Archiv für den Tag 6. Mai 2022

Filmreihe zukunft(s)gestalten: „One Word“ am 11. Mai im Volksbad Flensburg

Die meisten Gebiete der Marshallinseln liegen weniger als 1,8 Meter über dem Meeresspiegel. Wie gehen die Menschen damit um, dass der Klimawandel ihre Heimat vernichten wird?

Mittwoch, 11.05.2022, um 19:00 – 21:00 Uhr
Flensburg, Volksbad, Schiffbrücke 67

Eintritt frei!

One Word

Deutschland / Republik der Marshall-Inseln, 2020, 83 Min., Original mit Untertiteln

One Word ist eine partizipative Dokumentation der deutschen Regisseur*innen Viviana und Mark Uriona mit Bewohner*innen der pazifischen Marshall-Inseln. Dabei herausgekommen ist ein authentisches und berührendes Portrait der marshallesischen Menschen und ihrer vom Klimawandel existenziell bedrohten Kultur. Die meisten Teile der Marshall-Inseln liegen weniger als 1,80 Meter über dem Meeresspiegel. Zwischen Resignation und Resistance, zwischen Ohnmacht und Aufbegehren, zwischen Verzweiflung und Hoffnung ringen die Menschen um ihre Zukunft und ihre Zuversicht. Der Untertitel „We are not drowning. We are fighting.“ ist gleichermaßen Selbstbestärkung und kämpferischer Ausdruck von Optimismus. Direktlink zum Trailer: https://vimeo.com/377963225

Weitere Filme zum Nachdenken und Diskutieren werden in den kommenden Wochen mittwochs abends gezeigt. Ihr könnt Euch noch auf Female Pleasure und Das Mädchen Wadjda freuen.

Die Filmabende finden im Volksbad Flensburg (Schiffbrücke 67) statt, Einlass ist 19 Uhr, Beginn 19.30 Uhr und der Eintritt ist kostenlos. Aufgrund der aktuellen Situation bitten wir um einen tagesaktuellen Schnell-test. Das Tragen einer Maske während der Veranstaltungen wird empfohlen.

Alle Trailer zu den Filmen gibt es auf der Website: transformwerk.org/filmreihe

Wer Lust hat beim AK Filmreihe mitzumachen oder einfach gern per Mail über anstehende Veranstaltungen informiert werden möchte, kann sich gern unter film@transformwerk.org melden.

Die Veranstaltung im Rahmen der Filmreihe zukunft(s)gestalten wird vom  Arbeitskreis Film im Transformativen Denk- und Machwerk e.V. in Kooperation mit dem Volksbad, der Europa-Universität Flensburg und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein realisiert.

Transformatives Denk- und Machwerk e. V.
www https://transformwerk.org
mail moin@transformwerk.org

 

Interaktiver Vortrag: Land in Sicht. – 12. Mai im Aktivitetshuset Flensburg

Eine bäuerliche Perspektive auf die Landwirtschaft und wie wir das heutige Ernährungssystem überwinden

Am Donnerstag, 12. Mai, 19:15 – 21:00 Uhr, Aktivitetshuset (Norderstraße 49) – Eintritt frei

Jetzt anmelden!

Photo by Red Zeppelin on Unsplash

Die Klimakrise schreitet voran, Kriege erschüttern die Welt, die Versorgung mit Nahrungsmitteln ist für immer mehr Menschen ungewiss. Die Bäuer*innen bewirtschaften die Felder – und bangen darum, wie lange der Boden noch ihrer ist, ob zu wenig oder zu viel Regen fällt, und ob die Preise stimmen. Höfe machen dicht, Insekten sterben. Wie kommt es, dass wir schon so lange wissen, dass sich was ändern muss, aber es nur immer gravierender wird? Was bremst uns aus, und wie können wir endlich in Bewegung kommen?

Im Vortrag beleuchtet Charlotte Niekamp, Jungbäuerin aus Niedersachsen, wie das industrielle Ernährungssystem den Wandel blockiert und wo wir ansetzen können, um weitreichende Veränderungen hin zu einer bäuerlichen und ökologischen Lebensmittelversorgung möglich zu machen. Im Austausch miteinander und mit der Referentin analysieren wir die lokale Situation und entwickeln Strategien für Flensburg und Umgebung.

