Archiv der Kategorie: Hartz IV

Hier finden sich alle AKOPOL-Beiträge zum Thema „Hartz IV“

Flensburg kocht…. Kochen & Upcycling

Kochkurs und Nähkurs in den Räumlichkeiten der TAFEL Flensburg in der Waldstr. 3

Die Teilnahme ist kostenfrei – Jetzt anmelden

Du hast noch nie Lebensmittel eingekocht?
Oder das tägliche Kochen stellt dich vor eine Herausforderung?

Dann bist du bei uns genau richtig. Die Kurse finden einmal in der Woche statt. ln verschiedenen Modulen wollen wir herausfinden, wie wir Lebensmittel ohne Kühlschrank & Co. haltbar machen können. Zusammen werden wir knusprige Bratkartoffeln oder leckere Senfeier kochen sowie die süßesten Nachspeisen. Dazu kannst du lernen wie du aus Stoffresten selbstgenähte Stoffbeutel nähst für deinen nächsten Einkauf. Alle Module werden bis Ende des Jahres angeboten.

MODUL 1
Step by Step die Basisschritte des Kochens erlernen, um eine günstige und vollwertige Mahlzeitenversorgung zu erreichen.

Unter professioneller Anleitung erhälst du in Kleingruppen (5-7 Teilnehmer) einen Kochkurs
und du lernst mit den Lebensmitteln, die der Tafel zur Verfügung gestellt werden, eine ausgewogene Mahlzeit und kleinere Snacks zu kochen. Der Kurs wird einmal in der Woche angeboten und wird von Profi-Köchen geleitet.

4x I Montags 16:30 Uhr bis 19:30 Uhr

MODUL 2
Einmachen, Dörren und &Co

In Kleingruppen wird  dir ver mittelt, wie Lebensrnittd insbesondere Obst, Gemüse Kräuter, Gewürze
etc. weiterverarbeitef und haltbar gemacht werden können, ohne auf Kühl- oder Gefrierschrank zurückgreifen zu müssen. Neben kleinen Theorieteilen geht es in diesem Modul auch um die Praxis.  Die Themenbereiche Dörren, Einkochen etc. stehen im Mittelpunkt. Der Kurs wird professionell begleitet und findet einmal in der Woche statt.

4x I Dienstags 16:30 Uhr bis 19:30 Uhr

MODUL 3
Aus Alt mach Neu!

Nette Menscfren werden dir zeigen, wle z.B. aus alten Jeanshosen selbstgenähte Taschen (z.B.
für das Einkaufen) entstehen können. Es wird zusämmen in der Tafei genäht. Aber auch anderen Dingen werden wir neues Leben einhauchen

4x I Montags 16:30 Uhr bis 19:30 Uhr

Anmeldung unter:

Tel.: 0151 59 92 90 77
E-Mail: tafel.kocht@outlook.de

Untenstehend der Info-Flyer (auch zum Download)

DAS AMT – Offene Probe in der Theaterwerkstatt Pilkentafel am 30. Juni um 20 Uhr – Eintritt frei

Egal, ob es um Rente, Wohngeld, BAföG, Hartz IV, Krankenkassenleistungen oder ähnliches geht:

Immer wieder steht der einzelne Mensch vor dem AMT und erlebt Überprüfungen, Demütigungen, Misstrauen, Widersprüchlichkeiten…

Wir, die Theaterwerkstatt Pilkentafel, bereiten unter dem Titel DAS AMT ein Theaterabend vor, an dem es um genau solche Erfahrungen mit dem Gang zum AMT geht. Wir haben viele Geschichten, Erlebnisse und Dokumente aus den Begegnungen zwischen Mensch und AMT gesammelt. Viele Geschichten haben wir aufgenommen und verarbeiten sie zu einem Theatertext. In dem Theaterstück vermitteln wir die Wut, Enttäuschung, Verletzung, Misstrauen und Widerständigkeit in einer geballten Form und hoffen, dass die Ämter sich darin sehr wohl wiedererkennen. DAS AMT soll ein „Musical“ werden. Am Donnerstag, den 30. Juni um 20 Uhr stellen wir die ersten Ergebnisse der Proben vor, wie Behördendeutsch zu Musik werden kann und wir sind gespannt auf Eure Reaktionen. Der Eintritt für die offene Probe ist frei. Ganz unbürokratisch, würden wir uns über eine Anmeldung unter info@pilkentafel.de freuen.

Wir machen aus der Scheiße kein Gold, aber wenigstens Kunst, und das kann ja auch schon eine Entlastung sein!

Offene Probe am Donnerstag, den 30. Juni. Beginn 20 Uhr.
Der Eintritt ist frei.


Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist logo-pilkentafel.jpg.Mehr Informationen:

auf der Homepage www.pilkentafel.de

Schon wieder die Neustadt? – Klischees helfen nicht weiter!

Blick in die Neustadt mit der St. Petri Kirche – Foto: Jörg Pepmeyer

Flensburg liebt Dich? – Es braucht mehr Unterstützung für die Menschen in den sozialen Problemvierteln

Wieder einmal gerät die Flensburger Neustadt in den Fokus der öffentlichen Berichterstattung. Gestern abend kam es nach einer Meldung des shz zu einem Groß-Einsatz von polizeilichen SEK-Kräften in der Schwalbenstraße und der Festnahme eines Tatverdächtigen. Zuvor hatte es am späten Nachmittag eine heftigen Auseinandersetzung an der Shell-Tankstelle in der Harrisleer Straße gegeben. Dort hatte eine Person nach Eintreffen von Polizeibeamten diese massiv bedroht und sich dann entfernt. Da die Beamten davon ausgingen, dass der Tatverdächtige möglicherweise Waffen in seiner Wohnung hatte, forderte die Flensburger Polizei die Hilfe von Spezialkräften des Landes an. Gegen 20 Uhr stürmte dann eine SEK-Einheit die Wohnung des Tatverdächtigen in der Schwalbenstraße und nahm in fest.

