Museumsberg Flensburg: Veranstaltungsprogramm Juni 2022

Lotte Eckener, New York 1931

Der Museumsberg Flensburg zeigt bis zum 26. Juni die Ausstellung „Lotte Eckener. Tochter, Fotografin und Verlegerin“

Lotte Eckener 1920

Lotte Eckener {1906 – 1995} stand immer im Schatten ihres Vaters Dr. Hugo Eckener, dem aus Flensburg stammenden Wegbegleiter und Nachfolger des Luftschiffpioniers Ferdinand Graf Zeppelin. Dabei hat sie als Fotografin, Autorin und Verlegerin eigene Spuren hinterlassen und das kulturelle Leben ihrer Zeit mitgeprägt.

lhre Fotografien von UFA-Stars und Berühmtheiten aus dem Berliner Nachtleben der 1920er Jahre sind dabei ebenso interessant wie ihre Rolle als Mitbegründerin von ,,Simon und Koch“, des ersten deutschen Verlags der Nachkriegszeit, der ausschließlich von Frauen geführt wurde.

Zu ihrem großen Freundes- und Bekanntenkreis zälhlten Persönlichkeiten wie Otto Dix, Hermann Hesse oder Carl Zuckmayer. Höchste Zeit also, diese vergessene ,,Enkeltochter Flensburgs“ wieder zu entdecken.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Hesse Museum Gaienhofen und der Literarischen Gesellschaft Forum Allmende in Konstanz.

Donnerstag, 2. Juni, 18.00 Uhr
Dorothee Bachem. Am Ufer des Eridanos
Dialog-Führung mit Dörte Ahrens und Dorothee Bachem

Sonntag, 5. Juni, 11.00 Uhr
Stempeln und Drucken
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 5. Juni, 11.30 Uhr
Der Hüttener Altar
Führung mit Peter Gregersen

Montag, 6. Juni 15.00 Uhr
Dorothee Bachem
Finissage mit Dörte Ahrens

Pfingstmontag endet die Ausstellung Dorothee Bachem. Am Ufer des Eridanos.

Frau mit gelber Kugel – Copyright Dorothee Bachem

Das Hans-Christiansen-Haus auf dem Museumsberg öffnet  trotz aller Bauarbeiten im Außenbereich dafür von 10 -17 Uhr bei freiem Eintritt seine Türen.

Die Finissage findet am 6. Juni um 15 Uhr in der Aula statt:

Dorothee Bachem und die Kuratorin Dörte Ahrens treffen sich zu einem ‚Gespräch unter vier Augen‘, Sekt und Selters fließen den Eridanos hinab, eine ‚heitere Tragödie‘ mit Harpyien findet in die Öffentlichkeit. Gäste werden herzlich willkommen geheißen, die Bilder verabschiedet.

Zur Beachtung: Der momentane provisorische Zugang wird ausgeschildert, ist jedoch nicht barrierefrei.

Dorothee Bachem: Am Ufer des Eridanos

Frau mit schwarzer Maske – Copyright Dorothee Bachem

Der Museumsberg Flensburg präsentiert in einer reichen Auswahl die Malerei der Künstlerin Dorothee Bachem (geb. 1945 in Konstanz). Seit 1970, nach einem Studium an der Hochschule für bildende Künste in Berlin, lebt und arbeitet sie an der Flensburger Förde. Viele Jahre davon war die Alte Schule in Dollerupholz mit der angrenzenden Uferlandschaft der Außenförde ihr Refugium.

Unmittelbare Einflüsse und Begebenheiten greift die Künstlerin auf und verarbeitet sie mit kostbaren malerischen Mitteln und aufwendigen Techniken in ihren Werken. Mit ihrer einzigartigen Poetik schafft sie Bildgeschichten, die surreal, traumhaft und zeitlos sind. Die Bildwelt der Romanik klingt in ihren Werken an, aber auch Bezüge zu Giotto oder zu Picasso und dem Kubismus lassen sich aufweisen.

Wie am Faden der Ariadne kann man sich anhand der Texte, die Dorothee Bachem ihren Bildern eigens dichtet, in die Labyrinthe ihres gemalten Kosmos‘ begeben. Die bebilderte Publikation, die anlässlich der Ausstellung erscheint, versammelt Reden der letzten Jahre, Interviews und neueste Texte der Künstlerin zu ihren Bildern, außerdem einen Text der Kuratorin Dörte Ahrens.