Anmeldung: https://finchel.wandelkueche.de/events/ernaehrungswende-wo-bleibst-du/

Museumsinsel Schloss Gottorf am 19. Mai: „Music for a while“. Konzert für Laute und Gesang

Jetzt anmelden!

Do., 19. Mai, 19.30 Uhr:

„Music for a while“. Konzert für Laute und Gesang

Werke von Purcell, Dowland, Weiss, Vivaldi u.a.m. im Hirschsaal von Schloss Gottorf. Gerade wenn die sanften Lautenklänge Gesang begleiten, erschließen sie den Zauber der Musik und den Einfallsreichtum der Texte der barocken Komponisten, deren Musik teilweise schon vor rund 400 Jahren auf Schloss Gottorf erklang.

Es musizieren Maria Johannsen, Sopran, und Mikael Søndergård Christensen, Laute, im Hirschsaal.

Kosten: 15 Euro / erm. 10 Euro für Freundeskreismitglieder.

Anmeldung: 04621/813222, oder per E-Mail:  service@landesmuseen.sh

Foto: Mikael Søndergård Christensen © Klavs Kehlet

All Informationen und Vorschriften zum Thema Corona finden Sie HIER.

Stiftung Schleswig-Holsteinische
Landesmuseen Schloss Gottorf

Schlossinsel 1 | Schloss Gottorf | 24837 Schleswig | +49(0)4621 – 813 222 | http://www.schloss-gottorf.de | service@schloss-gottorf.de

Öffnungszeiten
März – Oktober: Di-Fr 10-17 Uhr | Sa-So 10-18 Uhr
November bis März: Di-Fr 10-16 Uhr | Sa-So 10-17 Uhr

Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen: Enteignungskonferenz vom 27.-29. Mai in Berlin

Wir müssen reden.

Konferenz rund um die Themen Enteignung & Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen vom 27.-29. Mai 2022 an der TU Berlin

Wie kommen wir vom Volksentscheid zum Gesetz?

Liebe Freund*innen der gerechten Wohnungspolitik, 

in gut 3 Wochen ist es soweit, vom 27. – 29. Mai findet unsere große Enteignungskonferenz an der TU Berlin statt. Auch wenn noch nicht alles fertig ist, so können wir Dir bereits jetzt ein buntes und vielfältiges Programm präsentieren. Wir haben Platz für 800 Teilnehmer*innen und knapp 80 Veranstaltungen in verschiedenen Formaten im Angebot, einige Highlights werden zusätzlich gestreamt.

Podien & Workshops (eine Auswahl)

  • Der Kampf um Vergesellschaftung im internationalen Kontext – Die Welt schaut auf Berlin
  • Eine Anstalt öffentlichen Rechts – unsere Alternative zu privaten Immobilienkonzernen
  • #Vergesellschaftung – Social Media und soziale Bewegungen
  • Rent Control! Mietendeckel, Mietenstopp und der Weg dahin
  • Das Geschäftsmodell Vonovia – aus “Schrott” Gold machen
  • Umverteilungsmaschine Bodeneigentum
  • Demokratisierung des Wohnens – Wege zur Selbstbestimmung in unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen 
  • “Enteignung schafft keine einzige Wohnung” – Mythen und Fakten zur Vergesellschaftung von Wohnraum
  • Follow the money – Der deutsche Immobilienmarktals Tummelplatz für Oligarchen, Kriminelle und Steuerhinterzieher
  • „Demonstrieren, deckeln, enteignen – den Wohnungsmarkt revolutionieren!?“
  • …..

Das Programm und weitere nützliche Informationen zur Konferenz kannst Du demnächst auf unserer Webseite einsehen.

Anmeldung
Du kannst Dich ab sofort für die Konferenz anmelden, die Teilnahmegebühr beträgt 10 ,-€ (Solidaritätspreis 20,-€, ermäßigt 5,-€) und wird beim Einlass bezahlt. Zum Anmeldeformular: https://dwewolke.de/index.php/apps/forms/ymPCk2GbeTi9rnzx

Mit erwartungsvollen Grüßen

Konferenz-AG von Deutsche Wohnen und Co enteignen

Homepage Deutsche Wohnen enteignen: https://www.dwenteignen.de/

Umfangreiche Infos zur Initiative auch auf https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Wohnen_%26_Co._enteignen

Neustadt-Jamsession am 10. Mai um 19 Uhr in der Neustadt 12 in Flensburg

Liebe Musiker, liebe Musikinteressierte,

am kommenden Dienstag, den 10. Mai treffen wir uns wieder um 19.00 Uhr zum gemeinsamen Musizieren in der Neustadt 12, Eingang zum Stadtteilhaus. Es gilt für die Teilnahme die 2G-Regel.

Wir, das sind Menschen mit unterschiedlichen musikalischen Traditionen und kulturellen Hintergründen.

Wir wollen ohne Leistungsdruck und ohne Auftrittsverpflichtung musizieren, jammen und Songs gemeinsam spielen, die wir alle mögen.
Bringt Eure Instrumente und wenn ihr Freunde und Bekannte habt, die Musik machen möchten, auch die mit. Wenn Ihr Songtexte, Akkorde oder Noten von Eurem Lieblingslied oder Liedern habt, am besten in mehrfacher Kopie ebenso mitbringen.

Uns stehen neben den Musikinstrumenten, die wir mitbringen, auch eine kleine PA mit Mischpult, Micros und ein E-Piano zur Verfügung. Wer also Lust hat in die Tasten zu hauen oder auch mit seinem E-Bass oder seiner E-Gitarre spielen möchte, kann die an die Anlage anschließen.

Für die Teilnahme ist der 2G-Nachweis erforderlich. Es gelten zudem die entsprechenden Hygiene-Regeln.

Übrigens finden unsere Treffen regelmäßig jeden 2. und 4. Dienstag im Monat in der Neustadt 12 statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Wir freuen uns auf Euer Kommen.

Jan Hinrich Haacke
Jörg Pepmeyer

Hinweise zur Landtagswahl

Die Stadt Flensburg informiert

Flensburg. Am kommenden Sonntag, den 08. Mai wird in der Zeit von 8:00 – 18:00 Uhr ein neuer Landtag gewählt. Ihr jeweiliges Wahllokal entnehmen Sie bitte der postalisch versandten Wahlbenachrichtigung.

Auch bei der aktuellen Landtagswahl gibt es einige Hinweise:

In den Wahllokalen gilt keine Maskenpflicht. Die Wählerinnen und Wähler werden jedoch trotzdem gebeten, eine Maske zu tragen

Sofern möglich wäre die Mitnahme eines eigenen Stiftes durch die Wählerinnen und Wähler wünschenswert, da keine Möglichkeit zur Desinfektion der Stifte besteht.

Das Wahllokal für den Wahlbezirk 04 befindet sich nicht mehr in der Schule Ramsharde, sondern in der Cornelius Hansen-Skolen, Alter Kupfermühlenweg 15, 24939 Flensburg und trägt jetzt die Bezeichnung Cornelius Hansen-Skolen 2

Durch die zwischenzeitliche Fertigstellung des Wohnpark Tarup an der Hochfelder Landstraße sind Straßenzüge in den Stadtteilen Adelby und Tarup neuen Wahlbezirken zugeordnet worden. Dies betrifft die Wahlbezirke 29 (Adelby 1). 30 (Adelby 2) und 31 (Taruphus). Die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadtteile werden gebeten, vor dem Wahlgang noch einmal auf die Wahlbenachrichtigung zu schauen, wo sich ihr jeweiliges Wahllokal befindet.

Falls eine wahlberechtigte Person Sonntag an Corona erkrankt, kann ein/e Vertreter/in den Wahlschein oder die Briefwahlunterlagen mit einer schriftlichen Vollmacht am Sonntag bis 15:00 Uhr bei uns im Briefwahlbüro beantragen.

