Bauer Ingo Knop macht die K 8 dicht

Streit um Landenteignung und Rechtmäßigkeit der K 8 schwelt weiter

Nachdem am 5. Mai das Oberverwaltungsgericht in Schleswig in einem Normen-Kontrollverfahren entschied, dass der Bebauungsplan für den 4. Abschnitt der K 8 rechtsunwirksam ist, hat die Flensburger Ratsversammlung am 2. Juni einen neuen Bebauungplan beschlossen. Über dessen Rechtswirksamkeit hat das Oberverwaltungsgericht noch nicht entschieden. Gleichzeitig steht mit der Entscheidung des OVG vom 5. Mai auch die vorläufige Übertragung der für den Straßenbau benötigten Flächen von Ingo Knop an die Stadt Flensburg durch die Enteignungsbehörde in Frage. Die begründete 2017 ihre Entscheidung mit einem allgemeinen öffentlichen Interesse für den Bau der K8 und bezog sich hierbei auf den nun vom OVG für rechtsunwirksam erklärten Bebauungsplan. Für Bauer Ingo Knop, über dessen Ländereien die K 8 nach seiner Auffassung somit illegal verläuft, Grund gegen das Vorgehen der Stadt am Mittwochmorgen mit einer Straßenblockade zu protestieren. Zugleich kritisiert Ingo Knop, dass die Stadt das an den Begrenzungswällen der K 8 wild wuchernde Jakobskreuzkraut nicht beseitigen würde. Dies würde sich auch auf seine anliegenden Weiden ausbreiten und das dort grasende Vieh vergiften.  Zu seiner Aktion die Pressemeldung der Flensburger Polizei:

Mittwochmorgen (27.07.22) war die Durchfahrt auf der Hochfelder Landstraße in Flensburg für zwei Stunden nicht möglich. Die Straße war durch landwirtschaftliche Fahrzeuge und Heuballen blockiert.

Sperrung der K 8 am Mittwochmorgen durch Bauer Ingo Knop – Screenshot von der Facebook-Gruppe „Solidarität mit Bauer Knop“

Gegen 04:50 Uhr wurde die Polizei darüber informiert, dass die Straße im Stadtteil Tarup im Bereich „Tastruper Weg“ nicht befahrbar sei. Ein Mähdrescher, landwirtschaftliche Anhänger und Heuballen blockierten die Durchfahrt. In Höhe Maasbüll versperrte zudem ein Güllewagen die Fahrbahn.

Vor Ort machte sich der für die Sperrung Verantwortliche bei den Beamten bemerkbar. Da er der Auffassung sei, dass es sich bei der Straße um seinen Besitz handeln würde, weigerte er sich zunächst die Straße wieder freizumachen. Es wurde daraufhin ein Abschleppunternehmen angefordert. Dieses kam jedoch nicht mehr zum Einsatz, da der Verantwortliche die Hindernisse letztlich selbst beseitigte.

Die Straße war gegen 07:00 Uhr wieder freigegeben. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Nötigung und Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.

Mehr zu den Hintergründen des Protests und dem Streit zwischen Ingo Knop und der Stadt Flensburg hier: Streit zwischen Bauer Knop und Stadt: Neuer und rechtsfester Bebauungsplan für die K8? unter: https://akopol.wordpress.com/2022/05/30/streit-zwischen-bauer-knop-und-stadt-neuer-und-rechtsfester-bebauungsplan-fur-die-k8/

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Veröffentlicht am 28. Juli 2022, in Ökologie, Bürgerbeteiligung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Rat & Ausschüsse, Stadtplanung, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Sie können Flensburgs Kernprobleme wie Hafen, Bahnhofswald, Bauer Knop etc. allesamt an einer Person festmachen: Simone Lange
    Nach Gutsherrenart setzt sie sich konsequent über geltendes Recht hinweg und ignoriert Höchstrichterliche Urteile komplett. Es mag sein, dass das so in der früheren DDR üblich war, von dort stammt sie ja, für eine ehemalige Mitarbeiterin der Polizei halte ich die Frau jedoch für derart inkompetent, dass sich mir die Nackenhaare aufstellen. Nun, sie ist ja gottseidank nicht mehr lange im Amt. Ein Hoffnungsschimmer für Flensburg
    H.W.Krause

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