernahme der Kosten für einen PC/Laptop/Tablet-Computer.

In den SGB II („Hartz IV“)-Regelleistungen für Kinder und Jugendliche sind für 0-6-Jährige 72 Cent, für 6-14-Jährige noch 53 Cent und für 14-18-Jährige „stolze“ 23 Cent für den Bereich Bildung enthalten. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hatte die Bundesregierung bereits mit Beschluss vom Juli 2014 aufgefordert, die Bildungskosten in den Regelleistungen aufzustocken. Passiert ist in den zurückliegen vier Jahren allerdings nichts. Das BVerfG hat gleichzeitig die Gerichte aufgefordert, das Recht bis zu einer gesetzlichen Änderung weit auszulegen. Dieser weiten Auslegung sind nun eine Reihe von Sozialgerichten bei Bildungs- und Schulbedarfen gefolgt.

Für kostenträchtige, einmalige Bildungsbedarfe gibt es keine eigenständige gesetzliche Anspruchsgrundlage. Es liegt somit eine planwidrige Regelungslücke vor, die nun verfassungskonform durch Auslegung zu füllen ist. Die einmalige Anschaffung für Bildungsbedarfe müssen zwar nur einmal bezahlt werden, sie erfüllen jedoch einen laufenden Bedarf. Zur Vermeidung einer Bedarfsunterdeckung habe daher eine analoge Anwendung von § 21 Abs. 6 SGB II zu erfolgen. (SG Gotha v. 17.08.2018 – S 26 AS 3971/17)

Bei der Übernahme der Kosten für Schulbedarfe zeichnet sich mit einer solchen verfassungskonformen Auslegung ein gemeinsamer Tenor diverser Sozialgerichte ab:

  • LSG Niedersachsen-Bremen v. 11.12.2017 – L 11 AS 349/17, zur Übernahme von Schulbüchern für 135,65 €;
  • SG Hannover v. 06.02.2018 – S 68 AS 344/18 ER, Tablet für 369 €;
  • SG Cottbus v. 13.10.2016 – S 42 AS 1914/13, PC für 350 €;
  • SG Gotha v. 17.08.2018 – S 26 AS 3971/17, PC mit Drucker, Software und Einrichtung für 600 €;
  • SG Stade v. 29.09.2018 – S 39 AS 102/18 ER, Laptop für 399 €.

Kinder und Jugendliche dürfen nicht „abgehängt“ werden

In allen Gerichtsentscheidungen wurde die Auffassung vertreten, es handele sich bei der Anschaffung eines PC/Laptop/Tablet und von Schulbüchern zur Erfüllung schulischer Belange um einen laufenden Bedarf im Sinne von § 21 Abs. 6 SGB II. Auch wenn der Computer/Laptop/Tablet zwar nur einmal bezahlt würde, erfülle er jedoch einen laufenden Bedarf, nämlich den, sachgerecht in ordnungsgemäßer Weise eine Schule besuchen zu können, ohne von vorneherein „abgehängt“ zu sein. Das SG Gotha führt dazu weiter aus: „Jeder, der Kinder in einem schulfähigen Alter hat […] müsste eigentlich wissen, dass ohne internetfähigen PC/Laptop die Befolgung organisatorischer Vorgaben der Schule zu großen Teilen nicht mehr möglich ist. Das fängt bei der Essenbestellung bei den einschlägigen Anbietern an, geht weiter über oftmals täglich aktualisierte Vertretungspläne der Schule und weiter über Referate bzw. Seminararbeiten, deren Fassung am Computer als selbstverständlich vorausgesetzt wird. […] Es ist offensichtlich und selbstverständlich, dass es hier keiner gesonderten Darlegung mehr bedarf“.

Zusammengefasst führen die Gerichte aus, dass ein PC/Laptop/Tablet (neben weiteren Schulbedarfen) zur soziokulturellen und schulischen Teilhabe von Schülerinnen und Schülern gehöre und somit zur Sicherstellung des menschenwürdigen Existenzminimums als Zuschuss zu erbringen sei. Damit es nicht zu einer verfassungswidrigen Bedarfsunterdeckungen komme, seien solche Bildungs- und Lernbedarfe, bis der Gesetzgeber eine eigenständige Anspruchsgrundlage für Bildungs- und Lernbedarfe geschaffen habe, auf Grundlage des als Zuschuss zu gewährenden Mehrbedarfes nach § 21 Abs. 6 SGB II zu gewähren.

Die Sozialgerichte reagieren damit auf die Entscheidung des BVerfG v. 23.07.2014 (1BvL 10/12, 1 BvR 1691/13) in denen das BVerfG darauf hingewiesen hat, dass der Gesetzgeber auf die Gefahr einer Unterdeckung durch zusätzliche Ansprüche auf Zuschussbasis reagieren kann und das existenzsichernde Bedarfe neben dem Regelbedarf auf Zuschussbasis in verfassungskonformer Auslegung zu erbringen sind (BVerfG a.a.O. Rn 116).

Hier das Urteil des SG Gotha zum Download: https://tacheles-sozialhilfe.de/fa/redakteur/Harald_2018/Urteil_SG_Gotha-_S_26_AS_397117.pdf

Das konkrete Vorgehen:

Der Erwerbslosenverein Tacheless empfiehlt daher solche Bildungsbedarfe offensiv zu beantragen. In Frage kommen PC/Laptop/Tablet-Computer, Schulbücher oder Eigenanteile für diese bzw. empfohlene Übungshefte, Kopierkosten, Anschaffungskosten für spezielle Taschenrechner, Schulbedarfe für über 25-jährige, die die allgemein- und berufsbildenden Schulen besuchen und keinen Anspruch auf das Bildungs- und Teilhabepaket haben, sowie unter Umständen weitere spezielle Schul- und Bildungsbedarfe.