Am Wahltag lädt die Stadt Flensburg wieder zum Public Viewing der Wahlresultate im Wahlkreis Flensburg. Die Veranstaltung in der Bürgerhalle des Rathauses Flensburg ist öffentlich und beginnt um 17:45 Uhr. Getränke sowie ein kleiner Snack können vor Ort erworben werden. Wir weisen in diesem Zusammenhang auf die nach wie vor gültige Maskenpflicht im Rathaus hin.

Flensburg: Ohne Eltern verreisen in den Ferien

Jugendferienwerk 2022 – Jetzt anmelden!

Flensburg. In den Sommerferien am Strand liegen, die Natur im Wald erleben, das wärmere Ausland wie Italien besuchen, mit dem Kanu durch die Flüsse paddeln, Drachen steigen lassen, basteln, grillen, toben, Spaß haben und noch viele andere tolle Sachen machen.
Dies alles ist für Kinder und Jugendliche, deren Eltern nicht das große Geld verdienen, nicht immer so ohne weiteres möglich.
Deshalb vermittelt das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Flensburg im Rahmen des Jugendferienwerkes Ferienfahrten von Jugendzentren, Vereinen, Verbänden und kirchlichen Einrichtungen.
Damit stehen durch verschiedene Fahrten kostengünstige, erlebnisreiche und aktive Ferienangebote zur Verfügung.
Teilnehmen können Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 17 Jahren, deren Eltern bzw. alleinerziehenden Mütter oder Väter Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II oder XII, Wohngeld, Kinderzuschlag nach dem Bundeskindergeldgesetz oder Zahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten.
Auch wenn das Familieneinkommen knapp über den Sozialhilferegelsätzen liegt, ist eine Vermittlung möglich.
Im Regelfall übernimmt das Kinder- und Jugendbüro zwei Drittel der entstehenden Fahrtkosten, die Familie muss ca. ein Drittel der Kosten und das Taschengeld zahlen.

Auskünfte und Anmeldungen gibt es beim Kinder- und Jugendbüro der Stadt Flensburg
0461 / 85-1266
Information und Anmeldung:
Dienstags: 08:30 – 12:00
Donnerstags: 14:00 – 17:30

Ferienangebote 2022:

Ferienort | Träger | Alter | Zeitraum | Tage | TN Beitrag

Nordhorn Niedersachsen, Emsland – Zeltlager
Kath. Kirchengemeinde Flensburg
8 – 14 Jahre
Samstag, 06.08.2022 – Samstag, 13.08.2022
8 Tage – 64,00 €

Falckenstein – Zeltlager
EmK Wassersportfreunde
9 – 14 Jahre
Donnerstag, 01.08.2022 – Samstag, 13.08.2022
13 Tage – 104,00 €

Italien Adria – Zeltcamp
Jugendzentrum Pampelmuse
13 – 17 Jahre
Samstag, 16.07.2022 – Donnerstag, 28.07.2022
13 Tage – 143,00€

Südfrankreich Okzitanien Mittelmeer – Zeltcamp
Jugendzentrum  Alsterbogen
14 – 17 Jahre
Donnerstag, 07.07.2022 – Donnerstag, 21.07.2022
15 Tage – 165,00 €

Weitere Informationen auch unter: https://www.flensburg.de/Leben-Soziales/Kinder-Jugendliche/Kinder-und-Jugendb%C3%BCro/Jugendferienwerk/

CoCreation Day am 13. Mai: Deine Idee für eine smarte Grenzregion

Beim „CoCreation Day“ am 13. Mai im Husumer Kongresszentrum können sich Bürgerinnen und Bürger mit einer eigenen Idee für die smarte Grenzregion einbringen oder an den Ideen anderer mitarbeiten.

Im Rahmen des Modellvorhabens „Smarte Grenzregion zwischen den Meeren“, das vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen mit über zwölf Millionen Euro gefördert wird, sollen innerhalb der kommenden fünf Jahre viele smarte Lösungen in unterschiedlichen Bereichen in der Region geschaffen werden – von der Mobilität über Nahversorgung, Kultur und Tourismus bis hin zur Sicherung der kritischen Infrastruktur.

