Entscheidung der EU Kommission: Nonnengänse in Schleswig-Holstein weiterhin geschützt

Der BUND Landesverband Schleswig-Holstein (BUND SH) begrüßt die Entscheidung der EU, die Nonnengans weiterhin als geschützte Art anzuerkennen und nicht in das Jagdrecht aufzunehmen.

KIEL, 21.10.2022. Der BUND SH hat in einer Stellungnahme an die EU das Ansinnen des schleswig-holsteinischen Landwirtschafts- und des Umweltministeriums, den Schutzstatus der Nonnengans aufzuweichen, vehement abgelehnt. Erst kürzlich hat die EU Kommission entschieden, dass der Antrag der Ministerien zum wiederholten Male abgelehnt wird.

Weißwangengänse auch Nonnengänse genannt (Branta leucopsis) im Gänsemarsch mit Jungvogel in der Mitte – Foto: Elke Brüser wikimedia commons

„Wir sind überaus erleichtert, dass die Weißwangengans nicht in das Jagdrecht aufgenommen wurde und weiterhin als geschützte Art gilt! Jede anderslautende Entscheidung hätte jahrelange Bemühungen konterkariert, naturverträgliche Lösungen im Umgang mit der Nonnengans zu etablieren“, sagt Carl-Heinz Christiansen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BUND SH. „Die Wildgänse gehören zum gemeinsamen Naturerbe Europas! Wir appellieren an die Landesregierung, dies auch konsequent anzuerkennen. Wir fordern einen baldigen Ausbau von Förderungen der Maßnahmen und Konzepte, die naturverträglich sind und eine Koexistenz von Nonnengänsen und Landwirt*innen ermöglichen“, so Christiansen weiter.

Der BUND SH setzt sich schon lange dafür ein, dass andere Maßnahmen als die Jagd verstärkt gesucht und umgesetzt werden, um Schäden der Nonnengänse auf landwirtschaftlichen Flächen zu minimieren und auszugleichen. Die Einrichtung von Duldungs- und Vertreibungsgebieten, sogenannte „Go- und NoGo-Areas“ ist bereits eine wichtige Maßnahme, die konsequent weiterentwickelt werden muss. Diese Maßnahme wird bereits praktiziert, ist naturverträglich und dient auch dem wichtigen Wiesenvogelschutz. Teilnehmende Landwirt*innen, die Duldungsflächen zur Verfügung stellen, erhalten auskömmliche Ausgleichszahlungen für die entstandenen Fraßschäden. Für das Projekt wurde in diesem Jahr auf der Insel Föhr so viel landwirtschaftliche Fläche wie noch nie von den Landwirt*innen bereitgestellt.

Der BUND  auf seinen sozialen Medien:
bei Twitter unter @SHBUND, bei Facebook unter @BUNDSchleswigHolstein und bei Instagram unter @bund_sh und auf seiner Website unter: https://www.bund-sh.de/

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Veröffentlicht am 21. Oktober 2022, in Ökologie, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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