Dazu ein Kommentar von Jörg Pepmeyer

Dieser Vorfall ist außerordentlich bedauerlich, werden doch damit wieder Vorurteile über ein eh schon abgehängtes Flensburger Stadtviertel in der Öffentlichkeit bestätig. Das schlägt sich natürlich auch in den Kommentaren und Posts in den sozialen Medien wieder. Aber offensichtlich gibt es auch in der Kommunalpolitik und Verwaltung wenig Bemühungen die Probleme in den sozialen Brennpunkten Flensburgs, in der Neustadt und auf Duburg wirklich anzugehen. Während sich die wohlstandsverwöhnte Mittelschicht hinter „Lärmschutzwällen“ in Tarup, Tastrup und anderen Eigenheimgebieten verschanzt, bekommt sie vom „wahren“ Leben und den sozialen Problemen in der Neustadt natürlich nichts mit.

Spekulativer Wohnungsleerstand und Verfall auf Duburg – Foto: Jörg Pepmeyer

Es ist nicht hinehmbar, dass die Neustadt und Duburg, wo ich bereits Jahrzehnte wohne, pointiert ausgedrückt, zur „gesellschaftlichen Resterampe“ Flensburgs gemacht werden, ohne dass sich wirklich jemand um die Menschen kümmert, die systematisch ausgegrenzt werden. Und wenn die dann  aufgrund ihrer prekären sozialen und psychisch schwierigen Situation irgendwann „ausrasten“, fällt das natürlich auf das ganze Viertel zurück. Mehr aufsuchende und unterstützende Soziarbeit in den sozialen Brennpunkten Flensburgs und den Kontakt mit den Nachbarschaften zu suchen, wäre vielleicht schon mal eine Maßnahme, um bereits im Vorfeld Derartiges zu verhindern und individuelle Hilfe anzubieten. Ebenso gilt das auch für die sich im Moment enorm verschärfende wirtschaftliche Situation vieler Menschen, der sie sich völlig ausgeliefert fühlen und die drigend Unterstützung brauchen.

Ich hatte diese Thema schon im Herbst letzten Jahres als Ausschussmitglied im Sozialausschuss der Stadt Flensburg angesprochen und ein personell und fachlich besser aufgestelltes Konzept für die aufsuchende Sozialarbeit in Flensburg angemahnt. Die meisten Ausschussmitglieder und die Verwaltungsleute haben aber gar nicht verstanden, was derzeit bei uns im Viertel und in der Neustadt passiert. Natürlich, sie wohnen da ja auch nicht, und sind mit diesen Problemen auch nicht direkt konfrontiert. Unglaublich peinlich war aber ein Kommentar einer Grünen-Vertreterin im Ausschuss, die deutlich machte, dass sie schlichtweg keinerlei Ahnung von der Problematik auf Duburg und in der Neustadt hat und gedanklich Lichtjahre von diesen Menschen entfernt ist. Auch sie wohnt natürlich nicht in einem der Viertel. Somit bleibt zu konstatieren, dass die Menschen in der Neustadt und auf Duburg faktisch keine Lobby haben.

Hausbesetzung im Herbst 2019 in der Burgstraße 36 auf Duburg – Foto: Jörg Pepmeyer

Es gibt natürlich auch ein grundsätzliches Problem, dass dies durch fehlende öffentliche und faire Berichterstattung über die Situation der Menschen auf Duburg und in der Neustadt  nicht ins Bewusststein der Entscheidungsträger dringt. Aufmerksamkeit gibt es erst, wenn wie vor 2 1/2 Jahren, eine Hausbesetzung in der Burgstraße auf Duburg stattfindet, bei der dann die Oberbürgermeisterin bei den Verhandlungen zur Befriedung des Konflikts auftaucht.  Bei dieser Hausbesetzung ging es auch um mehr Hilfe und Unterstützung für die Menschen im Viertel, die sich schlichtweg allein gelassen fühlen. Dies betrifft auch das Thema Gentrifizierung, der schlechte Zustand vieler Wohnungen, die Erhöhung der Mieten oder gar der drohende Verlust der Wohnung.

Die entsprechenden Zusagen wurden von der Stadt bis heute nicht eingelöst, lediglich für drei von Obdachlosigkeit betroffene Menschen wurde eine zufriedenstellende Lösung gefunden: https://akopol.wordpress.com/…/hausbesetzung-in-der…/ Regelrecht dümmlich und rechtsautoritär waren in dieser Hinsicht die öffentlichen Statements mancher Kommunapolitiker, die sich ebensowenig die Mühe machten, mit den Besetzern ins Gespräch zu kommen. Es zeigte aber auch, wie gespalten die Stadtgesellschaft in dieser Frage ist.

Aber wenn der Slogan „Flensburg liebt Dich!“ keine Worthülse sein und für aller Bürger dieser Stadt gelten soll, dann braucht es erheblich mehr Anstrengungen von Kommunalpoltik, Verwaltung und Stadtgesellschaft im Sinne einer umfassenden und gelebten Bürgersolidarität. Es wäre auch interessant zu wissen, wie sich die drei Oberbürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten dieses Problems annehmen wollen, und auch die Kommunalwahl ist nicht mehr sehr weit weg.

Die klare Ansage lautet: Die Menschen nicht nur in den Problemvierteln unserer Stadt warten auf Taten!

Nachtrag vom 27.06.2022:

Neustadt kein soziales Problemviertel? – Daten und Zahlen zur sozioökonomischen Lage der Menschen in der Neustadt sprechen eine andere Sprache

Der obige Kommentar schlägt derzeit in den sozialen Medien hohe Welllen. In einem Kommentar auf Facebook behauptete LINKE-Ratsherr Frank Hamann sogar: „Die Neustadt ist KEIN Problemviertel!“ Er bezog sich dabei vor allem auf die Kriminalitätsstatistik, die derartige Aussagen nicht zulasse. Sein Anliegen zur Ehrenrettung der Menschen in der Neustadt ist verständlich, dennoch ist die Neustadt sehr wohl ein soziales Problemviertel, aber es geht dabei nicht um die Kriminalitätsstatistik. Das war auch nicht Zielrichtung des obigen Beitrags, die Neustadt oder Duburg als kriminellen Hotspot in Flensburg darzustellen.