Die konkreten Projektideen sollen danach weiterentwickelt und auf Machbarkeit geprüft werden. Bereits am 20. Juni können die Bürgerinnen und Bürger Ihre ausgearbeiteten Konzepte im Flensburger Kino beim „CoCreation Pitch“ der Öffentlichkeit vorstellen. Die Zuschauer können dann direkt Rückmeldungen geben. Wer hier weiterkommt, kann anschließend einen ersten Prototypen bauen – etwa in Form einer in Grundzügen programmierten App oder als Modell aus Holz und Papier. Dieser wird dann auf dem „Summer of CoCreation“ vom 5. bis 7. September 2022 in Schleswig auf dem Gelände des Norden-Festivals präsentiert.

Sowohl der CoCreation Day als auch der CoCreation Pitch im Flensburger Kino sind als Präsenz- und gleichzeitig als Online-Veranstaltung konzipiert, damit sich jede und jeder aus der Region beteiligen kann.

Wann? Freitag, 13. Mai 2022, 14:00 – 19:00 Uhr
Wo? Nordseecongresscentrum, Am Messeplatz 12, 25813 Husum & online

Die Anmeldung zum CoCreation Day ist auf der Webseite smarte-grenzregion.de möglich.

Online-Patientenverfügung: Ein halbes Jahr „Selbstbestimmt“

Mehr als 30.700 Menschen haben seit dem Start von „Selbstbestimmt – die Online-Patientenverfügung der Verbraucherzentralen“ Anfang November 2021 eine Patientenverfügung erstellt. Insgesamt gab es seitdem über 255.000 Zugriffe auf diese Legal-Tech-Anwendung. 

„Wir freuen uns, dass wir mit dieser Online-Anwendung offenbar ein nützliches Angebot machen“, sagt Kerstin Heidt, Referentin für Verbraucherrechte bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH). „Viele Nutzerinnen und Nutzer haben sich damit beschäftigt und uns positive Rückmeldungen gegeben.“

Online, kostenfrei und bequem
Mit der neuen Online-Anwendung lässt sich eine auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmte Patientenverfügung bequem von zu Hause aus erstellen. Dieser Service der Verbraucherzentralen ist kostenfrei über www.verbraucherzentrale.sh/patientenverfuegung-online erreichbar. Grundlage dafür bilden Textbausteine für eine schriftliche Patientenverfügung, die das Bundesministerium der Justiz entwickelt hat. Daraus lässt sich Schritt für Schritt der gewünschte Text zusammenstellen.
Erklärtexte und Hinweise helfen dabei, die Tragweite der eigenen Entscheidung zu verstehen. Wer ergänzende Beratung benötigt, kann die Erstellung seiner Online-Patientenverfügung jederzeit unterbrechen und innerhalb von drei Monaten fortsetzen. Nach Ablauf von drei Monaten werden die eingegebenen Daten automatisch gelöscht. Am Ende erhalten die Nutzer eine auf sie abgestimmte, individualisierte Patientenverfügung. Diese müssen sie nur noch ausdrucken und unterschreiben, damit sie gültig ist.

Viele positive Rückmeldungen

  • „Klasse, dass die Textbausteine des Bundesjustizministeriums hier zum Einsatz kommen, aber die Online-Maske verhindert, dass man widersprüchliche Angaben macht. Außerdem ist die Formatierung top.“
  • „Die Möglichkeit, diese Verfügung online erstellen zu können, ist für mich eine wesentlich geringere Hemmschwelle, als mich mit Textbausteinen in einem Textdokument oder mit Papier und Stift zu beschäftigen und sie aktiv zusammenzubasteln.“
  • „Durch die überschaubare Auswahl an Textbausteinen dürfte es jedem leicht gemacht werden die individuellen Bedürfnisse auszusuchen.“
  • „Die verständliche Ausführung der Verfügung und einfache Handhabung sind nur zu empfehlen.“
  • „Vielen Dank – sowohl inhaltlich als auch von der Bedienbarkeit her hervorragend.“
  • „Ich bedanke mich sehr bei allen, die diese Möglichkeit kostenlos zur Verfügung stellen. Das ist ein sehr wichtiges und hilfreiches Angebot. Danke, Danke, Danke.“

