Archiv für den Tag 20. Juni 2022

Museumsberg am 26. Juni: Ausstellungseröffnung „PHOTO no SHOOTING!“ und Konzert mit Ganna

Ausstellungseröffnung

Sonntag, 26. Juni, 11.30 Uhr

Ausstellungsdauer: 26. Juni – 23. Oktober 2022

Юрий Косин Yuri Kosin

Der Museumsberg Flensburg widmet seine Sommerausstellung zwei Künstlern, die seit Jahrzehnten eine Freundschaft verbindet. Der Ukrainer Yuri Kosin und der Russe Dmitry Vyshemirsky thematisieren in ihren preisgekrönten Fotografien die Veränderungen seit dem Ende der Sowjetzeit: Landschaften, Gebäude, historische Ereignisse und vor allem den Alltag der Menschen in beiden Ländern. Beide leben heute im Exil, Dmitry Vyshemirsky aus politischen Gründen in Berlin, Yuri Kosin als Kriegsflüchtling in Polen. Sie stellen gemeinsam aus, um ein Zeichen gegen den Krieg zu setzen und uns deutlich zu machen, was dadurch gerade verloren geht. Deswegen ist es so wichtig, diese Bilder jetzt und hier zu zeigen, begleitet von ukrainischer Musik und Literatur: Nur was man kennt, kann man verstehen und wertschätzen.

Yuri Kosin ist seit Jahrzehnten international bekannt durch seine bewegenden Fotografien aus Tschernobyl, aber auch von den Demonstrationen auf dem Maidan und dem Krieg im Donbass. Zugleich porträtiert er liebevoll seine Mitmenschen und die Landschaften der Ukraine, die dem Betrachter dadurch besonders nahekommen.

Dmitry Vyshemirsky

Für Dmitry Vyshemirsky ist es bedeutend, sich gerade als russischer Staatbürger im Exil gegen den Krieg zu stellen. Er wird zu der Ausstellung unter anderem eine aktuelle Fotoserie beisteuern, die im April in Berlin entstanden ist, und Demonstrationen gegen den Krieg genauso zeigt wie die täglich am Berliner Hauptbahnhof ankommenden Geflüchteten aus der Ukraine.
Parallel zu dieser Ausstellung gibt es ein Rahmenprogramm, das ukrainische Kultur für die Menschen hier erlebbar macht. Unter anderem hat bereits die großartige Sängerin Ganna Gryniva für ein Konzert am 26. Juni zugesagt. Die Musikerin und Komponistin kombiniert Jazz mit ukrainischem Folk bis hin zu klassischer Musik. Mehr Infos zu ihr und ihrer Band gleich weiter unten.

Am 28. August spielt Leléka auf dem Museumsberg. Das multikulturelle Jazz-Quartett wurde 2016 in Berlin gegründet.

Eine Lesung ukrainischer Literatur ist für den 25. September als Benefiz-Veranstaltung vorgesehen. Außerdem sind ukrainisch-sprachige Führungen und Workshops für Kinder in Vorbereitung.

Sonntag, 26. Juni, 19.00 Uhr
Ganna Ensemble
Konzert mit der ukrainischen Künstlerin Ganna Gryniva.

Starke Stimme, starker Sound – GANNA

Der Museumsberg Flensburg präsentiert das GANNA Ensemble. Die Berliner Band der ukrainischen Sängerin und Komponistin Ganna Gryniva verbindet verschiedenen Welten von Jazz bis Folklore mit experimenteller Musik. Inspiriert von musikalischen Forschungsreisen in verschiedene Regionen der Ukraine, erweckt GANNA die ukrainische Folklore zu einem zweiten Frühling und nimmt ihre Zuhörer*innen auf eine spannende Reise mit. Virtuos und spielerisch, aber auch voller Melancholie tauchen die Musiker*innen in die Geschichte und das Geheimnis der verschiedenen Musiktraditionen ein und erschaffen eine neo-native Sprache. Im August 2020 wurde GANNAs Debüt-Album Dykyi Lys (Wilder Fuchs auf Ukrainisch) veröffentlicht, das von der internationalen Musikpresse beachtliche Anerkennung erhielt.

Sonntag, 26.06.2022, 19 Uhr

Museumsberg Flensburg

Karten kosten: 25 €, ermäßigt 23 €

Vorverkauf über die Webseite der Tourismus Agentur Flensburg oder an der Museumskasse.

Hier finden Sie eine Hörprobe: https://gannaband.com/de/

Zu ihr und ihrem künstlerischem Schaffen ein sehr schöner Beitrag von Sophia Fischer auf Deutschlandfunk Kultur:
Jazzsängerin Ganna Gryniva: Eine Füchsin in der Stadt
Wandelt mühelos durch die musikalischen Welten des Jazz: Sängerin Ganna Gryniva
Von Sophia Fischer • 10.05.2021
Die ukrainische Künstlerin Ganna Gryniva verbindet mühelos Jazz mit den Traditionen ihrer Heimat und klassischer Musik. Der Einstand stellt das aktuelle Album „Dykyi Lys“ im Gespräch vor. Weiterlesen:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/jazzsaengerin-ganna-gryniva-eine-fuechsin-in-der-stadt-100.html

Ausstellungen:

  • Lotte Eckener. Tochter, Fotografin und Verlegerin
    noch bis 26.6.2022
  • PHOTO NO SHOOTING!
    Ukraine. Russland. Exil.
    26. Juni – 23. Oktober 2022

Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Für jeden Museumsbesuch gilt die 2G-Regel und Maske tragen ist erwünscht. Kinder ab 7 Jahren benötigen den Testnachweis der Schule.

Museumsberg

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956
museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de

Fest der Verbundenheit am 25. Juni an der Bergmühle und auf Dicker Willis Koppel

Kinder- und Jugend-Spielenachmittag.

Bergmuehle

Samstag, 25. Juni
14 bis 19 Uhr
An der Bergmühle 7, 24939 Flensburg

Veranstalter: Verein zur Erhaltung der Bergmühle e.V.


Spielen, rutschen, Stockbrot, Popcorn, Musik und Tanz, Kupferschmiede, Kuchen, Salat, Getränke und Vieles mehr.

Alle sind herzlich Willkommen !

Was passiert in Sachen Klimaschutz? – Vortrag & Diskussion am 29. Juni im Vortragssaal der VHS in der Flensburg-Galerie

Im Rahmen des Vortrags wird auf die bereits umgesetzten, aktuellen und zukünftig geplanten Klimaschutzmaßnahmen in Flensburg eingegangen. Ziel aller Aktivitäten ist die Erlangung der CO2-Neutralität.

Jördes Wüstermann hat in Flensburg an der Hochschule und Europa-Universität Energie- und Umweltmanagement studiert. Seit 2018 ist sie im Team des Klimaschutzmanagements der Stadt Flensburg und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Betreuung des Klimapakt Flensburg e.V., der Bildungsarbeit, dem Monitoring und Controlling der Energie- und CO2-Bilanz sowie dem Thema Klimawandelanpassung.

Termin: Mittwoch, 29.06., 18.00 bis circa 20.00 Uhr

Ort: Flensburg-Galerie, Holm 57 – 61, VHS-Vortragssaal

Der Vortrag ist kostenfrei und auf max. 28 Teilnehmer begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Vortrag der Alzheimer Gesellschaft Flensburg am 29. Juni im AWO-Servicehaus

Was kann man tun, … um Menschen mit Demenz zu motivieren? – Trick 17

Mi, 29. Juni, 16:30 – 18:00

AWO Servicehaus Friesischer Berg, Mathilden Str 22, 24937 Flensburg

Anmeldung erbeten

Wenn die Demenz voranschreitet, wird es immer schwieriger, Menschen mit Demenz dazu zu bewegen, sich z.B. bei der Körperpflege, an Haushaltsaktivitäten oder der geselligen Runde zu beteiligen. Entweder sie haben keine Lust, oder sie haben insgeheim Angst, solche Aufgaben nicht mehr fehlerfrei zu bewältigen. In dem Vortrag werden Ihnen Grundüberlegungen zur Motivierung vorgestellt.

Anmeldung:
per Mail an info@alzheimer-flensburg.de oder
telefonisch unter 0160 / 482 90 93

Mehr über die Alzheimer Gesellschaft Flensburg auf ihrer Homepage

Gemeinsamer Studieninfotag am 28. Juni von Europa-Universität und Hochschule Flensburg

Flensburger Hochschulen suchen Fachleute für morgen

Die Welt der Zukunft mitgestalten: Gemeinsamer Studieninfotag von Europa-Universität Flensburg und Hochschule Flensburg stellt die grundständigen Studiengänge des Flensburger Campus vor.   

Nach 2018 endlich wieder ein Studieninfotag auf dem Campus. Foto: EUF

Mehr denn je braucht die Welt Fachleute: Lehrkräfte für die grundlegende Bildung von Kindern und Jugendlichen. Expert*innen, die sozialen Wandel verstehen und gestalten. Ingenieure*innen, die die Energiewende voranbringen und die Digitalisierung demokratisch gestalten. Es braucht Menschen, die heute ein Studium auf dem Flensburger Campus beginnen, um Antworten auf die drängenden Fragen der Zukunft zu finden.

Auf einem gemeinsamen Studieninfotag am Dienstag, 28. Juni 2022, 9 bis 17 Uhr, stellen Europa-Universität und Hochschule Flensburg, ihre grundständigen Studiengänge vor. Schiffstechnik, Betriebswirtschaftslehre, Biotechnologie, Medieninformatik und Nautik sind unter anderem Themenbereiche, die die Hochschule Flensburg anbietet. An der Europa-Universität Flensburg werden interdisziplinäre Europawissenschaften, internationales Management sowie Bildungs- und Sozialwissenschaften angeboten. Zusammen bieten die beiden Hochschulen 15 grundständige Studiengänge an.

Auf dem Studieninfotag werden die Inhalte der verschiedenen Studiengänge vorgestellt, und die Expert*inne der beiden Hochschulen beantworten auch alle Fragen der Studienfinanzierung, Bewerbungsmodalitäten und stehen für weitere Auskünfte zur Verfügung. Das genaue Programm ist abrufbar unter: https://www.uni-flensburg.de/?id=50861

TRÄD, GRÄS och STENAR – 21. Juni im Kühlhaus Flensburg

Die schwedische Rockband Träd, Gräs & Stenar (”Trees, Grass and Stones”) oder einfach”Träden” spielt zum ersten Mal in Deutschland und Süddänemark.
Mit ihrer Trance-hervorrufenden Mischung aus meist instrumentalem Psychedelic Rock und Anklängen schwedischer Volksmusik spielten Träd, Gräs och Stenar eine zentrale Rolle bei der Einführung des Progressive Rock in Skandinavien in den 70er Jahren. Ab 1995 starteten sie mit neuen Alben, einem Film und tourten durch die Vereinigten Staaten, Japan und viele europäische Länder.
Nutzt die Gelegenheit für ein Konzert der Extraklasse!
TGS besteht heute aus Jakob Sjöholm (Gitarre), Reine Fiske (Gitarre), Sigge Krantz (Bass) und Hanna Österberg (Schlagzeug).

Dienstag, 21. Juni, Beginn 20 Uhr, Einlass 19.30 Uhr
Kulturwerkstatt Kühlhaus
Mühlendamm 25, 24937 Flensburg

Tickets: AK 16 EUR / 10 EUR

Mehr zum Kühlhaus: http://kuehlhaus.net/

Öffentliche Sitzung des Flensburger Seniorenbeirats am 23. Juni im Dänischen Versammlungshaus in Weiche

Seniorenbeirat Flensburg geht neue Wege

Der Seniorenbeirat ist unterwegs … und kommt in Ihren Stadtteil

Anmeldung erbeten!

Liebe Einwohner*Innen aus dem Stadtteil Weiche

wir wollen uns weiter bekannt machen und tagen deshalb nicht nur im Rathaus. Unsere öffentliche Sitzung findet diesmal statt am

Donnerstag, 23. Juni 2022, ab 16.00 Uhr, im

Dänischen Versammlungshaus, Alter Husumer Weg 220, 24941 Flensburg

Gäste:  

Frau Staatsanwältin von Hacht

vom Seniorenschutzdezernat bei der Staatsanwaltschaft Flensburg informiert über

Aktuelle Gefahren und Handlungen zum Nachteil von Seniorinnen und Senioren

Herr G. Schmidt

von der Aktionsgemeinschaft Gesunder Stadtteil Weiche spricht über

Brennpunkte im Stadtteil Weiche

Interessierte Bürger*innen sind herzlich eingeladen. In der Sitzung können auch insbesondere zu den o. g. Themen Fragen beantwortet und Anliegen vorgetragen werden.

Wir freuen uns, Sie persönlich begrüßen zu dürfen.

Bitte unbedingt vorher anmelden unter 0461-55363

 

Protest gegen Landschaftsfraß: Offener Brief von Umweltgruppen an die Verwaltung und Kommunalpolitiker:innen in Flensburg

In der Stadt Flensburg sollen durch die Änderung bzw. Neu-Aufstellung verschiedener Landschafts- und Flächennutzungspläne bisherige Landschaftsschutzgebiete wegfallen. Gleichzeitig soll damit die Möglichkeit für neue Bauflächen geschaffen werden. Gegen das Vorgehen von Verwaltung und Kommunalpolitik regt sich in der Stadt jedoch Widerstand. Dazu untenstehend der Offene Brief zivilgesellschaftlicher und Umwelt-Gruppen:

Offener Brief an die Fraktionen der Flensburger Ratsversammlung und die Verwaltung der Stadt Flensburg zur Neuauflage des Landschaftsplans

Als Flensburger Akteur*innen im sozial-ökologischen Bereich sind wir von städtischer Seite eingeladen, unsere Ideen in die Stadtentwicklungsstrategie “Flensburg 2030” einzubringen. Diese Strategie ist ausgerichtet an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und den Anforderungen der Neuen Leipzig-Charta an eine gerechte, grüne und produktive Stadt. Eine derart zukunftsgewandte Ausrichtung ist sehr zu begrüßen und trägt den aktuellen sozial-ökologischen Herausforderungen Rechnung. Gleichzeitig sind wir über den laufenden Beteiligungsprozess auf aktuelle Planungen der Stadt zur Neuauflage des Flensburger Landschaftsplans aufmerksam geworden. Zu dem Landschaftsplan zählt auch die Neuordnung der Landschaftsschutzgebiete. Darin wird deutlich: Auch wenn bei der Neuordnung Flächen hinzukommen, so gehen unter dem Strich 11 Hektar Landschaftsschutzgebiet verloren. Besonders schwer wiegt dabei die geplante Bebauung von ca. 41 Hektar der Flächen (29 ha Gewerbe und 12 ha Wohnungsbau). Dazu kommen weitere, die im Flächennutzungsplan als Prüfflächen für Gewerbe genannt werden. Angesichts des zunehmenden Klimastresses ist jede neu versiegelte Fläche in der Stadt negativ zu bewerten. Unversiegelte, naturnahe Flächen spielen sowohl für den Wasserhaushalt als auch die Temperaturverteilung in der Stadt eine zentrale Rolle. Hinzu kommt die Bedeutung für die ökologische Vielfalt und der Erholungswert für Menschen. Nicht zuletzt handelt es sich bei einigen Flächen um zum Teil intensiv genutzte Kleingärten, die ebenfalls eine wichtige ökologische aber auch soziale Rolle erfüllen – wie nicht zuletzt die Covid19-Pandemie gezeigt hat.

Aus dem Grund stellt sich uns als sozial-ökologisch engagierten Akteur*innen folgende Frage: Wie passen die Planungen und besonders die Neuversiegelung von Flächen mit der Stadtentwicklungsstrategie zusammen? Die geplanten Vorhaben stehen sowohl von ihrer Art als auch von ihrem Umfang her in einem starken Widerspruch zur städtischen Nachhaltigkeitsstrategie und den langfristig angestrebten Zielen. Hinzu kommt ein Widerspruch zu den Zielen der Bundes- und Landesregierung, den Flächenverbrauch kontinuierlich zu senken und bis 2050 auf null zu reduzieren.

Deshalb fordern wir die Mitglieder der Ratsversammlung auf, dem Landschaftsplan in der derzeitigen Entwurfsfassung nicht zuzustimmen, sondern entsprechende Änderungen vornehmen zu lassen. Insbesondere die Umwidmung von Landschaftsschutzgebieten, die den Weg für eine Bebauung freimacht, gilt es zu verhindern. Zudem fordern wir von der Politik in Zusammenarbeit mit der Verwaltung eine langfristig gedachte Abwägung in der Flächennutzung, die ökologisch und sozial zur Lebensqualität der Stadt beiträgt und sich mit den Zielen der Stadtentwicklungsstrategie “Flensburg 2030” in Einklang bringen lässt. Dies bedeutet auch, dass die Hauptplanungsinstrumente, der Landschaftsplan sowie der Flächennutzungsplan, aufgrund ihrer langfristigen Wirkung mit der “Flensburg 2030” Strategie nicht nur inhaltlich sondern auch zeitlich sinnvoll synchronisiert werden.

Im Sinne der Leipzig Charta: Eine gerechte Stadt ist eine grüne Stadt, da öffentliche Grünflächen allen Menschen zugute kommen. Eine produktive Stadt bedeutet nicht die Ausbreitung von Wohn- und Gewerbegebieten auf Kosten der verbleibenden Grünflächen bei gleichzeitigem Leerstand, sondern die Förderung zukunftsweisender Konzepte, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte synergetisch miteinander vereinen. 

Unterzeichner*innen aus dem Strategieprozess “Flensburg 2030”

  • BUND Flensburg
  • Europa Universität Flensburg, Abteilung Energie- und Umweltmanagement (EUM)
  • Fridays for Future Flensburg
  • Klimabegehren Flensburg
  • Initiative Recht auf Stadt – Flensburg
  • NABU Flensburg
  • Students for Future Flensburg
  • Wandelküche – Raum für Ernährungswende e.V. (Projektraum Hundertacht)

Der Brief findet sich ganz am Ende dieses Beitrags nochmal zum Download

Dazu ein Kommentar von Jörg Pepmeyer:

Entwürfe für Landschaftsplan und Flächennutzungsplan öffentlich vorstellen und diskutieren!

Bereits am 18. August letzten Jahres gab es eine öffentliche, allerdings in der Teilnehmerzahl begrenzte  Informationsveranstaltung der Stadt Flensburg zur Neuaufstellung von Flächennutzungsplan und Landschaftsplan im Rathaus. Ohne dass es eine weitere öffentliche Veranstaltung gab, wurden die Planentwürfe vor einigen Wochen ins Netz gestellt. Eine öffentliche Information oder Pressemitteilung, wo diese zu finden sind, gab es von Seiten der Stadt dazu leider nicht.

Insofern sollten auch die zivilgesellschaftlichen Gruppen noch mal eine öffentliche Veranstaltung einfordern, in der die Planentwürfe von der Verwaltung umfänglich erläutert werden und die Stellungnahmen der Umweltverbände ausführlich diskutiert werden können. Es kann nicht angehen, dass diese Pläne, die für die weitere nicht nur städtebauliche Entwicklung Flensburgs wichtige Weichen stellen, mehr oder weniger ohne große öffentliche und politische Debatte durch die Gremien gewunken werden. Denn eines ist sicher: angesichts der Vorschläge zur Ausweisung neuer Wohnungsbau- und Gewerbeflächen sind neue Konflikte in der Stadt geradezu vorprogrammiert.