Beide Viertel haben aber nachweislich und aufgrund der Datenlage mit tiefgreifen sozialen und ökonomischen Problemen zu kämpfen und vor allem mit einer hohen Armutsquote. Und jedes zweite Kind in der Neustadt wächst in einem Armutshaushalt auf. Der Anteil der Grundsicherungs. und Transferleistungsempfänger (SGB II, SGB III, SGB XII) ist in beiden Stadtteilen enorm hoch, gleichzeitig gibt es einen signifikanten Anstieg der Altersarmut. Das Pro-Kopf-Einkommen ist entsprechend niedrig, die Verschuldungsquote der Haushalte außergewöhnlich hoch.

Zusätzlich haben wir es in der Neustadt, wie auch auf Duburg mit einem hohen Altbauwohnungsbestand zu tun, viele dieser Wohnungen sind in einem schlechten baulichen Zustand.

Dazu kommt ein hoher Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten in den beiden Stadtvierteln.

Eine Melange, die ebenso verbunden ist mit negativen psychosozialen Folgen für die Menschen und entsprechenden Konflikten in den Nachbarschaften. Und genau deshalb braucht es mehr praktische und ideelle Unterstützung dieser Menschen durch Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

Mehr zu den Daten der Neustadt und Duburg auch im Flensburger Sozialatlas 2021

Demonstration am 2. Juli ’22 in Berlin: NEIN zur Aufrüstung – JA zur zivilen, solidarischen Entwicklung!

Zu einer bundesweiten Demo gegen die Aufrüstungspolitik der Bundesregierung und für eine demokratische, zivile und soziale Zeitenwende haben friedenspolitische Gruppen, Organisationen, Parteiverbände und Einzelpersonen am 2. Juli in Berlin aufgerufen. Dazu ihr

Aufruf:

Wir zahlen nicht für eure Kriege! – 100 Milliarden für eine demokratische, zivile & soziale Zeitenwende!

Demonstration am Samstag, 2. Juli 2022 in Berlin, Bebelplatz ab 14 Uhr

Wir – Friedensbewegte in der BRD aus der ganzen Welt – rufen dazu auf, das angekündigte Aufrüstungspaket von 100 Milliarden Euro im Grundgesetz gemeinsam zu stoppen und für die Umwidmung der Mittel zum Ausbau des Sozialstaats zu kämpfen. Die Aufrüstungspolitik ist grundfalsch, hochgefährlich und zynisch, weil sie bedeutet, die gesellschaftliche Krise mit Militarismus zu beantworten statt mit sozialem Fortschritt zur Mehrung des Allgemeinwohls. Rüstungs- und Kriegspolitik stehen immer im Gegensatz zur solidarischen Kultivierung der Gesellschaft. Deswegen engagieren wir uns stattdessen für massive öffentliche Investitionen und dauerhafte Ausgabenerhöhungen für Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur und Klima – zur zivilen, demokratischen und sozialen Wohlentwicklung weltweit.

Die Waffen nieder!
Den Krieg in der Ukraine wird diese Aufrüstung weder stoppen noch verkürzen. Vielmehr hat das neue globale Wettrüsten der vergangenen Jahre die verschärfte Konfrontation der großen Machtblöcke mit verursacht und eskaliert sie weiter. Auch geht es bei dem Aufrüstungspaket nicht um Landesverteidigung, sondern um national eigenständige Kriegsbefähigung. Die auf der Einkaufsliste stehenden F35-Tarnkappenbomber und Drohnensysteme sind aggressives Angriffskriegsgerät und sollen zudem die atomare Teilhabe verstetigen. Dagegen ist der einzige Weg zum Frieden: Abrüstung, Deeskalation, internationale Diplomatie und soziale Gerechtigkeit weltweit!

Nie wieder Krieg!
Aufrüstung gehört nicht ins Grundgesetz. Im Gegenteil: Als Konsequenz aus zwei imperialistischen Weltkriegen, die von deutschem Boden ausgingen, sowie als Schlussfolgerungen aus der Befreiung vom deutschen Faschismus, flossen ins Grundgesetz das Gebot zum Frieden, zu Gewaltverzicht, Völkerverständigung, Asylrecht und Sozialstaat ein: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten sind verfassungswidrig“ (Art. 26). Ein bis heute und für heute gültiges Entwicklungsprogramm, damit nie wieder Krieg von Deutschland ausgehe!

Gemeinsame Entwicklung statt Aufrüstung
Mehr Waffen schaffen keinen Frieden und Sicherheit gibt es nur gemeinsam, nicht gegeneinander! Das Potential für zivile, demokratische und soziale Wohlentwicklung für alle ist vorhanden. Eine gerechte Ressourcenverteilung würde die Hungerkrisen insbesondere im globalen Süden beenden; der Umstieg auf erneuerbare Energien für eine nachhaltige Klimapolitik ist technologisch möglich; eine umfassende Gesundheitsversorgung kann für alle gewährleistet und solidarische Entfaltung durch vernünftige Arbeit, soziale Sicherheit und demokratisch-offene Bildung und Kultur für Alle geschaffen werden. All dies erfordert globale Kooperation, demokratische Aushandlung und kluge Investitionen für die gemeinsame Lösung von Problemen.

Gemeinsam sagen wir NEIN zur Aufrüstung und JA zur Zukunft!
Das Aufrüstungspaket ist gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung weltweit gerichtet. Es geht einher mit gesteigert unsozialer und autoritärer Politik, mit Nationalismus und Chauvinismus. Die ohnehin enorme Ungleichheit wächst weiter. Profiteure sind einzig die Chefetagen von Banken und Rüstungskonzernen. Statt dieser destruktiven Hinterzimmerpolitik braucht es eine tatsächlich demokratische, zivile und soziale Zeitenwende – hervorzubringen von uns Allen in Gewerkschaften, Schüler:innen- und Studierendenvertretungen, Friedens-, Antifa-, Umwelt- und sozialen Bewegungen, in Kirche und Kultur-, Bildungs-, Sozialeinrichtungen sowie in Parteien. Allein mit je 20 Milliarden in die öffentliche Energie- und Verkehrsinfrastruktur, in die Sanierung von Schulen und Hochschulen, in den personellen Ausbau des Gesundheitswesens, in sanktionsfreie soziale Mindestsicherungen und in die Förderung von Museen, Theatern, Kinos und Bücherhallen würde ein notwendiger Schritt zur Lösung der vordringlichsten Probleme der Mehrheit getan. Wir rufen daher auf, eine solche Kehrtwende gemeinsam durchzusetzen!

Kommt zur bundesweiten Demonstration
am Samstag, den 02.07.2022,
in Berlin!

NEIN zur Aufrüstung – JA zur zivilen, solidarischen Entwicklung!

Mehr Infos unter: https://zivilezeitenwende.de/

Neujahrsempfang goes Open Air: Stadt Flensburg lädt am 26. Juni ins Stadion 

Erster Sommerempfang der Stadt

Flensburg. Bühne frei für Flensburg – mit Live-Musik, Tanz-Shows, Theater, Spielen und Informationsständen – hieß es zu Beginn jeden Jahres beim Neujahrsempfang der Stadt Flensburg. Pandemiebedingt musste 2021 eine Zwangspause eingelegt werden.
Auch Anfang2022 blieben die Türen des Deutschen Hauses verschlossen, doch ausfallen soll der städtische Empfang in diesem Jahr nicht: Nach dem Motto „Neujahrsempfang goes Open Air“ lädt die Stadt alle Flensburger:innen erstmalig zum Sommeranfang am Sonntag, 26. Juni ab 10.30 Uhr ins Stadion am Volkspark ein.

Die Flensburger Stadtbläser

Traditionell mit von der Partie sind die Flensburger Stadtbläser, die die Ankunft der Gäste begleiten und auch nach der Ansprache von Oberbürgermeisterin Simone Lange mit Musik von Klassik bis zum fetzigem Pop- und Rock aufwarten.

Jugend Big Band des Alten Gymnasium

Die bereits weltweit herumgekommene und renommierte Jugend Big Band des Alten Gymnasiums wird mit Jazzstücken für eine fröhliche Atmosphäre sorgen.

Sogar „The Voice“ ist da – im Doppelpack: Die 14-jährige „The Voice-Kids“-Kandidatin Lavinia Luna wird mit ihrer fünfköpfigen Schüler- und Studenten-Band „Line Up“ Rock-Klassiker, aktuelle Pop-Cover-Musik und eigene Songs präsentieren, während das Quartett „FRANK“, dem Publikum das Leben des einstigen Welt-Stars „The Voice“ Sinatra näherbringt.

Musikalisch international wird es mit dem Deutsch-Polnischen Chor „Polcanto” und seinen religiösen Liedern vom Mittelalter bis zur Moderne. Für grenzenlosen Konzertgenuss mit traditioneller Musik unserer deutsch-dänischen Region sorgt das das Jugendensemble folkBaltica.

Tanzclub Supreme

Auch Fans von Tanz und Akrobatik kommen auf ihre – nicht vorhandenen – Kosten:
Vom TSB werden die „Stars“ der Flensburger Cheerleader wieder hoch durch die Lüfte fliegen. 30 „Minitänzer“ und 20 ihre „großen“ Freunde der bis zu achtjährigen „Kiddy Dancer“ werden die Bühnen erobern und mit ihrem Regenschirm-/ und Koffertanz das Publikum in ihren Bann ziehen. Die jungen Turner und Akrobaten von „Out of order“ werden mit ihrer Show „Frieden“ begeistern.

Wer nicht zu 100% standfest ist, lässt sich mitreißen vom Groove, Hip Hop und Street Dance Performances der Leistungsgruppe des Flensburger Tanzclubs „Supreme“.

Zum Lachen und Nachdenken animiert der Theaterjugendclub Flensburg mit „Royal Mystery“, einer selbst inszenierten Komödie mit ernsten Momenten, viel Musik und Staubsaugergeräuschen.

Petuh – Frau Krischansen und Herr Johannsen

Selbstverständlich sind auch Frau Krischansen und ihr Nachbar Herr Johannsen vor Ort, um die markanten Ereignisse des vergangenen Jahres mal wieder liebevoll-bissig in der alten Flensburger Mundart Petuh zu kommentieren.

Abseits der Bühne laden viele Mitmach-Aktionen und Angebote vor allem die jüngeren Gäste zum Spaßhaben ein:
Vom Spielmobil, über ein Abfallsortierspiel, einen Oldtimercorso der Feuerwehr bis hin zu einer Hüpfburg.
Erwachsene Besucher haben die Möglichkeit, an zahlreichen Ständen zu erkunden, was Flensburger Politik, Institutionen und Vereine zu bieten haben. Durch das Programm führt Holger Heitmann. Der Sommerempfang wird unterstützt durch die Stadtwerke Flensburg.

Mehr und das Veranstaltungsprogramm auf www.flensburg.de/sommerempfang

Öffentliche Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses am 27.06.2022 im Rathaus Flensburg

Flensburger LINKE-Ratsfraktion mit zwei Anträgen zur Kostenentlastung bei Energie und Buspreisen

Für die kommende Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses hat die LINKE-Fraktion zwei Anträge vorbereitet, mit denen die von deutlichen Kostensteigerungen bei Strom und Fernwärme sowie beim Busfahren betroffenen Menschen entlastet werden sollen. Mehr dazu auch hier 

Interessierte EinwohnerInnen können die Debatte darüber und die Sitzung ab 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses verfolgen.

Weitere TOPs zum Thema:

  • Situation der Tafel(n) mdl. Bericht

  • Sachstandbericht Situation der Ukrainer*innen mdl. Bericht

  • „Flensburger Modell“ zur Sicherung einer dauerhaften Infrastruktur für die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen in Flensburg

  • Aktionsplan Inklusion für eine inklusive Stadtentwicklung

nichtöffentlich:

  • Sachstand Krankenhäuser

Stadt Flensburg                                                                                                             Flensburg, 17.06.2022
Der/Die Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses

zur 37. Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses
am Montag, 27.06.2022, 16:00 Uhr,
Rathaus, Ratssaal

Zur Tagesordnung
Die unter „B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil“ aufgeführten Tagesordnungspunkte werden nach Maßgabe der Beschlussfassung des Sozial- und Gesundheitsausschusses voraussichtlich nichtöffentlich beraten.

Unser Angebot für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen:
Aus organisatorischen Gründen bitten wir Gäste mit einer Mobilitätseinschränkung um eine vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer 0461 85 2134 oder der Mailadresse
SuG-Ausschuss@Flensburg.de.

