Wer erntet die meisten Seegras-Kartoffeln an der Flensburger Förde?

Blumen bauen Brücken: Ein grenzüberschreitender Wettbewerb

Wer am Seegras-Kartoffel-Wettbewerb teilnehmen möchte, braucht eine Kiste, Seegras und neun Kartoffeln. Es kann aber auch ein kleines Beet angelegt werden. Foto: Blumen bauen Brücken

Wer erntet die meisten Kartoffeln, die in Seegras angebaut wurden? Das Interreg5a-Projekt „Blumen  bauen Brücken – Blomster bygger broer“ sucht die Hobbygärtner oder Hobbygärtnerinnen in der deutschdänischen Grenzregion rund um die Flensburger Förde, die die meisten Kartoffeln ernten, die in Seegras gewachsen sind. Eingeladen sind insbesondere auch Vereine, Kindergärten oder Schulen in Deutschland und in Dänemark am Wettbewerb mitzumachen.

„Mit dem Wettbewerb will das Interreg-Projekt auf Seegras als wertvollen und nachhaltigen Rohstoff  aufmerksam machen, der für die Region typisch ist“, sagt Projektleiterin Iris Uellendahl. Seegras wurde  früher in Dänemark und im Norden Deutschlands vielseitig eingesetzt. Auf der Insel Læsø in Dänemark  kann man Häuser sehen, die mit Seegras gedeckt wurden. Seegras wird aber auch als Dämmmaterial beim  Hausbau eingesetzt oder als Füllstoff für Kissen und Matratzen. In der Landwirtschaft wird Seegras bzw.  Treibsel vor allem in Küstennähe seit jeher traditionell mit Mutterboden vermengt. „Seegras hat viele gute Eigenschaften: es schimmelt nicht, es wird von Milben und anderem Ungeziefer  gemieden und es verrottet nur schlecht. Das macht es so vielseitig einsetzbar“, sagt Kristian Dittmann, der  sich mit seinem Unternehmen Strand-Manufaktur in Kappeln für die nachhaltige Nutzung von Seegras  einsetzt, und den Wettbewerb mit entwickelt hat.

Auf der Insel Læsø im Kattegat kann man heute noch denkmalgeschützte Häuser besichtigen, deren Dächer aus Seegras sind. Foto: Læsø Museum

Einen festen Starttermin gibt es für den Wettbewerb nicht, dafür aber einen Erntetermin, nämlich bis zum 9. September 2022. „Es ist von der Kartoffelsorte abhängig, wann die Kartoffeln in den Boden gesetzt  werden müssen, um bis zum 9. September geerntet werden zu können“, sagt Kristian Dittmann.  Am 10. September 2022 lädt „Blumen bauen Brücken – Blomster bygger broer“ alle Teilnehmer zu einem  gemeinsamen Abschlussfest nach Flensburg ein. Dann werden auch die Sieger gekürt. „Wir hoffen, dass  wir ganz viele Menschen und vor allem auch Schulen und Kindergärten begeistern können, die sich beim  Abschlussfest kennen lernen können“, so Iris Uellendahl.

Der Wettbewerb ist Teil des grenzüberschreitenden Gartenschau- und Tourismusprojektes „Blumen  bauen Brücken – Blomster bygger broer“. „Der Seegras-Kartoffel-Wettbewerb passt gut in unser  Gartenschau-Projekt, der Fokus auf Naturgärten und Nachhaltigkeit hat. Gleichzeitig wollen wir auf  ungewöhnliche Weise Urlauber auf unsere deutsch-dänische Grenzregion neugierig machen“, so Iris  Uellendahl.

Wer am Wettbewerb mitmachen möchte, kann sich beim Projektsekretariat per E-Mail info@bbbprojekt.e oder telefonisch 0461 / 85 2987 melden. Dort gibt es dann weitere Informationen.

Nützliche Tipps und praktisches Wissen, zum Beispiel wo Seegras zu finden ist, was es beim Anbau von  Kartoffeln in Seegras zu beachten ist und noch viele mehr, gibt es auch auf der Projekt-Homepage  www.bbbprojekt.eu unter „Aktuelles und Termine“.

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Veröffentlicht am 9. Mai 2022, in Aufrufe, Ökologie, Bürgerbeteiligung, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Kultur, Kulturtipps, Soziales, Veranstaltungstipps. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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