Sonntag, 12. Juni, 11.00 Uhr
Frisuren-Assemblage
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 12. Juni, 11.30 Uhr
Künstlerkolonie Ekensund
Führung mit Martina Klose-März

Sonntag, 19. Juni, 11.00 Uhr
Experimentelles Malen
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 19. Juni, 11.30 Uhr
Lotte Eckener
Kuratorenführung mit Dr. Michael Fuhr

Sonntag, 26. Juni, 11.00 Uhr
Steinfiguren
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 26. Juni, 11.30 Uhr
PHOTO no SHOOTING!
Ukraine. Russland. Exil.
Ausstellungseröffnung

Ausstellungsdauer: 26. Juni – 23. Oktober 2022

Юрий Косин Yuri Kosin

Der Museumsberg Flensburg widmet seine Sommerausstellung zwei Künstlern, die seit Jahrzehnten eine Freundschaft verbindet. Der Ukrainer Yuri Kosin und der Russe Dmitry Vyshemirsky thematisieren in ihren preisgekrönten Fotografien die Veränderungen seit dem Ende der Sowjetzeit: Landschaften, Gebäude, historische Ereignisse und vor allem den Alltag der Menschen in beiden Ländern. Beide leben heute im Exil, Dmitry Vyshemirsky aus politischen Gründen in Berlin, Yuri Kosin als Kriegsflüchtling in Polen. Sie stellen gemeinsam aus, um ein Zeichen gegen den Krieg zu setzen und uns deutlich zu machen, was dadurch gerade verloren geht. Deswegen ist es so wichtig, diese Bilder jetzt und hier zu zeigen, begleitet von ukrainischer Musik und Literatur: Nur was man kennt, kann man verstehen und wertschätzen.

Yuri Kosin ist seit Jahrzehnten international bekannt durch seine bewegenden Fotografien aus Tschernobyl, aber auch von den Demonstrationen auf dem Maidan und dem Krieg im Donbass. Zugleich porträtiert er liebevoll seine Mitmenschen und die Landschaften der Ukraine, die dem Betrachter dadurch besonders nahekommen.

Dmitry Vyshemirsky

Für Dmitry Vyshemirsky ist es bedeutend, sich gerade als russischer Staatbürger im Exil gegen den Krieg zu stellen. Er wird zu der Ausstellung unter anderem eine aktuelle Fotoserie beisteuern, die im April in Berlin entstanden ist, und Demonstrationen gegen den Krieg genauso zeigt wie die täglich am Berliner Hauptbahnhof ankommenden Geflüchteten aus der Ukraine.
Parallel zu dieser Ausstellung gibt es ein Rahmenprogramm, das ukrainische Kultur für die Menschen hier erlebbar macht. Unter anderem hat bereits die großartige Sängerin Ganna Gryniva für ein Konzert am 26. Juni zugesagt. Die Musikerin und Komponistin kombiniert Jazz mit ukrainischem Folk bis hin zu klassischer Musik.

Am 28. August spielt Leléka auf dem Museumsberg. Das multikulturelle Jazz-Quartett wurde 2016 in Berlin gegründet.

Eine Lesung ukrainischer Literatur ist für den 25. September als Benefiz-Veranstaltung vorgesehen. Außerdem sind ukrainisch-sprachige Führungen und Workshops für Kinder in Vorbereitung.

Sonntag, 26. Juni, 19.00 Uhr
Ganna Ensemble
Konzert mit der ukrainischen Künstlerin Ganna.

Die Musikerin und Komponistin kombiniert Jazz mit ukrainischem Folk bis hin zu klassischer Musik. 

Zu ihr und ihrem künstlerischem Schaffen ein sehr schöner Beitrag von Sophia Fischer auf Deutschlandfunk Kultur:
Jazzsängerin Ganna Gryniva: Eine Füchsin in der Stadt
Wandelt mühelos durch die musikalischen Welten des Jazz: Sängerin Ganna Gryniva
Von Sophia Fischer • 10.05.2021
Die ukrainische Künstlerin Ganna Gryniva verbindet mühelos Jazz mit den Traditionen ihrer Heimat und klassischer Musik. Der Einstand stellt das aktuelle Album „Dykyi Lys“ im Gespräch vor. Weiterlesen:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/jazzsaengerin-ganna-gryniva-eine-fuechsin-in-der-stadt-100.html

Montag, 27. Juni, 15.00 Uhr
Aufgeweckte Kunstgeschichten
Bildbetrachtung für Menschen mit Demenz
mit Martina Klose-März (nur mit Anmeldung)

Ausstellungen:

  • Dorothee Bachem. Am Ufer des Eridanos
    noch bis 6.6.2022
  • Lotte Eckener. Tochter, Fotografin und Verlegerin
    noch bis 26.6.2022
  • PHOTO NO SHOOTING!
    Ukraine. Russland. Exil.
    26. Juni – 23. Oktober 2022

Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Für jeden Museumsbesuch gilt die 2G-Regel und Maske tragen ist erwünscht. Kinder ab 7 Jahren benötigen den Testnachweis der Schule.

Museumsberg

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956
museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de/

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Veröffentlicht am 27. Mai 2022, in Bürgerbeteiligung, Bildung, Flensburg News, Inklusion und Integration, Kultur, Kulturtipps, Soziales, Veranstaltungstipps. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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