Archiv für den Tag 24. Mai 2022

Wasserqualität der Flensburger Ostsee-Badestellen

Strand am Ostseebad: aktuelle Wassertemperatur 13 °C – Foto: Jörg Pepmeyer

Flensburg. Wie alljährlich werden die Flensburger Badestellen Ostseebad und Solitüde in diesem Jahr wieder von den städtischen Gesundheitsdiensten nach der Badegewässerverordnung überwacht. Die Beurteilung der Badegewässer erfolgt EU-weit einheitlich. Beide Flensburger Badestellen sind durch die EU als ausgezeichnet eingestuft worden.

Erstmalig am 17. Mai und danach bis 06. September werden alle 2 Wochen Wasserproben entnommen und auf ausgewählte Erreger, sogenannte Fäkalkeime (Intestinale Enterokokken und Escherichia coli), untersucht. Werden deren Grenzwerte überschritten, müssen Badeverbote verhängt werden. Zusätzlich werden die Wassertemperatur, der pH-Wert, die Lufttemperatur und die Sichttiefe bestimmt sowie sichtbare Verschmutzungen erfasst und aufgezeichnet.

Die Ergebnisse sind im Internet unter www.flensburg.de unter dem Stichwort Wasserqualität der Flensburger Badestellen nachzulesen und werden vor Ort bei der DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) ausgehängt. Eine Übersicht über alle Badestellen Schleswig-Holsteins ist auch im Internet unter der Adresse http://badewasserqualitaet.schleswig-holstein.de/  zu finden. Ein QR-Code auf dem Aushang ermöglicht ebenfalls den direkten Zugang zu allen überwachten Badestellen Schleswig-Holsteins.

Aktuelle Informationen zur Flensburger Badewasserqualität sind unter den oben angegebenen Internetadressen zu erhalten. Hinweise und Anmerkungen können den Gesundheitsdiensten per E-Mail an gesundheitsdienste@flensburg.de oder telefonisch unter Tel. 85 – 2600 übermittelt werden.

Eine Übersicht über die Beschaffenheit des Wassers an den Badestellen geben die ausgehängten Badegewässerprofile. Sie wurden gemeinsam von der städtischen Wasserbehörde und den Gesundheitsdiensten erstellt.

Öffentliche Sitzung des Hauptausschusses am 31. Mai im Rathaus Flensburg

Interessierte EinwohnerInnen können die Sitzung ab 18:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses mitverfolgen. Zuvor findet die öffentliche Sitzung des Wirtschaftsbeirats statt.

Wichtige TOPs zum Thema:

  • Regelungen zur Wahlwerbung im Stadtgebiet

  • Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH (be-qua) hier: Änderung Gesellschaftsvertrag

  • Ausbau ÖPNV in Flensburg – Finanzierungsstrategie und Umsetzung

  • Strategie Flensburg 2030 – Bericht über die erste Sitzung der Steuerungsgruppe und den Stand der Einwohner*innenbeteiligung

nichtöffentlich:

  • Technisches Betriebszentrum AöR (TBZ) hier: Weisung zum Jahresabschluss 2021

  • Schleswig Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester GmbH (SHLT) hier: Weisung zum Wirtschaftsplan 2022/2023

  • Leitstellen-Zweckverband Nord hier: Weisung zum Nachtragshaushalt 2022

Stadt Flensburg                                                                                                             Flensburg, 20.05.2022
Der Vorsitzende des Hauptausschusses

Bekanntmachung
zur 68. Sitzung des Hauptausschusses
am Dienstag, 31.05.2022, 17:45 Uhr
Rathaus, Ratssaal

Hinweise:

Die Sitzung beginnt voraussichtlich um 18:00 Uhr. Zuvor findet die öffentliche Sitzung des Wirt-schaftsbeirats statt.

Zur Tagesordnung:
Die unter „B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil“ aufgeführten Tagesordnungspunkte werden nach Maßgabe der Beschlussfassung des Hauptausschusses voraussichtlich nichtöffentlich bera-ten.
Unser Angebot für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen:

Aus organisatorischen Gründen bitten wir Gäste mit einer Mobilitätseinschränkung um eine vorhe-rige Anmeldung unter der Telefonnummer 0461 85 2120 bzw.- der Mailadresse hauptaus-schuss@flensburg.de.

Tagesordnung

A. Voraussichtlich öffentlicher Teil

1. Bekanntgabe der nichtöffentlich gefassten Beschlüsse der letzten Sitzung

2. Bestätigung der Tagesordnung

3. Einwendungen gegen die Niederschrift über den öffentlichen Teil der 67. Sitzung vom 17.05.2022

4. Mitteilungen

5. Regelungen zur Wahlwerbung im Stadtgebiet HA-37/2022

6. Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH (be-qua) hier: Änderung Gesellschaftsvertrag RV-46/2022

7. Ausbau ÖPNV in Flensburg – Finanzierungsstrategie und Umsetzung HA-23/2022

8. MV: Strategie Flensburg 2030 – Bericht über die erste Sitzung der Steuerungsgruppe und den Stand der Einwohner*innenbeteiligung HA-31/2022

9. Entscheidungsreife Ratsvorlagen einschl. Einwohnerfragestunde – öffentlicher Teil

10. Beantwortung früherer Anfragen

11. Anfragen/Anregungen

12. Beschlusskontrolle

B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil

13. Einwendungen gegen die Niederschrift über den nichtöffentlichen Teil der 67. Sitzung vom 17.05.2022

14. Mitteilungen

15. Technisches Betriebszentrum AöR (TBZ) hier: Weisung zum Jahresabschluss 2021 HA-32/2022

16. Schleswig Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester GmbH (SHLT) hier: Weisung zum Wirtschaftsplan 2022/2023 HA-33/2022

17. Leitstellen-Zweckverband Nord hier: Weisung zum Nachtragshaushalt 2022 HA-36/2022

18. Bericht und Vorlagen der Beteiligungssteuerung

19. Entscheidungsreife Ratsvorlagen – nichtöffentlicher Teil

20. Beantwortung früherer Anfragen

21. Anfragen/Anregungen

22. Beschlusskontrolle

 

Für die Richtigkeit:
Arne Rüstemeier, Vorsitzender
Edgar Nordmann, Protokollführer

Alle Unterlagen und die Beschlussvorlagen zur Sitzung gibt es hier

 

Ausstellung von Uwe Appold und Vortrag von Carlotta Oetter am 1. Juni in der Fachschule für Technik und Gestaltung in Flensburg

Ausstellung: Lustwandeln in Angeln – Uwe Appold zum 80ten

In der Aula der Werkkunstschule zeigt der Flensburger Künstler Uwe Appold bis zum 24. Juni 2022 seinen neuen Bilderzyklus „Lustwandeln in Angeln“. Seine Arbeiten setzen sich nicht nur mit der paradiesischen Landschaft Angelns auseinander, sondern auch mit dem Thema „Verpackungsmüll“, insbesondere auch der Vermüllung der Meere.

Passend zum Thema der Ausstellung gibt es am 1. Juni einen Vortrag von Carlotta Oetter:

Mittwoch, 1. Juni 2022, 18°° Uhr
Fachschule für Technik und Gestaltung
Schützenkuhle 20, 24937 Flensburg

Carlotta Oetter, Berufsfachschule Holzbildhauerei
Referat: Recycling Kunst

Kosten für Sanierungsprojekt Hafen Ost: 45 Mio. Euro ohne ausreichende Zwischenfinanzierung?

Sanierungsgebiet Hafen Ost: Bürgerinitiative Flensburger Hafen hält den Finanzierungsfahrplan für den Umbau des Quartiers für fragwürdig – Foto: Jörg Pepmeyer

Ein Beitrag der Bürgerinitiative Flensburger Hafen

Liebe Leser,

45 Millionen …..

Dominant und eindrucksvoll steht diese Zahl als Eigenkapital in dem Finanzierungsplan der Stadt für die Hafen-Ost-Sanierung.