Tagesordnung

A. Voraussichtlich öffentlicher Teil

1. Bestätigung der Tagesordnung

2. Bekanntgabe der nichtöffentlich gefassten Beschlüsse der letzten Sitzung

3. Einwendungen gegen die Niederschrift über den öffentlichen Teil der 36. Sitzung vom 30.05.2022

4. Situation der Tafel(n) mdl. Bericht

5. Sachstandbericht Situation der Ukrainer*innen mdl. Bericht

6. „Flensburger Modell“ zur Sicherstellung einer dauerhaften Infrastruktur für die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen in Flensburg Antrag der Flensburger-Ratsfraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen SUG-3/2022 2. Lesung

7. Grundbedarf bei Strom- und Fernwärmeversorgung in Flensburg durch Preisobergrenzen sichern und Gefahr zunehmender Energiear-mut stoppen Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE RV-64/2022

8. „Rundum mobil“: Mit Fahrpreissenkungen den Busverkehr attraktiv, sozial und klimagerecht gestalten Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE RV-65/2022

9. MV: Aktionsplan Inklusion für eine inklusive Stadtentwicklung SUG-4/2022

10. Erstellung eines Aktionsplans für eine inklusive Stadtentwicklung Antrag der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen HA-12/2022 2. Lesung

11. Jahresabschluss 2021 des Söhrnsen-Stifts RV-70/2022

12. MV: Projekt VERBUND (Verbreitung und kooperative Umsetzung kommunaler Bewegungsförderung)
SUG-5/2022

13. Zustimmung zu außer-/überplanmäßigen Aufwendungen /Auszahlungen

14. Mitteilungen und Anfragen

15. Beschlusskontrolle

B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil

16. Einwendungen gegen die Niederschrift über den nichtöffentlichen Teil der 36. Sitzung vom 30.05.2022

17. Sachstand Krankenhäuser

18. Mitteilungen und Anfragen

19. Beschlusskontrolle

 

Für die Richtigkeit:
Edgar Möller, Vorsitzender
Asta Simon, stellv. Fachbereichsleiterin

Die Sitzungsunterlagen und Beschlussvorlagen hier

Flensburger LINKE-Ratsfraktion mit zwei Anträgen zur Kostenentlastung bei Energie und Buspreisen

DIE LINKE: „Auch in Flensburg sind Entlastungen bei Energie und Buspreisen möglich – und nötig!“

Die Flensburger Linksfraktion legt Ende Juni gleich zwei Anträge im Rat der Stadt vor, die die von deutlichen Kostensteigerungen bei Strom und Fernwärme sowie beim Busfahren betroffenen Menschen entlasten sollen.

Normalerweise werden Entlastungen bei wichtigen Kosten des Alltags durch Entscheidungen von der Bundesebene erwartet, während auf der kommunalen Ebene die ohnehin oft angespannte Finanzlage so etwas nicht zulässt. Die Fraktion Die Linke sieht allerdings so großen Handlungsbedarf, dass sie mit ihren beiden Anträgen auch die Stadt – besonders die Stadtwerke – in die Pflicht nehmen will.

„Wir müssen jetzt aus gleich zwei-drei Gründen ein klares Stoppzeichen für die explodierenden Preise für Energie und im Nahverkehr setzen“, erklärt Frank Hamann, Vorsitzender der Flensburger Linksfraktion. „Nicht erst seit den finanziell spürbaren Folgen des Ukraine-Krieges ist das tägliche Leben für mehr als ein Viertel der Einwohner*innen der Stadt nur noch schwer oder nur unter größten Einschränkungen bezahlbar – und aktuell steigt die Zahl der Menschen, die auch mit eher mittleren Einkommen nicht mehr klarkommen. Die 3 K‘s – soziale Krise, Krieg und Klima – müssen wir jetzt auch vor Ort anpacken und die Menschen dabei nicht aus dem Blick verlieren!“

Bei den Strom- und Fernwärmekosten fordert die Linksfraktion eine teilweise Deckelung, indem für jeden Haushalt jeweils etwa die Hälfte der Kosten auf dem Stand von 2020 festgeschrieben wird, während für die anderen 50 Prozent die jeweils gültigen, teureren Tarife gelten sollen. – Beim Busverkehr schlägt die Fraktion ein vereinfachtes Tarifsystem vor: Alle jetzigen Einzelfahrscheine werden im neuen „Rundum-Ticket“ zusammengefasst, dass 2,50 € kosten und den ganzen Tag gelten soll. Für Senior*innen, Schüler*innen, Azubis und Studierenden soll es das Ticket ermäßigt für 1,00 € geben. Der Preis für die Monatskarte soll auf 40 € gesenkt werden. Ermäßigungen gibt es dafür bei Senior*innen und dem Sozialticket (20 €) und einem neuen Monatsticket für junge Leute in Schule, Ausbildung und Studium (12 €).

„Derzeit ist es ja so, dass große Teile von Rohstoffpreissteigerungen ‚nach unten‘ durchgereicht werden, wo sie viel zu viele Menschen über Gebühr belasten“, sagt Herman U. Soldan-Parima, sozialpolitischer Sprecher der Linksfraktion. „So haben Stadtwerke und Aktiv-Bus ihre hohen Preise auch schon vor der jetzigen Krise gerechtfertigt. Die sozial verträgliche Grenze ist dabei längst überschritten. Deshalb sind nun Lösungen angesagt, bei denen die stadteigenen Versorgungsunternehmen ihre Leistungen so anbieten, dass sie von allen bezahlt werden können. Dafür ist ein Umdenken in der Stadt und den Geschäftsführungen nötig, aber auch im Engagement der Stadtpolitik. Besonders gefragt sind dabei diejenigen, deren Parteien in Land und Bund regieren, um auf mehr Fördermittel zu dringen. Hier in Flensburg muss Politik für – und nicht zu Lasten stark belasteter Einwohner*innen, von denen es immer mehr gibt, gemacht werden!“

