UNSAGBAR Flensburger Ringvorlesung am 23. Mai in der Phänomenta: Mögliche Welten. Literatur und Kosmos in Mittelalter und Früher Neuzeit 

Montag, 23. Mai um 18.00 Uhr:

Mögliche Welten. Literatur und Kosmos in Mittelalter und Früher Neuzeit mit Jun.-Prof. Dr. Reto Rössler & apl. Prof. Dr.Jörn Bockmann, Seminar für Germanistik

Spätestens seit der geglückten Mondlandung im Jahr 1969 sind wir durch moderne Medien von Ansichten aus dem Weltraum umgeben. Entgegen dieser kosmischen Bilderfülle entzieht sich der Kosmos selbst indes der empirischen Anschauung. Er ist ein epistemisches Objekt, von dem sich im streng philosophischen Sinne nicht sprechen lässt.

Gleichwohl hat der Kosmos die Menschen zu allen Zeiten fasziniert und wohl auch gerade aufgrund seiner Unerkennbarkeit in besonderem Maße die menschliche Einbildungskraft angeregt. In Mittelalter und Früher Neuzeit bilden kosmische Modelle die Entwürfe möglicher Welten. Im Mittelalter waren sich die Zeitgenossen ihrer theozentrischen Ordnungsmodelle vergleichsweise sicher. Dichtung, Naturphilosophie und Kosmografie in allen Phasen des ‚Mittleren Zeitalters’ zeigen erstaunliche Entwürfe, von denen übrigens keines der angeblich verbreiteten Scheiben-Vorstellung entsprach.

Demgegenüber ist die Herausbildung des kopernikanischen Weltbildes an der Schwelle zur Neuzeit kaum zu trennen von der Offenheit für das Neue, der Lust am Hypothesenbilden, dem Experimentieren mit Dingen und Gedanken − und schließlich auch dem poetischen Fingieren und Fabulieren.

An ausgewählten Beispielen bietet der gemeinsame Vortrag Einblicke in den historischen Wandel kosmologischer Weltbilder und zeigt darüber hinaus die lange Tradition der Verflechtung von Literatur und Kosmologie auf.

Die weiteren Termine:

Montag, 13. Juni um 18.00 Uhr:

Koloniale Amnesie in Flensburg: Selektives Erinnern an transatlantischen Versklavungshandel und dänische Plantagenökonomien mit Prof. Dr. Sybille Bauriedl, Abteilung Geographie

Montag, 27. Juni um 18.00 Uhr:

Diese Dinge von damals…“ – Sprachlos und wortgewaltig „bewältigt“ der Schleswig-Holsteinische Landtag in den Nachkriegsjahrzehnten die NS-Vergangenheit mit Prof. Dr. Uwe Danker, Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik

Der Eintritt ist kostenlos. Bitte bedenkt, dass nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht.

Phänomenta e.V., Norderstraße 157-163, 24939

Eine gemeinsame Veranstaltung von:

Über akopol

Netzwerk für mehr Öffentlichkeit, Transparenz und Demokratie in Flensburg

Veröffentlicht am 19. Mai 2022, in Bürgerbeteiligung, Bildung, Flensburg News, Inklusion und Integration, Kultur, Kulturtipps, Soziales, Veranstaltungstipps. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: