Archiv für den Tag 9. Oktober 2022

„KURT COBAIN – Better Listen“ nicht am 21. und 22.10. im Kühlhaus Flensburg – Verlegt auf 15. und 16. November

Theaterdrama von Rainer Hansen

„Nirvana“-Sänger Kurt Cobain setzte am 5. April 1994 auf dem Höhepunkt seines Erfolges seinem Leben ein Ende. Er hinterließ einen Brief mit einem Neil-Young-Zitat:

„It’s better to burn out than to fade away.”

War Kurts Freitod das zwangsläufige Ende seines außergewöhnlichen Lebens? Oder war dieses Schicksal abwendbar?

Das Drama „Kurt Cobain – Better Listen“ mit Lasse Wagner als Cobain-Darsteller und Finja Sannowitz (Niederdeutsche Bühne Flensburg) als Kurts Ehefrau Courtney Love bringt mit musikalischer Begleitung der Kieler Rockband „Solid Water“ und weiteren renommierten Darsteller*Innen ein spannendes und tragisches Künstler-Leben auf die Theater-Bühne. Tauchen wir also ein in Songs wie „Smells Like Teen Spirit“, „Come As You Are“, „Heart Shaped Box“., die uns „Nirvana“ als Grunge-Pioniere, als Aushängeschild der Generation X hinterlassen haben.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Der Termin wurde vom 21.10. auf den 15.11. verlegt.
Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit.

Dienstag, 15. und Mittwoch 16. November 2022, Beginn 20 Uhr, Einlass 19 Uhr
Kulturwerkstatt Kühlhaus
Mühlendamm 25, 24937 Flensburg

Tickets: AK 23 EUR / 17 EUR

Tickets buchen hier

Mehr zum Kühlhaus: http://kuehlhaus.net/

„Die Goldenen Zwanziger: Berlin trifft Odessa“ – Jüdische Musik und Chansons mit Trio Cannelle am 23. Oktober in Flensburg

Abschlussveranstaltung der Interkulturellen Wochen:

Sonntag, 23.10.2022, 17.00 Uhr

Jüdisches Konzert

„Trio Cannelle“ präsentiert das Programm „Die Goldenen Zwanziger: Berlin trifft Odessa“. Diese zwei Städte sind wichtige Kulturzentren, die von Künstler*innen jüdischer Herkunft geprägt wurden.

Gemeindehaus St. Marien, Heiligengeistgang 4

Eintrittskartenvorbestellung: jgflensburg@gmail.com bis zum 20.10.2022

Ensemble CANNELLE:  „Die Goldenen Zwanziger: Von der Kunst auf dem Vulkan zu singen“

Die Zeit der 20-er Jahre in Berlin übt eine enorme Anziehungskraft aus. Es ist eine Ära des Aufbruchs, der Hoffnung und Vitalität, ihre kulturellen Impulse haben bis heute die Faszination nicht eingebüßt. Ein Großteil der Künstler und Intelektueller dieser Epoche – Schriftsteller, Komponisten, Musiker, Schauspieler, Maler – war jüdischer Herkunft. Sie wird deswegen auch als „Jüdische Renaissance“ oder „Tanz auf dem Vulkan“ bezeichnet.

Das internationale Ensemble Cannelle vereint die polnische Sängerin Karolina Trybala, die in Sankt-Petersburg geborene Pianistin Lora Kostina, die Violinistin Shir-Ran Yinon aus Israel und die Kontrabassistin Athina Kontou aus Athen. Die charmanten Damen lassen die verschütteten Schätze erstrahlen und schwören die faszinierende Zeit der 20-er Jahre herauf. Schlager und Couplets, Perlen der jüdischen Komponisten, die das Publikum in den Berliner Kabaretts und Revuetheater begeisterten, werden mit viel Hingabe und Witz von den drei kessen Musikerinnen interpretiert.

