Archiv für den Tag 2. Juni 2022

Postkoloniale Stadtrundgänge am 10. und 17. Juni jeweils um 17 Uhr in Flensburg

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Der Flensburger Hafen zur Zeit des Handels mit den dänischen Kolonien und Inseln in der Karibik. Als passende Lektüre zum Thema: Zucker, Rum und Sklavenarbeit – Ein kurzer Abriß zur Kolonialgeschichte Flensburgs von 1755 bis 1840

Flensburgs Kolonialgeschichte(n)– Ein Postkolonialer Stadtrundgang

Jetzt anmelden!

Im Juni und Anfang Juli werden Postkoloniale Stadtrundgänge in der Flensburger Innenstadt stattfinden. Die Initiative Postkolonialer Stadtrundgang Flensburg wirft mit den Teilnehmenden einen kritischen Blick darauf, wie die Kolonialzeit die Stadt sowie die ehemaligen Kolonien geprägt hat und welche Auswirkungen noch heute wirksam sind. Wie sind die Flensburger Handels- und Seefahrtsverbindungen mit der Ausbeutung und Unterdrückung auf den ehemals dänisch kolonialisierten Karibikinseln St. Croix, St. Thomas und St. John verbunden?

Der Rundgang führt über vier Stationen entlang noch immer vorhandener Spuren der Kolonialgeschichte. Dabei beschäftigen wir uns mit der Veränderung des Konsums durch sogenannte Kolonialwaren und Rassismus in der Werbung, sowie dessen Auswirkungen. Weitere Aspekte sind Erinnerungsformen wie Denkmäler, die Frage, was Zucker und Ziegel mit alldem zu tun haben und einiges mehr.

Die Rundgänge beginnen vor dem Flensburger Schifffahrtsmuseum (Schiffbrücke 39) und dauern ca. zwei Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos, über Spenden, die an dekolonial arbeitende Projekte weitergereicht werden, freut sich die Initiative.

Es wird um Anmeldung per Mail an flensburgpostkolonial@posteo.de gebeten.

Der nächste Termin:

Fr. 01.07. um 17:00 Uhr

 

Beschlüsse der Flensburger Ratsversammlung vom 2. Juni 2022

Künftiges Zentralklinikum: LINKE-Antrag zur Aussetzung des Verkaufs des Bau-Geländes am Peelwatt wird abgelehnt – Vorlage der Verwaltung zur K8 wird mehrheitlich beschlossen

Mit einer Beschlussvorlage für die RV am 2. Juni wollte die LINKE-Ratsfraktion, dass der Verkauf des ehemals städtischen Geländes am Peelwatt an die neue Krankenhaus-Trägergesellschaft ausgesetzt und der Kaufvertrag nicht unterschrieben wird, das lehnten die Ratsmitglieder jedoch mehrheitlich ab. Der Vorlage der Verwaltung zum erneuten Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Groß Tarup – K8“ (Nr. 321) der umstrittenen K8 wurde mehrheitlich zugestimmt.

Mehr dazu untenstehend in der Mitteilung der Stadt Flensburg:

Beschlüsse der Ratsversammlung vom 02.06.2022
Kommunalpolitik in Flensburg

Flensburg. Die Ratsversammlung der Stadt Flensburg hat in ihrer 37. Sitzung am 2. Juni 2022 zu den folgenden ausgewählten Tagesordnungspunkten die nachstehenden Beschlüsse gefasst:

9. Memorandum zur Attraktivierung der Flensburgewr Kommunalpolitik
Nach reger Debatte bei 4 Gegenstimmen mit einem klaren Votum in Form von 37 Ja-Stimmen beschlossen.

10. Der Beschluss zum Verkauf des Geländes für ein neues Krankenhaus wird bis zum Erreichen wichtiger Voraussetzungen ausgesetzt; Antrag der Ratsfraktion Die Linke – RV-48/2022

Einzelabstimmung der Antragspunkte 1 und 2
Pkt. 1: Abgelehnt bei14 Ja-Stimmen, 23 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen.
Pkt. 2: Abgelehnt bei 14 Ja-Stimmen, 24 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung.
Ingesamt abgelehnt.

14. Aufstellung der Vorschlagslisten für die Wahl der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter für das schleswig-holsteinische Oberverwaltungsgericht.
Vorschläge der Fraktionen – RV-52/2022
Bei 1 Enthaltung einstimmig angenommen.

15. Änderung des Gesellschaftsvertrags der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH (bequa) – RV-46/2022
Bei 1 Enthaltung einstimmig angenommen.

16. Bebauungsplan „Groß Tarup – K8“ (Nr. 321) – Aufstellungsbeschluss – RV-50/2022
Angenommen bei 29 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen.

16.1 Bebauungsplan „Groß Tarup – K 8“ (Nr. 321) – Antrag der Ratsfraktion Bündnis Solidarische Stadt – RV-50/2022 1. Ergänzung
Aussetzung des Beschlusses
Abgelehnt bei 6 Ja-Stimmen und 33 Nein-Stimmen

Alle Unterlagen und die Beschlussvorlagen zur Sitzung gibt es hier

Pfingstmontag, 6. Juni: Bergmühlenfest in Flensburg

Nicht vergessen, Pfingstmontag ist Bergmühlenfest!

Die Bergmühle hat seit einigen Wochen eine neue Kappe und neue Flügel. Daumen drücken, dass am Pfingstmontag (6. Juni), dem Mühlentag, genügend Wind weht und wir mit euch die Mühle in Gang setzen können.

Auf jeden Fall feiern wir ein großes Einweihungsfest, zu dem ihr alle herzlich willkommen seid. Das Fest startet ab 10 Uhr mit vielen Highlights z. B. mit einer Open-Air-Andacht (10.30 Uhr) im neu gestalteten Garten, mit toller Live-Musik von Groovy Pike (13 Uhr) und Pabameto (18 Uhr), vielen Kinderaktionen, einer Tombola und natürlich kann die Mühle besichtigt werden. Für das leibliche Wohl wird auf unterschiedlichste Art und Weise gesorgt. Einfach vorbeikommen und den Tag genießen!

Wann: Montag, 6. Juni ab 10 Uhr
Wo: An der Bergmühle, 24939 Flensburg

Veranstalter:  Verein zur Erhaltung der Bergmühle e.V.

„Für immer unter 30“: Deutsche Umwelthilfe startet große Mitmach-Aktionen für Tempo 30 innerorts

DUH fordert Menschen auf, selbst Schilder aufzustellen

  • Weltgesundheitsorganisation fordert 30 km/h flächendeckend in allen Kommunen, hunderte Städte in Europa zeigen schon, was es bringt: Weniger Unfälle, weniger Tote, weniger Lärm, dafür mehr Lebensqualität und Saubere Luft
  • DUH ruft alle Menschen auf, freiwillige Tempo-30-Schilder aufzustellen – und zeigt, was dabei zu beachten ist
  • Außerdem wurden bereits Tempo-30-Anträge in 335 Kommunen gestellt – Menschen können mit eigenen Anträgen nachlegen, weitere Mitmach-Aktionen werden folgen
  • Prominenter Botschafter Friedrich Liechtenstein: „Wir sorgen dafür, dass der Verkehr sauberer, sicherer und leiser wird und gleichmäßig fließt – und dem ungestörten Flanieren keine Blechlawinen mehr im Weg stehen!“

Berlin, 2.6.2022: Unter dem Motto „Für immer unter 30“ startet die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ab heute eine Reihe großangelegter Mitmach-Aktionen für mehr Tempo 30 innerorts. Das Ziel: Den Druck auf Verwaltungen und Regierungen erhöhen und gleichze