Sie sagt jedem Leser: „Ich bin die Finanzquelle, von der 64,3 % aller Ausgaben bezahlt werden sollen.“

Wir haben Ihnen in unserer Bürgerinformation 29 eine erste Stellungnahme gegeben und versprochen, weitere Untersuchungen anzustellen.

Heute können wir berichten, dass sich unser Eindruck verstärkt hat, dass sich 45 Millionen zusammensetzen aus den 23 Mio. €, die die Stadt für ihre Grundstücke an den Sanierungsträger IHRsan zu zahlen hat und 22 Mio. € die Eigentümer zu zahlen haben, deren Grundstücke im Sanierungsgebiet liegen.

Es sind im Zusammenhang mit dieser Aussage die Fragen zu stellen:

  • Welche Erbpachteinnahmen hat die Stadt in ihr Finanzkonzept eingeplant?
  • Ab wann Zahlungen eingehen und mit welchen Zwischenfinanzierungen die Stadt aus eigenen Mitteln einspringen muss.
  • Wie sollen die 22 Mio. € der Fremdeigentümer, die aber erst nach Ablauf der 15-jährigen Sanierungsphase zahlen müssen, zwischenfinanziert werden.

Wir haben uns gefragt, ob unsere hochverschuldete Stadt evtl. als Zwischenfinanzierer einspringen muss. Von dieser Sorge getrieben einen Blick in den Wirtschaftsplan der Stadt für 2021/22 geworfen.

      Gesamtverschuldung :

      .    am 31. 12. 2018                     –                      439,2 Mio. €

      .     am 31. 12. 2025                     –                      596,1 Mio. €

     Verschuldung je Einwohner :

      .   am 31. 12. 2018                      –                      4,652 Tsd. €

      .   am 03. 12. 2025                      –                      6,145 Tsd. €

Aus diesen Zahlen ergibt sich ein riesiger Handlungsbedarf für die von uns gewählten Ratsmitglieder.

In Verbindung mit der Hafen-Ost-Sanierung erwarten wir eine verbindliche Aussage, von dem obersten Finanzverantwortlichen unserer Stadt, Herrn Bürgermeister Brüggemann, ob Zwischenfinanzierungen für die Hafensanierung die oben genannten Verschuldungszahlen weiter erhöhen und in welchem Umfang.

Bedingt durch den enormen Anstieg des Baupreisindexes wird die Verschuldung der Stadt noch weiter zunehmen, sodass das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist. Wir werden Sie weiter auf dem Laufenden halten.

Alle Rats- und auch die bürgerschaftlichen Ausschussmitglieder haben eine Kopie dieser Bürgerinformation erhalten.

Mit freundlichen Grüßen 

Bürgerinitiative Flensburger Hafen e.V.

Der Vorstand

Weitere Artikel finden Sie auf unserer Homepage: https://flensburg-hafen.de/

Bitte leiten Sie diesen Beitrag in Ihrem Freundes-/Bekanntenkreis weiter.

Sollten Sie das Bedürfnis haben, mit einem Ratsmitglied oder einer Fraktion Kontakt aufzunehmen, dann klicken Sie bitte auf diesen Link: https://ratsinfo.flensburg.de/fraktionen

Dann klicken Sie in der Mitte der Seite auf Ratsfraktionen und wählen Sie die gewünschte Fraktion aus.

Dazu auch ein Stadtblog-Beitrag vom 10. Mai 2022: Bürgerinitiative Flensburger Hafen warnt eindringlich vor Hafenverlegung und ausufernden Kosten unter: https://akopol.wordpress.com/2022/05/10/burgerinitiative-flensburger-hafen-warnt-eindringlich-vor-hafenverlegung-und-ausufernden-kosten/

Theaterwerkstatt Pilkentafel in Flensburg: Programm im Juni 2022

Jetzt Karten bestellen!

Nach der erfolgreichen und gut besuchten Premiere von WIE? ALTERN? haben die Zuschauer:innen im Juni nochmal die Möglichkeit Elisabeth Bohde und Torsten Schütte in ihrem ganz persönlichen Stück auf der Bühne zu sehen.

Die Theaterwerkstatt Pilkentafel kooperiert im Juni mit tanz.nord. Seit 2021 schaffen vier Projektpartner aus Hamburg und Schleswig-Holstein (Dachverband freie darstellende Künste in Kooperation mit K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg, das Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe und das Tanz und Performance Netzwerk Schleswig-Holstein) mit tanz.nord eine Struktur für die Kooperation von Tanzschaffenden aus beiden Bundesländern. tanz.nord fördert den regionalen Austausch, stärkt die freie Tanzszene im Norden und erschließt neue Spielorte. Am 18. Juni wird es in Kooperation mit tanz.nord eine Veranstaltung zu einer Neuproduktion geben.

Im Juni wird die Theaterwerkstatt Pilkentafel wieder ein Teil des Kurzfilm-Streifzugs sein und lädt ein, Kurzfilme im Theater zu sehen und sie somit auf eine andere Art als im Kino wahrzunehmen. Schon seit 2016 werden hier im Rahmen der Flensburger Kurzfilmtage Kurzfilme in besonderer Atmosphäre gezeigt.

Programm für Juni 2022

Wie? Altern? – Pilkentafel.DasEnsemble02.06.Donnerstag20:00 Uhr
Wie? Altern? – Pilkentafel.DasEnsemble03.06.Freitag20:00 Uhr
Wie? Altern? – Pilkentafel.DasEnsemble04.06.Samstag20:00 Uhr
Kurzfilmstreifzug  10.06.Freitag17:00 – 22:00 Uhr
Kurzfilmstreifzug  11.06.Samstag17:00 – 22:00 Uhr
TanzNord
Teresa Hoffmann, Lucie Schroeder & Hye-Eun Kim
»I`ll be your mirror«
18.06.Samstag20:00 Uhr

Pilkentafel.dasEnsemble 

Wie? Altern?

Kein Wunschkonzert 

Die Zeit vergeht – klar. Und wir – vergehen auch! Altern heißt dieser Vorgang. Er betrifft uns alle, aber findet wenig Aufmerksamkeit in den Medien und Künsten. Wir bleiben alle damit allein. Was machen wir damit?  

Elisabeth Bohde und Torsten Schütte sind jenseits der 60 und fragen sich: was verändert sich? Welchen Platz haben wir noch in dieser Gesellschaft? Was zählt unsere Erfahrung? Müssen wir immer innovativ sein?  Ist alt schlechter als jung? Wie geht ein Leben ohne Arbeit? Was ist mit der wohlverdienten Rente, die so oft nicht reicht? Und warum wird bei Alter immer von Würde gesprochen? 

Weil das Private politisch ist und das Politische privat, erkunden die Performer*innen die Spuren von Altersdiskriminierung, Jugendwahn und neoliberaler Leistungsgesellschaft in sich. Ein Abend mit stillen Bildern und lauter Musik, Tanz und Text, Rückzug und Öffnung – melancholisch und hoffnungsvoll, persönlich und politisch, kämpferisch und gelassen, stolz und hilflos, immer noch suchend, komisch im Sinne von merkwürdig und komisch im Sinne von lustig. 

Von und mit: Elisabeth Bohde und Torsten Schütte 

Blick von außen: Anne Schneider 

Raum und Licht: Manuel Melzer 

Musikbearbeitung: Sebastian Gimm 

Kostüme: Gesine Hansen 

2./ 3./ 4./ Juni – Beginn jeweils 20 Uhr

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tanz.nord

Teresa Hoffmann, Lucie Schroeder & Hye-Eun Kim // »I`ll be your mirror«

Ich möchte Dir anbieten, Deine Zeugin zu sein. Ich sehe Dich schwimmen, ich sehe Dich überlaufen. Ich könnte mit-strömen und kleine Wellen für Dich erzeugen.