Kommen Sie mit auf eine Zeitreise in die Epoche der Gegensätze: zwischen Überschwung und Armut, Liedern mit feurigen Liebeserklärungen und scharfer Zeitkritik, in die Welt der Intellektuellen, Ganoven und der jüdischen Mamas der Femmes fatales.

Besetzung  Ensemble CANNELLE:

Karolina Trybala (Polen) – Gesang, Percussion

Lora Kostina (Russland) – Klavier

Shir-Ran Yinon (Israel) – Violine

Athina Kontou (Griechenland) – Kontrabass

Stadtwerke Flensburg werden klimaneutral

Die Stadtwerke werden Flensburgs Energieversorgung vor allen gesetzlichen Vorgaben dekarbonisieren und CO2-neutral stellen. Basis ist ein Transformationsplan, in dem alle geplanten technischen Maßnahmen für die Umstellung angeführt und exakt beschrieben sind.

Die Grundlage für die staatliche Förderung zur Transformation der Flensburger Fernwärme ist das BEW (Richtlinie für die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze). Am 18. August 2022 hat die Bundesregierung diese im Bundesanzeiger veröffentlicht so dass die Stadtwerke nun darauf aufbauen können. Die Bundesregierung hat dazu für den Sektor Energiewirtschaft das Ziel vorgegeben bis 2030 im Vergleich zu 1990 77 Prozent weniger CO2 auszustoßen. diese Vorgabe für die gesamte Branche wollen die Stadtwerke Flensburg auch als einzelner Versorger übernehmen und so ihren Betrag zur Klimaneutralität leisten.

Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Dirk Wernicke hat darauf lange gewartet: „Endlich ist das Förderprogramm durch. Natürlich standen wir schon in den Startlöchern und haben vieles vorbereitet und geplant, um keine Zeit zu verlieren. Jetzt können wir Nägel mit Köpfen machen und konkretisieren, wie Flensburgs Energieversorgung CO2-neutral wird.“

Karsten Müller-Janßen, Geschäftsbereichsleiter Anlagenbau ergänzt: „Den finalen Transformationsplan zur Klimaneutralität wollen wir spätestens Ende 2023 gemäß den Anforderungen der Förderung fertigstellen, aber wir haben schon jetzt sehr konkrete Vorstellungen davon, wie Flensburgs Energiesystem der Zukunft aus heutiger Sicht aussehen soll.“ Prinzipiell wird die Umstellung zur Klimaneutralität in drei Phasen erfolgen:

Die erste Phase „Kohleausstieg“ ist bereits seit 2016 in der Umsetzung. Dabei werden Kohlekessel sukzessive durch CO2-ärmere Erzeuger wie Erdgas, biogene Ersatzbrennstoffe und Elektrodenheizkessel ersetzt. In Phase zwei folgt die „Elektrifizierung der Wärmeproduktion“, für die bereits 2023 ein weiterer Elektrodenheizkessel eingesetzt werden soll. 2025 ist die Inbetriebnahme der ersten Großwärmepumpe geplant, die Flensburger Fördewasser und Strom nutzen wird, um Wärme zu erzeugen. Die 3. Phase „Grüne Gase“ wird voraussichtlich Mitte der 30er Jahre starten. Aufgrund des langen Zeithorizontes sind konkrete Maßnahmen noch nicht final planbar. Es ist vielmehr sinnvoll, den Stand der Technik, die Brennstoffsituation und die äußeren Rahmen-bedingungen kontinuierlich zu beobachten und den Plan für die Dekarbonisierung an die jeweils geltenden Rahmenbedingungen anzupassen.

Die Voraussetzungen, die Flensburg dafür bietet, sind bundesweit einzigartig. Da die Stadtwerke Flensburg mehr als 90 Prozent aller Haushalte mit Fernwärme aus dem zentralen Kraftwerk versorgen, hat der Flensburger Energieversorger einen Riesen-Stellhebel, um die Wärmeversorgung der gesamten Stadt CO2-neutral zu stellen.

Geschäftsführer Dr. Dirk Wernicke sieht das Unternehmen daher gut aufgestellt: „Bei den Stadtwerken Flensburg ist alles vorhanden, um das Langzeitprojekt CO2-Neutralität umzusetzen: Technische Kompetenz, Planungskapazität und Projekt-Know-how. Wir werden Flensburgs Energieversorgung CO2-neutral stellen. Nicht von heute auf morgen, aber wir werden das Schritt für Schritt umsetzen. Das wird es nicht umsonst geben, sondern ist mit erheblichen Investitionen im dreistelligen Millionenbereich in Versorgungsnetz und Kraftwerk verbunden. Das müssen wir auch im Hinblick auf die soziale Verträglichkeit des Umbaus immer im Blick behalten.“

SOLO PIANO – Tuomas Turunen am 11. Dezember in der Musikschule Flensburg

Sonntag, 11. Dezember um 17 Uhr

Emmi Leisner Saal in der Musikschule

Marienkirchhof, Flensburg

Jetzt Karten bestellen!

Wir freuen uns sehr, mit ihm das zweite SOLO PIANO Konzert im Emmi Leisner Saal anbieten zu können.
Wir wollten mit zwei Menschen starten, die schon einmal bei uns waren und die in sehr besonderer Erinnerung geblieben sind.
Bei uns und beim Publikum waren da Johanns Summer und Tuomas Turunen.
Tuomas ist inzwischen ebenfalls ein sehr bekannter Pianist und im April 22 hat er ein neues Album heraus gebracht.
Bekannt ist er wahrscheinlich den meisten als der Pianist im Emil Brandqvist Trio.

An einem Solo Abend mit ihm braucht man aber daran nicht zu denken.

Tickets für Tuomas Turunen

Auch dieses Konzert ist auf 40 Plätze beschränkt.
Für den Fall, dass:
Wir werden den Raum mit leistungsfähigen Luftreinigern ausstatten und sie bekommen von uns erstklassige FP2 Masken.

Eine Veranstaltung von Kunst und Kultur Baustelle 8001

Mehr Informationen auch auf der Website: www.8000eins.de

Herbstferien-Programm auf der Museumsinsel Schloss Gottorf

Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche ab 11. Oktober

Jetzt anmelden!

Langweile in den Ferien? Nicht mit Schloss Gottorf. Die Landesmuseen bieten in den Herbstferien ein abwechslungsreiches Programm für Kinder und Jugendliche an.

Kosten: 9 Euro pro Veranstaltung. Dauer jeweils 2 Stunden.

Anmeldung für alle Veranstaltungen ist sofort möglich unter: 04621/813222, oder per E-Mail:  service@landesmuseen.sh

Dienstag, 11. Oktober, 11 Uhr:

Gottorfs next Barockmodel

Die Kinder schlüpfen am Dienstag, 11. Oktober, um 11 Uhr in die Rolle von barocken Prinzen und Prinzessinnen und präsentieren sich so, als wäre die Welt vor 350 Jahren stehengeblieben. Entsprechende Posen, Körperhaltungen und Gesichtsausdrücke werden vor alten Gemälden eingeübt. Wer mag, kann diesen Moment mit einem Foto für immer verewigen. Bitte Kamera oder Smartphone mitbringen.

Empfohlenes Alter: 8 bis 12 Jahre

Foto: Gottorfs next Barockmodel © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen/ Holger Widera

Mittwoch, 12. Oktober, 13 Uhr:

Geheimnisvolle Moorleichen

Die Kinder schlüpfen beim Ferienprogramm von Schloss Gottorf am Mittwoch, 12. Oktober, um 13 Uhr in die Rolle eines Archäologen und lüften das Geheimnis der 2000 Jahre alten Moorleichen: Wer waren diese Menschen? Wie sind sie dorthin gekommen? Naturwissenschaftliche Experimente erklären, was Forscher über das Moor wissen und warum die eisenzeitlichen Moorleichen so gut erhalten sind.

Empfohlenes Alter: 10 bis 12 Jahre

Foto: Geheimnisvolle Moorleichen © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Donnerstag, 13. Oktober, 11 Uhr:

Ein Fest am barocken Hof. Reise ins 17. Jahrhundert

Bei diesem Ferienspaß am Donnerstag, 13. Oktober, um 11 Uhr können sich Kinder auf Schloss Gottorf in eine Prinzessin oder in einen Herzog verwandeln und das Schloss in seiner alten Pracht erleben. Sie durchschreiten die privaten Gemächer und Festsäle der herzoglichen Residenz, erhalten eine Einführung in das höfische Zeremoniell und bestaunen Kunstschätze aus der Gottorfer Glanzzeit. Als Höhepunkt wird im Festsaal ein barockes Menuett getanzt.

Empfohlenes Alter: 8 bis 12 Jahre

Foto: Ein Fest am barocken Hof © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen/ Holger Widera

Dienstag, 18. Oktober, 11 Uhr:

Steinzeitgeschichten. Mit Mammut Manni auf Zeitreise!

Mammut Manni erkundet am Dienstag, 18. Oktober, ab 11 Uhr mit den Kindern die Steinzeit. Objekte und Materialien wie ein Backenzahn von einem Mammut, eine Knochenflöte oder Werkzeuge aus Feuerstein stehen zum Anfassen und Ausprobieren bereit. Als Erinnerung kann sich jedes Kind einen Miniatur-Stoßzahn aus Speckstein anfertigen.

Empfohlenes Alter: 6 bis 8 Jahr

Foto: Steinzeitgeschichten © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen/ Marcus Dewanger

Mittwoch, 19. Oktober, 13 Uhr:

Der Gottorfer Riesenglobus. Ein Wunderwerk der Technik

Vor ungefähr 350 Jahren war der mehr als drei Meter große Gottorfer Globus weltberühmt. Außen wie eine Weltkugel bemalt, ist er im Inneren ein Himmel mit Sternenbildern, Fabeltieren und Sagengestalten. Die Kinder erkunden am Mittwoch, 19. Oktober, ab 13 Uhr das alte Wunderwerk der Naturwissenschaft und Technik. Im Anschluss werden perönliche Postkarten mit Sternenbildern verziert.

Empfohlenes Alter: 8 bis 12 Jahre

Foto: Der Gottorfer Riesenglobus © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen/ Henrik Matzen

Donnerstag, 20. Oktober, 11 Uhr:

Leben auf der Burg. Zeitreise ins Mittelalter

Als Ritter, Burgfräulein, Mönch oder Gaukler gewandet, erfahren Kinder beim Ferienspaß am Donnerstag, 20. Oktober, ab 11 Uhr, wie man auf einer mittelalterlichen Burg lebte. Mächtige Mauern und Gewölbe, glänzende Rüstungen, aber auch Gebrauchsgegenstände geben einen Eindruck vom Leben vor ungefähr 600 Jahren. Ein mittelalterlicher Flechtreigen oder andere historische Aktivitäten bilden den Abschluss dieser spannenden Zeitreise.

Empfohlenes Alter: 8 bis 12 Jahre

Foto: Leben auf der Burg © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Die aktuellen Sonderausstellungen auf der Museumsinsel Schloss Gottorf:

Moby Dick und Röhrenkatze – 50 Jahre Kulturring. Gesammelt für Schloss Gottorf / Sommerausstellung in der Reithalle nur noch bis einschließlich 3. Oktober

Die große Sonderausstellung „Moby Dick und Röhrenkatze“ würdigt das langjährige Engagement des Kulturrings in der Studien- und Fördergesellschaft der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft für das Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Seit einem halben Jahrhundert erwirbt der Kulturring Gemälde, Grafiken und Skulpturen, die in enger Abstimmung mit dem Museum ausgewählt werden. In fünf Jahrzehnten sind so fast 500 Werke von 115 Künstlerinnen und Künstlern zusammengekommen. Die Ausstellung in der Reithalle gibt mit fast 140 Werken einen umfassenden Einblick in die einmalige Sammelleidenschaft des Kulturrings.

Lucia Beatriz Figueroa, Inkognito I, 2013, Ton, Papier © Lucia Beatriz Figueroa

Moderne und Idyll: Impressionismus in Deutschland / bis 30. Oktober im Kreuzstall

„Moderne und Idyll. Impressionismus in Deutschland“ – die Sonderausstellung im Gottorfer Kreuzstall greift die Schau aus dem Vorjahr auf und widmet sich teilweise mit neuen Bildern wieder den Anfängen der modernen Kunst in Deutschland.

Um 1870 trat in Frankreich eine neue Kunstströmung hervor, die besonders die Darstellung von Licht und Atmosphäre in den Mittelpunkt stellte. Die von Kunstkritikern als „Impressionismus“ bezeichnete Malweise wurde bald darauf auch von Künstlerinnen und Künstlern in Deutschland aufgenommen. Hier war der Impressionismus bis weit über die Wende zum 20. Jahrhundert hinaus eine der wichtigsten modernen Kunstrichtungen.

Blick in die Ausstellung im Kreuzstall © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Tierisch schön! Kabinett-Ausstellung aus der Sammlung Bönsch im Kreuzstall / Bis 30. Oktober

Das Thema der Kabinettausstellung „Tierisch schön!“ im Kreuzstall ist das Tier in der Kunst. Bis 30. Oktober zeigt die kleine Schau vor allem Arbeiten aus der Sammlung Bönsch: In Gemälden und Grafiken, in der Skulptur und Keramik setzten sich Kunstschaffende der Klassischen Moderne mit Tieren auseinander. Neben bekannten Namen wie Picasso, Chagall, Marc und Pechstein werden spannende Positionen von Künstlerinnen vorgestellt. Dazu zählen Renée Sintenis, Lou Albert-Lasard, Marg Moll und Emy Roeder.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Kinderprogramm begleitet. An der Hauptkasse erhält jedes Kind ein kostenfreies Begleitheft, das mit Geschichten zu den gezeigten Bildern, einer Bastelaufgabe und Ausmalbildern die Ausstellung auch für Familien mit Kindern besonders attraktiv macht. Eine gemütliche Sitzecke mit Hörstation lädt im Kabinett des Kreuzstalls zum Verweilen ein. Im Anschluss führt eine Rallye auf Tierspuren durch die Dauerausstellung im Schloss, in der es ebenfalls noch viele tierische Geschichten zu entdecken gibt.

Franz Marc, Tiger © Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch

All Informationen und Vorschriften zum Thema Corona finden Sie HIER.

Stiftung Schleswig-Holsteinische
Landesmuseen Schloss Gottorf

Schlossinsel 1 | Schloss Gottorf | 24837 Schleswig | +49(0)4621 – 813 222 | http://www.schloss-gottorf.de | service@schloss-gottorf.de

Öffnungszeiten
März – Oktober: Di-Fr 10-17 Uhr | Sa-So 10-18 Uhr
November bis März: Di-Fr 10-16 Uhr | Sa-So 10-17 Uhr

Explodierende Energiepreise: Wie gehe ich mit der Preiserhöhung meines Versorgers um?

Beratung der Verbraucherzentrale Flensburg

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Der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) liegen Schreiben von Energieversorgern vor, in denen das Fünf- bis Siebenfache der bisherigen Kosten angeboten wird. Verbraucher können Gebrauch vom Sonderkündigungsrecht machen. Eine aktuell finanziell attraktivere Lösung kann der Grundversorgungstarif sein. Eine Preisgarantie gibt es dann allerdings nicht.

Post vom bestehenden Energieversorger kann aktuell zu Schreckmomenten führen. Viele Verbraucher sind besorgt und verunsichert. „Fast täglich fragen uns Verbraucher in der Beratung, ob sie die teilweise bis zum Siebenfachen gestiegenen Gaspreise wirklich zahlen müssen“, berichtet Christine Hannemann Leiterin der Verbraucherzentrale Flensburg.

Sonderkündigungsrecht beachten – Vertragliche Möglichkeiten prüfen

„Meistens bringen die Verbraucher Schreiben mit in die Beratungen, in denen der Energieversorger die Preiserhöhung ankündigt. Häufig fehlt dort der Hinweis auf ein Sonderkündi-gungsrecht. Dies besteht jedoch grundsätzlich bei Preisänderungen. Verbraucher können daher nach der Mitteilung der Preiserhöhung den Vertrag kündigen“, so Hannemann weiter.
Ähnlich sieht es bei auslaufenden Verträgen aus. „Aktuell bieten Energieversorger ihren Kunden die Fortsetzung ihres Vertrages zu deutlich höheren Preisen die die bisherigen Kosten um das Mehrfache übersteigen. Diese Vertragsangebote müssen aber nicht angenommen werden“, so Hannemann. Wenn die Laufzeit des bestehenden Vertrages endet, kann dieser mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden.

Kündigen? Und dann?

Entscheiden sich Verbraucher zur Kündigung und schließen auch keinen neuen „Sondervertrag“, rutschen sie bei fortlaufender Entnahme von Energie zum Ende des Vertrages automatisch in die örtliche Grundversorgung. Diese ist aktuell häufig die finanziell attraktivste Möglichkeit.
Das wird auf Preisvergleichsportale nur selten deutlich. Daher lohnt sich in der aktuellen Situation ein Blick auf die Homepage des Grundversorgers. „Wollen Sie beim Wechsel in die Grundversorgung auf Nummer sichergehen, dann teilen Sie ihrem Grundversorger rechtzeitig Zählernummer und Datum für den Start der Belieferung mit und nach Auslaufen des vorherigen Vertrages auch den Zählerstand“, empfiehlt die Leiterin der Verbraucherzentrale Flensburg. Zu beachten ist jedoch, dass der Grundversorgungstarif nur mit einer sechswöchigen Preisgarantie verbunden ist. Allerdings ist damit zu rechnen, dass der Tarif im anstehenden Winter auch deutlich steigen wird.

Exkurs: Grundversorgung oder „Sondervertag“?

In Deutschland haben alle Verbraucher das Recht auf die Belieferung mit Strom und Gas. Diese Belieferung wird von dem Energieunternehmen mit den meisten Kunden vor Ort über den dafür vorgesehenen Grundversorgungstarif übernommen.
In der Vergangenheit waren die Preise im Grundversorgungstarif vergleichsweise hoch, sodass sich beispielsweise zum 31.12.2020 nur gut 17 Prozent der Haushaltskunden in der Gasgrundversorgung befanden. Alle anderen Haushalte verfügten über einen „Sondervertrag“, der mit dem gewünschten Energieversorger geschlossen wurde. In gut der Hälfte der Fälle war dies im Jahr 2020 auch das Stadtwerk vor Ort, rund ein Drittel der Haushaltskun-den haben sich aber für einen Versorger von außerhalb entschieden.
Bei Verträgen mit einer eingeschränkten Preisgarantie kann der Anbieter den Preis ändern. Die Verbraucher können dann aber von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

Beratungsangebote nutzen

Haben auch Sie Fragen zu Ihrem Energieversorgungsvertrag? Die Verbraucherzentrale berät Sie dazu in den Beratungsstellen vor Ort oder telefonisch. Termine können Sie ganz einfach online vereinbaren oder telefonisch unter 0461 –28604.

Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V.

Schiffbrücke 65, 24939 Flensburg
Tel: 0461-28604 Fax: 0461-27578

Erreichbarkeit: http://www.vzsh.de/flensburg

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