Bei der Beantragung eines Schulcomputers sollte darauf geachtet werden, dass im Haushalt kein funktionsfähiger Computer vorhanden bzw. ein solcher nicht mehr funktionsfähig ist. Den Antrag wird das Jobcenter mit großer Wahrscheinlichkeit ablehnen und auf die Leistung für den persönlichen Schulbedarf in Höhe von 100 € pro Jahr verweisen. Allenfalls könnte ein Darlehen zur Deckung des Bedarfs angeboten werden. Für die Beantragung dieser Bedarfe für Schüler/innen ab der Sekundarstufe I hat der Erwerbslosenverein Tacheless ein Musteranschreiben entworfen, dass man mit weiteren Infos zum Thema hier findet: https://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/aktuelles/d/n/2426/

Flensburger Arbeitslosenquote im Oktober 2018 bei 7,7 %

4.052 Menschen offiziell ohne Beschäftigung, 29 weniger als im Vormonat – Arbeitslosenquote durch verdeckte Arbeitslosigkeit in Flensburg deutlich höher

Zahl der Flensburger SGB II-Regelleistungsberechtigten („Hartz IV“) sinkt im Oktober um 22 auf 11.408 Personen

Arbeitsmarkt:

Im Stadtgebiet Flensburg sank die Zahl der Arbeitslosen nach Angaben der Agentur für Arbeit Flensburg im Berichtsmonat Oktober 2018 im Vergleich zum Vormonat um 29 auf 4.052 Personen. Im Vorjahresvergleich sank die Zahl der Arbeitslosen um 301 (-6,9 Prozent) Personen.
Die offiziell gemeldete Arbeitslosenquote für den Okotber 2018 lag damit bei 7,7 Prozent (Vormonat 7,8 Prozent, Oktober 2017: 8,6 Prozent)

Entwicklung des Arbeitsmarktes im Agenturbezirk Flensburg

Quelle: Bundesagentur für Arbeit / Agentur für Arbeit Flensburg

Arbeitslosigkeit in Flensburg nach Rechtskreisen:

• SGB III: 1.210 (+38) Personen = 2,3 Prozent, Vormonat 2,2 Prozent, Vorjahresmonat 2,4 Prozent
• SGB II: 2.842 (- 67) Personen = 5,6 Prozent, Vormonat 5,6 Prozent, Vorjahresmonat 6,2 Prozent

Arbeitskräftenachfrage:

27 offene Stellen mehr als im Vormonat – 10 mehr als im Oktober 2017

Freie Arbeitsstellen in Flensburg / Quelle: Agentur für Arbeit Flbg.

Im Oktober 2018 waren 875 Stellen gemeldet. Die Nachfrage nach Personal in der Stadt Flensburg stieg gegenüber dem Vormonat September (+27)  und lag leicht über dem Niveau des Vorjahresmonats (+10). Seit Jahresbeginn wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Flensburg und des Jobcenters Flensburg insgesamt 2.303 sozialversicherungspflichtige Stellen angezeigt.
Besonders hoch ist die Nachfrage nach Arbeitskräften bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, im Handel und im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Gastgewerbe.

Unterbeschäftigung: Tatsächliche Arbeitslosenquote in Flensburg aufgrund der verdeckten Arbeitslosigkeit bei rund 12 Prozent

Die genannten Arbeitslosenzahlen der Flensburger Arbeitsagentur beinhalten jedoch nicht die Menschen, die sich in der verdeckten Arbeitslosigkeit oder sog. „Unterbeschäftigung“ befinden. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt.
Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen bzw. ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung werden Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst und realwirtschaftlich bedingte Einflüsse auf den Arbeitsmarkt besser erkannt. Zudem können die direkten Auswirkungen der Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitslosenzahlen nachvollzogen werden. Leider gibt es nur Zahlen zur Unterbeschäftigung für den gesamten Agenturbezirk. Insofern muss für das Flensburger Stadtgebiet von diesen Zahlen ausgehend die tatsächliche Arbeitslosenquote entsprechend hochgerechnet bzw. geschätzt werden.

Komponenten der Unterbeschäftigung: Zahlen für den gesamten Agenturbezirk Flensburg

Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, ergibt sich im Oktober 2018 eine Zahl von 13.557  Arbeitslosen (Vormonat 13.670), zuzüglich der Unterbeschäftigung sind es jedoch  18.125 (Vormonat  18.225). Das sind noch einmal zusätzlich 4.568 Arbeitslose (Vormonat 4.579).

Nicht inbegriffen bei der Berechnung der offiziellen Arbeitslosenzahlen und -quote sind aber auch die Arbeitslosen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Gründen als nicht mehr vermittelbar gelten und/oder vorzeitig zwangsverrentet wurden und/oder in den SGB-XII-Leistungsbereich fallen.

Arbeitsuchende:

Ebenso wenig enthalten sind die erwerbsfähigen Arbeitslosen, die nicht im Leistungsbezug des ALG I oder II stehen, keinen Rechtsanspruch darauf haben oder auf Inanspruchnahme derartiger Leistungen verzichten und sich dennoch als arbeitsuchend gemeldet haben. Zur Gruppe der Arbeitsuchenden gehören neben den offiziell registrierten Arbeitslosen auch 1-Euro-Jobber sowie Teilnehmer staatlich finanzierter Weiterbildungs- oder Trainingsmaßnahmen. Arbeitsuchende sind gemäß § 15 Satz 2 SGB III Personen, die nach einer Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen.

Es ist zu beachten, dass die Zahl der Arbeitsuchenden neben den Arbeitslosen auch Erwerbstätige beeinhaltet, die in einem regulären Beschäftigungsverhältnis stehen oder eine selbständige Tätigkeit ausüben können. Es gehören dazu auch versicherungspflichtig beschäftigte Personen, deren Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis endet, und die sich nach § 38 SGB III spätestens 3 Monate vor der Beendigung bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden müssen. Erfahren sie erst später von der Beendigung, müssen sie sich innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes arbeitssuchend melden. Bei befristeten Arbeitsverhältnissen hat die Arbeitsuchendmeldung mindestens drei Monate vor Fristablauf zu erfolgen. Leider wird in der untenstehenden Aufstellung der Arbeitsagentur nicht genau dargestellt, wie viele von den Arbeitsuchenden in einem regulären Beschäftigungsverhältnis stehen und wie viele nicht. Allgemeine Schätzungen zur Zahl der Nichtleistungsempfänger bei den erwerbslosen Arbeitsuchenden bzw. ihrem Anteil: „Arbeitslosigkeit ohne Arbeitslosengeld – Jede vierte arbeitslose Person im Versicherungssystem ist betroffen“ finden sich hier: arbeitsmarkt-aktuell-04-2014-1

Sie alle gelten nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne und werden somit bei der Berechnung der Arbeitslosenquote nicht berücksichtigt.

Dazu die Zahl der Arbeitsuchenden im Geschäftsstellenbereich Flensburg, der die Stadt Flensburg und Randgemeinden umfasst:

Eckwerte des Arbeitsmarktes für den Geschäftsstellenbereich Flensburg – Arbeitsuchende

Die Zahl der Arbeitsuchenden im Geschäftstellenbereich Flensburg sinkt im Oktober nur leicht um 38 auf 11.074 Personen.

Das sind zur  Zahl der gemeldeten Arbeitslosen von 6.016 im Geschäftsstellenbereich Flensburg noch mal 5.058 Personen zusätzlich (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, Oktober 2018 , S. 18).

Damit dürfte auch die eigentliche Zahl der „Arbeitslosen“ in Flensburg im Oktober 2018 nicht 4.052 betragen haben, sondern lag hochgerechnet bei mehr als 6.000 Personen und die tatsächliche Arbeitslosenquote weiterhin bei rund 12 Prozent.

Nur geringer Rückgang der Zahl der Arbeitsuchenden im Agenturbezirk

Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, lag im Oktober 2018 die Zahl der Arbeitsuchenden inklusive der statistisch registrierten Arbeitslosen bei 24.884 Personen und damit um 318 (-1,3%) unter der vom September 2018 mit 24.566 Personen (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, Oktober 2018 , S. 5). Dies sind im Vergleich zu den für den Agenturbezirk offiziell gemeldeten Arbeitslosenzahl von 13.557 aber immer noch 11.327 Personen zusätzlich. Darunter fallen ebenfalls wieder die Arbeitslosen, deren Arbeitslosengeld I ausgelaufen ist, die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II haben oder die auf Inanspruchnahme derartiger Leistungen verzichten. Sie gelten daher ebenso nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne und tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Und die von der Agentur für den Oktober 2018 offiziell gemeldete Arbeitslosenquote liegt im gesamten Agenturbezirk Flensburg bei 5,4 Prozent. (Vorjahr 6,1 Prozent, Vormonat 5,4 Prozent). Diese Quote dürfte aber angesichts der vorangegangenen Erläuterungen ebenso erheblich höher liegen

Eckwerte des Arbeitsmarktes für den Agenturbezirk Flensburg – Arbeitsuchende

Die Oktober-Zahlen des Jobcenter Flensburg

Die Zahl der SGB II-Bedarfsgemeinschaften sinkt um 54
Die Zahl der Regelleistungsberechtigten (Hartz IV) sinkt um 22

Das Jobcenter Flensburg betreute im Oktober 2018 2.842 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Arbeitslosengeld II); das sind 67 Personen weniger als im Vormonat (- 2,3%) bzw. 280 Personen (-9,0%) weniger als im Vorjahresmonat und der geringste Wert seit Bestehen des Jobcenters (2005).
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften fiel im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 54 auf 6.508 (- 0,8%) und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 100 (-1,7%).
Die Zahl der Regelleistungsberechtigten fiel im Vergleich zum Vormonat um 22 auf 11.408 (-0,2%), im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel sie um 32 (-0,3%).

Quelle: Jobcenter Flensburg

Zum politischen Streit um die Schönung der Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein auch ein Beitrag von Till H. Lorenz vom 3.10.2016 auf shz.de:
Arbeitsagentur in SH : So viele Menschen sind in Schleswig-Holstein wirklich arbeitslos
Tausende Erwerbslose werden aus der Statistik der Arbeitsagentur herausgerechnet – weil die Politik es so möchte.
unter: http://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/so-viele-menschen-sind-in-schleswig-holstein-wirklich-arbeitslos-id14995576.html

Zum Thema verdeckte Arbeitslosigkeit und „Stille Reserve“ ein Beitrag auf Spiegel-Online vom 01.03.2017: Statistiktricks – So wird die Arbeitslosigkeit schöngerechnet

Zeichnet die offizielle Statistik ein geschöntes Bild vom Arbeitsmarkt? Tatsächlich gelten viele nicht als arbeitslos, obwohl sie Arbeit suchen. Verschwiegen werden sie nicht – aber man muss nach ihnen suchen. Unter: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitslosenstatistik-so-hoch-ist-die-verdeckte-arbeitslosigkeit-a-1133354.html

Ein Beitrag des ZDF vom 2.11.2017: Eine Million Arbeitslose mehr – Wie die Arbeitslosenzahl schöngerechnet wird

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich freundlich. Seit Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Doch viele Arbeitslose werden gar nicht mitgezählt. Unter https://www.zdf.de/nachrichten/heute/arbeitslose-wer-in-der-statistik-nicht-beruecksichtigt-wird-100.html

Und zum gleichen Thema ein Beitrag von correktiv.org vom 31. Mai 2017:

Warum eine Million Arbeitslose in der offiziellen Statistik nicht sichtbar sind
Die am Dienstag vorgestellte Arbeitslosenzahl ist um mindestens eine Million zu niedrig. Die geschönte Zahl kommt durch mehrere Gesetzesänderungen zu Stande. Sogar die Bundesagentur für Arbeit spricht sich für eine neue Berechnungsgrundlage aus, damit die offizielle Arbeitslosenzahl mehr der Wirklichkeit entspricht
https://correctiv.org/recherchen/arbeit/artikel/2017/05/31/zeit-fuer-die-echte-arbeitslosenzahl/

 

Flensburger Finanzausschuss beschliesst Förderung für Radio Fratz

Eine gute Nachricht für Freies Radio in Flensburg und in Schleswig-Holstein: Der Finanzausschuss hat im öffentlichen Teil seiner Sitzung am 25.10. auf Antrag der Ratsfraktionen von Grünen und SPD mit großer Mehrheit eine Förderung in Höhe von 22.000 Euro für die laufenden Kosten des Freien Radios bewilligt. Der Zuschuss ist zunächst auf zwei Jahre begrenzt und an eine Leistungsvereinbarung gekoppelt. In dieser Zeit soll auch von Seiten der Stadt nach geeigneten Räumen für den gemeinnützigen Verein gesucht werden.

„Das Freie Radio ist eine große Chance für Flensburg und viele Freiwillige haben in den letzten Jahren einen großen Teil ihrer Freizeit damit verbracht, es zu ermöglichen. Mit der Entscheidung der Stadt im Rücken können wir jetzt richtig loslegen“, so Geschäftsführer Felix Ruttkowski

Wahrscheinlich im Dezember wird das Freie Radio Fratz den Sendebetrieb aufnehmen, zunächst als Internet-Radio. Inzwischen ist auch das Koordinierungsverfahren der Bundesnetzagentur abgeschlossen. So kann dann ca. ab Mai 2019 auch auf der UKW-Frequenz 98,6 gesendet werden.

Das Radio soll allen Einwohner*innen in und um Flensburg die Möglichkeit geben, selbst Sendungen zu gestalten. „Das Freie Radio versteht sich als Plattform für alle, die hier aktiv sein wollen, seien es Sportvereine, Schlagerfans, Stadtteilinitiativen, Kulturschaffende oder was auch immer. So werden wir der Stadt Flensburg viel zurückgeben können. Ein Freies Radio kann die Region beleben und auch nach außen attraktiver machen“, so Geschäftsführer Felix Ruttkowski.
Wer beim Radio mitmachen möchte, in welcher Form auch immer, kann dort zu den Öffnungszeiten einfach hingehen, jeden Dienstag von 11 bis 17 Uhr in der Bachstr. 7. Offene Treffen finden dort jeden ersten Montag im Monat um 19:30 Uhr statt und jeden Mittwoch ab 18 Uhr öffnet die Radiowerkstatt für alle, die an Beiträgen arbeiten oder das Radiomachen lernen wollen.
Weitere Informationen auf http://www.radio-fratz.de, Kontakt über flensburg@freie-radios-sh.org

Freies Radio Fratz mitmachen

Du überlegst schon länger, wie du in Flensburg aktiv werden kannst, weißt aber noch nicht ob Radio machen das Richtige für dich ist?

Bei uns kannst du nicht nur Sendebeiträge gestalten, sondern dich mit deinen Fähigkeiten und Interessen dort einbringen, wo du Lust drauf hast.

Als Radio im Aufbau sind wir immer auf der Suche nach kreativen und unkreativen Menschen, die Spaß daran haben, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Wir haben außerdem verschiedene AGs, in denen Menschen tätig sein können:

Bau AG (z.B. das Studio weiter bauen, hämmern, malen und was dir bei uns sonst noch einfällt)

Technik AG (z.B. Einweisung in die Studiotechnik und Software: finde den besten Klang!)

Öffentlichkeits AG (z.B. Flyer gestalten, unsere Homepage ausbauen, Fotos machen, Übersetzen)

Weiterbildung AG (z.B. Schulklassen betreuen, Kooperationen bilden und unterstützen, Workshops organisieren)

Außerdem möchten wir Menschen mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen die Möglichkeit bieten, bei uns mitzumachen. Wenn du also jemanden kennst, der jemanden kennt…  meldet Euch gerne unter oeffentlichkeit@radio-fratz.de

Homepage

Das Freie Radio Fratz befindet sich immer noch im Aufbau und es gibt noch einiges zu tun. ☝️ Eine Baustelle ist zum Beispiel unsere Homepage. Die Homepage, die ihr zurzeit unter www.radio-fratz.de aufrufen könnt, ist ein Platzhalter. An der neuen Homepage wird zurzeit im Rahmen der Technik AG fleißig gebastelt. Hier könnt ihr schon mal einen Einblick bekommen, wie die Homepage in Zukunft aussehen wird. 😁 Du hast Interesse an der Technik AG? Schreib uns eine Nachricht, oder komm am 1. Montag im Monat zu unserem offenem Treffen.

Regelmäßige Termine

In der Bachstraße 7:

Offenes Treffen:

Jeder 1. Montag im Monat ab 19.30 Uhr

Radio-Werkstatt

Immer Mittwochs ab 18 (für alle, auch ohne Vorkenntnisse)

Nächste Radio-Werkstatt am 26. September

Reguläre Öffnungszeiten

Immer Dienstags von 11 bis 17 Uhr

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Außerdem findet ihr uns in der Flensburger Freiwilligenbörse unter: https://engagiert-in-flensburg.de/3410/f…twirkende/

Wir wünschen euch einen guten Start in ein aktives Wochenende!

 

Wenn auch ihr Lust auf eine Radio-AG habt, meldet Euch bei uns!

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Freies Radio Fratz
Bachstraße 7
24943 Flensburg
0461 1605159

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Programm des Kulturhof Flensburg für den November 2018

Liebe Freunde und Freundinnen des Kulturhofs,

anbei der neue Plan für den November.

Es werden u. a. 3 interessante Vorträge stattfinden, 2 Konzerte (spanische Musik sowie Harfe und Gesang) und ein Film über „das Ding am Deich“ ist am 14.11. zu sehen.

Neu ist der Spieleabend „Werwölfe im Kulturhof“ gleich am 2.11.

Ab November wird das äußerst beliebte Vegane Café – ab sofort „Café ausgefuchst“ genannt – am Mittwoch stattfinden. Bis auf den 14.11. verwöhnen Euch Alina und Team mit köstlichen Speisen.

Unser Orientalisches Café wird wie gewohnt an jedem Donnerstag und Freitag stattfinden sowie an allen Sonntagen, bis auf den 25.11. An diesem Tag findet das 2. Baltic Roots Musik-Event statt.

Wer noch nicht vor Ort war: Die bis Ende November laufende Fotoausstellung von Willi Schewski ist sehr zu empfehlen. Es wurden auch Mitwirkende vom Kulturhof portraitiert. Die Bilder sind verkäuflich.

Am Dienstag, 20.11. könnt ihr wieder in der Brasserie Ouverte französich parlieren, und am 30.11. wird das von Marianne Chmielewicz angeschaffte Klavier im Rahmen der Piano Bar mit Sasche Görtz feierlich eingeweiht.

Wir freuen uns auf Euch!

Viele herbstliche Grüße

Ulrike Möller-Loko

Kulturhof Flensburg e. V.
Große Straße 42 – 44

Aktuelle Termine und weitere Details zu den jeweiligen Veranstaltungen findet Ihr auch bei Facebook https://www.facebook.com/brasseriehof.cafe/events und auf der Webseite des Kulturhofs https://www.kulturhof-flensburg.de/

Was ist der Kulturhof Flensburg e. V.?

Gegründet wurde unser Verein am 15.9.16 im Brasseriehof, wo seit Sommer 2015 die ersten Cafés (Familiennetzwerk „Mit uns für Alle“) stattfanden. Seit 28.2.17 ist er offiziell eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Wir fördern laut Satzung die Völkerverständigung und die Flensburger Stadtkultur.

Was machen wir?

Jede/r kann bei uns ein Café ausrichten und seine Kultur vorstellen. In Flensburg gibt es Menschen aus ca. 130 Kulturen, sodass ein buntes Programm möglich ist. Bisher gab es im Brasseriehof-Café u. a. folgende Cafés: iranisch, syrisch-orientalisch, kurdisch, türkisch, mexikanisch, kamerunisch, ghanaisch. Wenn auch DU Deine Kultur in Form von köstlichen Speisen und mehr vorstellen möchtest, bist Du herzlich willkommen.

Neben den Cafés, die meist nachmittags stattfinden, veranstaltet der Verein auch Konzerte, bietet Lesungen, Themenabende mit Diskussionen und Ausstellungen an.

Ein besonderes Anliegen ist uns, für den Einbau eines behindertengerechten WCs zu sammeln. Insbesondere die Spenden aus den Hutkonzerten sind dafür vorgesehen.

Außerdem unterstützen wir das Projekt „Foodsharing“.

Wir freuen uns über neue Mitglieder uns weitere spannende Veranstaltungen im Kulturhof Flensburg! Möchtest Du ab und an einen selbstgebackenen Kuchen spenden? Den Schaukasten monatlich gestalten oder die Räumlichkeiten sauber halten?

Dann schaue einfach mal während der Öffnungszeiten herein.

