Klimabegehren Flensburg startet Sammel-Endspurt – Wärmewende muss Thema der Stichwahl werden

Das Orgateam des Bündnis Klimabegehren Flensburg – Foto: Bündnis Klimabegehren Flensburg/ Quelle: Pay Numrich Pressefotos | Flickr

Das Bündnis Klimabegehren Flensburg hat pünktlich zur OB-Wahl am vergangenen Wochenende den Endspurt der Unterschriftensammlung gestartet. Die Aktiven haben noch einen guten Monat Zeit, bis am 31. Oktober die Sammlung offiziell endet. Um ihrem Ziel näher zu kommen, dass die Stadtwerke bis 2035 fossilfrei werden, müssen sie bis Ende Oktober rund 5000 Unterschriften gesammelt haben. Seit einigen Tagen laufen wieder vermehrt Sammelaktionen im ganzen Stadtgebiet. Damit wollen die Klimaschützer*innen die Wärmewende auch zum Thema der Stichwahl für das Oberbürgermeister*innenamt machen.

„Bisher wurden die Themen Klimakrise und Wärmewende im Wahlkampf kaum thematisiert. Dabei handelt es sich hierbei um hochaktuelle Fragen, die nicht einfach ausgespart werden dürfen. Simone Lange und Fabian Geyer sollten sich dazu positionieren“, fordert Helmreich Eberlein, Pressesprecher des Klimabegehrens. Gerade im Bezug auf die massiven Preissteigerungen für die Fernwärme seien die Flensburger Wärmeerzeugung und ihre Konsequenzen ein relevantes Thema, finden die Klimaschützer*innen.

Foto: „Bündnis Klimabegehren Flensburg“/ Pressefotos | Flickr

Der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Gaskrise zeigt für sie einmal mehr, dass eine zügige Umstellung auf erneuerbare Energien sowohl politisch als auch ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist: „Wenn wir bis 2035 fossilfrei werden, machen wir uns unabhängig von russischem Gas, tragen zur Eindämmung der Klimakrise bei und können durch Einsparungen bei CO2-Zertifikaten den Anstieg der Fernwärmepreise bremsen“, erklärt Clara Tempel, Pressesprecherin des Klimabegehrens. Das Bündnis wünscht sich dementsprechend eine öffentliche Positionierung von den beiden OB-Kandidat*innen zum Thema Klimabegehren und Wärmewende: „An uns kommt man nicht vorbei, wenn man Oberbürgermeister*in in dieser Stadt werden will“, macht Tempel klar.

Aus diesem Grund haben die Aktiven auch letzten Sonntag rund um die OB-Wahl Unterschriften gesammelt. Die große Sammelaktion hat den Endspurt der Unterschriftensammlung eingeläutet. „Wir haben schon eine Menge Unterschriften zusammen, doch jede weitere Unterschrift zählt! Wer noch nicht unterschrieben hat, sollte die Chance jetzt nutzen, um ein deutliches Zeichen für eine erneuerbare Zukunft in Flensburg zu setzen.“, fordert Eberlein alle Flensburger*innen auf. In den kommenden Wochen sind noch zahlreiche Sammelaktionen geplant, unter anderem bei der Stichwahl am 2. Oktober. Parallel zur Unterschriftensammlung ist das Bündnis Klimabegehren Flensburg weiterhin im Arbeitskreis Transformation der Stadtwerke vertreten. Wenn das Bündnis die Unterschriften nach Ablauf der Frist bei der Stadt einreicht, kann der Rat die Forderungen direkt annehmen. Wenn er sie ablehnt, kommt es zum Bürger*innenentscheid.

Unterstützt wird das Klimabegehren von verschiedenen Flensburger Gruppen wie Greenpeace, AKF, Fridays for Future und dem BUND sowie von Wissenschaftler*innen und Prominenten wie Prof. Dr. Pao-Yu Oei, Pröpstin i. R. Carmen Rahlf und der Band Santiano.

Website: https://klimabegehren-flensburg.de

Statements der Unterstützer*innen: https://klimabegehren-flensburg.de/unsere-unterstuetzerinnen/

Twitter: www.twitter.com/KlimabegehrenFL

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Veröffentlicht am 21. September 2022, in Flensburg News. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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