Pläne im Netz:

Bis zum 24. Juni können Bürger:innen jedoch noch gegen die Planentwürfe Einwände erheben. Die entsprechenden Hinweise und Pläne sind zu finden unter: https://bob-sh.de/verfahren/e0caf864-5d56-4862-82d7-03580fab6331/public/detail#procedureDetailsDocumentlist Allerdings sind diese Unterlagen außerordentlich umfangreich und nicht einfach zu lesen. Am 7. Juni gab es zudem eine Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses, bei der es Änderungsanträge zu den Planentwürfen der Verwaltung gab. (Mehr zur SUPA-Sitzung am 7. Juni und die Beschlussvorlagen zum Thema: https://ratsinfo.flensburg.de/tops/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZUK_C06ALzuaF7NzdIsYKTM

Dazu auch die Hinweise und Begründungen städtischerseits: (siehe dazu auch die Einladung der Stadt Flensburg zur öffentlichen Informationsveranstaltung über die Neuaufstellung von Landschaftsplan und Flächennutzungsplan am 18. August im Flensburger Rathaus unter https://akopol.wordpress.com/2020/08/13/informationsveranstaltung-ueber-die-neuaufstellung-von-landschaftsplan-und-flaechennutzungsplan-am-18-august-im-flensburger-rathaus/)

Flächennutzungsplan – Ausschnitt

Flächennutzungplan und Landschaftsplan:

Die aktuell gültigen Planwerke Flächennutzungsplan und Landschaftsplan sind aus dem Jahr 1998. Seitdem haben sich die Vorzeichen der Stadtentwicklung verändert. Seit ca. 10 Jahren wächst die Stadt und die Prognosen des Landes Schleswig-Holstein gehen davon aus, dass dieser Trend bis 2030 und darüber hinaus anhält.

Vor diesem Hintergrund werden die zentralen übergeordneten Planwerke grundlegend überprüft und auf Basis des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts „Perspektiven für Flensburg“ neu aufgestellt.

Grundlage für die Überarbeitung der Planwerke im Auftrag der Ratsversammlung sind die naturräumlichen Gegebenheiten wie z.B. die Topographie, die Grünzüge, Schutzgebiete und Erholungsflächen. Im Landschaftsplan werden die Qualitäten von Natur und Landschaft, für die gesamte Stadt Flensburg erhoben und dargestellt. Für die zukünftige Entwicklung der Landschaft in Flensburg wird das bisherige Modell der Grünringe und Landschaftsachsen qualitativ weiterentwickelt. Vernetzung und identitätsstiftende urbane Grünräume rücken stärker in den Fokus. Der Landschaftsplan schlägt Entwicklungsschwerpunkte wie z.B. zur Sicherung und Aufwertung des Biotopverbundes vor und benennt Maßnahmen, die die Multifunktionalität von Grünräumen fördern.

Aufbauend auf den Aussagen des Landschaftsplanes z.B. zu Optionen für Siedlungsbereiche stellt der Flächennutzungsplan die aktuelle und zukünftige städtebauliche Entwicklung dar. Dies geschieht über die vorgesehene Art der Bodennutzung, die in den Grundzügen für alle Flächen des Stadtgebietes bestimmt wird. Der Flächennutzungsplan bildet dadurch den übergeordneten Entwicklungsrahmen für die verbindliche Bauleitplanung, die gemäß Baugesetzbuch z.B. über Bebauungspläne konkrete planerische Lösungen für einzelne Grundstücke ausgestaltet.

„Auf die Plätze – fertig – LICHT!“: am 26. Juni werden die Landessieger im Solarfahrzeugrennen ermittelt

Rennpappe oder Solarkarton – wer macht das Rennen? Foto: artefact

Kinder und Jugendliche starten mit ihren Lichtflitzern zum 14. Solarcup-Finale bei artefact in Glücksburg – Anfeuern ist erwünscht

Wer wird Solarcup-Champion 2022 ? Die Chancen stehen gut wie nie für das Teilnehmerfeld der 10-21jährigen  Tüftler und Solar-Pioniere, diesmal einen der begehrten Landes-Pokale zu ergattern. Denn diesmal sind mit der neuen Solar-E-Klasse mit Speicher und der „Seniorenliga“ bis 21 Jahre zwei weitere Wettbewerbe mit eigenem Pokal am Start.