Kulturhof Flensburg e. V., im Brasseriehof, Große Straße 42 – 44, 24937 Flensburg

Wer in unserem Verein mitwirken möchte, wende sich bitte per Mail an Anja Werthebach: werthebach@posteo.de

Fest der Kulturen am 27.10.2018 im Deutschen Haus in Flensburg

Sonnabend, 27. Oktober,
14.00 – 18.00 Uhr

Deutsches Haus,
Berliner Platz 1, Flensburg

Seit vielen Jahren organisieren Vereine und Organisationen die interkulturellen Wochen.

Das gegenseitige Anerkennen von Kultur, Werten und Lebensstilen auch in der neuen Heimat ist wesentliche Grundlage erfolgreicher Integration und wird durch die Flensburger „Interkulturellen Wochen“ seit Jahren gefördert. Jedes Jahr stellt daher der Arbeitskreis „Interkulturelle Wochen“ in Kooperation mit der städtischen Koordinierungsstelle für Integration ein buntes, internationales Programm zusammen.

Höhepunkt der Veranstaltungsreihe bildet wie in den Vorjahren das „Fest der Kulturen“ am Samstag, 27. Oktober 2018, das mit jeder Menge Tanz, Musik & Gesang, Kinderaktionen und vielen Speisen aus aller Welt von 14 – 18 Uhr im Deutschen Haus stattfindet. Der Eintritt ist frei!

 

 

Brandbrief und Hilferuf: Sportverein Roter Stern Flensburg e.V. hat „Platzangst“

Der Sportverein Roter Stern Flensburg e.V. wendet sich mit einer Mail und einem Aufruf an verschiedene Flensburger Organisationen und die Flensburger Öffentlichkeit, um auf seine problematische Situation aufmerksam zu machen. Dazu gibt es auch die Möglichkeit die nachfolgende Petition zu unterzeichnen: https://www.rotersternflensburg.de/base/platzangst-2/

Liebe Damen und Herren,

mit dieser Mail wendet sich der Roter Stern Flensburg e.V. an verschiedene Flensburger Organisationen, um auf unsere problematische Situation aufmerksam zu machen. Mittlerweile existiert der Verein seit fast zehn Jahren und steht immer noch ohne eigenen Platz, Umkleiden, ausreichende Trainingszeiten und ohne ein Vereinsheim dar. Weitere Informationen und die von uns angedachten Lösungen entnehmen Sie bitte dem ausführlichen Unterstützer*innenschreiben und dem kürzeren Flyer. (Untenstehend)

Wir freuen uns, wenn Sie sich über unsere Situation durch die angehängten Schriftstücke informieren und freuen uns über jede Reaktion darauf. Wenn Sie unsere Platzangstkampagne unterstützen wollen, setzen wir Sie gerne auf die Unterstützer*innenliste. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Mail an: platzangst@rotersternflensburg.de.

Auch über finanzielle oder ideologische Unterstützung freuen wir uns sehr. Außerdem möchten wir unser Anschreiben explizit als Gesprächsangebot verstanden wissen. Gerne treffen wir uns persönlich mit Ihnen.

Mit sportlichen Grüßen

Johannes Wollny
1. Vorsitzender Roter Stern Flensburg e.V.
www.rotersternflensburg.de

Das untenstehende Unterstützer_innen-Schreiben gibt es hier zum Weitergeben und Download

Roter Stern Flensburg e.V.
Norderstraße 37
24937 Flensburg
platzangst@rotersternflensburg.de
Flensburg, den 17.10.2018

Roter Stern Flensburg e.V. hat „Platzangst“

Geschichte des Roten Sterns:

2009 gründete sich der alternative Sportverein Roter Stern Flensburg e.V., der sich für leistungsdruckbefreiten Sport frei von Rassismus und Sexismus, sowie einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt einsetzt. Die Mitgliedszahl verzehnfachte sich in den letzten 10 Jahren von 20 Mitgliedern auf 223 Mitglieder dieses Jahr. Bot der Verein 2009 lediglich die Sportarten Fußball und Kickboxen an, gehören nun auch Rugby, Tischfußball, Dart, Akrobatik und Hula-Hoop, Basketball, Ultimate Frisbee, E-Sports, Skateboarding und Tischtennis zum festen Angebot.

Da zu den Anfangszeiten des Roten Sterns keine Platzzeiten in Flensburg zu bekommen waren, wichen die Fußballer nach Glücksburg aus. Später wurde dem Roten Stern die Sportanlage der Comenius-Schule in Flensburg stark zeitlich begrenzt zugesprochen. An diesem Standort fühlt sich der Verein zu Hause, da der Rote Stern Flensburg sich stark sozial engagiert und für Integration einsetzt.
In diesem Stadtteil gibt es keinen vergleichbaren Sportverein, sodass der Rote Stern dort Strukturen schafft und weiter schaffen wird. Das Training im Winter findet allerdings auch heute noch in Glücksburg statt, wenn die Sportfläche an der Comenius-Schule unbespielbar ist. Die dadurch entstehenden Kosten muss der Verein selbst tragen.