Frank Hamann zeigt sich verhalten optimistisch: „In unserer Kommunalpolitik rümpfen manche ja automatisch die Nase, wenn Anträge von den Linken auf dem Tisch liegen. Dennoch appellieren wir an alle Ratsfraktionen, unsere Vorschläge ernstzunehmen und für eine Lösung zu arbeiten, die den Menschen in unserer Stadt zugute kommt. Wir sind bereit über Zahlen und Fakten aus unseren Anträgen zu diskutieren und, wo nötig, Änderungen vorzunehmen. – Unsere zwei Anträge beinhalten nicht nur soziale, sondern auch klimagerechte Aspekte, und wir haben bei beiden Themen keine Zeit mehr, abzuwarten und auf durchgreifende Initiativen und Entlastungen aus Bund und Land zu warten. Hier in Flensburg können – und müssen wir etwas tun, damit viele tausend Menschen endlich aus ihrer bedrohlichen Klemme kommen. Dafür sind wir schließlich da!“

– – – – – – – – – –

Links zu den beiden Anträgen der Linksfraktion:

Wir zahlen nicht für eure Kriege! – Demonstration am 2. Juli in Berlin

Aufruf:

100 Milliarden für eine demokratische, zivile & soziale Zeitenwende!

Demonstration am Samstag, 2. Juli 2022 in Berlin, Bebelplatz ab 14 Uhr

Wir – Friedensbewegte in der BRD aus der ganzen Welt – rufen dazu auf, das angekündigte Aufrüstungspaket von 100 Milliarden Euro im Grundgesetz gemeinsam zu stoppen und für die Umwidmung der Mittel zum Ausbau des Sozialstaats zu kämpfen. Die Aufrüstungspolitik ist grundfalsch, hochgefährlich und zynisch, weil sie bedeutet, die gesellschaftliche Krise mit Militarismus zu beantworten statt mit sozialem Fortschritt zur Mehrung des Allgemeinwohls. Rüstungs- und Kriegspolitik stehen immer im Gegensatz zur solidarischen Kultivierung der Gesellschaft. Deswegen engagieren wir uns stattdessen für massive öffentliche Investitionen und dauerhafte Ausgabenerhöhungen für Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur und Klima – zur zivilen, demokratischen und sozialen Wohlentwicklung weltweit.

Die Waffen nieder!
Den Krieg in der Ukraine wird diese Aufrüstung weder stoppen noch verkürzen. Vielmehr hat das neue globale Wettrüsten der vergangenen Jahre die verschärfte Konfrontation der großen Machtblöcke mit verursacht und eskaliert sie weiter. Auch geht es bei dem Aufrüstungspaket nicht um Landesverteidigung, sondern um national eigenständige Kriegsbefähigung. Die auf der Einkaufsliste stehenden F35-Tarnkappenbomber und Drohnensysteme sind aggressives Angriffskriegsgerät und sollen zudem die atomare Teilhabe verstetigen. Dagegen ist der einzige Weg zum Frieden: Abrüstung, Deeskalation, internationale Diplomatie und soziale Gerechtigkeit weltweit!

Nie wieder Krieg!
Aufrüstung gehört nicht ins Grundgesetz. Im Gegenteil: Als Konsequenz aus zwei imperialistischen Weltkriegen, die von deutschem Boden ausgingen, sowie als Schlussfolgerungen aus der Befreiung vom deutschen Faschismus, flossen ins Grundgesetz das Gebot zum Frieden, zu Gewaltverzicht, Völkerverständigung, Asylrecht und Sozialstaat ein: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten sind verfassungswidrig“ (Art. 26). Ein bis heute und für heute gültiges Entwicklungsprogramm, damit nie wieder Krieg von Deutschland ausgehe!

Gemeinsame Entwicklung statt Aufrüstung
Mehr Waffen schaffen keinen Frieden und Sicherheit gibt es nur gemeinsam, nicht gegeneinander! Das Potential für zivile, demokratische und soziale Wohlentwicklung für alle ist vorhanden. Eine gerechte Ressourcenverteilung würde die Hungerkrisen insbesondere im globalen Süden beenden; der Umstieg auf erneuerbare Energien für eine nachhaltige Klimapolitik ist technologisch möglich; eine umfassende Gesundheitsversorgung kann für alle gewährleistet und solidarische Entfaltung durch vernünftige Arbeit, soziale Sicherheit und demokratisch-offene Bildung und Kultur für Alle geschaffen werden. All dies erfordert globale Kooperation, demokratische Aushandlung und kluge Investitionen für die gemeinsame Lösung von Problemen.

Gemeinsam sagen wir NEIN zur Aufrüstung und JA zur Zukunft!
Das Aufrüstungspaket ist gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung weltweit gerichtet. Es geht einher mit gesteigert unsozialer und autoritärer Politik, mit Nationalismus und Chauvinismus. Die ohnehin enorme Ungleichheit wächst weiter. Profiteure sind einzig die Chefetagen von Banken und Rüstungskonzernen. Statt dieser destruktiven Hinterzimmerpolitik braucht es eine tatsächlich demokratische, zivile und soziale Zeitenwende – hervorzubringen von uns Allen in Gewerkschaften, Schüler:innen- und Studierendenvertretungen, Friedens-, Antifa-, Umwelt- und sozialen Bewegungen, in Kirche und Kultur-, Bildungs-, Sozialeinrichtungen sowie in Parteien. Allein mit je 20 Milliarden in die öffentliche Energie- und Verkehrsinfrastruktur, in die Sanierung von Schulen und Hochschulen, in den personellen Ausbau des Gesundheitswesens, in sanktionsfreie soziale Mindestsicherungen und in die Förderung von Museen, Theatern, Kinos und Bücherhallen würde ein notwendiger Schritt zur Lösung der vordringlichsten Probleme der Mehrheit getan. Wir rufen daher auf, eine solche Kehrtwende gemeinsam durchzusetzen!

Kommt zur bundesweiten Demonstration
am Samstag, den 02.07.2022,
in Berlin!

NEIN zur Aufrüstung – JA zur zivilen, solidarischen Entwicklung!

Mehr Infos unter: https://zivilezeitenwende.de/

SSW: Die Tafeln brauchen jetzt schnelle und unbürokratische Hilfe

SSW-Fraktionschef Harms hat die Landesregierung aufgefordert, ein geplantes Programm zur Sicherung der Tafeln schnell auf den Weg zu bringen.

