Archiv für den Tag 13. Februar 2023

VdK-Präsidentin: „Wir brauchen eine sichere Rente für die zukünftigen Generationen“

  • Bentele: „Das Rentenniveau muss in Zukunft bei mindestens 50 Prozent liegen“
  • Nach langer Erwerbstätigkeit muss eine angemessene Rente gezahlt werden

Berlin, 10.02.2023. Die Bundesregierung arbeitet am zweiten Rentenpaket. Es ist geplant, das Rentenniveau bis zum Jahr 2045 bei 48 Prozent festzuschreiben. Diskutiert wird auch noch über den Aufbau einer kapitalgedeckten Säule in der gesetzlichen Rentenversicherung. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele:

Verena Bentele – Foto: © VdK / Marlene Gawrisc

„Der VdK begrüßt das Ziel der Regierung, das Rentenniveau langfristig zu stabilisieren. Das entspricht unserer langjährigen Forderung und dient dem Vertrauen junger Menschen in die gesetzliche Rente. Wir brauchen eine sichere Rente für die zukünftigen Generationen, dafür muss das Rentenniveau künftig bei mindestens 50, idealerweise bei 53 Prozent liegen.

Die Bundesregierung muss sich jetzt dazu bekennen, dass nach langer Erwerbstätigkeit eine angemessene Rente gezahlt wird. Um das zu erreichen, brauchen wir eine solidarische umlagefinanzierte Rente, die von allen finanziert wird – von Arbeitnehmern, Beamten, Selbstständigen und politischen Mandatsträgern. Eine solche Erwerbstätigenversicherung würde die Rente auf eine breitere finanzielle Basis stellen und das Rentenniveau sichern helfen.“


Über den VdK:

Der Sozialverband VdK ist mit über 2,1 Millionen Mitgliedern die größte sozialpolitische Interessenvertretung Deutschlands. Er setzt sich seit mehr als 70 Jahren erfolgreich für diejenigen ein, die sonst zu wenig wahrgenommen werden. Der Sozialverband VdK kämpft gegen soziale Ausgrenzung, Armut und ungleiche Chancen und für faire Bezahlung, solidarisches Miteinander und für soziale Gerechtigkeit.

Der VdK bietet außerdem kompetente Sozialrechtsberatung und vertritt seine Mitglieder vor den Sozialgerichten. Die 13 Landesverbände sind mit ihren Geschäftsstellen bundesweit vor Ort präsent und organisieren Hilfe und Beratung, Informationsveranstaltungen und gemeinsame Freizeitaktivitäten.
Weitere Infos unter: www.vdk.de

Sinnvoll heizen und lüften, um Schimmel zu vermeiden

Tipps und Hinweise der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

Die Energiepreise in Deutschland stagnieren auf hohem Niveau. Insbesondere im Winter bleibt Sparen das Gebot der Stunde. Doch Vorsicht: Wer Schimmel in Wohnräumen vermeiden möchte, sollte auf sinnvolles Heizen und Lüftung setzen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale erläutert geeignete Maßnahmen.

Schimmel in Wohnräumen kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Oft erkennen wir die zu hohe Feuchtigkeit an diesen Orten erst, wenn es bereits zu spät ist. Richtiges Heizen und Lüften kann helfen, das Risiko für Mensch und Bausubstanz zu verringern. Doch was richtiges Heizen und Lüften ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Was beachtet werden kann:

Lüften ist nicht gleich lüften
Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern ist optimal, um die Luft schnell auszutauschen. Anders sieht es bei der Feuchtigkeit aus, die nach dem Duschen, Baden, Kochen oder Schlafen entsteht. Sie ist in den Wandoberflächen, Handtüchern, Matratzen oder Bettdecken auch nach dem Stoßlüften gespeichert. Um diese sogenannte „Sorptionsfeuchte“ aus Textilien und Räumen zu entfernen, ist es besser nach dem einmaligen Durchlüften das Fenster anschließend zwei bis drei Stunden auf Kipp zu lassen. Der damit verbundene Energieverlust ist gering, solange die Fenster nicht rund um die Uhr gekippt sind. Messungen zeigten, dass der Raumtrocknungseffekt deutlich größer ist als im Vergleich zum dreimaligen Stoßlüften. Die Behauptung, dass bei längerem Kipplüften die Wände auskühlen, gilt nur für die Fensterlaibungen. Das ist jedoch unkritisch, da diese Laibungen während des Lüftens auch gleichzeitig deutlich trockener werden. Schimmel in Fensterlaibungen ist in erster Linie ein Wärmebrücken- und kein Kipplüftungsproblem.

