Archiv für den Tag 8. Juni 2022

Ehrenamtsakademie aktuell: Zwei spannende Workshops am 15. und 20. Juni

Engagiert in Flensburg

Flensburg. Die Flensburger Ehrenamtsakademie bietet neue Workshops für Engagierte und Vereine an!
Im Netzwerk wurde ein umfangreiches Jahresprogramm für das Flensburger Ehrenamt entwickelt – im Juni geht’s drum, neue Engagierte zu gewinnen und um gelingende Kommunikation, das ist ja schließlich immer wichtig.
Miteinander statt über einander sprechen. Wie sieht gelungene Kommunikation im Ehrenamt aus?

Am 15.06.2022, 16:00-19:00 Uhr wird „Kommunikation im Ehrenamt“ im vhs-Zentrum an der Nikolaikirche in den Fokus genommen.

Gemeinsam mit Katja Jahn von der Schutzengel Akademie für Frühe Hilfen beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Kommunikationsmodellen, der eigenen Rolle, typischen Gesprächsmustern und erweitern ihre Gesprächskompetenzen. Die Veranstaltung richtet sich an alle an Ehrenamt Interessierten sowie alle Engagierten.

Wenn es kaum Nachwuchs im Verein gibt oder ein tolles Projekt zu enden droht, stellt sich die Frage, wie man neue Menschen für Vereins- oder Projektarbeit, die Lust auf die Aufgabe haben, finden kann.

Am 20.06.2022, 16:00-19:00 Uhr findet im Rahmen der Ehrenamtsakademie der Workshop „Nachwuchs im Ehrenamt finden, gewinnen und begleiten“ im c.ulturgut (Alter Husumer Weg 222) statt.

Durchgeführt wird der Workshop von Hella Ennen und Frauke Berbig, als Koordinatorin des Familienzentrum Handewitt und Projektentwicklerin bringen sie vielfältige Praxiserfahrung aus der Beratung von Unternehmen und Vereinen, u.a. zu den Themen Fachkräftegewinnung und Personalentwicklung, mit. Gemeinsam werden passgenaue Möglichkeiten erarbeitet, wie erfolgreich Nachwuchs für das Ehrenamt gewonnen und gehalten werden kann. Die Veranstaltung richtet sich an Personen aus Vereinen und Projekten, die neue Engagierte suchen.
Die Kosten für die Veranstaltungen betragen jeweils 13,00 Euro. Weitere Informationen und Anmeldung über www.engagiert-in-flensburg.de/ehrenamtsakademie.

Mit einem vielfältigen Workshop-Angebot schafft die Ehrenamtsakademie Möglichkeiten, Wissen zu erlangen oder zu vertiefen, anderen Engagierte kennen zu lernen und sich auszutauschen sowie gemeinsam das Engagement zu stärken. Die Ehrenamtsakademie wird im Rahmen der Flensburger Engagementstrategie und vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein gefördert.

Auf der Internetseite www.engagiert-in-flensburg.de sind weitere Infos zum Thema Engagement in Flensburg zu finden.

SSW: Die Tafeln brauchen jetzt schnelle und unbürokratische Hilfe

SSW-Fraktionschef Harms hat die Landesregierung aufgefordert, ein geplantes Programm zur Sicherung der Tafeln schnell auf den Weg zu bringen.

Mehr Bedürftige und weniger Lebensmittelspenden: Bereits die Corona-Krise war für die 56 Tafeln in Schleswig-Holstein eine enorme Herausforderung.
Mit der Ukraine-Krise wird die Situation nun zusätzlich verschärft. Denn die steigenden Preise für Lebensmittel, Kraft- und Heizstoffe drängen immer mehr Menschen an den Rand der finanziellen Belastbarkeit. Hinzu kommen geflüchtete Menschen aus der Ukraine, die sich angesichts bürokratischer Hürden und der Ungewissheit, ob und wann sie staatliche Leistungen erhalten, ebenfalls in den Tafeln mit dem Notwendigsten versorgen.
Bundesweit müssen deshalb immer mehr Tafeln der öffentlichen Hand die Überlastungsanzeige ihrer Strukturen mitteilen.
In Schleswig-Holstein ist zumindest mittelfristig Entlastung zu erwarten. Wie die Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage des SSW-Fraktionsvorsitzenden Lars Harms ergeben hat, plant das Land aktuell ein Programm zur Sicherung des Tafelbetriebs. Ziel ist es, die Folgen des Ukrainekriegs abzumildern und den Bestand der Tafeln zu sichern.
 
Das Programm soll nach Angaben der Landesregierung über die Kreise und kreisfreien Städte abgewickelt werden. Wann es realisiert, und in welcher Höhe Mittel zur Verfügung gestellt werden, teilte die Landesregierung nicht mit.
„Dass ein solches Programm in der Planung ist, begrüße ich sehr. Wichtig ist aber, dass es jetzt schnell und unkompliziert auf den Weg gebracht wird“, mahnt Harms.
„Nicht, dass man sich wieder in Details verliert, wie wir es bei Förderprogrammen der Jamaika-Regierung schon erlebt haben, und das Regelwerk am Ende so kompliziert ist, dass kaum Mittel abfließen. Damit wäre niemandem geholfen“.