Mehr Bedürftige und weniger Lebensmittelspenden: Bereits die Corona-Krise war für die 56 Tafeln in Schleswig-Holstein eine enorme Herausforderung.
Mit der Ukraine-Krise wird die Situation nun zusätzlich verschärft. Denn die steigenden Preise für Lebensmittel, Kraft- und Heizstoffe drängen immer mehr Menschen an den Rand der finanziellen Belastbarkeit. Hinzu kommen geflüchtete Menschen aus der Ukraine, die sich angesichts bürokratischer Hürden und der Ungewissheit, ob und wann sie staatliche Leistungen erhalten, ebenfalls in den Tafeln mit dem Notwendigsten versorgen.
Bundesweit müssen deshalb immer mehr Tafeln der öffentlichen Hand die Überlastungsanzeige ihrer Strukturen mitteilen.
In Schleswig-Holstein ist zumindest mittelfristig Entlastung zu erwarten. Wie die Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage des SSW-Fraktionsvorsitzenden Lars Harms ergeben hat, plant das Land aktuell ein Programm zur Sicherung des Tafelbetriebs. Ziel ist es, die Folgen des Ukrainekriegs abzumildern und den Bestand der Tafeln zu sichern.
 
Das Programm soll nach Angaben der Landesregierung über die Kreise und kreisfreien Städte abgewickelt werden. Wann es realisiert, und in welcher Höhe Mittel zur Verfügung gestellt werden, teilte die Landesregierung nicht mit.
„Dass ein solches Programm in der Planung ist, begrüße ich sehr. Wichtig ist aber, dass es jetzt schnell und unkompliziert auf den Weg gebracht wird“, mahnt Harms.
„Nicht, dass man sich wieder in Details verliert, wie wir es bei Förderprogrammen der Jamaika-Regierung schon erlebt haben, und das Regelwerk am Ende so kompliziert ist, dass kaum Mittel abfließen. Damit wäre niemandem geholfen“.

DIE LINKE-Fraktion beantragt konkrete Preissenkungen bei Strom, Fernwärme und Bustickets in Flensburg

Die Linksfraktion beantragt konkrete Preissenkungen bei Strom, Fernwärme und Bustickets

Angesichts steigender Energiepreise will DIE LINKE mit Anträgen in mehreren Ausschüssen und in der Flensburger Ratsversammlung zur Kostenentlastung der Flensburger*innen beitragen. Dazu die Mitteilung der LINKE-Fraktion:

Immer weniger Menschen kommen mit den explodierenden Kosten zurecht. Neben niedrigsten und niedrigen Einkommen, die steigende Rechnungen bei Strom und Fernwärme, hohe Buspreise und vieles andere nicht mehr stemmen können, bekommen jetzt auch die mittleren Einkommen Probleme, ihre Kosten für den Lebensunterhalt zu bewältigen.

Das von der Bundesregierung vorgelegte Entlastungspaket mit Einmalzahlungen (aber nicht für Rentner*innen und Studierende!), 9-Euro-Ticket und einem zweifelhaften „Tankrabatt“ reicht vorne und hinten nicht aus, um dauerhaft (!) mit den zu hohen Kosten zurechtzukommen.

Die Flensburger Linksfraktion hat deshalb zwei Anträge in den Rat eingebracht, die in Flensburg direkt umgesetzt werden und vielen Menschen eine dauerhafte Entlastung bringen können. Noch Ende Juni werden der Antrag auf eine weitere Kostensenkung bei den Flensburger Buspreisen, der eine Vereinfachung des Tarifsystems, ein „Rundum-Tagesticket“ für 2,50 Euro und preiswertere Monatskarten vorsieht – und ein weiterer Antrag auf eine teilweise Senkung der Strom- und Heizkosten in den Ratsausschüssen und in die Ratsversammlung behandelt.

Hier die Einzelheiten:

Antrag auf Senkung der Strom- und Fernwärmepreise der Stadtwerke (RV-64/2022):

1. Bei der Stromversorgung wird ein preisreduzierter Grundbedarf von ca. 50 Prozent der durchschnittlichen Verbrauchsmenge eines privaten Haushalts auf dem Preisniveau von 2020 (31,15 € pro kWh, „Arbeitspreis“) festgeschrieben und wie folgt berechnet:

1-Personenhaushalt preisred. Grundbedarf: 950 kWh/Jahr

2-Personenhaushalt preisred. Grundbedarf: 1.400 kWh/Jahr

für jede weitere Person preisred. Grundbedarf: + 500 kWh/Jahr

Der Preis für diesen Grundbedarf wird nachfolgend maximal um den jährlichen prozentualen Anstieg der regionalen Durchschnittsnettolöhne erhöht. Der darüber hinausgehende Stromverbrauch wird zum jeweils aktuell gültigen Tarif abgerechnet. – In Haushalten mit stromerzeugter Warmwasserversorgung werden pro Person 400 kWh zum preisreduzierten Stromverbrauch hinzugerechnet.

2. Bei der Fernwärmeversorgung wird ein preisreduzierter Grundbedarf von 50 Prozent der letzten Verbrauchsmenge eines privaten Haushalts auf dem Preisniveau von 2020 (68,93 € pro MWh, „Arbeitspreis primär“) festgeschrieben. Der Preis für diesen Grundbedarf wird nachfolgend maximal um den jährlichen prozentualen Anstieg der regionalen Durchschnittsnettolöhne erhöht. Der darüber hinausgehende Fernwärmeverbrauch wird zum jeweils gültigen Tarif (2022: 101,36 € pro MWh, „Arbeitspreis primär“) abgerechnet.

Hier den gesamten Antrag downloaden.

Antrag auf Kostensenkung im Flensburger Busverkehr (RV-65/2022)

1. Die Verwaltung der Stadt Flensburg verstärkt ihre Arbeit für eine klimagerechte Verkehrswende, bei der durch niedrige Fahrpreise die Nutzung der Stadtbusse attraktiver wird und der motorisierte Individualverkehr in der Stadt reduziert wird. Dazu wird sie den Beschlussgremien der Stadtwerke Flensburg die folgende neue, vereinfachte Tarifstruktur vorlegen, die frühestens nach Ablauf der vom Bund finanzierten Rabattierung „9 für 90“ am 01.09.2022, spätestens jedoch ab dem 01.08.2023 gelten wird:

1.1. Das reguläre Monatsticket wird auf einen Preis von 40,- Euro reduziert; das 12-Monats-Abo wird nicht mehr verbilligt angeboten.

