An der Europa-Universität Flensburg startet der bundesweit einzigartige Bachelorstudiengang „Sozialwissenschaften: Social and political change“

Gesellschaftlichen Wandel verstehen und gestalten im Zeitalter multipler Krisen

An der Europa-Universität Flensburg startet zum Herbstsemester 2022 ein bundesweit einzigartiger sozialwissenschaftlicher Bachelorstudiengang. Der B.A. „Sozialwissenschaften: Social and political change“ stellt eine der grundlegendsten Fragen der Sozialwissenschaften in den Mittelpunkt des Studienprogramms: Die Frage, was genau die Veränderungen im Zusammenleben der Menschen auslöst, wie soziale Wandlungsprozesse entstehen und sich entwickeln.

Multiple Krisen: Dieser Studiengang ist nötig

„Dieser Studiengang ist nötig“, erklärt Studiengangsleiter Torben Lütjen, Professor für Partizipations- und Demokratieforschungan der EUF. „Gerade im Zeitalter multipler Krisen, in dem wir uns gerade befinden, und wo vieles in unserer Lebens—und Denkweisen infrage gestellt wird, brauchen wir ein verstärktes Nachdenken darüber, wie wir als Gesellschaft leben wollen“.

Rasante Veränderungen

Das Tempo der Veränderung ist dabei rasant. Gründe dafür sind etwa die Digitalisierung, der Klimawandel, die Schwächung demokratischer Institutionen in verschiedenen Ländern, wachsende gesellschaftliche Polarisierungen und globale soziale Ungleichheit, gewaltsame gesellschaftliche und politische Konflikte und daraus resultierende Migrationsbewegungen.

Globale Problemlagen – regional organisierte Gesellschaften

„Diese globalen Problemlagen treffen auf Gesellschaften, die politisch und sozial weiterhin lokal und regional organisiert sind und die daher große Schwierigkeiten haben, diesen Problemen koordiniert zu begegnen“, sagt Lütjen. „Genau deshalb braucht es Expertise, um diesen Wandel zu verstehen, zu moderieren und zu gestalten. Diese Expertinnen und Experten bildet der neue Studiengang aus.“

Interdisziplinär, international, forschungsorientiert, themenzentriert

Die Besonderheiten des grundständigen Studiengangs: Er untersucht die Wechselwirkungen zwischen veränderten Einstellungen, Denk- und Verhaltensweisen der Menschen und den Strukturen der Gesellschaft aus den Perspektiven der beiden Kernfächer Soziologie und Politikwissenschaften – als einziger Bachelorstudiengang in Deutschland.  

Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch, Unterricht in einer weiteren Sprache ist ab dem zweiten Semester möglich. Das fünfte Semester verbringen alle Studierende im Ausland, ein Berufspraktikum kann integriert werden.

Bereits ab dem ersten Semester beschäftigen sich Studierende umfassend und grundlegend mit den Methoden der empirischen Sozialforschung. Schon im zweiten Studienjahr bearbeiten sie im Lehrforschungsjahr eigene Forschungsfragen.

Der Studiengang sensibilisiert für eine Vielzahl politischer und gesellschaftlicher Probleme, die zwar nach Antworten verlangen, für die es aber meist keine „einfache“ Lösung gibt. So bietet er die Möglichkeit, Bereiche des eigenen sozialen Engagements kritisch und analytisch zu erforschen. Vier Wahlbereiche stehen dafür zu Verfügung: Soziale Teilhabe und Demokratie, Migration und Integration, soziale Ungleichheit und Wohlfahrtsstaat und der Wandel gesellschaftlicher Naturverhältnisse.

Studiengang richtet sich an sozial interessierte Menschen

„Der BA ‚Sozialwissenschaften: Social und political Change‘ richtet sich an Menschen, die mit offenen Augen durchs Leben gehen, Zeitung lesen und Fragen haben an das, was passiert, an Menschen, die sozial interessiert sind, gesellschaftlichen Wandel verstehen und später beruflich Reformprozesse gestalten wollen“, skizziert Lütjen die Zielgruppe des Studiengangs.

Bewerbung ist jetzt möglich.

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Veröffentlicht am 24. Mai 2022, in Ökologie, Bürgerbeteiligung, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Inklusion und Integration, Kultur, Soziales, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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