Ausgezeichnete Badewasserqualität an den Flensburger Stränden – Wassertemperatur 13 °C

Strand am Ostseebad: aktuelle Wassertemperatur 13 °C – Foto: Jörg Pepmeyer

Flensburg. Die Gesundheitsdienste teilen mit:

Die Flensburger Badestellen Ostseebad und Solitüde werden auch in
diesem Jahr wieder von den städtischen Gesundheitsdiensten nach der
Badegewässerverordnung überwacht. Vierzehntägig erfolgen
Beprobungen zur Feststellung der Badewasserqualität.

Probenahme am 1. Juni 2022
Solitüde:
Ergebnis: ausgezeichnete Badewasserqualität
Wassertemperatur: 13 °C

Probenahme am 1. Juni 2022
Ostseebad:
Ergebnis: ausgezeichnete Badewasserqualität
Wassertemperatur: 13 °C

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an die Gesundheitsdienste
unter Telefon 85 2600 bzw. per E-Mail:
Gesundheitsdienste@Flensburg.de

UNSAGBAR Flensburger Ringvorlesung am 13. Juni in der Phänomenta: Koloniale Amnesie in Flensburg

Montag, 13. Juni um 18.00 Uhr:

Koloniale Amnesie in Flensburg: Selektives Erinnern an transatlantischen Versklavungshandel und dänische Plantagenökonomien mit Prof. Dr. Sybille Bauriedl, Abteilung Geographie

Montag, 27. Juni um 18.00 Uhr:

Diese Dinge von damals…“ – Sprachlos und wortgewaltig „bewältigt“ der Schleswig-Holsteinische Landtag in den Nachkriegsjahrzehnten die NS-Vergangenheit mit Prof. Dr. Uwe Danker, Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik

Der Eintritt ist kostenlos. Bitte bedenkt, dass nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht.

Phänomenta e.V., Norderstraße 157-163, 24939

Eine gemeinsame Veranstaltung von:

Mahnwache gegen den Krieg am 10. Juni ab 11.00 Uhr auf dem Südermarkt

Ein Beitrag der DFG-VK Gruppe Flensburg

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

Tauben an der Mahnwache – Foto: Ralf Cüppers

Die nächste Mahnwache gegen den Krieg findet am Freitag, 10. Juni 2022 ab 11.00 Uhr auf dem Südermarkt statt.

Wir sind gefragt worden wegen des Freitagstermins, dass dann Menschen in Beruf oder Ausbildung so früh noch nicht teilnehmen können, tagsüber sind in der Innenstadt mehr Menschen, die wir erreichen können als abends. Wir sind auch dankbar, wenn die, die am Freitag noch nicht so früh frei nehmen können, auch noch später dazu kommen, sich der Mahnwache anschließen und bei Flugblattverteilung etc. helfen.

Frieden schaffen geht nur ohne Waffen.

Wir sind nicht bereit, uns mit dem verbrecherischen Krieg in der Ukraine abzufinden. Eine Lösung des Konfliktes kann es nur auf dem Verhandlungswege geben. Militärische Verteidigung ist Selbstzerstörung. Dieses wird an jedem Tag, um den der Krieg verlängert wird, immer aufs Neue bestätigt. Mit der Zustimmung des Bundestages zur Lieferung schwerer Waffen in das Kriegsgebiet läßt sich Deutschland in den Krieg noch weiter hineinziehen.

Deutschland macht sich mitschuldig an noch mehr Kriegstoten.
Mit der Ausbildung von Soldaten beider Kriegsparteien machen deutsche Rüstungskonzerne Gewinne:
Ukrainer bei der FFG in Flensburg, siehe https://www.shz.de/lokales/flensburg/artikel/soldaten-aus-der-ukraine-in-flensburg-gesichtet-42055438, Russen im Rheinmetall-Gefechtsübungszentrum in Mulino, das von einer „Rheinmetall Ltd.“ betrieben wird, die nicht deutschem Recht unterworfen ist. siehe https://correctiv.org/aktuelles/korruption/2022/05/10/rheinmetall-auslandsgeschaeft-bestechung/ Im correctiv-Bericht stehen viele Detailinformationen über Rheinmetall-Aktivitäten in Russland, jedoch nichts über eine Beendigung der Kooperation oder gar Schließung des Rheinmetall-Gefechtsübungszentrum in Mulino nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Krieg und Wiederaufbau zerstören das Klima