Aktuelle Situation:

Die Fußballsparte des Roten Sterns darf den Platz der Comenius-Schule wöchentlich viermal 90 min nutzen. Diese Regelung gilt allerdings nicht in denFerienzeiten, im Spätherbst, im Winter, zum Frühlingsbeginn und bei Regen. Der Rote Stern Flensburg darf die Kabinen, Duschen und Toiletten der Comenius-Schule während der Trainingszeiten nicht in Anspruch nehmen. Diese stehen nur während der Heimspiele zur Verfügung, allerdings kommt es nicht selten vor, dass die Spielerinnen und Spieler sich in der Aula der Schule umziehen müssen, um den Gastteams eine eigene Kabine anbieten zu können.
Die genehmigte Platznutzungszeit für alle Sparten beträgt sechs Stunden. Hinzu kommen drei Stunden auf dem Kunstrasenplatz des TSB am Schützenhof. Der tatsächliche Bedarf des Vereins ist etwa dreimal so hoch und beträgt mindestens 18 Stunden für die drei Rasensportsparten Fußball, Rugby und Ultimate Frisbee.

Außerdem würde der Rote Stern gerne ein Junior*innentraining anbieten, welches aufgrund der fehlenden Infrastruktur bisher nicht möglich ist. Dieses würde ebenfalls einmal pro Woche 60 min benötigen. Die Diskrepanz zwischen tatsächlich genehmigter Platznutzungszeit und dem realen Bedarf ist somit immens hoch.

Im Jahr 2018 suchte zudem eine Maulwurfsfamilie den Rasenplatz der Comenius-Schule heim, sodass der Platz für viele Monate nicht bespielbar war. Das Heimrecht für die Spiele der Fußballer*innen musste abgegeben werden, sodass zusätzliche Kosten durch Fahrten entstanden sind. Ein Training war häufig nicht möglich, da nicht immer alternative Plätze gefunden werden konnten.
Die derzeitige Situation gestaltet sich so, dass die zwei Herrenteams mit 30 bis 40 Leuten auf dem Kunstrasenplatzes des TSB unterkommen. Eine sinnvolle Unterteilung dieser großen Trainingsgruppe ist auf Grund der geringen Platzzeiten nicht möglich. Für die Old Boys und das Frauenteam konnten bisher keine Trainingsmöglichkeiten für den Winter realisiert werden. Die Rugby- und Frisbeesparte trainieren beide auf öffentlichen Grünflächen oder am Strand, da diese bisher keine bzw. zu wenig Platzzeiten bekommen konnten. Auch ihre Situation wird sich im Winter extrem verschlechtern.

Seit Vereinsgründung ist der Rote Stern Flensburg zusätzlich auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für ein Vereinsheim, dieses sollte im besten Falle auch die Dartsparte beherbergen können, da deren aktuelle Räumlichkeiten in naher Zukunft nicht mehr genutzt werden können. Wie sich die Situation der Dartsparte in den kommenden Monaten gestalten wird, ist leider weiterhin vollkommen offen.

Forderungen:

Neben dem aktuellen Sportplatz der Comenius-Schule soll der Neubau der Schule Ramsharde entstehen. Bisher wurde der Rote Stern Flensburg in die Planungsprozesse nicht mit einbezogen. Um den Verein für neue Mitglieder attraktiv zu gestalten und den Trainings-, sowie den Spielbetrieb aller Teams aufrecht erhalten zu können, fordert derVerein:

1) Den Einbezug in die Planungsprozesse der Schule Ramsharde
2) Einen Kunstrasenplatz
3) Eine Flutlichtanlage
4) Den Zugang zu Umkleiden, Duschen und Toiletten auch zu den Trainingszeiten
5) Ein Vereinsheim in Platznähe

Der Rote Stern Flensburg fordert als Mitnutzer der angrenzenden Anlagen eine Einbeziehung in die laufenden Planungsprozesse der Schule Ramsharde. Ein Kunstrasenplatz ist in unseren Augen die einzige Möglichkeit, den hohen Belastungen der vielen Trainingszeiten Stand zu halten. Dadurch wäre das ganze Jahr über ein Trainings- und Spielbetrieb gesichert.
Durch eine Flutlichtanlage wäre es auch im Winter möglich, auf dem eigenen Platz zu trainieren und Trainingsausfahrten nach Glücksburg könnten der Vergangenheit angehören.
Der Zugang zu Umkleiden, Duschen und Toiletten während der Trainingszeiten ist normalerweise eine Selbstverständlichkeit.
Ein Vereinsheim sollte jedem Verein zur Verfügung stehen und auch der Rote Stern Flensburg benötigt ein solches, um das Vereinsleben zu stärken und nicht in fremde Räume in Flensburg ausweichen zu müssen.

Unterstützung für den Roten Stern Flensburg

Die Nordstadt braucht einen integrationsfördernden und strukturstärkenden Verein wie den Roten Stern, welcher für Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem sozialen Status offen steht!
Auch der erste Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) betonte gegenüber der SHZ: „Ein Verein wie der Rote Stern Flensburg, der sich gerade in der aktuellen Situation in Deutschland um die Integration von Flüchtlingen bemüht, hat sportpolitisch eine hohe Strahlkraft“. Eben diese uns so wichtige Integrationsarbeit wird durch fehlende Infrastruktur stark erschwert!

Seit 10 Jahren ist der Rote Stern Flensburg der einzige Verein in der Stadt Flensburg, der für das Fußballtraining keinen festen Trainingsplatz mit Kabinen hat und deshalb auf der ständigen Suche nach Trainingsorten, sowie Zeiten ist.

Durch die steigenden Mitgliederzahlen und das vergrößerte Spartenangebot wird die Gesamtsituation immer schlechter für den Verein. Der Mitgliedsbeitrag des Roten Sterns ist günstig und fair, sodass unabhängig vom Einkommen eine Mitgliedschaft ermöglicht werden kann.
Daher haben wir uns entschlossen, in der Öffentlichkeit nach Unterstützung zu suchen. Der Rote Stern Flensburg möchte nicht nur für die Mitglieder attraktiv bleiben, sondern auch für neue Mitglieder und die Nachbarschaft in der Neustadt ein wichtiger Bezugspunkt bleiben.