So und ähnlich lauten die unzähligen Rückmeldungen von Nutzern. „Diese Anerkennung für unsere Arbeit motiviert uns, die Anwendung noch weiter zu verbessern“, so Kerstin Heidt. „Aktuell arbeiten wir mit einem Dienstleister daran, die Anwendung noch nutzerfreundlicher zu gestalten.“

Online-Vorsorgevollmacht in Arbeit
Ein vielfach geäußerter Wunsch ist es, auch eine Vorsorgevollmacht online erstellen zu können. Die Verbraucherzentralen bereiten eine entsprechende Online-Anwendung derzeit vor. Die Veröffentlichung ist noch in diesem Jahr geplant.

Selbststimmt – die Online-Patientenverfügung der Verbraucherzentralen wurde im bundesweiten Projekt „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“ erstellt, gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

„Exzellente Forschung“: Oberbürgermeisterin Simone Lange besucht Labor für nachhaltige Energienutzung  

Prof. Dr. Michael Thiemke erklärt Simone Lange, wie der neue Gasmotor am Forschungsstandort Kielseng funktioniert. Foto: Gatermann

Die Hochschule Flensburg mit ihren Forschungsaktivitäten rund um nachhaltige Energienutzung habe eine wichtige Bedeutung in der Grenzregion, sagte Simone Lange bei einem Besuch am Standort Kielseng. 

Zur Einweihung konnte Simone Lange den 13-Tonnen-Koloss nur aus der Ferne sehen. Der Festakt zur Inbetriebnahme des Labors für nachhaltige Energienutzung, dessen Herzstück der riesige Gasmotor ist, musste Anfang des Jahres Corona bedingt digital stattfinden. Die damals von Prof. Dr Michael Thiemke ausgesprochene Einladung, den Motor bei Gelegenheit auch aus der Nähe zu betrachten, nahm Flensburgs Oberbürgermeisterin nun an.

Und so erklärt Projektleiter Thiemke der Oberbürgermeisterin, wie der Gasmotor am maritimen Forschungsstandort Kielseng der Hochschule Flensburg eingesetzt wird. Zum einen wird er eine Windkraftanlage und deren Leistungsschwankungen bei der Netzeinspeisung simulieren. Der Vorteil: Im Gegensatz zu einem E-Motor, der Energie aus dem Stromnetz zieht, läuft der Gasmotor entkoppelt vom Stromnetz, beeinflusst die Auswirkungen der Leistungsschwankungen also nicht. Zum anderen machen sich die Forschenden die Fahrprofile des Gasmotors (also die Schwankungen, die verschiedene Windbedingungen simulieren) zunutze, um Abgasuntersuchungen durchzuführen. Das Fahrprofil passt aber auch zum Verhalten von Schiffen auf See.

Die Erforschung nachhaltiger Energienutzungskonzepte an der Hochschule Flensburg begrüßt Simone Lange ausdrücklich. „Hiermit beweist unsere Hochschule einmal mehr, dass auch an einem kleinen Standort exzellente zukunftsorientierte Forschung betrieben werden kann. Damit ist die Hochschule Flensburg ein Aushängeschild für die gesamte Grenzregion“, so die Oberbürgermeisterin.

Info: Grenzland Innovativ Schleswig-Holstein

Innovative Beiträge zur nachhaltigen Energienutzung in Schleswig-Holstein ist Bestandteil des mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der Bund-Länder-Förderinitiative „Innovative Hochschule“ geförderten Projektes „Grenzland Innovativ Schleswig-Holstein“.

Deutsche Umwelthilfe, Schutzstation Wattenmeer und WWF fordern: Keine neuen Ölbohrungen im Wattenmeer und Stopp der Ölförderung bis 2030

Protest von Umweltorganisationen heute vor der Bohrplattform Mittelplate – Foto: Polina Schneider

  • Öl- und Gasriese Wintershall Dea muss neue Bohrpläne stoppen

  • Wintershall Dea will bis 2069 Öl im Weltnaturerbe fördern

  • Organisationen demonstrieren vor Bohrplattform Mittelplate im Wattenmeer

Berlin, 6.5.2022: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die Schutzstation Wattenmeer und der WWF fordern den Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea auf, die Pläne für neue Bohrungen nach Erdöl im Nationalpark Wattenmeer sofort zu stoppen. Zusätzlich müsse die bestehende Ölförderung bis 2030 beendet werden, so die Organisationen, die ihre Forderung auch an die künftige Landesregierung Schleswig-Holsteins richten. Die Fortsetzung der Förderung auf der Mittelplate im sensiblen Weltnaturerbe-Gebiet Wattenmeer gefährdet den Erhalt der biologischen Vielfalt und widerspricht den Klimazielen. Bei einer Aktion in Sichtweite zur Mittelplate haben die Organisationen heute gegen die Pläne von Wintershall Dea demonstriert.

Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Neue Ölbohrungen mitten im Weltnaturerbe-Gebiet Wattenmeer: Das klingt wie eine Nachricht aus dem letzten Jahrtausend. Deutschland braucht dieses Öl nicht, für Klimaschutz und Natur sind die Bohrungen eine massive Bedrohung. Wintershall Dea muss im Hier und Jetzt ankommen und die Pläne sofort stoppen.“

Dazu Harald Förster, Geschäftsführer der Schutzstation Wattenmeer: „Im Wattenmeer – nur wenige Kilometer von sensiblen Lebensräumen wie den Salzwiesen entfernt – Erdöl zu fördern, ist ein massiver Eingriff in die Natur und gefährdet bei einem Unfall hunderttausende von Vögeln, die das Watt zur Nahrungssuche brauchen. Neue Ölbohrungen würden die Gefährdung für das Watt noch weiter erhöhen.“

Dazu Hans-Ulrich Rösner, Leiter Wattenmeerschutz beim WWF: „Ölförderung gehört nicht in einen Nationalpark und darf auch nicht ein Weltnaturerbe bedrohen. Ein großer Teil der weltweiten Ölvorräte muss im Boden bleiben, sonst kann Klimaschutz nicht funktionieren. Wir brauchen mit dem Jahr 2030 endlich ein Ausstiegsdatum aus der Ölförderung im Wattenmeer. Das ist zu schaffen, wenn die künftige Landesregierung sich ins Zeug legt.“

Hintergrund:

Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea betreibt auf der Mittelplatte im südlichen Teil des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer eine Bohr- und Förderinsel für Erdöl. Das schleswig-holsteinische Nationalparkgesetz lässt dies – gegen den Widerstand der Umweltorganisationen – zwar zu, beschränkt die Erdölbohrung und -förderung aber auf solche von der Bohr- und Förderinsel Mittelplate A.

Im Jahr 2019 stellte der Konzern den Antrag auf Erteilung einer Bewilligung zur Erweiterung des bestehenden Bewilligungsfeldes um ein Gebiet südlich davon, das sich ebenfalls vollständig im beziehungsweise unter dem Nationalpark sowie einem FFH- und EU-Vogelschutzgebiet befindet. Aus Sicht der Umweltorganisationen wäre eine solche Bewilligung rechtswidrig, da sie von der Ausnahmeregelung im Nationalparkgesetz nicht erfasst würde. Sie sehen sich in dieser Einschätzung durch ein Rechtsgutachten im Auftrag des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums aus dem Jahr 2020 bestätigt.

Einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leistet die Ölförderung der Mittelplate nicht. Sie befriedigt lediglich ein Prozent des deutschen Ölverbrauchs, das entspricht einer jährlichen Förderung von rund 1 Million Tonnen. Durch die neuen Bohrungen sollen lediglich rund 120.000 Tonnen im Jahr hinzukommen. Durch Energieeinsparmaßnahmen könnte dies viel einfacher substituiert werden. Dagegen hat die Internationale Energie Agentur in einer Studie im vergangenen Jahr hervorgehoben, dass ab 2021 keine neuen Förderprojekte begonnen werden dürfen, um das 1,5-Grad-Limit einzuhalten.

