Verlegung des Flensburger Wirtschaftshafens: Bürgerinitiative möchte aktuelle Kosteneinschätzung von Oberbürgermeisterin

Der Flensburger Wirtschaftshafen: Kosten für die Verlagerung an das Westufer dürften sich deutlich erhöhen – Foto: Jörg Pepmeyer

Bürgerinitiative Flensburger Hafen will wissen, mit welchen Gesamtausgaben und mit welchen weiteren Preissteigerungsraten aktuell die Verwaltung rechnet

Ein Beitrag der Bürgerinitiative Flensburger Hafen

Liebe Flensburgerinnen und Flensburger!

In unserer letzten Bürgerinformation haben wir Sie über die hohe Verschuldung der Stadt informiert. Daran anschließend betrachten wir nun das Planungsobjekt Hafen-Ost, welches nach wie vor ein großes Problem darstellt und die Verschuldung unserer Stadt um zig-Millionen weiter in die Höhe treibt.

Wir haben uns daher an unsere OB Simone Lange gewendet mit folgendem Text:

„Unter dem Eindruck, dass die immer noch nicht abgeschlossenen Planungsarbeiten im alten Stil unverändert fortgesetzt werden, wenden wir uns heute mit einem dringenden Appell wieder an Sie.

Der bestehende Investitionsplan geht von einer Gesamtausgabe in Höhe von 70 Mio. € aus.

Diese Angabe haben wir bereits am 12.06.2019 durch einen Fachmann überprüfen lassen und nachgewiesen, dass einschließlich der Hafenverlagerung auf die Westseite zu den Stadtwerken Mehrkosten von ca. 20 Mio. € entstehen könnten. Diese sind der Gesamtausgabe zuzuschlagen, die dann auf

90 Mio. € steigen würden.

Damit nicht genug! Ihre zuständigen Mitarbeiter haben Ihnen doch sicher längst schon mitgeteilt, wie sich die großen, teils riesigen, Bau- und Materialpreissteigerungen, bedingt durch Putins Krieg und den damit verbundenen Energiekostensteigerungen, sich auf diese Zahlen der Ursprungsplanung auswirken. Geht man von einem derzeitigen Baupreisindex von durchschnittlich 50 % aus, was nicht zu hoch gegriffen ist, so erhöht sich die

Gesamtausgabe auf ca. 135 Mio. €. *1)

Mit welchen Gesamtausgaben und mit welchen weiteren Preissteigerungsraten als Folgen der vor wenigen Monaten begonnenen Sanktionen rechnet aktuell unsere Verwaltung? Wir bitten Sie uns diese mitzuteilen.

Die in diesem Zusammenhang von uns gestellte Frage ist, warum Sie in dieser Situation das

Sanierungsprojekt nicht schon lange gestoppt und mit den Ratsmitgliedern beraten haben, was zu tun und wie zu reagieren ist.

Diese zutreffende Maßnahme muss vor dem Hintergrund der Gesamtverschuldung Flensburgs von ca. einer halben Milliarde Euro erfolgen!

Unsere Position ist eindeutig!! Das Sanierungsprojekt muss gestoppt und ein kostengünstigeres Gesamtkonzept unter echter Mitwirkung der Bürger erarbeitet und beschlossen werden.
Dies mit einer Neuausrichtung auf verfügbare Finanzmittel bei Einhaltung der bestehenden Beschlusslage, dass alle stadteigenen Flächen nur in Erbpacht vergeben werden dürfen.
 

Wir hoffen, dass Sie entsprechend reagieren, weil auch wir erwarten, dass Sie Ihrem/er Nachfolger*in und einem evtl. neuen Finanzchef uns Bürgern und allen neuen Ratsmitgliedern nach den anstehenden Wahlen keine Finanzierungs- und Objektproblematik Hafen hinterlassen möchten.“

*1): Dieser „relativ geringe“ Betrag fußt auf dem politischen Beschluss, den „Kohlehafen der Stadtwerke nur minimal auszubauen und nicht entsprechend dem Beschluss der RV-15/2019. Bei einem Ausbau zu einem suffizientem Wirtschaftshafen dürfte sich die Gesamtausgabe um mindesteens weitere 35 Mio € erhöhen. 

Nach neuesten Erkenntnissen wird in den nächsten Jahren der Wirtschaftshafen nicht zu den Stadtwerken umziehen können, da der dem Wirtschaftshafen zugedachte Platz für Kohlehalden benötigt wird.

Wir werden Sie über die Reaktion unserer OB informieren!

Mit freundlichen Grüßen 

Bürgerinitiative Flensburger Hafen e.V.

Der Vorstand

Weitere Artikel finden Sie auf unserer Homepage: https://flensburg-hafen.de/

Bitte leiten Sie diesen Beitrag in Ihrem Freundes-/Bekanntenkreis weiter.

Sollten Sie das Bedürfnis haben, mit einem Ratsmitglied oder einer Fraktion Kontakt aufzunehmen, dann klicken Sie bitte auf diesen Link: https://ratsinfo.flensburg.de/fraktionen

Dann klicken Sie in der Mitte der Seite auf Ratsfraktionen und wählen Sie die gewünschte Fraktion aus.

Dazu auch ein Stadtblog-Beitrag vom 16. Januar 2020: Machbarkeitsstudie zum Umzug des Flensburger Wirtschaftshafens: Es wird erheblich teurer als gedacht unter: https://akopol.wordpress.com/2020/01/16/machbarkeitsstudie-zum-umzug-des-flensburger-wirtschaftshafens-es-wird-erheblich-teurer-als-gedacht/

Über akopol

Netzwerk für mehr Öffentlichkeit, Transparenz und Demokratie in Flensburg

Veröffentlicht am 1. Juli 2022, in Daten und Zahlen, Flensburg News, Ostufer und Hafen, Rat & Ausschüsse, Soziales, Stadtplanung. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

%d Bloggern gefällt das: