Archiv für den Tag 13. Mai 2022

Filmreihe zukunft(s)gestalten: „Female Pleasure“ am 18. Mai im Volksbad Flensburg

Fünf starke Frauen aus verschiedenen Kulturen kämpfen mutig, klug und mit großem Einsatz für eine weibliche, selbstbestimmte Sexualität.

Mittwoch, 18.05.2022, um 19:00 – 21:00 Uhr
Flensburg, Volksbad, Schiffbrücke 67

Eintritt frei!

Female Pleasure

Schweiz, 2018, 96 Min., Original mit Untertiteln

Die Schweizer Regisseurin Barbara Miller portraitierte für ihre Dokumentation #Female Pleasure fünf beeindruckende Frauen aus fünf verschiedenen Kulturen, die mutig, klug und mit ganzer Kraft für eine selbstbestimmte weibliche Sexualität, für Gleichberechtigung und gegen die (fast) allen Kulturen der Welt gemeinsamen patriarchalen Macht- und Unterdrückungsstrukturen kämpfen. Die Geschichten der Protagonistinnen Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav sind erschütternd und ermutigend zugleich. Sie haben Tabus gebrochen, Scham und Schweigen überwunden und kämpfen mit ganz unterschiedlichen Mitteln für eine bessere Welt, in der Menschenrechte für Frauen gleichermaßen gelten wie für Männer. Direktlink zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=9vbj4lOYN2k&feature=youtu.be

Den Abschluss dieser Reihe von Filmen zum Nachdenken und Diskutieren wird am 1. Juni  „Das Mädchen Wadjda“ bilden.

Die Filmabende finden im Volksbad Flensburg (Schiffbrücke 67) statt, Einlass ist 19 Uhr, Beginn 19.30 Uhr und der Eintritt ist kostenlos. Aufgrund der aktuellen Situation bitten wir um einen tagesaktuellen Schnell-test. Das Tragen einer Maske während der Veranstaltungen wird empfohlen.

Alle Trailer zu den Filmen gibt es auf der Website: transformwerk.org/filmreihe

Wer Lust hat beim AK Filmreihe mitzumachen oder einfach gern per Mail über anstehende Veranstaltungen informiert werden möchte, kann sich gern unter film@transformwerk.org melden.

Die Veranstaltung im Rahmen der Filmreihe zukunft(s)gestalten wird vom  Arbeitskreis Film im Transformativen Denk- und Machwerk e.V. in Kooperation mit dem Volksbad, der Europa-Universität Flensburg und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein realisiert.

Transformatives Denk- und Machwerk e. V.
www https://transformwerk.org
mail moin@transformwerk.org

 

SSW-MdB Stefan Seidler zu 9-Euro-Ticket: Guter ÖPNV ökologische und soziale Frage

Der Flensburger Abgeordnete hat in der Debatte im Bundestag zum 9-Euro-Ticket klar gemacht, dass die Verkehrspolitik der Regierung sich nicht auf eine zeitlich begrenzte Vergünstigung des Nahverkehrs beschränken darf, welche ohne nachhaltigen Effekt zu verpuffen droht.

„Wie ich zur Arbeit komme, zum Einkaufen oder zum Arzt ist nicht nur eine ökologische, sondern auch eine soziale Frage. Das Verkehrsnetz muss der nun angesichts des 9-Euro-Tickets kommenden zusätzlichen Belastung aber auch standhalten können. Schon jetzt zittert beispielsweise Sylt vor stark überfüllten Zügen im Sommer“, warnt der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler.

Der Flensburger Abgeordnete hat in der Debatte im Bundestag zum 9-Euro-Ticket klar gemacht, dass die Verkehrspolitik der Regierung sich nicht auf eine zeitlich begrenzte Vergünstigung des Nahverkehrs beschränken darf, welche ohne nachhaltigen Effekt zu verpuffen droht.

„Wir müssen langfristig denken und die Kapazitäten des ÖPNV ausbauen. Die Kosten dürfen dabei nicht einfach auf die Länder abgewälzt werden. Doch stattdessen hören wir, dass das Bundesverkehrsministerium wichtige Schieneninfrastrukturprojekte wie den Deutschlandtakt ausbremst. Die Mittel für Aus- und Neubauprojekte sollen stagnieren. Die laufenden Haushaltsverhandlungen müssen wir nutzen, um das zu ändern!“, so Seidler.

Escape Europa – am 19./20. und 21. Mai im ehemaligen Atomschutzbunker Sankelmark

Escape Europa – Pilkentafel.DasEnseble in Kooperation mit der Europäischen Akademie Schleswig-Holstein

Ein Parcours durch den ehemaligen Atomschutzbunker Sankelmark

Jetzt schnell noch Karten bestellen!

Escape heißt Flucht und Rettung. Wollen wir aus Europa flüchten oder nach Europa fliehen? Ist Europa die Rettung – oder retten wir uns lieber vor Europa? Welches Europa wollen wir? Was verbinden wir mit diesem Europa? Und was wissen wir überhaupt?

Diesen Fragen spüren die Zuschauer*innen in einem interaktiven Parcours durch den ehemaligen Atomschutzbunker der Akademie Sankelmark nach. Es ist Schnitzeljagd, Quiz, Rollenspiel, Erfahrungsraum und Gesprächsformat. In kleinen Gruppen entdecken sie gemeinsam den Bunker, lösen Aufgaben, sehen einen Film, hören zu und diskutieren selbst. Die besondere Atmosphäre des Bunkers ist Rückzugsort zum Nachdenken und Aushandeln: Wir befragen das eigene Gefühl zu Europa, bewerten unser Wertesystem, begutachten den Bürokratie-Dinosaurier, versuchen fließende Grenzen zu greifen, um schließlich die europäischen Institutionen einer utopischen Zukunft zu gründen.

Konzept: Lotta Bohde und Svenja Wolff

Beratung: Elisabeth Bohde und Torsten Schütte

Spielleiterin: Lotta Bohde

Achtung diese Aufführung findet in der Akademie Sankelmark statt

am Donnerstag 19.5., Freitag, 20.05. und Samstag 21.05.2022 jeweils um 20.00 Uhr

Ein Video zum Reinschnuppern auf Facebook https://www.facebook.com/watch/?v=254465736510419

Kartenverkauf

KARTEN im Vorverkauf über die Homepage der Pilkentafel und Reservix und an der Abendkasse.

Falls Sie damit Schwierigkeiten haben, melden Sie sich gern direkt
bei uns: 0461-24901 (Büro) · info@pilkentafel.de

Sie können auch persönlich in die Pilkentafel kommen:
Mo. – Fr. ist von 10:00 – 12:00 das Büro besetzt.

PREISE AUFFÜHRUNGEN

Förderer:  20,– € zzgl. VVK- Gebühr

Normal:   15,– € zzgl. VVK Gebühr

Ermäßigt: 10,– € (Studierende, Schüler*innen, Menschen mit Sozialpass, etc.) zzgl. VVK Gebühr

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist logo-pilkentafel.jpg.Für Studierende im Astabüro für 7,– €

Für Schulklassen 7,– € pro Person nur mit direkter Anmeldung im Büro

HÖRSPIEL (nur Abendkasse)

10,– € / 7,– €

Die aktuellen Hygienevorschriften entnehmen sie bitte unserer Homepage.

Mehr auch auf der Homepage www.pilkentafel.de

fem.fest vom 18.-22. Mai in Flensburg – lernen, bewegen, vernetzen

Vom 18.-22. Mai findet in Flensburg ein ehrenamtlich organisiertes und unkommerzielles Veranstaltungswochenende statt. Das fem.fest-Team lädt dazu ein, sich an verschiedenen Orten und auf vielfältige Art und Weise mit feministischen Themen auseinanderzusetzen. Dabei behandeln Bildungs- und Austauschformate Fragen zu Sorgearbeit, Gewalt und die Verschränkung verschiedener Diskriminierungserfahrungen, aber auch Selbstfürsorge, gegenseitige Stärkung und Solidarität spielen eine wichtige Rolle.

Hintergrund sind die durch die Pandemie verstärkte Vereinzelung sowie gesellschaftliche Mehrbelastungen für FLINTAs* (Frauen, Lesben, Inter*, Nichtbinäre, Trans* und Agender Personen). Mit Unterstützung der städtischen Projektförderung „Flensburg startet durch“ bietet das fem.fest Menschen mit verschiedenen Hintergründen und aus unterschiedlichen Stadtteilen die Gelegenheit, gemeinsam Neues zu lernen und sich über ihre Erfahrungen auszutauschen. Neben Filmabend, Lesung und Theaterstück können sich die Teilnehmenden auf ein vielfältiges Workshop-Programm sowie eine Party und einen Sonntagsbrunch zur Vernetzung freuen. Parallel wird über den gesamten Festival-Zeitraum eine Ausstellung zu Frauen in der Fußballfankultur zu sehen sein.

In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein: wug e.V. und mit Förderung von:   Flensburg startet durch

Weitere Informationen zum Programm finden Sie unter www.femfestflensburg.de

Krieg und Leichen = Profit für die Reichen

Rheinmetall und seine Rüstungsgeschäfte mit der russischen Armee

DKP Flensburg

Kriegsgewinnler ist auch der Rüstungskonzern Rheinmetall

Zur Jahreshauptversammlung von Rheinmetall am 9. Mai lag der Aktienkurs mit 180 Euro mehr als doppelt so hoch wie am 24. Februar, dem Tag an dem die russische Armee völkerrechtswidrig die Ukraine angegriffen hat.

2011 hatte Rheinmetall einen Auftrag über ca. 100 Millionen Euro von der russischen Regierung bekommen. Rheinmetall sollte für das russische Militär ein Gefechtsübungszentrum errichten. Bis zu 30.000 Soldaten sollten in der Anlage jährlich unter anderem im Häuserkampf ausgebildet werden. Nachdem Russland 2014 die Krim annektiert hatte, wurde die Ausfuhrgenehmigung für das Gefechtszentrum von der Bundesregierung widerrufen und die Düsseldorfer Firma Rheinmetall musste aus dem Geschäft aussteigen. Bereits 2013 gründete der bundesdeutsche Konzern Rheinmetall Eastern Markets, eine Tochtergesellschaft als „Ltd.“ in Moskau, die nicht an deutsches Recht gebunden war. Diese errichtete das Gefechtsübungszentrum eigenständig. In den Folgejahren gab es in den Exportberichten der Bundesregierung keine Hinweise auf größere Rüstungsausfuhren nach Russland…

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Künstlergespräch mit Uwe Appold und Celloimprovisationen von Gabriel Koeppen am 18. Mai in der Fachschule für Technik und Gestaltung in Flensburg

Ausstellung: Lustwandeln in Angeln – Uwe Appold zum 80ten

Uwe Appold und Stephan Richter veranstalten am 18. Mai um 18°° Uhr in der Fachschule für Technik und Gestaltung in Flensburg innerhalb der neuen Ausstellung ein Künstlergespräch.

Als musikalische Umrahmung gibt es Celloimprovisationen von Gabriel Koeppen.

Mittwoch, 18. Mai 2022, 18°° Uhr

Fachschule für Technik und Gestaltung
Schützenkuhle 20, 24937 Flensburg

Künstlergespräch:
Stephan Richter, Journalist
Uwe Appold, Dipl. Designer, Bildhauer, Maler
Gabriel Koeppen: Cello

Mittwoch, 1. Juni 2022, 18°° Uhr
Carlotta Oetter, Berufsfachschule Holzbildhauerei
Referat: Recycling Kunst

Nächstenpflege: Spektakulärer Start der VdK-Pflegekampagne in Berlin

Auftakt in Berlin: Die „Demo ohne Menschen“ brachte die Forderungen der Pflegenden vor das Bundeskanzleramt

Am 9. Mai fiel in Berlin der Startschuss für die Kampagne #naechstenpflege des Sozialverband VdK. Den Auftakt machte die „Demo ohne Menschen“ im politischen Herzen von Berlin: 350 sehr persönliche Forderungen an die Politik hatte der VdK im Vorfeld von pflegenden Angehörigen gesammelt, diese auf Demoschilder drucken lassen und gut sichtbar direkt vor dem Kanzleramt positioniert – damit die Pflegenden und Gepflegten endlich Gehör finden! Mehr zur Kampagne im Video:

Landesdelegiertenversammlung des BUND Schleswig-Holstein am 15. Mai mit Besuch aus Berlin

BUND hält die derzeitige Planung von 10 LNG-Terminals an der deutschen Küste für überdimensioniert und inakzeptabel

Am Sonntag, den 15. Mai 2022, führt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Schleswig-Holstein e. V. mit knapp hundert Delegierten aus dem ganzen Bundesland seine alljährliche Landesdelegiertenversammlung durch. Im Zentrum der Debatten wird der aktuelle politische Wandel im Klima-, Umwelt- und Naturschutz stehen, wie auch die landespolitischen Entwicklungen der letzten Tage.

Als Gast begrüßt der Landesverband Antje von Broock, Bundesgeschäftsführerin des BUND Bundesverbands aus Berlin im Kulturzentrum „Hohes Arsenal“ in Rendsburg.

„So sehr Umweltverbände auch anerkennen, dass wir in einer Notsituation sind und Maßnahmen ergriffen werden müssen, so sehr warnen wir davor, jetzt den Pfad der Nachhaltigkeit zu verlassen. Das Ziel unabhängig von russischem Öl und Gas zu werden ist richtig, es muss aber als Zwischenschritt auf dem Weg zu 100 Prozent erneuerbarer Energie verstanden werden. Deswegen ist eine überdimensionierte Planung mit mehr als zehn LNG-Terminals entlang der deutschen Küste vollkommen inakzeptabel“, kritisiert von Broock.

Der BUND warnt angesichts der Klimakrise und des Artensterbens davor, dass Schutzgesetze geschliffen und Beteiligungsgesetze ausgehebelt werden. Von Broock weiter: „Die politisch Verantwortlichen müssen blinden Aktionismus vermeiden und das ohnehin wackelige 1,5 Grad Ziel nicht weiter gefährden. Wir bestehen auf unsere Beteiligungsrechte, denn wir sehen uns an dieser Stelle als wichtige Mahner und als Stimme, um das Ziel zu erreichen.“

Der BUND unterstützt die Bemühungen, schnell die Energiewende zu vollenden – jedoch nicht um den Preis der Naturzerstörung. Die erreichten Ziele wären zu kurz gedacht und würden auf lange Sicht den Klimawandel und die Not der Menschen in ärmeren Regionen der Welt verschlimmern.

Im Anschluss an die Rede und Diskussion mit Antje von Broock werden die Delegierten unter anderem über die aktuelle Entwicklung in der Landespolitik und mögliche Koalitionsoptionen sprechen.

Der BUND ist einer der führenden Natur- und Umweltverbände in Deutschland. Der Landesverband Schleswig-Holstein konnte 2020 auf sein 40-jähriges Bestehen zurückblicken. Mit seinen vielfältigen Betätigungsfeldern, seinem wissenschaftlichen Anspruch und seiner Glaubwürdigkeit konnte sich der Verband als politisches Sprachrohr des Natur- und Umweltschutzes bestens etablieren.

Weitere Informationen unter: www.bund-sh.de

Am 15. Mai ist Internationaler Tag des Ostsee-Schweinswals

Kleine Wale in großer Gefahr: BUND fordert wirksamen Schutz des Ostsee-Schweinswals

Kiel. Anlässlich des Internationalen Tags des Ostsee-Schweinswals am Sonntag (15. Mai) fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Schutzgebiete in der deutschen Ostsee endlich zu sicheren Rückzugsorten für Meerestiere zu machen. Der Schweinswal ist die einzige nur in der Ostsee beheimatete Walart. Er gehört zu den „stark gefährdeten“ Tierarten auf der Roten Liste in Deutschland und lebt vor allem in Küstennähe, wo er sich neben Fischen von Schnecken, Krebstieren und Tintenfischen ernährt. Mit weniger als zwei Metern Länge ist der Kleinwal schnell Opfer von Fischereinetzen. Die Population in der zentralen Ostsee zählt inzwischen nur noch weniger als 500 Tiere und ist akut vom Aussterben bedroht. Auch der Bestand in der westlichen Ostsee leidet unter vielen Belastungen, wie Wasserverschmutzung, Tourismus und Unterwasserlärm.

Zwei Gewöhnliche Schweinswale – Von Ecomare/Sytske Dijksen – Ecomare, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

„Die Forderungen von Bündnis 90/Die Grünen nach einem Nationalpark in der Ostsee unterstützen wir, denn wir brauchen dringend effektive Schutzmaßnahmen und Nullnutzungszonen, um die Tiere zu schützen“, betont Stefanie Sudhaus, Meeresschutzreferentin des BUND Landesverbands Schleswig-Holstein. „Es kann nicht sein, dass wir zwar Verbotszonen haben, diese aber nicht umgesetzt werden – so kann man dieser und vielen anderen gefährdeten Arten nicht helfen!“.

In der deutschen Ostsee wurden bereits viele Schutzgebiete ausgewiesen, weil Schweinswale sich dort häufig aufhalten, ihre Kälber zur Welt bringen und großziehen. Doch dieser Schutz existiert in den meisten Gebieten nur auf dem Papier, da Fischerei und Schifffahrt bislang kaum eingeschränkt werden. Eine der häufigsten Todesursachen für die Schweinswale sind Stellnetze, in denen sich die Tiere verfangen und ertrinken. Schon seit einigen Jahren gibt es in Schleswig-Holstein eine „Freiwillige Vereinbarung zum Schutz von Schweinswalen und Tauchenten“, der viele Fischer angehören und die die Länge der ausgebrachten Netze zeitweise begrenzt beziehungsweise verbietet. Und auch die EU zog kürzlich mit entsprechenden Regelungen nach, die die Stellnetzfischerei in einigen wenigen deutschen Schutzgebieten zwischen November und Januar verbieten. Doch nach Meinung des BUND ist das nicht ausreichend. Stellnetze müssen aus allen Schutzgebieten ganzjährig verbannt werden, wenn die Schweinswale wirklich gerettet werden sollen.

Zusätzlich wird der Ostseeschweinswal durch den zunehmenden Unterwasserlärm bedroht. Aufgrund der Dunkelheit unter Wasser verlassen sich Schweinswale zur Orientierung, Nahrungs- und Partnersuche auf ihr Gehör. Die Säuger sehen sozusagen mit den Ohren und mit jedem Unterwasserlärmeintrag verschlechtert sich das „Sehvermögen“. In der Ostsee leiden die Tiere unter anderem unter der Berufsschifffahrt, militärischen Aktivitäten und Sprengungen, akustischen Vergrämern und kleineren Schiffen (mit Echoloten für die Tiefenmessung). Unterwasserschall kann sich über große Distanzen ausbreiten und trägt weiter als an der Luft.

„Wie sich der Schall auf Tiere auswirkt, hängt unter anderem von der Intensität und Dauer der Beschallung, der Entfernung des Tieres zur Schallquelle und der Lärmempfindlichkeit der jeweiligen Tierart ab – im schlimmsten Fall kann er zum Tod führen“, erklärt Nadja Ziebarth, Leiterin des BUND-Meeresschutzbüros und fordert: „Unterwasserlärm muss von der Politik gestoppt werden.“

Für Tiere wie den Ostseeschweinswal wird es immer schwieriger, ruhige Rückzugsorte und genug Nahrung zu finden. Eine mutige Meereswende, wie sie von der neuen Bundesregierung angekündigt wurde, ist nun dringend nötig, um den Ostseeschweinswal – und andere Tiere – aufatmen zu lassen.

Mehr Informationen:

www.bund.net/meere/belastungen/fischerei
www.bund.net/meere/unterwasserlaerm

In der Alten Münze in Berlin macht vom 6. Mai bis 8. Juni 2022 die Ausstellung „Seaphony“ mit räumlichen Klangkunst- und Lichtinstallationen die Sinfonie des Unterwasserlebens erfahrbar. Der BUND thematisiert vor Ort mit der Wanderausstellung „Eingetaucht – Vielfalt in unseren Meeren“ das Verhältnis zwischen Mensch und Meer und zeigt Auswege aus der Meereskrise.

Hintergrund:

Der Schweinswal (Phocoena phocoena) ist die einzige in Deutschland heimische Walart und steht unter strengem Schutz. Jedes Jahr zum 3. Sonntag im Mai ruft das von Deutschland unterzeichnete Kleinwalschutzabkommen ASCOBANS zum Tag des Ostseeschweinswals auf, um auf seine Bedrohung aufmerksam zu machen. In den vergangenen Jahrzehnten ist der Bestand der Schweinswalpopulationen insbesondere östlich des Darß dramatisch zurückgegangen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Flensburg wählen neue Kreisvorsitzende und stellen Simone Lange als Kandidatin zur Oberbürgermeister*innen-Wahl auf

Bei der Kreismitgliederversammlung des Kreisverbands Flensburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am Donnerstag, dem 12. Mai 2022, hat der Kreisverband wichtige personelle Entscheidungen getroffen.

Nach zehn Jahren engagierter Vorstandsarbeit stellte die bisherige Vorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Flensburg, Benita von Brackel-Schmidt, ihr Amt zur Verfügung: „Alles hat seine Zeit. Mit einem lachenden und weinenden Auge übergebe ich jetzt die Arbeit an unseren Grünen Zielen in neue Hände!“

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Leon Bossen und Annabell Pescher – Foto: Bündnis90/DIE GRÜNEN Flensburg/Jan-Christoph Elle

Den neuen Kreisvorstand führen nun Annabell Pescher und Leon Bossen.

Annabell Pescher, die zuvor als Direktkandidatin zur Landtagswahl einen erfolgreichen Wahlkampf geführt hatte, wurde neu gewählt, während Leon Bossen wiedergewählt wurde. Die beiden neuen Kreisvorsitzenden kommentieren: „Erst einmal gilt unser größter Dank Benita, die als bisherige Kreisvorsitzende jahrelang diesen Kreisverband geprägt hat. Sie hat echt Großartiges geleistet.
Wir bedanken uns bei den Mitgliedern für das Vertrauen und freuen uns nun, gemeinsam diesem Kreisverband vorzusitzen. Wir haben klar gemacht: Bei der Kommunalwahl 2023 spielen wir auf Sieg. Und wir werden alles dafür geben, dann stärkste Partei in Flensburg zu sein.“

Im weiteren Vorstand sitzen nun Sven Gebhardt als Schatzmeister, Ellen Kittel, Louisa Fries, Tobias Lentz und Nora Fuhrmann (alle wiedergewählt) sowie Marc Jöns (neu gewählt) als weitere Vorstandsmitglieder.

Außerdem ist die Kreismitgliederversammlung dem Vorschlag der Findungskommission zur Oberbürgermeister*innen-Wahl 2022 gefolgt und hat Simone Lange als gemeinsame Kandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD mit aufgestellt. Bei 44 gültigen Stimmen stimmten 41 für Simone Lange, 2 enthielten sich und eine Person stimmte dagegen.

Die beiden Kreisvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Annabell Pescher und Leon Bossen, kommentieren die Aufstellung wie folgt: „Mit Simone Lange haben wir eine Kandidatin, mit der wir bisher als Partei und Fraktion eine echt gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit hatten. Wir freuen uns, dass Simone mit einem starken Programm antritt und für konsequenten Klimaschutz, eine inklusive und suffiziente Stadt und die Mobilitätswende kämpfen wird. Simone ist gemeinsame Kandidatin von uns Grünen und der SPD, und wir werden alles dafür geben, dass sie auch für die nächsten Jahre unsere Oberbürgermeisterin bleibt. Das eindeutige Votum der Mitglieder hat gezeigt: Unsere Partei steht ganz klar hinter Simone als Kandidatin.“

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