itig Bürgerinnen und Bürgern Möglichkeiten aufzeigen, selbst aktiv zu werden – für weniger Lärm, Saubere Luft, ein angenehmeres Miteinander und vor allem weniger Unfälle, weniger Tote und Verletzte im Straßenverkehr. Dass das mit Tempo 30 einfach und schnell möglich ist, beweisen europaweit bereits hunderte Städte, darunter Paris, Barcelona und Brüssel. Prominenter Botschafter für die Aktion ist in Videos und Online-Beiträgen Entertainer und Schauspieler Friedrich Liechtenstein.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Lebenswerte, gesunde und sichere Städte bekommen wir nur mit Tempo 30. Das bestätigt sogar die Weltgesundheitsorganisation. Und unsere Nachbarländer setzen es bereits um – mit Erfolg: Beispielsweise in Brüssel hat sich die Zahl der Verkehrstoten mehr als halbiert! Gleichzeitig nimmt die Anzahl der Radfahrenden zu und der Lärm ab – und zwar so sehr, wie es sonst nur durch eine Halbierung des Kfz-Aufkommens erreichbar wäre. Darauf dürfen wir nicht weitere Jahre warten, bis irgendein Bundesverkehrsminister mal Politik für die Menschen macht und nicht für Autokonzerne. Deswegen haben wir seit vergangener Woche bereits formale Anträge an 335 Städte gestellt. Und jetzt rufen wir die Menschen auf, die Sache selbst in die Hand zu nehmen! Machen Sie mit, stellen Sie Schilder auf, achten Sie auf unsere weiteren Aktionen und werden Sie Teil der Bewegung. Denn mit ‚Für immer unter 30‘ holen Sie sich Ihre Straßen zurück!“

Dazu fordert die DUH Bürgerinnen und Bürger auf, unübersehbar Farbe für Tempo 30 zu bekennen – und zwar mit einem entsprechenden Schild etwa an der eigenen Haustür, im Vorgarten oder am Gartenzaun. Beispielhaft dafür hat der Umwelt- und Verbraucherschutzverband zwei Schilder entworfen, die direkt nach Hause bestellt werden können: Eines im farbenfrohen „Für immer <30“-Stil und ein klassischeres „Freiwillig Tempo 30“-Schild. Alternativ ermuntert die DUH Bürgerinnen und Bürger, selbst kreativ zu werden und eigene Schilder zu gestalten. Rechtliche Hinweise dafür sowie zum Aufstellen der Schilder hat die DUH in einem Rechtsgutachten zusammengestellt. Interessierte erfahren alles dazu unter www.duh.de/schild-bestellen.

Dr. Silvia Ernst, Rechtsanwältin: „Unsere Rechtsgutachten zeigen zweifelsfrei: Wo ein Wille für mehr Tempo 30 ist, da ist auch ein Weg. Das gilt für Kommunen ebenso wie für Bürgerinnen und Bürger. Kommunen können demnach insbesondere für den Lärmschutz weitreichend Tempo 30 anordnen – sie machen davon nur viel zu wenig Gebrauch. Aber Bürgerinnen und Bürger müssen das keineswegs hinnehmen! Das Aufstellen eigener Tempo 30-Schilder, wie von uns vorgeschlagen, ist unter Beachtung der rechtlichen Hinweise eine einfache Möglichkeit, selbst aktiv zu werden.“

Das Schilder-Aufstellen ist nur eine von mehreren Aktionen der Mitmach-Initiative, die die DUH für die kommenden Wochen plant, um die Vorteile von Tempo 30 weiter zu verbreiten. Multimedial begleitet werden diese von Entertainer und Schauspieler Friedrich Liechtenstein, der als passionierter Flaneur bereits seit Jahren für das Zu-Fuß-gehen und ein entspanntes Miteinander auf der Straße wirbt. Im heute veröffentlichten Auftaktvideo zeigt er auf seine unverkennbare Weise, wie die Menschen sich die Straße zurückerobern können – als Laufsteg, Tanzfläche und gemeinsamen Lebensraum.

Dazu Friedrich Liechtenstein: „Lebensfreude, Leichtigkeit, die Dinge auch mal locker angehen lassen: Unter 30 ist ein Lebensgefühl. Einfach mal tief durchatmen. Kinder, die gefahrlos draußen spielen und Seniorinnen und Senioren, die sicher die Straße überqueren. Mit Tempo 30 machen wir das möglich! Wir sorgen dafür, dass der Verkehr sauberer, sicherer und leiser wird und gleichmäßig fließt – und dem ungestörten Flanieren keine Blechlawinen mehr im Weg stehen!“

Bereits vergangene Woche hatte die DUH den Druck auf die Städte und Gemeinden erhöht und ein Rechtsgutachten veröffentlicht, das aufzeigt, dass Kommunen etliche Möglichkeiten haben, deutlich mehr Tempo 30 als bislang umzusetzen. Gleichzeitig stellte die DUH Anträge und rief Bürgerinnen und Bürger auf, dies auch in ihren Städten zu machen unter www.duh.de/tempo30-jetzt. Inzwischen wurden bereits in 335 Kommunen Anträge gestellt.

Links:

Die DUH Homepage: https://www.duh.de/home/

Video mit Friedrich Liechtenstein: Für immer unter 30

 

VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Bundesverfassungsgericht hat große Chance vertan – Politik ist jetzt gefordert“

  • Sozialverband VdK kritisiert geltende Regelung für Schonvermögen von Hartz-IV-Empfängern und Menschen in Grundsicherung
  • Sonderregelung während der Corona-Pandemie sollte dauerhaft fortgeführt werden

Der VdK zeigt sich sehr enttäuscht über die aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (Az. 1 BvL 12/20), das die bestehenden Vorgaben für Hartz-IV-Empfänger zur maximalen Größe von selbst genutztem Wohneigentum mit dem Grundgesetz vereinbar sieht. Es gilt damit weiterhin, dass etwa eine Familie, die ein Haus oder eine größere Wohnung besitzt und deren Kinder ausziehen, notfalls aus diesem Haus, dieser Wohnung ausziehen muss. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagt dazu:

Verena Bentele – Die Präsidentin des größten deutschen Sozialverbandes VdK zeigt sich enttäuscht über die Entscheidung des BVG. – Foto: © VdK / Marlene Gawrisch

„Das Bundesverfassungsgericht hat die große Chance vertan, die starre Regelung an die wirklichen Bedürfnisse der Menschen und der aktuellen Situation auf dem Wohnungsmarkt anzupassen. Deshalb ist jetzt die Politik gefordert, die Vorgaben für das Schonvermögen beim Bezug von Hartz IV und Grundsicherung so schnell wie möglich zu überarbeiten. Die geltende Regelung wird der Lebenssituation vieler Menschen einfach nicht gerecht. Ältere zum Beispiel haben ihre Kinder in den Wohnungen oder Häusern großgezogen. Ziehen die Kinder dann aus, ist es oft völlig illusorisch, eine kleinere bezahlbare Wohnung zu finden, denn die gibt es auf dem angespannten Wohnungsmarkt nicht.
Die Politik hat ja bereits erkannt, dass die Regelung für die Betroffenen ein großes Problem ist. Deshalb war die Entscheidung der Bundesregierung richtig, während der Corona-Pandemie keine Prüfung der Wohnkosten und des selbstgenutzten Wohneigentums vorzunehmen. Diese Regelungen sollten darum unbedingt auch im neuen Bürgergeld fortgeführt und festgeschrieben werden.“

Über den VdK:

Der Sozialverband VdK ist mit über 2,1 Millionen Mitgliedern die größte sozialpolitische Interessenvertretung Deutschlands. Er setzt sich seit mehr als 70 Jahren erfolgreich für diejenigen ein, die sonst zu wenig wahrgenommen werden. Der Sozialverband VdK kämpft gegen soziale Ausgrenzung, Armut und ungleiche Chancen und für faire Bezahlung, solidarisches Miteinander und für soziale Gerechtigkeit.

Weitere Infos unter: www.vdk.de

Urlaub im Norden mit Rücksicht auf Natur und Regionen

Ostseeküste Holnis II

Bei Urlaubern immer beliebter: Die Flensburger Förde bei Holnis – Foto: Jörg Pepmeyer

Den Weltumwelttag am 5. Juni 2022 nimmt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Schleswig-Holstein e. V. (BUND SH) zum Anlass, Tipps für einen zukunftsfähigen Tourismus im nördlichsten Bundesland zu geben.

Die Pandemie hat gezeigt, dass Schleswig-Holstein als Urlaubsort für viele Tourist*innen, die sonst ins Ausland gereist wären, eine echte Alternative darstellt. An und für sich eine wünschenswerte Entwicklung, doch die Grenzen, die Natur und Umwelt vorgeben, dürfen auch hier nicht überschritten werden.

„Schleswig-Holstein ist ein über Landesgrenzen hinaus geschätztes Urlaubsland, und das nicht erst seit Corona“, erklärt Anna Cohrs, Leiterin des Nachhaltigkeitsprojekts Urlaub fürs Meer, „Allerdings ist der Tourismus Fluch und Segen zugleich für die Natur und Gemeinden.“ Mit dem Start des 9-Euro-Monatstickets für Regionalzüge rechnet man beim BUND SH mit noch mehr Tourist*innen an Schleswig-Holsteins Küsten. Spätestens mit dem Ferienstart Anfang Juli wird es wieder voll werden an Nord- und Ostsee. Schleswig-Holstein muss gewappnet sein für Reisende, die im eigenen Land Urlaub machen möchten. „Wir müssen ganz klar weg vom Massentourismus hin zum Qualitätstourismus“, so Ole Eggers, Geschäftsführer des BUND SH. „Auch in Schleswig-Holstein haben wir an den Küsten vielerorts Kapazitätsgrenzen erreicht, die nicht weiter überschritten werden dürfen.“ Denn der Urlaub im eigenen Land punktet zunächst damit, dass er klimaschonender ist – vor allem bei einer Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Um die Grenzen von Umwelt, Natur und Anwohner*innen jedoch nicht über das Maß zu belasten, gilt es in Zukunft stärker das Binnenland mit in den Fokus der Bewerbung zu nehmen.

Das Bild vom „gelungenen“ Urlaub ist nach wie vor zu stark auf Strände und Meer ausgerichtet, dabei sind die Beweggründe für Reisen häufig ganz anders begründet: Zeit für sich selbst und die Familie zu haben, vom Arbeitsstress zu entspannen und die Natur zu genießen. Dafür braucht es Abstand vom Alltag, aber nicht zwangsweise Sand und Wasser. Für den BUND heißt das auch, dass bei den Tourist*innen das Bewusstsein für die (intakte) Natur und ihren Schutz gefördert werden muss. Schließlich ist Naturerholung ein entscheidender Faktor für viele Reisende. Ist die Natur vor Ort nicht mehr intakt, so geht neben dem Lebensraum für Pflanzen und Tiere auch ein wichtiger Buchungsgrund verloren.

Aktiv werden für einen nachhaltigeren Urlaub kann aber jede*r jetzt schon: Klimafreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, bewusst nachhaltige Unterkünfte buchen Müll am Strand und in der Natur einsammeln und entsorgen und auf Nahrungsmittel in Einwegverpackungen verzichten.

Mehr Informationen zum Nachhaltigkeits-Projekt „Urlaub fürs Meer“
www.bund-sh.de/urlaub-fuers-meer

Weitere Informationen zu Urlaub in Flensburg finden Sie auf der Website der Tourismus-Agentur Flensburg
www.flensburger-foerde.de

„weniger ist meer“: Auftaktveranstaltung und Ausstellungseröffnung am 07.06.2022 im Multimar Wattforum in Tönning

Ausstellung und Vortrag zu Mikroplastik im Meer

Am Vorabend des World Ocean Day, dem Welttag der Meere, lädt das Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum am Dienstag, den 7. Juni um 19:00 Uhr zu einer Ausstellungseröffnung des Projekts „weniger ist meer“ ein.

Im Forum vor dem Großaquarium stellen die Initiatorinnen Caroline Höschle und Lauren Grüterich ihr innovatives Projekt, das sich mit dem Monitoring von Mikroplastik in Nord- und Ostsee beschäftigt, in einem Vortrag vor und präsentieren im Anschluss eine dazugehörige Wanderausstellung. Die Abendveranstaltung ist kostenfrei.

Ein Manta Trawl filtert Mikroplastik aus dem Meer. Foto: © „weniger ist meer“

Auf einer Arktisexpedition mit Arved Fuchs 2018 sammelten die beiden Flensburgerinnen Erfahrungen mit einem sogenannten Manta Trawl, einem Schleppnetz, das Mikroplastik aus dem Wasser filtert. Seit dem vergangenen Jahr sind Höschle und Grüterich dabei, zu erfassen, wie hoch die Mikroplastikbelastung vor den Küsten Schleswig-Holsteins in Nord- und Ostsee ist. Das Vorhaben ist auf das Mitwirken vieler engagierter (Boots-)Menschen angewiesen, die mit Hilfe selbstgebauter Manta Trawls das Oberflächenwasser abfischen. Die so gewonnenen Daten werden der Wissenschaft und Öffentlichkeit zugänglich gemacht – Citizien Science wird diese Form der Forschung genannt.

„In einer großen gemeinsamen Aktion wollen wir ab dem 8. Juni, dem World Ocean Day, auf vielen Traditionsseglern in Nord- und Ostsee eine Woche lang gleichzeitig und flächendeckend Manta Trawls einsetzen und die Funde direkt an Bord auswerten“, kündigt Caroline Höschle an. 2021 hatten Höschle und Grüterich bereits neun Segelschiffe für die einzigartige Aktion gewinnen können und hoffen, dass es in diesem Jahr noch mehr werden.

Die im Projekt entstandene Wanderausstellung informiert, auch kindgerecht, über das Thema Mikroplastik und die Monitoring-Aktionen. Sie hat im Multimar Wattforum ihren ersten öffentlichen Auftritt und wird dort bis Ende August im Bereich der Weltnaturerbe-Ausstellung für Multimar-Gäste zu sehen sein.

Das Multimar Wattforum in Tönning ist das größte Besucherzentrum für den Nationalpark und das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer in Schleswig-Holstein. Die Ausstellung zeigt auf 3.125 Quadratmetern anschaulich und erlebnisreich den Lebensraum zwischen Salzwiesen, Wattboden und Nordsee. Höhepunkte sind das große Pottwalskelett, das Großaquarium mit Panoramascheibe und die 36 weiteren Aquarien mit insgesamt über 280 Unterwasserarten.

Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum
Dithmarscher Straße 6a, 25832 Tönning
Infotelefon 04861 96200
www.multimar-wattforum.de
Aktuelle Öffnungszeiten: Täglich 10:00 – 17:00 Uhr

weniger ist meer
Mikroplastik Citizen Science Projekt

Jahrestreffen / Årsmøde der dänischen Minderheit vom 10. bis 12. Juni 2022

Jahrestreffen zurück in gewohnter Form

Nach zwei Jahren Abstinenz aufgrund der Corona-Pandemie sind die dänischen Jahrestreffen in Südschleswig zurück in gewohnter Form. Sie finden am Wochenende vom 10. bis zum 12. Juni 2022 statt. Dabei zeichnet sich ab, dass alle regionale Veranstaltungen sowie die großen Freilichttreffen durchgeführt werden können. Der Veranstalter Sydslesvigsk Forening (SSF) rechnet mit bis zu 20.000 Teilnehmern über das Wochenende verteilt

Wie gewohnt stehen die Jahrestreffen unter einem Motto. Das lautet dieses mal “Südschleswig: Meine Wahl √”. Das Motto soll dazu anregen, dass sich die Teilnehmer der Jahrestreffen mit dem Thema der bewussten individuellen Wahl, die jeder für sich trifft, um Teil der Minderheit zu sein, befassen.

Das gilt auch für die zahlreichen Gäste von beiden Seiten der Grenze. Unter ihnen sind prominente Namen wie beispielsweise Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. Von dänischer Seite werden unter anderem der Vorsitzende des Folketings, Henrik Dam Kristensen und der ehemalige Minister Benny Engelbrecht sowie Christian Juhl, Vorsitzender des Ausschusses für Südschleswig im Folketing, teilnehmen.

Am Programm der Jahrestreffen wirken Menschen aller Altersgruppen aus den vielfältigen dänischen Organisationen, Vereinen und Einrichtungen im Landesteil Schleswig mit. Das musikalische Programm wird von Orchestern und Gruppen aus der Minderheit und aus Dänemark geliefert. Gemeinsam für beinahe allen Veranstaltungen ist, dass dort Festredner auftreten, Gäste aus Politik und Gesellschaft in Dänemark teilnehmen und – dänischer Tradition folgend – gemeinsam gesungen wird. Vielfach wird das „Årsmøde“ mit einem Festumzug durch den Ort eingeleitet, bei dem dänische Fahnen und Orchester vorangehen.

Die kulturelle Hauptorganisation der dänischen Minderheit

Die „Årsmøder“ finden 2022 zum 97. Mal statt. Sie wurden zum ersten Mal 1921, ein Jahr nach der Volksabstimmung und Grenzziehung von 1920, durchgeführt. Seitdem mussten nur vier Jahrestreffen abgesagt werden.

Das Programm mit allen Terminen finden Sie auf Dänisch hier:

https://syfo.de/om-ssf/aarsmoederne/aarsmoederne-2022

Hinweise der Stadt Flensburg zum Heizkostenzuschlagsgesetz

Ab 01.06.2022 gültig – Bafög- und Wohngeldempfänger anspruchsberechtigt

Mitteilung der Stadt Flensburg. Das Gesetz ist am gestrigen 01.06.2022 in Kraft getreten. Die Umsetzung wird derzeit auf Landesebene vorbereitet. Grundsätzlich entsteht der Anspruch auf eine Auszahlung durch einen mindestens einmonatigen Bezug von Wohngeld im Zeitraum vom 01.10.2021 bis 31.03.2022. Eine Antragstellung ist nicht erforderlich. Die Auszahlung erfolgt so zeitnah wie möglich und wird mit einem automatisierten Bescheid angekündigt. Sobald weitere Informationen vorliegen, werden wir diese ebenfalls über die bekannten Kanäle kommunizieren.

Hintergrund:

Wegen der hohen Preise für Gas und Heizöl zahlt die Bundesregierung einkommensschwachen Haushalten in Deutschland ab 1. Juni einen Heizkostenzuschuss. Am letzten Freitag billigte der Bundesrat mit der Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzesentwurfs mehrheitlich das Vorhaben. Der Zuschuss ist gestaffelt und richtet sich vor allem an Geringverdiener. Empfänger von Wohngeld oder Bafög sollen eine Einmalzahlung von bis zu 270 Euro bekommen.

Die Summe bezieht sich auf einen Ein-Personen-Haushalt. Ein Zwei-Personen-Haushalt kann 350 Euro erhalten, für jedes weitere Familienmitglied gibt es weitere 70 Euro zusätzlich. Neben den Wohngeldempfängern sollen aber auch Studierende und Auszubildende profitieren – sofern sie staatliche Bafög-Hilfen erhalten. In diesem Fall bekommen die jungen Erwachsenen 230 Euro als Einmalzahlung. Hartz-IV-Empfänger fallen nicht unter die Regelung, da ihre Heizkosten im Rahmen der Unterkunftskosten vollständig übernommen werden.

Unser Raum im Quartier – Podiumsdiskussion/Fishbowl am 9. Juni in der Duborg-Skolen in Flensburg

Fragen zur Zukunft unserer Stadt

am Donnerstag, den 9. Juni um 18 Uhr in der Aula der Duborg-Skolen, Flensburg – Einritt frei

Unser Raum im Quartier – Geht Stadtentwicklung uns alle etwas an?

Am Donnerstag, den 9.6.2022 findet in der Aula der Duborg-Skolen ab 18 Uhr eine öffentliche Podiumsdiskussion über „Fragen zur Zukunft unserer Stadt“ statt. Vor allem die Verfügbarkeit und Nutzung des Stadtraums durch uns Bürger:innen wird in den Mittelpunkt gerückt. Geht Stadtentwicklung uns alle etwas an? Welchen Stadtraum wünschen wir uns und welcher entsteht in Wirklichkeit aktuell? Wer hat die Möglichkeit sich an der Entwicklung zu beteiligen und welche Faktoren beeinflussen diese? Wie entsteht und wandelt sich der eigene städtische Lebensraum?

Die Gruppe URIQ (Unser Raum im Quartier) hat vier Podiumsteilnehmer*innen eingeladen, die ihre Positionen zum Thema „Stadtentwicklung“ diskutieren.

Eröffnet wird der Abend mit einem Impulsvortrag von Andreas Kemper, Publizist und Soziologe, der sich u. a. mit Diskriminierung und der Entstehung von Privatstädten beschäftigt.

Stephan Kleinschmidt, Dezernent der Stadt Flensburg für Projektkoordination, Dialog und Image, vertritt die Stadtverwaltung.

Cordelia Feuerhake, Dipl. Ing. Architektur, engagiert sich in verschiedenen Initiativen und ist u. a. im Vorstand des lokalen Verschönerungsvereins tätig.

Victoria Claußen, Kunststudentin an der EUF, beschäftigt sich mit der Gestaltung und der Kommunikation im öffentlichen Raum und arbeitet derzeit an einer Thesis hierzu.

Die Moderation übernimmt Wulf Dau-Schmidt aus Kiel, der als selbstständiger Stadtentwickler an Projekten in Deutschland und Dänemark arbeitet und sich in Flensburg gut auskennt.

Im weiteren Verlauf erweitert sich das Podium und die Zuschauer*innen haben die Möglichkeit, in der Diskussionsrunde Platz zu nehmen und sich an der Diskussion zu beteiligen.

9.6.2022, 18 Uhr in der Aula der Duborg-Skolen, Ritterstr 27, 24939 Flensburg

Die Veranstaltung wird ebenfalls als Stream verfügbar gemacht.

Bereits am Freitag & Samstag, 3. und 4.Juni, finden künstlerische Aktionen unter dem Titel „Stadt(t)Räume“ an verschiedenen Orten Flensburgs statt. In Kooperation mit dem „OPEN SPACE“-Projekt (der Theatralen Angelegenheiten) bespielen „Unser Raum Im Quartier“, „Recht auf Stadt“ und die NORDER147 den I. C. Möller Platz am Nordertor.

Weitere Informationen unter www.uriq.de und in den sozialen Medien.

URIQ ist eine Kooperation des Vereins Bunnies Ranch e. V., dem Kulturhaus und Veranstaltungsort Norder147, der Initiative Recht auf Stadt Flensburg und der Zwischenraumagentur Flensburg.

Die Veranstaltung wird gefördert von „Flensburg startet durch!“

Gebete für Frieden auf der Welt – Andacht am 6. Juni in der Flensburger Christuskirche

Das „Forum der Religionen Flensburg“ lädt ein

Flensburg. Andacht für den Frieden am Pfingstmontag, 6. Juni 2022 um 14.00 Uhr in der Christuskirche, Fördestraße 4 mit anschließendem Austausch bei Kaffee und Kuchen.

Das Forum der Religionen Flensburg ist eine selbständige, unabhängige Gruppe von Vertretern*innen der einzelnen Kirchen- und Religionsgemeinden in Flensburg. Das Ziel ist, durch persönliches Kennenlernen und daraus resultierenden Freundschaften mit Andersgläubigen, eine Glaubensfamilie in Flensburg zu bilden, die Vorurteile und Misstrauen durch gegenseitigen Respekt ersetzt.

Beten für den Frieden ist heute dringlicher als je zuvor. Die Zahl der kriegerischen Auseinandersetzungen sind weltweit seit 2020 gestiegen. Es werden 29 Kriege und bewaffnete Konflikte geführt, seit Februar diesen Jahres auch in Europa, in der Ukraine.

Wissenschaftliche Führung auf der Museumsinsel Schloss Gottorf am 12. Juni: Der Gottorfer Barockgarten

Jetzt anmelden!

Anmeldung ist ab sofort möglich: 04621/813222, oder per E-Mail:  service@landesmuseen.sh

So., 12. Juni, 11 Uhr:

Der Gottorfer Barockgarten. Wissenschaftliche Führung

Der Gottorfer Neuwerkgarten war zur Zeit der Gottorfer Herzöge einer der berühmtesten Gärten Nordeuropas. Wie prachtvoll man um 1700 die heute eher schlichte, rekonstruierte Terrassenanlage nach italienischem Vorbild erlebte, ist Thema dieser wissenschaftlichen Führung am Sonntag, 12. Juni, 11 Uhr. Treffpunkt: Direkt am Globushaus. Das Globushaus und der Barockgarten liegen nahe der Schlossinsel (etwa 800 Meter Fußweg) und sind nicht komplett barrierefrei. Es gibt dort keine Parkmöglichkeiten. Auf der Schlossinsel gibt es kostenfreie Stellplätze.
Kosten: 3 Euro, Eintritt in den Barockgarten ist frei.

Foto: Der Gottorfer Barockgarten © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen / Marcus Dewanger

All Informationen und Vorschriften zum Thema Corona finden Sie HIER.

Stiftung Schleswig-Holsteinische
Landesmuseen Schloss Gottorf

Schlossinsel 1 | Schloss Gottorf | 24837 Schleswig | +49(0)4621 – 813 222 | http://www.schloss-gottorf.de | service@schloss-gottorf.de

Öffnungszeiten
März – Oktober: Di-Fr 10-17 Uhr | Sa-So 10-18 Uhr
November bis März: Di-Fr 10-16 Uhr | Sa-So 10-17 Uhr

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