1.2. Die bisherigen Einzeltickets für Erwachsene werden durch das neue „Rundum-Ticket“ zum Preis von 2,50 Euro ersetzt, das ab dem Zeitpunkts des Kaufs bis zum Betriebsschluss (inkl. Nachtverkehr) unbegrenzt gilt; auf rabattierte „Streifenkarten“, Tages- und Familientickets wird verzichtet, ebenso auf stark rabattierte City-Gruppentickets ab der Exe.

1.3. Für Schüler*innen, Auszubildende und Studierende sowie Senior*innen ab 65 Jahren bzw. Rentner*innen wird das „Rundum-Ticket“ zum Preis von 1,- Euro eingeführt.

1.4. Neu eingeführt wird ein Senior*innen- und Sozial-Monatsticket zum Preis von 20,- Euro, sowie ein Monatsticket für Schüler*innen, Auszubildende und Studierende zum Preis von 12,- Euro.

2. Darüber hinaus wird die Verwaltung eine Kostenaufstellung vorlegen, aus der hervorgeht, zu welchen Anteilen die Stadt bereit und in der Lage ist, eine solche neue Tarifstruktur mit zu finanzieren.

3. Nach Ablauf eines Jahres nach dem Inkrafttreten des neuen Nahverkehrstarifs wird die Maßnahme evaluiert – und ggf. verändert. Daraus resultierende Tariferhöhungen dürfen dabei nicht mehr als 10 Prozent betragen. Evtl. nachfolgende, weitere Fahrpreisjustierungen dürfen die Inflationsrate nicht übersteigen.

4. Mit dem Inkrafttreten des neuen Nahverkehrstarifs wird die Verwaltung in Verbindung mit der deutlichen Ausweisung von P+R-Parkplätzen am Stadtrand eine „spürbare“ Erhöhung der Parkgebühren im Innenstadt-Bereich vornehmen (z.B. 3,- Euro pro Stunde). Von der Erhöhung ausgenommen werden Personen mit starken Mobilitätseinschränkungen mit dem Nachweis einer solchen Schwerbehinderung.

Hier den gesamten Antrag downloaden.

Hinweise der Stadt Flensburg zum Heizkostenzuschlagsgesetz

Ab 01.06.2022 gültig – Bafög- und Wohngeldempfänger anspruchsberechtigt

Mitteilung der Stadt Flensburg. Das Gesetz ist am gestrigen 01.06.2022 in Kraft getreten. Die Umsetzung wird derzeit auf Landesebene vorbereitet. Grundsätzlich entsteht der Anspruch auf eine Auszahlung durch einen mindestens einmonatigen Bezug von Wohngeld im Zeitraum vom 01.10.2021 bis 31.03.2022. Eine Antragstellung ist nicht erforderlich. Die Auszahlung erfolgt so zeitnah wie möglich und wird mit einem automatisierten Bescheid angekündigt. Sobald weitere Informationen vorliegen, werden wir diese ebenfalls über die bekannten Kanäle kommunizieren.

Hintergrund:

Wegen der hohen Preise für Gas und Heizöl zahlt die Bundesregierung einkommensschwachen Haushalten in Deutschland ab 1. Juni einen Heizkostenzuschuss. Am letzten Freitag billigte der Bundesrat mit der Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzesentwurfs mehrheitlich das Vorhaben. Der Zuschuss ist gestaffelt und richtet sich vor allem an Geringverdiener. Empfänger von Wohngeld oder Bafög sollen eine Einmalzahlung von bis zu 270 Euro bekommen.

Die Summe bezieht sich auf einen Ein-Personen-Haushalt. Ein Zwei-Personen-Haushalt kann 350 Euro erhalten, für jedes weitere Familienmitglied gibt es weitere 70 Euro zusätzlich. Neben den Wohngeldempfängern sollen aber auch Studierende und Auszubildende profitieren – sofern sie staatliche Bafög-Hilfen erhalten. In diesem Fall bekommen die jungen Erwachsenen 230 Euro als Einmalzahlung. Hartz-IV-Empfänger fallen nicht unter die Regelung, da ihre Heizkosten im Rahmen der Unterkunftskosten vollständig übernommen werden.

Butcher Jam vom 03. – 05. Juni 2022 / Schlachthof & Galwikpark Flensburg

Drei Tage Programm am Pfingstwochenende: Familienfest · BMX Contest · Konzerte · Streetball · After Show Parties

Open Air und freier Eintritt

Jugendpark Schlachthof Skate & BMX Park Flensburg
Brauereiweg 11, 24939 Flensburg

Ab 2022 führen wir die bisherige dreiteilige Veranstaltung mit dem Familienfest 72,5 hours Schlachthof, dem BMX Contest Butcher Jam und dem Dockyard Musikfestival zusammen. Merkt euch nach Corona nur noch Butcher Jam!

Der Ursprung dieser Veranstaltung liegt in den Feierlichkeiten zum 725-jährigen Bestehen der Stadt Flensburg im Jahr 2009.

Seitdem rockt der Schlachthof jährlich für und mit Groß und Klein!

Dafür sorgt ein buntes Programm mit Essen und Getränken, Sportmobil, Spielmobil und Hüpfburg, Bücherbus mit Autokino, Kugelrollenbahn, Bungee Trampolin, Intersport Soccerturnier, Punkrockyoga, Graffiti Showcase, Clownerie, Gottesdienst am Sonntag, Feuershow, make your Butcher Jam Stuff, Creative Workshops, Handwerk,  Streetbasketball Turniere, BMX Contest Butcher Jam mit einem internationalen Fahrerfeld, einer BMX Girls Class und einem Girls Camp, DJ´s, Konzert Unter meinem Bett, Musikfestival mit dem Headliner Frittenbude, After Show Partys im SASA, MAX und Volksbad und vieles mehr! Feuer frei und nix wie hin!

Veranstaltung von Schlachthof, Aktivitetshuset und Volksbad Flensburg

Timetable des Pfingstevents:



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