Klimakiller Explosivstoffe

Militärischer Sprengstoff ist zum Beispiel Trinitrotoluol TNT mit der Summenformel C7 H5 N3 O6 und demnach ein Molgewicht von 227. Nun werden bei der Sprengung nicht alle C-Atome zu CO2. Eines davon verbindet sich mit H4 zu Methan CH4, ein weiteres mit H und N zu Cyanwasserstoff HCN, die übrigen fünf oxidieren zu CO und letztlich zu CO2. Fünfmal 44 sind 220, damit ist das Gewicht von CO2 und TNT etwa gleich hoch.
Auch die anderen militärischen hochbrisanten Sprengstoffe enthalten Kohlenstoff und Nitrogruppen in stöchiometrisch passender Menge. Auch dort kann man das Gewicht des eingesetzten Sprengstoffes und das des entstehenden CO2 in etwa gleichsetzen. Militärische Sprengstoffe haben eine Dichte von im Mittel etwa 1,7 g/cm3 (je nach Stoff 1,49 bis 1,98).
Im April gab Rheinmetall-Defence bekannt, dass sie die Bundeswehr mit insgesamt 43 438 Geschossen des Typs „DM 121“ beliefert. Sie kosten 146 Millionen Euro, also etwa 3360 Euro pro Stück. Von 2009 bis 2019 wurden 30 000 Geschosse verbraucht, deshalb die Neubeschaffung. Ein Geschoß DM 121 hat ein Kaliber = Durchmesser von 155 mm und aus dem Durchmesser und der Höhe kann ein Volumen von etwa 10 Liter errechnet werden, ohne die gehärtete Spitze und den Metallmantel, also etwa 17 kg Sprengstoff. Die 30 000 Geschosse dieser einen Munitionsart verursachten 500 000 kg CO2, die 43000 neu bestellten werden dann weitere 730 000 kg CO2 erzeugen. Wikipedia veröffentlicht eine Liste mit 190 unterschiedlichen Munitionstypen die von der Bundeswehr verwendet werden, die DM 121 ist nur eine davon.
Aber ein einziger Fehlschuss im Emsland verursachte einen Moorbrand. Durch diesen Moorbrand wurde mehr  CO2 frei gesetzt als durch alle steuerfinanzierte CO2-Einsparmaßnahmen im selben Jahr vermieden werden konnten
Wie beim Moorbrand im Emsland verursacht der Einsatz  militärischer Sprengstoffe im Krieg ebenfalls Brände. Häuser gehen in Flammen auf, auch Erdölförderanlagen und –Raffinerien, Warenlager, chemische Fabriken u. s. w. Dadurch wird auch CO2 freigesetzt.

Klimakiller Zement

Zum Wiederaufbau braucht man große Mengen Zement. Und Zement ist ein Klimakiller, denn bei der Herstellung wird CO2 freigesetzt.
Heidelberg Zement steht an zweiter Stelle der klimaschädlichen Betriebe zwischen den größten Energiekonzernen EON und RWE.
Bei der Zementproduktion wird Calciumcarbonat CaCO3 bei 1450 °C zu gebranntem Kalk, Calciumoxid CaO und CO2 wird freigesetzt.
CaCO3=> CaO + CO2.
In Molgewichten heißt dies: Calciumcarbonat 40+12+3*16 = 100
Calciumoxid 40 + 16 = 56
Kohlendioxid 21 + 2*16 =44
Auf 56 kg Zement kämen demnach 44 kg Kohlendioxid, aber das wäre falsch. Denn handelsüblicher Zement besteht nur zu etwa 60 bis 66% aus gebranntem Kalk, hinzu kommen Silizium-, Aluminium- und Eisenoxide, für wasserundurchlässige Betone noch Trass, Puzzolan oder Flugasche. Deswegen setzt die Herstellung von Zement nur etwa die Hälfte seines Gewichtes an CO2 frei.
Aber diese Masse muss auf über 1450 °C erhitzt werden und dafür braucht man auch wieder Energie. Und wenn denn nun diese Energie durch Verbrennung fossiler Energieträger erzeugt wird, dann entsteht durch die Verbrennung noch einmal fast so viel CO2 wie durch die Freisetzung aus dem Calciumcarbonat.
Gesamtbilanz der Zementproduktion:
Masse und Gewicht des freigesetzten CO2 entspricht in etwa der Masse und Gewicht von Zement.
Wenn Zement unter Wasserzusatz im Beton abbindet, entsteht gelöschter Kalk, Calciumhydroxid:
CaO + H2O => Ca(OH)2.
An der Oberfläche verwittert Beton: Ca(OH)2 + CO2 => CaCO3 + H2O. Dieser kohlendioxidbindende Effekt tritt jedoch nur an der Oberfläche auf, wo der Beton mit dem Kohlendioxid aus der Atmosphäre in Kontakt kommt, nicht im Inneren eines Betonkörpers, außerdem ist dieses ein sehr langsamer Effekt. Der Temperaturanstieg auf unserer Erde ist schneller.
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Deutsche Friedensgesellschaft –
Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
DFG-VK Gruppe Flensburg
v.i.S.d.P.: Siglinde & Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

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