„I’ll be your mirror“ (Ich werde Dein Spiegel sein) ist eine Choreografie, die entsteht, weil alles im Raum die Kraft der Aufmerksamkeit hat: Alle Körper, der Klang eines Synthesizers, Stimme und der Raum selbst können uns wahrnehmen und von uns wahrgenommen werden. Was wäre dann, wenn Wahrnehmung selbst schon eine Bewegung ist, aus der heraus weitere Bewegung entsteht?

Mit dieser Annahme entwerfen die drei Performerinnen ein sinnliches Szenario. Hier entstehen Raum und Zeit für gegenseitiges Verständnis, Irritation und neue Gemeinschaften.

18. Juni 20 Uhr

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Kartenverkauf

KARTEN im Vorverkauf über die Homepage der Pilkentafel und Reservix und an der Abendkasse.

Falls Sie damit Schwierigkeiten haben, melden Sie sich gern direkt
bei uns: 0461-24901 (Büro) · info@pilkentafel.de

Sie können auch persönlich in die Pilkentafel kommen:
Mo. – Fr. ist von 10:00 – 12:00 das Büro besetzt.

PREISE AUFFÜHRUNGEN

Förderer:  20,– € zzgl. VVK- Gebühr

Normal:   15,– € zzgl. VVK Gebühr

Ermäßigt: 10,– € (Studierende, Schüler*innen, Menschen mit Sozialpass, etc.) zzgl. VVK Gebühr

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist logo-pilkentafel.jpg.Für Studierende im Astabüro für 7,– €

Für Schulklassen 7,– € pro Person nur mit direkter Anmeldung im Büro

HÖRSPIEL (nur Abendkasse)

10,– € / 7,– €

Die aktuellen Hygienevorschriften entnehmen sie bitte unserer Homepage.

Mehr auch auf der Homepage www.pilkentafel.de

An der Europa-Universität Flensburg startet der bundesweit einzigartige Bachelorstudiengang „Sozialwissenschaften: Social and political change“

Gesellschaftlichen Wandel verstehen und gestalten im Zeitalter multipler Krisen

An der Europa-Universität Flensburg startet zum Herbstsemester 2022 ein bundesweit einzigartiger sozialwissenschaftlicher Bachelorstudiengang. Der B.A. „Sozialwissenschaften: Social and political change“ stellt eine der grundlegendsten Fragen der Sozialwissenschaften in den Mittelpunkt des Studienprogramms: Die Frage, was genau die Veränderungen im Zusammenleben der Menschen auslöst, wie soziale Wandlungsprozesse entstehen und sich entwickeln.

Multiple Krisen: Dieser Studiengang ist nötig

„Dieser Studiengang ist nötig“, erklärt Studiengangsleiter Torben Lütjen, Professor für Partizipations- und Demokratieforschungan der EUF. „Gerade im Zeitalter multipler Krisen, in dem wir uns gerade befinden, und wo vieles in unserer Lebens—und Denkweisen infrage gestellt wird, brauchen wir ein verstärktes Nachdenken darüber, wie wir als Gesellschaft leben wollen“.

Rasante Veränderungen

Das Tempo der Veränderung ist dabei rasant. Gründe dafür sind etwa die Digitalisierung, der Klimawandel, die Schwächung demokratischer Institutionen in verschiedenen Ländern, wachsende gesellschaftliche Polarisierungen und globale soziale Ungleichheit, gewaltsame gesellschaftliche und politische Konflikte und daraus resultierende Migrationsbewegungen.

