Archiv für den Tag 19. Juni 2022

Protestaktion vor der Stadtwerke-Kundenzentrale hat gerichtliches Nachspiel

Aktion in der Nikolaistraße am 30. Juli 2021anlässlich des Bundesweiten Aktionstags gegen fossilen Gasausbau und Fracking. Protestierende fordern Ausstieg der Flensburger Stadtwerke aus der Nutzung von Erdgas.

Prozesse wegen Ende Gelände-Soliaktion

Ein Beitrag von subtilus.info

Vergangenes Jahr fand aus Solidarität mit Ende Gelände eine Aktion bei der Kundenzentale der Stadtwerke Flensburg statt.(https://subtilus.info/2021/07/30/soli-aktion-fuer-ende-gelaende/).  Nun sind zwei der Aktivistis diese Woche am 22. und 23. Juni um je 15 Uhr vor Gericht geladen. Ihnen wird die Durchführung einer unangemeldeten Versammlung vorgeworfen. Vorm Gerichtsgebäude in Flensburg finden jeweils ab 15 Uhr Kundgebungen zur Unterstützung statt.

Am 30. Juli 2021 zum Aktionstag von Ende Gelände kletterten drei Klimaaktivistis mit dem Motto „sauberes Gas ist eine dreckige Lüge- In Brunsbüttel, Flensburg und überall“ auf das Vordach der Kundenzentrale der Stadt Flensburg.

Vor dem Dach versammelten sich spontan solidarische Menschen mit Bannern und sprühten mit Sprühkreide Sprüche auf den Boden

Denn die Stadtwerke Flensburg sind lange nicht so grün wie sie sich geben. Ihr Strommix besteht größtenteils aus Kohle und Erdgas und somit sind sie aktive Befeuerer der Klimakrise, werden aber gleichzeitig nachts grün angestrahlt und sind Mitglied im Klimapakt.

Die Aktion wurde nach einigen Stunden beendet, indem mehrere Feuerwehrfahrzeuge und Rettungswägen mit Blaulicht angerückt kamen um die Aktivistis vom Dach zu „retten“, die doch eigentlich noch eine Runde UNO spielen wollten.

Als die Aktivistis wieder „heile am Boden angekommen waren“ wurden die Personalien aufgenommen und alle sind wieder abgerückt.

Im Herbst letzten Jahres erhielten dann alle Beteiligten einen Bußgeldbescheid von der Ordnungsverwaltung Flensburg, wir hätten nach §24 Abs. 1 Nr. 1 VersFG SH  eine unangemeldete Versammlung durchgeführt. Nach dem nahezu alle Einspruch gelegt hatten wurde es bei den meisten auch eingestellt. Nur zwei Personen haben vor zwei Wochen eine Vorladung vor Gericht erhalten. Die Auswahl dieser beiden Personen erscheint dabei völlig willkürlich.

Der Vorwurf gegen die Aktivistis ist zudem völlig aus der Luft gegriffen, denn mit der Durchführung einer unangemeldeten Versammlung ist dessen Leitung gemeint, die Teilnahme ist völlig legal und keines der Aktivisti leitete die Versammlung.

All das zeigt, dass es hier nicht darum geht tatsächlich „Recht zu schaffen“, sondern darum  zu versuchen mit Repression Klimaaktivisti klein zu kriegen und somit die Interessen des Staates und in diesem Fall der Stadtwerke und das Image der Stadt zu schützen.

Wir laden dazu ein, uns mit Anwesenheit am Gericht oder eigenen Aktionen gegen fossilen Stadtwerke zu unterstützen.

Der Prozess selbst ist leider nicht öffentlich, da die  Aktivisti zum Zeitpunkt der Aktion minderjährig waren und es somit Jugendverfahren sind, das heißt aber nicht, dass nicht auch vor dem Gericht ordentlich gestört werden kann!

Wir sehen uns nächste Woche!

Schluss mit Repression!

Schluss mit dem Märchen von grüner Kohle und Erdgas

 

Museumsinsel Schloss Gottorf am 26. Juni: Truhe, Schenkschieve & Co. – Möbel im Wandel der Zeit

Jetzt anmelden!

Anmeldung ist ab sofort möglich: 04621/813222, oder per E-Mail:  service@landesmuseen.sh

So., 26. Juni, 11 Uhr:

Truhe, Schenkschieve & Co. – Möbel im Wandel der Zeit

„Am Neste kann man sehen, was für ein Vogel darin wohnt.“ Auf einem Rundgang von der Gotik bis zum Biedermeier erleben Gäste während einer Führung am Sonntag, 26. Juni, um 11 Uhr welche Wandlungen das Thema „Wohnen“ zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert erfahren hat. Welche Arten von Möbeln gab es? Wie trugen sie zum Wohnkomfort bei? Und was erfahren wir durch sie über die Menschen, die sie besessen und mit ihnen gelebt haben? Kosten: 3 Euro plus Eintritt.

Foto:  Kabinettschrank aus dem 19. Jahrhundert © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Die Sonderausstellungen auf der Museumsinsel Schloss Gottorf:

Moby Dick und Röhrenkatze – 50 Jahre Kulturring. Gesammelt für Schloss Gottorf / Sommerausstellung in der Reithalle bis 3. Oktober

Die große Sonderausstellung „Moby Dick und Röhrenkatze“ würdigt das langjährige Engagement des Kulturrings in der Studien- und Fördergesellschaft der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft für das Museum für Kunst und Kulturgeschichte.

Seit einem halben Jahrhundert erwirbt der Kulturring Gemälde, Grafiken und Skulpturen, die in enger Abstimmung mit dem Museum ausgewählt werden. In fünf Jahrzehnten sind so fast 500 Werke von 115 Künstlerinnen und Künstlern zusammengekommen. Die Ausstellung in der Reithalle gibt mit fast 140 Werken einen umfassenden Einblick in die einmalige Sammelleidenschaft des Kulturrings.

Foto: Richard Haizmann, Röhrenkatze, 1926, Kupfer, Holz © Richard Haizmann Museum

Moderne und Idyll: Impressionismus in Deutschland / Bis 30. Oktober im Kreuzstall

„Moderne und Idyll. Impressionismus in Deutschland“ – die Sonderausstellung im Gottorfer Kreuzstall greift die Schau aus dem Vorjahr auf und widmet sich teilweise mit neuen Bildern wieder den Anfängen der modernen Kunst in Deutschland.

Um 1870 trat in Frankreich eine neue Kunstströmung hervor, die besonders die Darstellung von Licht und Atmosphäre in den Mittelpunkt stellte. Die von Kunstkritikern als „Impressionismus“ bezeichnete Malweise wurde bald darauf auch von Künstlerinnen und Künstlern in Deutschland aufgenommen. Hier war der Impressionismus bis weit über die Wende zum 20. Jahrhundert hinaus eine der wichtigsten modernen Kunstrichtungen.

Blick in die Ausstellung im Kreuzstall © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Tierisch schön! Kabinett-Ausstellung aus der Sammlung Bönsch im Kreuzstall / Bis 30. Oktober

Das Thema der Kabinettausstellung „Tierisch schön!“ im Kreuzstall ist das Tier in der Kunst. Bis 30. Oktober zeigt die kleine Schau vor allem Arbeiten aus der Sammlung Bönsch: In Gemälden und Grafiken, in der Skulptur und Keramik setzten sich Kunstschaffende der Klassischen Moderne mit Tieren auseinander. Neben bekannten Namen wie Picasso, Chagall, Marc und Pechstein werden spannende Positionen von Künstlerinnen vorgestellt. Dazu zählen Renée Sintenis, Lou Albert-Lasard, Marg Moll und Emy Roeder.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Kinderprogramm begleitet. An der Hauptkasse erhält jedes Kind ein kostenfreies Begleitheft, das mit Geschichten zu den gezeigten Bildern, einer Bastelaufgabe und Ausmalbildern die Ausstellung auch für Familien mit Kindern besonders attraktiv macht. Eine gemütliche Sitzecke mit Hörstation lädt im Kabinett des Kreuzstalls zum Verweilen ein. Im Anschluss führt eine Rallye auf Tierspuren durch die Dauerausstellung im Schloss, in der es ebenfalls noch viele tierische Geschichten zu entdecken gibt.

Franz Marc, Tiger © Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch

All Informationen und Vorschriften zum Thema Corona finden Sie HIER.

Stiftung Schleswig-Holsteinische
Landesmuseen Schloss Gottorf

Schlossinsel 1 | Schloss Gottorf | 24837 Schleswig | +49(0)4621 – 813 222 | http://www.schloss-gottorf.de | service@schloss-gottorf.de

Öffnungszeiten
März – Oktober: Di-Fr 10-17 Uhr | Sa-So 10-18 Uhr
November bis März: Di-Fr 10-16 Uhr | Sa-So 10-17 Uhr

#FreeAssange

„Man kann sagen, dass der Faschismus der alten Kunst zu lügen gewissermaßen eine neue Variante hinzugefügt hat – die teuflischste Variante, die man sich denken kann – nämlich: das Wahrlügen.“ — Hannah Arendt

Original englisch: „One can say that to some extent fascism has added a new variation to the old art of lying — the most devilish variation — that of lying the truth.“ – in: Partisan Review, Volume XII 1945, p.98 Quelle: Zur Zeit – Politische Essays. München dtv 1989. S. 29

Quelle: https://de.wikiquote.org/wiki/Hannah_Arendt

DIE NACHT IST NICHT ALLEIN ZUM SCHLAFEN DA … am 29. Juni Kleine Bühne in Flensburg

Varieté-Revue mit Liedern der 1920er- bis 1940er-Jahre

Mittwoch, 29. Juni um 19:30 Uhr – Kleine Bühne, Nordergraben 12, Flensburg

Jetzt Tickets ab 9,00 € buchen

Möchten Sie wissen, wozu die Nacht noch da ist, wie man sich günstig neu einkleidet und was ein Tenor auf Spitzenschuhen macht? Antworten auf diese und andere drängende Fragen gibt bei genauem Hinhören die Varieté-Revue DIE NACHT IST NICHT ALLEIN ZUM SCHLAFEN DA…

Komponisten wie Friedrich Hollaender oder Ralph Benatzky schufen Lieder für berühmte Interpreten wie Johannes Heesters oder Marlene Dietrich und viele weitere, oft in Vergessenheit geratene Sängerinnen und Sänger. Die Lieder erzählen mehr oder weniger alltägliche Geschichten über Menschen, ferne Länder und natürlich die Liebe – urkomisch, eindeutig doppeldeutig oder auch melancholisch. Einige von ihnen sind echte Gassenhauer geworden, andere verdienen es, wiederentdeckt zu werden.

