Archiv für den Tag 28. Juli 2022

Gründen am Strand: SummerSchool für angehende Gründer*innen in SPO

Ideenfindung und Umsetzung: Wo fangen wir an? – Foto: @ventureDock

Mit dem @ventureDock der Europa-Universität Flensburg und Hochschule Flensburg sind beim Thema Gründen keine Grenzen gesetzt

Das erste eigene Unternehmen, aber wie? Eine Woche mit dem @ventureDock im Coworking-Space MindSPOT bereitete Studierende mit einer Gründungsidee genau darauf vor. Von Ideenfindung über Konzeptentwicklung bis hin zum ersten eigenen Pitch – das SummerSchool-Programm von @ventureDock war ein voller Erfolg und hat bestätigt, wie gut Ideen reifen können, wenn kreative Menschen an einem ruhigen Ort fokussiert daran arbeiten. Zu den Highlights gehörten verschiedene Gastvorträge von Gründer*innen, die die Studierenden täglich inspiriert haben, spontane Meditationen im Coworking-Garten, das gemeinsame Arbeiten in der Natur, sowie das Mentoring Speed Dating. So entstanden kreative, diverse und insbesondere realisierbare Ideen und Projekte in nur wenigen Tagen.

Austausch im Workshop – Foto: @ventureDock

Die SummerSchool beinhaltete verschiedene Workshops rund um das Thema Unternehmertum. Dabei wurden diverse DesignThinking-Methoden angewandt, in Kombination mit Workshops und Inputs zu unternehmerischen Fachbereichen wie Finanzierungsmethoden, Business Modeling, Prototyping, Storytelling, Marketing und Pitching.

Den Startschuss der Woche gaben Nina Schiffmann, Gründerin von scive und Franziska Schmitt, @ventureDock SummerSchool Lead, mit einem Ideation Workshop, der den Studierenden dazu verhalf, die ersten Ideen zu finden und zu validieren. Ein ganz besonderes Highlight war der Vortrag der Gründerinnen von Equalista, Theresa Kauffeld und Louisa Wiethold, die einen Workshop zum Thema Identität und Innovation gegeben haben, und zudem als Mentorinnen die ganze Woche über den Teilnehmer*innen zur Seite standen.

Jeder Tag war intensiv, die kreativen Arbeitspausen und Impulse von Gründer*innen und Expert*innen kamen aber nie zu kurz.  Spannend war, dass alle Teilnehmer*innen nicht nur von Gründer*innen lernen konnten, sondern einen direkten und nahbaren Zugangzum gemeinsamen Arbeiten hatten. So haben Karsten Kossatz, Gründer independesk, Maj-Britt Schütze, Gründerin KitchenTandem, Matthias Hussl, Gründer St. Peter-Prost und Kerstin Eisenschmidt, Gründerin und Investorin, Eisenschmidt Consulting Crew GmbH, den Gründer*innengeist entflammt und die Neugierde der Studierenden geweckt.

Konzentriertes Zuhören – Foto: @ventureDock

Franziska Schmitt, die das Konzept der @ventureDock SummerSchool entwickelte, ist sicher: „Das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir gemeinsam im MindSPOT in SPO Start-Up-Ideen entwickeln. Die Arbeit umgeben von Natur und das Netzwerk an Inspiration vor Ort hat die SummerSchool wirklich einmalig gemacht. Was mich besonders berührt hat, war die Energie, der Drive und das Leuchten in den Augen der Studierenden. Das Gefühl etwas zu erreichen. Denn zu Beginn herrschte noch Einiges an Unsicherheit. Durch unsere strategischen Methoden, spannende Mentor*innen und Expert*innen, und einen Design Thinking Ansatz verwandelte sich diese Unsicherheit zunehmend in Motivation und Drive hin zum ersten eigenen Start-Up-Projekt. Ich war unfassbar stolz, alle Studierenden am letzten Tag auf unserer Bühne pitchen zu sehen, mit realisierbaren Ideen, die es alle wert sind, nachverfolgt zu werden.“

Jonas Thiersfeld, Gründungsberater der Hochschule Flensburg, hat uns am vierten Tag besucht, und nicht nur mit seiner eigenen Gründungsgeschichte, sondern mit einem Finanzierungsworkshop bereichert: „Es ist schön zu sehen, wie sich die Gründungsideen innerhalb von einer Woche weiterentwickeln. Zudem hat der Austausch und Input mit anderen Gründungsmotivierten und Mentor*innen die SummerSchool für mich besonders gemacht.“

„Die Summer School hat mir gezeigt, wie wichtig persönlicher Austausch ist. Es war toll zu sehen wie viele diverse Ideen die TeilnehmerInnen in kürzester Zeit entwickelt und sich dabei gegenseitig inspiriert haben. Als Mentor*innen konnten wir zum richtigen Zeitpunkt Impulse und Feedback geben. Ich bin sehr gespannt, was sich daraus entwickelt“, sagt Nina Schiffmann, Gründerin von scive.

„Zu Beginn der Woche hatte ich das Impostor-Syndrom und ich wusste nicht genau, ob ich hier richtig bin und welche Idee ich verfolgen soll. Jetzt fühle ich mich schon ein bisschen wie ein Gründer und kann es kaum erwarten, die Idee umzusetzen“, so ein SummerSchool-Teilnehmer.

Weitere Informationen über die SummerSchool finden Sie unter: www.atventuredock.com/summer-school oder auf Instagram: https://www.instagram.com/atventuredock/

Über @ventureDock

Das campusweite @ventureDock ist eine Initiative der Europa-Universität und der Hochschule Flensburg und ein EXIST V-Projekt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) finanziert wird und sich an alle Studierenden und Mitarbeiter der HS und der EUF richtet. Ziel ist es, Strukturen für eine zukunftsorientierte Start-up-Universität zu entwickeln, Lehrpläne für unternehmerische Initiative zu verankern, den Einsatzvon Studierenden und Universitätsmitarbeitern für unternehmerisches Denken und Handeln zu verbessern, die außerschulische Ausbildung zum Unternehmertum sowie die Beratung und Unterstützung für Start-up-Unternehmen zu erweitern. Letztendlich strebt @ventureDock mehr Start-ups von Studenten und Mitarbeitern auf dem Campus an. Mehr unter: https://www.atventuredock.com/

Ein Admiral im Garten?

Heute in unserem gemeinschaftlichen Hof-Garten auf Duburg. Am Sommerflieder ist der Bär los. Ein wunderschöner Admiral. – Foto: Jörg Pepmeyer

Schmetterlinge schützen im eigenen Garten

Ein Beitrg von Jörg Pepmeyer

Der Sommer ist die Zeit der Schmetterlinge. Nur leider sind auch in Schleswig-Holstein diese wunderschönene Insekten stark gefährdet. Trotzdem kann jeder Garten-Besitzer etwas für den Schutz dieser Tiere tun. Indem er zum Beispiel seinen Garten mit entsprechenden Gehölzen, Sträuchern, Blumen und Kräutern bepflanzt, deren Blüten Nahrung für die Schmetterlinge bereitstellen. Auch Überwinterungsmöglichkeiten und Lebensraum für die Raupen der Schmetterlinge können im eigenen Garten geschaffen werden.

Zudem gibt es in Flensburg sehr viele Hofgärten von Mehrfamilienhäusern, die leider von den Hausgemeinschaften nicht gepflegt und genutzt werden, entweder aus Zeitmangel oder Desinteresse. In der Burgstraße auf Duburg haben sich deshalb Mieter zweier Häuser zusammengetan und haben binnen zwei Jahren aus einem verwahrlosten und zugemüllten Hofgrundstück einen wunderschönen Gemeinschaftsgarten geschaffen, der im Sommer fast täglich von den Erwachsenen und Kindern genutzt wird. Das Foto oben stammt aus diesem Garten.

Mehr Infos dazu:

auf der Seite des BUND Schleswig-Holstein

Schmetterling schützen https://www.bund-sh.de/tiere-pflanzen/schmetterlinge/

und auf der Seite des NABU:

Ein Garten für Schmetterlinge https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/tiere/insekten/01446.html

Museumsberg Flensburg am 4. August: Führung zur Provenienzforschung – Der Herkunft auf der Spur

„Wem gehört die Kunst?“

Donnerstag 4. August, 18.00 Uhr
Provenienzforschung: Der Herkunft auf der Spur
Führung mit Madeleine Städtler
Kosten: 2 € zusätzlich zum Museumseintritt
Ort: Hans-Christiansen-Haus

„Wem gehört die Kunst?“ Diese Frage stellt sich besonders, wenn es um Ankäufe des Museumsberg in den Jahren 1933 bis 1945 und ihre Herkunftsgeschichte geht. Dr. Fritz Fuglsang, der von 1927 bis 1961 das Museum leitete, bemühte sich auch während des Zweiten Weltkriegs um hochkarätige Neuzugänge. Dass er dabei nicht gerade zimperlich war, zeigt das Beispiel der „Sammlung Teppich“: Den 800-teiligen Silberschatz aus dem Nachlass des jüdischen Geschäftsmanns Leopold Teppich ergatterte Fuglsang für gerade einmal 2 ½ Reichspfennig pro Gramm. Dieser und andere Fälle werden in der Führung vorgestellt.