Globale Problemlagen – regional organisierte Gesellschaften

„Diese globalen Problemlagen treffen auf Gesellschaften, die politisch und sozial weiterhin lokal und regional organisiert sind und die daher große Schwierigkeiten haben, diesen Problemen koordiniert zu begegnen“, sagt Lütjen. „Genau deshalb braucht es Expertise, um diesen Wandel zu verstehen, zu moderieren und zu gestalten. Diese Expertinnen und Experten bildet der neue Studiengang aus.“

Interdisziplinär, international, forschungsorientiert, themenzentriert

Die Besonderheiten des grundständigen Studiengangs: Er untersucht die Wechselwirkungen zwischen veränderten Einstellungen, Denk- und Verhaltensweisen der Menschen und den Strukturen der Gesellschaft aus den Perspektiven der beiden Kernfächer Soziologie und Politikwissenschaften – als einziger Bachelorstudiengang in Deutschland.  

Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch, Unterricht in einer weiteren Sprache ist ab dem zweiten Semester möglich. Das fünfte Semester verbringen alle Studierende im Ausland, ein Berufspraktikum kann integriert werden.

Bereits ab dem ersten Semester beschäftigen sich Studierende umfassend und grundlegend mit den Methoden der empirischen Sozialforschung. Schon im zweiten Studienjahr bearbeiten sie im Lehrforschungsjahr eigene Forschungsfragen.

Der Studiengang sensibilisiert für eine Vielzahl politischer und gesellschaftlicher Probleme, die zwar nach Antworten verlangen, für die es aber meist keine „einfache“ Lösung gibt. So bietet er die Möglichkeit, Bereiche des eigenen sozialen Engagements kritisch und analytisch zu erforschen. Vier Wahlbereiche stehen dafür zu Verfügung: Soziale Teilhabe und Demokratie, Migration und Integration, soziale Ungleichheit und Wohlfahrtsstaat und der Wandel gesellschaftlicher Naturverhältnisse.

Studiengang richtet sich an sozial interessierte Menschen

„Der BA ‚Sozialwissenschaften: Social und political Change‘ richtet sich an Menschen, die mit offenen Augen durchs Leben gehen, Zeitung lesen und Fragen haben an das, was passiert, an Menschen, die sozial interessiert sind, gesellschaftlichen Wandel verstehen und später beruflich Reformprozesse gestalten wollen“, skizziert Lütjen die Zielgruppe des Studiengangs.

Bewerbung ist jetzt möglich.

„Tour de Flens“ am 21. Mai ein voller Erfolg

Zwischenstopp beim Mobilitätsmarkt: die Tour de Flens am Alsensund – Foto: Werner Kiwitt

Gute Laune und spannende Zwischenstopps bei der grenzübergreifenden Infotainment-Fahrt am vergangenen Samstag

Anregungen für abgestimmte E-Mobil-Ladesysteme und Energiewende

„Endlich wieder!“ freuten sich einige Elektromobil-Pioniere, die bereits seit 10 Jahren nur noch mit Sonne und Windstrom unterwegs sind. Doch auch die Neu-Einsteiger und Mitfahrende, die noch nie selber hinter dem Lenkrad eines E-Fahrzeuges gesessen hatten, zeigten sich begeistert-von dem Austausch mit den anderen fast 80 Teilnehmern der Tour in vierzig unterschiedlichen Elektro-Fahrzeugen: während der Flensburger Benjamin Flux Beifahrer in seinen noch Pedal-unterstützten Twike einlud, zeigten Andreas und Birgit Aupke aus Egernsund, dass mit einem Tesla sogar ein Wohnmobil auf Tour gehen kann. Auch elektrische Handwerkerfahrzeuge und Kleinbusse waren vertreten. Zwar dominierten Markenhersteller mit 2-500 Kilometer Batterie-Reichweite die Tour, aber die meisten Hingucker lockten umgerüstete Oldtimer wie der VW Käfer von Jesper Thun aus Broager oder der Framo von Hanno Otzen aus Ringsberg.

Zwei unterschiedliche Konzepte der E-Mobilität: Tesla und Twike – Foto: Werner Kiwitt

Nochmal deutlich größer als in früheren Jahren war auch das Interesse der Sonderburger und Flensburger, die erstmals zwei parallele E-Mobilitätsmärkte vor Schloss Sonderborg und im Citti-Park stationär aufsuchen und gleich  kritisch über die anstehenden Herausforderungen der Verkehrswende mitdiskutieren konnten: beim Podiumsgespräch des Klimapaktes im Citti-Park ging es auch um schnelleren Ausbau der Lade-Infrastruktur auf allen öffentlichen und Mieter-Parkplätzen, Car-Sharing und ÖPNV. Sonderborgs Bürgermeister Lauritzen und Peter Rathje von Project Zero begrüßten am dortigen Schloss auch Pedelec- und Lastenrad-Aussteller.

Da waren die Frühaufsteher der „Tour de Flens“ schon lange unterwegs: nach der dänischen „Morgenmad“ und der Begrüßung bei Sonderborg Forsyning ging es mit dem Fahrzeug-Korso zur solaren Fernwärmezentrale der Stadt und einer Biogasanlage von nature energy, die aus Fischabfällen,und organischen Resten der Lebensmittelverarbeitung und Tierhaltung neben Strom und Wärme auch Methan für die Überlandbusse der Region produziert.

Am Nachmittag zeigte Landwirt Henning Knutzen den E-Touristas in Hürup auf seinem Feld, wie durch sorgsame Bodenbearbeitung Humusbildung und damit auch CO2-Speicherung möglich ist – eine Perspektive mit einem weltweit kaum zu unterstützenden Potential im Kampf gegen die Erderhitzung. Neben viel infotainment gab es aber auch viele Gelegenheiten, ganz entspannt die Landschaft nördlich und südlich der Grenze mit blühenden Rapsfeldern, Feldwegen mit Knicks und Reddern zu genießen. „So wie die dänischen Teilnehmer sich über wunderschöne Nebenstraßen in Angeln erfreuten, entdecken die deutschen Teilnehmer Geheimtipps, die sie etwa auch an ihre Urlaubsgäste weitergeben können.“ freut sich Tour-Organisator Werner Kiwitt vom Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, über den grenzübergreifenden Austausch. Der soll nun auch intensiver zur Weiterentwicklung von grenzenlosen Lademöglichkeiten und Bezahlsystemen genutzt werden.

Dass da noch viel zu tun ist, wurde prompt deutlich durch den beim Glücksburger Touristikvereins-Vorsitzenden eingehenden Telefonanruf eines süddeutschen Urlaubers, der vergeblich versuchte, mit seiner deutschen Mastercard an einer E-Ladesäule von Shell in Sonderborg zu laden. „Da wollen wir ran und Kommunen wie Touristiker in der Region ermuntern für eine auch grenzübergreifend abgestimmte Vorgehensweise zum Laden und Abrechnen.“ so Werner Kiwitt. Die diesjährige „Tour de Flens“ wurde dafür begleitet durch ein Filmteam, das mit Mitteln des EU-Sofortprogramms eine entsprechende Dokumentation erstellen soll. So zogen sich letzte Interviews noch lange in den gemütlichen Teil der Tour, die traditionell mit einem Rundgang zu den Neuerungen im artefact-Zentrum und einem Flens am Grillstand ausläuft. Dort waren sich Alle von der erstmals teilnehmenden Glücksburgerin Heike Kaiser bis zur Wasserstoff-Fahrzeug-Fahrerin Simone Lange einig: „So macht Energiewende Spaß!“

Die Tour de Flens stand 2022 unter dem Motto Wir fahren mit Sonne und Wind vom Deich – statt mit Öl aus Putins Reich. und der Schirmherrschaft des amtierenden Ministers für Energiewende, Jan -Philipp Albrecht. Die Flensburger Stadtwerke sowie die Flensburger Brauerei waren als Sponsoren dabei.

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