Der wandlungsfähige Tenor Jan Kristof Schliep (zuletzt zu sehen in der ZAUBERFLÖTE) zeigt – begleitet von Eelco Herder am Klavier – seinen ganz eigenen Blick auf die Lieder: klassisch, elegant oder komisch, magisch oder artistisch. Er garniert sie mit amüsanten Tanzeinlagen, spielt auf der singenden Säge und rezitiert Gedichte der Zeit.

Besetzung

MIT

Jan Kristof Schliep*

Eelco Herder*, Klavier

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Museumsberg Flensburg: Konzert mit dem Ganna Ensemble am 26. Juni

Sonntag, 26. Juni, 19.00 Uhr
Ganna Ensemble
Konzert mit der ukrainischen Künstlerin Ganna.

Starke Stimme, starker Sound – GANNA

Jetzt noch schnell Karten bestellen!

Der Museumsberg Flensburg präsentiert das GANNA Ensemble. Die Berliner Band der ukrainischen Sängerin und Komponistin Ganna Gryniva verbindet verschiedenen Welten von Jazz bis Folklore mit experimenteller Musik. Inspiriert von musikalischen Forschungsreisen in verschiedene Regionen der Ukraine, erweckt GANNA die ukrainische Folklore zu einem zweiten Frühling und nimmt ihre Zuhörer*innen auf eine spannende Reise mit. Virtuos und spielerisch, aber auch voller Melancholie tauchen die Musiker*innen in die Geschichte und das Geheimnis der verschiedenen Musiktraditionen ein und erschaffen eine neo-native Sprache. Im August 2020 wurde GANNAs Debüt-Album Dykyi Lys (Wilder Fuchs auf Ukrainisch) veröffentlicht, das von der internationalen Musikpresse beachtliche Anerkennung erhielt.

Sonntag, 26.06.2022, 19 Uhr

Museumsberg Flensburg

Karten kosten: 25 €, ermäßigt 23 €

Vorverkauf über die Webseite der Tourismus Agentur Flensburg oder an der Museumskasse.

Hier finden Sie eine Hörprobe: https://gannaband.com/de/

Zu ihr und ihrem künstlerischem Schaffen ein sehr schöner Beitrag von Sophia Fischer auf Deutschlandfunk Kultur:
Jazzsängerin Ganna Gryniva: Eine Füchsin in der Stadt
Wandelt mühelos durch die musikalischen Welten des Jazz: Sängerin Ganna Gryniva
Von Sophia Fischer • 10.05.2021
Die ukrainische Künstlerin Ganna Gryniva verbindet mühelos Jazz mit den Traditionen ihrer Heimat und klassischer Musik. Der Einstand stellt das aktuelle Album „Dykyi Lys“ im Gespräch vor. Weiterlesen:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/jazzsaengerin-ganna-gryniva-eine-fuechsin-in-der-stadt-100.html

Ausstellungseröffnung am 26. Juni um 11:30 Uhr:

Zu sehen vom 26. Juni – 23. Oktober 2022 auf dem Museumsberg Flensburg

Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Für jeden Museumsbesuch gilt die 2G-Regel und Maske tragen ist erwünscht. Kinder ab 7 Jahren benötigen den Testnachweis der Schule.

Museumsberg

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956
museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de

digital._K Kon[z/c]ert am 24. Juni in der DCB Flensburg

Freitag, 24. Juni, 20 Uhr
Dansk Centralbibliotek, Norderstr. 59, 24939 Flensburg

Gleich mit einem Doppeltkonzert der elektronischen Musik feiert die Initiative digital._K die Gründung eines Netzwerks, welches sich zukünftig um die Schnitstellen zwischen Kunst, Kultur und dem Digitalen kümmern möchte. Mit Alexandra Cárdenas konnte eine Pionierin der internationalen Algorave und Live Coding Szene gewonnen werden. Die Musik der aus Kolumbien stammenden Künstlerin beschäftigt sich mit den Strukturen in der Musik und der Musikalität von Algorithmen.

Vidfaren ist ein Trio aus Kopenhagen. Andreas Wetterberg, Anders Børup und Zack Christ spielen ein hybrides Setup, mit Computeren, Synthesizern, Effektpedalen. Ein modernes electronisches Ensemble dessen Interaktion an Jazz erinnert. Das Konzert findet im sogenannten Boilerroom-Format statt. Die Künstler*innen spielen in der Mitte des Raumes umgeben vom Publikum.

Dieses Projekt wird gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Mehr zum Konzert und den Künstlern hier: http://www.digital-k.net/konzert/

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