Tipp: Hängen Sie feuchte Handtücher auch bei Frost nach draußen. Denn kalte Luft ist trockene Luft. Das Wäschetrocknen dauert lediglich länger. Dies ist in etwa vergleichbar mit dem Haareföhnen auf der Kaltluftstufe. Die Haare trocknen auch, nur dauert es länger.
 
Luftfeuchte ist nicht gleich Luftfeuchte
Um zu erkennen, ob ein Raum zu feucht ist, hilft ein Hygrometer in Kombination mit einem Thermometer. Die optimale Luftfeuchte hängt auch von der Bausubstanz und der Dämmung ab: In einem ungedämmten Altbau sind 25 bis 45 Prozent an relativer Luftfeuchte in Ordnung; bei einem gedämmten Neubau dürfen es 35 bis 55 Prozent sein. Wichtig ist, die Raumfeuchtigkeit zusammen mit der Raumtemperatur zu betrachten, denn kältere Luft kann weniger Feuchte aufnehmen.

Tipp: Beim Stoßlüften sollte die Heizung zuvor runtergedreht werden. Der Einspareffekt ist am höchsten, wenn das heiße Wasser in den Heizkörpern schon abgekühlt ist.
 
Bewusstes Heizen hilft Schimmel zu vermeiden und Energie einzusparen
Um Energie einzusparen, kann die Raumtemperatur abgesenkt werden. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus ausreichendem Lüften und der Kontrolle der Feuchtigkeit in den Räumen. Um zu verhindern, dass feuchte Luft in kühlere Wohnräume wandert, sollten die Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen geschlossen werden.

Tipp: Decken Sie Heizkörper nicht durch Verkleidungen, Möbel oder Vorhänge ab. Nur so ist die Leistung des Heizkörpers voll nutzbar und das Thermostatventil kann optimal funktionieren.

Tipp: Wählen Sie zudem für jeden Raum die richtige Temperatur:

  • im Wohnzimmer und in der Küche reichen 18 bis 20 °C;
  • im Bad sollten es 20 bis 22 °C sein,
  • im Schlafzimmer genügen 18 °C.

Nachts und tagsüber, wenn niemand zu Hause ist, kann die Temperatur insgesamt gesenkt werden. Wie niedrig die Temperatur eingestellt werden kann, hängt von der Höhe des Feuchtigkeitsniveaus in der Wohnung ab. Allgemein gilt: Je trockener die Wohnung ist, umso niedriger darf die Temperatur sein. Um die optimale Luftfeuchte und –wärme zu erreichen kann ein Thermohygrometer helfen, da dies beide Größen gleichzeitig anzeigt. Wohnungslüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung können eine komfortable Alternative sein, um wertvolle Heizenergie zu sparen und Schimmel vorzubeugen.

Bei allen Fragen zum Energiesparen und zum gesunden Raumklima hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot weiter. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Unsere Energie-Fachleute beraten anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale.sh/energieberatung oder 0800 – 809 802 400 (bundesweit kostenfrei) und 0431 – 590 99 40. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.
 
Über die Energieberatung der Verbraucherzentrale
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte unabhängige Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit 1978 begleitet sie private Verbraucher mit derzeit über 900 Energieberatern und an mehr als 900 Standorten in eine energiebewusste Zukunft. Jedes Jahr werden mehr als 180.000 Haushalte zu allen Energie-Themen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise Energiesparen, Wärmedämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien. Die durch die Beratungen eines Jahres bewirkten Energieeffizienzmaßnahmen führen zu einer Einsparung an Energie, die einem Güterzug von über 100 km Länge voller Steinkohle entspricht.

Mehr Informationen? Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein bietet zu dem Thema Energie sparen kostenfreie Online-Veranstaltungen an. Zur Anmeldung gelangen Sie über den folgenden Link https://www.verbraucherzentrale.sh/veranstaltungen.

Vorstellung „Bitte betrachten Sie mich als einen Traum“ abgesagt

Donnerstag, 16.02. / Freitag, 17.02. / Samstag, 18.02.
Abgesagt wegen Krankheit!

Liebes Publikum!

Leider müssen wir die geplanten Vorstellungen von „Bitte betrachten sie mich als einen Traum“ am

Donnerstag, 16.02. / Freitag, 17.02. und Samstag, 18.02.

aufgrund eines Corona-Falls im Ensemble absagen.

Die nächsten Vorstellungen am Donnerstag, 23.02. / Freitag, 24.02. und Samstag, 25.02. sollten aber auf jeden Fall wieder stattfinden. Wir bieten auch noch eine Zusatzvorstellung am Sonntag, den 26.02. um 18 Uhr an.

