Aktion der IG BAU an der Flensburger DIAKO

DIE LINKE wendet sich entschieden gegen das Outsourcen von Reinigungsfachkräften in den Krankenhäusern und fordert einheitliche Entgeltvereinbarungen

Heute Mittag kam es zu einer betrieblichen Aktion an der Diako, mit der die IG BAU zusammen mit ihren Kolleg*innen des Reinigungsdienstes auf die Unterbezahlung aufmerksam machte.

Tjark Naujoks

In Schleswig-Holstein gehört das Outsourcen von Reinigungsfachkräften in den Krankenhäusern leider zum Standard. Dass es nun aber innerhalb eines gültigen Tarifvertrages zu einem Lohngefälle von 15 % zwischen den Kliniken in Nordfriesland und der Diako in Flensburg kommt, ist nach Ansicht der Links-Partei überhaupt nicht zu begründen.

Tjark Naujoks, der Direktkandidat der LINKEN zur Landtagswahl in Flensburg und selbst Gewerkschaftssekretär, erklärt dazu:

„Natürlich leidet der Bereich der Reinigungsfachkräfte unter dem Fachkräftemangel und auch im Bereich der Reinigungen geht der Beruf mit erheblichen Entbehrungen im Privatleben einher, schließlich muss natürlich auch am Wochenende und an Feiertagen das Krankenhaus gereinigt werden. Nach den zusätzlichen Belastungen der letzten 2 Jahre in der Corona-Pandemie kommt nun die bessere Bezahlung der Kolleg*innen in Nordfriesland den Kolleg*innen hier vor Ort in Flensburg dem Spott gleich!“

„Es kann doch nicht sein, dass hier von Seiten des Arbeitgebers offenkundig mit Zweierlei-Maß gemessen wird! Die Kolleg*innen haben in den letzten 2 Jahren eine echt harte Arbeit ausüben müssen. Und nun fordern wir die Diako Service dazu auf Flensburg die Bezahlung endlich gleichzusetzen und auch eine Prämie von 15 % auszuzahlen! Dies hat vor allem was mit dem Respekt vor der Arbeit der Angestellten in den letzten 2 Jahren zu tun!“ unterstreicht Naujoks.

Für DIE LINKE ist es wichtig zu betonen, dass sie nicht nur in Zeiten des Wahlkampfes solidarisch an der Seite der Kolleg*innen der IG BAU steht, sondern auch danach. Deswegen lädt sie die Kolleg*innen zu einem gemeinsamen Austausch, nach der Landtagswahl, mit DER LINKEN im Kreisbüro ein.

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Veröffentlicht am 6. April 2022, in Bürgerbeteiligung, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Gender, Soziales, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

  1. Lieber Tjark, Vielen Dank für die Klarstellung Deiner Position. da sind wir uns völlig einig. Da Du Dich vorher als Krankenpfleger bezeichnet hattest, ging ich davon aus, daß du als solcher hauptamtlich arbeitest und deine Gewerkschaftsfunktion ehrenamtlich ist. Bitte um Entschuldigung für die falsche Zuordnung. Das mit „jeglicher Möglichkeit“ stimmte leider nicht, denn wenn es so in diesem Beitrag gestanden hätte, hätte ich es erfreut zur Kenntnis genommen und gar nicht kritisch kommentiert.
    Daß Du niemals für die Diako gearbeitet hast ehrt Dich. Ich selbst übrigens auch nicht und unter dieser Leitung und würde ich es selbst für doppeltes Gehalt nicht tun.
    Wir müssen klar zum Ausdruck bringen, daß die kirchliche Leitung als Krankenhausbetreiber auf ganzer Linie, nicht nur in Sachen Hygiene, versagt hat, und ein neues Krankenhaus in Flensburg nur in kommunaler Hand betrieben werden darf. Es ist nicht nur die Frage des Schwangerschaftsabbruches! Patientinnen im gebärfähigen Alter, die definitiv keinen Kinderwunsch haben, müssen für eine Sterilisationsoperation weit reisen, weil auch hier sich die kirchliche Leitung verweigert. Der neue Gynäkologe schrieb im Diako-Werbeblatt, daß er sich freue, hier „das ganze Spektrum“ der Frauenheilkunde zu haben. Sterilisationsoperationen und Schwangerschaftsabbrücke kennt er wohl gar nicht?

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  2. Als die sprichwörtlich geizigen Schotten vor Jahrzehnten das Outsourcen von Reinigungsfachkräften in den Krankenhäusern bagannen, hatte sie es wenigstens statistisch ausgewertet. Festzustellen war eine erhöhte Todesrate durch schlechtere Krankenhaushygiene. Das nicht, weil die Kolleg*innen in der Krankenhausreingung schlechte Arbeit machten, sondern weil sie nicht mehr Bestandteil eines Stationsteams waren: Kommuniaktion zwischen Reinigungs- und Pflegepersonal und Ärzten fand nicht mehr wie gewohnt statt. Als das das Outsourcen von Reinigungsfachkräften in den Krankenhäusern in Dänemark zur Debatte stand, wurde es unter Bezugnahme auf die schottischen Ergebnisse abgelehnt. Dort wurde das Reinigungspersonal nicht outgesourct.
    Wenn jetzt in Flensburg ein profiitgeiler Krankenhausträger weiter mit externem Reingungspersonal arbeitet, nimmt er Todesfälle durch Krankenhausinfektionen billigend in Kauf, Das ist Bedngter Vorsatz aus dem niedrigen Beweggrund Profitiger. Auf die Problematik haben wir schon vor einem Jahr hingewiesen: https://dkpflensburg.wordpress.com/2021/04/06/profitgier-totet/
    „Dass es nun aber innerhalb eines gültigen Tarifvertrages zu einem Lohngefälle von 15 % zwischen den Kliniken in Nordfriesland und der Diako in Flensburg kommt, ist nach Ansicht der Links-Partei überhaupt nicht zu begründen.“ Und was folgt daraus?
    Einer „Diako“, die aus Profitgier den Tod von Patienten billigend in Kauf nimmt, muß die Trägerschaft des Flensburger Krankenhaus entzogen werden!
    Wie Nordfriesland brauchen wir auch in Flensburg Krankenhäuser in Öffentlicher Hand!
    Krankenpfleger Tjark Naujoks stellt diese Forderung nicht auf, scheint sich mit der Trägerschaft kirchlicher Profitgeier abgefunden nzu haben.
    Vertritt er damit die Position seiner Partei oder die seines Arbeitgebers?

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    • Tjark Naujoks

      Moin Ralf,
      entschuldige, aber ich darf dich da in ein paar Thesen mal korrigieren:
      1. Arbeite ich inzwischen als Gewerkschaftssekretär.
      Muss also meinen Arbeitgeber (zumal ich niemals für die Diako gearbeitet habe) nicht schützen!
      2. Betone ich bei jeglicher Möglichkeit das sämtliche Kliniken in Deutschland und Schleswig-Holstein in öffentliche Hände gehört. Als Linke fordern wir dazu im Wahlprogramm zur Landtagswahl einen Fond der Kommunen dabei unterstützen soll, ihre Kliniken zu Rekomunalieren! Und wollen insgesamt den „Fabrikgedanken“ der in den Klinken herrscht durch viele weitere Punkte entgegen gehen!
      3. Hilft das alles allerdings überhaupt nichts den Kolleg*innen im Reinigungsdienst. Die wollen vollkommen zurecht 15 % mehr Lohn haben. Und werden gleichzeitig durch das Aufstellen dieser Forderung durch den Arbeitgeber mit dem Verlust des Arbeitsplatzes bedroht! Die Ursache liegt natürlich im Profit streben. Das hilft denen aber wie gesagt überhaupt nicht weiter. Denn das Problem kann nur die Politik lösen!

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