Kinder und Jugendliche aus allen Landesteilen bauen seit Wochen an Solarbooten mit Schwimmkörpern „aus allem außer Öl“. In der Ultraleichtklasse über 20 und 40 Meter sind diesmal nur Karosserien aus Tetrapak und anderen Kartons zugelassen, während  „3000 Jahre Mobilität“ in der Kreativklasse in Bewegung gesetzt werden soll.

Diesmal dürfen die Solarboote aus allem, außer Ölprodukten gebaut werden – Foto: artefact

Nach zwei Jahren unter Corona-Auflagen sind die Veranstalter froh, dass wieder zum klassischen Termin zum  Schuljahresende zurückgekehrt werden konnte. Die Schirmherrin des Wettbewerbs, Bildungsministerin Karin Prien, drückt den Teilnehmern ebenso die Daumen wie die Sponsoren des 14. Solarcup, denen allen die Nachwuchsförderung für naturwissenschaftliche Fächer, aber auch die beschneunigte Energiewende am Herzen liegt: Von den Solarfirmen Elektro Klaas aus Dithmarschen über GP joule, Solar Andresen, Wattmanufaktur und enerparc bis zu WSTECH und der IG Metall aus Flensburg, der NOSPA und dem Verein zur Förderung der Energiewende in Schleswig-Holstein sind sich alle sicher, dass Schleswig-Holstein noch viele engagierte IngenieurInnen und Elektrikerinnen braucht, um ganz unabhängig von fossilen Importen zu werden. Über die breite Unterstützung freut sich ganz besonders Initiator Werner Kiwitt von artefact.

Frühere Solarcup-Teilnehmer sind inzwischen auch anderswo erfolgreich. Lasse und Jon aus Glückburg, die im vergangenen Jahr erstmals in der Ultraleichtklasse bis 14 Jahre erfolgreich waren und sogar Deutsche Vize-Meister wurden, wollen sich als Pokalverteidiger keine Blöße geben und testen ihren neuen „Erlkönig “ bereits seit Wochen in der Sonne und unter Scheinwerferlicht, doch Herausforderer aus allen Landesteilen, von Molfsee bis Enge-Sande und von Bad Schwartau bis Harrislee wollen diesmal die Stoßstange vorne haben.  Auch in der Solarbootklasse treffen Lokalmatadoren auf Konkurrenten wie den „Wasserflitzer“ aus Achterwehr und die „Sharks“ aus Pinneberg.

Wettläufe und Posterpräsentationen beginnen am Sonntag, dem 26. Juni ab 11 Uhr, die Finalläufe werden gegen 15 Uhr erwartet. Besucher im Klimapark Glücksburg sind eingeladen,  die jungen Tüftler  anzufeuern. Mehr Infos unter www.artefact.de

 

Was ist mein Start-Up wert? Student bietet Hilfe bei der Firmenbewertung

In seiner Bachelorarbeit hat Jan-Henrik Löbbert untersucht, welche Methoden sich eignen, um ein Start-Up zu bewerten. Für seine Hilfestellung für junge Gründer*innen ist er mit einem Preis ausgezeichnet worden.    

Jan-Henrik Löbbert – Foto: Hochschule Flensburg

Die Frage stellen sich wohl alle Gründer*innen: Wie viel ist mein Start-Up wert? „Gerade für bei frischgegründeten Firmen ist die Unternehmensbewertung eine Herausforderung. Vor allem, wenn es um Verhandlungen mit potenziellen Investor*innen geht“, weiß Jan-Henrik Löbbert. Daher hat der Student der Betriebswirtschaft an der Hochschule Flensburg in seiner Bachelorarbeit ein Bewertungssystem für verschiedene Methoden zur Bewertung von Start-Ups entwickelt. Dafür wurde er mit dem Dr.-Hans-Adolf-Rossen-Preis der IHK Flensburg ausgezeichnet.

Start-Ups können auf keine lange Firmengeschichte beziehen, aus der sich objektive und zuverlässige Unternehmensdaten ableiten lassen. Vielmehr spiele die subjektive Einschätzung der Jung-Unternehmer*innen eine Rolle. „Und da schätzen sich die Start-Ups meist zu hoch ein. Schließlich wollen sie bei Verhandlungen mit Investor*innen nicht zu viele Firmenanteile abgeben“, sagt Löbbert. Aus Sicht der Geldgeber*innen wiederum sei das Gründungsteam ausschlaggeben für eine Beteiligung. Also auch ein eher subjektiver Wert, so der Jung-Wissenschaftler. „Es fehlt die objektive Sicht“. Die liefert nun die Bachelorarbeit von Löbbert.

Aus einer Vielzahl von verschiedenen Methoden, die der Bewertung etablierter Unternehmen dienen, hat Löbbert drei sinnvolle mit Blick auf neugegründete Firmen herausgearbeitet und diese in einer Matrix in Beziehung zueinander gesetzt. „Jede Methode nimmt unterschiedliche Aspekte in den Blick“, erklärt Löbbert. Die Venture-Capital-Methode beispielsweise schaut, grob gesagt, wie hoch der Wert des Start-Ups jetzt sein müsste, um in Zukunft eine Ziel-Rendite erreichen zu können. Die Multiplikatoren-Methode dagegen sucht den Vergleich mit einem bestehenden Unternehmen, das dem Start-Up ähnelt. Außerdem, so erklärt Löbbert, eignen sich die Methoden jeweils zu unterschiedlichen Phasen der Gründung. Und natürlich hätten auch alle Methoden ihre Schwächen mit Blick auf die Bewertung von Start-Ups. Diese Aspekte sowie bestimmte Kriterien wie etwa die Zukunftsorientierung oder die Praktikabilität der Methoden hat er in einem Score-System vergleichbar gemacht.

„Nun haben Start-Ups eine Hilfestellung, können schauen, in welcher Gründungsphase sie sind und welches Kriterium welche Wichtigkeit für sie hat. Auch gegenüber einem Investor wird die Unternehmensbewertung damit nachvollziehbarer“, ist sich Jan-Henrik Löbbert sicher. Er selbst kann sich vorstellen, künftig auch ein Unternehmen zu gründen. „Ich finde die Gründungsszene sehr interessant, dabei sollte jedoch immer eine innovative Idee den Impuls zur Selbstverwirklichung geben und nicht eine Gründung um jeden Preis“, sagt er. Doch welchen Preis sein Start-Up dann hätte, das wüsste er ganz sicher.

Eingeschränkte Öffnungszeiten im Bürgerbüro

Flensburg. In dieser Woche ist das Bürgerbüro der Stadt Flensburg wegen krankheitsbedingter Ausfälle nur eingeschränkt erreichbar.

Die aktuellen Öffnungszeiten sind:

Montag:   07:30 – 16:00 Uhr

Dienstag:  geschlossen

Mittwoch:  07:30 – 12:00 Uhr

Donnerstag:  07:30 – 16:30 Uhr

Freitag:  07:30 – 11:00 Uhr

Gleichzeitig ist nur eine eingeschränkte Zahl von Schaltern geöffnet. Deshalb muss mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Vereinbarte Termine werden selbstverständlich wahrgenommen.

Öffentliche Versammlung am 22. Juni im Rathaus fällt aus

Absage: Veranstaltung zum Bauleitplanverfahren zur Erweiterung des Gewerbegebietes Westerallee.

Flensburg. Die von der Stadt Flensburg geplante öffentliche Versammlung im Rathaus, am Mittwoch, den 22. Juni um 18 Uhr zum Bebauungsplan „Gewerbegebiet südlich der Westerallee“ (Nr. 311), zur 93. Änderung des Flächennutzungsplanes und zur 54. Änderung des Landschaftsplanes „Erweiterung des Gewerbegebietes Westerallee“ muss krankheitsbedingt verschoben werden. Ein neuer Termin soll für August 2022 gefunden werden. Dieser wird zeitnah öffentlich bekanntgemacht werden.

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