Blick ins Museumsdepot

Geradezu detektivischen Spürsinn musste dabei Provenienzforscherin Madeleine Städtler beweisen: Kleine Stempel, Etiketten und Nummern auf den Bilderrahmen und Rückseiten, Randnotizen auf Akten und Inventarkarten wurden akribisch untersucht, Archive in ganz Deutschland ausgewertet. Manchmal entpuppte sich ein kurzer Brief als spannende Fährte: Im Flensburger Archiv war es unter anderem eine Bitte des berüchtigten Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt. Spätestens seit der Berichterstattung über den „Schwabinger Kunstfund“ aus seinem Nachlass ist die Provenienzforschung in aller Munde. Die Suche nach der Herkunft der Kunstwerke ist zum gesellschaftlich relevanten Thema geworden.

Im Jahr 1998 verpflichtete sich Deutschland auf einer internationalen Konferenz in Washington, aktiv nach unrechtmäßig erworbenen Kunstwerken in den öffentlichen Sammlungen zu suchen. Der Flensburger Museumsberg stellt sich mit der Provenienzforschung dieser gesellschaftlichen Aufgabe, indem er zukünftig die ungelösten Fälle in der Datenbank „Lost Art“ der Öffentlichkeit weltweit zur Verfügung stellt.

Ausstellungen:

  • PHOTO NO SHOOTING!
    Ukraine. Russland. Exil.
    noch bis 23. Oktober 2022
  • Gagel –
    da lebe ich so vor mich hin
    denke mir nichts dabei und nun dies:

    noch bis 13. November

Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Für jeden Museumsbesuch gilt die 2G-Regel und Maske tragen ist erwünscht. Kinder ab 7 Jahren benötigen den Testnachweis der Schule.

Museumsberg

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956
museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.d Lies den Rest dieses Beitrags

Bauer Ingo Knop macht die K 8 dicht

Streit um Landenteignung und Rechtmäßigkeit der K 8 schwelt weiter

Nachdem am 5. Mai das Oberverwaltungsgericht in Schleswig in einem Normen-Kontrollverfahren entschied, dass der Bebauungsplan für den 4. Abschnitt der K 8 rechtsunwirksam ist, hat die Flensburger Ratsversammlung am 2. Juni einen neuen Bebauungplan beschlossen. Über dessen Rechtswirksamkeit hat das Oberverwaltungsgericht noch nicht entschieden. Gleichzeitig steht mit der Entscheidung des OVG vom 5. Mai auch die vorläufige Übertragung der für den Straßenbau benötigten Flächen von Ingo Knop an die Stadt Flensburg durch die Enteignungsbehörde in Frage. Die begründete 2017 ihre Entscheidung mit einem allgemeinen öffentlichen Interesse für den Bau der K8 und bezog sich hierbei auf den nun vom OVG für rechtsunwirksam erklärten Bebauungsplan. Für Bauer Ingo Knop, über dessen Ländereien die K 8 nach seiner Auffassung somit illegal verläuft, Grund gegen das Vorgehen der Stadt am Mittwochmorgen mit einer Straßenblockade zu protestieren. Zugleich kritisiert Ingo Knop, dass die Stadt das an den Begrenzungswällen der K 8 wild wuchernde Jakobskreuzkraut nicht beseitigen würde. Dies würde sich auch auf seine anliegenden Weiden ausbreiten und das dort grasende Vieh vergiften.  Zu seiner Aktion die Pressemeldung der Flensburger Polizei:

Mittwochmorgen (27.07.22) war die Durchfahrt auf der Hochfelder Landstraße in Flensburg für zwei Stunden nicht möglich. Die Straße war durch landwirtschaftliche Fahrzeuge und Heuballen blockiert.

Sperrung der K 8 am Mittwochmorgen durch Bauer Ingo Knop – Screenshot von der Facebook-Gruppe „Solidarität mit Bauer Knop“

Gegen 04:50 Uhr wurde die Polizei darüber informiert, dass die Straße im Stadtteil Tarup im Bereich „Tastruper Weg“ nicht befahrbar sei. Ein Mähdrescher, landwirtschaftliche Anhänger und Heuballen blockierten die Durchfahrt. In Höhe Maasbüll versperrte zudem ein Güllewagen die Fahrbahn.

Vor Ort machte sich der für die Sperrung Verantwortliche bei den Beamten bemerkbar. Da er der Auffassung sei, dass es sich bei der Straße um seinen Besitz handeln würde, weigerte er sich zunächst die Straße wieder freizumachen. Es wurde daraufhin ein Abschleppunternehmen angefordert. Dieses kam jedoch nicht mehr zum Einsatz, da der Verantwortliche die Hindernisse letztlich selbst beseitigte.

Die Straße war gegen 07:00 Uhr wieder freigegeben. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Nötigung und Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.

Mehr zu den Hintergründen des Protests und dem Streit zwischen Ingo Knop und der Stadt Flensburg hier: Streit zwischen Bauer Knop und Stadt: Neuer und rechtsfester Bebauungsplan für die K8? unter: https://akopol.wordpress.com/2022/05/30/streit-zwischen-bauer-knop-und-stadt-neuer-und-rechtsfester-bebauungsplan-fur-die-k8/

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