Flensburg: Die Masken dürfen, aber sie müssen nicht fallen.

Appell  an die Eigenverantwortung

Flensburg. In Flensburg können wir zum Glück sinkende Infektionszahlen und Inzidenzwerte feststellen. Leider gehen die nicht einher mit der Lage in den Flensburger Krankenhäusern, die eine zunehmende Belastung melden. Diese sind einerseits in der steigenden Zahl an Corona-Patienten begründet, aber vor allem durch den hohen coronabedingten Krankenstand zu erklären.
Daher sehen die Leitungen der Flensburger Krankenhäuser das Ende der Maskenpflicht sehr kritisch.
Klaus Deitmaring, Geschäftsführer des Malteser Krankenhauses St. Franziskus-Hospital: „Die Versorgungslage ist angespannt und die Belastung sehr hoch. Die geplanten Lockerungen stehen im Widerspruch zu diesen aktuellen Belastungen. Die Flensburger haben sich während der Pandemie durch hohe Disziplin und Verantwortungsbewusstsein ausgezeichnet. Leisten Sie weiterhin diesen Beitrag, sich und andere weiterhin bestmöglich vor der Übertragung zu schützen und somit einen gewichtigen Beitrag zu leisten, dass weniger COVID-Patienten stationär behandelt werden müssen und unser Personal der hohen Verantwortung für alle notwendigen stationären und ambulanten Behandlungen weiterhin gerecht werden kann!“

FFP 2 Maske – Foto: Jörg Pepmeyer

Ingo Tüchsen, Geschäftsführer des Diako Krankenhauses: „Die Krankenhäuser in Flensburg sind aktuell stärker belastet als zu jedem anderen Zeitpunkt der Pandemie. Das hat nicht nur dazu geführt, dass wir nun erneut einen Besuchsstopp ab dem 2. April aussprechen müssen, sondern auch dazu, dass alle elektiven, also planbaren Behandlungen verschoben werden müssen. Dies ist notwendig geworden, um ausreichend Kapazitäten für die Behandlung von Notfällen wie Patienten mit Schlaganfall und Herzinfarkt oder nach Unfällen zu haben.“

Auch aus dem Flensburger Rathaus kommen mahnende Worte. Die Grundregeln zum Schutz vor Ansteckung sind allen seit Beginn der Pandemie vertraut. Sie haben sich bewährt. Dazu gehört auch die Maske. Auch wenn jetzt die Maskenpflicht fällt, darf die Maske weiterhin getragen werden.
„Bitte tragen Sie dort eine Schutz-Maske wo Sie es für richtig halten, wo zu viele Menschen sind, wo man enger zusammenkommt, wo Ihnen ihr eigenes Sicherheitsgefühl dazu rät. Schützen Sie sich und die anderen!“ appelliert Flensburgs Gesundheitsdezernentin Karen Welz-Nettlau und setzt fort: „Im Rathaus behalten wir die Maskenpflicht zunächst bei. Wir schützen damit unsere Kund*innen und unsere Mitarbeiter*innen. Gleichzeitig wollen wir auch Vorbild sein, denn wenn die Pflicht endet, beginnt die Eigenverantwortung. Tragen Sie auch weiterhin dort eine Maske, wo immer Sie es für richtig halten. Wer Verantwortung übernimmt, muss sich dafür nicht rechtfertigen.“

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Veröffentlicht am 1. April 2022, in Bürgerbeteiligung, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Soziales. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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