Darüber hinaus verlangen die Umweltorganisationen, dass auch die Bohr- und Förderinsel Mittelplatte selbst stillgelegt und zurückgebaut wird. Nur so kann der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer seinen Schutzauftrag erfüllen. Die Beendigung der Ölförderung im Wattenmeer ist zudem für den Klimaschutz erforderlich. Für diesen müssen weltweit auch große Mengen von Kohle, Öl und Gas im Boden bleiben, damit sie nicht in Treibhausgase umgewandelt werden. Es liegt auf der Hand, dass dies in Schutzgebieten mit Priorität erfolgen kann und muss.

Grenzdreieck tagt in Flensburg zu grenzüberschreitenden Themen

Flensburger Förde bei Holnis: Das idyllische Bild täuscht, der Förde geht es erheblich schlechter, als vielfach angenommen. – Foto: Jörg Pepmeyer

Deutsch-dänisches Gremium berät über Flensburger Förde

Flensburg. Am Freitag hat die politische Steuerungsgruppe des Grenzdreiecks getagt und zu wichtigen grenzüberschreitenden Themen beraten. So gab es intensive Beratungen zur gemeinsamen Strategie in Sachen Wasserqualität in der Flensburger Förde. Ursache des Problems sind vor allem die Einleitungen sowie die Einflüsse der Landwirtschaft. Auch die auf der dänischen Seite weiterhin stattfindende Muschelfischerei belastet die Förde nach wie vor.

Alle drei Seiten waren sich schnell einig, dass deutlicher Handlungsbedarf besteht, wobei die Rahmenbedingungen und Zuständigkeiten auf dänischer und deutscher Seite durchaus unterschiedlich sind.

Um mögliche Handlungsoptionen zu definieren einigten sich die Vertreter darauf zu prüfen, ob ein gemeinsames Interreg-Projekt unter Beteiligung des Kreises Schleswig-Flensburg als wichtiger Fördeanrainer auf deutscher Seite sowie der jeweiligen zuständigen staatlichen Ebenen auf deutscher und dänischer Seite die passende Antwort sein könne. Flensburg ist nun gebeten worden, diesbezügliche Möglichkeiten zu prüfen und einen konkreten Vorschlag zu unterbreiten. Simone Lange, Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg: „Wir sehen große Chancen darin den grenzüberschreitenden Herausforderungen mit einem Interreg-Projekt zu begegnen und konkrete Schritte zu verabreden, die der Förde auch wirklich helfen können. Wir sind gerne bereit für diese Aufgabe die notwendige Vorarbeit zu leisten“.

Auf der Tagesordnung stand außerdem das grenzüberschreitende Projekt „Blumen bauen Brücken“, das als grenzüberschreitende Gartenschau in den drei Grenzdreieckskommunen konzipiert und nun von Projektleiterin Iris Uellendahl vorgestellt wurde.

Diskutiert wurde auch die Zukunft der grenzüberschreitenden Buslinie 110, die von Sonderburg bis zum Flensburger ZOB führt. Inhalt des Tagesordnungspunktes war die Diskussion über die zukünftige Ausrichtung und Finanzierung der Linie. Die Sensibilisierung der drei Partner stand hier im Mittelpunkt, da die Entscheidung letztendlich bei den Auftraggebern der Strecke liegt. „Das Beispiel zeigt deutlich, dass das Grenzdreieck sich als wichtige Austauschplattform etabliert hat, dass es ermöglicht, Themen zu diskutieren und gemeinsame Linien zu erarbeiten“, so Oberbürgermeisterin Lange weiter.

Das Grenzdreieck ist eine formalisierte Zusammenarbeit der Kommunen Apenrade und Sonderburg und der Stadt Flensburg, die im Rahmen dieser Zusammenarbeit gemeinsame und grenzüberschreitende Themen erörtern und auf den Weg bringen. Das Gremium tagt abwechselnd an den drei Standorten und die Sitzungsleitung obliegt immer dem Bürgermeister des Tagungsortes.

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