Bereits reservierte Karten behalten ihre Gültigkeit und könnten nach Rücksprache auf einen der Abende der nächsten Woche verschoben werden. Sollte es nicht möglich sein, könnten wir gern einen Gutschein ausstellen, der an einer beliebigen anderen Vorstellung gültig ist.

Für Fragen und/oder Rückmeldungen, meldet euch bitte unter nicolas.jaehring@pilkentafel.de oder telefonisch unter 0461-24901.

Donnerstag, 23.02. / Freitag, 24.02. /Samstag, 25.02. – jeweils 20:00 Uhr

Zusatzvorstellung: Sonntag, den 26.02. um 18 Uhr.

Tickets gibts hier

Bitte betrachten Sie mich als einen Traum

Kafka lesen

Bitte, betrachten Sie mich als einen Traum, v.l. Torsten Schütte, Uwe Schade, Foto – Ina Steinhusen

Als Franz Kafka eines Nachmittags durch das Wohnzimmer seines Freundes Max Brod schlich und dabei den auf dem Sofa schlafenden Vater weckte, flüsterte er ihm zu: „Bitte, betrachten Sie mich als einen Traum“. Der Schlaf, der Halbschlaf, der Traum und auch nur das schlichte Rumliegen sind der Ausgangspunkt von Kafkas Texten, und so haben wir einen Raum geschaffen, in dem Sie auf Kafka-Zitaten liegen, träumen und zuhören können. Wir sorgen dafür, dass es Ihnen gut geht und Sie nichts dabei stört, sich auf Kafkas „ungeheure Welt, die ich im Kopfe habe“ und Ihre Eigene einzulassen.

Was ist Kafkas Werk? Die 350 Druckseiten, die er veröffentlicht hat? Das, was sein Freund Max Brod herausgegeben hat? Oder alles, was er geschrieben hat: Tagebücher, Fragmente, Briefe? Kafka musste schreiben und gleichzeitig war sein Anspruch an das Geschriebene fast unmenschlich hoch. „Nur so kann geschrieben werden, nur in einem solchen Zusammenhang, mit solcher vollständigen Öffnung des Leibes und der Seele.“

Konnte es so eine Vollendung geben, ist ein Ende dieser Texte eigentlich denkbar? Oder macht nicht gerade der Abbruch, das „Scheitern“, sie so spannend?

So sind die Fragmente und Tagebücher voll verborgener Kostbarkeiten, dunkler Abgründe und leuchtender Erkenntnisse. Wir haben die schönsten, die sinnfälligsten, die rätselhaftesten von ihnen herausgesucht und zu einer neuen Einheit verwoben und laden Sie ein, einzutauchen in das Gespinst von Kafkas „traumhaftem inneren Leben“.

Textmontage und Regie            Elisabeth Bohde

Raum                                      Elisabeth Bohde, Roy Spahn

Musik                                      Uwe Schade

Es spielen                                Uwe Schade, Torsten Schütte, Elisabeth Bohde

 23./24./25. Februar, 20 Uhr

26. Februar, 18 Uhr – letzte Aufführung


 

Theaterwerkstatt Pilkentafel gGmbH

Pilkentafel 2 • 24937 Flensburg

Büro: 0461-24901 • Mobil: 0160 90 25 90 4

info@pilkentafel.de 

Die Theaterwerkstatt Pilkentafel auf:

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Podiumsdiskussion zum Zustand der Flensburger Förde am 16. Februar

Die Flensburger Förde befindet sich bekanntlich in einem schlechten Zustand. Der Sauerstoffmangel zerstört zunehmend die Biodiversität – es droht der Point of No Return. Kann dieser Prozess durch gemeinsame Anstrengungen auf deutscher  und dänischer Seite noch aufgehalten werden, und wenn ja: Wie?
Hierzu wird sich eine grenzüberschreitende Expertenrunde aus Naturschutz und Politik austauschen, wenn der SSW Landesverband einlädt zur

Podiumsdiskussion

Am Donnerstag, 16. Februar 2023, ab 19 Uhr


in der Kobbermølle Danske Skole


Wassersleben 32 in 24955 Harrislee

Christian Dirschauer

Moderiert wird der Abend vom SSW-Landesvorsitzenden, den Flensburger Landtagsabgeordneten Christian Dirschauer.

Für das Expertenpodium haben folgende Teilnehmer zugesagt:

  • Thorsten Elscher, Land SH, Leiter Abteilung V 4: Wasserwirtschaft, Boden- und Küstenschutz
  • Thorsten Roos, Kreis Schleswig-Flensburg, Leiter des Fachbereichs Kreisentwicklung, Bau und Umwelt
  • Malte Jacobsen, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Flensburg
  • Carsten Jürgensen, Danmarks Naturfredningsforening, afdeling Sønderborg
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