Unsere Öffentlichkeitskampagne und die von uns aufgestellten Forderungen kosten nicht nur Arbeit, sondern auch Geld. Dafür benötigen wir finanzielle Unterstützung!

Unterstützen Sie uns:
IBAN DE45 2175 0000 0186 0084 54
BIC NOLADE21NOS
Verwendungszweck: Platzangst

Die Unterstützungsmöglichkeiten für Privatpersonen bestehen in einer Unterschriftenliste, einer Fördermitgliedschaft im Verein, die Teilnahme an der Solipartyreihe, dem Kauf eines Soli-T-Shirts oder dem Besuch von Ligaspielen der Fußballteams. Vereine, Initiativen, Firmen und andere Gruppierungen können ihre Unterstützung mit ihrer Unterschrift zeigen, unser Infomaterial auslegen oder an den Verein spenden.

Mit sportlichen Grüßen

Johannes Wollny
1. Vorsitzender Roter Stern Flensburg e.V.
www.rotersternflensburg.de

Hier gibt es das untenstehende und kürzere Informationsschreiben zum Weitergeben und -senden als Flyer zum Download

 

„Das Bedingungslose Grundeinkommen – reelle Chance oder Sozialutopie“ – Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 24.10.2018 im Rathaus

Flensburg. Die Stadt Flensburg lädt ein zu einer öffentlichen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am Mittwoch, 24. Oktober um 19 Uhr in der Bürgerhalle des Rathauses.

Im Koalitionsvertrag hatten die die Landesregierung tragenden Parteien, vereinbart, neue Modelle der Sozialen Sicherung zu untersuchen, wie zum Beispiel das BGE. Dies hatte die Ratsversammlung zum Anlass genommen die Bereitschaft der Stadt Flensburg für einen Modellversuch zu signalisieren. Das Land hat inzwischen mitgeteilt, dass es zur Zeit keinen derartigen Versuch durchführen will.

Die Ratsversammlung beauftragte die Verwaltung in diesem Kontext eine Veranstaltung zum Thema Bedingungsloses Grundeinkommen durchzuführen.

Am 24.10. referieren und diskutieren jetzt Olivier Schneller, promovierter Ökonom aus Hamburg, Alexander de Roo, ehemaliger Abgeordneter des Europaparlaments und Experte für das Grundeinkommen aus den Niederlanden und die Geschäftsführerin der DGB-Region Nordwest, Dr. Susanne Uhl zum Thema in der Bürgerhalle des Flensburger Rathauses. Die Veranstaltung ist öffentlich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zu den ReferentInnen und dem Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer: Download Flyer

1. Treffen von „Aufstehen“ in Flensburg am 14.10. um 10 Uhr im „Kulturhof“ (Große Str. 42-44)

Als sich vor 6 Wochen die Sammlungsbewegung „Aufstehen“ gründete, wurden auch einige Menschen im nördlichen Schleswig-Holstein aktiv. Es begann mit einer Facebook-Gruppe für die drei nördlichsten Kreise, in der nun schon weit mehr als 100 Menschen Mitglied geworden sind. Am Sonntag den 14.10. wird nun um 10 Uhr ein erstes Treffen zum Kennenlernen und Ideensammeln im „Kulturhof“ (Große Str. 42-44) stattfinden. Weitere Treffen auch an anderen Orten der Region sind geplant.

Dennis Franzen gehört zu den ersten Initiativträgern der neuen Bewegung, und er erklärt zu den Beweggründen für eine Aufstehen-Gruppe: „Immer mehr Menschen fühlen sich durch die derzeitigen Mehrheiten in der Politik nicht mehr ernst genommen. Und viele fühlen sich von der Politik vieler Parteien nicht mehr angesprochen. Deswegen gibt es nun immer mehr Leute, die sich bei ‚Aufstehen’ in eigener Initiative zusammenfinden, um die Politik positiv zu verändern, auch bei uns in Schleswig-Holstein.“

„Aufstehen“ versteht sich als eine im weitesten Sinne progressive Bewegung, in der sich vor allem nicht-parteigebundene Menschen versammeln, um einen Wechsel hin zu einer neuen sozialen und friedensorientierten Politik zu erreichen: Ein gestärkter Sozialstaat, die Überwindung von Armut und armutsfördernden Löhnen und Renten gehören ebenso zu den Forderungen wie eine sozial und nachhaltig agierende Wirtschaft und eine aktive Friedenspolitik ohne militärische Optionen.

Ziel der zu planenden Aktionen und Veranstaltungen von „Aufstehen“ soll es auch sein, in die Parteien, besonders SPD, Linke und Grüne, so hineinzuwirken, damit diese Ziele zu einer parlamentarischen Mehrheit führen können und damit wieder Politik für die Mehrheit der Menschen gemacht wird.

Sonntag 14.10. um 10 Uhr im „Kulturhof Flensburg“ (Brasseriehof, Große Str. 42-44)

„Aufstehen“ Flensburg, Schleswig, Nordfriesland auf Facebook: https://www.facebook.com/groups/992564350904620/

Kontaktperson für Nachfragen: Dennis Franzen

E-Mail: aufstehen-nord@gmx.de

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