Archiv für den Tag 17. Juli 2022

Museumsberg am 21. Juli: Führung durch die Ausstellung „PHOTO no SHOOTING! Ukraine. Russland. Exil.“

Donnerstag, 21. Juli, 18.00 Uhr
Kura
torenführung mit Dr. Michael Fuhr durch die Sonderausstellung:

PHOTO no SHOOTING! Ukraine. Russland. Exil.

Kosten: 2 € zusätzlich zum Museumseintritt
Ort: Hans-Christiansen-Haus

Ausstellungsdauer: noch bis 23. Oktober 2022

Юрий Косин Yuri Kosin

Der Museumsberg Flensburg widmet seine Sommerausstellung zwei Künstlern, die seit Jahrzehnten eine Freundschaft verbindet. Der Ukrainer Yuri Kosin und der Russe Dmitry Vyshemirsky thematisieren in ihren preisgekrönten Fotografien die Veränderungen seit dem Ende der Sowjetzeit: Landschaften, Gebäude, historische Ereignisse und vor allem den Alltag der Menschen in beiden Ländern. Beide leben heute im Exil, Dmitry Vyshemirsky aus politischen Gründen in Berlin, Yuri Kosin als Kriegsflüchtling in Polen. Sie stellen gemeinsam aus, um ein Zeichen gegen den Krieg zu setzen und uns deutlich zu machen, was dadurch gerade verloren geht. Deswegen ist es so wichtig, diese Bilder jetzt und hier zu zeigen, begleitet von ukrainischer Musik und Literatur: Nur was man kennt, kann man verstehen und wertschätzen.

Yuri Kosin ist seit Jahrzehnten international bekannt durch seine bewegenden Fotografien aus Tschernobyl, aber auch von den Demonstrationen auf dem Maidan und dem Krieg im Donbass. Zugleich porträtiert er liebevoll seine Mitmenschen und die Landschaften der Ukraine, die dem Betrachter dadurch besonders nahekommen.

Dmitry Vyshemirsky

Für Dmitry Vyshemirsky ist es bedeutend, sich gerade als russischer Staatbürger im Exil gegen den Krieg zu stellen. Er wird zu der Ausstellung unter anderem eine aktuelle Fotoserie beisteuern, die im April in Berlin entstanden ist, und Demonstrationen gegen den Krieg genauso zeigt wie die täglich am Berliner Hauptbahnhof ankommenden Geflüchteten aus der Ukraine.
Parallel zu dieser Ausstellung gibt es ein Rahmenprogramm, das ukrainische Kultur für die Menschen hier erlebbar macht.

Am Ukrainischen Unabhängigkeitstag, dem 24. August findet ab 16 Uhr auf dem Museumsberg sein Kulturfest mit Musik, Aktionen und Mitmachangeboten nicht nur für Kinder statt.

Am 27. August spielt Leléka auf dem Museumsberg. Das multikulturelle Jazz-Quartett wurde 2016 in Berlin gegründet.

Eine Lesung ukrainischer Literatur ist für den 25. September als Benefiz-Veranstaltung vorgesehen. Außerdem sind ukrainisch-sprachige Führungen und Workshops für Kinder in Vorbereitung.

Ausstellungen:

  • PHOTO NO SHOOTING!
    Ukraine. Russland. Exil.
    noch bis 23. Oktober 2022
  • Gagel
    17. Juli – 13. November

Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Für jeden Museumsbesuch gilt die 2G-Regel und Maske tragen ist erwünscht. Kinder ab 7 Jahren benötigen den Testnachweis der Schule.

Museumsberg

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956
museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de

Leserbrief: „Zu einseitig!“

Bahnhofswald: Mit Sand aufgefüllte Fläche des zerstörten Quellbiotops, links am Bildrand die vom Bagger zusammengeschobenen Reste der Biotop-Vegetation – Foto: Jörg Pepmeyer

Ein Leserbrief von Dr. Boje Maassen

Zu  einseitig!

Die Überschrift des Kommentars von Reporterchef Julian Heldt (Chefredakteur des Flensburger Tageblatt) lautet „Baubeginn für das InterCity-Hotel: Ein guter Tag für das Flensburger Bahnhofsviertel“.  Kein Wort der  Verluste, keine Berücksichtigung der verschiedenen Standpunkte.  Viele andere und  ich sind dagegen  der Meinung,  dass die Vorbereitung und nun der Bau des Inter-City-Hotels eine Niederlage für Klima, Schönheit und existentielle Zukunft sind.  Humanität, nachhaltige  Wirtschaft  und Ökologie hängen zunehmend untrennbar zusammen.

Woher nehmen J. Heldt und  alle Unterstützer der Bahnhofswaldzerstörung die Sicherheit, dass bestehendes Recht unkritisierbar sei. Das bestehende Recht ist höchst wertvoll, schützt aber  eben nicht ausreichend die Natur. Der Beweis für diese Einschätzung sind ist die dramatischen klimatischen Veränderungen.  Alle realen Naturzerstörungen sind rechtlich mehr oder weniger abgesichert. Das bestehende Recht muss ökologisch also erweitert, nachgebessert  werden.

Dr. Boje Maassen

Mehr zum Thema

im Stadtblog-Beitrag vom 16.07.2022: Bahnhofswald Flensburg: Stadt verfügt Stopp der Bauarbeiten unter: https://akopol.wordpress.com/2022/07/16/bahnhofswald-flensburg-stadt-verfugt-stopp-der-bauarbeiten/

im Stadtblog-Beitrag vom 15.07.2022: Bahnhofswald Flensburg: Plötzlich rollen die Bagger – BUND hält dagegen! unter https://akopol.wordpress.com/2022/07/15/bahnhofswald-flensburg-plotzlich-rollen-die-bagger-bund-halt-dagegen/

und im Stadtblog-Beitrag vom 14.07.2022, darin ebenfalls eine kritische Reflektion zur Berichterstattung und zum Kommentar von Julian Heldt: Bahnhofswald Flensburg: Investoren lassen geschütztes Quellbiotop wegbaggern und planieren unter: https://akopol.wordpress.com/2022/07/14/bahnhofswald-flensburg-investoren-lassen-geschutztes-quell-biotop-wegbaggern-und-planieren/

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