Archiv für den Tag 12. Juni 2022

Dänische Jahrestreffen: Eine Erfolgsgeschichte

Der Umzug auf der Toosbüystraße in Flensburg – Foto: SSF

Nachdem die Jahrestreffen die letzten zwei Jahre abgesagt beziehungsweise nur in sehr eingeschränkter Form stattfinden konnten, war die Wiedersehensfreue groß, als die dänische Minderheit am Wochenende die traditionellen Jahrestreffen hielten.

Mehr als 15.000 Teilnehmer waren dabei, als die dänische Minderheit am Wochenende die traditionellen Jahrestreffen („Årsmøder“) hielten.

Von Freitag bis Sonntag trafen sie Dänischgesinnte und andere Gäste bei mehr als 40 regionalen Veranstaltungen sowie drei Großveranstaltungen. An einigen Stellen – wie beispielsweise in Hattstedt war die Wiedersehensfreude so groß, dass Besucherrekorde gebrochen wurden.

An einem sonnenverwöhnten Wochenende boten die Jahrestreffen alles, was zu den traditionellen Veranstaltungen gehört: Spielmannszüge, Beisammensein, Gespräche, Essen, Unterhaltung, Gesang, sehr viel Freude und Grußworte.

Henrik Dam Kristensen – Foto: SSF

In Flensburg bedeutete das Jahrestreffen auch einen Abschied. Henrik Dam Kristensen, Vorsitzender des dänischen Folketings, überreichte sein letztes Grußwort des dänischen Parlaments. Er hat die Minderheit über Jahre und in verschiedenen Funktionen begleitet, aber da er bei der nächsten Wahl nicht kandidiert, war auch ein wenig Wehmut in seiner Rede.

– Ich werde die starke Gemeinschaft hier vermissen. An wenigen Orten fühle ich mich so dänisch wie bei den Jahrestreffen hier in Flensburg, sagte Henrik Dam Kristensen, und hob mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine die positive Entwicklung im Grenzland hervor.

– Dänemark und Deutschland haben zusammen Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass die Minderheiten nördlich und südlich der Grenze ihre Sprache und Kultur ausleben können. Denn Demokratie kennzeichnet sich nicht nur dadurch, dass die Mehrheit bestimmt. Es geht auch darum, dass die Starken ihre Macht zu teilen vermögen. Dass sie Minderheiten Platz geben und zu Wort kommen lassen, hielt Henrik Dam Kristensen fest.

Claus Christian Claussen – Foto: SSF

Zudem dankte er der Minderheit für den unermüdlichen Einsatz, was Schleswig-Holsteins Europaminister Claus Christian Claussen untermauerte.

– Seit Jahrzehnten tragt ihr zum Frieden im Grenzland bei, sagte Claussen, woraufhin er auf die kulturelle Bedeutung der Minderheit ansprach.

– Wenn wir morgen keine Minderheit in Schleswig-Holstein hätten, so wäre das Land um vieles ärmer. Für uns ist die kulturelle Vielfallt ein hohes Gut, auf das wir stolz sind und das wir schützen und bewahren wollen, so der Europaminister.

Die „Årsmøder“ finden 2022 zum 97. Mal statt. Sie wurden zum ersten Mal 1921, ein Jahr nach der Volksabstimmung und Grenzziehung von 1920, durchgeführt. Seitdem mussten nur vier Jahrestreffen abgesagt werden.

Tag des Gartens 2022: Weniger mähen – mehr Natur zulassen

Von Anwohnern zum „Wildgarten“ umgewandelte öffentliche Grünfläche in der Flensburger Schloßstraße: Wo nicht gemäht wird, freuen sich Wildblumen und Insekten. – Foto: Jörg Pepmeyer

Zum „Tag des Gartens“ am 12. Juni empfiehlt der BUND Landesverband Schleswig-Holstein, bewusst weniger Rasen zu mähen. Im Sinne der biologischen Vielfalt können Schleswig-Holsteins Gartennutzer*innen noch sehr viel tun – und vieles auch bewusst unterlassen. Der BUND weist damit auf die Bedeutung von naturnahen Gärten hin. Für den Artenreichtum im Garten spielt die Auswahl der verwendeten Pflanzen und Materialien eine wesentliche Rolle. Entscheidend ist ebenfalls, was sich im Garten entwickeln kann und von den Gärtner*innen unterlassen wird.

