Museumsberg Flensburg am 13. September: Vortrag zur zeitgenössischen Fotografie in Osteuropa

Verortungen. Zeitgenössische Fotografie in Osteuropa zwischen Dokumentation und Kunst: Yurij Kosin, Dmitry Vyshemirsky und Thomas Neumann

Vortrag von Dr. Eva Pluharova-Grigiene, Europa-Universität Flensburg

Dienstag, 13. September, 18.00 Uhr

Hans-Christiansen-Haus – Eintritt frei

Der kulturelle Wandel in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion im Spiegel der Fotografie ist Thema eines Vortrags der Flensburger Kunsthistorikerin Dr. Eva Pluharova-Grigiene.

In der Aula des Museumsberges vergleicht sie unter der Überschrift „Verortungen. Zeitgenössische Fotografie in Osteuropa“, die Entwicklung in Ländern wie Estland, Lettland und Litauen mit Russland und der Ukraine. Während die einen schon seit vielen Jahren EU-Mitglieder sind, ringen die anderen innerlich und gegeneinander um die Deutung der Vergangenheit.

Die Rednerin vergleicht Fotografien von Yuri Kosin und Dmitry Vyshemirsky, die derzeit in der Sonderausstellung „PHOTO NO SHOOTING! Ukraine. Russland. Exil“ zu sehen sind, mit Aufnahmen des deutschen Fotografen Thomas Neumann. Mit künstlerisch geschultem Blick für intime, irritierende und anrührende Momente zeigen die drei den Alltag in Osteuropa seit den 1990er Jahren.

Dr. Eva Pluharova-Grigiene studierte Kunstgeschichte und Osteuropastudien in Kiel, Prag und Berlin. Vor ihrer Promotion an der Universität Leipzig arbeitete sie als Kuratorin und Lektorin in Tschechien und Litauen. Seit 2019 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für ästhetisch-kulturelle Bildung der Europa-Universität Flensburg.

Der Vortrag beginnt am Dienstag, 13. September, um 18 Uhr in der Aula im Hans-Christiansen-Haus. Der Eintritt ist frei.

Юрий Косин Yuri Kosin

Der Museumsberg Flensburg widmet seine Sonderausstellung PHOTO no SHOOTING! Ukraine. Russland. Exil. zwei Künstlern, die seit Jahrzehnten eine Freundschaft verbindet. Der Ukrainer Yuri Kosin und der Russe Dmitry Vyshemirsky thematisieren in ihren preisgekrönten Fotografien die Veränderungen seit dem Ende der Sowjetzeit: Landschaften, Gebäude, historische Ereignisse und vor allem den Alltag der Menschen in beiden Ländern. Beide leben heute im Exil, Dmitry Vyshemirsky aus politischen Gründen in Berlin, Yuri Kosin als Kriegsflüchtling in Polen. Sie stellen gemeinsam aus, um ein Zeichen gegen den Krieg zu setzen und uns deutlich zu machen, was dadurch gerade verloren geht. Deswegen ist es so wichtig, diese Bilder jetzt und hier zu zeigen, begleitet von ukrainischer Musik und Literatur: Nur was man kennt, kann man verstehen und wertschätzen.

Dmitry Vyshemirsky

Yuri Kosin ist seit Jahrzehnten international bekannt durch seine bewegenden Fotografien aus Tschernobyl, aber auch von den Demonstrationen auf dem Maidan und dem Krieg im Donbass. Zugleich porträtiert er liebevoll seine Mitmenschen und die Landschaften der Ukraine, die dem Betrachter dadurch besonders nahekommen.

Für Dmitry Vyshemirsky ist es bedeutend, sich gerade als russischer Staatbürger im Exil gegen den Krieg zu stellen. Er hat zu der Ausstellung unter anderem eine aktuelle Fotoserie beigesteuert, die im April in Berlin entstanden ist, und Demonstrationen gegen den Krieg genauso zeigt wie die täglich am Berliner Hauptbahnhof ankommenden Geflüchteten aus der Ukraine.

Ausstellungen:

  • PHOTO NO SHOOTING!
    Ukraine. Russland. Exil.
    noch bis 23. Oktober 2022
  • Gagel –
    da lebe ich so vor mich hin
    denke mir nichts dabei und nun dies:

    noch bis 13. November

Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Für jeden Museumsbesuch gilt die 2G-Regel und Maske tragen ist erwünscht. Kinder ab 7 Jahren benötigen den Testnachweis der Schule.

Museumsberg

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956
museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de

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Veröffentlicht am 9. September 2022, in Bürgerbeteiligung, Bildung, Flensburg News, Inklusion und Integration, Kultur, Kulturtipps, Soziales, Veranstaltungstipps. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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