Verschenktes Potenzial: Der BUND SH beurteilt den neuen Koalitionsvertrag

Kiel. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Landesverband Schleswig-Holstein e. V. (BUND SH) legt eine umfassende Auswertung zum Koalitionsvertrag „Ideen verbinden – Chancen nutzen“ der Landesregierung für die Zeit von 2022 bis 2027 vor. 

Darin äußert sich der BUND überwiegend kritisch. Ein Fahrplan für eine lebenswerte Zukunft sieht anders aus. Die Abspaltung der Landwirtschaft vom Umweltministerium ist das falsche Signal. Dies erschwert das vernetzte Denken für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Statt den Schutz der Ressourcen mit klima- und umweltpolitischen Weichenstellungen sicherzustellen, wird Naturschutz auf nicht mal zwei Prozent des Koalitionsvertrags thematisiert und der Klima- gegen den Naturschutz ausgespielt.

In einem umfänglichen Prozess erarbeitete der BUND SH die ausführliche Auswertung, unterstützt durch die Fachexpertise von vielen ehrenamtlich engagierten Mitgliedern.

BUND-Landesvorsitzende Dr. Claudia Bielfeldt hält fest: „Diese Auswertung ist ein Statement, wo wir als Umweltverband stehen und welche Werte wir vertreten. Sie ist auch ein deutliches Zeichen an die Politiker*innen und politische Akteur*innen in Schleswig-Holstein, sich mit den Aspekten unserer Lebensgrundlagen auseinanderzusetzen. Als Umweltverband werden wir konsequent unsere Position als Kontrollinstanz für die Zivilgesellschaft nutzen. Wir sind bereit für den konstruktiven Dialog mit der Politik.“

In der Auswertung macht der BUND SH deutlich, dass die Vereinbarung des Koalitionsvertrags nicht ausreichen: Es fehlt der klare Kurs Richtung sozial-ökologische Transformation und die dringend benötigten Weichenstellungen zum Schutz der Ressourcen. Die Stellungnahme kann ab sofort online unter www.bund-sh.de/landespolitik abgerufen werden.

Der BUND Landesverband Schleswig-Holstein vertritt an die 10.000 Mitglieder im ganzen Bundesland. Viele der ehrenamtlichen Tätigen sind Fachexpert*innen und treibende Kraft hinter hunderten von Stellungnahmen pro Jahr. Unzählige Stunden unbezahlter Arbeit investieren die engagierten Mitglieder, um vor Ort und in der Politik der Umwelt und Natur eine starke Stimme zu verleihen.

Der BUND  auf seinen sozialen Medien:
bei Twitter unter @SHBUND, bei Facebook unter @BUNDSchleswigHolstein und bei Instagram unter @bund_sh und auf seiner Website unter: https://www.bund-sh.de/

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Veröffentlicht am 10. August 2022, in Ökologie, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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