„Naturgarten und harmonische Gestaltung widersprechen sich nicht. Es geht nicht darum, einen unordentlichen oder ungepflegten Garten zu etablieren – obwohl auch solche, scheinbare chaotische Strukturen für den Artenreichtum durchaus attraktiv sein können.“ erläutert Bini Schlamann, Biodiversitäts- und Agrarreferentin des BUND Schleswig-Holstein. „Nicht-Mähen kann eine aktive Form der Gartengestaltung sein, deren Kunst das bewusste Unterlassen ist! Beispielsweise kann man beim Mähen an ausgewählten Stellen Gräser wachsen lassen und so Formen und Strukturen in den Garten bringen.

Nicht selten zeigen sich im Rasen auch bereits Pflanzen, deren Blüten eine Zierde für diese Flächen sein können, wie Gänseblümchen, Klee, Wiesenmargerite oder kriechendes Günsel.“ Grade Konturen in einem wilden Garten bieten zudem Hochbeete für Gemüse und Kräuter.Egal ob Komposthaufen, Totholzhecken, Kletterpflanzen, Steinhaufen, Wildsträucher, Nisthilfen, insektenfreundliche Kräuter oder Stauden – im Garten geht’s immer noch bunter und noch naturnaher.

Für einen Naturgarten ist auch die Menge des verwendeten Wassers entscheidend und somit auch das Auffangen von Regenwasser. Eine standortgerechte Pflanzung hilft Wasser zu sparen.
„Wer seinen Garten naturnäher gestalten möchte, der pflanzt am besten Tiere.“ so Bini Schlamann weiter, „Tiere pflanzen ist unter den Naturgärtner*innen ein geläufiger Ausdruck geworden. Er bedeutet bei Anpflanzungen bereits darauf zu achten, welche Tiere diesen Pflanzen sowohl ein Zuhause als auch eine Nahrungsquelle bieten können.“ So schaffen Gärtner*innen Plätze für Vögel, Bienen, Schmetterlingen und Co.

In mehreren Kleingärten im Land setzt der BUND Natur- und Artenschutz im Garten praktisch um. Die BUND Gärten befinden sich in Kiel, Lübeck, Reinbek, Neustadt, Rellingen und Husum. Insbesondere die Umweltbildung von Kindern spielt in diesen Gärten eine große Rolle. Interessierte sind dort stets herzlich willkommen.

Der BUND  auf seinen sozialen Medien:
bei Twitter unter @SHBUND, bei Facebook unter @BUNDSchleswigHolstein und bei Instagram unter @bund_sh und auf seiner Website unter: https://www.bund-sh.de/

NORTHSIDECIRCLE am 17. Juni im Kühlhaus in Flensburg

„NORTHSIDECIRCLE“ So nennt sich die Gruppe von jungen Künstlern aus Flensburg. Beweisen konnte sich die Künstlergruppe aus DJ’s, Rappern, Produzenten, Videographern und Artist’s bereits durch sehr erfolgreiche visuelle Auskopplungen, zahlreichen EP’s mit namenhaften Feature’s und Song’s auf allen verfügbaren digitalen Plattformen. Die Künstlergruppe „NORTHSIDECIRCLE“ konnte hierdurch bereits auch international überzeugen.

Pink Katana, Playboi52 und Keule überzeugen seit 2020 mit einen frechen Pop- und House Sound, während MADNICO durch Trap und Dirty 808 mit amerikanischer Inspiration überzeugt – selbstverständlich zum Großteil aus der Küche des Produzenten YungJagger.

Auch der Rapper JINZO und das Duo der Coldboyz wuchsen unter diesen Produzentenfittichen heran. Die meisten Videos dieses Kollektivs wurden von einem Teil des festen Teams um EliasJagger produziert. EliasJagger wird an diesem Abend  für ordentliche Visuals sorgt!

Freitag, 17. Juni, 21 Uhr
Kühlhaus, Mühlendamm 25, Flensburg

Mehr zur Veranstaltung auf https://kuehlhaus.net/

 

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